short - wie funktioniert das?

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neuester Beitrag: 25.04.21 10:18
eröffnet am: 25.06.08 14:30 von: smutje79 Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 25.04.21 10:18 von: Angelikabock. Leser gesamt: 2094
davon Heute: 1
bewertet mit 3 Sternen

83 Postings, 5284 Tage smutje79short - wie funktioniert das?

 
  
    
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25.06.08 14:30

hallo,

 

wie man per os oder ko shortet ist klar - aber es scheint noch andere möglichkeiten (mit leerverkäufen und rückkäufen) zu geben - wie genau funktioniert das? kann das auch ein normaler anleger?

 

danke 

 

22764 Postings, 5329 Tage MaxgreeenLeerverkaufen

 
  
    
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25.06.08 14:45
Suche dir jemand (z.B. Bank) der dir Aktien von Firma X verleiht. Du musst dann die Aktien zu einem festgelegten Zeitpunkt zurückgeben (meist nur wenige Tage/Wochen) + Leihgebühr. Wenn du 100 Aktien für 100 Euro bekommst dann kostet dich die Aktien 10000 Euro. Die Aktien verkaufst du und erhältst 10000 Euro. Da du auf fallende Kurse setzt wartest du das die Aktie fällt.

Bsp1: Aktie fällt auf 90 Euro. Du kaufst 100 Aktien zu 90 Euro = 9000 Euro und gibts die Aktien an den Verleiher zurück. Dein Gewinn 1000 Euro - Leihgebühr

Bsp2: Aktie steigt, entgegen deiner Erwartung auf 110 Euro. Du musst kaufen, 100 Aktien zu 110 Euro = 11000 Euro und gibts die Aktien an den Verleiher zurück. Dein Verlust 1000 Euro + Leihgebühr. Je später du zurückkaufst je größer dein möglicher Verlust.

Was der Verleiher als Sicherheiten (wieviel % vom Aktienwert) haben will weiss ich nicht.  

83 Postings, 5284 Tage smutje79wer bietet sowas an?

 
  
    
25.06.08 14:51
vielen dank maxgreen, wer bietet sowas an? und lohnt sich das überhaupt??? kann man doch einfacher mit os haben.  

328 Postings, 5220 Tage Rote SockeSowas bietet

 
  
    
25.06.08 15:56
zum Beispiel Consors an, aber auch viele andere spezialisierte Broker. Der Unterschied zu OS ist der, daß du bei OS ein Aufgeld hast, beim shorten nicht, da läuft das 1:1, wobei du nicht 100% einsetzen mußt sondern nur einen Einschuß (margin). Im Prinzip ist es das selbe wie ein Short-Turbo, nur ohne Knock-out.  

106652 Postings, 8240 Tage Katjuschasmutje, der Unterschied ist auch, das

 
  
    
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25.06.08 16:02
du so auch Nebenwerte shorten kannst, wo es ja keine Derivate gibt.

Das Problem beim shorten sehe ich in der begrenzten Laufzeit und der hohen Leihgebühr. Was macht shorten für nen Sinn, wenn du nach wenigen Tagen die ausgeliehenen Aktien schon wieder zurückgeben musst? Da muss man sich schon enorm sicher sein, das die Aktien am nächsten Tag fallen. Also nur was für Spekulanten. Ich bin ja eh der Meinung, das das shorten von Nebenwerten (alles unterhalb des H-Dax) verboten werden müsste.
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328 Postings, 5220 Tage Rote Socke#5

 
  
    
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25.06.08 16:06
Wer richtig shorten will, sollte das ohnehin nur bei Aktien tun, bei denen es eine gut funktionierende Wertpapierleihe gibt. Ansonsten kann es sein, daß man eindecken muß, wenn man gar nicht will und danach nicht mehr erneut leerverkaufen kann.    

106652 Postings, 8240 Tage KatjuschaHatten wir übrigens hier schon mal diskutiert

 
  
    
25.06.08 16:10
hatte in #11 auch die Voraussetzungen reinkopiert. Weiß allerdings nicht, ob das jetzt bei Consors verändert wurde.

http://www.ariva.de/...guten_broker_zum_shorten_nenne_t292193?page=-2

kat
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328 Postings, 5220 Tage Rote SockeBei Consors

 
  
    
25.06.08 16:25
ist die Margin zu hoch. Ich hab mal bei Nordnet eine Weile damit herumprobiert, ist auch nicht viel besser als Consors. Wer richtig shorten will, sollte sich einen spezialisierten Broker suchen, z. B. IB.  

Ich hab in deinem Link gelesen, daß du wissen wolltest, ob/wann man zum eindecken gezwungen werden kann. Das ist erstmal der Fall, wenn man die Margin nicht mehr halten kann, also beim Kursanstieg nichts nachschießt und zweitens, wenn die geliehenen Stücke abgefordert werden und keine neuen beschafft werden können. Letzteres kommt bei kleinen Aktiengesellschaften schon mal vor. Die richtigen Nullnummern kann man leider nicht shorten, das wär ja auch zu einfach. ;)    

328 Postings, 5220 Tage Rote SockeIch hab was vergessen:

 
  
    
25.06.08 17:47
Wenn man z. B. 1000 Aktien à 20 EUR shortet, hat man 20.000 EUR auf dem Konto. Die Knete ist zwar gesperrt, aber normalerweise müßte sie verzinst und gegen  die Leihgebühr aufgerechnet werden. Das tun aber viele Anbieter nicht, sie sacken die Zinsen ein. Dafür berechnen sie keine Leihgebühr in Prozent/Zeit sondern eine Pauschale, die aber jedesmal fällig wird, wenn man wieder shortet. Z. B. auch dann, wenn die Position geschlossen werden muß, weil die Wertpapierleihe vorübergehend nicht funktioniert. Die üblichen Anbieter haben allesamt derart unfaire Konditionen.    

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