Potential ohne ENDE?

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neuester Beitrag: 25.11.22 10:18
eröffnet am: 11.03.09 10:23 von: ogilse Anzahl Beiträge: 42282
neuester Beitrag: 25.11.22 10:18 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 7387643
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77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingBiden hat mal wieder den Schuss nicht gehört

 
  
    
27.07.22 18:20
Der US-Immomarkt schwächelt. In solch einer Lage ist es schwer bis unmöglich, eine Kapitalerhöhung/Freilassung durchzuführen. Biden hätte vorausschauend handeln müssen. Aber der tüdelt eh nur noch...  

271 Postings, 3293 Tage Helmut DietrichIrgendwie kommt es mir vor,

 
  
    
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28.07.22 10:52
als würden alle den Schuß hören aber sie wollen nichts verändern. Zu viele Verantwortliche sind hier mit im Boot. Gehen F&F den Bach hinunter wiederholt sich das Spiel vom Jahr 2008 etc. So kann man nichts falsch machen, der Staat kassiert über die Jahre dann doch rentabel weiter.  

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingBürokraten sind risiko-avers,

 
  
    
30.07.22 21:40
und ein 150 Mrd. $ Börsengang - der größte der Welt - könnte ja auch in die Hose gehen. Dann sind diejenigen, die ihn angeschoben haben, die Dummen. Viel einfacher ist: Kicking the can down the road.  

175 Postings, 3332 Tage piotiendlich Klartext:

 
  
    
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03.08.22 17:50

https://www.glenbradford.com/2022/07/fnma-fanniegate-1163/


und nicht so ein juristischer Sch..., wo man sich nur über Formalien streitet.

Hoffentlich wird die Petition vom SCOTUS angenommen. Dann haben wir hoffentlich wieder etwas mehr Freude an den Zwillingen.
Dann gibt es sicherlich wieder Verzögerungen in den anderen Gerichten.



Meine Zusammenfassung (muss nicht richtig sein): Der private Aktionäre hat auf Grund der bisherigen Urteile keine Möglichkeit gegen die Verstaatlichung seines Eigentums gerichtlich vorzugehen. Bei Verstaatlichung steht ihm mindestens eine Kompensation zu.



Ansosnsten kann ich nur die Seite von Bradford empfehlen. Wenig eigene Meinung dafür um so mehr offizielle Dokumente.
Da sind noch weitere zwei Petitionen an den SCOTUS. Die muss ich noch durchlesen...

 

271 Postings, 3293 Tage Helmut DietrichHaben jetzt alle F&F verlassen?

 
  
    
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17.08.22 10:34
Glaubt niemand mehr an eine Änderung? Läuft es auf eine weitere längere Knechtschaft hinaus? Fragen über Fragen. Vielleicht kann AL mit seinem Einblick in die verschiedenen Märkte etwas zum weiteren Verlauf sagen. Vielen Dank.  

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingErneut Stresstest gut bestanden

 
  
    
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18.08.22 15:39
https://furmancenter.org/thestoop/entry/...a-major-de-risking-success

Am 11. August veröffentlichte die Federal Housing Finance Agency (FHFA), die Aufsichtsbehörde und Konservatorin der beiden staatlich geförderten Unternehmen Freddie Mac und Fannie Mae, die jüngsten Ergebnisse des jährlichen Stresstests für die beiden Unternehmen. Dies ist das neunte Jahr, in dem die GSEs dem gesetzlich vorgeschriebenen Test unterzogen werden, der das von der Federal Reserve erstellte "schwerwiegende negative" Wirtschaftsszenario widerspiegelt, das auf die Jahresabschlüsse der Unternehmen zum Jahresende 2021 angewendet wird.

Dieser Artikel, der erste einer zweiteiligen Serie, befasst sich mit der Frage, wie die jüngsten Stresstestergebnisse bestätigen, dass die GSEs in den Jahren, in denen sie unter Zwangsverwaltung standen, ein überraschend großes De-Risking erfahren haben. Insbesondere die Stresstests aus dem Jahr 2013, dem ersten Jahr, in dem sie durchgeführt wurden, wiesen für die Unternehmen Verluste in Höhe von fast 200 Mrd. USD aus - ein sehr hohes Niveau.  Diese Verluste spiegeln vor allem wider, dass die GSEs noch viele Vermögenswerte in ihren Büchern hatten, die vor dem Platzen der Hypothekenblase, dem Auslöser der globalen Finanzkrise, erworben worden waren.

Seitdem sind die modellierten Stressverluste stetig zurückgegangen und liegen jetzt bei nur noch 4,5 Mrd. Dollar, was einem Rückgang von 98 % und einem ungewöhnlich geringen Anteil von 0,06 % an den 7,3 Billionen USD an GSE-Vermögenswerten entspricht.  Selbst der durchschnittliche modellierte Verlust der letzten drei Jahre, 14,9 Mrd. USD, ist seit 2013 um beachtliche 92 % gesunken.  Dieser sehr deutlich verringerte Stressverlust bestätigt wiederum (1) eine erhebliche Verbesserung der Stabilität des gesamten Finanzsystems des Landes und (2) eine starke Verringerung des Engagements der Steuerzahler in Bezug auf GSE-Risiken, was beides wichtige politische Erfolge sind....

deepl
 

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingZwei Events, die wichtig werden

 
  
    
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18.08.22 17:27
Der eine ist, ob der Jury-Prozess (Lamberth) überhaupt stattfindet. Wird er nicht zugelassen, geht's erst mal wieder runter.

Wird er zugelassen, geht es rauf - und bis zum Prozess noch weiter rauf.

Was bei dem Prozess herauskommt, hängt auch von der Jury ab. Sitzen da Normalos? Haben die Jury-Mitglieder die geistigen Fähigkeiten, die komplexe Materie korrekt zu erfassen - oder kennen Sie nur die Fanny-hat-sich-verzockt-Spinstorys aus dem Medien? Und wird versucht, die Jury durch vorherige Manipulation im Sinne der Regierung/Großbanken zu beeinflussen?    

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingNeuer Seeking-Alpha-Artikel

 
  
    
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19.08.22 09:46
von Alec Mazo (zur Abwechslung mal nicht von Glen Bradford).

Der Artikel enthält interessante Infos, die ich allerdings teils in den letzten Monaten schon selber bei Ariva gepostet habe.

Trotzdem ist es aufschlussreich, diese Infos noch einmal aus anderer Quelle zu lesen als von Bradford oder von mir.

Hier der Artikel mit dt. Übersetzung der Zusammenfassung (Conclusion) von mir:

https://www.ariva.de/forum/...ung-bis-juli-574209?page=45#jumppos1136
 

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingDer S.A.-Artikel enthält allerdings die üblichen

 
  
    
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19.08.22 10:24
Ungenauigkeiten, die auch in Forenbeiträgen bei iHub immer wieder auftauchen:

https://seekingalpha.com/article/...ding-capital-exit-conservatorship

"Insgesamt erntete die Regierung über 300 Milliarden Dollar an Gewinnen, nachdem sie 191 Milliarden Dollar in die Unternehmen gesteckt hatte."Overall, the Government reaped over $300 Billion in profits after injecting $191 Billion into the companies.

Wahr ist, dass von den ca. 310 Mrd. $, die die Regierung über die 10 % Div. auf die SPS und den NWS bei FnF abkassiert hat, die 191 Mrd. $ abgezogen werden müssen, die die Regierung (in Form der SPS) eingezahlt hat. Es wurden netto daher nur ca. 120 Mrd. $ abgegriffen.

Weiterhin ist die Dividende von 10 % gemäß HERA rechtens, und da die SPS (Vorzugs-)Aktien sind, stellen die Dividendenzahlungen darauf auch keinen Abtrag einer Schuld dar. Unterm Strich reduziert sich der Raub auf ca. 29 Mrd. $, was ja auch die Kläger um Collins und Co. im Scotus-Prozess verlangten.

Die eigentliche Schweinerei war, dass die Regierung die Zwillinge via Zwangsverwaltung (FHFA) von 2008 bis 2012 gezwungen hatte, unnötige Risikorückstellungen vorzunehmen. Um die resultierenden Buchverluste auszugleichen, mussten FnF die vergifteten SPS-"Hilfen" der Regierung in Anspruch nehmen.

"Vergiftet" waren diese SPS-Hilfen deshalb, weil es kein Kredit der Regierung war (wie ihn andere US-Großbanken nach 2008 - zu auch nur 5 % Zinsen - erhalten hatten), sondern eine Beteiligung, die durch die Dividenzahlungen von 10 % nicht kleiner bzw. abgetragen wird.

Als die Risikorückstellungen ab 2012 - eben weil sie gar nicht nötig waren - wieder aufgelöst wurden, hätten FnF Gewinne in gleicher Höhe verbuchen können. Die Regierung wollte die Zwangsverwaltung jedoch "verewigen", und hat zu diesem Zweck die hohen Gewinne ab 2012 in die Staatskasse umgeleitet (Querfinanzierung von Obamacare).

Das ganze Dilemma der heutigen starken Unterkapitalisierung - CET1 liegt bei schätzungsweise -140 Mrd. $ - resultiert aus dem NWS, der ein Betrug an den Aktionären war (faktische Enteignung ohne Entschädigung).

Wenn die SPS erhalten bleiben würde (keine Löschung bzw. kein Swap), dann würden Fannie und Freddie noch ca. 15 Jahre brauchen, um durch den Gewinneinbehaltung (Aussetzung des NWS ab 2019) das fehlende Eigenkapital aufzubauen.

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Fehler Nr. 2

(aus der "Zusammenfassung")

"Fannie Mae und Freddie Mac steigern ihr Nettovermögen mit jedem Quartal der einbehaltenen Gewinne. Mit derzeit 90 Mrd. $ bauen die Unternehmen ihr Kapital jährlich um mehr als 23 Mrd. $ auf. Die Unterkapitalisierungslücke beträgt 110 Mrd. $, und die Pläne für den Börsengang und die Umwandlung der Warrants müssen in den nächsten 6 Monaten in Angriff genommen werden."

A.L.: Der Autor beziffert das Buchkapital mit aktuell (mMn etwas großzügig) mit 90 Mrd. $ für FnF. Der eigentliche Knackpunkt ist, dass in dem Buchkapital die SPS der Regierung enthalten sind. Zieht man die 191 Mrd. aus den SPS ab, ist man bei einem Kernkapital von -100 Mrd $. Maßgeblich für die Freilassung ist CET1 (siehe 4. Briefvereinbarung), das man erhält, wenn man vom Kernkapital noch ausstehende Steuerschuld und die JPS (ca. 35 Mrd. $) abzieht.

Die These des Autors, dass der Gewinneinbehalt seit 2019 die Kapitallücke "bald" so weit schließt, dass sie durch eine KE in Höhe von 80 Mrd. $ geschlossen werden könnte, hört sich schön an für die Aktionäre, unterschlägt jedoch die SPS.

Die vom Autor erwähnten 100 Mrd. $, die die Regierung aus FnF bei einem Börsengang herausholen könnte, sind mMn nur erzielbar, wenn die SPS in Stammaktien umgewandelt werden, was deren Wert auf Centbeträge (vor KE) drückt. Würden die SPS gelöscht und nur die Warrants ausgeübt, sind für die Regierung lediglich ca. 50 Mrd. $ "Gewinn" drin.

Es ist unwahrscheinlich, dass die US-Regierung, die sich in der Vergangenheit durch Gier, Rechtsbeugung und grenzkriminelle Bereichung (NWS) "ausgezeichnet" hat, freiwillig auf die 50 Extra-Mrd. verzichtet, die bei einem SPS-Swap in die Kasse kämen. Eine Warrantsausübung würde bei einem SPS-Swap vermutlich gar nicht mehr stattfinden.


 

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingStämme an der 50-Tage-Linie

 
  
    
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22.08.22 22:28
 
Angehängte Grafik:
tzuetu.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
tzuetu.png

28137 Postings, 3489 Tage Max84Anti Lemming, danke dir für die unzählige

 
  
    
23.08.22 09:16
Erklärungen hier im Forum! Das hilft sehr  

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingDanke, Max

 
  
    
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23.08.22 10:33
Wichtig für Fannie-Aktionäre ist auch folgendes Posting:

https://www.ariva.de/forum/...ung-bis-juli-574209?page=45#jumppos1139

Ich habe es in den JPS-Thread gestellt, weil es um zwei Prozesse geht. Bei einem dieser Prozesse (Fairholme, Richter Lamberth) sind auf Klägerseite nur JPS-Halter und Freddie-Mac-Aktionäre vertreten.

Grund ist, dass die Fannie-Aktien älter sind und ihnen offenbar keine sattelfesten Verträge zugrundeliegen. Fannie wurde 1938 gegründet und war die ersten 30 Jahr staatseigen. 1968 ging Fannie an die Börse, u. a. deshalb, damit die MBS von Fannie nicht mehr der US-Staatsverschuldung zugebucht werden mussten. Der Börsengang von Fannie diente als dazu, die US-Staatsverschuldung optisch zu schönen.

Freddie Mac wurde erste 1970 gegründet, ... https://en.wikipedia.org/wiki/Freddie_Mac  ... und dies auch sofort als Aktiengesellschaft.

Für die ca. 37 ausstehenden JPS auf Fannie und Freddie...

https://finance.yahoo.com/quotes/...j,fnmas,fnmat,fnmfm,fnmfn/view/v1

..., die größtenteils erst nach der Jahrtausendwende emittiert wurden (FNMAT z. B. erst 2008), gibt es jeweils sehr genau ausformulierte Verträge. Deshalb können die JPS-Halter von der US-Regierung auch nicht, wie die Stammaktionäre, durch drohende Verwässerung (z B. SPS-Swap) in die Zange genommen werden.

Voraussetzung für die Teilnahme am Fairholme-Prozess waren offenbar sattelfeste Vertragsgrundlagen, die die Fannie-Stämme nicht liefern.

Es ist bislang offen, ob die US-Regierung die beiden Prozesse (ROP und Fairhome) nicht bereits im Vorfeld abweisen wird. Darüber entscheidet Richter Lamberth. Bei einer Klageabweisung würden die Prozesse nicht mehr stattfinden.

Anderenfalls würde der Lamberth-Prozess im Oktober stattfinden, und ein Urteil würde im November erwartet. Es wäre der erste FnF-Prozess, der von einer Jury entschieden wird. Das ist im Prinzip vorteilhaft, weil Richter offenbar eher geneigt sind, Regierungspositionen zu vertreten, was nachteilig ist, wenn die Regierung selbst beklagt wird...

Es stellt sich freilich die große Frage, ob und inwieweit auf diese Jury unlauter Einfluss genommen wird. Vermutlich wird sich die US-Regierung bemühen, die Jury-Mitglieder dahingehend zu beeinflussen, dass sie die (Spin-)Story glauben, FnF seien 2008 tatsächlich "verzockt" gewesen, und dass die "Rettung" (via HERA, Zwangsverwaltung, SPS) "alternativlos" gewesen sei. So stand und steht es ja auch jahrelang in allen US-Zeitungen.

Tatsächlich reduziert sich die Schieflage bei FnF darauf, dass nach 2008 - also in der Zeit der Zwangsverwaltung - auf Druck "interessierter Kreise" unnötige Risikorückstellungen vorgenommen wurden, die zu hohen Buchverlusten führten. Um nicht negatives EK (= Pleite) zu haben, "musste" die FHFA die SPS-"Hilfen" in Anspruch nehmen.

Die SPS waren aber eine vergifttete Hilfe, weil es keine rückzahlbaren Kredite waren (wie sie alle Wallstreetbanken damals erhielten), sondern eine Regierungsbeteiligung. Also Aktien, deren üppige 10 % Dividende zu keinem Abtrag einer Schuld führten (d.h. das auch bei iHub immer wieder vorgetragene Argument, FnF hätten die SPS über die Dividenden "längst abgezahlt", ist formaljuristisch nicht haltbar).

2012 wurden die Risikorückstellungen aufgelöst, und dies hätte bei FnF zu großen Gewinnen geführt. Sie wären womögich aus eigener Kraft aus der Zwangsverwaltung herausgekommen. Um dies zu verhindern, griff die US-Regierung ab 2012 sämtliche Gewinne über den NWS ab und behauptete frech, FnF müssten "abgewickelt" werden, weil sie sich in einer "Todesspirale" befänden. Als Beleg dafür wurden aber nur die frisierten Zahlen von 2008 bis 2012 (als es Buchverluste gab) angeführt.

Es steht zu befürchten, dass sich die US-Regierung beim Fairholme/Lamberth-Prozess bemühen wird, diese verzerrte Sicht der Dinge in den Köpfen der Jury zu platzieren.

Im Lamberth/Fairholme Prozess ist die Beklagte allerdings ausnahmsweise nicht die Regierung, sondern es sind Fannie und Freddie selber - als Firmen. Ihnen wird von den Klägern vorgehalten, dass der NWS ein Verstoß gegen die guten kaufmännischen Sitten ("implied covenant of good faith and fair dealing") war, weil die JPS-Halter mit dem NWS nicht rechnen konnten und insofern unlauter übervorteilt wurden. Die Kläger verlangen Rückzahlung der JPS zum Par-Wert (25 $ bei den meisten JPS) sowie Verzugszinsen von 6 Prozent (wenn ich mich recht erinnere) ab 2012, so dass es bestenfalls ca. 35 Dollar pro JPS geben könnte.  

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingDer "Spiegel" stellte die Lage bei Fannie und

 
  
    
23.08.22 11:03
Freddie im Juli 2008 ebenfalls völlig verzerrt - und für ein Magazin diesen Ranges erstaunlich unkundig - dar. Ein Meisterstück journalistische Desinformation, das vor allem gängige Klischees bediente:

Spiegel, 15. Juli 2008

US-Kreditkrise
Wie Fannie und Freddie Milliarden verzockten


Mit einer dramatischen Rettungsaktion hat die US-Regierung die Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac vor dem Kollaps bewahrt. Es ist ein einzigartiger Eingriff des Staates in die Privatwirtschaft - die Rechnung bezahlt der Steuerzahler.

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[A.L.: Faktisch gab es bei FnF nichts zu retten, weil 2008 noch genug EK (damals ca. 90 Mrd. $) in den Kassen war. Und die Rechnung zahlten am Ende auch keinesfalls die US-Steuerzahler, wie Autor Mark Pitzke 2008 fabulierte, sondern die quasi enteigneten Fannie- und Freddie-Altaktionäre, die fast ihren gesamten Einsatz verloren. Im Gegenteil würde "der Steuerzahler" bzw. die US-Regierung bei einer
kommenden Freilassung mit KE und neuerlichem Börsengang sogar bis zu 100 Milliarden Dollar Profit aus seiner/ihrer SPS-Beteiligung machen. In dem Fall wäre es die profitabelste Zwangsverwaltung, die es in USA je gegeben hat.  Es wären 100 Mrd. $ Nettogewinn für die Regierung, weil sie die 191 Mrd. $, die sie FnF via SPS zur Verfügung gestellt hatte, über die 10 % Dividende und den NWS bereits voll zurückerhalten hat, und noch 29 Mrd. $ Überzahlung obendrauf.]


Weiter aus dem Spiegel-Artikel von Juli 2008:

Denn die saftige Rechnung, so viel war klar, dürfte am Ende dem US-Steuerzahler präsentiert werden: Fannie und Freddie stehen vor weiteren Riesenverlusten - und die wird die Regierung nun aus der Staatskasse begleichen müssen. (LOL, A.L.) Das ist eine frappierende Entwicklung für ein Land, dem die private Marktwirtschaft heilig ist. "Ich verstehe nicht, woher diese Kerle die Dreistigkeit haben, sich unser Geld, unser Steuerzahlergeld zu nehmen", schimpfte Großinvestor Jim Rogers, der frühere Geschäftspartner des Hedgefondskönigs George Soros, am Montag auf Bloomberg TV.

Hinter der Saga von Fannie und Freddie steckt aber noch viel mehr. Sie wirft nicht nur die Frage auf, wie weit sich die US-Regierung in den Finanzmarkt einmischen soll, der sich im Moment von alleine wohl nicht mehr aufrichten kann. Auch offenbart sie die langjährige Komplizenschaft der maroden Kreditkolosse mit Washingtons Machthabern beider Parteien - eine Komplizenschaft, die die aktuelle Krise mit herbeigeführt, wenn nicht beschleunigt hat.

A.L.: Der von mir fett hervorgehobene Satz ist entstellender Unfug. Der Autor hat offenbar das Geschäftsmodell von FnF überhaupt nicht verstanden.  FnF leben von Gebühren, die sie für die Kreditverbriefungen erhalten. Sie sind KEINE BANKEN, sondern Finanzdienstleister. Und an der Subprime-Krise waren FnF ebenfalls nur marginal beteiligt, weil ihre MBS nur weniger faule Kredite enthielten!

Faktisch vertritt der Spiegel in diesem Artikel unkritisch die Position der US-Großbanken, die FnF bekanntlich feindlich gesonnen waren. HERA diente dazu, FnF klein zu machen - idealerweise so, dass sich die Großbanken das damals 5,2 Billionen Dollar umfassende Hypothekenvolumen von FnF selber einverleiben konnten.
 

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingLink zum zitierten Spiegel-Artikel aus 2008

 
  
    
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23.08.22 11:15

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingDer wichtigste Denkfehler im Spon-Artikel

 
  
    
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23.08.22 11:33
von 2008 bestand darin, dass er die - im Grunde sattelfesten - MBS von Fannie und Freddie, die nur wenig faule Kredite enthielten, mit den grenzkriminellen Subprime-Verbriefungen in einen Topf geworfen hat.

Diese Subprime-Verbriefungen hatten US-Großbanken wie Goldman-Sachs und Deutsche Bank (US-Ableger) herausgegeben. Sie waren voll mit wertlosen "Erdbeerpflücker-Krediten, die später faul wurden. Bei vielen dieser Kreditverträgen wurden nur der Name der Kreditnehmers festgehalten, Job und Credit Score wurden ignoriert ("robo signing").

Das wussten die Schnürer dieser Dreckspakete sehr wohl. Goldman ging teilweise short auf die hauseigenen Subprime-Verbriefungen, nachdem diese arglosen Kunden als AAA-Wertanlage angedient worden waren.

Zu den Käufern des Subprime-Schrotts zählten u.a. viele deutsche Landesbanken, darunter die WestLB und die Sächsische Landesbank, die später unter der Subprime-Last zusammenbrachen. Auch die Dresdner Bank hatte mächtig zugelangt, was in D. dazu führte, dass eine Zwangsfusion mit der (solideren) Commerzbank angeordnet wurde. Die resultierenden Verlustabschreibungen der Commerzbank führten dazu, dass die Commerzbank-Aktien seit 2008 reverse-split-bereinigt rund 99 % ihres damaligen Wertes verloren.

Sprich: Die im Prinzip sauberen MBS-Verbriefungen von Fannie und Freddie haben mit den stinkfaulen Subprime-Anleihen, die Wall Street grenzkriminell auf den Markt warf, NICHT DAS GERINGSTE zu tun.

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Hier der Irrtum dazu aus obigem Spiegel-Artikel:

Fannie Mae, 1938 gegründet, war ein Produkt des "New Deals", jenes Pakets aus Wirtschafts- und Sozialreformen des damaligen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt. Der Name ist ein volkstümliches Kondensat seines Akronyms FNMA (Federal National Mortgage Association). Aufgabe: für einen florierenden US-Immobilienmarkt zu sorgen, jenen "American Dream" vom Eigenheim, indem es Hypotheken finanziert und so die Liquidität aufrechterhält. Dazu "bündelt" Fannie Mae die Kredite der Banken zu enorm komplexen Investitionsobjekten - jene Objekte, die die USA nun in den Krisensumpf gelockt haben.

A.L.: Der fette Satz wirft die MBS von Fannie mit dem Subprime-Schrott von Wall Street frecherweise in einen Topf!  

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingEs ist schon peinlich, wenn ein Redakteur

 
  
    
23.08.22 12:37

über Wirtschaft schreibt, der von Wirtschaft nicht viel versteht.

Spiegel (aus Link in # 940):

Es war ein unausgesprochenes, an der Wall Street allgemein so akzeptiertes Motto - eine einmalige, leicht anrüchige Symbiose zwischen Privatwirtschaft und Staat, die Kritiker seit langem vergeblich anprangern. Fannie und Freddie genossen bessere Kreditkonditionen als andere Firmen, bessere Steuersätze, laxere Aufsicht - und freie Bahn. Ungestraft blähten sie sich zu Monstern auf, ohne jemals echte Konsequenzen fürchten zu müssen. Denn immer bestand das stille Einverständnis, dass die Regierung die Löcher notfalls stopfen würde - ein Horrorszenario, das jetzt wahr wurde.

"Sie nutzten ihre privilegierte Position als Lieblingskinder der Regierung, um den privaten Markt zu dominieren, während die Steuerzahler für Verluste haftbar waren", sagte der Ökonom Martin Baily der "New York Times". "Das entspricht kaum einer freien Marktwirtschaft."

------------------

A.L.: Blödsinnig ist nicht nur die Gleichsetzung der relativ soliden Kreditverbriefungen (MBS) von Fannie und Freddie mit Wallstreets betrügerisch geschnürten Subprime-Verbriefungen (# 941).

Geradezu himmelschreiend falsch ist dazu noch die Darstellung (fetter Satz oben), dass FnF aufgeblähte Geschäfte zugunsten ihrer Aktionäre machten, um sich anschließend verzockt vom Staat ausbailen zu lassen.

Diese Aussage trifft exakt auf alle Wallstreet-Privatbanken zu, die 2008 ff. nach ihrer Supprime-Verzocke mittels Billigkrediten der Fed (TARP-Hilfen) ausgebailt wurden.

Grob falsch ist sie jedoch in Bezug auf FnF. Die Sachlage ist sogar genau umgekehrt, wie der Spiegel sie darstellt:

Spon: "Denn immer bestand das stille Einverständnis, dass die Regierung die Löcher notfalls stopfen würde [die Fannie und Freddie reißen] - ein Horrorszenario, das jetzt wahr wurde."

Tatsächliche Lage: Fannie und Freddie wurden 1968 bzw. 1970 als Aktiengesellschaften notiert, um MIT DEM AKTIONÄRSKAPITAL die Regierung vor Verlusten zu schützen. Das Aktionärs-Kapital von FnF ist "First loss capital", das als erstes verbrannt wird, wenn die Kredite in den MBS in Schieflagen geraten sollten.

Dass die Regierung letztendlich für die MBS von FnF haftet (gegenüber ausländischen Käufern dieser MBS, z. B. damals Chinas Zentralbank) war nie strittig und war auch von Anfang an so konzipiert. Nur durch diese Regierungsgarantie für die MBS konnten diese mit so niedrigen Zinssätzen bei Investoren platziert werden. Und diese niedrigen Zinssätze wurden von FnF eben an die Kreditnehmer weitergegeben. Das ist ein soziales Konzept - entstanden nicht zufällig im Zuge von Roosevelts "New Deal" (damals wurde in USA auch Sozialhilfe eingeführt, die Clinton 1996 wieder strich) - bei dem Staatsgarantien für die MBS dafür sorgen, dass zinsgünstige Kredite an weniger betuchte US- Häuskäufer vergeben werden können.

Hat mit Wall-Street-Gezocke REIN GAR NICHTS zu tun.

Im Falle einer Schieflage bei den Fnf-MBS, die bislang noch nie auftreten ist - AUCH 2008 NICHT! - würde der Staat bzw. der US-Steuerzahler sogar durch das Eigenkapital von FnF, das als erstes verbrannt wird, vor Verlusten geschützt. Die implizite Staatsgarantie für FnF-MBS greift erst, NACHDEM das private Aktionärskapital komplett verbrannt ist.

FAZIT: Die Konstruktion von FnF mit ihrem First-Loss-Aktionskapital SCHÜTZT den US-Steuerzahler sogar vor MBS-Verlusten, weil er erst als letzter zur Kasse gebeten wird.

 

271 Postings, 3293 Tage Helmut DietrichDanke AL für Deine klare Ansage an den Spiegel!

 
  
    
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23.08.22 16:11
Aber so läuft es überall; 99,9 % der Bürger in den USA sind bestimmt gleicher Ansicht. Wenn selbst intelligente Spiegelredakteure einen dermaßen Unsinn reden, was bleibt dann dem armen Richter Lamberth übrig, welcher doch auch schon früher negativ geurteilt hat.

Es ist ein Rattenschwanz ohne Ende. Wir können uns drehen und wenden wie wir wollen; von uns aus ist leider kein positiver Eingriff möglich.  

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingDer Autor Mark Pitzke lebt sogar in New York,

 
  
    
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23.08.22 17:26
er ist dort seit vielen Jahren Auslandskorrespondent des Spiegel. Aber wenn man über ein kompliziertes Thema schreiben soll und nicht vom Fach ist, ruft man im Zweifel eben bei irgendeinem Wallstreet-Banker an, der einem das Problem dann in seinem Sinne erklärt. Zu der Zeit dürften in USA auch etliche Artikel erschienen sein, die in ein ähnliches Horn stießen und aus denen Pitzke abschrieb.

Wall Street und speziell Hank Paulsons, Bushs Wirtschaftsminister (zuvor 30 J. Goldman-CEO), hatten mit HERA das Ziel verfolgt, Fannie und Freddie "kaltzumachen". Die Presse liefert dann das passende - entstellende - Begleitfeuerwerk.

Das Ergebnis einer solchen "Recherche bei den Falschen" ist dann natürlich: Fannie und Freddie hätten sich "mit Milliardenbeträgen verzockt", sie seien die eigentlichen Auslöser der Bankenkrise (LOL), MBS von Fannie und Freddie seien ähnlicher Schrott wie Suprime-Verbriefungen von Goldman, ehrliche Steuerzahler müssen nun mit ihrem hart erarbeitetem Geld verzockte FnF-Banker ausbailen usw. usf.

Die Dokumentare des Spiegel in D. (Fact-Checker) hatten offenbar auch nicht genügend Fach- und Hintergrundwissen, um diese Lügen als solche zu enttarnen.

Zu der Zeit war es in D. en vogue, sich über staatliche Bailouts verzockter Banker aufzuregen. Bei den vielen (via TARP) aufgefangenen Wallstreet-Banken erfolgte diese Aufregung auch völlig zu recht. Es ist nicht einzusehen, dass Banker in guten Zeiten fette Gewinne machen, indem sie hohe (bis übermäßige) Risiken eingehen, und wenn's dann knallt, darf "der Steuerzahler" die Rechnung bezahlen...

Bei Fannie und Freddie war diese Kritik aber gänzlich unangebracht. Und wenn die von Pitzke interviewten Banker dann auch noch den Spieß umdrehen und FnF die (alleinige) Schuld an der Bankenkrise zuschieben, dann wird es langsam sogar kriminell. Man muss schon ein guter investigativer Journalist sein, um solches Foulspiel zu durchschauen. Das war Pitzke bei diesem Spiegel-Artikel nicht. Der wirkt eher, als wäre er auf die Schnelle hingehauen worden, Hauptsache der Zeitgeist wird bedient ("Verzockte Banker lassen sich vom Staat ausbailen").
 

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingLöschung

 
  
    
23.08.22 17:28

Moderation
Zeitpunkt: 24.08.22 10:32
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

77156 Postings, 6781 Tage Anti LemmingKorrektur

 
  
    
23.08.22 17:29
Hank Paulson war Bushs Finanzminister (nicht Wirtschaftsminister)  

271 Postings, 3293 Tage Helmut DietrichHallo Oldwatcher,

 
  
    
24.08.22 13:45
bist Du nicht mehr dabei?  

2519 Postings, 4171 Tage oldwatcherHelmut

 
  
    
24.08.22 14:24
Doch. Bin aber Anfang August umgezogen, hatte allerhand zu tun.
Stämme habe ich schon lange nicht mehr, nur noch Vorzüge.
 

271 Postings, 3293 Tage Helmut Dietricholdwatcher,

 
  
    
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24.08.22 16:01
dann liegen wir gleich.  Damit leben wir ruhiger. Stell Dir den Streß beim Lesen der Kurse und Berichte über die Stammaktien in den letzten Monaten vor; den haben wir uns mit den Vorzügen erspart.
Dank dafür an AL.  

28137 Postings, 3489 Tage Max84was ist denn der Unterschied da?

 
  
    
24.08.22 17:02
Haben wir hier mit Stämmen zu tun?  

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