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SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

Seite 1 von 28
neuester Beitrag: 03.09.21 13:55
eröffnet am: 19.03.16 06:14 von: cicero33 Anzahl Beiträge: 699
neuester Beitrag: 03.09.21 13:55 von: Michael_198. Leser gesamt: 148969
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1301 Postings, 2083 Tage cicero33SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

 
  
    
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19.03.16 06:14
Ich beobachte das Unternehmen SW Umwelttechnik bereits seit mehreren Jahren und denke, dass die Zeit nun reif für einen Kursanstieg sein müsste.

Die Österreichische SW Umwelttechnik stellt Betonfertigteile für die Bereiche Wasserschutz und Infrastruktur her. Man bearbeitet insbesondere die Märkte Österreich, Ungarn und Rumänien, wobei in Ungarn etwa 50% der Umsätze erwirtschaftet werden. In diesen Ländern stehen eigene Werke zur Fertigung der Betonteile bzw. gibt es auch einen Vertrieb. Man bezeichnet sich als Marktführer in bestimmten Bereichen. SW ist ein Familienunternehmen, welches seit dem Jahr 1910 am Markt aktiv ist.
Mit der Öffnung der Grenzen wagte man die Expansion in die Osteuropäischen Länder und baute dort insbesondere in den Jahren 2005 bis 2008 mehrere Produktionsbetriebe auf.
Mit der Finanzkrise und der teilweise massiven Rückgänge der Wirtschaften insbesondere in Ungarn und Rumänien (die Bauwirtschaft war mit Umsatzrückgängen von bis zu 50% massiv betroffen) kam das Unternehmen ins Schlingern zumal man für die Expansion hohe - zum Großteil fremdfinanzierte - Geldmittel aufgewendet hatte und die betriebliche Struktur auf wesentlich höhere Umsätze ausgerichtet war. Des weiteren kam ein starker Rückgang der ungarischen und rumänischen Währung hinzu. Die Folge waren hohe Verluste über mehrere Jahre hindurch. Mitarbeiter wurden stark abgebaut und zuletzt auch ein riskanter Geschäftsbereich abgestoßen.
Nun ist man wieder auf Kurs zumal vor allem die Wirtschaften in Ungarn und Rumänien wieder kräftig wachsen. Man bezeichnet sich mittlerweile als einen der profitabelsten Hersteller von Betonfertigteilen.

Zu den Zahlen:

Das Unternehmen weist zur Zeit einen Marktwert von etwa 5 Mio Euro (659.999 Aktien) auf.
Das Eigenkapital liegt nach dem 3. Quartal 2015 bei 3,5 Mio Euro.
Der Umsatz wird im Jahr 2015 etwa um 15% und damit auf ca. 60 Mio gesteigert werden können. Damit ergibt sich ein KUV 2015 von 0,08.
Zum Ende von Q3 ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,1 Mio Euro. Das nicht ausgewiesene Betriebsergebnis sollte geringfügig niedriger ausgefallen sein. Im Gesamtjahr 2015 sollte sich damit ein satter Gewinn ausgehen.

Besonders bemerkenswert sind jedoch die hohen CashFlows die das Unternehmen generiert. Aus dem laufenden Geschäft konnten im Jahr 2013 5,9 und im Jahr 2014 5,2 Mio generiert werden.
In beiden Jahren wurden Schulden im Ausmaß von jeweils mehr als 4 Mio rückgeführt.
Das Unternehmen hat also die Fähigkeit hohe Einnahmen zu erzielen, wenngleich dies bei der Betrachtung des Betriebsergebnisses nicht hervorgeht.

Warum liefert das Unternehmen also fortwährend hohe CashFlows bei einem gleichzeitigen niedrigen oder negativen Betriebsergebnis?:

Das Jahresergebnis wird jeweils durch die recht hohen Abschreibungen - welche primär mit den hohen Investitionen in den Jahren 2005 bis 2008 zusammen hängen ? belastet. Diesen Abschreibungen stehen vergleichsweise nur niedrige Bestandsinvestitionen gegenüber.

Des weiteren wirken negative Währungseffekte auf das Ergebnis. Seit 2006 hat der ungarische Forint um etwa 23% und der rumänische Leu um etwa 20% gegenüber dem Euro abgewertet. Diese Abwertungen wirkten sich in diesem Zeitraum mit etwa 14 Mio Euro auf die Bilanz und damit das Eigenkapital aus. In den Jahren 2006 und 2007 wurden die rumänischen Werke errichtet.
Man sieht damit, dass der starke Rückgang des Eigenkapitals in den letzten 10 Jahren in erster Linie mit Währungsverlusten und hohen Abschreibungen zusammen hängt. Das Unternehmen ist großteils in Euro verschuldet.

Unternehmen besser als es das niedrige Eigenkapital bzw, der niedrige Gewinn aussagt:

Natürlich ist die Fähigkeit eines Unternehmens Gewinne zu erzielen grundsätzlich von entscheidender Bedeutung. Die Gewinne sind schließlich jener Teil der GuV der für die Aktionäre verbleibt.
Wenn aber über Jahre hohe CashFlows generiert werden und damit klar wird, dass das Unternehmen Einkünfte aus dem Geschäftsbetrieb erzielen kann und die Gewinne nur ? sozusagen nicht sichtbar wurden ? dann sollte man schon einen zweiten Blick auf das Unternehmen werfen. In jedem der beiden letzten Jahre überstieg der CashFlow aus dem laufenden Geschäft den Marktwert des Unternehmens. Die hohen CashFlows ermöglichen einen raschen Schuldenabbau. Die Gesamtverbindlichkeiten erreichten mit Ende 2014 einen Stand von 76 Mio Euro ? fast 20 Mio unter dem Niveau von 2013.

Da die Werke einen sehr langen Lebenszyklus (30 ? 50 Jahre) aufweisen, sollten in den nächsten Jahren auch weiterhin nur niedrige (Bestands) Investitionen notwendig sein ? auch bei voller Aufrechterhaltung der ? Konkurrenzfähigkeit. Die Abschreibungen lagen in den Jahren 2009 und 2010 noch bei 5 bzw. 6 Mio jährlich und sind in den Jahren 2013 und 2014 bereits auf etwa jeweils 3,5 Mio angelangt. In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass die Abschreibungen etwa auf dem Niveau der Neu- also der Bestandsinvestitionen ankommen.
Durch diesen Umstand sollten sich die hohen CashFlows auch im Gewinnausweis niederschlagen.

Pro und Contra:

Wie geschrieben liegt das ausgewiesene Eigenkapital des Unternehmens aktuell bei 3,5 Mio Euro. Würde man die Währungsverluste von 14 Mio unberücksichtigt lassen (was bilanztechnisch nicht möglich ist) läge das EK also bei 17,5 Mio. Dieser Umstand zeigt, dass die massiven Rückgänge des Eigenkapitals nicht durch unternehmerische Misserfolge - sondern zu großen Teilen wegen der Währungsverluste zustande kam.
Ein weiterer unberücksichtigter Umstand sind die hohen stillen Reserven des Unternehmens. Die Österreichischen Werke wurden 1910 und den sechziger Jahren errichtet bzw. die Grundstücke dafür angekauft. Insgesamt (Österreich, Ungarn und Rumänien zusammen) stehen die Grundstücke mit 4,6 Mio Euro in der Bilanz. Nach meinen Recherchen müssten diese Grundstücke einen wesentlich höheren Wert aufweisen, als sie in der Bilanz ausgewiesen sind. Je nach Berechnungsweise könnte sich hier ein Aufwertungspotential von etwa 14-20 Mio Euro ergeben.
Auch wenn man die Bilanz jetzt nicht auf diese Werte anpassen kann, so zeigt es doch, welche Substanz im Unternehmen steckt.

Ein weiterer positiver Effekt könnte das langsam erwachende Interesse von Investoren an Osteuropa sein. Gerade die Ungarische Börse lief in 2015 außergewöhnlich gut. Die Wiener Börse ist ja bekannt für ihre starke Ostlastigkeit. Das könnte ihr aber jetzt bei einer neuerlich aufkommenden Ostphantasie zugute kommen.

Als Negativ kann man - je nach Sichtweise - die politische Situation in Ungarn und Rumänien bewerten. Ein gewisser Unsicherheitsfaktor bleibt hier bestehen.

Ein Risikofaktor ist auch die Abhängigkeit von EU-Fördergeldern. Der Unternehmensbereich "Wasserschutz"  lebt von diesen Fördergeldern. Ein Wegfall dieser Förderungen ist zwar aktuell kein Thema (eine neue Förderperiode ist kürzlich in Kraft getreten), würde aber beim WorstCase - wie etwa dem Zerfall der EU - wohl schlagend werden.

Mit Unsicherheit ist auch die Währungsentwicklung behaftet. Wie geschrieben, haben sowohl die ungarische als auch die rumänische Währung im letzten Jahrzehnt stark gegenüber dem Euro abgewertet. Nun scheinen die Währungen aber stabil zu sein. Die weitere Entwicklung ist aber dennoch schwer vorherzusagen.

Als Negativ ist auch die Börsennotiz zu sehen. Die Aktie notiert neben Berlin und Stuttgart (de facto 0 Umsatz) vor allem in einem niedrigen Segment der Wiener Börse. Ein Handel findet dort nur ein mal am Tag statt. Die Umsätze sind sehr gering.
Die Aktie kommt von über 130 Euro und notiert aktuell bei etwa 7 Euro in der Nähe des Tiefststandes.
Die Unternehmensführung bzw. die Aufsichtsräte bzw. Alteigner haben im Jahr 2015 in mehreren Tranchen insgesamt 19.400 oder 2,94% der ausstehenden Aktien gekauft.
Die Anteilseigner lauten nun wie folgt:

Wolschner Privatstiftung: 288.000 Stk oder 43,94%
VBG (Tochter der BKS-Bank): etwa 60.000 Stk oder knapp 10%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
Unternehmensführung: Vorstände, AR: 59.555 Stk oder 9,02%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
*Hansa Investment Fund: mehr als 5%
Im Streubesitz befinden sich demnach 20-30%.

Die Position Hansa Investment Fund erscheint nicht gesichert. SWUT weist die Gesellschaft zwar als Anteilseigner (größer als 5%) aus, jedoch halten diese Angaben meinen bisherigen Recherchen nicht stand.

Fazit: Das Unternehmen hat eindeutig den Turnaround geschafft. Dieser wurde aber wegen der negativen Währungsentwicklung und der nach wie vor hohen Abschreibungen nicht sichtbar. Bei stabilen Wechselkursverhältnissen sollte das Unternehmen das Potential haben 2-3 Millionen Euro netto im Jahr zu verdienen. Im Jahr 2015 dürfte man mit dem Gewinnausweis erste Hinweise darauf finden. Bei einem Kurs von 7 Euro liegt der Marktwert bei 4,6 Mio Euro, womit sich ein zukünftiges KGV (eventuell 2016 oder 2017) von etwa 2 ergeben würde. Wer also die Sicht auf die hohe Ertragskraft und die verborgene hohe Substanz in den Vordergrund rückt und das derzeit noch niedrige Eigenkapital von 3,5 Mio als vorübergehend und als schnell verbesserungsfähig betrachtet, der könnte in der Aktie gut aufgehoben sein.  
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673 Postings ausgeblendet.

2174 Postings, 3821 Tage schakal1409Seas...

 
  
    
21.04.21 15:11
Und wie istes ausgegangen.
Eintracht Frakfurt ist meie Nr.1
mfg  

521 Postings, 468 Tage david007bondWandert Richtung Norden

 
  
    
21.04.21 18:07
Und dann gibt es bald noch Dividende, top!  

2337 Postings, 701 Tage Michael_1980gedanken

 
  
    
21.04.21 20:22
Dividende & Ausblick Top

Kursmässig sehe ich weniger Potential.
Bei weit unter 1 Millionen Aktien ~ 700.000 sollte viele Investoren long stehen  

521 Postings, 468 Tage david007bondWarum sieht Du beim Kurs

 
  
    
21.04.21 23:07
wenig Potential? Würde es gerne verstehen.  

16 Postings, 504 Tage Hotshot69Mit einem 5er KGV nach wie vor stark unterbewertet

 
  
    
3
22.04.21 14:03
Ähnliche Werte traden oft in einer 8-12 KGV Range. Potential für weiteren Kursanstieg ist genug da. Die Aktie ist seit 5 Jahren quasi immer gestiegen (Vom Corona-Schreckgespenst mal abgesehen, aber das war ja ungerechtfertigt wie wir gesehen haben). Es spricht wenig dagegen das es die nächsten Monate/Jahre so weiter geht. Wenn man Nachrichten liest, erfährt man das die Auftragsbücher der Bauunternehmen voll sind. SW hat auch den Vorteil das sie fast alles selber produzieren und daher kaum in Lieferschwierigkeiten kommen können, trotz Baubooms. Die Bilanz hat sicher auch immer weiter verbessert und das EK hat sich bereits normalisiert für ein Bauunternehmen.  

10 Postings, 157 Tage HeikeqdnhaLöschung

 
  
    
24.04.21 01:55

Moderation
Zeitpunkt: 24.04.21 11:23
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für immer, Beitrag wird nicht mehr angezeigt.
Kommentar: Spam

 

 

10 Postings, 157 Tage MonikajkgvaLöschung

 
  
    
24.04.21 14:04

Moderation
Zeitpunkt: 25.04.21 02:11
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Kommentar: -

 

 

10 Postings, 156 Tage JohannaqguiaLöschung

 
  
    
25.04.21 00:46

Moderation
Zeitpunkt: 26.04.21 10:49
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Kommentar: Spam

 

 

346 Postings, 4334 Tage birraDividende 1,60 Euro

 
  
    
07.05.21 12:10
entgegen dem Dividendenvorschlag von 90 Cent wurde auf der HV eine Dividendenerhöhung von 1,60Euro beschlossen, wie schön!
Heute wird die Aktie offiziell mit "Divi-Abschlag gehandelt".

schönes Wochenende  

16 Postings, 504 Tage Hotshot69Top

 
  
    
07.05.21 17:42
Die Dividende fast verdreifacht. Das kam in dieser Form ziemlich unerwartet. 2021 dürfte soweit gut laufen, wenn man gleich soviel Geld ausschüttet. Ausblick dürfte gut sein.  

521 Postings, 468 Tage david007bondIch sagte ja schon zuvor

 
  
    
07.05.21 22:01
Top Ausblick und dann noch Dividende  

16 Postings, 504 Tage Hotshot69Neue Insiderkäufe

 
  
    
21.05.21 12:49
im Gegenwert von ca ?25.000. Ausblick nochmal bestätigt.  

521 Postings, 468 Tage david007bond@Hotshoth

 
  
    
21.05.21 12:52
Hast Du die Quelle?  

16 Postings, 504 Tage Hotshot69SW Umwelttechnik Gruppe Website

 
  
    
1
21.05.21 13:20

2337 Postings, 701 Tage Michael_1980Gedamken

 
  
    
25.05.21 09:42
recht viel Streubesitz gibt es ja nicht mehr.

Kurs Rakete sehe ich hier nicht mehr.
Eher Dividenden Perle.

Hoffe das keine Delistung kommt.
 

16 Postings, 504 Tage Hotshot69Gedanke von mir

 
  
    
25.05.21 10:36
Bei einem Delisting müssten die Aktionäre im Streubesitz schon Überkurs-Niveau ausgekauft werden. Die Mehrheit der Minderheitsaktionäre muss dann auch zustimmen. Wäre sicher auch ein guter Deal. Würde mich auch nicht stören wenn es soweit käme.  

363 Postings, 2947 Tage OneLifeFrage

 
  
    
30.06.21 19:53
Ich habe eine Frage an die langjährigen Aktionäre hier: Wie schätzt ihr die aktuelle Situation um die steigenden Materialpreise und die teils schwierige globale Beschaffungslage auf die Ergebnisentwicklung bei SWUT ein?
Ich kann es leider nicht abschätzen. Bin erst heute eingestiegen (nach eingehendem Studium der Zahlen aus den letzten 3 Jahren).

Freundliche Grüße

OneLife  

1 Posting, 50 Tage stksat|229358829Rohstoffpreise und Ausblick

 
  
    
2
09.08.21 22:49
Die Frage wie gut man es schafft die gestiegenen Rohstoffpreise an die Kunden weiter zu geben, wird wohl erst in den Halbjahreszahlen beantwortet werden.


Im Geschäftsbericht von 2020 liest man dazu folgendes:

---
Beschaffungsmarktrisiko

Als produzierendes Unternehmen ist SW Umwelttechnik Preisschwankungen bei der Beschaffung
von Rohstoffen ausgesetzt. In erster Linie erfolgt die
Beschaffung über den EU-Markt. Von mehreren Faktoren abhängig, unterliegt insbesondere der Stahlpreis relativ großen Schwankungen. Bei Großprojekten vereinbart SW Umwelttechnik daher bereits
bei Auftragseingang eine vertragliche Preisbindung,
um so den Risikofaktor der Stahlpreisschwankung
zu minimieren. Zur weiteren Risikosteuerung tragen
das spezielle Auswahlverfahren von Lieferanten und
laufende Überwachungsprozesse bei.
---



Ich denke schon das man hier im ersten Halbjahr einiges an Mehrkosten selber schlucken musste. Je nach Vorlaufzeit für die unterschiedlichen Projekte sollten die höheren Kosten für Aufträge der zweiten Jahreshälfte aber schon in Angeboten eingepreist worden sein.



Generell bin ich was die Zahlen für die erste Jahreshälfte betrifft trotzdem recht zuversichtlich. Die Konjunktur scheint in Osteuropa recht gut zu laufen, wenn es dort ähnlich gut aussieht wie in Österreich könnte der Umsatz sogar über dem Vorjahr liegen (im Frühjahr 2020 kam es ja zu zeitweisen Schließungen).

Auch die sonst immer recht hohen Währungsverluste sollten diesmal niedriger ausfallen, der HUF konnte im ersten HJ gegenüber dem Euro sogar etwas zulegen.

Was die Gewinne betrifft wurde in den letzten Jahren die Latte schon ziemlich hoch gelegt. Würde mich nicht wundern, wenn man diesmal etwas unter den Zahlen bleibt. Hängt wie schon geschrieben wohl stark davon ab wie sehr man es schaffte Mehrkosten an Kunden weiter zu geben.




Auch für das zweite Halbjahr darf man auf ein erfolgreiches operatives Geschäft hoffen. Hier ist aus SWU Aktionärssicht zu hoffen, dass die Streitereien rund um die Freigabe der EU Fördergelder für Ungarn beigelegt werden können. Diese Gelder sind wohl vor allem für den Geschäftsbereich Tiefbau und Verkehr sehr essentiell, weshalb eine Eskalation in dieser Sache durchaus kritisch wäre.  

363 Postings, 2947 Tage OneLifeHalbjahresbericht online

 
  
    
1
27.08.21 15:13
Ich bin ziemlich begeistert, ob der sehr guten Performance im ersten Halbjahr 2021.

Ergebnis je Aktie bei 5,22?
KGV zum Halbjahr bei unter 8

Die Eigenkapitalquote steigt auf immer stärker an und beträgt nun bereits ca. 25%

Wenn?s nur annähernd im zweiten Halbjahr so weiterläuft, läuft es auf ein Ergebnis je Aktie von 8-10 Euro hinaus, was einem KGV von 4-5 entspräche.

Gibt kein Unternehmen auf meinem Zettel, welches derart günstig bewertet ist.

Natürlich ist ein Teil der guten Performance auf Fremdwährungseffekte zurückzuführen. Aber auch ohne diese Effekte läge des Erfebnis je Aktie bei ca. 4? zum Halbjahr.

Für mich unverständlich, warum der Kurs nicht schon bei 60-70? notiert.

Nun ja, ich bin ein geduldiger Mensch, nehme so lange die Dividende mit und stocke weiter auf, sofern es das Risikomanagement erlaubt.  

2337 Postings, 701 Tage Michael_1980gedanken

 
  
    
27.08.21 21:19
kleines Unternehmen mit sehr geringen Streubesitz...

Alleine Dividende ist ein Traum :-)
 

363 Postings, 2947 Tage OneLifeIch

 
  
    
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27.08.21 22:02
bin ja froh, dass diesem Wert bisher so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dadurch lassen sich über einen längeren Zeitraum immer mal wieder Aktien zu einem guten Preis einsammeln.

Dieses sehr gute Halbjahresergebnis ist ja mittlerweile keine Eintagsfliege mehr, wenn man sich die Ergebnisse der letzten 3 Geschäftsjahre anschaut.  

1 Posting, 30 Tage 99_CentsHalbjahreszahlen

 
  
    
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29.08.21 13:52
Wieder einmal kann die SW mit absolut starken Zahlen überzeugen. Auch wenn das sehr gute Ergebnis zum Teil auf das Finanzergebnis  zurückzuführen ist (welches man nicht voll in der eigenen Hand hat), sind auch die operativen Ergebnisse durch die Bank schwer in Ordnung.

Die letzten Jahre waren schon sehr erfolgreich. Schaut man sich die Entwicklung der Ergebnisse nach Steuern über die letzten 4 Jahre an zeigt sich das dieses Halbjahr noch einmal heraussticht:

Ergebnis vor Steuern (in Mio ?):
HJ 2018   0,8
HJ 2019   2,0
HJ 2020   3,4
HJ 2021   4,4

Da das zweite Halbjahr historisch immer noch stärker war als das erste darf man durchaus positiv auf das Gesamtjahr blicken. Laut Halbjahresbericht läuft die Bauindustrie in allen Märkten nach wie vor auf Hochkonjunktur, weshalb es auch in naher Zukunft (sehr) erfolgreich laufen dürfte.

Die Formulierungen in den SW Umwelttechnik Berichten hinsichtlich aktueller Lage und Ausblick sind immer sehr vorsichtig und eher konservativ gewählt. Nachfolgend versuche ich auf ein paar dieser Punkte einzugehen:

1.) Baustoffverknappung und Kostensteigerungen
"Seit Jahresbeginn 2021 wurden eine weltweite Verknappung bei Baustoffen und damit verbundene Kostensteigerungen deutlich spürbar. Diese Kostenerhöhungen sind nun definitiv in der Baubranche angekommen. Daraus resultierend sind auch bei uns erste Projektverzögerungen bemerkbar und die Realisierung neuer Bauprojekte verlangsamt sich."

Schaut man sich die Bilanzposition "Vorräte" an, ist diese in den letzten sechs Monaten von 15,8 Mio auf 20,8 Mio angestiegen. Ob dies nur die höheren Einkaufspreise widerspiegelt oder man aufgrund der aktuellen Situation die Lagerbestände ausgeweitet hat kann ich nicht sagen. Es zeigt aber denke ich, dass es aktuell keinen Baustoffmangel gibt und die Lager nach wie vor halbwegs gut gefüllt sein dürften. Wären Baustoffmängel in den eigenen Produktionsstätten ein Thema wäre dies denke ich auch im Bericht erwähnt worden.
Die resultierenden Projektverzögerungen wird man akzeptieren müssen sollten im Hochkonjunkturumfeld aber mMn keine all zu großen Auswirkungen haben. Außerdem: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, diese Umsätze macht man eben später.

2.) Umsatzrückgang "Tiefbau und Verkehr"
"Im ersten Halbjahr war in Rumänien und Ungarn das Geschäft im Tiefbau und Verkehr stark rückläufig ? bedingt durch den Beginn der neuen Förderperiode, wo erwartungsgemäß die Fördergelder am Periodenbeginn verzögert abgerufen werden. Dieser Rückgang konnte aber durch starkes Wachstum im Bereich Hochbau und Wohnen mehr als kompensiert werden. Das mittel- und langfristige hohe Potential in beiden Märkten ist, auch aufgrund des neuen EU Budgets, weiterhin gegeben."

Das diese Fördermittel nicht während einer Hochphase im Geschäft "Hochbau und Wohnen" abgerufen werden, könnte mittel- bis langfristig sogar ein Vorteil sein. Diese extreme Hochphase im Hochbau wird sicher nicht ewig anhalten. Wenn diese Hochphase nachlässt kann dann vielleicht umgekehrt der Tiefbau (für den dann dieses noch nicht abgerufene Fördergeld zusätzlich zur Verfügung steht) den Hochbau etwas ausgleichen. Hier hilft sicher die oft erwähnte Flexibilität in der Produktion.

3.) Streit Ungarn/EU
"In Ungarn ist aufgrund der politischen Lage derzeit die zukünftige Entwicklung schwer einzuschätzen, es bleibt abzuwarten, ob hier in naher Zukunft die EU-Fördergelder weiterhin in vollem Umfang ausbezahlt werden oder ob es hier zu Maßnahmen seitens der Europäischen Union kommen wird."

Das politische Risiko, dass Gelder nicht an Ungarn ausbezahlt werden besteht natürlich, wird aber denke ich nicht eintreten.

4.) COVID
Die Bauindustrie läuft erfreulicherweise in all unseren Märkten auf Hochkonjunktur, neben politischen Risiken sind der weltweite Engpass bei Baustoffen und die Entwicklung von COVID-19 aber Unsicherheitsfaktoren, die am Markt gegeben sind. SW Umwelttechnik ist jedenfalls gut aufgestellt, um flexibel und rasch agieren zu können und das langfristig hohe Potential der Märkte weiter zu nutzen."

Die Pandemierisiken betreffen viele Unternehmen, die Baubranche hat sich aber im Vorjahr als sehr stabil erwiesen und ich kann mir nicht vorstellen, dass in einem der Länder im Zuge von Lockdowns Baustellen geschlossen werden. Das war ja sogar im Frühjahr 2020 kein all zu großes und langfristiges Thema.
Generelle Konjunktureintrübungen sind natürlich möglich. Wenn man bedenkt, dass auf diese bislang mit riesigen Konjunkturpaketen reagiert wurde, muss dies langfristig auch nicht unbedingt nachteilig sein. Es sollte der SW schlimmeres passieren als ein zusätzliches hunderte Milliarden schweres EU-Infrastrukturpaket so wie es etwa in den USA geplant ist.


Insgesamt eine nach wie vor durchwegs positive Entwicklung. Die zwar nach wie vor recht hohe Verschuldung hat man schon halbwegs gut in den Griff bekommen, die Eigenkapitalquote konnte man trotz Aufstockung der Lager und den Investitionen für die Werkserweiterung in Bukarest wieder mal etwas steigern.
Für mich ist dieses Unternehmen nach wie vor unterbewertet. Da ich dieses Investment aber sowieso sehr langfristig anlege macht es für mich wenig unterschied. Kapitalerhöhung sollte ja keine mehr notwendig werden.  

2337 Postings, 701 Tage Michael_1980gedankem

 
  
    
31.08.21 13:02
Mir ist vorerst viel wichtiger das unsere SWUT endlich Finanziell wieder auf gesunden Füsse steht mit 25% EK.
Schulden werden schneller abgebaut als ich erwartet habe i.f. Sollte Zinsen Aufwand fallen i.f. Sollte Ergebnis nachhaltig Profitieren da Schulden in ? sind.

STRABAG gibt Rekord Auftrag stand heute bekannt- sollte auch für uns gut sein.

Damals als Turne Arwand Wetter gekauft- hätte mir nie gedacht das ich sie jemals als Dividenden Aktie halten werde.

Sollte es noch zwei Jahre so weitergehen, könnte SWUT sich anschicken Übernahmen zu tätigen.
Organisch wächst man ja eh schonwieder  

346 Postings, 4334 Tage birranach den Zahlen

 
  
    
03.09.21 11:14
hat jetzt der Aufsichtsrat (Dr. Wolschner) auch mal wieder gekauft, ...
sowie auch ich direkt nach der Veröffentlichung...  

2337 Postings, 701 Tage Michael_1980gedanken

 
  
    
03.09.21 13:55
Free Flow wird immer kleiner

Das ist mit unter der Grund das Kursmässig keine Phantasie herscht.  

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