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Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 6175
neuester Beitrag: 21.10.21 22:55
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 154369
neuester Beitrag: 21.10.21 22:55 von: isostar100 Leser gesamt: 19324776
davon Heute: 3858
bewertet mit 463 Sternen

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70037 Postings, 6377 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    
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20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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154343 Postings ausgeblendet.

11394 Postings, 3578 Tage Zanoni1mhm... merkwürdig

 
  
    
20.10.21 16:53

70037 Postings, 6377 Tage Anti LemmingIch glaube, dass "Die Zeit" die Lage falsch

 
  
    
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20.10.21 19:07
interpretiert. Jens Weidmann scheint sehr wohl aus politischen Gründen gegangen zu sein. Er ist schon fast seit Amtsantritt bei der Bundesbank  in 2011 - dabei wurde er zugleich EZB-Ratsmitglied - ein Gegner der nimmer endenden EZB-"Krisenpolitik".

Aber das passt nicht in das zweckopportune "Zeit"-Weltbild eines Honigkuchen-Europas mit der QE-gestählten "Hartwährung" Euro.

Bereits Weidmanns Vorgänger Axel Weber war 2011 eindeutig aus politischen Gründen gegangen und hat das auch lautstark zu verstehen gegeben. Ebenfalls aus Kritik an der EZB-"Krisenpolitik" hatte kurz darauf (ebenfalls 2011) der EZB-Chefsvolkswirt Jürgen Stark das Handtuch geworfen.

Bisschen viel Exitus auf einmal, oder? Immerhin hat Weidmann volle 5 Jahre vor Ende seine Amtszeit gekündigt. Das will auch was heißen.  

792 Postings, 1219 Tage birkensaftSeit Jahr und Tag

 
  
    
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20.10.21 23:20
predigt Mark Schieritz in der Zeit, dass Inflation kein Thema und QE kein Problem sei. Natürlich wird das dort nicht als politisch motivierter Rücktritt gewertet: Das würde ja heißen, dass ein weiterer angesehener Notenbanker die Politik kritisch sieht, was ja nun gar nicht zum eigenen Narrativ passt, nach dem das eine kleinbürgerliche, vulgärökonomische Sicht ist, die auf irrationalen Ängsten beruht.  

397 Postings, 37 Tage isostar100weidmann - schuldenuniongegner

 
  
    
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21.10.21 10:28
weidmann ist einer der vehementesten gegner der geplanten eu-schuldenunion. sein rücktritt angesichts des sich abzeichnenden neuen kanzlers scholz, eines bekennenden befürworters der schuldenunion, ist nur konsequent. er will und kann das offensichtlich nicht mittragen.  

70037 Postings, 6377 Tage Anti Lemming# 347 richtig

 
  
    
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21.10.21 10:32
"kleinbürgerliche, vulgärökonomische Sicht ist, die auf irrationalen Ängsten beruht"

Mit dem geistigen Vorschlaghammer "unmoderne Vulgärökonomie" werde ich von GRÜNschnäbeln im "Ökonomenthread" seit Jahr und Tag traktiert - oft zusätzlich garniert mit dem Spruch, dass "Ordoliberale", die "irrige Knappheitslehren" verbreiten, als sozialverträgliche Kompensation für damit notwendig verbundenen Entbehrungen die "warme Volxküche" empfehlen, allerdings "nur für Biodeutsche".

Wertkonservativ zu sein heißt aber keinesfalls, eine nationalistische Gesinnung zu haben. Im Grunde nehmen obige GRÜNschnäbel das "Rote Socken"-Argument, mit dem die CDU/CSU gern im Wahlkampf nach links austeilt, und stricken es in ein "braune-Socken"-Argument um, um ihren Gelddruck-Wahnsinn zu rechtfertigen und damit (vermeintlich) Rechte - bzw. "vulgär" Ahnungslose - abzuwatschen.

Als alternative Gegenposition zum angeblichen "Brüning-Sparen" plädieren die GRÜNschnäbel für die MMT (Modern Monetary Theory), in der das Wörtchen "modern" ja schon im Titel steckt.. Kernelement der MMT ist, dass Zentralbank-Bilanzausweitung eine nachhaltige Quelle für Staatsfinanzierung sei (und ganz dumm: dass sich die gesamte Menschheit damit reich drucken könnte). Das Argument hat in etwa die Qualität von "Wieso? Der Strom kommt doch aus der Steckdose...".

Als Kritiker der MMT habe ich große Zweifel, ob es wirklich Ausdruck (linker) internationaler Solidarität sein kann, die eigene Währung für obige Hirngespinste kaputtzudrucken. Natürlich würde Pleite-Europa damit auf das wirtschaftliche Niveau des mittellosen Afrika absinken, was man als Akt der Solidarität interpetieren kann - aber wollen wir wirklich, dass unsere Konkursmasse anschließend mit harten Dollars oder Yuans "aufgekauft" wird? Bezüglich stabiler Währungen gibt es keine internationale Solidarität, sondern beinharten Wettbewerb. Alles andere sind Tagträumereien wirtschaftlich ungebildeter Phantasten.

Dieser Wettbewerb würde erst aufhören, wenn es eine gemeinsame Weltregierung und eine einheitliche Weltwährung gibt. Keiner der heute Lebenden dürfte das noch erleben. Wir leben weiterhin in einer Ära das Kalten Krieges, der allerdings nicht mehr mit Atomraketen-Drohungen geführt wird, sondern mit Marktmacht, Währungsdominanz, Wirtschaftssanktionen, politisch motivierten Lieferverboten, Ausgrenzung vom Swift-Zahlungssystem usw.

Hier einige prominente Kritiker der MMT (wiki):

Der US-amerikanische Ökonom Paul Krugman kritisiert die Modern Monetary Theory als ?Rezept für sehr hohe Inflation, vielleicht sogar Hyperinflation? (Aha..., A.L.), sobald die Situation der ?Liquiditätsfalle? nicht mehr vorliegt: Eine ständig steigende Geldmenge führt, so Krugman, zu einer massiven, d. h. jedenfalls überproportionalen Verringerung der Nachfrage nach dieser Währung, letztlich zur Zerstörung dieser Währung.[18][19]

(A.L.: Zwischenbemerkung für GRÜNschnäbel: Krugman ist Wirtschaftsnobelpreisträger....)

In einem Working Paper der gewerkschaftsnahen (!) Hans-Böckler-Stiftung wird die Modern Monetary Theory als ?polemische Politik für Depressionszeiten? bezeichnet, der die ökonomische Fundierung fehle. (A.L.: wohl gerade deshalb bezeichnen die ahnungslosen MMT-Prediger den Rest der Welt als "Vulgärökonomen"....) Insbesondere fehle eine Begründung für die Annahme, dass Vollbeschäftigung und stabile Verbraucherpreise durch die MMT gleichzeitig garantiert werden können.[20]

Der frühere demokratische US-Finanzminister Larry Summers kritisiert die MMT als ?Voodoo-Ökonomie?, die einige teilweise gültige Annahmen bis zu einem ?grotesken Punkt? jenseits der Gesetze der Arithmetik ausdehne. MMT-ähnliche Politikvorstellungen seien wesentlich für die Hyperinflation in lateinamerikanischen Staaten (u. a. Venezuela) verantwortlich. Das Anliegen, die Fiskalpolitik wirksamer und effizienter zu gestalten, sei grundsätzlich berechtigt, die MMT aber das falsche Instrument dafür.[21]

John Mauldin bezeichnet die MMT als ?ökonomisch unkundigen Wahnsinn?. Andreas Uhlig bezieht das auf den ?Kernsatz, dass staatliche Haushaltsdefizite und Staatsverschuldung kein Grund für Beunruhigung seien, denn wenn die Staatsausgaben nicht durch die Einnahmen gedeckt würden, könnten sie stets von der Notenbank finanziert werden. Kein Staat könne pleitegehen, sofern er über eine eigene Währung verfüge und die Schulden auch in dieser gemacht seien. Mit dieser steilen These umgehen Anhänger der MMT die unbequeme Tatsache, dass auch Regierungen und Staaten an wirtschaftliche Grenzen stoßen können wie Privathaushalte und Unternehmen.?[2]  

397 Postings, 37 Tage isostar100magerer leistungsweis von biden

 
  
    
21.10.21 10:33
als sleepy joe hat ihn trump im wahlkampf verunglimpft, aber vielleicht war die einschätzung gar nicht so falsch: der leistungsausweis von biden ist bisher äusserst bescheiden. er hat viel angekundigt und eigentlich noch nichts geliefert. das sehen offenbar sogar zeitungen so, die den us-demokraten grundsätzlich zugeneigt sind.

Der US-Präsident hat viel versprochen, bisher aber nur wenig eingelöst. Nun läuft ihm die Zeit davon. Und die Demokraten drohen plötzlich wichtige Wahlen zu verlieren.
 

397 Postings, 37 Tage isostar100#349, mmt

 
  
    
1
21.10.21 10:39
die mmt ist ein tagtraum moderner sozialisten.

die mmt verspricht quasi gratis-wohlstand für alle - doch die geschichte sollte uns doch eigentlich gelehrt haben, dass solche sozialistischen tagträume im desaster enden. und wer das nicht glaubt, kann gerne aktuelle sozialistische experimente anschauen in venezuela und nordkorea und die leute dort fragen, ob es ihnen wirklich besser geht....  

70037 Postings, 6377 Tage Anti LemmingTreffender Artikel zum Weidmann-Rücktritt (FAZ)

 
  
    
21.10.21 10:39

70037 Postings, 6377 Tage Anti Lemming# 351 ich weigere mich dagegen,

 
  
    
21.10.21 10:42
den Begriff "Sozialisten" gewissermaßen als Schimpfwort zu verwenden.

Kritik an der MMT, die in sich schon Wahnsinn ist, muss politisch sachlich bleiben und ökonomisch fundiert sein. Man kommt nicht weiter, wenn man selber polemisiert.  

397 Postings, 37 Tage isostar100schuldenunion

 
  
    
21.10.21 10:46
die kommende deutsche ampelregierung verspricht, die notwendige modernisierung und digitalisierung des landes in agriff zu nehmen. auf die drängenden fragen der journalisten, wie die vielen investitionen mit der schuldenbremse zu vereinbaren seien, kamen bisher keine antworten.
dabei ist die antwort denkbar einfach: viele der geplanten investitionen laufen über brüssel, dort werden auch die schulden angesiedelt. die schuldenunion machts möglich.  

397 Postings, 37 Tage isostar100Löschung

 
  
    
21.10.21 10:58

Moderation
Zeitpunkt: 21.10.21 11:07
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

397 Postings, 37 Tage isostar100#353

 
  
    
1
21.10.21 11:08
warum soll man die dinge nicht beim namen nennen? die mmt ist eine sozialistische theorie, so wie ihre bekanntesten befürworter wie der ökonom piketty sich selber als sozialist bezeichnen.

vielleicht haben wir auch ein nur kleines missverständnis, antilemming. in frankreich, dem heimatland pikettys, ist sozialist kein schimpfwort, sondern ist quasi das pendant zum deutschen sozialdemokraten. so sind auch die parteibezeichnungen in den ländern verschieden, in frankreich nennt sich die linke volkspartei, das pendant zur deutschen spd, sozialisten. niemand würde das dort als schimpfwort auffassen.  

70037 Postings, 6377 Tage Anti Lemming# 354 - naja

 
  
    
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21.10.21 11:13
Den Spruch "Schuldenunion macht's möglich" könnte man ebenfalls als vulgärökonomische Aussage rügen, obwohl im Kern etwas Wahres dran ist. Aber eben nur im Kern.

Denn die von der EU im Rahmen der regulären EU-Politik verteilten Geldmittel sind winzig, niedriger sogar als die Entwicklungshilfe.

Hingegen ist die Geldschöpfung, die die EZB durch Bilanzausweitung (die zur Staatsfinanzierung in den PIIGS missbraucht wird) geradezu monströs. Die EZB-Bilanzsumme ist auf 7 Billionen Euro angeschwollen - von unter 1 Mrd. in 2005 (Chart unten). Das ist mehr als das Doppelte des deutschen BIP.

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Die Mittel, die die EU u. a. über Beitragszahlungen von den Mitgliedsländern erhält, bewegen sich in sehr bescheidenem Rahmen.

Deutschland hat 2019 die Summe von 14,3 Mrd. Euro in den EU-Topf eingezahlt, während sich das dt. BIP 2019 auf knapp 3,5 Billionen Euro belief.

Die deutschen EU-Beitragszahlungen machten 2019 daher nur 0,4 % des deutschen BIP aus. Ein fast vernachlässigbarer Posten.

Im Vergleich gab Deutschland 2019 für Entwicklungshilfe - die ins EU-Ausland fließt - rund die Hälfte mehr aus, nämlich 0,61 % des BIP.


Diese niedrigen Summen sind auch kein Wunder, weil sich die EU-Staaten ja über ihre eigenen (landesinternen) Steuereinnahmen und über ihre Neuverschuldung (im Wesentlichen) aus eigener Kraft finanzieren. Es gibt bekanntlich keine EU-Wirtschaftsregierung, und die Steuerzahlungen der EU-Bürger fließen an die Finanzverwaltungen ihrer jeweils eigenen Länder.

EU-Mittel dienen nur zur Finanzierung relativ kleiner Projekte in den Bereichen Regional- und Stadtentwicklung, Beschäftigung und soziale Eingliederung, Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums, Meeres- und Fischereipolitik und Forschung und Innovation.

-------------------------------

Ein ganz anderes Kaliber hingegen ist die nun auch vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gerügte Praxis der EZB, mit ihren Staatsanleihenaufkäufen indirekte "Staatsfinanzierung aus der Notenpresse" zu betreiben.

Die Bilanzsumme der EZB liegt zurzeit bei etwa 7 Billionen Euro.
www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/...och-17282215.html

Wer das Geld, dass die EZB zur Querfinanzierung von EU-Staaten druckt, mit den lächerlich niedrigen EU-Beitragszahlungen der Länder vergleicht, der vergleicht buchstäblich Äpfel mit Birnen.

Das Bundesverfassungsgereicht vertritt die Auffassung, dass die von der EZB mit ihrem vom Volumen her kaum noch zu rechtfertigenden Anleihenaufkäufe "ihr Mandat überschritten" hat. Das BVerfG wurde jedoch vom EU-Gerichtshof "zurückgepfiffen". Politprämissen führen inzwischen sogar zur Rechtsbeugung.

Diese EZB-Anleihenaufkäufe dienen letztlich dazu, den Euro vor dem Zusammenbruch zu retten, weil sonst z. B. Länder wie Griechenland und Italien überhaupt keine neuen Staatsanleihen mehr herausgeben könnten. Die Emission von Staatsanleihen bleibt neben den Steuereinnahmen die wichtigste Quelle der Länder, ihren Haushalt zu finanzieren. Und ohne die Aufkäufe der EZB würden viele Problemstaaten in der Eurozone ihre Staatsanleihen überhaupt nicht mehr verkaufen können - und schon gar nicht mit Negativzinsen (wie es das hochverschuldete Italien hinbekommen hat). Ohne die EZB drohte diesen Ländern somit die Staatspleite. Die EZB-Aufkäufe sind in dem Sinne eine Form der Konkursverschleppung.  
Angehängte Grafik:
2021-10-....jpg
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70037 Postings, 6377 Tage Anti Lemming# 356

 
  
    
21.10.21 11:17
In USA ist "Sozialist" sehr wohl ein Schimpfwort. Entsprechende Vorsicht sollte man bei Verwendung dieses Begriffs walten lassen.  

397 Postings, 37 Tage isostar100..

 
  
    
21.10.21 11:28
die schuldenunion bedingt natürlich, dass die eu dann wie jeder andere schuldner eigene einnahmen erzielen kann. also nicht die beitragszahlungen der länder für zinszahlungen (ans rückzahlen hingegen denkt eh neimand, es geht nur um den zinsdienst) herbeiziehen muss.

schuldenunion bedeutet somit auch, dass die eu eigene steuern einziehen kann. ........

wenn ich raten müsste, werden es diverse steuern zur bekämpfung des klimawandels sein, die brüssel erheben wird. ich erwarte steuern von der bekannten co2 abgabe über steuern auf flugkerosin bis hin.. zur finanztransaktionssteuer. (bekanntlich ist scholz auch ein befürworter).  

397 Postings, 37 Tage isostar100Löschung

 
  
    
21.10.21 11:33

Moderation
Zeitpunkt: 21.10.21 17:17
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

70037 Postings, 6377 Tage Anti LemmingEin Europa wie USA

 
  
    
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21.10.21 11:50
mit einer zentralen Wirtschaftsregierung, die Steuern einzieht, sowie europaweit einheitlichen Gesetzen (Steuern, Arbeitslosenhilfe usw.) fände ich gar nicht mal schlecht, wennglich die Umsetzbarkeit sehr schwierig würde. Ein solches Europa wäre wirtschaftlich tragfähig, und auch der Euro könnte dann zu einer stabilen Währung werden.

Das haben wir jedoch nicht. Die Eurozonen-Staaten haben ihre eigenen Regierungen, jeweils eigene Gesetze und ihre eigene Fiskalhoheit, die nur durch die 3 % Neuverschuldungsklausel gemäß Maastricht (so sie denn eingehalten würde) begrenzt ist. Dass die Neuverschuldung von Brüssel kaum kontrolliert werden kann, haben die Griechen von 2002 bis 2010 schamlos für EU-Betrug (Meldung zu niedriger Neuverschuldung) genutzt, was 2010 zur faktischen Staatspleite führte.

Mich ärgert die enorme Unehrlichkeit, mit der der Euro eingeführt wurde. In der aktuellen Konstellation kann der "EU-Laden" nur mit verkappter EZB-Staatsfinanzierung via QE "am Laufen" gehalten werden, mit dem Ergebnis Null/Negativ-Zinsen und EZB-Bilanzüberschuldung.

Um den Euro dennoch durchzudrücken, wurden die Maastricht-Verträge geschlossen. An die hält sich jedoch kaum ein Staat, und sie werden zunehmend aufgeweicht. Obendrein wird der Euro mit dem QE-Gelddrucken - das auf verquerer MMT-"Denke" basiert - an die Wand gefahren, BEVOR sich die tragfähige Lösung (1. Absatz) einstellen kann.  

15774 Postings, 3163 Tage NikeJoeWarum die Sozialisten MMT so lieben?

 
  
    
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21.10.21 12:20

Einfach mal die Zahlen zu den Milliardären in den USA ansehen.

Da kommt vielleicht Neid auf, aber NEIN, es ist MMT, das diese Leute so "reich" macht... zumindest auf dem Papier, da ja das Geld durch diese so genialen Gelddruckorgien rasant an Wert verliert!

Diese Leute bestimmen letzten Endes auch wo es lang geht. Politiker sind da nur Marionetten des großen Spiels. Im Orwellschen Neusprech der globalen GrünInnen wird natürlich alles umgedreht...


"Gehen Sie bitte weiter, es gibt hier nichts zu sehen!"

 
Angehängte Grafik:
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397 Postings, 37 Tage isostar100schuldenunion III

 
  
    
21.10.21 13:55
die für mich gerade interessanteste frage ist, ob die eu bei der möglicherweise kommenden schuldenunion auch eine obergrenze einbauen wird. (eine obergrenze wäre schon sinnvoll, da sind wir uns hoffentlich einig..).

mögliche wäre eine schuldengrenze nach prozentzahlen des bip oder die amerikanische lösung, welche eine anhebung der obergrenze jeweils durch das parlament bewilligen lassen muss. diese lösung würde ich begrüssen, da sie das eu-parlament deutlich aufwerten würde und die eu-parlamentarier alle paar jahre wieder mal was wirklich sinnvolles diskutieren und bedeutendes beschliessen dürften.. (etwas überspitzt formuliert, ich weiss..).  

3241 Postings, 7938 Tage fws"Cum-Ex"-Schaden ist noch höher

 
  
    
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21.10.21 17:02
Weltweit 150 Milliarden und in Deutschland 36 Milliarden Euro Schaden.

"...  Verbraucherschützer der Bürgerbewegung Finanzwende kritisierten dennoch, die Finanzbehörden seien bis heute nicht so aufgestellt, dass sie Steuerbetrug schnell unterbinden könnten. Auch die internationale Zusammenarbeit funktioniere nicht. «So verharren wir in einem Hase-und-Igel-Spiel, in dem Staaten immer wieder den Kürzeren ziehen und so die Bürger ständig ausgeplündert werden», sagte Vorstand Gerhard Schick. Gerade am Bankenstandort Frankfurt müsse viel mehr passieren. ..."

https://www.zeit.de/news/2021-10/21/...kandal-viel-hoeher-als-gedacht

 

3241 Postings, 7938 Tage fws#364: ... dreimal so hoch wie bisher gedacht

 
  
    
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21.10.21 17:05

70037 Postings, 6377 Tage Anti LemmingDas Wort "Schuldenunion" wird von

 
  
    
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21.10.21 17:21
EU-Kritikern oft polemisch verwendet. Es soll im Wesentlichen Unzufriedenheit damit zum Ausdruck bringen, dass die EZB über Staatanleihenaufkäufe in Südeuropa widerrechtlich Staatsfinanzierung aus der Notenpresse bzw. "Konkursverschleppung" betreibt.

Für normale Förderungsmaßnahmen stehen der EU (so wie sie heute aufgestellt ist) lediglich "Bagatellbeträge" zur Verfügung. Deutschland als größer Einzahler zahlt pro Jahr gerade mal 15 Mrd. Euro in die EU-Verteiltöpfe ein. Das ist weniger als für Entwicklungshilfe - und ein "Fliegenschiss" im Vergleich zur monströs aufgeblasenen EZB-Bilanzsumme, die bereits die 7 BILLIONEN-Marke überschritten hat (Chart in # 357). Da geht es buchstäblich ans Eingemachte.

Draghi und Lagarde haben dieses inzwischen ausgeuferte Schuldenmachen der europäischen Zentralbank bislang geldpolitisch begründet: Damit solle "Deflation verhindert" werden. Das scheint mir allerdings nur eine vorgeschobene Schutzbehauptung zu sein. Ich habe eher den Verdacht, dass hier Fakten geschaffen werden sollen, die später nach dem Prinzip "normative Kraft des Faktischen" argumentativ in die Waagschale geworfen werden sollen.

Nämlich dann, wenn die EU-Südstaaten endgültig zahlungsunfähig werden. Die PIIGS-Staatsanleihen würde absacken, und die EZB könnte den Kursverfall nicht mehr aufhalten. Dabei geriete auch ihre eigene Bilanz (die ja viele PIIGS-Staatsanleihen als Aktiva enthält) in eine gewaltige Schieflage. Im Prinzip müssten dann die noch zahlungsfähigen EU-Nordstaaten die EZB mit Billionenbeträgen ausbailen. Anderenfalls würde der Euro zusammenbrechen.

Die EU-Politiker haben dann erneut eine wunderbare Gelegenheit, sich auf das altbewährte TINA-Prinzip berufen: Die Stützung der EZB wird als "alternativlos" deklariert.

Dass die "EZB endlos selber Geld zum Schuldentilgen drucken" und deshalb "niemals pleite gehen" könne, ist eine Spinstory der MMT-Phantasten. Die EZB kann z. B unmöglich ihre Bilanzsumme so weit aufblasen, dass sie dem Fünffachen des Eurozonen-BIP entspricht. Irgendwann ist Schluss, und dann setzt es eine saftige Vertrauenskrise.

Die Bombe, die dann platzen wird, wird mit den PIIGS-Anleihenaufkäufen mMn bereits heute gelegt, womöglich sogar strategisch vorausschauend. Wenn Madame Lagarde am Tag X der Kittel brennt, dürften drakonische Rettungsmaßnahmen vorgeschlagen werden, die so weit gehen könnten, dass eine EU-Zentralregierung eingerichtet wird und die Länder auf ihre Souveränität verzichten müssen. Das sei dann "alternativlos".

D.h. die Drohung, dass der Euro sonst wertlos wird, könnte dann eine  europäische Zentralregierung erzwingen - sogar gegen den Willen der EU-Mitgliedsländer.

Womöglich wird bei der Gelegenheit aber auch gleich eine Nachfolge-Währung für den Euro aus dem Hut gezaubert, so dass das Ganze als Währungsreform endet. Dann heißt es: Zugegeben, ist dumm gelaufen mit dem Euro, "aber das konnte ja keine(r) ahnen". Der neue Fiatsko wird aber nun endgültig sicher - wegen der europäischen Zentralregierung.  

2617 Postings, 1836 Tage KatzenpiratFed-Direktor: "Können Bilanz problemlos abbauen"

 
  
    
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21.10.21 17:29
Katze: "Ja, das wollen wir noch sehen...!"  
Angehängte Grafik:
screenshot_2021-10-21_at_17-25-....png (verkleinert auf 53%) vergrößern
screenshot_2021-10-21_at_17-25-....png

70037 Postings, 6377 Tage Anti Lemming# 364

 
  
    
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21.10.21 17:29
Wieso hat "Die Zeit" das nicht bereits vor der Scholz-Wahl veröffentlicht?

Scholz ist an den dubiosen Cum-Ex Geschäften ja indirekt (durch klammheimliche Billigung) beteiligt. Denn er hat z. B. dafür gesorgt, dass eine Hamburger Bank einen Teil ihrer ergaunerten Cum-Ex-Staatsknete (insgesamt ein dreistelliger Millionenbetrag) nicht zurückzahlen musste. Das Hamburger Finanzamt hatte auf Geheiß von oben "vergessen", eine Frist zu setzen, wodurch die Rückzahlungsforderung verjährte...

Seltsam ist auch, dass Olaf Scholz, der ansonsten über ein ausgezeichnetes Gedächtnis verfügt, sich bei Vernehmungen "leider" an den Inhalt der Gespräche mit obigen Bankern rein gar nicht erinnern konnte.  

397 Postings, 37 Tage isostar100apropos sozialistische träume à la mmt...

 
  
    
21.10.21 22:55
ratet doch mal in welcher deutschen grossstadt die preise für eigentumswohnungen am stärksten steigen und weshalb.. richtig, in berlin. um 13% innerhalb der nächsten 12 monate gemäss schätzungen der experten.

https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/...cas01.example.org  

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