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HelmutSchmidt bedauert Anwerbung von Gastarbeitern

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neuester Beitrag: 03.12.04 22:28
eröffnet am: 24.11.04 10:36 von: kiiwii Anzahl Beiträge: 99
neuester Beitrag: 03.12.04 22:28 von: Timchen Leser gesamt: 8354
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21799 Postings, 7728 Tage Karlchen_IDie Chinesen sollen mal nicht so die Backen blasen

 
  
    
26.11.04 16:27
Ewig können die auch keine Dollars kaufen. Und wenn die Blase platzt, ist auch erst einmal Ruhe im Karton - oder das Gegenteil davon. Also Deutschland hat Exportüberschüsse - die Chinesen dagegen Importüberschüsse, was auch daran kiegt, dass sie massiv Energie verschwenden.

Mal sehen.  

7336 Postings, 6595 Tage 54reabauf kleiner basis kann

 
  
    
26.11.04 16:36
man schnell wachsen. so ist das eben mit den prozenten .....

in den 60er waren die wachstumsraten von deutschland auch noch sehr hoch, wesentlich höher als in der schweiz oder in luxemburg. damals rechnete man sich aus, wann der überholvorgang stattfinden würde ...... ist bis heute nicht erfolgt. so ist das eben mit den prozenten ....

solange der eigene bäcker euro's für die semmeln verlangt und sich nicht mit prozenten zufrieden ist, sollte man das mit den prozenten nicht so ernst nehemen.


 baer45: DAX

 

129861 Postings, 6280 Tage kiiwiihttp://www.china.org.cn/german/ger-shzi2004/jj/jj.

 
  
    
26.11.04 16:44
  http://www.china.org.cn/german/ger-shzi2004/jj/jj.htm



Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2003 11 669,4 Mrd. Yuan, was nach vergleichbaren Faktoren gerechnet ein Plus von 9,1% bzw. ein Anstieg um 1,1 Prozentpunkte im Vergleich zu 2002 war. Darunter belief sich der Wertzuwachs des Primärsektors auf 1724,7 Mrd. Yuan, ein Plus von 2,5% bzw. ein Rückgang um 0,4 Prozentpunkte, der des Sekundärsektors auf 6177,8 Mrd. Yuan, ein Plus von 12,5% bzw. eine Zunahme um 2,7 Prozentpunkte, und der des Tertiärsektors auf 3766,9 Mrd. Yuan, ein Plus von 6,7% bzw. eine Abnahme um 0,8 Prozentpunkte. Im Tertiärsektor stieg der Wertzuwachs des Bank- und des Versicherungswesens um 6,9%, der des Groß- und Einzelhandels sowie der Gastronomie um 6,6% und der der Immobilienbranche um 5,3%.

Das gesamte Niveau der Endverbraucherpreise stieg gegenüber 2002 um 1,2%, darunter in den Städten um 0,9% und in den ländlichen Gebieten um 1,6%. Unter den Endverbraucherpreisen stiegen die Preise der Nahrungsmittel um 3,4% und die der Dienstleistungen um 2,2%, während die Einzelhandelspreise der Waren um 0,1% fielen. Die Fabrikpreise für Industrieprodukte stiegen um 2,3%, die Bezugspreise für Roh- und Werkstoffe sowie Brenn- und Treibstoffe um 4,8% und die Preise für Investitionen in Anlagevermögen um 2,2%. Die Preise der Agrarprodukte stiegen um 4,4%, davon stiegen die Getreidepreise um 2,3%, die Baumwollpreise um 35,3%, die Ölpflanzenpreise um 19,4% und die Preise der Tierprodukte um 1,8%.

Ende 2003 betrug die Gesamtzahl der Berufstätigen in China 744,32 Mio., 6,92 Mio. mehr als Ende 2002. Darunter waren 256,39 Mio. Berufstätige in den Städten, ein Zuwachs um 8,59 Mio. Im Jahr 2003 wurden 4,4 Mio. Freigesetzte und Arbeitslose wiederbeschäftigt. Ende 2003 betrug die Arbeitslosenrate in den Städten, berechnet nach gemeldeten Arbeitslosen, 4,3%, ein Anstieg um 0,3 Prozentpunkte gegenüber Ende 2002.


Im Jahr 2003 betrug die aktive Außenhandelsbilanz 25,5 Mrd. US$, eine Abnahme um 4,9 Mrd. US$ gegenüber 2002.

Das tatsächlich genutzte Auslandskapital nahm zu.

Die Devisenreserven des Staates stiegen in großem Ausmaß.

Ende 2003 erreichten sie 403,3 Mrd. US$, 116,8 Mrd. US$ mehr als Ende 2002. Der Wechselkurs des RMB-Yuan blieb im Großen und Ganzen stabil. Ende 2003 entsprach ein US-Dollar 8,2767 Yuan RMB.

Die wichtigsten Probleme in der volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung sind folgende: Das Einkommen der Bauern erhöht sich langsam; die Aufgaben der Beschäftigung und der Sozialabsicherung gestalten sich schwierig; das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage in Bezug auf Energieträger und Verkehrskapazität ist gespannt; der Umfang der Anlageinvestitionen ist etwas zu groß, einige Branchen und Gebiete tätigen blindlings Investitionen, und das Phänomen gleichartiger Projekte niedrigen Niveaus ist recht gravierend; das Einkommensgefälle zwischen einigen Mitgliedern der Gesellschaft ist zu groß, viele einkommensschwache Bewohner führen ein ziemlich schweres Leben; die Belastung der Ressourcen und der Umwelt vergrößert sich.
MfG kiiwii  

ariva.de  

129861 Postings, 6280 Tage kiiwiiZu der "kleinen" Basis

 
  
    
26.11.04 17:13
BIP 2003 (nach Kaufkraftparität)

USA:________  11.990 Mrd $
China:_______   6.449 Mrd $
Deutschland:_   2.271 Mrd $


@Karlchen:
China hatte Exportüberschuss von 38,5 Mrd $, und Zahlungsbilanzüberschuss von 31.2 Mrd $ in 2003, (wenn ich richtig sehe.)




MfG kiiwii  

ariva.de  

6537 Postings, 6960 Tage Schnorrervon einem Alzheimer-Kandidaten kann man

 
  
    
26.11.04 18:16
grundsätzlich wenig erwarten.

Das Bedauern über Entscheidungen in den 60er Jahren (was auch immer: Bafög, Zuwanderung, Bundeswehr, Frauenwahlrecht) läßt LOGISCHERWEISE nur zwei Schlüsse zu:

1. Entweder hat die nachfolgende Politikergeneration das nicht begriffen und keine Korrekturen gesetzt. Damit sind sie schuld, insbesondere H. Schmidt.

2. Oder: die Folgen waren nicht abzusehen. Warum also jetzt, nach 30 Jahren, nachkarten? Einen auf Durchblick spielen?


Herr Altbundeskanzler Schmidt: gehen Sie dorthin, wo Sie hingehören. Ins Altersheim.  

21799 Postings, 7728 Tage Karlchen_I@kiiwii: Richtig

 
  
    
26.11.04 18:38
HATTE einen Exportüberschuss. Die haben ne Abwertungsstrategie gefahren und massig Dollars gekauft. Nun fällt ihnan das auf die Füße, weil der Ölpreis steigt und Öl in Dollars abgerechnet wird. Und nun ist aus dem Überschuss nen Defizit geworden. So kann es gehen. Und nun hocken sie auf ihren Dollars.  

1025 Postings, 7007 Tage J.R. Ewing@Schnorrer

 
  
    
26.11.04 18:54
Die Aussagen von Herrn Schmidt halte ich gerade heute für sehr wichtig. Denn trotz der nunmehr für alle sichtbaren Integrationsrobleme, die aus der Ausländerzuwanderung der letzten Jahrzehnte resultieren, gibt es in Deutschland immer noch (oder schon wieder) Politiker und Wirtschaftslenker, die lautstark nach neuer Arbeitsmigration rufen. Offenbar sind die Eliten in unserem Land nicht bereit, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Deshalb kommt die Wortmeldung von Altkanzler Schmidt genau zum richtigen Zeitpunkt.

J.R.  

7336 Postings, 6595 Tage 54reab@kiwii: nach deiner betrachtung

 
  
    
26.11.04 18:59
sind länder wie die schweiz oder luxemburg im verhältnis zu deutschland arm. damit es für dich begreiflicher wird, nimm einfach deine bip-zahlen und dividier sie durch die köpfe der einwohner, oder ist das zu schwierig?

;o)  

65221 Postings, 7762 Tage KickySchmidt Schnauze ist 85

 
  
    
26.11.04 20:32
hatte nen Herzinfarkt und geht am Stock ,aber er arbeitet noch immer 50-60 Stunden wöchentlich in seinem Hamburger Reihenhaus oder im ZEITbüro

schaffst Du das auch noch schnorrer?

Mit dem Aussage, die Weinerlichkeit vieler Ost-Renter wegen ihrer Altersbezüge finde er "zum Kotzen", hat er kürzlich viele dort auf die Palme gebracht  

129861 Postings, 6280 Tage kiiwiireab, Deine Schlußfolgerung kann ich nicht

 
  
    
26.11.04 20:49
nachvollziehen.
Warum, bitte, sollten nach meiner Betrachtung Länder wie die Schweiz und Luxwmburg im Vergleich zu Deutschland arm sein ?


MfG kiiwii  

ariva.de  

7984 Postings, 6357 Tage hotte39# 82 : J. R., ich stimme dir voll zu!

 
  
    
27.11.04 00:26
Helmut Schmidt ist in meinen Augen ein untadliger Politiker gewesen; der zu den besten gehörte, die die Bundesrepublik seit 1949 hatte. 1962, während der großen Flutkatastrophe, war er Hamburger Innensenator. Er leitete alle Hilfsmaßnahmen, einschließlich den Einsatz von Tausenden Bundeswehrsoldaten. Hier leistete er vorbildliche Arbeit, die überall anerkannt worden war.

Aber noch heute für mich unverständlich: Als Verteidigungsminister erlaubte er den Soldaten der Bundeswehr das Tragen von langen Haaren. Das wurde von den Wehrpflichtigen weidlich ausgenutzt. Damit diese Langhaarträger mit ihren Haaren nicht irgendwo hineingeraten konnten, mussten sie sog. Haarnetze tragen. Die Haarnetze sahen ungefähr so aus, wie die Tarnnetze für die Stahlhelme, die dicker waren als die, die es später gab. Wenn man dann die Soldaten damit herumlaufen sah, völlig unsoldatisch, wie alte Weiber. Es war ein unbeschreibliches Bild. In keiner Armee der Welt gab es ähnliches zu sehen.  

Aber wer weiß, ob dies eine alleinige Entscheidung von Schmidt war oder von der Partei gefordert wurde. Er (Spitzname "Schmidt Schnauze"*) wurde Verteidigungsminister, der doch in den Jahren 1954/55 im Bundestag gegen eine Wiederbewaffnung gewettert hatte.

Gruß Hotte

* von Kicky oben erwähnt  

129861 Postings, 6280 Tage kiiwiihotte39, H. Schmidt war

 
  
    
27.11.04 00:43
quasi mein commander-in-chief während meines Wehrdienstes.
Ich habe das mit den Haarnetzen miterlebt und muß sagen, daß selbst in einer Einheit wie der meinen (TTrNachschub) nur sehr wenige (keine 5 %) ein solches Netz trugen. Bei den nebenan liegenden Fallschirmjägern sah ich überhaupt keine Netze.

Schmidt war WKII-Offz, bei ihm konnte man sicher sein, daß er wußte, wovon er redete. Das gleiche galt und gilt für ihn als Volkswirt und als Politiker. Für mich einer der 5 deutschen Politiker der Nachkriegszeit mit der höchsten Glaubwürdigkeit.

MfG kiiwii  

ariva.de  

948 Postings, 6207 Tage ADDYGlaubwürdig ja, aber erfolgreich?

 
  
    
27.11.04 12:32
Die größten Probleme hatte H. Schmidt damals
mit seiner eigenen Partei.  

948 Postings, 6207 Tage ADDYSchily kritisiert Helmut Schmidt

 
  
    
27.11.04 12:57

DER SPIEGEL 49/2004 - 27. November 2004
URL: http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,329888,00.html
Schily kritisiert Helmut Schmidt und

kündigt Drei-Punkte-Plan für eine verbesserte Integration an

Als erster führender Sozialdemokrat hat Bundesinnenminister Otto Schily Altkanzler Helmut Schmidt widersprochen, der es in der vergangenen Woche als "Fehler" bezeichnet hatte, "dass wir zu Beginn der sechziger Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten". Im Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL sagte Schily über den Parteifreund: "Schmidts Intervention war schädlich, das schürt auf beiden Seiten Vorurteile." Schily weiter: "So wird eher die Desintegration befördert." Mit einem Drei-Punkte-Plan will Schily, der Versäumnisse in der Integration von Ausländern einräumt, Defizite korrigieren. Demnach soll ein breit angelegter Wettbewerb für dauerhaft wirksame Integrationskonzepte in den Kommunen die Eingliederung vor Ort beschleunigen. Eine Schlüsselrolle sieht Schilys Konzept dabei für das Nürnberger Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vor. Darüber hinaus strebt der Minister eine "geistig-politische Auseinandersetzung mit dem Islam" an. Fernziel: Eine breite Akzeptanz der Muslime in Deutschland für eine Art "europäischen Islam", der "auch die Werte der Aufklärung, also etwa die gleichen Rechte der Frau, in sich birgt". Weiter appelliert Schily an die Bundesländer, von ihren Möglichkeiten, "Hassprediger und ähnliche Figuren auszuweisen, entschiedener Gebrauch zu machen als bisher". Die Möglichkeit für zügige Ausweisungen seien ab dem 1. Januar "mit Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes vorhanden".

 

1025 Postings, 7007 Tage J.R. EwingSchilys Kritik ist Unsinn

 
  
    
27.11.04 13:20
Die Kritik von Helmut Schmidt richtet sich nicht gegen die Ausländer, die in den 60er Jahren von deutschen Unternehmen für die Arbeit in der Industrie angeworben wurden, sondern gegen die politischen und wirtschaftlichen Eliten jener Zeit, die diese falsche Entscheidung getroffen haben. Die "Gastarbeiter" haben lediglich die Chancen wahrgenommen, die ihnen in Deutschland geboten wurden.
Daß dies aus deutscher Sicht im Nachhinein betrachtet ein Fehler war, dessen negative Folgen heute mehr denn je sichtbar sind, wollen einige Politiker bis heute nicht wahrhaben. Stattdessen wird nun versucht, Helmut Schmidt in die ausländerfeindliche Ecke zu schieben.

Wenn es schon zur Desintegration beitragen soll, daß ein Alt-Bundeskanzler sachlich seine Meinung äußert und unbequeme Wahrheiten ausspricht, dann ist das aus meiner Sicht ein Beleg mehr dafür, daß in der deutschen Ausländerpolitik der vergangenen Jahrzehnte einiges schiefglaufen ist - und das die "Multikultuelle Gesellschaft" tatsächlich das falsche Konzept ist.

J.R.  

129861 Postings, 6280 Tage kiiwiiSchily ist ein personifiziertes Beispiel

 
  
    
28.11.04 00:22
für zunehmenden Altersstarrsinn.


MfG kiiwii  

ariva.de  

65221 Postings, 7762 Tage Kickyist das der rihtige Weg?

 
  
    
28.11.04 11:51
Führende CDU-Politiker fordern inzwischen, eine Woche vor ihrem Düsseldorfer Bundesparteitag, dass die Partei ein scharfes Profil als Partei deutscher Interessen entwickeln müsse. CDU-Chefin Angela Merkel plane, eine Debatte über Patriotismus anzuregen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Allerdings solle diese eng verbunden mit der Diskussion um Integration von Zuwanderern geführt werden. Die Parteiführung erwäge einen Initiativantrag zum Thema Integration. Darin solle das Thema Patriotismus enthalten sein, denn beides gehöre zusammen.

"Selbstbewusste Vaterlandsliebe ist Voraussetzung für das Gelingen von Integration", sagte Hessens Ministerpräsident und CDU-Chef Roland Koch dem Blatt

au  weia  da lobe ich mir doch die Grünen:
Die Fähigkeit, Deutsch zu sprechen, ist ein Schlüssel für die Teilhabe an unserer Gesellschaft. Deshalb haben wir uns im Zuwanderungsgesetz für ein verpflichtendes Angebot an Sprachkursen eingesetzt. Über die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund entscheiden bereits Vorschule und Schule; unter ihnen gibt es eine hohe Anzahl von Schulabgängern ohne Abschluss. Wir brauchen deshalb eine mutige Bildungsreform mit einem verpflichtenden Vorschuljahr und einer neuen Schule, die nach dem skandinavischen Vorbild stärker differenziert und später selektiert. Wer von Integration redet, aber in der Bildungspolitik Ausgrenzung zulässt, ist unglaubwürdig.
 

1720 Postings, 6026 Tage Hartz5au weia, Kicky

 
  
    
28.11.04 13:07
Ist die Beherrschung der deutschen Sprache wirklich die Lösung des Problems? Also, gute deutsche Sprachkenntísse helfen sicherlich dabei in unserem Land besser Fuß zu fassen. Sprich beruflich und damit finanziell.

Wer aber glaubt, erwachsene Zuwanderer durch den regelmäßigen Besuch von sagen wir mal zweijährigen Sprachkursen auf ein gutes Niveau zu bringen, der wird wohl enttäuscht werden. Wenn nicht auch das alltägliche Leben innerhalb der deutschen Gesellschaft stattfindet, dann ist es nur rausgeschmissenes Geld. Ich behaupte sogar, daß selbst ein Erwachsener, der offen auf eine fremde Gesellschaft zugeht, überhaupt keinen Sprachkurs braucht, da ihm alleine seine Offenheit und das Interesse die Fähigkeit vermitteln, innerhalb von zwei Jahren gute Sprachkenntnisse zu erwerben.

Sprachkurse können den Einstieg erleichtern, mehr nicht. Ist nicht auch das Interesse da, bewußt in unserer Gesellschaft zu leben, dann helfen sie nicht einmal, sondern werden im Gegensatz noch als Zumutung und Gängelung verstanden.

Dies alles ist ersichtlich, wenn man auf die Praxis schaut. Der ausländische Arbeitnehmer, der nun schon 30 Jahre in unserer Republik verweilt, ist immer noch auf dem sprachlichen Niveau eines Viertklässlers oder das hier geborene ausländische Kind, welches bei der Einschulung kaum über deutsche Sprachkenntnisse verfügt.

Dies alles sind Folgen einer Verweigerungshaltung. Die Forderung nach Sprachkursen ist ein weiterer Versuch, die Lösung des Problems vor sich herzuschieben.  

1720 Postings, 6026 Tage Hartz5Wir Deutschen sind ein Musterbeispiel für

 
  
    
28.11.04 14:54
Integration.

Ich hatte das Glück in meinem Leben viele unterschiedliche Länder zu bereisen. Und fast überall wo ich hinkam, traf ich auf dort lebende Deutsche. Diese waren in die dortige Gesellschaft ohne Probleme integriert. Wir Deutschen, das behaupte ich einfach mal, sind ein sehr ausreisefreudiges Volk. Selbst da, wo ich mit meinen Englischkenntnissen nicht weiterkam, habe ich immer Deutsche getroffen, die die örtlichen Gegebenheiten bestens kannten und mir über die Anfangsschwierigkeiten hinweggeholfen haben.

Ich denke schon, daß die gute Ausbildung die wir in Deutschland geniessen und auch unsere Mentalität uns beim Auswandern in andere Regionen entgegenkommen. Aber dies alleine spricht nicht für den Erfolg der Deutschen, auch im Ausland ohne Intergrationsprobleme klarzukommen. Entscheidend ist oftmals, daß sich Deutsche im Ausland gegenseitig helfen Fuß zu fassen.

Wenn wir jetzt nach Deutschland schauen und dies mir der dortigen Integrationsproblematik vergleichen, dann wird sehr schnell klar, daß wir schon mehr als genug Hilfe zur Selbsthilfe geleistet haben. Also welchen ausgewanderten Deutschen erwarten die gleichen Möglichkeiten, wie sie die zu uns Kommenden erwartet?

Die grossen Kolonien mit z.T. seit Jahrzehnten hier lebenden Ausländern haben fast jede ihrer Forderungen erfüllt bekommen. Ihnen stehen Räumlichkeiten zur Verfügung, sie können das Vereinsrecht nutzen und natürlich nicht zu vergessen, selbst für eine finanzielle Grundvorsorgung ist gesorgt. Alles Möglichkeiten, die wir gerne geschaffen haben, um die Integration in Deutschland zu ermöglichen und ihnen gleichzeitig ihre eigenen Wurzeln zu erhalten.

Wir müssen endlich begreifen, daß nicht ein mehr an Mitteln für erfolgreiche Integration verantwortlich ist, sondern daß der Schlüssel ausschließlich bei den Zugewanderten selbst liegt. Dafür müssen wir nur auf unsere eigenen Emigranten schauen und davon lernen.
 

1025 Postings, 7007 Tage J.R. Ewing@kicky

 
  
    
28.11.04 18:27
Wer sein eigenes Land nicht liebt, der wird Zuwanderer kaum von der Idee begeistern können, sich bei uns zu integrieren.

J.R.  

129861 Postings, 6280 Tage kiiwiiVielleicht lieben die Zuwanderer unser Land

 
  
    
28.11.04 19:29
mehr als wir !? Irgendeinen Grund muß es geben, daß so viele hierher kommen.


MfG kiiwii  

ariva.de  

7336 Postings, 6595 Tage 54reabdie diskussion über die

 
  
    
28.11.04 19:29
integration kam im zusammenhang mit dem islamistischen fundamentalismus hoch. von diesem problem mit einer sprachdiskussion abzulenken respektive die problematik zu verniedlichen ist pervers. der terrorist in den niederlanden respektive jene aus deutschland, die die usa angegriffen hatten, hatten keine sprachprobleme und waren auf der sozialen leiter auch nicht unten. die sprache ist wichtig hier wirtschaftlich zurecht zukommen. das wars. übrigens auch hitler sprach deutsch. sich für die demokratie und die menschenrechte enzusetzen ist keine angelegenheit der sprache.

wir können uns eben nicht so einfach davon stehlen. wir müssen uns stellen. diejeniegen ausländer, die sich gegen die demokratie stellen, haben hier nichts verloren. die deutschen, die gegen die demokratie sind , sind vollkommen ausreichend - zusätzliche verstärkung aus dem ausland ist nicht notwendig.  

65221 Postings, 7762 Tage KickyStrafen lassen junge Täter kalt

 
  
    
03.12.04 19:54
Jugendrichter sind besorgt: Strafen lassen junge Täter kalt Gewaltbereitschaft und Verrohung nehmen vor allem in Einwanderermilieus
in Wedding und Neukölln zu. Reue wird deutlich seltener gezeigt als früher

Von Werner van Bebber

Jugendliche Straftäter in Neukölln und Wedding fallen immer öfter durch besondere Rohheit und Gewaltbereitschaft auf. Jugendrichter haben den Eindruck, vor allem die jugendlichen Täter aus dem Einwanderermilieu nicht mehr zu erreichen und ihnen nicht mehr ins Gewissen reden zu können. Strafverfolgung lässt sie offenbar kalt. Das sagten übereinstimmend sechs Jugendrichterinnen und Jugendrichter in einem Gespräch mit dem Tagesspiegel. Anlass des Gesprächs war die neue Diskussion über die Integrationsschwierigkeiten und entstehende Parallelgesellschaften.

Sorge macht den Richter die wachsende Bereitschaft von Jugendlichen, „aus dem Nichts“ heraus Verbrechen zu begehen, wie Richter Georg Plüür sagte. Er habe jüngst mit fünf Jugendlichen zu tun gehabt, die ohne vorher aufgefallen zu sein die Betreiber eines Neuköllner Tabakwarengeschäfts überfallen, bedroht und beraubt hätten. Richter Günter Räcke sprach von einem Realschüler, in dessen Leben alles in Ordnung zu sein schien – bis er plötzlich fünf Überfälle in einer Serie beging. Richter Fred Rudel sprach von einem Jugendlichen, den er wegen eines Überfalls auf einen Wachmann und wegen Körperverletzung „aus dem Stand“ zu einer Strafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt habe – eine schwere Strafe nicht bloß, weil es sich bei dem Täter um einen Jugendlichen handelt, sondern weil Jugendrichter vor allem erzieherisch wirken wollen und sollen.

Das setzt allerdings eine gewisse Bereitschaft zur Reue und Offenheit bei den Tätern voraus. Beides ist, wie die Richter meinen, bei immer mehr Delinquenten nicht mehr vorhanden. Richterin Andrea Bartl, zuständig für Jugendliche aus Wedding, sprach von Tätern, „an die man nicht mehr herankommt“ – „das schlechte Gewissen, das ist nicht da“. Günter Räcke sagte, „selbst das Überfallen alter Damen bringt Sozialprestige“. Immer jüngere Täter begehen nach seiner Wahrnehmung immer schwerere Straftaten“. Antriebskraft für diese Täter ist – neben dem materiellen Gewinn – das Ansehen, das sie bei ihresgleichen gewinnen: Kriminell sein macht starken Eindruck. Das gilt nach Einschätzung der Richter für junge Frauen genauso wie für junge Männer.

Erschütternd ist für die Richter die Erkenntnis, dass die Eltern der Täter sich für das Schicksal ihrer Kinder kaum interessieren. Richter Plüür sagte, 80 Prozent der Eltern kämen nicht zu den Verhandlungen. Richter Rudel machte die Erfahrung, dass Täter sich von „Kumpels“ begleiten ließen, die offenbar nicht erkennen, dass der Anschein besonderer Coolness einem Beschuldigten vor dem Richter nicht hilft. Richterin Kirsten Heisig wusste von einem 15-jährigen Intensivtäter, der seine kriminelle Laufbahn mit elf begonnen hatte und in seiner Familie die wichtigste Person war, weil er als einziger Deutsch kann. Er dolmetsche für die Mutter auf dem Sozialamt. Die Familie habe, konfrontiert mit den Delikten des Jungen, einen Einzelfallhelfer des Jugendamtes abgelehnt: Sie wolle nicht, dass jemand in die Familie hineinblicke.

Für die Jugendrichter baut sich ein Konfliktpotenzial auf, das durch Sprachförderung allein nicht zu verringern ist. Sie bemerken kulturelle Abschottung bei jugendlichen Straftätern aus der Migrantenszene und einen völligen Mangel an Respekt vor der einheimischen Bevölkerung und vor westlichen Werten. Richter Plüür erzählte allerdings, dass auch schon türkischstämmige Neuköllner in den Gerichtssaal gekommen seien, um zu fragen: Wann machen Sie mal was gegen die kriminellen Jugendlichen? „Die ziehen weg“, sagte Plüür.

Das Beispiel Rollberg-Kiez habe bewiesen, dass Repression durch stärkere Polizeipräsenz „in besonders schwierigen Situationen“ etwas helfe. Solche Situationen sind in den Augen der für Neukölln und Wedding zuständigen Richter zur Normalität geworden.
Tagesspiegel gestern  

13025 Postings, 7635 Tage Timchen@Kicky

 
  
    
03.12.04 22:28
Was ist denn das für ein Diletantten Artikel ?
Wer z.B. die russischen Gefängnisse kennt (inklusive Strafverdopplung bei Alkoholtaten
anstatt Strafrabatt in D), der weiss dass deutsche Gefängnisse für die meisten Einwanderer Erholungsheime sind. Unter Strafe verstehen die Einwanderer was anderes, der Gefängnisaufenthalt ist wohl eher ein kleines Praktikum für die Straftäter.  

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