Sarrazins Buchvorstellung niedergeschrien...

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neuester Beitrag: 06.03.14 23:52
eröffnet am: 02.03.14 15:34 von: Karlchen_V Anzahl Beiträge: 259
neuester Beitrag: 06.03.14 23:52 von: Jule34 Leser gesamt: 16030
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36845 Postings, 6949 Tage TaliskerJule,

 
  
    
06.03.14 17:42
die Nummer da in BW (Stundenkürzung, fachfremder Unterricht) is ganz klar ne Sparmaßnahme. Bio ist absolut kein Mangelfach.
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Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.

4343 Postings, 4259 Tage Evermore#250 Jule, wenn es bei Bio, Physik, usw.

 
  
    
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06.03.14 21:31
wirklich einen Mangel an Fachlehrern gibt, dann wird dieser noch verschärft, indem man ein Fach kreiert, dem letztlich kein Lehrer mehr gewachsen sein dürfte, es sei denn er hat Bio UND Physik UND Chemie UND Technik studiert. Durch das Zusammenlegen fordert man fachfremde Unterrichtung geradezu heraus. Das alles hat vermutlich auch sehr mit Einsparwünschen zu tun. Die Bio-Didaktiker weisen ja gerade darauf hin, dass man durch Beschneiden des Faches die Bildungsprobleme bei Schulabgängern noch verschärft. Siehe #247: "In den USA und selbst in Indien bekomme ich zu hören, dass deutsche Studienabgänger nichts mehr wert seien." Man kann nur hoffen, dass diese Entwicklung zum Zusammenlegen von Fächern nicht irgendwann auch die 7. Klasse und höher betrifft.

Ärzte gibt es mehr als genug in Deutschland. Die Ärztedichte ist enorm. Ich wohne im Umfeld einer Stadt wo es von Medizinstudenten nur so wimmelt. Nur sind die Ärzte eben nach Honorarwünschen verteilt und nicht nach Patienten. Indem man osteuropäische Ärzte abwirbt, ist den Herkunftsländern dieser Ärzte auch nicht gedient. Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Anzahl der Arztbesuche in Deutschland (durchschnittlich ca. 17 pro Jahr und Einwohner) sehr hoch (abgesehen von einigen osteuropäischen Ländern und Japan). In einigen anderen EU-Ländern ist die Hälfte der Arztbesuche oder weniger üblich.

Nur weil Du hier Rassismus ansprichst: Ich war heute am Bahnhof und habe erlebt, wie dort ein (weniger elegant gekleideter) Schwarzer an der Haltestelle ohne erkennbaren Grund dumm angemacht wurde, sodass ich mich dafür geschämt habe. Aber eben nicht von einem Neo-Nazi angemacht, sondern von einem mutmaßlich türkischen Familienvater, der jedenfalls mit seiner Familie nicht Deutsch sprach und ziemlich gereizt wirkte. Ich hatte dabei nicht den Eindruck, dass dieser aggressive Mann und der Schwarze sich schon vorher kannten (also dass es eine Vorgeschichte gab). Ist alles nicht so schwarz-weiß mit dem Fremdenhass.

Ich kann mich nicht erinnern, dass Sarrazin zu Fremdenhass oder Gewalt aufgerufen hätte. Er hat Probleme im Rahmen der Einwanderungs- und Integrationspolitik angesprochen, wie er sie wahrnimmt. Er hat auch das Verhalten oder die Kultur von einigen Leuten kritisiert, aber das ist nicht Rassismus. Bei Sarrazins Einschätzung kann man zustimmen oder anderer Meinung sein, aber ihn als Nazi hinzustellen ist unprofessionell. Auch ist es mMn falsch von Sarrazin als Demagogen oder von Leuten die seine Ideen nicht rundweg ablehnen als "Fans" zu sprechen. Wenn Sarrazin Volksverhetzung betreiben würde, wären seine Bücher gar nicht verlegt und er selber wäre vor Gericht gestellt worden. Auch hätte die SPD etwas gegen ihn in der Hand gehabt, um ihn aus der Partei zu werfen.  

10491 Postings, 4590 Tage Monti Burns@Evermore

 
  
    
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06.03.14 22:27
Diese Erfahrung, dass die hier gut integrierten Menschen mit
fremdländischen Wurzeln fremdenfeindlicher sind, als die
indigenen Deutschen, habe ich auch schon mehrmals gemacht.

Es ist halt schwer verständlich, wenn hier ältere Leute kaum noch
über die Runden kommen, Studenten kaum mehr eine bezahlbare
Wohnung bekommen und immer mehr Leute in Papierkörben nach
Leergut Ausschau halten, während Asylbewerber ein schönes Mehr-
familien-Haus (hier im Ort) zugewiesen bekommen, kostenlos täglich
zum Einkauf schlendern, deren Kinder elektronisch top ausgestattet
werden und es auch an Tabak nicht mangelt . Monatlich werden
es ein paar mehr und das regt die Leute fürchterlich auf.

Jule, Potz und noch ein paar Konsorten darfst Du übrigens nicht
ganz ernst nehmen. Wer ständig inflationär mit dem Wort:
"Rassismus" um sich wirft und damit kundtut, dass er den Begriff
gar nicht richtig verstanden hat  und reflexartig Alle, die nicht
pro Zuwanderung und gegen die verfehlte Asylpolitik stimmen,
als potentielle Nazis diffamiert, ist kein seriöser Gesprächspartner !

Hysterische Schreihälse, wie sie unter den Roten und Grünen
üblich sind. Sarrazin kann ein Lied davon singen. Übrigens ein
sehr mutiger Mann. Dass er noch am Leben ist, verdankt er der
Tatsache, dass seine Häscher ihn nicht zum Märtyrer machen
wollen.

 

4343 Postings, 4259 Tage Evermore#246 Wegen der Vererbbarkeit von Intelligenz.

 
  
    
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06.03.14 22:37
(Jetzt mal Sarrazins Aussagen erstmal beiseite gelassen.) Es ist für mich logisch, dass wenn Intelligenz teilweise weitervererbt wird - präziser ausgedrückt, die individuelle Intelligenzausprägung unter Verwandten stärker korreliert als unter sonstigen Menschen (die gemeinsamen sozialen Einflüsse dieser Verwandten herausgerechnet) -, dass dann die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass zwei besonders intelligente Menschen zusammen ein Kind haben, das sich bei durchschnittlicher Förderung zu einem intelligenten Menschen entwickelt, als wenn zwei deutlich weniger intelligente Menschen gemeinsamen Nachwuchs haben. Natürlich ist das eine Wahrscheinlichkeitsaussage, eine reine Tendenz. Aber im Bereich von Vorsorgeuntersuchungen wird diese Tendenz ja auch zum Leitsatz erhoben: Ab dem und dem Alter soll man zur ärztlichen Vorsorgeuntersuchung, da dann die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Prostatakrebs so und so hoch ist.

"Unterdurchschnittlich intelligente Eltern können überdurchschnittlich intelligente Kinder haben und umgekehrt." (#246)

Das ist eine banale Aussage, da hier die Wahrscheinlichkeit ausgeblendet wird, um die es eigentlich geht. Man könnte auch sagen:

"Schlecht gewartete Flugzeuge können sicher landen und gut gewartete können abstürzen."

Ich würde davon ausgehen, dass Usain Bolt und Lindsey Vonn gemeinsam tendenziell sportlicheren Nachwuchs haben würden als Siegmar Gabriel und Andrea Nahles. Bei der Intelligenz analog, womöglich mit anders hohen Wahrscheinlichkeiten als bei der Vererbung von sportlichen Qualitäten, aber analog.

Damit, dass der Durchschnitts-IQ nicht einbrechen kann, hat die Frau natürlich völlig Recht, da der Durchschnitts-IQ per heutiger Definition immer bei 100 Punkten liegt, egal in welche Gruppe (was der Artikel an der Stelle ruhig hätte sagen dürfen). Ein Meter wird immer ein Meter sein. Trotzdem kann die Intelligenz einer Gesellschaft sinken, wenn wir sie weniger relativ betrachten. So gesehen kann ich Sarrazin schon verstehen.

Dass es noch andere Einflüsse als die Eltern gibt (z.B. regiert bei der Zeugung eines Kindes auch der Zufall in das Erbgut des Kindes hinein) ist klar. Das soziale Umfeld sowieso. Und mancher ist gesellschaftlich erfolgreicher, weil er weniger intelligent und dafür besser sozial besser angepasst ist (die im Dschungelcamp und so). Intelligenz vorzutäuschen (Doktortitel per Plagiat) ist viel nützlicher als sich Intelligenz wirklich zuzumuten.  

3875 Postings, 4946 Tage HoloDocIntelligenz hängt mit der ernährung in der

 
  
    
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06.03.14 22:44
Hirnbildungsphase ab. Intelligentere menschen ernähren ihre kinder intelligenter und daher werden deren kinder intelligenter. So ist das!  

4343 Postings, 4259 Tage Evermore#253 Monti. Habe natürlich auch schon erlebt,

 
  
    
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06.03.14 23:10
dass eine deutsch-wirkende Frau über vorbeigehende türkisch-wirkende Mädchen mit Kopftuch gelästert hat, mit lauten Worten.

Und ich werde selber immer mal wieder von türkisch-wirkenden jungen Männern mit Gesten provoziert, worauf ich aber nicht eingehe. Habe auch schon schlimmere Erfahrungen machen müssen.

Das ist alles nicht so einfach, wie es von z.B. Jule hingestellt wird.

Leute die in Mülleimern nach Flaschen suchen gibt es glaube ich inzwischen in ganz Deutschland zuhauf (ich kenne ein/zwei vom Sehen in meiner Gegend).

Trotzdem ist die "Unterschicht" in Deutschland (unabhängig von der Herkunft) von einem gewissen Reiz, wie ich finde. Man kommt da mit interessanteren Geschichten nach Hause.  

4343 Postings, 4259 Tage Evermore#254 Stephen Hawking:

 
  
    
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06.03.14 23:29
"Es ist nicht klar, dass Intelligenz irgendeinen Langzeitnutzen fürs Überleben hat."

Und über Außerirdische, die die Erde besuchen könnten (da ist Hawking übrigens ziemlich ängstlich vor Fremden):

"Wir brauchen nur uns selber anzuschauen, um zu sehen wie intelligentes Leben sich in etwas entwickelt kann, dem wir nicht begegnen wollten."  

10491 Postings, 4590 Tage Monti Burns@Evermore :-))

 
  
    
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06.03.14 23:40
"Trotzdem ist die "Unterschicht" in Deutschland (unabhängig von der Herkunft)
von einem gewissen Reiz, wie ich finde. Man kommt da mit interessanteren
Geschichten nach Hause"

Das ist fast ein Hobby von mir: "Mit der sogenannten Unterschicht labern"
Vom Schwerstverbrecher bis zum abgestürzten Computerfachmann.
Vom im Müll nach Essen suchenden Facharbeiter bis zum perfekt
bayrisch sprechenden Schwärzest-Afrikaner. Als fotografierender
Radsportler ist man oft ein willkommener Gesprächspartner und seit
ich nicht mehr soooo ehrgeizig bin, nehme ich diese "Termine" gerne
wahr und nur all zu oft gerate ich deshalb in arge Zeitnot.

 

3854 Postings, 4938 Tage Jule34Evermore

 
  
    
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06.03.14 23:52
es ist spät, bin müde, deshalb möglichst kurz : Dank für einen interessanten und - in Anbetracht der ganzen Hetze und vorgetragenen Dummheit erfreulich kultivierten und kompetenten Beitrag.
Dasselbe gilt natürlich auch für Talisker.    Was die Inhalte betrifft, so geht es nicht um unterschiedliche Meinungen, sondern um Fakten, die sich belegen lassen. Ich bin zu lange raus aus dem Schulbereich, um nicht für Belehrung bzw Korrektur dankbar zu sein. Morgen werde ich weiter recherchieren.

Kurz ein Copy zum Ärztemangel :

Ärztemangel, Bundesärztekammer, Deutschland, Marburger Bund, Osteuropa, Günther Jonitz, Klinik
dpa In Deutschland herrscht Ärztemangel

In Deutschland praktizieren inzwischen über 32 000 Ärzte aus dem Ausland ? doppelt so viele als noch vor zehn Jahren. Der Ärztemangel im Land wird dadurch dennoch nicht behoben. Noch immer sind tausende Stellen unbesetzt und die Aussichten bleiben düster.

In Deutschland arbeiten nach einem Bericht der ?Bild?-Zeitung vom Montag immer mehr ausländische Ärzte. Ihre Zahl habe sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Ein Grund für den Bedarf aus dem Ausland sei der Ärztemangel in Deutschland.

Im vergangenen Jahr seien 32 548 ausgebildete Mediziner aus dem Ausland gemeldet gewesen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die Bundesärztekammer. Von ihnen seien 28 310 berufstätig, die meisten davon ? 22 382 ? in Krankenhäusern. Zehn Jahre zuvor waren demnach 16 160 ausländische Mediziner gemeldet, von denen 13 180 berufstätig waren.


Sollte es an den Schulen ähnlich aussehen, so ist das imho schon ein Grund zur Besorgnis.

Monti Burns :

Wenn ich zurück denke, wie oft ich die schönen Fotos bewundert und wie gern ich die Texte dazu gelesen habe, dreht sich mir heute - mit Verlaub - der Magen um.

Der gesamte Beitrag ist ein Beispiel für ungebildete, unzivilisierte Hetze. Im realen Leben dürften Sie sich nicht erlauben, Ihre Gesprächspartner als "Konsorten" oder gar "hysterische Schreihälse" zu bezeichnen. Anonym glauben Sie, es sich leisten zu können - es gibt ja genug Ihresgleichen in den Foren.

Ein paar Anmerkungen zur Sache : Seit wann sind wir, die Deutschen, ein "indigenes Volk" ? Sehen Sie bitte mal nach, was dieses Wort überhaupt bedeutet.
Btw, Sie haben sich im Rahmen Ihrer Bildershow einmal darüber beschwert, dass man Spätaussiedlern aus Kasachstan erlaubt hat, nach Deutschland zu kommen. Gehören die eigentlich nicht zum "indigenen" Volk?
Die Deutschen sind ein mitteleuropäisches Mischvolk. Der gesamte Osten war ursprünglich slawisches Gebiet, davon zeugen die vielen Ortsnamen - aber ich kann jetzt keine Einführung in die deutsche Geschichte geben. In fast allen Ländern der Welt leben auch Deutsche - und die meisten hoffen, dass sie dort bleiben können.

Es ist typisch, dass Sie schlechte Manieren erfreut aufgreifen und als eigenes Erlebnis schildern, wenn ein Ausländer es an den Tag gelegt hat. Das, was Sie da beschrieben haben, habe ich noch nie erlebt, und ich hatte privat und beruflich mit vielen Menschen aus vielen Ländern zu tun. Wenn es also wirklich so gewesen sein sollte, ist es ganz bestimmt nicht die Regel.

Lesen Sie sich einmal meinen Afrika-Thread durch - falls Sie noch nicht wissen, was wir alles aus dem Ausland beziehen, auf Kosten der dortigen Bevölkerung. Die kommen, wenn überhaupt, dann nur dadurch über die Runden, dass sie zusammenhalten und die Alten nicht ihrem Schicksal überlassen, so wie es in Deutschland zumeist der Fall ist. Neid auf die Asylanten - purer Sozialneid - eine Schande für ein hochentwickeltes, zivilisiertes Land.

Asylpolitik ist etwas worüber man sich informieren kann, was man verändern und korrigieren kann. Bestimmt nicht, indem man den neidischen Mitbürgern applaudiert, die über die Asylantenheime herfallen.

Da lobt man die Schweiz, weil im deutschen Teil eine knappe Mehrheit gegen die Zuwanderung gestimmt hat. Dabei war es längst so, dass kaum jemand zuwandern konnte, der nicht die entsprechende Qualifikation besaß. Die Mehrzahl der Zuwanderer bestand aus Deutschen. Die machten sich äußerst selten die Mühe, die Sprache, das Schwyzer Dütsch, zu lernen. Sie kamen, um dort Geld zu verdienen. Das hat man nunmehr verhindert durch die Abstimmung. Grund zum Auftrumpfen für unsere ach so klugen Nationalisten?

Ach ja, und viel Spaß noch bei Ihrem Hobby : Mit der Unterschicht labern.



 

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