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Gazprom 903276

Seite 1 von 2651
neuester Beitrag: 19.09.21 14:46
eröffnet am: 09.12.07 12:08 von: a.z. Anzahl Beiträge: 66267
neuester Beitrag: 19.09.21 14:46 von: SousSherpa Leser gesamt: 14646054
davon Heute: 6134
bewertet mit 122 Sternen

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981 Postings, 5558 Tage a.z.Gazprom 903276

 
  
    
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09.12.07 12:08
hat einen Thread verdient, der nicht nur "schlachten" oder den Wert "forever" hochjubeln will.
Der Chart (hier im Jahresüberblick) erscheint mir im Moment bemerkenswert:
mit Phantasie ist eine Formation ähnlich S-K-S zu erkennen, und das Hoch vom Januar (37,- ?) wurde signifikant genommen. Die Indikatoren (TrendFOLGE!) sehen natürlich gut aus. Die Bollinger sind weit offen.
Das alles zusammen sollte ein weiteres Aufwärtspotential indizieren - vielleicht nach einer kleinen Erholung auf dem derzeitigen Niveau.

Ich bin mit einem Hebelprodukt investiert und würdemich über weitere Meinungen und Fakten freuen.

Na sdrowje!
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Gruss - az
Angehängte Grafik:
gaz.png (verkleinert auf 60%) vergrößern
gaz.png
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66241 Postings ausgeblendet.

2318 Postings, 463 Tage SousSherpaWas kostest uns der NS2 Deal der Sanktionsmafia?

 
  
    
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18.09.21 19:21
@immo2019: ich würde sagen es ist genau anders herum, die Politik instrumentalisiert völlig bewußt und gezielt die invantil gehaltene und uninformierte Bevölkerung für ihre Zwecke und Absichten.  Man nehme nur mal als Beispiel das erschreckende Hinterkammerangebot von Scholz an die USA bezüglich eines NS2 Deal:
https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/...holz_Mnuchin.pdf
Was lesen wir da schwarz auf weiß von Scholz bezüglich Nord Stream 2: "The former guidane for section 232 of CAATSA was one of the concrete results of an intensive process and coordination between the US Administration and the German government in late 2017"
Und in CAATS Section 232 heißt es: "For the purposes of Section 232, the focus of implementation would be on energy export pipelines..."
https://www.state.gov/caatsa-crieea-section-232-public-guidance/
Das heißt die Bundesregierung und Scholz wußte schon damals von den kommenden immensen Kosten für die Nord Stream 2 durch die US Sanktionsmafia. Schlimmer noch, die Bundesregierung hat diese Sanktionen ja sogar, wie hier im Brief explizit geschrieben, mit vorbereitet und hat trotzdem ein riesiges europäisches Konsortium mit vielen deutschen Firmen viele Milliarden Euro in die Nord Stream 2 AG investieren lassen und bewußt die zusätzlichen Kosten dieser Sanktionen für die deutsche Bevölkerung in Kauf genommen, wie wir sie nun durch die Hyperinflation der Energiepreise und die dadurch ausgelöste Stagflation in der deutschen Industrie erleben. Wenn ich lese, was dann da noch alles in diesem Brief steht, wird mir schlecht, da klar ist was der kürzlich geschlossene NS2 Deal mit den USA bezüglich kommender Kosten alles für die deutschen Steuerzahler umfassen wird.  

2318 Postings, 463 Tage SousSherpaJetzt haben wir auch noch einen CO2 Engpass

 
  
    
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18.09.21 21:43
...wegen der hohen Gaspreise: "In the UK, lower winds have meant less renewable energy is generated, there have been outages at some nuclear stations, and there have been lower flows into the UK of natural gas from Norway, pushing up the price of natural gas."
Dringende Krisengespräche der britischen Regierung laufen über das Wochenende. Das CO2 geht aus und die verbliebenen Reserven an supercritical CO2 werden zum Kühlen in der Nuklearindustrie und für das nationale Gesundheitssystem nun rationiert. Die Lebensmittelproduktion mit den beheizten Gewächshäusern und die Schlachthäuser stehen in weniger als zwei Wochen vor dem engültigen Stopp. Weihnachten fällt aus, heißt es bereits von dort.
Carbon dioxide 'threatens food security' says meat industry https://www.bbc.com/news/business-58600583
Rising gas prices endanger food supplies  https://www.cityam.com/rising-gas-prices-food-supplies-endanger/
In Spanien hat die Regierung nun einfach so eine unerwartete Steuer auf Energieerzeuger und Gaslieferanten eingeführt, mit der ein Fonds in Höhe von 3 Mrd. befüllt werden soll, um die Energiekosten der privaten Haushalte zu unterstützen und Italien heizt jetzt einfach mit der draghischen Druckerpresse dagegen an
https://www.ariva.de/forum/...om-903276-312389?page=2635#jumppos65897
Freuen wir uns als auf das neuen Traget 2 Saldo
https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/unbarer-zahlungsverkehr/target2
https://www.zerohedge.com/economics/...one-finances-have-deteriorated
Der angstvolle Blick richtet sich auf das kommende Winterwetter. Letztes NOOA Update vom 13.9.: ENSO Alert System Status:  La Niña Watch. A transition from ENSO-neutral to La Niña is favored in the next couple of months, with a 70-80% chance of La Niña during the Northern Hemisphere winter 2021-22
https://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/...lution-status-fcsts-web.pdf
https://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/...nso_advisory/ensodisc.shtml  

2318 Postings, 463 Tage SousSherpaDie Inflationswelle rollt an und Stagflation

 
  
    
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18.09.21 22:10
...nimmt Fahrt auf. Die Financial Times berichtete, dass seit Anfang August bereits fünf britische Versorgungsunternehmen mit 570.000 Kunden bankrott gegangen sind, da die Großhandelspreise für Gas steigen.  Und dies  ist möglicherweise nur die Spitze des Eisbergs, so dass neue Insolvenzen in diesem Bereich nicht mehr lange auf sich warten lassen werden, so das Energieberatungsunternehmens Baringa.
https://www.ft.com/
In der Times  sagt eine britischen Einzelhandelskette, es ist an der Zeit, einen landesweiten Notfall auszurufen und nennt die aktuelle Lage einen "Schwarzen Schwan"
https://www.thetimes.co.uk/
Das Odessa Port Plant (OPP) in der Ukraine, einer der größten Düngemittelhersteller Europas, stellt die Produktion angesichts steigender Gaspreise ein.
http://strana.ua
Und was machen unsere Politiker? Das Europäische Parlament droht, Nord Stream 2 in "Investitionsruinen" zu verwandeln
https://tass-ru.translate.goog/ekonomika/...e&_x_tr_pto=ajax,elem  

798 Postings, 3309 Tage Willi-T-BoneGrünen-EU-Abgeordneter warnt vor Investitionsruine

 
  
    
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18.09.21 23:07
Doch selbst wenn die Bundesnetzagentur den Betrieb genehmigen sollte, könne die EU-Kommission dem Projekt noch einen Strich durch die Rechnung machen, so Bütikofer. Sollte sie valide Argumente sehen, dass eine möglicherweise positive Entscheidung der Bundesnetzagentur gegen das europäische Energierecht verstösst, könnte die Pipeline laut Bütikofer eine «Investitionsruine» werden.

https://www.nzz.ch/wirtschaft/...tcval=124&trco=&reduced=true  

296 Postings, 1928 Tage damisoussherpa

 
  
    
18.09.21 23:07
du gräbst echt immer super infos aus - danke.  

816 Postings, 4152 Tage leslie007Notfallgespräche mit der Regierung

 
  
    
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18.09.21 23:41
Der britische Wirtschafts- und Energieminister Kwasi Kwarteng hat am Samstag einige der größten britischen Energiekonzerne Notrufe abgesetzt, da die Befürchtungen zunehmen, dass vier weitere Lieferanten in den nächsten 10 Tagen aufgrund der rekordhohen Gas- und Strompreise ausfallen könnten. Fünf kleinere Anbieter haben seit Anfang August ihre Geschäfte eingestellt, da die steigenden Großhandelspreise Unternehmen mit unzureichenden Absicherungsstrategien oder schwachen Bilanzen nicht in der Lage waren, die Kosten der zugesagten Energie zu decken. Unter den CEOs der größeren Anbieter wächst die Besorgnis, dass die fünf, darunter People's Energy und Utility Point, mit 570.000 inländischen Kunden zusammen nur die Spitze des Eisbergs sind.

Rekordgaspreise haben Auswirkungen auf die gesamte britische Wirtschaft , erzwingen die Schließung zweier großer Düngemittelfabriken im Norden Englands in dieser Woche und bedrohen die Versorgung mit Produkten von Fleisch bis Stahl.

https://www.ft.com/content/19fddb9d-8123-4f0c-9e46-909cac4a55b6  

816 Postings, 4152 Tage leslie007Energiekrise bekämpfen..

 
  
    
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19.09.21 01:40
schnell NS2 zertifizieren oder Russland dafür verantwortlich machen? Die Uhr tickt, die derzeitigen Verwerfungen hätte ich erst im Frühjahr erwartet. Ohne der Sanktionsmafia würde NS2 seit 1,5 Jahren laufen und bevor man Russland für unsere Energiekrise beschuldigt sollte man andere zur Rechenschaft ziehen.. Trump, die Grünen, NABU.. und Teile des Europaparlaments die wegen eigener Interessen unsere Industrie kaputt machen. In unseren Medien hört man davon nichts..  

10 Postings, 0 Tage SteffanBErstaunliche Grafik! Vielen Dank

 
  
    
19.09.21 06:12

242 Postings, 150 Tage MisfitGeld ohne Ende, aber....

 
  
    
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19.09.21 08:04
Crash-Propheten haben wieder einmal Hochkonjunktur.
Spätestens mit dem Bestseller ?Der größte Crash aller Zeiten?, sollte doch nun auch dem letzten Menschen auf Erden klar sein, dass eine Krise nie gekannten Ausmaßes unmittelbar bevorsteht!
Oder?
Tatsache ist, dass die Welt derzeit in Geldvermögen auf der einen, und Schulden auf der anderen Seite zu ertrinken scheint.
Während die Schulden der meisten Menschen unaufhörlich und exponentiell wachsen, erhöhen sich die Guthaben einiger weniger im gleichen Tempo.
Wer wollte daran zweifeln, dass dieses Spiel irgendwann enden muß?
Spätestens mit dem letzten Kreditnehmer, den man in Schulden bringen konnte, muß das Schuldgeldsystem doch zusammenbrechen!
So jedenfalls die zwingend erscheinende Logik der Untergangsanalysen.
Was diese und deren Anhänger übersehen, ist ein Marktteilnehmer, der sich theoretisch unbegrenzt verschulden, und somit ebenso unbegrenzt Geld in Verkehr bringen kann: die Zentralbank.
Im Zusammenspiel mit dem Staat, der immer neue Anleihen an die Zentralbank verkauft, kann diese theoretisch bis zum jüngsten Tag Geld drucken und in Verkehr bringen.
So gesehen sind die Bedenken, dass irgendwann einmal kein neues Geld mehr in Verkehr gebracht werden könnte, welches für das Überleben des Schuldgeldsystem zwingend notwendig ist, unbegründet!
Es wird nie, nie und nochmals nie am Geld mangeln!
Wo also ist das Problem tatsächlich?
Das Problem ist wieder einmal der Mensch selbst.
Denn so sicher die Zentralbank leistungslos entstehendes Geld in unbegrenztem Maße in Verkehr bringen kann, so sicher wird dieses Geld einer im Verhältnis zur eigenen Menge immer kleineren Menge realer Werte gegenüber stehen!
Diese Tatsache muß und wird früher oder später in einer Inflation des Geldes münden.
Erst kaum spürbar, dann mit immer größerer Geschwindigkeit, werden die Preise steigen.
Kommt diese Tatsache im Bewusstsein der Menschen an, wird das Vertrauen ins Geld zunehmend erodieren.
Und schließlich in einer Weigerung münden, wertlos gewordenes Geld als Bezahlung für eigene Leistungen oder Werte zu akzeptieren, was eine Hyperinflation und damit dem Zusammenbruch des Geldsystems zur Folge hat.
Und so endet die Allmacht der Zentralbank, unendlich viel Geld drucken zu können, genau an dem Tag, an dem die Menschen dieses Geld nicht mehr akzeptieren.
Wenn dir jemand erzählt, diesen Tag bereits heute zu kennen, dann solltest du das hinterfragen, auch wenn diesmal der aller, aller, aller größte Crash aller Zeiten vor der Tür steht.
In diesen Tagen passiert allerdings etwas, das den für das Kollabieren des Geldsystems notwendigen Vertrauensverlust der Menschen in schon sehr kurzer Zeit herbeiführen könnte:
Eine Ware, die jeder Mensch täglich braucht, auf die er nicht verzichten kann und deren inflationärer Preisanstieg inzwischen hyperinflationär zu werden droht, führt zeitgleich sehr vielen Menschen die Inflationierung und damit den Kaufkraftverlust ihrer Vermögen und Einkommen vor Augen: Energie.
Wenn die irrwitzig gestiegenen Energiepreise dieser Tage beim Endverbraucher angekommen sein werden, spätestens dann werden Millionen Menschen gleichzeitig des Wertverlust ihres Geldes realisieren. Dies wird das Vertrauen ins Geld schwer beschädigen und womöglich vollständig zerstört.
Denn wie ein anderer Forist, ich denke es war SousSherpa, vollkommen zutreffend anmerkte:
Gas kann man nicht einfach drucken!
Es ist also sehr gut vorstellbar, dass die derzeitige Energiekrise der schwarze Schwan ist, der das derzeitige Geldsystem erst schwer belasten und dann zerstören wird.
In diesen Zeiten in ein solventes Energieunternehmen investiert zu sein, dessen Heimatland zu den am wenigsten verschuldeten der Welt zählt, und das den womöglich wichtigsten Energieträger der Gegenwart verkauft, halte ich aus den genannten Gründen nicht für die schlechteste Idee.
Gas kann man nicht drucken.  

1044 Postings, 1117 Tage DocMaxiFritzSanktionen = Erpressung, aber....

 
  
    
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19.09.21 09:00
nicht alles liefern wollen zu einem vom Kunden festzulegenden, viel zu niedrigen, bisherigen  Preis ist einfach ein Schutz des Eigentums in der freien Marktwirtschaft. Diese wurde bisher von den Amis und EU in ungerechter Weise einseitig und unter fadenscheinigen Vorwänden zum Nachteil des Geschäftspartners (=GP) gebeugt. Aber dieser ist nicht mehr gewillt, sich ALLES gefallen zu lassen und es ist gut so.
Sollen doch die Amis liefern, wie sie es versprochen hatten und das sooooooo billig.
Für Russengas gibt es auf der Welt genug Abnehmer (z.B. in Asien).
So hat sich Europa selbst ins Knie ge.... indem es die Geduld des Kontrahenten überschätzte und von falschen Voraussetzungen  heraus ging.
Die Quittung kommt jetzt in der Form eines (aus der Sicht des Verbrauchers) zu hohen Marktnotierungen, die der Kunde noch deutlich in der Endabrechnung sehen wird, auch wenn er das bisher gar nicht bemerkt haben sollte.
WIR haben das schon freudig festgestellt und das ist (hoffentlich) erst der Anfang der neuen Geschäftspolitik aus der Sicht des Eigentümers der begehrten Bodenschätze.
Und wenn erst der kalte Winter/Herbst/Frühling kommen sollten, werden die aktuellen Preise - wie Peanuts erscheinen.

"ERDGAS-VERSORGUNG
Meinung: Deutschland ignoriert den Erpressungsversuch von Gazprom
Moskaus Bestreben, grünes Licht für die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 zu erzwingen, läuft bislang ins Leere. Denn die Öffentlichkeit hat die Preisexplosion auf dem Gasmarkt noch gar nicht bemerkt, meint Andrey Gurkov.

   
Vielzahl von großen Rohren und Absperrhähnen
Hier wird das Gas aus Nord Stream 2 übernommen und in die Pipelines auf deutschen Boden eingespeist

Was zurzeit auf dem europäischen Gasmarkt passiert, lässt sich gut mit dem Satz beschreiben: "Stell Dir vor, der Preis explodiert, aber keiner schaut hin". Dies muss sehr frustrierend auf die Chefs von Gazprom wirken, denn in Moskau hatte man sich eine clevere Erpressung der Europäer ausgedacht, aber diese sorglosen Kunden haben es nicht einmal bemerkt.

Der russische Staatskonzern verfolgt nämlich seit Monaten das offensichtliche Ziel, von den Europäern eine schnelle und bedingungslose Betriebserlaubnis für die Nord Stream 2 zu erzwingen. Denn um gleich beide Stränge dieser neuen Gaspipeline in vollem Umfang in Betrieb nehmen zu können, was den Energiemarktgesetzen der EU widersprechen würde, braucht Gazprom eine Ausnahmeregelung, die ihm bisher verwehrt blieb.

Europa geht ohne große Gasreserven in diesen Winter
Um seinem Anliegen Nachdruck zu verschaffen, hat Europas größter Gaslieferant den ganzen Sommer lang seine Speicher in der EU ausverkauft und gleichzeitig demonstrativ keine Transportkapazitäten durch die Ukraine und Polen zusätzlich zu den vertraglich fest vereinbarten gebucht. Das hat dazu geführt, dass wenige Wochen vor Beginn der Heizperiode der Füllstand der europäischen Speicher auf einem Rekordtief liegt und die Großhandelspreise auf im September regelrecht durch die Decke gegangen sind. Ein weiterer Grund für diesen Zustand besteht darin, dass LNG-Tanker mit Flüssiggas aus aller Welt monatelang hauptsächlich Asien ansteuerten, wo die Preise noch höher waren.

Gurkov Andrey Kommentarbild App
DW-Redakteur Andrey Gurkov

Europa steht somit vor diesem Winter ohne die gewohnten Gasreserven da. Wenn es also früher als gewöhnlich oder besonders lange kalt werden sollte, werden europäische Wärme- und Stromversorger höchstwahrscheinlich horrende Preise auf dem Spotmarkt zahlen müssen. Oder sie greifen verstärkt auf Kohle und Öl zurück, die sich dann auch verteuern würden. Diese Zusatzkosten werden die Firmen dann zumindest teilweise auf die Endverbraucher umlegen.

In dieser Situation meldete Gazprom Anfang September, dass Nord Stream 2 nun fertiggestellt sei. Und Moskau ließ die Europäer auf verschiedenen subtilen Wegen wissen (neuerdings beispielsweise über Putins Pressesprecher), dass die Versorgung Europas in diesem Winter sichergestellt wäre und die Preise ganz bestimmt fielen, wenn denn nur die komplette neue Pipeline möglichst schnell ans Netzt gehe.

Preisanstieg in der EU Thema in Russland
Sollte man in Moskau damit gerechnet haben, dass unter diesen Umständen die besorgten europäischen Endverbraucher ihre Regierungen enorm unter Druck setzen, so hat man sich gründlich verkalkuliert.

Es sind nämlich lediglich diverse russische Medien, die seit Wochen darüber berichten, dass die Europäer in diesem Winter entweder frieren oder ganz tief in die Tasche greifen werden. Dass die Preise für 1000 Kubikmeter Gas in der EU erst 600 Dollar erreicht hatten, dann die 750 hinter sich gelassen und auf die 800 zustürmten. Am 15. September dann die Meldungen: Es sind bereits 950, fast 1000 Dollar!

Kaum Reaktionen in deutschen Medien
Doch im Unterschied zu den russischen Medienkonsumenten hat die breite europäische Öffentlichkeit nichts davon mitbekommen und reagiert deshalb auf das Spiel von Gazprom auch nicht erwartungsgemäß. Das trifft im Besonderen für Deutschland zu, den mit Abstand größten Importeur russischen Erdgases.

Die deutschen Medien haben dem monatelangen Anstieg der Großhandelspreise in der EU kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Vor allem aber haben sie das jüngste spekulative Treiben auf dem Spotmarkt nahezu völlig ignoriert. Das Thema blieb vielleicht auch deshalb außen vor, weil deutsche Energieversorger Gas in aller Regel über längerfristige Verträge mit festen Preisen beziehen, die Preislawine also einfach noch nicht bei den Endkunden angekommen ist.

Infografik Karte Nord Stream 2 DE
Die Pipeline Nord Stream 2 ist vor wenigen Tagen fertiggestellt worden

Steilvorlage für Grüne und FDP
Sollten jedoch in nächster Zeit immer mehr Versorgungsunternehmen gezwungen sein, angesichts der sich abzeichnenden Gasknappheit ihre Preise anzuheben, könnte das Problem doch noch in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken. Das würde in Deutschland wohl gerade in die Zeit der Koalitionsverhandlungen nach den Wahlen am 26. September fallen.

Die Diskussion dürfte dann aber eine Wendung nehmen, die ganz und gar nicht im Sinne Gazproms wäre: Die Grünen, entschiedene Gegner der Pipeline, hätten eine Steilvorlage, um ihrer Forderung nach einem Stopp des Projekts Nachdruck zu verleihen. Und auch den Liberalen von der FDP dürfte der Erpressungsversuch des russischen Staatsmonopolisten kaum schmecken. Beide Parteien werden bei der Bildung der künftigen deutschen Regierung mit großer Wahrscheinlichkeit mit am Tisch sitzen.

Wie wurde diese Abhängigkeit von Russland möglich?
Daher wird sich die Diskussion garantiert nicht darum drehen, wie man beiden Strängen der Nord Stream 2 möglichst schnell eine Betriebserlaubnis erteilt, obwohl das den Preisdruck sicherlich mindern würde. Stattdessen werden wohl Forderungen nach einer noch schnelleren Energiewende laut werden, um die offensichtliche Anhängigkeit von russischen Energielieferungen zu reduzieren.

Bestimmt wird man sich auch fragen, wie es dazu kommen konnte, dass die größten Erdgasspeicher in Deutschland und Österreich unter die Kontrolle eines vom Kreml kontrollierten russischen Unternehmens gerieten. Möglicherweise kommt zunächst der Vorschlag, künftig den privaten Speicherbetreibern gesetzlich einen hohen Mindestfüllstand zu Beginn der Heizperiode vorzuschreiben.

Daher sollte man sich in Moskau vielleicht sogar freuen, dass Deutschland den russischen Erpressungsversuch bislang ignoriert. Das erspart Gazprom vorerst viel Ärger auf seinem größten Absatzmarkt, auf dem man ohnehin schon intensiv darüber nachdenkt, wie man den Ausstieg aus den fossilen Energien beschleunigen könnte.  

128 Postings, 132 Tage moonbeam@Gasversorgung/Erpressung

 
  
    
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19.09.21 09:51
Meine Befürchtung geht in die gleiche Richtung, der Wunsch Russland nach mehr Macht für es in eine Sackgasse. Möglicherweise lassen sich kurzfristig hohe Gewinne erzielen, aber je höher der russische Druck, je intensiver wird die Reaktion des Westens. Man wird Ausweichmöglichkeiten finden und seine Systeme schneller optimieren und verbessern. Russland hat dann nichts mehr zum Gegensteuern, denn dass einzige was es vermag ist seine Ressourcen zu verkaufen. Und dies eben auch nur zu vertretbaren Preisen.
Die Theorien von Misfit sind vielleicht teilweise bzw. theoretisch zutreffend, aber Niemand weiß wirklich, ob und vor Allem wann der Geldmarkt seine Grenzen erreich!? Und wenn, befinden wir uns in einer völlig anderen Welt, die man sich lieber nicht wünschen sollte! Und in einer solchen Welt wären ganz andere Dinge wichtig, es auch ziemlich naiv zu glauben, dass man dann alleine mit einem Gasmonopol wesentliche Macht erlangt.
Wir können also nur hoffen, das RUS und der Westen einen freundlichen Ausgleich finden, zumindest, wenn wir noch eine Weile von unseren Aktien profitieren wollen. Den ansonsten wäre GP, zumindest die Aktie! einer der ersten, die in den verhärteten Fronten untergehen.  

2318 Postings, 463 Tage SousSherpaHohe Energiepreise werden zum Standortrisiko

 
  
    
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19.09.21 09:54
Es muss ja nicht mal gleich zum großen Crash kommen, sondern es reicht nicht mehr konkurrenzfähig zu sein und durch fortlaufende politischen Fehlentscheidungen und bewußte Zerstörung der heimischen Industrie alle seine Standortvorteile verspielt zu haben und schon ist es aus mit der ehemals drittgrößten Exportnation: ?Die hohen Strompreise werden zum zentralen Standortrisiko? (Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr, über die unsichere Zukunft des Freihandels und die Standortprobleme deutscher Unternehmen)
https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/...ortrisiko/27570424.html

Das gilt alledings nicht nur für Deutschland alleine - siehe UK schon wieder im panischen Krisenmodus mit Notfallsitzungen über das Wochenende. Die Stahlindustrie wird nun mit voller Wucht getroffen: Energiekrise, gestörte Lieferketten, fehlende Nachfrage da kaputte Automobilindustrie, Baukrise in China, etc.... https://www.zerohedge.com/markets/...s-default-will-spread-rest-world
Wäre ich White Oak würde ich es mir nun dreimal überlegen, ob ich in einer solchen drohenden Insolvenzsituation noch das Stahlimperium in den UK refinanzieren würde: "The latest from Sanjeev Gupta?s steel empire and the ramifications for the UK industry: GFG-owned companies employ roughly 35,000 people"
https://inews.co.uk/news/business/...ions-for-the-uk-industry-1164327
Credit Suisse and Sanjeev Gupta Extend Stillstand
https://www.finews.com/news/english-news/...ensill-hearing-stillstand  

128 Postings, 132 Tage moonbeam@hohe Energiepreise

 
  
    
19.09.21 10:10
Hohe Energiepreise beschleunigen den Ausbau der regenerativen Energien (https://m.tagesspiegel.de/politik/...tps%3A%2F%2Fm.aktiencheck.de%2F)
Der Energiepreis ist natürlich auch in wichtiger Standortfaktor, so dass auch hier mit Innovationen zu rechnen ist.  

242 Postings, 150 Tage Misfit"Niemand weiß, wann der Geldmarkt

 
  
    
19.09.21 10:13
seine Grenzen erreicht." Das ist exakt das, was ich schrieb.  

128 Postings, 132 Tage moonbeam@misfit

 
  
    
19.09.21 10:32
Stimmt und ich habe mir noch ein "ob" erlaubt  

5755 Postings, 842 Tage immo2019Hätte ich nicht ordentlich GAZ gekauft

 
  
    
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19.09.21 11:29
müsste ich mir nun sorgen machen
 

2318 Postings, 463 Tage SousSherpaIEA Energieverbrauch in Deutschland nach Quelle

 
  
    
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19.09.21 11:37

2318 Postings, 463 Tage SousSherpaKosovo Entscheidung wird interessant

 
  
    
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19.09.21 11:52

4531 Postings, 7619 Tage Nobody IIArtikel der Grünen

 
  
    
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19.09.21 14:06
Von heute, Bütighofer ist cool.

Entflechtung und alternativer Anbieter soll einspeisen können, ist doch möglich, sind doch zwei Stränge. Wenn sich noch jemand findet, der aus Russland Gas einspeisen möchte, geht los.
Und unsere Annalen sieht politische Spannungen bei Inbetriebnahme. Ich sehe auch Spannungen, wenn das Wetter noch frischer wird. Und zwar innenpolitische. Die CO2 Steuer wurde ja schon erhöht,...

So ein paar Traumtänzer. Nichts haben und auf die Reihe bringen, aber anderen sagen was richtig oder falsch ist.  
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Gruß
Nobody II

10715 Postings, 1822 Tage raider7Dass nun einige Betriebe Bankrott gehen

 
  
    
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19.09.21 14:07
ist ganz normal denn Gaspreise sind um ein paar 100% gestiegen und die Kunden hatten sich an billiges Gas gewöhnt was nun zu Ende ist

Gas ist nun ein gefragtes Produkt und es gibt immer weniger davon bei steigender Nachfrage+++++ ausser Deutschland haben alle anderen Länder ihren Gas verbrauch gesteigert

Deshalb Gas nicht mehr billiger werden wird eher teurer

Und auch wenn die NS2 in Betrieb geht wird das Gas nicht billiger ausser den 10-20% feste Verträge die eigene Spielregeln haben.

80% des Russengas werden am Spotmarkt verkauft und da wird der Preis nicht mehr sinken denn

denn Gazprom weiss genau was sein Gas nun Wert ist und das dürfte um die 1000$ liegen und die die das nicht verkraften die werden wegfallen und andere werden das übernehmen.!?  

4531 Postings, 7619 Tage Nobody IIQuelle

 
  
    
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19.09.21 14:07

10715 Postings, 1822 Tage raider7Zb wird der Zwischenhandel

 
  
    
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19.09.21 14:13
nun Reagieren müssen denn die Stecken sehr viel Geld in ihre eigenen Taschen und bezahlen üppige Dividenden

Und auch der Staat wird die steuern etwas reduzieren müssen..

Und die wollen auf Kosten von den Russischen Bodenschätze ihre Kassen schön voll machen.!?

Und wenn "DAS"  Geregelt ist sind alle wieder glücklich..  

10715 Postings, 1822 Tage raider7Russland wird nun sein Gas

 
  
    
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19.09.21 14:19
zu einem angemessenem EIGENEM Preis verkaufen und das muss jeder akzeptieren..

Und dem der das zu teuer ist kann ja in Katar oder USA einkaufen

Der Westen hat ja immer Reserven laut Brüssel..hehehe

Russland muss nun Gewehr bei Fuss reagieren und seine Ziele einfach durchsetzen..

Gas für Geld.Basta  

10715 Postings, 1822 Tage raider7Und was die NS2 angeht

 
  
    
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19.09.21 14:29
sollte Gazprom ein erstes Mal klar + Deutlich sagen dass die Ukraine Pipline in 2024 ((( VERSCHROTTET ))) wird+++++ was sie bisher noch nicht gesagt wurde

Deshalb der Westen immer noch glaubt da was verändern zu können, mit berechtigung.!?

Einfach sagen dass dann verschrottet wird in 2024 dürfte doch nicht schwer sein und der Westen wäre in dieser angelegenheit aus den Rennen..

Aber anscheinend brauchen die Russen diese Hausgemachten Probleme.!?

https://...72j47wydgjy--teknoblog-ru.translate.goog/2021/09/19/113698

 

2318 Postings, 463 Tage SousSherpaIEA: Weiter steigende Erdgaspreise erwartet

 
  
    
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19.09.21 14:46
Die steigenden Erdgaspreise in Europa werden "in den kommenden Wochen" anhalten, warnt die IEA
https://www.zerohedge.com/commodities/...ist-next-days-and-weeks-come
Europäische LNG-Hersteller stellen Produktion unter Berufung auf Erdgaspreise ein;
https://www.naturalgasintel.com/...ort-lng-still-offline-the-offtake/
Steigende Energiepreise könnten Europas Wirtschaft lahmlegen
https://oilprice.com/Energy/Natural-Gas/...ipple-Europes-Economy.html
Chinas Wachstumspotenzial für den Gasverbrauch ?atemberaubend?
https://oilprice.com/Latest-Energy-News/...th-Potential-Stunning.html  

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