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Rund um den Dax

Seite 1 von 59
neuester Beitrag: 04.01.21 07:08
eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord Anzahl Beiträge: 1457
neuester Beitrag: 04.01.21 07:08 von: Arileta Leser gesamt: 419669
davon Heute: 64
bewertet mit 10 Sternen

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7299 Postings, 3568 Tage ChartlordRund um den Dax

 
  
    
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01.01.14 23:21
Die Beträge zu diesem Thema sollen sich sowohl mit dem Dax selbst als auch mit einzelnen Werten aus diesem Index beschäftigen. Es soll dabei auf die Auswirkungen des Marktes auf den einzelnen Wert als auch auf den Index insgesamt geachtet werden. Das heisst nicht, dass hier jede kleine Kursveränderung eines einzelnen Wertes zur Sprache kommen soll, sondern nur solche, die von wesentlicher Natur sind, das heisst, dass sie auch über den Charakter einer kurzfristigen Kursschwankung hinaus gehen sollen.

Die Beiträge sollen unter dem Gesichtspunkt einer langfristigen Kapitalanlage abgefasst werden, die jedoch Chancen einer kurzfristigen Kapitalanlage durchaus berücksichtigt. Wichtig ist mir dabei, dass das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland verfolgt wird und - soweit von Belang - auch das jeweilige ausländische. Die Beiträge sollen sich von den Beiträgen in dem Thread zur Europäischen Finanzpolitik dahin gehend unterscheiden, dass hier die Wirtschaft den Blickwinkel bestimmt, der jedoch auch von der Politik geprägt werden kann.

Der Chartlord  
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1431 Postings ausgeblendet.

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordBeschlossen und verkündet

 
  
    
05.06.20 02:06
Es ist nicht der ganz große Wurf. Man könnte es mit einem 5er Pasch vergleichen, der nur knapp unter dem Höchstwert liegt und somit ein recht gutes Ergebnis darstellt. Durch die temporäre Absenkung der Mehrwertsteuer werden breiteste Zielgruppen und Zielbereiche erreicht, die durch die 6-monatige-Dauer über einen anhaltenden Zeitraum kein Strohfeuer entfachen, sondern nachhaltig in die regulären Wirtschaftsabläufe eingreifen und die Rezession der Pandemie wieder auf den Weg zurück in die Normalität führen. Das wird kein so schneller Weg sein wie es sich die Börse vorstellt, aber erst recht keine andauernde Rezession, die sich mindestens solange hinhält wie die Pandemie selbst andauert.

Mit der Möglichkeit wieder in den Urlaub zu fahren wid auch sofort wieder das Verbrauchervertrauen zurückkehren, das zumindest zu den Urlaubsorten hier in Deutschland auch das Vertrauen in unsere medizinische Versorgung in unseren Urlaubsorten übernimmt. Das wird so vorerst kein Nachbar anbieten können. Damit ist aber auch schon diese deutsche Branche wieder auf dem Weg in eine nie dagewesene Normalität, die da heisst, dass der beste Urlaub in Krisenzeiten im eigenen Land ist und bleibt. Noch sind die Sommertemperaturen nicht auf dem Höchststand, aber das wird sich im Laufe dieses Monats ändern. Dann sind auch die jetzt noch eingeschränkt buch- und belegbaren Hotels in Deutschland vielleicht noch nicht alle voll geöffnet, aber zur maximalen Belegung wird nicht mehr viel fehlen.

Sind erst alle voll geöffnet, so hängt alles vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Ausgebucht werden alle sein. Aber nur wenn die dann noch immer notwendigen Regeln eingehalten werden, wird das auch so bleiben. Man kann jetzt schon grob hochrechnen, dass beim gleichbleibenden Verlauf (=einschließlich der erfolgreichen Eindämmung ausbrechnder Herde wie den Fleischfabriken) irgendwann zwischen Ende August und Mitte Oktober die Pandemie völlig ausklingt. So schnell werden unsere Nachbarn nicht sein.

Zeitlich wird das etwa zur gleichen Zeit sein, wenn das nächste Schuljahr beginnt.

Einziges Problem könnte es für die deutschen Gutmenschen werden, wenn sich die moslemischen Migranten als nicht zu unserer Gesellschaft zugehörig beweisen wollen und voller Verachtung von Gesundheit und Leben der hier lebenden Deutschen die Verhaltensregeln nicht einhalten wollen. Rechtsstaatliche Menschen wissen damit umzugehen. Aussondern und dauerhaft isolieren, und soweit es geht abschieben.
Wegen der Mißachtung der Verhaltensregeln hier ist auch eine Abschiebung in Coronagebiete anderer Länder möglich.

Dann steht einer erfolgreichen Rückkehr in die Normalität nichts mehr im Wege.

Der Chartlord
 

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordAlle Zeichen stehen auf Sturm

 
  
    
13.06.20 03:34
Wir stehen kurz vor dem Beginn einer neuen Zeitrechnung in der Weltwirtschaft.
Auch wenn viele (oder die allermeisten) das bislang nicht erkannt haben, so fehlt uns Deutschen nur ein ganz klein wenig Zeit, in der die Eindämmung wie gehabt fortgesetzt wird, und damit der zeitliche Vorsprung vor fast allen Konkurrenten weltweit in Geschäftstätigkeit umgesetzt werden kann. Egal ob Autobau, Maschinenbau, Konsum oder was auch immer. Der Faktor Wiederaufnehme der Geschäftstätigkeit ohne Konkurrenz oder mit Konkurrenz aber in Pandemie führt zu fatalen Auswirkungen bei allen Kunden. Alleine schon der Kontakt zu Infizierten wird aus gesundheitlicher Vorsicht zur Einstellung der Geschäftsverbindungen führen. Damit fallen die voreilig wieder hochgefahrenen Konkurrenten in die Nicht-mehr-lohnende-Zone der Geschäftstätigkeit zurück. Von dort müssen die ausländischen Firmen zusehen wie deutsche Firmen immer mehr marktbeherrschend werden.

Und ausgerechnet in der Tourismusbranche wird es beginnen. Hier wird sich zuerst zeigen, dass genau diese erwähnte Vorsicht genau die deutschen Urlauber "befallen" wird, die weltweit die meistumworbenen Kunden überhaupt sind. Aber diesmal bleiben die Deutschen zu Hause. Daran wird auch keine noch so fadenscheinig zurückgenommene Reisewarnung für die EU etwas ändern, denn wer von uns will schon auf Malle ohne Ballermann in Quarantäne ? Bis unsere Nachbarn so weit wie wir sind, ist der Sommer vorbei und höchstens die Nachsaison kann am Mittelmeer noch für Schadensbegrenzung sorgen. Aber das wird nicht ausreichen um die Wirtschaft um uns herum wieder zu beleben. Viele Firmen werden pleite gehen, während wir bei uns an die hier veränderten Verhältnisse gewöhnt haben und trotz unseres riesigen Exportes das jetzt schon viel größere Standbein der Binnenwirtschaft weiter vergrößern, so dass unsere einstmalige Abhängigkeit von den Exporten längst durch Konsum und heimatliche Bauwirtschaft abgelöst worden ist. Und der Hammer ist, dass es selbst während der höchsten Pandemie hier bei uns nicht zum Nachlassen der Bauwirtschaft gekommen ist. Alleine die unverminderten Aufträge der öffentlichen Hand haben den Auftragsbestand fast unvermindert hochgehalten.

Und selbst unbeabsichtigte Investitionen hier in Deutschland (allen voran TESLA in Brandenburg) werden die deutsche Wirtschaft so fördern, dass zwar die Überschüsse an die Anleger aus Übersee gehen werden, die Arbeitsplätze jedoch entstehen hier und stehen nicht nur in Konkurrenz zu den deutschen Autobauern sondern auch zu den Fabriken in den USA, und das zu allen dortigen Marken. Es ist nämlich der Faktor Nachfrage, der bislang zu Verkäufen als amerikanischer Export geführt hat, der vormals die dortigen Arbeitsplätze gesichert hatte, der aber nun von den Leuten aus Berlin und Brandenburg eingenommen wird. Alleine das wird einen erheblichen Teil der zu erwartenden Kündigungen der deutschen Autobauer auffangen.

Jetzt und in den kommenden Monaten werden wir es merken, was es wirklich Wert war an der schwarzen Null festzuhalten. Und wir werden es nach der Pandemie wieder würdigen, wenn wir das wieder fortsetzen werden. Ich weiss nicht, wie oft ich vom Nullzins und der schwarzen Null hier geschrieben habe, aber die Zeit ist da und bestätigt meine Beiträge. Und diesmal gehe ich noch weiter und sage den Untergang der amerikanischen Wirtschaft voraus. Außer den Grundnahrungsmitteln und minimalen Ummsätzen an Billigprodukten wird es auf Jahre kein Wirtschaftswachstum mehr geben, weil dort die Nachfrage nur durch superreiche Menschen einsetzen kann, die aber über keinen echten Bedarf verfügen, weil sie ohne hin schon gesättigt durch Waren sind. Ein 15. Handy wird sich keiner dort kaufen und ein einziges nur wer überhaupt Arbeit hat.

Die Katastrophe in den USA kommt erst nach der Pandemie, wenn die Menschen weiter arbeitslos bleiben und ihre auf Pump gekaufen Häuser verlieren. Aber arbeitslos und obdachlos wird gar nicht mehr eingestellt. Dann werden die Nachfahren der Auswanderer genau so dastehen wie die augewanderten Vorfahren, oder vielleicht noch schlechter, weil es damals die Arbeit in einer wachsenden Gesellschaft gab, die heute fehlt. Gleichzeitig ist der Ausblick in den USA und in der EU grundverschieden, weil wir hier mit der Förderung sauberer Energien genau die Nachfrage immer weiter drosseln, die in den USA noch mit die einzige Branche ist, die mit Öl und Gas wenigstens etwas zum BIP beiträgt. Nur davon werden wir immer weniger abnehmen. Deswegen ist auch die zusätzliche Förderung der Elektromobilität genau der richtige Weg aus der Abhängigkeit von Lieferungen von Trump, Putin und dem Iran usw. Die Umwelt spielt da wirklich nur die x-te Geige. Mit jedem Elektroauto (und übrigens auch mit jedem Elektrofahrrad) steigert sich die Nachhaltigkeit der deutschen Wirtschaft, da das benötigte Aufkommen für Energie immer weniger und immer günstiger wird. Das werden wir schon sehr bald wieder in unseren Geldbörsen merken. Das wird der Zeitpunkt sein, ab dem wir wieder anfangen werden unsere schwarze Null zu pflegen, aber dann noch stärker als zuvor.

Sollte es zu einer zweiten Welle in den USA kommen, die hier bei uns ausbleibt, so müssen wir damit rechen, dass wir unseren einstmaligen größten Handlspartner verlieren. Das wird uns aber kaum jucken, da der Binnenhandel immer weiter zunehmen wird. Was aber dann für uns "gefährlich" werden kann, ist der Handel mit China. Die werden ihre jetzt schon restriktiven Handelsbeschränkungen weiter vergrößern, insbesondere, wenn mit dem Handel eine pluralistische Verhaltensweise gefordert und fehlende Rechtsstaatlichkeit angeprangert wird. Auf mittelfristige Sicht wird sich der Handelskrieg von den USA und China auf uns - besonders auf uns in Deutschland - verlegen. Aber auch da sind wir am längeren Hebel, denn China erkauft sich das Wachstum nur mit Exporten, die man hervorragend als Druckmittel ausnutzen kann, weil wir immer weniger exportabhängig sind und sein werden. Da ist es ein Zeichen von überragender Weitsicht Huawei beim Ausbau unserer Infrastruktur nicht zu beteiligen - egal wie spionagelastig die sind.

Der Chartlord

 

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordIn Zeiten wie diesen

 
  
    
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17.07.20 13:04
ist es besonders schwer und aufwendig zu den übergeordneten Wirtschaftsangelegenheiten zu schreiben.
Zu außergewöhnlich und obendrein umfangreich sind die Faktoren, mit denen wir es jetzt zu tun haben.
Alleine die neuerlichen Aufkaufprogramme der EZB haben eine enorme Wirkung gerade jetzt, wo sich die Aktienmärkte wieder vom Pandemieeinbruch erholen und die Wiedererholung von der Pandemierezession einpreisen. Das wird jetzt zusätzlich enorm unter ein Feuer gelegt, das ganz lange brennen wird, wie man den heutigen Zahlen der Inflation von "satten" 0,3% entnehmen kann.

Auch wenn wir in Deutschland die schwarze Null zu den Nullzinsen aufgegeben haben, so entsteht daraus keine wirtschaftliche Überhitzung in Deutschland (und in Europa schon gar nicht). Zumindest für den Rest dieses Jahres muss man abwarten wie sich die Lage in Deutschland wieder entspannt, denn die restliche Welt (!) kann da nicht mithalten. Das bedeutet, dass wir uns selbst am eigenen Schopf aus dem Sumpf herausziehen müssen und das auch noch erfolgreich schaffen werden. Unsere Exporte sind nicht umfänglich genug um Wirtschaftsimpulse für eine Erholung auszusenden, die dafür groß genug sind. Dafür aber steht die Binnenwirtschaft viel fester da, als noch zu Beginn der Pandemie erwartet. Besonders die Bauwirtschaft hat gar keinen Einbruch erlitten, sondern ganz im Gegenteil im Mai sogar noch weiter steigende Baugenehmigungen verzeichnet. Das ist inzwischen so umfangreich, dass das die gesamte Wirtschaft in Deutschland antreibt.

Unterstützt wird dieses Szenario nicht etwa durch die sinnlose weil zu geringe Mehrwertsteuersenkung. Nein, der ebenso treibende Faktor ist der Binnenkonsum, der alleine schon deswegen besonders umfangreich ist, weil anders als in allen Zeiten zuvor so gut wie gar keine Deutschen sich über das ganze Jahr verteilt im Ausland aufhalten und somit hier konsumieren. Und genau das sind aber Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen und/oder Vermögen. Vom Umfang her entspricht das ca. 1,5 Mio. Menschen, die den Konsum um 3 bis 4 % anheben.

In dieser Lage soll, wird und muss die EU auch ihre Hausaufgaben machen. Ob die heute beginnende Tagung der Regierungschefs dazu beiträgt darf man ruhig bezweifeln. Jeder, der sich nicht blind stellt, sieht, dass es Italien und Spanien "nicht so gut geht" um es mal zu beschönigen. Und jeder, der sich taktisch etwas auskennt weiss, dass es nicht nur diese beiden sind, die keine neuen Kredite aufnehmen, die ja schon bewilligt sind, weil die abwarten ob und bis die dummen Deutschen ihre Schulden übernehmen. Wer sparen kann - wie die Deutschen bei der Agenda 2010 -, der liefert nicht nur den Beweis sondern auch das Alibi für seine sparunwilligen Nachbarn, dass der auch für die Schulden seiner Nachbarn einstehen kann.

Voraussetzung : Er muss nur dumm genug sein.

Doch leider gibt es noch ausreichend deutsche Bürger, die darauf nicht eingehen werden. Der inhaltliche Schulterschluss, der auf die Einhaltung des Verbotes der Schuldenverallgemeinerung in der Gemeinschaft besteht, treibt die politischen Mehrheitsverhältnisse in Deutschland ganz schnell und weit aus der linken Ecke, in der Frau Merkel die Bürger weitestgehend getrieben hat. CDU/CSU, FDP, Teile der Grünen und vor allem die AfD haben im Bundestag soviel Einfluss, dass jeder Versuch das Verbot zu umgehen abgelehnt wird. Nächstes Jahr sind Bundestagswahlen und keine dieser Parteien wird wegen dieses Rechtsbruchs, der auch vom Verfassungsgericht zurückgepfiffen werden wird, massive Wählerstimmen verlieren wollen.

Welche Rolle die "Merkwürdigen 4" dabei spielen werden ist nicht klar, denn ihre Denkansätze haben zwar ähnliche Ziele, verfolgen aber unterschiedliche Vorgehensweisen, die nicht aufeinander abgestimmt sind. Der wichtigste Faktor jedoch ist, dass es sich bei dieser jetzt anstehenden Regelung für den EU-Haushalt und die Wirtschaftsförderung um die letzte Gelegenheit auf viele Jahre handelt die Italiener zum Sparen zu zwingen. Nicht die Italiener haben den Europäern die Pistole auf die Brust gesetzt, sondern die Europäer den Italienern, denn bei den jetzt anstehenden Entscheidungen muss Einstimmigkeit vorhanden sein, was bei der laufenden Finanznot der Italiener früher oder später zum Zahlungsausfall führen wird, somit sind sie es die in Wirklichkeit gezwungen sind den Sparmaßnahmen zuzustimmen, weil es andernfalls keine Kohle aus Brüssel geben wird. Der Fairness halber muss man aber festhalten, dass es dabei nicht gestattet ist, den Italienern vorzuschreiben, wofür sie ihre Gelder verwenden dürfen. Einzig das Haushaltsvolumen muss verbindliche Einsparungen aufweisen.

Bleiben also die Sparsamen sparsam, so drehen sie nicht nur den Italienern den Schuldenhahn zu, sondern auch Frau Merkel den Spielraum zum Rechtsbruch. So schwer es ihr auch fallen wird, so wird sie sich der Einstimmigkeit beugen müssen, auch wenn 4 kleine Länder viel weniger Europa verkörpern als Italien. Und nur das ist gut so.

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordDer Anfang vom Ende

 
  
    
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21.07.20 21:12
Jawohl, sie sind hart geblieben.
Jawohl, sie sind sparsam geblieben.
Jawohl, sie haben beharrlich auf Rechtsstaatlichkeit gepocht.

Doch genützt hat es ihnen nicht.

Sie wurden alle gewaltsam unter der Wucht der Stimmen Deutschlands und Frankreichs weichgemerkelt.

Dafür haben wir eine Übereinkunft für die finanziellen Vorgehensweisen und der Blockademöglichkeit bei Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit.

"Doch sie werden alle betrogen.
Es wurde noch ein Rechtsbruch geschaffen. Tief in den juristischen Gedankengängen schmieden die dunklen Rechtshüter in Karlsruhe einen Meisterspruch um sie alle zu strafen. Ein Recht nicht zu brechen !
Der Reihe nach werden die Abmachungen unter die Überprüfung der deutschen Verfassungsrichter gelangen.
Und einige Politiker leisten schon Widerstand. Ein letztes Bündnis aus Rechtstreuen und Bürgerlichen kämpft schon jetzt gegen die Horden der finsteren Verschuldung." (Frei nach dem Vorspann aus HdR Teil 1)

Egal wie man es nennt, die Vergemeinschaftung oder die gemeinsame Schuldenaufnahme sind der Bruch des ausdrücklichen Verbots der Vergemeinschaftung von Schulden. Solange wir in Deutschland nicht "polnische Zustände" beim Bundesverfassungsgericht bekommen, solange wird jede Klage gegen diese Vereinbarung immer erfolgreich sein. Eine in sich konterkarierende Haltung, die einerseits aus vorgehaltenen Gründen die wirtschaftliche Not bekämpfen will, andererseits aber die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit in den Ländern durchsetzen will. Da wird man schnell merken, dass man zuallererst selbst die Rechtsstaatlichkeit einhalten muss, bevor man Schulden gemeinsam machen will.

Ich habe keine Ahnung wie lange das parlamentarische Verfahren, das für die Umsetzung dieser Einigung in Brüssel dauert, aber schon jetzt werden die Klageschriften verfasst, die nach dem in Kraft treten (vorher ist das nicht zulässig!), in Karlsruhe eingereicht werden. Nur anders als im Falle der letzten Entscheidung über die Aufkäufe der EZB, die keine Auswirkung auf die Umstände gehabt haben, wird es jetzt richtig schwer für die deutschen Parlamentarier. Sollten diese Kredite aufgenommen werden, wird das Bundesverfassungsgericht dahingehend eingreifen, dass der Bundestag verpflichtet wird entweder die nationale Zustimmung zu verweigern und entsprechend den deutschen Anteil (nur den darf das Bundesverfassungsgericht bescheiden) innerhalb einer Frist zur Zurückforderung dem Bundestag vorlegen. Rechtliche Grundlage dafür ist das ausdrückliche Verbot in den römischen Verträgen.

Da aber gleichzeitig eine Vermischung dieser Kredite und Zuschüsse mit dem europäischen Haushaltsrecht stattfinden soll, wird der entsprechende Anteil Deutschlands als rechtswidrig eingestuft und zur Neufassung dem deutschen Bundestag vorgelegt. Der kann - nein muss - dann dafür sorgen, dass das EU-Parlament unter Beachtung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts seinen Haushalt neu beschliesst. Bis dahin sind und werden die deutschen Zahlungen an Brüssel zumindest unter Vorbehalt gestellt oder sogar ganz eingestellt.

Sollte sich dagegen herausstellen, dass sich jedwede Haftung immer nur auf das Land erstreckt, das die Kredite und/oder Zuschüsse in Anspruch nimmt, so wird dieser Schuldenschub ganz Südeuropa verarmen. Aber kein Wunder, waren es vor vielen Jahrhunderten die Goten, die Hunnen und die Vandalen, die Rom geplündert haben, so sind es seit 60 Jahren die Italiener selbst, die ungehemmt in die Staatskasse greifen. Und weil dort schon lange kein Geld mehr drin ist, werden auch die Schulden mit abgegriffen. Und das sollen die dummen Deutschen bezahlen. Nur haben Merkel´s Weichlinge die Rechnung ohne das Bundesverfassungsgericht gemacht. So kann es ironischer Weise dazu kommen, dass die römischen Verträge durch Rom nicht gebrochen werden können, Rom aber selbst dafür aus diesen Verträgen ausscheiden muss, weil die Zahlungsunfähigkeit zwangsläufig das Ende der Beteiligung an der EZB und der Kreditaufnahme zur Folge hat.

Anders als viele denken, wird es ein Rettungsschirm für Italien oder Spanien nicht geben.
Alle, die jetzt auf die Rettung der europäischen Wirtschaft hoffen, werden durch zwei Faktoren bitter enttäuscht.
Der erste Faktor tritt auf jeden Fall ein, denn selbst wenn die zweite Welle der Pandemie ausbleibt, so ist damit nicht gesichert, dass die Wirtschaft ungehindert ihre Tätigkeit wieder aufnehmen kann. Genau das Gegenteil ist der Fall. Viel zu viele Betriebe können nur mit Vorsichtsmaßnehmen arbeiten, das aber hat zur Folge, dass ein zu großer Teil des wirtschaftlichen Einbruchs auch mit noch so viel Geldern immer erhalten bleibt. Der zweite Faktor ist der viel zu sorglose Umgang mit den Lockerungen. Man braucht nur eins und eins zusammenzählen und das bereitgestellte Geld wird alleine schon wegen der sehr bald wieder anzuordenen Maskenpflicht, Abstandsregelungen und Lock-Downs gar nicht den zugedachten Empfängern zu Gute kommen.

Erst wenn die Südeuropäer einsehen, was sie zu beachten haben, kann das Pandemiegeschehen verändert werden. Aber bis dahin sind die wirtschaftlichen Schäden irreparabel. Der Warnschuß, der von der erneuten Schliessung des Ballermanns ausgeht, ist zumindest jetzt noch nicht erkennbar angekommen.

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordEs hat etwas länger gedauert

 
  
    
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03.08.20 00:31
Das Europaparlament war sich durch die Bank und durch alle Fraktionen nicht einig wie es mit den Beschlüssen der Regierungschefs umgehen sollte. Aber trotz Pandemie und Ferienzeit hat sich inzwischen herausgestellt, dass das Ende des Weichmerkelns gekommen ist, selbst wenn es bedeuten sollte, dass komische Mehrheiten sich zusammenrotten müssen um das durchzusetzen. Es ist jetzt schon klar erkennbar, dass das "bürgerliche Lager" trotz aller Unterschiede sich nicht zu einem Internierungslager Merkelscher Rechtsstaatsbrüche manipulieren lassen wird. Egal, was die kommenden Verhandlungen noch bringen, die Retourkutsche für die deutsche Kanzlerin steht jetzt schon fest geschrieben und gerade heute wird gemeldet, dass der deutsche Innenminister diesem zuvor kommen will und wird. Es geht um die "europäische Lösung" der Migrantenfrage. Hier hat sich eine ganz große Koalition der Grenzschließer zusammengeschlossen, die es nicht zulassen werden, dass Mutti einfach von sich aus die Grenzen öffnen darf - auch gegen den Willen der anderen Europäer.

Hier wird Deutschland dem Asylgedanken seiner Nachbarn nachgeben müssen oder es läuft wieder auf eine Erpressbarkeit dieser Nachbarn hinaus, die jedoch nicht nur gegen Deutsachland aufmucken, sonden offen rebellieren. Hier wird es das eigentlich erste Mal sein, in dem die deutsche Europapolitik den Forderungen unserer Nachbarn nachgeben muss und wird. Ansonsten würde die EU unter dem Diktat der deutschen Definition, was Solidarität ist und sein soll, auseinanderbrechen. Unter der Lupe betrachtet ist das auch einer der zentralen Gründe, warum die Engländer gegangen sind.

Innerlich stehen auch schon die Franzosen bereit dem bunten Treiben deutscher Demokratur ein Ende zu setzen. Ob das unter dem gegenwärtigen Zögling Merkels oder der Nazitussi stattfindet, hängt davon ab, wie viel Vertrauen Macron noch besitzt. Corona hat da eher die Abwartestellung verlängert als irgend eine Meinung bevorzugt oder bestätigt. Da jeder die langsamen Mühlen Brüsseler Bürokraten kennt, dürfte damit auch hinreichend Bekanntschaft mit dem Umstand vorhanden sein, der aus dem Ende der EU keinen Schnellschuß machen wird, der ein Ende mit Schrecken ist, sondern wie gewöhnlich in ein Schrecken ohne Ende zum Erhalt der Bürokratie durch die Ausschüsse umgewandelt wird.

Sobald es um den Erhalt dieser Posten geht, sind sich alle Fraktionen einig.

Der Chartlord



 

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordDer Verbraucher schlägt zurück

 
  
    
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05.08.20 02:23
Der Run auf die Elektroautos hat begonnen.
Ob es an der Pandemie liegt oder nur am Verbrauchervertrauen auf das Vorhandensein ausreichender Ladestationen ist egal, denn inzwischen ist die vorhandene Reichweite so deutlich über dem durchschnittlichen täglichen Bedarf, dass es schon ausreicht nur noch gelegentlich zur Ladestation zu fahren. (Natürlich nur wenn zu hause keine vorhanden ist)

Selbst der jetzt in Coronazeiten beginnende Camping-Boom wird darin eingebunden und die notwendige Stromversorgung in und durch den Campingplatz für die Ladezyklen eingebunden.

Nuoch sind zwar längst nicht alle Bestellungen produziert geschweige denn ausgeliefert, aber zur Sicherung der statlichen Förderung schlagen die Verbraucher jetzt voll zu und liegen für Juni und Juli deutlich über den Erwartungen. Die zusätzliche Senkung der Mehrwertsteuer ist hier genau richtig und hat voll ins Schwarze getroffen. Auch wenn der Ausbau der landesweiten Ladestationen nur langsam voran kommt, weil er gegen den Willen der Benzinlobby stattfindet, bleibt der Trend jedoch erhalten und sorgt nachhaltig akkumulierend dafür, dass der Benzinverbrauch immer weiter abnimmt. Man erkennt das an der Rohölblase, die zwar für künstlich gepushte Preise für den unraffinierten Rohstoff sorgt, aber nicht an die weiter im Keller befindliche Nachfrage der Fertigprodukte angepasst ist.

Diese Blase wird durch die längst steigenden Zulassungszahlen weltweit zum platzen gebracht. Einerseits werden extrem viel weniger Autos insgesamt verkauft, andererseits ist der Anteil der echten Elektroautos schon so hoch, dass der vorhandene, im Betrieb befindliche Anteil prozentual viel größer ist als es die reinen Zulassungszahlen ausmachen würden. Schließlich darf man nicht vergessen, dass es nur Verbrennungsautos sind, die ständig verschrottet werden und immer weniger durch Schadstoffverursacher ersetzt werden. Bleibt der Trend, so werden es alleine in Deutschland in diesem Jahr über 200 000 Elektroautos sein, die neu zugelassen werden. Das aber ist ein so sehr relevanter Wert, der die Verbrauchszahlen der Benzinlobby tangiert, dass der Ölpreis so nicht mehr länger gezockt aufrecht erhalten bleiben kann. Während der jetzt laufenden Ferienzeit wird sich das noch nicht an den Zapfsäulen auswirken, aber ab Oktober wird der Preis wieder in Richtung einen Euro fallen.

Hier baut sich langsam aber sicher ein riesiger Vermögensspielraum in Deutschland auf, der gerade durch die Personengruppe am stärksten getragen wird, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft am meisten trägt - dem Mittelstand. Kommen wir gesundheitlich auch nur halbwegs vernünftig durch die Krise, so werden wir anschliessend eine neue Art von Wirtschaftswunder erleben, das sich nicht an hoch gelogenen Technologien der digitalen Startup-Brachen orientiert, sondern einfach nur an elementaren ökologischen Finanzeinsparungen. Niemand braucht Wirecard oder selbst-fahrende Autos, die von chinesischen oder amerikanischen Softwarespionen durchleuchtet werden. Wir fahren da ruhig lieber selber und sparen unser Geld dafür, dass wir es auch weiterhin in bar ausgeben können.

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordDie Rückkehr des Aufschwungs

 
  
    
06.08.20 11:24
Mit den neuesten Zahlen zum Auftragseingang der Industrie, die im Juni mit über 27% im Plus lagen, ist ein so deutlich über den erwartungen liegender Auftragseingang jetzt auch neben der Bauwirtschaft vorhanden, so dass auch für diesen Zeitraum vor den Sommerferien jetzt schon abgesehen werden kann, dass nach dem Ende der Ferien die Wirtschaft wieder voll auf das Gaspedal drücken kann und wird. Der jetzt gemeldete Wert ist so hoch, dass es schon fast nur noch einen Wert geben kann, der darüber liegt, und das ist die volle Auftragslage wie vor der Pandemie.

Nur darf man nicht erwarten, dass der Einbruch quasi auf einen Schag wieder ausgeglichen wird. Das wird über mehrere Monate andauern, aber jetzt schon erkennbar nicht so lange wie von vielen befürchtet. Ich gehe davon aus, dass schon ab September auch der Arbeitsmarkt darauf reagieren wird und die Arbeitslosigkeit wieder abnehmen wird. Auch wenn es jetzt teilweise nicht danach aussieht, so ist die Vernunft in Deutschland so weit verbreitet, dass es zu einer echten "zweiten Welle" der Pandemie, die auch diese Bezeichnung verdient, gar nicht erst kommen wird. Für dieses Jahr wird sich dagegen der Umstand, dass Urlaub in Deutschland gefragter als je zuvor ist, noch positiv herausstellen, dass ursprünglich erwartete Einbrüche ins gegenteil umgeschlagen sind. Hier braucht man nur den Faktor Zeit abwarten, der besonders zum Ende der Ferienzeit und in der Nachsaison erhebliche Zuwächse auf Sicht des ganzen Jahres einbringen wird. Hier werden sich noch viele Deutsche im September und Oktober sagen, dass ein später Urlaub in Deutschland besser ist als eine Infektion im Ausland.

Was aber noch wichtiger ist, ist der Umstand, dass die Beliebtheit des Urlaubs in Deutschland noch weiter zugenommen hat und in den nächsten Jahren zu vollen Buchungen/Reservierungen führen wird. Das wiederum stärkt unsere Binnenkonjunktur.

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordDas Ende der Fahnenstange

 
  
    
09.08.20 00:21
Sieht man sich den Chart des Rohöls sowohl im WTI als auch im BRENT im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Superbenzinpreis an, so stellen wir fest, dass genau das jetzt eingetreten ist, wovon ich schon mehrfach geschrieben habe. Die Zocker des Rohöls haben gegen den Verbrauch der raffinierten Produkte gezockt. Sowohl das Kerosin der Flieger als auch das Superbenzin bzw. das Diesel der Autofahrer sind immer noch weit, weit unter dem Verbrauch vor der Pandemie. Gleichzeitig beginnt der weltweite Verkauf der Elektroautos, der immer im direkten Zusammenhang mit dem Verschrotten der Benziner gesehen werden muss, nachhaltig und dauerhaft den Verbrauch und somit die Nachfrage weiter abzusenken.

Es ist ein in die eigene Tasche gelogenes Märchen, dass die unterwegs befindlichen Elektroautos nur zur angeblichen "Ergänzung" der Fahrbedürfnisse der Benzinfahrer benutzt werden bzw nur in der Freizeit. Genau das Gegenteil ist der Fall. Dieses Gegenteil geht sogar wegen der Pandemie soweit, dass schon in sehr wenigen Jahren damit gerechnet werden kann, dass der Minderverbrauch der Rohölprodukte die gegenwärtige CO2 Panik(mache) erledigen wird, weil zum jetzigen Zeitpunkt nicht damit gerechnet werden konnte, dass die Umstellung (=Abschaffung der CO2-Mobilität) weltweit zu einer so gut wie ausschließlichen Elektromobiltät führen wird. Statistisch gesehen führt die Nachfrage zu einer Kurve, die in Form einer Hyperbel führt. In dieser Lage wirken nämlich beide Faktoren gleichzeitig. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und die immer weniger lohnende Produktion von Verbrennungsautos. Dadurch steigt die gesamte Automobilbranche viel schneller um als sich das die Leute heute vorstellen können.

Lagen die Vorstellungen vieler Politiker noch bei einer Beendigung der Zulassungen von Verbrennungsfahrzeugen um das Jahr 2030 herum, was aber eher als unrealistisch früh eingestuft wurde (eher 2035 oder 2040), so kann man jetzt schon davon ausgehen, dass die Produktionsstränge für Benzinfahrzeuge spätestens ab 2025 weder modernisiert noch fortgesetzt werden. Schon vor diesem Datum wird sich die Branche völlig auf die e-Mobilität konzentrieren und die Produktionen darauf ausrichten und umstellen. Die Hersteller haben begrifen, dass der Verbraucher ganz genau hinschaut, ob und wie die gegenwärtigen Nutzer mit den vorhandenen Ladestationen auskommen. Der Ausbau geht zwar nur langsam voran, wird aber im Verhältnis zur benötigten Menge längst bald ausreichend vorhanden sein. Schießlich braucht nicht jedes Auto seine eigene Ladestation. Die Reichweite ist längst von der Batterietechnologie ausreichend hergestellt worden.

Dazu kommt der künstliche Schub durch die staatlichen Zuschüsse, die genau jetzt zum bestmöglichen Zeitpunkt gewährt werden, weil jetzt die Verbraucher feststellen, dass es sich jetzt lohnt umzusteigen. Alle relevanten Umstände werden ab jetzt diesen Umstieg nur noch weiter rechtfertigen. Ich weiss nicht, ob es in diesem Zusammenhang ein Zeichen von Weitsicht oder Glück ist, dass TESLA ausgrechnet jetzt und hier die Riesenfabrik in Brandenburg baut. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass auf der Zeitschiene die Produktion genau dann anlaufen wird, wenn die erste Welle der Nachfrage ihren Höhepunkt erreicht und dafür sorgen wird, dass sich das nicht wieder umkehren wird. Und das unabhängig davon wie gut oder schlecht diese Autos sind. Der Wettbewerb mit den den deutschen Weltmarktführern wird zwangsläufig dazu führen, dass sich TESLA´s Qualität den Vorgaben der deutschen Hersteller anpassen muss.

(Ich bin mir nicht sicher wie da TESLA´s Fabriken in den USA mit den eigenen Anlagen in Deutschland mithalten können. Hier gelten deutsche Qualitätsnormen und Arbeitsschutzbestimmungen, die in den USA zumindest vorläufig nicht beachtet werden. Der amerikanische Verbraucher jedoch wird schnell feststellen, dass es einen Unterschied gibt, und dass selbst TESLA Made in Germany nur in Germany herstellt.)

Germany first

Der Chartlord  

63 Postings, 171 Tage AllistiaLöschung

 
  
    
09.08.20 05:44

Moderation
Zeitpunkt: 09.08.20 19:52
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für für immer
Kommentar: Spam

 

 

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordFast vergessen

 
  
    
19.08.20 00:49
In Zeiten der Pandemie gerät der unendliche Verhandlungsmarathon zum Brexit immer mehr in den Hintergrund und zur Nebensächlichkeit. Es interessiert kaum noch jemanden, ob sich die Briten den europäischen Bestimmungen und Richtlinien unterwerfen wollen oder nicht. Da während der Pandemie der Export sowieso drastisch eingeschränkt wurde, ist das der Ausgangspunkt von dem aus alle sehen wie es danach bei einem harten Brexit laufen würde. Damit können wir leben. Aber damit werden die Briten nicht überleben können. In der am Dienstag begonnenen Verhandlungsrunde sollen angeblich auch die Fischereirechte auf der Tagesordnung stehen.

Nur das interessiert auch immer weniger Menschen, da diejenigen, die frische Plastiktüten essen wollen, zu ALDI an die Kasse gehen und nicht frisch mit Microplastik angereicherten Kabeljau vom Fischmarkt zu horrenden Preisen kaufen.

Der Fairness halber muss man aber zugestehen, dass die Briten jetzt in die Lage versetzt worden sind, wie es bei einem funktionierenden Brexit laufen würde. Die Völkerwanderung des 21. Jahrhunderts hat längst begonnen; und nach 16 500 Briten, die sich in Deutschland 2019 eingebürgert haben, werden es in diesem Jahr deutlich über 20 000 sein.

Schon jetzt ist es dem britschen Wähler klar, dass er einer Lügenkampagne aufgesessen ist, die so erheblich falsche Versprechungen im Wirtschaftsbereich gemacht hat, dass man kein Hellseher sein muss um die jetzt noch viel drastischeren Folgen zu befürchten, die durch die Pandemie noch viel deutlicher und nachhaltiger bleiben werden. Der Lebensstandart ist jetzt schon kräftig gesunken, kann aber noch mit der Pandemie als Begründung ertragen werden. Nur für die Rückkehr zu halbwegs alten Werten braucht man den Export in die EU, die jedoch faktisch jetzt schon ausgeschlossen ist. Da die europäischen Produktionsstandarts beim Import der Briten keine Rolle spielen, weil sie viel strenger sind, bleibt den Briten nichts weiter übrig als die (dann=jetzt) teureren Preise zu bezahlen. Noch geht das, aber schon ab dem 1.1.2021 wird das Pfund abgewertet werden, und die britschen Verbraucher werden längst nicht mehr alle in der Lage sein sich die europäischen Produkte zu leisten. Von Autos und anderen Luxusgütern ganz zu schweigen.

Da man nackten Menschen nicht in die Tasche greifen kann, wird der britischen Regierung auf mittlere Sicht (= nach 2021) nichts weiter übrig bleiben als die Steuern für den Mittelstand und die Wohlhabenden und Reichen drastisch zu erhöhen. Das trifft dann diejenigen, die eigentlich vom Brexit profitieren wollten und zu ganz großen Teilen dafür gestimmt haben. Wenn es hart kommt, so steht England schon 2030 wieder vor der Tür Europas und bittet um Beitritt. Wenn es nicht so hart kommt erst 2040.

Ich kann nur hoffen, dass die Europäer dann soviel gelernt haben, dass sie die Briten nur unter Beitritt zum Euro wieder aufnehmen.

Noch haben die Briten keine Zölle auf europäische Waren verhängt, aber die leeren Kassen werden das erzwingen.
Sollten zu den Produktionsstandarts auch noch Gegenzölle verhängt werden, dann wird umgetextet :

STARVE BRITANNIA ! Britannia starve all day. Britons never, never, never will be free.

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordVor dem Umbau

 
  
    
20.08.20 11:50
So kurz vor dem Umbau des Dax werden die Gewichtungen der einzelnen Aktien, die im Index verbleiben aktualisiert.

Dabei fallen vor allem die Aktien auf, die trotz der Pandemie ihre Geschäfte verbessert haben. Diese Gewichtung wird auch auf die neue Delivery Hero angewendet. Zusammen mit der Post sind es diese beidern Aktien, die den Index deutlich stärker gegenüber den anderen Indizes anheben werden als es die pandemiebedingten Leidensgenossen bislang vergeblich versucht haben. Zu stark ist die Wirtschaftsbelastung geblieben und zu gering die eigentlich jetzt laufende Erholung.

Dabei spielt der Auftragseingang der deutschen Wirtschaft ordentlich mit, denn wie gerade gemeldet ist dieser im 1,4% gestiegen.
Doch muss man davon ausgehen, dass das hauptsächlich dem Baugewerbe geschuldet ist, das keine Pandemiebelatung zu spüren bekommen hat und mit vollem Boom weiterbaut. Die Rekordzahl an Baugenehmigungen spricht Bände, und wird wegen der schon extrem langen Wartezeit auch für eine nachhaltige Wirtschaftsleistung über 2022 hinaus sorgen. Die übrigen Bereiche werden sich wieder erholen, müssen aber zusehen wie die jetzt entlassenen und von der Baubranche aufgenommenen Arbeitskräfte wieder besschafft werden. Der Facharbeitermangel hat sich auch in Coronazeiten nicht vermindert.

Die Zahlen für die Ausbildungsplätze in diesem Jahr werden stark verzerrt sein und sich erst nach den Schulabgängen nach der Pandemie wieder normalisieren.

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordNach dem Umbau

 
  
    
03.09.20 01:01
Es waren Monatsanfang und die Erklärung der Fed zu den künftigen Zinsänderungen, die dafür gesorgt haben, dass der Dax erst mit einiger Verzögerung auf den Umbau reagiert hat und ein neuerliches Verlaufshoch erreicht hat.

Dabei ist der Euro gegenüber den meisten Währungen deutlich gestiegen. Gleiches gilt auch für das Gold und den Ölpreis, jedoch nicht in dem Maße wie für den Wechselkurs. Der heutige Rücksetzer in diesen Bereichen ist nur etwas Dampf, der aus dem Druckkessel gelassen wurde. Wir haben es hier mit einem weltweiten Phänomen zu tun, das unterschwellig aus und in allen Weltwirtschaften zu erkennen ist. Überall droht die Pandemie die Lähmung der Wirtschaft weiter in die Länge zu ziehen, selbst in Frankreich oder gar Spanien sind die Zustände wieder auf dem Weg zurück zum vollen Lockdown.

Nur in Deutschland nicht !

Die Deutschen fahren in den Urlaub, sogar in Krisengebiete wie dem Balkan, feiern wie immer auf Ballermann (der ja für die Deutschen überall ist, wo man feiert) stecken sich zu Tausenden an, und planen trotz anschließender Quarantäne den Beginn des nächsten Schuljahres und gehen inzwischen wie gewohnt zur Arbeit, auch wenn noch nicht alle Vollzeit arbeiten. Die ganze Welt nimmt das mit ergriffenem Schweigen zur Kenntnis. Die Vergleichszahlen scheinen irgendwie so aus dem Ruder gelaufen zu sein, so dass die Wirksamkeit oder besser die Tödlichkeit der Pandemie nicht für die Deutschen zu gelten scheint. Wir schreien ja schon auf, wenn wie jetzt gerade an einem Tag 11 ( in Worten E L F ) zusätzliche Todesopfer hinzu gekommen sind und nicht wie sonst in den letzten Tagen so ein bis drei. Nur daraus macht sich die Weltwirtschaft gerade ihren Reim daraus.

Unterschwellig wird schon jetzt davon ausgegangen, dass wir Deutsche die zweite Welle der Pandemie gerade überstanden haben, weil sich jeder ausrechnen kann, dass die Hauptbelastung gerade durch die Urlauber zu Stande gekommen ist, die aber inzwischen zum allergrößten Teil schon wieder (ggf. sogar angesteckt !) zurückgekehrt sind. Schaut man sich den Verlauf der pandemischen Statistik der letzten Wochen an, so lässt sich schon jetzt mit täglich steigender Wahrscheinlichkeit eine Überwindung einer zweiten Welle ablesen, die gegen Ende des August ihren Höhepunkt bereits erreicht hatte. Für die Zukunft aber bedeutet das, dass wir in Deutschland keine weiteren Wellen mehr fürchten müssen, da bekannter Maßen die zweite Welle immer die größte ist, und alle nachfolgenden nicht mehr den Umfang und die Dauer der zweiten Welle erreichen werden.

Für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft jedoch bedeutet das, dass wir einsam und alleine Vorreiter der kommenden Erholung sind und bleiben, da alle anderen Länder noch nicht den Peak der zweiten Welle erreicht haben. Das aber stärkt die D-Mark, die nicht mehr nur in Deutschland als Zahlungsmittel zugelassen ist sondern in der EU. Die Münzen und Scheine sehen zwar etwas anders aus als früher und tragen als Codenamen "Euro", sind aber genau so werthaltig wie immer. (grins) Da spielt es keine Rolle, dass und ob Christine ständig weiter frisches Geld druckt und in die Märkte pumpt. An der Stärke der D-Mark ändert das nichts, zumal gerade die neuesten Zahlen der Kernteuerung veröffentlicht worden sind, die auch für den deutschen Raum eine negative Inflation vorweisen. Selbst unsere französichen Nachbarn haben sich daran gewöhnt, dass sie dem Währungsverbund der stärksten Währung überhaupt beiwohnen.

Das aber sind die Faktoren, die die Börsen langsam aber immer sicherer in die Kurse einpreisen. Die deutsche Wirtschaft hat mit den letzten Zahlen vom Arbeitsmarkt die klare Trendwende eingeläutet, die trotz Urlaub und Pandemie wieder fast normale Zahlen aus dem August gemeldet hat. Dazu nimmt die Zahl der Kurzarbeiter deutlich ab. Die Bauwirtschaft hat sogar in der Ferienzeit ein neues Allzeithoch an neuen Baugenehmigungen erhalten und den Rattenschwanz der Wartezeit bis zum Baubeginn entsprechend verlängert. Der Einzelhandel ist auf einem guten Weg, auch wenn die Läden längst nicht an die Vorcoronazeit anschliessen können.

Ein ganz anderer Faktor wird erst im Laufe dieses Monats einsetzen :
Das ist der Beginn der Nachsaison an den deutschen Urlaubsküsten (Ostsee, Nordsee und Mallorca). Besonders Nord- und Ostsee werden auch ohne Badeurlaub ihren starken Zuwachs an Beliebtheit mit in den Herbst nehmen. Für immer mehr Deutsche ist Erholung nicht mehr gleich Sonnenbrand und die Meeresluft lässt sich auch ohne Suff am Strand besser inhalieren. Gleichzeitig mutieren wir als Volk immer mehr und stärker zu Kochgenussfanatikern, die schon anfangen zu meckern, wenn der gepflückte Salat länger als eine Stunde in der Küche lag. Das tägliche "Meckertraining" für alle, die es besser machen (kochen) können, findet ja in aller Öffentlichkeit in der Küchenschlacht statt. Das wirkt sich passiv auch auf die Urlaubsziele aus, die sich der gehobenen (=abgehobenen) deutschen Küche angenommen haben. Hier verderben zuviele "Sterne" nicht den Brei, sondern erziehen das Volk zu gesünderen Feinschmeckern. Die Legionen der Nachkocher der Fernsehrezepte weisen das aus.

(Ich spekuliere da nicht, dass einst eine Zeit kommen wird, in der wir Deutsche nicht mehr nur eine Mittelmeerinsel in unseren Herzen anektiert haben, auf der man mit Euro bezahlt, deutsch spricht, deutsches Bier trinkt und deutsches Essen verspeist. Ich rede von einer Zeit, in der man als Deutscher anstelle des Notrufes 110 nur zwei Zahlen (= Hawaii 5-0) wählen muss, in der dann auf diesen Vulkaninseln der uneheliche, deutsche Sohn von Commander Steve McGarret kommt um einen zu retten. Rein sportlich ist diese Produktionsstätte von Ironmännern schon jetzt fest in unserer Hand. Ich habe da keine Zweifel, dass wir auch auf Hawaii einen Ballermannbeach bekommen werden. Anstelle von Sangria hätten wir auch mit Pina Colada keine Schwierigkleiten, schliesslich macht der Strohhalm die Birne.)

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordB R E X I T

 
  
    
16.10.20 00:58
Es ist Mitte Oktober 2020 und jetzt beginnt sich auf den letzen Metern der Verhandlungen zu einem Brexitabkommen klar und deutlich herauszustellen, dass es nur einen einzigen Grund für die Briten gab, gibt und geben wird aus der EU auszutreten.

Es ist die Spekulation auf das Rosinenpicken.

Selbst haben die Briten natürlich nichts anzubieten, also was sollten die Europäer denn außer der Einhaltung der europäischen Spielregeln einfordern ? Fischereirechte ? Wohl kaum, denn auch nach britischen Fischereirichtlinien sind die Fangzeiten nur noch sehr eingeschränkt möglich um die Überfischung zu verhindern. Verbraucherschutz ? Na klar, denn kommt es hart auf hart, so wird nicht mehr der EuGH darüber entscheiden. Nur das wird niemand in Europa zulassen, weil das das Ende der EU wäre, wo jeder das machen kann, was er will.

Die Rechnung wird auf jeden Fall der britische Steuerzahler bekommen, nur bleibt die Frage, ob es nicht deutlich billiger gewesen wäre als Einzahler seinen Tiel in die Brüsseler Kasse abzuführen als jetzt nicht mehr zahlen zu müssen, aber dafür viel mehr an Einbußen im Warenverkehr einzustecken, die nicht an anderer Stelle ausgeglichen werden können, denn die Importnot einerseits und die Abwanderung qualifizierter und gut bezahlter Arbeitskräfte werden auch nach der Pandemie die Versorgungslage für die Normalverbraucher auf der Insel dramatisch verschlechtern.
Rein taktisch haben die Briten praktisch alles auf die eine Karte gesetzt, mit der sie politischen Druck auf Deutschland ausüben wollten, in der Hoffnung dass Angela Merkel wegen des lieben Friedens nachgeben wird. Doch leider ist das mehr als gründlich in die Hose gegangen. Zum einen gibt die Kanzlerin nicht nach, zum zweiten wird der französiche Staatspräsident seinen Standpunkt niemals verlassen und die europäischen Restriktionen gegenüber den Briten noch stärker anwenden lassen als die Deutschen, und drittens ist inzwischen nicht mehr der Opa aus der Mitte der Präsident der europäischen Kommission sondern Eisenmutti aus der niedersächsischen Dynastie der Albrechts.

Sie vor allem hat vor Augen, dass der Brexit niemals so erfolgreich sein darf, dass er als Beispiel oder gar Vorbild für andere Länder wird.
Hier werden die britischen Wähler, die damals für den Brexit gstimmt haben, so zusammengepresst, dass das, was dann noch übrig bleibt, nicht einmal die Kosten des Austritts decken wird. Wirtschaftliche Veränderungen wie die Umstellung auf Elektromobilität oder den Ausstieg aus der Kohle werden sich die Briten nicht mehr leisten können, mit fatalen Folgen, denn sowohl atomgetriebene als auch CO2-verbrennende Wirtschaftszweige werden in Europa nicht mehr sehr lange ihre Produkte anbieten dürfen. Einzige Hoffnung liegt in Schottland, die genügend Windenergie erzeugen könnten, wenn sie nicht so europafreundlich eingestellt wären. Wenn sich hier die Engländer in eine fatale Abhängigkeit begeben würden, dann droht ihnen eine erneute Abstimmung oder der Strom würde abgeschaltet.

Und nicht nur das. Die britischen Wähler haben aus ihren Fehlern gelernt, und haben nur noch nicht den Mut zu einer Rolle rückwärts. Dennoch wissen sie schon, dass es bei der nächsten Abstimmung, so sie denn käme, nicht nur um die Zugehörigkeit zur EU gehen würde, sondern erst recht um den Faktor, der einen nochmaligen Brexit unmöglich machen würde. Das ist die Einführung des Euros. Für einen großen Teil der Briten ist das schon jetzt der Preis, den sie gerne für die Auhebung des Brexits bezahlen würden. Allerdings noch nicht für die Mehrheit, auch wenn die schon nicht noch einmal für den Brexit stimmen würde. Noch geht es den Briten nicht schlecht genug, aber Frau Merkel und der Euro werden das schaffen, was Admiral Dönitz und die Rudeltaktik nicht geschafft haben. Den schleichenden Untergang der britischen Wirtschaft.

(Die deutsche Invasion der Insel hat längst stattgefunden und schneller und weitreichender Verbündete auf der Insel gefunden als vor langer Zeit die Sachsen, die zu Angelsachen wurden. Jetzt gibt es die ALDI-Briten und die werden es nicht zulassen, dass man ihnen die deutschen Produkte aus den Läden wegnimmt. Da wird man eher den vereinigten Staaten von Deutschland beitreten und an der Kasse bei ALDI mit Euro bezahlen. Oder, wer die Möglichkeit hatte, ist schon längst auf dem Festland bei uns eingebürgert - und das sind schon Zehntausende.)

Auch wenn ich als Postaktionär langfristig aufgestellt bin, so ist es doch die Pandemie, die meine Aufstellung einzig und allein bei der Post zu sein nicht das erste - dafür aber das umfassendste Mal rechtfertigt, und alle anderen Anlagestrategien als minderwertig nachweist. Noch lässt sich nicht sagen, ob und/oder wann sich die Wirtschaft wieder erholen wird, aber vorerst haben wir in Deutschland die richtigen "Lockerman" unter den Ministerpräsidenten. Jeder kann hier in den Foren nachlesen, dass ich lange Wochen vor den deutschen Trumpetern die Maskenpflicht gefordert habe. Da hiess es noch von den Politikern, sie seien wirkungslos oder überflüssig. Offensichtlich haben schon viele vergessen, dass Söder und Lascht und Merkel und auch das RKI noch lange vor Trump das Maskentragen verworfen haben.
(Trump hatte daran noch nicht einmal gedacht.)

Es lässt sich nicht sagen, wie sehr sich die Pandemie auf den Brexit auswirken wird, weil alle betroffen sind. Aber mit jedem Tag Pandemie ist die Ausrichtung der Post (auch auf die Insel) ein wachsender Faktor, der auch durch einen harten Brexit nicht gestört wird, weil die Nachfrage nach den Gütern nur durch Transport befriedigt werden kann. Da werden auch Strafzölle notgedrungen vom Verbraucher gezahlt. Wann die Paketflut noch zusätzlich durch die Order von weltweit über 8 Milliarden Impfdosen angeheizt wird, steht in den Sternen, aber ohne diese Ampullen wird es mit der Wirtschaft ziemlich schlecht aussehen. Noch profitieren wir vom faktischen Nullzins bei unbeschränkter Geldpresse. Doch Geld kann man nicht essen, und die Wirtschaft muss sich wieder richtig erholen. Bedenklich ist nur, dass der Kernzins für die Lebenshaltung in Europa trotz der Geldschwämme sogar ins Negative gefallen ist. Das verbietet jeden Gedanken an Zinsanhebungen auf Jahre. Umgekehrt ist der Nachweis der erfolgreichen ersten Staffel der Aufkäufe durch die EZB, die längst beendet war, ein Hinweis der Wirtschaft selbst, dass das Risiko nicht nur gering ist, sondern auch erfolgreich geschultert werden kann.

Langfristig muss man von der Beendigung der Pandemie ausgehen, doch dann steht eine Veränderung der Energieversorgung auf viel niedrigerem Kostenniveau (Strom statt Benzin, Gas und Kohle) auf der Agenda, die die ganze Wirtschaft betreffen wird. Das ist vom Volumen her so extrem, dass der Inflationsdruck ins Negative noch sehr viel mehr verstärkt wird, weil alle Erzeugerpreise und Transportkosten deutlich niedriger sein werden als jetzt. Dann kann es sein, dass wir finanzpolitisch ganz neue Wege einschlagen müssen um eine extreme Form der Deflation zu verhindern :

Deutlich höhere Steuern für überdurchschnittliche Einkünfte.
(Aber das werden wir uns dann leisten können.)

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordWas erwartet uns ?

 
  
    
03.11.20 01:01
Ein neuer Lockdown ist ausgerufen, die Wahl in den USA steht kurz bevor und auch die Verhandlungen zum Brexit haben kein konkretes Ergebnis gebracht.

Nun, es war eigentlich klar, dass es keinen Brexitvertrag geben kann, da jeder Inhalt bedeutet, dass genau dieser Inhalt die Rosinen sind, die sich England erfolgreich herausgepickt hat. Daher wird es bei einem No-Deal bleiben.

Anders dageggen ist es bei den Präsidentschaftswahlen der Amis.
Trump gegen Biden; das ist Not gegen Elend. Jeder, der sich ernsthaft mit den politischen Inhalten beider Kandidaten auseinander gesetzt hat, der weiss, dass beide richtig schlechte Kandidaten sind, wobei Trump nicht nur schlecht sondern auch noch obendrein schlimm ist.
Jeder Europäer darf nicht erwarten, dass sich an den schlechten Zielen etwas ändert - höchstens an den schlimmen. Senile Opas wählt man nicht in ein Präsidentenamt. Aber genau daran erkennt man, dass in den USA römische Verhältnisse eingetreten sind, wo das Kapital entscheidet, wer dieses Präsidentenamt kaufen kann.

Und genau das ist wie damals wieder die Stunde der Germanen.
Nur anstelle von völkerwanderndern Stämmen sind es diesmal unsere stärker werdenden Einflüsse auf die regionale Wirtschaft der USA. Wir bauen unsere Fabriken dort, während es nur amerikanische Händler sind, die die Produkte der Welt vertreiben, aber immer weniger (besonders jetzt auch immer weniger Flugzeuge) amerikanische Produkte nachgefragt werden. Die einzige Ausnahme davon könnte TESLA werden, wenn die Fabrik in Brandenburg deutlich vor den deutschen Elektrofahrzeugen ihre Lieferungen aufnimmt. Andernfalls werden auch die deutschen Autobauer gerade wegen der noch anhaltenden Förderung auch diese letzte nachgefragte Ware überholen. Apple jedenfalls ist schon wegen des gesättigten Marktes nicht mehr der große Umsetzer.

Waren es noch vor der Pandemie die deutschen Automobilfabriken in den USA, die die Richtung der amerikanischen Realwirtschaft bestimmten, so ist jetzt noch der Generalangriff Deutschlands auf den amerikanischen Verbraucher hinzugekommen. Nein, eher das öffentliche Bekenntnis der amerikanischen Verbraucher zu den deutschen Waren bei ALDI beginnt den Binnenmarkt der Amis zu bestimmen. Nicht nur wegen der einheimischen US-Produkte, die in ALDI-Qualität von regionalen Erzeugern angeboten werden, sondern und besonders die aus Deutschland eingeführten Produkte sind extrem nachgefragt. Selbst die Baubranche, die eigentlich Trumps Heimspiel sein sollte, wird immer mehr zu deutschem Stahl- und Zementabsatz umgewandelt. Schiffe werden nicht in den USA sondern in Korea als riesige, leere Frachtbüchsen oder von der Meyerwerft als Luxusliner in Papenburg gebaut. Ich muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass es die deutschen Auffassungen sind, die sich als nächstes in den letzten US-Wirtschaftsbereich ausbreiten werden, der bislang noch fast völlig unberührt davon ist.

Die Rede ist vom amerikanischen privaten Hausbau.
Das, was die Amis so "Häuser" nennen, wird bei uns bestenfalls als große Laube angeboten, wenn überhaupt.
Echte Häuser aus Stein können sich so gut wie gar keine Amis leisten. Folglich werden auch nur sehr wenige angeboten. Doch das wird sich jetzt ändern. Immer mehr deutsche Anbieter gehen auf den amerikanischen Markt mit Hilfe von riesigen 3D Druckern, die Fertighäuser nicht mehr als Lauben aus Holz sondern aus Gußbeton anbieten. Und die Kosten dafür sind nur noch ein Bruchteil der Kosten des Holzbaus.
Egal welches start-up die Häuser anbietet, den Beton werden alle bei Heidelbergzement oder einer Tochter kaufen müssen.
Die Nachfrage dafür wird riesig sein, denn dann endlich werden alle amerikanischen "Schnarchflüchtlinge" ihre Ruhe haben, wenn sie aus dem Ehebett ins Nachbarzimmer flüchten und nicht mehr unter dem Schnarchschalldruck auf alle Holzbalken des Hauses leiden müssen.
Dann endlich hat das Leben in Mitten eines Schnarchklangkörpers ein Ende.

L O C K D O W N !!!

Du hast viel geweint,
dein Atem kalt, im Tod vereint.
Will dich tragen und nicht wagen "Maske runter" nur zu sagen :

Lockdown, Lockdown macht mich zum Coronaclown.

Wir sind schon zu lang zusammen,
in Atemnot, am AHA-Verdammen.
Lebenslustig, lebenswürdig und im Alter
eingeschlossen - viel zu bürdig.

Lockdown hat die Alten schlimm verhaun.

(Frei nach Deutschland von Rammstein; eine derartig schwere Kost hat es in der weltweiten Kultur erst einmal annähernd gegeben. Das liegt schon Jahrzehnte zurück, war damals nicht in Ton und Bild sondern nur in Schrift. Allerdings auch in Deutschland und von Franz Kafka auf Deutsch)

Ich möchte an dieser Stelle nicht näher auf die jetzt als sinnlos nachgewiesenen Maßnahmen der Pandemiebekämpfung eingehen, und nur die Frage stellen, wie oft wir noch das Hin und Her zwischen Lockdown und Lockern mitmachen müssen, bis eingesehen wird, dass es ohne eine biologische Lösung keine gesellschaftliche und/oder wirtschaftliche Lösung geben kann. Auf der Zeitschiene lässt sich schon jetzt erkennen, dass es vor dem Beginn der gewünschten Massenimpfungen noch mindestens zu einem dritten Lockdown kommen muss, wenn nach dem zweiten die Lockerungen wieder einsetzen. Alleine schon das von der Politik jetzt in Aussicht gestellte "Weihnachten feiern" ist nichts weiteres als die Verhöhnung aller Anstrengungen der Pandemiebekämpfung, wenn anschließend wieder gefeiert oder verreist werden kann/soll/darf.

So sterben wir entweder an der Pandemie oder durch sie.

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordDer Sturm auf die Aktien

 
  
    
07.11.20 00:33
Sobald sich der Rummel wegen der US-Wahl gelegt hat - ab der nächsten Woche - wird schon bald der nächste Run auf die Aktien beginnen.
Das liegt an zwei Gründen. Zum einen laufen die Aufkäufe der EZB und der Fed entsprechend ihren Ankündigungen aus dem ersten Halbjahr weiter und zwar im verstärkten Modus, zum anderen werden die Aktienmärkte beginnen das noch nicht beschlossene aber beabsichtigte Förderprogramm der amerikanichen Regierung einzupreisen. Denn egal wer die Wahl gewinnt, der wird die Förderung der amerikanischen Wirtschaft noch vor Weihnachten beginnen.

Entsprechend dazu verläuft die Berichtssaison des dritten Quartals über den Erwartungen. Das lässt weiter steigende Aktienkurse direkt daran anknüpfen. Technisch hat der gerade abgeschlossene Rücksetzer für genügend Spielraum auf neue Höchststände gesorgt. Da werden sich die Anleger nicht lange bitten lassen.

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordWie bei den Flachbildschirmen

 
  
    
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16.11.20 09:25
Anfänglich belächelt, viel zu teuer, nur wenig größer als die 72er Bildröhren - das waren die Attribute der ersten Generation der erhältlichen Flachbildschirme. Allerdings waren die schon überall gebrauchsfähig. Dafür aber nicht subventioniert.

Das ist jetzt bei den Elektroautos völlig anders. Oder aber nicht ?

Nein, die Nachfrage nach den Elektroautos ist marktanteilig viel größer als bei den ersten Flachbildschirmen.
Und die Entwicklung geht sehr viel steiler weiter als noch vor wenigen Monaten gedacht. Man erkennt das an dem verzweifelten Hilferuf der deutschen Autobauer nach mehr Ladestationen. Begleitet wird dieses Szenario von sinkenden Benzinpreisen, die zusätzlich zur marktechnischen  Veränderung der nicht mehr Verbrenner jetzt auch die wiederholte Selbstbeschränkung der Pandemie den durchschnittlichen Jahresverbrauch weiter absenken. Das wird sich an den Preisen niederschlagen, die spätestens zu Weihnachten durch einen erneuten Schub von Seiten der Lagerbestände noch weiter abrutschen werden.

Technisch gesehen sind wir jedoch schon über die erste Welle der neuen Elektrofahrzeuge hinaus. Die Forschung an den Batterien ist kurz vor dem nächsten Schub, der weitere 5 bis 8% Leistung herauskitzeln wird. Da aber jeder Verbraucher, der sich informiert hat, genau weiss, dass im Zuge der regelmäßigen Austausche jede abgenutzte Batterie durch eine verbesserte ersetzt wird. So kann man ruhig schon jetzt umsteigen, weil die Reichweite immer weiter zunehmen wird. Die übrigen Qualitätsmerkmale bleiben unverändert, so dass man jetzt mit der Förderung auch die Zukunft mitgefördert bekommt. Praktisch bedeutet das, dass jede neue Batterie ca. 10% mehr Leistung ausspucken wird. Die kommende CO2 Abgabe wird den Unterhalt der Benziner weiter verteuern.

Ich bin mir nicht sicher, aber durch die Pandemie findet eine unterschwellige Veränderung des Fahrverhaltens der Verbraucher statt. Immer weiter weg von langen Strecken und eher hin zu individuellen Reisezielen, die eher die kontrollierte Abgeschiedenheit sucht, die man eher auf weitläufigen Campingplätzen als an überlaufenen Stränden findet. Dazu passt aber eher ein Elekroauto, dass am Standplatz des Campers nachgeladen werden kann. Vermutlich auch über die normale Steckdose.

Der Chartlord



 

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordWährend der Pandemie

 
  
    
14.12.20 03:30
Leider ist das geschehen rund um den Dax während der Pandemie und gerade jetzt wieder vor dem nächsten strengen Lock-down massiv gestört und verläuft nicht in regulären Bahnen. Wenigstens bin ich - wie viele wissen - mit meiner Aktienanlage, die ausschließlich aus Postaktien besteht, auf der (vorsichtig ausgedrückt) sicheren Seite.

In der kommenden Woche wird am Freitag der letzte große Verfallstag stattfinden.
Auch wenn die Börsen angeblich die Zukunft handeln, so liegt auch jetzt die Zukunft in der Pandemie begraben, weil eine Änderung erst eintreten kann, wenn ganz überwiegende Teile der Weltbevölkeruing geimpft sind. Das wird aber nicht in 2021 der Fall sein. Die Folge davon ist also eine weiter andauernde beschränkte Weltwirtschaft und extrem manipulierte Aktienmärkte, die durch die wirklich unendliche Anfeuerung der Geldmengen durch die Fed und die EZB eine Situation erzeugen, in der trotz des gewaltigen Betriebs der Notenpresse gegenwärtig die Infaltion sogar noch weiter sinkt.

Nimmt man die Aussage der Fed un der EZB zur Mindestdauer der gegenwärtigen Aufkäufe, so droht ein Szenario immer wahrscheinlicher zu werden, in dem die begrenzte Menge der Kapitalanlagen (Aktien und Anleihen) in eine Blase gedrückt wird, aus der es kein entkommen gibt, gleichzeitig jedoch das letzte vorhandene Mittel zur Anhebung der Teuerungsrate versagt und der Wahnsinn einer kommenden Deflation immer näher rückt. Der größte Treiber in diesem Szenario ist jedoch der jetzt schon erkennbar schwindende Verbrauch an fossilen Brennstoffen. Diese werden durch CO2 freie Energieträger ersetzt, dich nicht nur sauberer sind, sondern auch noch viel billiger. Das wird die Erzeugerkosten überall senken und diese Spirale der negativen Teuerung verschärfen. Ich rechne damit spätestens im Jahresverlauf 2022.

Daher bitte ich um Nachsicht, dass ich gegenwärtig meine Beiträge in diesem Forum nicht mehr so häufig verfasse. Aber dennoch verbleibe ich hier weiter am Ball und werde zu gegebener Zeit meine Einschätzung verfassen. Häufigere Beiträge sind und bleiben von mir im Postforum verfasst. Hier gibt es verständlicher Weise für mich mehr zu schreiben, zumal das Zuckerlecken noch nicht einmal richtig begonnen hat.
(Man beachte dazu nur meine beiden Beiträge vom 13.12. und meine Aussicht auf das Kursziel der Post bei 318 €.)

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordSpannende Tage vor uns

 
  
    
17.12.20 02:38
Der Anstieg am Mittwoch war zumindest zu diesem Zeitpunkt vor dem Verfallstag einigermaßen überraschend, denn es doht ein weiterer Anstieg für den Fall, dass der Verfallsatg nicht den gesamten Anstieg wieder zurücknimmt. Aber dafür fehlen die Verkäufer.

Der Markt ist durch die weiteren Aufkäufe der Notenbanken und die nochmalige Verlängerung der Aufkäufe in Bewegung geraten, und es sind nicht wenige, die jetzt versuchen noch vor dem Erreichen neuer Allzeithochs mit Optionsscheinen ihre Einkäufe zu verbessern.

Ich bewerte die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Überhitzungen am Freitag kommen wird mit über 55% für den gesamten Dax.  
(Bei einzelnen Werten kann das viel höher sein, wie zum Beispiel der Post.)

Die Aussichten stehen gut, dass wir am Freitag "börsennotiertes Weihnachtsgeld" bekommen.

Der Chartlord  

10 Postings, 33 Tage OpraviolaLöschung

 
  
    
24.12.20 02:33

Moderation
Zeitpunkt: 24.12.20 13:24
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für für immer, Beitrag wird nicht mehr angezeigt.
Kommentar: Erotische Inhalte

 

 

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordJetzt aber schnell !

 
  
    
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28.12.20 05:12
Deutschland deine Mutti´s haben wieder zugeschlagen.
Zuerst Obermutti Merkel, die die Briten aus de EU vertrieben hat.
Und jetzt die Supermutti Von der Leyen, die die Briten richtig über den Tisch gezogen hat.
Hauptsache diese "Verträge" werden jetzt schnell ratifiziert, bevor die Briten merken, dass die Wahrheit des Brexit darin besteht, dass es keine Rosinen zu picken gibt, sondern die Briten gezwungen werden ohne Mitsprache die europäischen Regeln einzuhalten.
Der Pandemiestau der Lastwagen in Dover ist dafür nur ein sehr kleiner Vorgeschmack dessen, was die Briten noch erwartet.
Die Ankündigung der Franzosen, außerst genau die Einhaltung der europäischen Regeln kontollieren zu wollen, wird besonders bei landwirtschaftlichen Produkten zu Verderbnisausfällen führen.

Zum Glück für uns sind auch die Fischer in England nur eine immer weiter verschwindende Minderheit, die nicht mehr genügend Einfluß hat um den Vertrag noch zu kippen. Richtig in trockenen Tüchern sind dagegen die Niederlassungen der großen Finanzmarktteilnehmer, die fast geschlossen von London nach Frankfurt zumindest mit einem Teil ihrer Belegschaft umgezogen sind. Da das britische Pfund kaum noch etwas Wert ist und weiter abwerten wird, werden auch immer mehr Kapitalanlagen von diesem schwindenden Wertverlust betroffen sein. Doch das sind alles Folgen, die ganz Britannien treffen. Viel schlimmer werden die Folgen sein, die nur Teile davon treffen.

Zuerst werden es die Nordiren sein, die schnell merken, dass der europäische Binnenmarkt für sie so gut wie voll erhalten bleibt. Das wird die Spaltung der Briten deutlich vorantreiben, denn die Europabefürworter können für den Teil Nordirlands weiterhin die gute Geschäftsentwicklung vorweisen, die es vor dem Brexit gab - zumindest mit der Einschränkung der fehlenden Wirtschaftsförderung der schlecht entwickelten Randgebiete. Viel stärker jedoch wird es zur Spaltung oder besser zur Abspaltung der Schotten von den Engländern kommen, denn hier wird auf Landtagsebene eine neue Volksabstimmung vorbereitet, die den Beitritt Schottlands als eigenständiges Hoheitsgebiet außerhalb Englands zur EU vollziehen will. Anders als die Katalanen, die keinen Anspruch auf verfassungsrechtliche Abspaltung haben, wäre ein Beitritt der Schotten kein Verfassungsbruch sondern nur eine zulässige Beitrittserklärung eines rechtsstaatlichen Organs eines Staates, dessen Umfang der innerbritischen Selbständigkeit Schottlands entspricht. Das wäre für die europäische Rechtsprechnung möglich, wenn die Schotten sich zur Einhaltung der europäischen Regeln verpflichten würden. Hier geht aber auch ein klar definierter Teil, wenn dieser Teil auch zum legalen Teil der schottischen Rechtslage werden würde.

Verbraucherschutz, Arbeitsrecht, Umweltschutz usw. sind alles keine Bereiche in denen ein britischer Vorbehalt für Schottland gilt. Hier ist es der Automatismus Europas, der die strengeren Regeln auch in Schottland für die Schotten übernehmen könnte - ohne dass der Rest Britanniens etwas dagegen unternehmen könnte. Das aber hat richtig viel Sprengstoff, der in den Augen vieler Engländer die die Schotten schon fast als halbe Deutsche ansehen. (Seit der Verbreitung von ALDI nimmt dieser Teil auch unter den anderen Briten ständig weiter zu.)

Nur sind das alles lösbare Probleme im Vergleich zur allgemeinen Versorgungslage Großbritanniens.
Schon während des Pandemiestaus wurde bewusst, dass jede Form von Lieferbeschränkungen in irgend einer Form auf die Versorgungslage drückt. Hier waren es nur wenige Tage in denen der Stau sich auswirkte. Jetzt wird an der Auflösung gearbeitet. Finden erst Kontrollen statt, so wird sich diese Verzögerung viel stärker auswirken. Entweder es werden genügend Kontrolleure zur Verfügung gestellt, dann wird das extrem auf den Preis aufgeschlagen, denn die arbeiten ja  nicht umsonst. Oder der Stau wird sich immer weiter akkumiulieren. Nur früher oder später wird es die britischen Verbraucher treffen. Entweder bleiben Regale leer, weil die Waren nicht ankommen, oder voll, weil die Preise zu teuer sind.
Der Nachteil eine Insel zu sein wird sich früher oder später bemerkbar machen. Auch wenn Boris Johnson bereits darauf hingeweisen hat, dass es maximal 20% sind, die vom Import abhängig sind, so sind es eben 20%, die fehlen werden.

Und bei allem spielt der Faktor Deutschland die größte Rolle. Es ist nämlich die Nachfrage der Briten nach deutschen Gütern, die die britische Politik (besser die britische Innenpolitik) regiert. Die Regale von ALDI in London haben ein viel größeren Einfluss auf das Wählerverhalten als die Finanzeinlagen der britischen Banken. (Hähä - übrigens gilt das auch für das Wählerverhalten in den USA !) Ich gehe davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann die Briten geschlossen wieder in Europa eintreten, dann aber auch in den Euro.

Der Chartlord  

7299 Postings, 3568 Tage ChartlordEs ist vollbracht und Zeit ist Geld

 
  
    
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31.12.20 21:50
In wenigen Stunden beginnt das große Erwachen der Briten, wenn sie merken, dass sie keine Freiheit gewonnen sondern nur Zeit verloren haben. Es ist die Zeit, die die britschen Güter mehr benötigen werden um nach den neu kommenden Kontrollen in die EU eingeführt werden zu dürfen. Und in allen diesen Fragen hat eine Nichtbeachtung der europäischen Regeln ein kompromißloses Importverbot zur Folge.

Da die britische Versorgung auf Importe angewiesen ist, stehen den dortigen Verbrauchern schwere Zeiten bevor, denn sowohl Importe aus der EU, aus China und auch aus den USA werden durch den Wertverfall des Pfunds immer teurer. Einzig Importe aus der Türkei und Russland würden in etwa gleich bleiben, weil deren Währungen auch den Bach runter gehen.

Dabei werden die Kosten für Grenzkontrollen auf die Warenpreise früher oder später aufgeschlagen.

Auch wenn es komisch klingt, die deutsche Wirtschaft wird davon profitieren. Nicht sofort - aber langsam akkumulierend.

Guten Rutsch

Der Chartlord  

4007 Postings, 3771 Tage wonghoAlles Gute Chartlord, vor allem Gesundheit

 
  
    
01.01.21 21:17
Danke für Ihre Einschätzungen zur Lage der Wirtschaftsnation.  

1649 Postings, 32 Tage CiencelyaLöschung

 
  
    
02.01.21 06:33

Moderation
Zeitpunkt: 02.01.21 10:36
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für für immer, Beitrag wird nicht mehr angezeigt.
Kommentar: Erotischer Inhalt

 

 

1794 Postings, 32 Tage GgiercaLöschung

 
  
    
03.01.21 04:20

Moderation
Zeitpunkt: 03.01.21 10:17
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für für immer, Beitrag wird nicht mehr angezeigt.
Kommentar: Erotischer Inhalt

 

 

1614 Postings, 27 Tage AriletaLöschung

 
  
    
04.01.21 07:08

Moderation
Zeitpunkt: 04.01.21 07:19
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