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Helma AG

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neuester Beitrag: 18.05.22 14:18
eröffnet am: 11.09.06 11:41 von: ToMeister Anzahl Beiträge: 1456
neuester Beitrag: 18.05.22 14:18 von: Ghost0012 Leser gesamt: 494934
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3982 Postings, 5976 Tage ToMeisterHelma AG

 
  
    
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11.09.06 11:41
Helma Eigenheimbau - Zu schwache Margen

Bis zum 12. September können Anleger die Anteilscheine des Baudienstleisters Helma Eigenheimbau zeichnen. Am 14. September soll dann das Debüt im Open Market (Entry Standard (Xetra: A0G834 - Nachrichten) ) der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgen.

Geschäftsmodell und Alleinstellungsmerkmal
Der Börsenaspirant aus Isernhagen spezialisiert sich auf die margenstärksten Bereiche der Wertschöpfungskette im privaten Wohnungsbau, namentlich Planung, Entwicklung, Vertrieb und Übernahme der Bauregie vor Ort. Dabei stützt sich das Geschäftsmodell auf zwei Säulen. Das ist zum einen die reine Baudienstleistung, wobei der Kunde das Grundstück bereits besitzt, und andererseits das Komplettangebot Grundstück plus Immobilie. CEO Karl-Heinz Maerzke betonte auf der IPO-Analystenkonferenz zudem, dass sich das Unternehmen künftig noch stärker im Wachstumsmarkt der Energiesparhäuser positionieren wolle. Mit dem Helma-BauSchutzBrief soll der potenzielle Bauherr zudem vollständig gegen alle Risiken beim Eigenheimbau abgesichert werden.

Markt und Wettbewerb
Helma zielt auf das Segment der Ein- und Zwei-Familienhäuser, wenngleich der stark fragmentierte Markt hier in den vergangenen fünf Jahren leicht rückläufig war. Finanzchef Torsten Rieger sieht das Potenzial für das Wachstum daher vorrangig in der Verdrängung kleiner, nur lokal tätiger Bauträger. Das erscheint plausibel, da bei kleineren Anbietern in der Vergangenheit eine hohe Insolvenzquote zu beobachten war, weswegen sich viele Häusle-Bauer zunehmend auf größere, solventere Unternehmen konzentrieren werden.

Finanzdaten und Ausblick
2006 erwartet das Management einen kräftigen Umsatzsprung auf 53,5 Mio. Euro, das entspricht einer Steigerung um gut 61 %. Der Gewinn je Aktie soll sich nahezu verdreifachen. Hintergrund des Wachstums sind die gestiegene Zahl der Musterhäuser. Pro etabliertem Musterhaus verkauft Helma durchschnittlich 25 weitere Objekte. Bei einem Verkaufspreis von 155.000 Euro im Schnitt sind das knapp 3,9 Mio. Euro dem stehen Investitionen von etwa 350.000 Euro pro Musterhaus gegenüber. Bis Ende Juni 2006 hatte das Unternehmen, finanziert u.a. durch ein Genussrecht, die Zahl der Musterhäuser bereits auf 21 Objekte gesteigert.



 
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1430 Postings ausgeblendet.

105729 Postings, 8103 Tage KatjuschaHatte dazu heute ein Gespräch mit meinem

 
  
    
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07.04.22 20:23
Kontakt in der Kreditabteilung einer grossen Bank. Die meinte, dass Helma das eigentlich mit Festpreisen regelt und aufgrund Marktstellung die Kosten gut weitergeben kann. Beispielsweise sind letztes Jahr die Hauspreise im 13% gestiegen, was am Weitergeben der Kosten liegt. Wie man an Helmas GUV von 2021 und dem Ausblick auf 2022 sehen kann, wirkte sich das nicht negativ auf die Margen aus. Allerdings mag das auch eine Frage des Zeitraums sein. Helma wird sowas 2 oder 3 Jahre ohne Bremsspuren überstehen. Wenn die Baukosten und Inflation 4 und mehr Jahre anhält, sind die Auswirkungen schwerer einzuschätzen.

Eigentlich hatte ich meinen Kontakt aber deshalb angesprochen, weil die Hypothekenzinsen von 1,0% auf 2,3% gestiegen sind. Ich wollte fragen ob sich das bereits negativ auswirkt. Die Antwort war, dass die Nachfrage nach Hauskrediten nach wie vor extrem hoch ist. Einerseits weil es schlicht immer mehr wohlhabende Deutsche gibt, die sich das auch aktuell leisten können. Andererseits vielleicht auch (aber das war nur die subjektive Einschätzung meines Kontakts), weil vereinzelt die Inflation auch dazu führt, dass man lieber dieses Jahr baut als später.  
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4297 Postings, 4653 Tage Versucher1Dein letzter Satz ....

 
  
    
08.04.22 08:16

''Andererseits vielleicht auch (aber das war nur die subjektive Einschätzung meines Kontakts), weil vereinzelt die Inflation auch dazu führt, dass man lieber dieses Jahr baut als später.''

Nach meinem o.g. Kontakt mit dem Immo-Gutachter und dessen Aussagen/Schätzungen (->  2022/2023 !!) zur kommenden Haus-/Wohnungspreis-Entwichklung kam bei mir der Gedanke wie sinnig es denn wäre, statt Aktien jetzt ne Wohnung (zB klassisch: 3Zi, 75 qm, usw. ...)  als Renditeobjekt zu kaufen ...; Aber, da bin ich nicht der Typ für; Aber andere schon: Es gäbe da lt. dem Gutachter eine interessierte Kapitalanleger-Klientel, die aktuell nach recht kurzer Objekt-Prüfungszeit kaufbereit ist, die Nachfrage sei groß.    

Jedoch: Helma + Festpreise einerseits (ich habe das auch so im Sinn/Erinnerung) ... und dann aber doch die gestiegenen Kosten weitergeben können an den Kunden ? ... das passt ja rein von der Bezeichnung her nicht, oder. Dafür müsste doch so etwas wie eine 'gleitende Preise  - Klausel'  in den Verträgen drinnen sein, oder.

Ich habe gestern übrigens vorher an die IR die gleiche Frage gerichtet (#1431), aber irgendwie ließ das System ein Absenden der Frage nicht zu bzw. etwas funktionierte nicht (sie haben die Frage entweder 10x oder 0x ...). Sollte Antwort kommen, berichte ich.   

 

6 Postings, 95 Tage BackroadWie weit

 
  
    
05.05.22 11:17
Die Kursentwicklung ist nun alles andere als erfreulich. Und ich frage mich nach den Gründen. Energiekosten, Zinsen, steigende Baukasten. Ist das alles, oder fällt Euch dazu noch mehr ein?

Viele Grüße  

189 Postings, 3776 Tage _christophDie steigenden Bauzinsen

 
  
    
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08.05.22 10:30
sind gerade dabei, das Immobilien Kartenhaus zum Einsturz zu bringen.  

528 Postings, 1605 Tage Ghost0012Zinsen und Rohstoffpreise

 
  
    
10.05.22 21:50
Die Immobilienblase beginnt so langsam zu platzen, zudem liegen viele Aufträge auf Eis. Die Lage ist einfach zu unsicher und die Preise noch zu teuer.  

118 Postings, 471 Tage ShoppingmannHelma

 
  
    
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11.05.22 13:00
Eine Immobilienblase sehe ich derzeit nicht. Häuser, die Helma baut, werden in der Regel nach dem Sachwert als Marktwert bewertet, das heißt, der Marktwert setzt sich aus dem Grundstückspreis, den Bau- und den Nebenkosten(z. B. Außenanlagen) zusammen und wird anhand eines sog. Marktanpassungsfaktors aus dem Grundstücksmarktbericht auf Marktniveau gebracht. Erst der so ermittelte Marktwert müsste also von einem geforderten Kaufpreis unverhältnismäßig abweichen und dennoch gekauft werden, dann könnte man von einer Blase sprechen, wenn dies die Regel wäre.
Im Moment steigen allein die Baukosten zwischen 15 und 20% p.a., was natürlich Auswirkungen auf alle Bestandsimmobilien hat, die dann ebenfalls im Preis ansteigen.
Zudem sind die Grundstückspreise sehr hoch, wenn überhaupt verfügbar, wobei Helma in der komfortablen Lage ist, Grundstücke bereits gekauft zu haben.
Hinzu kommt die derzeit hohe Nachfrage aufgrund der steigenden Bauzinsen, da sonst das Häuschen immer kleiner wird, das man sich leisten kann.
Viele werden deshalb bei Helma zu früh verkaufen, weil sie die Lage schlechter einschätzen als sie ist, denn gebaut und gekauft wird immer!!  

118 Postings, 471 Tage ShoppingmannBauzinsen

 
  
    
11.05.22 13:34
Noch ein Wort zu Bauzinsen....
Als ich 1990 mein erstes Haus gebaut habe, war das Zinsniveau bei 8%!!!! Die aktuellen Zinsen sind immer noch als historisch niedrig zu bezeichnen und ich würde einen Hauskredit aktuell mit Zinsen über die gesamte Laufzeit nehmen, oder splitten und einen Bausparvertrag parallel besparen um später die günstigen Kreditzinsen der Bausparkasse zu bekommen, wobei da die Tilgung in der Regel höher ist.
Die höheren Bauzinsen sorgen also nochmal für einen deutlichen Nachfrageschub. Ein Kartenhaus stürzt damit nicht zusammen.
Benötigt man z.B. für den Hauskauf EUR 600.000, so würde das bei 2,5% Zins und 2 % Tilgung im Monat EUR 2.250 kosten, klingt viel, man zahlt davon aber EUR 1.000 monatlich in die eigene Tasche, da man das Darlehen verringert. Wollte damit nur verdeutlichen, dass 2,5% nicht viel sind, verstehe aber, dass viele, die bisher ein Zinsniveau von 1,25% hatten nun doppelt so viel zahlen müssten. Eine solide, vorausschauende Finanzierung ist daher das A und O beim Hausbau/-kauf.
Die steigenden Zinsen werden folglich m. E. bei Helma eine zusätzliche Nachfrage auslösen und damit Umsatz und Gewinnaussichten verbessern, die aktuell niedrigen Aktienkurse von Helma sind m. E. also Kaufgelegenheiten.  

4297 Postings, 4653 Tage Versucher1... sehe auch keine Blase am Immo-Markt

 
  
    
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11.05.22 17:19
bzw. eine die speziell Helma schaden würde!
Die Helma-Verkäufe/sinkender Helma-Kurs  sind der Gesamt-Gemenge-Lage geschuldet, wobei aktuell da eine Lage-Verschlechterung erwartet/befürchtet wird und die Anleger daher den Aktienmarkt eher verlassen, um von weiter sinkenden Kursen nicht so getroffen zu werden.    

1584 Postings, 7859 Tage Börsenmonster...da halte ich mal dagegen

 
  
    
11.05.22 21:17
siehe Instone, Corestate etc.

Schade, dass es keine Puts gibt.

Vertrieb mau wg. Zinsen, Multipikatoren sinken, Baukosten aktuell nicht kalkulierbar, trifft besonders Grundstückswerte  

118 Postings, 471 Tage ShoppingmannInstone und Corestate versus Helma

 
  
    
12.05.22 07:19
....haben so unterschiedliche Geschäftsfelder, Instone ist Projektentwickler für Miet- und Eigentumswohnungen, Corestate kauft und verkauft Immobilien, während Helma Einfamilienhäuser und Ferienimmobilien baut und verkauft. Helma muß keine Immobilien akquirieren um Umsatz zu generieren, das ist ein großer Unterschied und sie bauen auf fremden und eigenen Grundstücken.
Und wie gesagt, die Zinsen sind aktuell noch historisch niedrig und jeder der Bauabsichten hat wird versuchen sie nun zügig umzusetzen. Insofern wirkt die Zinserhöhung als Beschleuniger auf der Nachfrageseite. Helma ist daher auf dem nun niedrigen Niveau m.E. ein Kauf!  

528 Postings, 1605 Tage Ghost0012Zinserhöhungen

 
  
    
12.05.22 13:25
Zinserhöhungen als Beschleuniger im Bausektor zu sehen - darauf muss man erstmal kommen. Dementsprechend müssten Zinssenkungen ja das Gegenteil bewirken. So ist es leider nicht. Ich kenne einen Bänker, der für Baufinanzierungen zuständig ist. Die Hälfte seiner Immobilienfinanzierungen wurde auf Eis gelegt, weil sich die Leute schlicht nicht überschulden oder es sich nicht mehr leisten können.
Zum Thema Zinsen historisch niedrig: Klar, das stimmt, allerdings sind die Immobilienpreise auch historisch hoch an den Nullzins angepasst. Beides geht so halt nicht zusammen.
Aber bleibt ruhig bei dem Invest. Ich will es ja niemanden ausreden.  

118 Postings, 471 Tage ShoppingmannZinserhöhungen

 
  
    
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12.05.22 17:33
...klar fallen einige Kunden weg, die es sich nicht mehr leisten können, aber wichtig wäre gewesen, ob die Anfragen nach Krediten stark zugenommen haben, was mir meine Kollegen berichten.
Es ist doch klar, wenn es heißt, Rapsöl, Diesel, Benzin etc. werden teurer, dann werden sie auch zu steigenden Preisen gekauft. Und der, der bauen will, möchte nun schnell seine Finanzierung festzurren, denn es könnte ja noch teurer werden! Also Beschleuniger!
Sinken die Zinsen hingegen, will man möglichst lange warten mit dem Kredit, denn sie könnten ja noch weiter sinken und man hätte zu teuer abgeschlossen, das bremst die Nachfrage natürlich, wobei man bei einem geeigneten Objekt auch zugreifen sollte, sonst könnte es weg sein.
Und ja, ich bleib investiert, mein Einstandspreis von 34,79 aus März 2019 wird wahrscheinlich nicht erreicht.  

105729 Postings, 8103 Tage KatjuschaGhost0012, also mein Banker sagt genau das

 
  
    
13.05.22 23:22
Gegenteil.

Hier im Berliner Umland, in dem Helma sehr stark vertreten ist, rennen die Kunden den Kreditfinanziern nach wie vor die Bude ein. Es gibt bisher keinerlei Rückgang der Nachfrage nach Hausbaufinanzierung.

Natürlich gibt es auch Leute, die sich das jetzt mehrmals überlegen, aber es wird bei den Pessimisten ja gar nicht bedacht, dass übergeordnet die Nachfrage nach einem eigenen Heim ohnehin extrem hoch war und ist. Und das liegt daran, dass Deutschland bisher in der Frage ein Entwicklungsland war, und zweitens die Leute immernoch af Rekordvermögen sitzen und gleichzeitig die Arbeitslosenquote sehr niedrig. Es gibt daher insgesamt mehr als genug Leute, die sich die Finanzierung leisten können, selbst wenn es bei einem gewissen Klientel im unteren Mittelstand weniger wird.
Mal davon abgesehen hat Helma ohnehin einen hohen Auftragsbestand. Man hat sch bei der Prognose ja nicht ohne Grund soweit nach vorne gewagt. Natürlich kann das zeitverzögert auch bei Helam irgendwann ankommen, falls wir eine lang anhaltende Inflation oder dann Rezession bekommen, aber aktuell ist das ja alles noch gar nicht klar. Die Pessimisten tun ja so als wüssten sie ganz genau, dass diese hohen Inflationsraten trotz Basiseffekt auch am Jahresende und nächstes Jahr noch anhalten, oder das die Kaufkraft in sich zusammenfällt, obwohl das aktuell keineswegs absehbar ist.  
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528 Postings, 1605 Tage Ghost0012Hier im ländlichen Raum

 
  
    
14.05.22 11:05
Wollen aktuell deutlich weniger Leute bauen. Immobilien sind deutlich überbewertet:

https://www.institutional-money.com/news/...blase-wird-platzen-215618  

118 Postings, 471 Tage ShoppingmannKeine Überbewertung

 
  
    
14.05.22 11:55
…von Immobilien aktuell, das hatte ich hier am 11.05. bereits begründet. Das Geld ist da und wird investiert. Unsere Verbandsgemeinde bietet derzeit 32 Bauplätze zu EUR/qm 350,- an, ca. 140 Bewerber wollen bauen und das Los wird entscheiden, wer ein Grundstück bekommt! Alles EFH oder Doppelhaus Bebauung.
Ich bin sicher in rd. 2 Jahren ist dort alles bebaut. Von Blase keine Spur.  

105729 Postings, 8103 Tage KatjuschaÜberbewertung von Immobilien heißt ja nicht

 
  
    
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14.05.22 13:38
Dass Helma weniger Häuser baut.

In Bestandshalter würde ich jetzt auch nicht investieren, da die Preise sicherlich mehr oder weniger ihr Limit erreicht haben. Aber fallende Preise sind doch kein Hindernis für Helma.

Und nochmal was zu der Inflationsdiskussion. Solange alle zwar über hohe Spritpreise meckern, aber sie trotzdem weiter Auto fahren, kann es uns Deutschen so schlecht nicht gehen.
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118 Postings, 471 Tage ShoppingmannUnd wenn?.

 
  
    
14.05.22 15:50
Bestandsobjekte zu teuer wären, würden alle ja lieber bauen, was Helma auch Umsatz und Ertrag bringen würde!  

1584 Postings, 7859 Tage Börsenmonster...na wenn fallende Immobilienpreise

 
  
    
15.05.22 19:37
wegen deutlich schlechtere Finanzierungsbedingungen für die Erwerber und steigende Baukosten keine Themen sind für Helma, dann ist ja alles gut. Helma koppelt sich halt einfach von der Branche ab *ironieoff*  

105729 Postings, 8103 Tage KatjuschaEs hat niemand geschrieben dass steigende

 
  
    
16.05.22 01:04
Bauskosten kein Thema für Helma sind. Wenn Baukosten lange hoch sind, werden sie natürlich auch Helm treffen, wobei man sie auch teilweise wird umlegen/weitergeben können.

Worüber man diskutieren kann, sind die Zinskosten, da sie immernoch sehr niedrig sind, und eben über die generelle Lage/Kaufkraft der potenziellen Kunden. Dazu hatte ich die letzten Tage schon was gesagt. Denn natürlich muss man einen heiss gelaufenen Markt am Wohnungsmarkt und bei Gewerben bei Bestandshaltern und Eigenheim/Ferienhaus-Bauunternehmen unterschiedlich betrachten, zumindest auf diesem aktuellen Niveau. Ist halt nicht so als ständen wir bei 6-7% Hypothekenzinsen. Und Preisverfall bei Eigentunswohnungen/Häusern muss eben auch nicht negativ für Helma sein.

Mich stört bei der ganzen Diskussion am meisten, dass erstens die ohnehin sehr niedrige Bewertung von Helma genauso wenig in Beziehung zu möglichen Problemen am Markt in Inflationszeiten gesetzt wird, wie die übergeordnete wachstumsfreundliche Situation am deutschen privaten Häusermarkt, oder der hohe Auftragsbestand bei Helma. Ist ja nicht so als stände der Aktienkurs bei 100? mit KGV von 25, oder bei sinkender Nachfrage, risikoreicher Bilanz oder einer Situation mit leerstehenden Häusern überall. Ganz im Gegenteil, KGV ist niedrig, Bilanz stark, Nachfrage nach Wohnraum hoch bei faktisch keinem Leerstand.
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4122 Postings, 1545 Tage Carmelitaich sehe es eher andersherum

 
  
    
16.05.22 02:49
das Bestandsimmobilien im Vorteil sind (also Vonovia, LEG, Grand City), da die Kosten für Neubauten "unkalkulierbar" geworden sind, weniger Neubau bei schwachem Angebot und eher steigender Nachfrage (Flüchtlinge), ich sehe da keinen Preisverfall bei Eigentumswohnungen oder Häusern, weil der Wiederbeschaffungswert kontinuierlich steigt. Fallende Preise kann ich mir allenfalls bei sehr stark steigenden Zinsen vorstellen, wenn die Rechnungen der "Leverager" nicht mehr aufgehen und sie verkaufen müssen  

4122 Postings, 1545 Tage CarmelitaHelma und Projektierer

 
  
    
16.05.22 03:18
....müssen halt immer neu liefern, während Wohnimmobilienunternehmen mit Bestand automatisch weiter Geld verdienen durch bestehende Mietverträge, in einer handfesten Krise sind Helma und Co dann viel anfälliger....
Wenn man das z.b. mit Nordex und Encavis vergleicht ist das ähnlich, nur anderer Bereich, die einen müssen immer liefern, die anderen können selbst in Krisen die Hand aufhalten  

105729 Postings, 8103 Tage KatjuschaNa da sagen etliche Experten aber seit Wochen

 
  
    
16.05.22 13:52
was anderes.

Die gehen alle von fallenden Immobilienpreisen in den nächsten Jahren aus und warnen daher stark vor Vonovia/D.Wohnen.

Sagt ja niemand dass die nicht weiter Geld verdienen, aber Aktienkurse richten sich ja nicht danach ob ein UN Geld verdient, sondern wie viel Geld und bei Bestandshaltern wie hoch die Substanz ist.

Bei Helma kommt es halt darauf an, ob weiter ähnlich stark gebaut wird und ob Helma höhere Baukosten weitergeben kann. Da kann man gerne unterschiedlicher Meinung sein. Ich habe meine Meinung dazu jetzt mehrfach gesagt, weil ich einfach sehe was hier aktuell im Berliner Raum abläuft, und das dürfte bei Ferienwohnungen im Norden nicht anders sein.  
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605 Postings, 856 Tage LannigstaDas Limit von Bauherren

 
  
    
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17.05.22 16:29
Da ich beim Thema Bau die letzten Monate und Jahre persönlich involviert war und bin kann ich hier mal meine Einschätzung geben.
Ich bin nach wie vor in vielen Baugruppen auf Facebook und Co. vertreten.
Dort gab es dieses Jahr schon diverse News die die Branche so langsam aber sicher am Wachstum stoppen.
Erst war der KFW Hammer (KFW55 über Nacht weg - pro Wohneinheit fehlen da 27 TE). Dann waren die Lieferketten eh schon außer Kontrolle und dann folgte noch der Krieg und die rasante Preisrallye der Materialien geht weiter.
Und nun eben noch der "starke" Anstieg der Zinsen.
Ich merke das für viele Paare/Bauherren die monatliche Kreditrate so bei 2.000 Euro als absolutes Maximum liegt.
Damit braucht man heutzutage in ganz vielen Gegenden Deutschlands kein Haus mehr bauen/planen.
Das ist die traurige Realität.
12x2.000 und das ganze auf 30 Jahre (!!!) ergibt gerade mal 720 TE.
Unter 30 Jahren braucht man es mit der monatlichen Summe eigentlich kaum noch zu probieren.
Da sind jetzt noch keine Zinsen dabei. Und bei der Laufzeit macht es einen riesigen Unterschied ob 1,0 % oder mittlerweile weit über 2 % Zinsen. Da ist der Unterschied rein bei den Zinsen gleich nochmal ein 6-stelliger Betrag.
Mit früheren Zeiten ist dies auch nicht unbedingt vergleichbar. In Zeiten von Zinsen von 6 Prozent und mehr hat das Haus einfach nicht ansatzweise so viel gekostet. Natürlich waren auch die Gehälter niedriger aber nicht in dem Ausmaß.
Zudem früher auch das Thema der Schwarzarbeit und einiges einfach und gängiger war als heute.
Da gab es auch nicht zig Nachweispflichten und andere bürokratische Hindernisse wie in der aktuellen Zeit.

In einer großen Bauherrengruppe auf FB würde ich sagen das grob 70 % zur Zeit ihr Projekt auf Eis gelegt haben. Man bekommt ja ohnehin keine oder kaum noch verbindliche Angebote. Unser Architekt, der für ein renommiertes Büro hier in meiner Gegend arbeitet, hat für 2023 ganze NULL Aufträge bislang.... Die Preissteigerungen bei den Materialien geht unvermindert weiter. Ein Ende ist noch lange nicht erreicht.

In meinen Augen tut es nächstes Jahr einen großen Schlag für die Baubranche. Es werden sich wirklich nur noch die reichen Menschen ein eigenes Haus bauen können. Wer dann als reich gilt muss jeder selbst beurteilen.
Aber ein Einfam.Haus + Grundstück von 500qm + X baust du in den wenigsten Gegenden in meinen Augen noch unter 700 TE.
Der typische Bauherr ist jetzt auch nicht unbedingt 20 Jahre alt und hat noch 45 Jahre zu arbeiten. Ich würde eher das Durchschnittsalter auf 30 + X setzen. Da gibt es bei manchen Berufen schon das Problem noch 30 Jahre dort tätig zu sein.

Wie gesagt - alles meine persönliche Einschätzung der Lage. Ich arbeite beim größten Elektrogroßhandels des Landes - auch dort ist die Auftragslage unser Kunden aktuell noch mehr als gut. Für nächstes Jahr sieht die Stimmung aber nicht so positiv aus.
Die Elektriker wissen auch nicht mehr wie sie die ganzen Steigerungen noch weitergeben sollen.
Eine normale Hausinstallation mit herkömmlichen Material lag sonst bei grob 15 TE. Mittlerweile sind es 30 TE.
PV-Anlage mit kleinem Speicher - weitere 20 TE.
Sanitär/Heizung mit Fußbodenheizung und Wärmepumpe plus Bad und Gästebad wird unter 6-stellig schon knapp.
Von Keller und Rohbau und den anderen Gewerken gar nicht erst zu sprechen.

Helma hat da sicherlich Vorteile da sie die Materialien haben oder noch gültige Einkaufsbedingungen verhandelt haben und nach wie vor Festpreise anbieten können. Das nimmt dem Bauherren natürlich die Ungewissheit. Ohne eine Festpreisbindung ist es zur Zeit ein wahnsinniger Drahtseilakt der einen riesigen Puffer bedarf - und nerven aus Drahtseilen.
Ich bin echt gespannt wie diese Branche nächstes Jahr dasteht.  

4297 Postings, 4653 Tage Versucher1.. mal wieder 'was aus dem SPON zum

 
  
    
18.05.22 13:25

Haus-/Wohnungsbau - Umfeld:


Russlands Überfall auf die Ukraine hat ungeahnte Folgen für den ohnehin bereits angespannten deutschen Wohnungsmarkt: Immer mehr Bauprojekte werden gestrichen.
 

528 Postings, 1605 Tage Ghost0012Lannigsta

 
  
    
18.05.22 14:18
Unterstreiche ich genauso, der Immobilienboom ist erstmal vorbei. Wenn der Krieg endet und die Lieferketten wieder funktionieren, werden die Materialpreise auch wieder fallen. Die Frage ist, in welchem Jahr das passiert.  

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