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Fannie Mae - Chance auf Verdreifachung bis Juli

Seite 1 von 45
neuester Beitrag: 19.05.22 18:04
eröffnet am: 05.03.21 13:39 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 1109
neuester Beitrag: 19.05.22 18:04 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 169239
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73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingFannie Mae - Chance auf Verdreifachung bis Juli

 
  
    
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05.03.21 13:39
Die beiden halbstaatlichen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac (kurz FnF) wurden am 7. September 2008 vom damaligen US-Finanzminister Hank Paulson (zuvor Goldman-Sachs CEO) unter Zwangsverwaltung gestellt.

Es gibt Stimmen, die dies als den eigentlichen Auslöser der Banken- und Finanzkrise von 2008 betrachten. Denn Lehman ging erst eine Woche später, am 15. September 2008, pleite. Tatsächlich könnte die Lehman-Pleite eine indirekte Folge der FnF-Zwangsverwaltung gewesen sein, da diese eine Schockwelle durch die Finanzmärkte sandte. Keine Bank traute einer anderen mehr.

FnF sind in fast jede 2. Hypothek in USA involviert. Die kombinierte Bilanzsumme der Twins liegt aktuell bei knapp 6 Billionen Dollar, das entspricht 150 % des deutschen BIP. Klar dass bei solchen Summe Ängste aufkommen....

Die Zwangsverwaltung von FnF setzt sich bis zum heutigen Tag fort. Nun besteht jedoch eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Zwangsverwaltung durch eine Entscheidung des US Supreme Courts (SCOTUS), die bis Juni erwartet wird, enden wird. Die Details schildere ich unten.

Daraus erwächst für FnF erhebliches Kurspotenzial. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, daran teilzuhaben. Fannie Mae und Freddie Mac haben zum einen normale Aktien (common stock), die auch in Deutschland gehandelt werden.

Fannie Mae (WKN: 856099)
Freddie Mac (WKN: 876872)

Weiterhin gibt es eine Vielzahl von Vorzugsaktien (preferred shares), die zwar "Aktien" heißen, tatsächlich jedoch Bonds sind. Diese Bonds wurden vor 2008 zum Nennwert von damals meist 25 (oder 50) Dollar rausgegeben,  haben Coupons von 5 bis über 8 % und notieren aktuell - wie Junkbonds - größtenteils zwischen 4 und 6 Dollar.

Diese sogenannten Junior Preferred Shares (JPS) sind bei einigen deutschen Brokern im Auslandshandel handelbar. Zu den liquidesten JPS zählen:

FNMAS (US3135867527)
FNMAT (US3134006242)
FMCJK (US3135867378)

In USA werden alle diese Aktien (common stock wie JPS) wegen der fortbestehenden Zwangsverwaltung nicht an den regulären Börsen gehandelt, sondern nur OTC (over the counter). Dies ist mit erhöhten Risiken verbunden, weil dort Marketmaker die Kurse bestimmen.

Ich rechne nach dem Scotus-Urteil bei allen hier genannten Aktien mindestens mit einer Verdreifachung des Kurses.

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HINTERGRUNDINFOS:

Es gibt erhebliche Zweifel daran, ob es wirklich nötig war, dass Hank Paulson die FnF 2008 unter Zwangsverwaltung stellte. Kritiker behaupten, dass dies nur dazu dienen sollte, dass andere Zockerbanken ihrem Subprime-Schrott bei FnF abladen konnten. In der Zwangsverwaltung - in Gestalt der FHFA - wurde ein Direktor einbestellt, der nicht mit der gebotenen Sorgfalt darauf achtete, welcher Dreck FnF in Gestalt fauler Hypotheken angedient wurde.

Der ehemalige Finanzchef von Fannie Mae, Tim Howard (CFO und Co-CEO bis 2004), weist in seinen vielen Blog-Beiträgen darauf hin, dass die behauptete Notlage 2008 nicht wirklich bestanden hat, und nur durch willkürliche Bilanzauslegung zustandegekommen sei:

https://howardonmortgagefinance.com

Die Zwangsverwaltung war somit vor allem ein "böswilliges" Konstrukt, dass erleichtern sollte, FnF leichter mit dem Subprime-Schrott anderer Großbanken vollzuladen, was danach auch geschah.

Offiziell mussten FnF jedoch 2008 "gerettet" werden, und die US-Regierung tat dies mit einem Kredit im Volumen von 190 Mrd. Dollar (nach heutigem Stand). Dieser Kredit wurde in Gestalt von Senior Preferred Stock (SPS) vergeben. Die US-Regierung hat sich für diese SPS eine üppige Dividende von 10 % p.a. genehmigt. Außerdem hat sie Warrants (Optionen) im Volumen von 79,9 % des common stock erhalten, die als Sicherheit dienen sollten, falls FnF doch noch pleite gingen.

Wegen des fremd-aufgeladenen Subprime-Schrotts machten FnF von 2008 bis 2012 hohe Verluste (Chart unten). Darauf beschloss die US-Regierung 2012, FnF "abzuwickeln" und durch andere "besser funktionierende" Institutionen zu ersetzen. Dies geschah durch ein von der FHFA-Zwangsverwaltung herausgegebenes Papier (3. Amendmend zur Rettungsvereinbarung von 2008), das sämtliche Gewinne von Fannie und Freddie ab 2012 an die US-Regierung weiterleitete.

Dieser sogenannte Net Worth Sweep (NWS) enthielt Elemente von Bosheit, da die Regierung 2012 bereits wusste, dass sich die Gewinnlage von FnF ab 2013 deutlich bessern würde (siehe auch Chart unten).

Im Zuge des NWS hat die US-Regierung seit 2012 ca. 310 Mrd. $ Gewinne von FnF einbehalten, obwohl sie nur 190 Mrd. $ (in Gestalt der SPS) verliehen hatte. Dagegen klagten u. a. Collins und Co., deren Fall am 9. Dezember von SCOTUS gehört wurde. Die Richtlinien-Entscheidung von SCOTUS sollte bis spätestens Juni fallen. Der Fall wird dann in das nächstuntere Gericht in Texas zurückverwiesen.

Die Collins-Kläger pochen darauf, dass der SPS mit dem NWS bereits komplett abgezahlt ist, und dass sogar ein Überzahlung stattgefunden hat. SCOTUS wird diesem Punkt nach Auffassung der meisten Rechtsexperten nachgeben. Nach dem Urteil dürfte der SPS wegfallen, so dass im Prinzip auch die Zwangsverwaltung enden könnte.

Allerdings verfügen FnF aus dem Grund, dass die US-Regierung seit 2012 sämtliche Gewinne abgesaugt hat, nur über relativ wenig Eigenkapital in Höhe von zurzeit ca. 40 Mrd. Dollar. Deshalb soll die "Freilassung" aus der Zwangsverwaltung höchstwahrscheinlich mit einer Kapitalerhöhung (KE) verbunden sein. Dafür wurden von Fannie und Freddie auch bereits zwei große US-Investmentbanken unter Vertrag genommen.

Diese KE dürfte sich kursverwässernd auf den common stock auswirken. Wie stark, hängt u. a. davon ab, wie hoch die Eigenkapitalanforderungen (capital rules) festlegt werden. Der aktuelle FHFA-Direktor, der Anfang letzten Jahres von Trump eingesetzt wurde, ist ein marktradikaler Libertärer. Er verlangt, dass FnF gemäß Basel 3 bis 4 % ihrer Bilanzsumme als EK vorhalten, das wären rund 240 Mrd. Dollar. Calabria arbeitet strategisch darauf hin, FnF zu schwächen, damit private Hypoverleiher (seine Klientel) mehr Marktanteile erhalten. FnF garantieren jedoch wegen der impliziten Staatsgarantie die günstigsten Hypotheken in USA, und daran haben auch POTUS Biden und die neue Finanzministerin Yellen ("affordable housing") ein starkes Interesse.

Der ehemalige Finanzchef von Fannie, Tim Howard, ist - im Gegensatz zu Calabria - der Meinung, dass FnF keine Banken sind, sondern Dienstleister, die US-Großbanken die Hypothekenverträge abkaufen und dann als vom Staat (teil-)garantierte MBS bündeln und an Investoren in aller Welt verkaufen. Dafür erhalten FnF von den Banken Gebühren, die ihre Haupteinnahmequelle sind. Howard ist deshalb der Ansicht, dass für FnF 150 Mrd. als EK vollkommen ausreichen würden.

Aktuell haben FnF wegen der niedrigen Aktienkurse nur eine kombinierte MK von 4 Mrd. %. In einer im Januar zwischen Finanzminister Mnuchin und Mark Calabria getroffenen Vereinbarung wurde die Höhe der KE mit 2 x 70 Mrd. "angedacht". Eine mehr oder minder starke Verwässerung der Altaktionäre wird daher stattfinden. Da die Kurse des common stocks jedoch von 90 Dollar auf aktuell unter 2 runtergekommen sind, ist die Verwässerung bereits mehr als eingepreist. Analysten schätzen, dass der Kurs nach dem Scotus-Urteil auf bis zu 7 Dollar steigen könnten (= mehr als Verdreifachung).

Die Vorzugsaktien JPS haben noch Scotus die Chance, wieder auf ihren Nennwert von 25 Dollar (evtl. abzüglich "Haircut") zu steigen. Außerdem könnten bei Wegfall des NWS noch Zinsen aus den letzten Jahren nachgezahlt werden. Da die JPS faktisch um Junkbonds handelt, sind sie als Bonds von der Verwässerung durch die anstehenden KEs nicht betroffen. Die JPS sind daher eine etwas konservativere Form, auf die Erholung nach Scotus/Freilassung zu spekulieren. Dafür bieten die normalen Aktien (common stock) aber möglicherweise noch mehr Kurspotenzial. Manche glauben, sie könnten auf deutlich über 10 Dollar steigen. Es kursieren auch Kursziele von bis über 100 Dollar, die sind jedoch mMn stark unrealistisch.

Die Collins-Kläger, die jetzt bei Scotus gehört wurden, halten die JPS.  
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1083 Postings ausgeblendet.

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingHelmut

 
  
    
01.04.22 15:27
Glen Bradford hatte in den letzten Jahren so viele "Visionen", dass Helmut Schmidt ihn sofort zum Arzt geschickt hätte ;-)  

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingAussagen im Bradford-Artikel in #1083

 
  
    
02.04.22 12:57
werden von einem Artikel in "American Banker" bestätigt:

https://www.americanbanker.com/news/...ses-for-end-of-conservatorship

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Die Stämme stiegen ab dem Tief vor der News um ca. 8 % (von 77 auf 83 Cents), während die JPS teils um über 20 % zulegten, z. B. FNMAS.

 
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73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingChart von FNMAT

 
  
    
1
02.04.22 13:00
Bei diesem JPS ging es von 2,45 auf 3 Dollar hoch (+22 %)  
Angehängte Grafik:
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73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingHoward zum Fireside-Chat mit Sandra Thompson

 
  
    
2
03.04.22 14:59
Zunächst der Link zum Kamingespräch mit Sandra Thompson. Interessant wird es ab 27:10 min.:

https://www.youtube.com/watch?v=dJo878Lobaw&t=1669s

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Die Äußerungen von Thompson in diesem Chat und bei einem anderen Event wurden von vielen...

https://www.americanbanker.com/news/...ses-for-end-of-conservatorship

... als "Anfang vom Ende der Zwangsverwaltung" gefeiert. Daher auch die starken Kursgewinne (bei den JPS) in den letzten zwei Tagen.

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Tim Howard ist weniger optimistisch. Unten seine Einschätzung der Äußerungen Thompsons beim Fireside-Chat.

MMn ist Howard etwas zu pessimistisch. Er hat zwar recht, dass Sandra Thompson letztlich die Wall-Street-Agenda umsetzt - d.h. FnF durch überzogenen Kapitalanforderungen schwächt, wie zuvor Mark Calabria.

Was Howard jedoch mMn zu wenig berücksichtigt, sind die Interessen des Finanzministeriums, also Yellens. Im Duo Thompson/Yellen ist Yellen sicherlich der gewichtigere Part. Yellen weiß, dass eine evtl. 2024 folgende Rep-Regierung eine Freilassung - falls sie bis dahin noch nicht durchgeführt sein sollte - ziemlich zügig betreiben würde. Dann würden die Reps die dabei erzielbaren Gewinne für sich einstreichen und für andere Zwecke als die Demokraten ausgeben.

Dass der Kurs von Rekapitalisierung/Freilassung grundsätzlich auch unter Yellen weiter verfolgt wird, zeigt sich darin, dass die Gewinne von FnF ja nun schon seit 2019 einbehalten und zum Kapitalaufbau verwendet werden. Wenn Yellen von diesem Kurs hätte abweichen wollen, hätte sie schon längst den NWS wieder eingeführt. (Das wäre aber wohl auch politisch "kaum vermittelbar" gewesen.)

Horward hat allerdings recht, dass die auch von Thompson verlangten überhöhten Kapitalanforderungen für FnF und die Stammaktionäre nachteilig sind. Sie führen zu stärkerer Verwässerung der alten Stammaktien und machen FnF nach der Freilassung weniger konkurrenzfähig, da sie zum Erzielen der nötigen EK-Rendite dann ihre Garantiegebühren* erhöhen müssten, was Marktanteile kostet.

* Haupteinnahmequelle von FnF

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Hier nun der Kommentar von Tim Howard:

https://howardonmortgagefinance.com/2022/02/01/...tive/#comment-26798

deepL + edit

Ich habe am Donnerstag dem "Kamingespräch" mit der amtierenden FHFA-Direktorin Thompson zugehört, und nichts von dem, was ich dort hörte, hat meine Meinung über die derzeitige Politik der Regierung gegenüber Fannie und Freddie geändert. Ganz offensichtlich ist Thompson nicht federführend; sie tut das, was sie als ihre Aufgabe ansieht, um den Plan auszuführen, der vor mehr als einem Jahrzehnt vom Finanzministerium skizziert und 2020 vom ehemaligen Direktor Calabria aktualisiert wurde: einen Weg für die Unternehmen zu schaffen, um aus der Zwangsverwaltung auszuscheiden, vorausgesetzt, sie halten sich an die Kapitalanforderungen, die Auftragsziele und die Regulierung, die von dem, was ich als das Finanzestablishment bezeichne, gebilligt werden und die darauf ausgelegt sind, die Banken und die Wall Street zu begünstigen - auf Kosten der Hausbesitzer.

Aus diesem Interview ging eindeutig hervor, dass Thompson nicht "mitspielt" und dass sie die Fiktionen, die in den Hallen der FHFA und des Finanzministeriums über Fannie und Freddie erzählt werden, aufrichtig glaubt. Dieser Mangel an Faktenwissen erschwert die Probleme, die bei den Unternehmen eigentlich einfach sein sollten. So sagte Thompson zu Beginn des Gesprächs, dass eine "ganzheitliche Überprüfung der Preisgestaltung" oberste Priorität habe, um herauszufinden, wie Fannie und Freddie "tragfähige Renditen" erwirtschaften und gleichzeitig einen Ausgleich zwischen den Zielen der Mission und der Sicherheit und Solidität schaffen können. Sie wies darauf hin, dass eine solche Überprüfung seit 2015 nicht mehr durchgeführt worden sei und dass es sich um ein "riesiges Unterfangen" handele.

Ist es aber nicht, wenn man das Geschäft versteht. In dieser Überprüfung der Preisgestaltung von 2015 (zu der ich einen Kommentar verfasst habe) stellte der FHFA fest, dass die Garantiegebühren von Fannie und Freddie "drei Arten von Kosten abdecken, die sie bei der Bereitstellung ihrer Garantie erwarten" - (a) erwartete Kreditverluste, (b) die Kapitalkosten zur Deckung unerwarteter Kreditverluste und (c) allgemeine und administrative Kosten. FHFA fuhr dann fort: "Von diesen drei Komponenten sind die Kosten für die Kapitalhaltung bei weitem die bedeutendsten". Das war damals so, und es ist heute noch wahrer. In Zukunft sollten die erwarteten Kreditkosten von Fannie und Freddie zwischen 2 und 4 Basispunkten liegen (in den letzten zehn Jahren lagen sie unter Null), und die allgemeinen und administrativen Kosten sollten etwa 8 Basispunkte betragen. Die Kosten für das Halten von Kapital gegen unerwartete Verluste hängen von zwei Variablen ab: dem erforderlichen Kapitalanteil und der angestrebten Kapitalrendite. Um eine Rendite von 9,0 Prozent nach Steuern auf die (stark überhöhten) Calabria-Kapitalanforderungen von 4,65 Prozent zu erzielen, müssen Fannie und Freddie 51 Basispunkte auf ihre Garantiegebühren aufschlagen; um dieselbe Rendite auf 2,5 Prozent Kapital zu erzielen - weit mehr als nötig, um eine Wiederholung des landesweiten Rückgangs der Immobilienpreise um 25 Prozent zu überleben, der auf das Platzen der Hypothekenblase von 2007 folgte - sind nur 27 Basispunkte an Garantiegebühren erforderlich. Dies herauszufinden ist kein "großes Unterfangen"; es dauert nur ein paar Minuten mit einem Taschenrechner.

Das ist es, was so frustrierend ist, wenn man den amtierenden Direktor Thompson über erschwinglichen Wohnraum und Sicherheit und Solidität reden hört. Die FHFA kann Fannie und Freddie dabei helfen, erschwinglichen Wohnraum zu fördern, indem sie ihnen erlaubt, ihre Kreditgarantien auf wirtschaftlicher Basis zu bewerten. Die eigenen Dodd-Frank-Stresstests der FHFA zeigen, dass die Unternehmen nicht annähernd 465 Basispunkte Kapital benötigen - was die Unternehmen dazu zwingt, unnötige 51 Basispunkte auf ihre Garantiegebühren aufzuschlagen, um eine "tragfähige Rendite" zu erzielen -, um sicher und solide zu sein. Aber Thompsons Marschbefehl (der natürlich als Unterstützung der Sicherheit und Solidität ausgegeben wird) lautet, ihnen "bankähnliches Kapital" aufzuerlegen, und genau das tut sie. (Und Sie haben vielleicht bemerkt, dass ihre wichtigste Initiative im Bereich des erschwinglichen Wohnraums darin besteht, die Unternehmen aufzufordern, Pläne für einen angemessenen Wohnraum vorzulegen - und ihnen im Wesentlichen zu sagen: "Ihr findet eine Lösung angesichts der Beschränkungen, die wir euch auferlegen.")

Solange kein hochrangiger Wirtschaftsbeamter in der Biden-Administration aufsteht und Fannie und Freddie erlaubt, wieder echte Unternehmen zu sein und nicht Gefangene der Bankenlobby, werden FHFA und Finanzministerium ihren derzeitigen Kurs fortsetzen und sich darauf vorbereiten, Fannie und Freddie aus der Vormundschaft zu entlassen, wenn sie dazu bereit sind. Der nächste Meilenstein in diesem Prozess wird die Entscheidung des Finanzministeriums sein, was mit den vorrangigen Kreditnehmern geschehen soll. Jeder weiß, dass Fannie und Freddie kein Kapital aufnehmen können, solange die Vorzugsaktien und die Liquidationspräferenz des Finanzministeriums bestehen bleiben. Deren Abschaffung hat sich jedoch als gordischer Knoten erwiesen. Jahrelang hatte ich geglaubt, das Finanzministerium warte auf eine aufsehenerregende Niederlage in einem Gerichtsverfahren, bei dem es um den Net Worth Sweep geht, um sich politisch absichern zu können, damit es einen Einkommensstrom aufgeben kann, von dem es immer wieder (und fälschlicherweise) behauptet hat, er gehöre "dem Steuerzahler", aber das Urteil des Obersten Gerichtshofs in der Sache Collins über die APA-Klage - und in jüngerer Zeit das Urteil des Berufungsgerichts für den Federal Circuit über regulatorische Übernahmen und die Verletzung der Treuepflicht - hat die Wahrscheinlichkeit, dass das Finanzministerium gezwungen sein wird, den Sweep aufzugeben, nahezu beseitigt.

Das Finanzministerium hat zwei Möglichkeiten, den Net Worth Sweep freiwillig aufzuheben. Die erste besteht darin, die SPS von Fannie und Freddie als vollständig zurückgezahlt zu erklären, einschließlich Zinsen (was richtig ist), und die SPS sowie Liquidationsvorzug von sich aus zu streichen. Dies würde jedoch bedeuten, dass sie ihre Haltung revidieren müsste, wonach die Sweep-Zahlungen eine legitime Entschädigung für ihre "heldenhaften" Bemühungen bei der Rettung der Unternehmen während der Krise sind (eine Fiktion, die das Finanzministerium zu verantworten hat), und dass sie sich außerdem der Kritik aussetzen müsste, dass sie das Geld der Steuerzahler an die Aktionäre (einschließlich der verteufelten Hedgefonds) "verschenkt".

Die zweite Alternative ist die Umwandlung der 191 Milliarden Dollar an vorrangigen Vorzugsaktien in Stammaktien der Unternehmen. Aber das würde (a) dem Finanzministerium praktisch das gesamte Eigentum an beiden Unternehmen geben, (b) seine Warrants auf 79,9 Prozent der Stammaktien der Unternehmen - die von den meisten Menschen als gültiger Anspruch auf die Vermögenswerte der Unternehmen angesehen werden (auch wenn das nicht der Fall ist) - im Wesentlichen wertlos machen und (c) Fannie und Freddie zwingen, die SPS praktisch zweimal zurückzuzahlen (zuerst durch Zahlungen [aus dem NWS], die das Finanzministerium nicht als Rückzahlungen zählen wollte, und [nun] erneut durch die Umwandlung in Stammaktien), senden sie eine unmissverständliche Botschaft an potenzielle künftige Investoren, dass Fannie und Freddie anders und nachteiliger behandelt werden als jedes andere börsennotierte Unternehmen, was die Erfolgschancen der geplanten Rekapitalisierung gefährdet.

[A.L.: Das sieht z. B. KThomp19 anders. Er meint, dass bei fast jeder Restrukturierung (bzw. Chapter 11 Pleite) die Altaktien komplett oder nahezu wertlos werden, und TROTZDEM die meisten Firmen problemlos durch Herausgabe neuer Aktien erfolgreich an die Börsen zurückkehren können.]

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was das Finanzministerium in dieser Sache unternehmen wird, und ich vermute, dass es das auch nicht tut. Und wenn das der Fall ist, werden wir zumindest in den nächsten Monaten mit der Scharade weitermachen, dass Fannie und Freddie ihre Kapitalpläne einreichen und die FHFA ihre "Preisprüfung" durchführt, während die Unternehmen experimentieren, wie nahe sie einer "tragfähigen Rendite" für unhaltbar hohe Kapitalbeträge kommen können, indem sie versuchen, die Garantiegebühren für ihre nicht auftragsbezogenen Geschäfte zu erhöhen.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)  

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingImmerhin wird über Freilassung öffentl gesprochen

 
  
    
11.04.22 21:11
Getting Into Conservatorship? Easy. Getting Out? Hard

Monday April 11, 2022 - dhollier@imfpubs.com

It?s going to be a lot more difficult getting Fannie Mae and Freddie Mac out of conservatorship than it was getting them in. That was one of the key messages delivered by Federal Housing Finance Agency Acting Director Sandra Thompson during a recent conference hosted by the Bipartisan Policy Center.

Thompson was responding to a question about what she could do, as FHFA director, to end the 14 years of government supervision of the enterprises. Not surprisingly, she began by talking about capital.

?As you know,? she said, ?under [former FHFA] Director Mel Watt, [the GSEs] were able to retain only $3 billion in earnings after having repaid whatever was given to them by Treasury and the government. Under [Mark] Calabria, they were allowed to retain earnings, which they are doing today, and build capital. So, there?s a huge gap there.?

But even as Fannie and Freddie gradually build capital, there are steps that have to be taken to set the stage for ending the conservatorships, Thompson said. The most obvious is a series of complex conversations that must take place between FHFA and Treasury.  

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingRelativ-Chart Fannie-Stämme vs. Fannie-JPS

 
  
    
17.04.22 14:57
Der Relativ-Chart FNMA/FNMAS (unten) steht aktuell bei 0,21 - und damit am unteren Ende des langjährigen Trendkanals.

D.h. der Kurs des JPS "FNMAS" notiert aktuell fast fünfmal so hoch wie der Kurs der Stammaktie "FNMA".

Historisch sind die JPS im letzten Jahrzehnt nie höher gestiegen als das Sechsfache des Stammaktienkurses. Das Minimum lag bei ca. 1,2, als FNMA und FNMAS (kurz nach Scotus) fast gleich teuer waren.

Beim aktuellen FNMA-Kurs von 78 Cents sollte demnach für FNMAS beim Sechsfachen bzw. 4,68 Dollar der Deckel drauf sein.

Sogar Kthomp19 (bekannt als Stammaktien-"Basher") hat vor einigen Tagen bei iHub geschrieben, dass er die aktuell große Spanne zwischen Stämmen und JPS für einen Trade nutzen will. Er hält normalerweise ausschließlich JPS, überlegt aber nun, 5 % seiner JPS zu verkaufen und das freiwerdende Geld in Stammaktien anzulegen. Für ihn soll das aber nur ein "Trade" mit maximal zweimonatiger Haltezeit werden. Er geht also davon aus, dass der Relativ-Chart (unten) ein Zwischentief erreicht hat, und entweder FNMA steigt oder FNMAS fällt, so dass die Spanne sich wieder dem historischen Mittelwert von ca. 3,5 annähert.

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https://investorshub.advfn.com/boards/...sg.aspx?message_id=168498014

Rotating some prefs to commons looks like a good short-term trade. I might even rotate some myself if I get up on the right side of bed on Monday, with the idea to rotate back if FNMAS:FNMA goes back to 3.5:1.
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MMn ist beim Relativ-Chart aber auch ein Ausbruch aus diesem Trendkanal nach unten möglich. Und zwar dann, wenn sich am Markt die Erwartung verfestigen sollte, dass die Regierung ihre SPS in Stammaktien umwandeln will. Im Extremfall könnten die Stämme dann (laut Glen Bradford) auf 10 Cents fallen, während die JPS auf 25 Dollar steigen. Der Relativchart würde dann auf 1/250 = 0,004 fallen (von jetzt 0,21).  
Angehängte Grafik:
ujidgz.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
ujidgz.png

120 Postings, 1091 Tage don56Gibts...

 
  
    
25.04.22 13:27
...schon news? Die JPS haben die letztens Wochen ja gut zugelegt, aber immernoch nicht in dem Maße, wie man es hofft  

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingKommentar von Tim Howard zu dem MBS

 
  
    
25.04.22 17:00
von Fannie und Freddie, die die US-Notenbank (Fed) hält.

MBS = mortgage backed securities = Hypothekenpfandbriefe

(MBS sind die Wertpapiere, die Fannie und Freddie als Anlageobjekte am Bondmarkt anbieten. Die MBS enthalten gebündelte Kredite von Kreditnehmern mit relativ guter Bonität - also kein Subprime. USA garantiert den Käufern der MBS die Werthaltigkeit, bietet also eine implizite Ausfallgarantie für die MBS. Deshalb gelten die MBS als "fast so sicher" wie US-Staatsanleihen. Für das Eigenkapital von Fannie und Freddie haftet der Staat hingegen nicht. Es ist privates "first loss"-Kapital, das in Immobilienkrisen, in denen viele Verträge faul werden, auch verloren gehen kann. Erst wenn diese private "Schutzpuffer"  verbraucht ist, springt die Staatsgarantie an.)

Und das schreibt Howard zu den MBS in seinem Blog (Kommentarteil):

Die Fed hält derzeit 2,73 Billionen Dollar an Agency-MBS (Fannie, Freddie und Ginnie - sie schlüsseln sie nicht weiter auf). Im Herbst 2008 hielt sie noch keine einzige MBS. Die Fed hat angekündigt, ihr Programm der "quantitativen Lockerung" [QE; Aufkauf von Anleihen inkl. FnF-MBS] rückabwickeln zu wollen,  aber sie hat damit noch nicht begonnen. [Aktuell] sind ihre Bestände an Agency-MBS noch auf (oder nahe an) einem Allzeithoch, ebenso wie ihre Bestände an Staatsanleihen (5,76 Billionen Dollar).

Die MBS-Bestände der Fed... sind inzwischen z. T. weniger wert als zum Zeitpunkt des Fed-Aufkaufs. Außerdem stieg seit Mitte März der Zinssatz, den die Fed für Bankreserven zahlt, um 25 Basispunkte - von 15 auf 40 Basispunkte...

Wenn die Fed damit beginnt, ihre MBS-Bestände zu reduzieren - und ich vermute, dass sie das aus geldpolitischen Gründen bald tun wird -, dürfte dies zumindest einen gewissen zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Hypothekenzinsen ausüben... Aber es ist schwer, dies in Basispunkten zu beziffern. Nennen wir es vorerst einfach einen "Gegenwind", der den Aufwärtsdruck auf die Hypothekenzinsen, der bereits durch steigende Kurzfristzinsen und die Besorgnis über das Fortbestehen inflationärer Einflüsse ausgeübt wird, noch verstärken wird. Ich gehe davon aus, dass die Fed bei einer QE-Rückabwicklung zunächst endfällig werdende MBS nicht ersetzt, bevor sie mit realen MBS-Verkäufen beginnen wird.

deepL + edit (stark)
 

243 Postings, 3101 Tage Helmut DietrichWie wirken sich diese Massnahmen #1092

 
  
    
26.04.22 15:41
auf unsere Kurse der Stammaktien sowie der Vorzüge aus? Vielen Dank AL.  

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingErst mal wenig Wirkung

 
  
    
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26.04.22 16:44
Wenn die MBS im Kurs sinken, weil der Fed QE rückabwickelt, dann ist das weitaus weniger bedrohlich, als wenn die MBS fallen, weil darin enthaltene Hypothekenverträge faul werden.

Letzteres ist nicht der Fall. Es gibt auch kaum Subprime-Verträge, die Bonität der Hypothekennehmer ist durchweg gut. Problemverträge werden laufend verkauft.

Ein Kurssturz bei den MBS könnte aber eintreten, wenn die Hauspreise in USA zu fallen beginnen (wie nach 2005) und Hypo-Schuldner die Zahlungen einstellen (wie 2007 und 2008). Die Neigung, dies zu tun, ist seitdem deutlich gesunken, weil die Hauskäufer ja beim Hauskauf seit der 2008-Krise 20 % Eigenkapital mitbringen müssen (Käufe ohne EK wie 2005 ff. gibt es nicht mehr...)

Konkret droht somit erst mal wenig. Die Fed will ja auch vorerst keine MBS verkaufen, sondern erst mal nur auslaufende (endfällige) nicht ersetzen. Das ist die sanfte Methode, die Bilanzsumme abzubauen. Dabei entstehen auch keine Preisverzerrungen nach unten durch Verkäufe. Allerdings entfällt die Stützung der MBS durch Neukäufe.

Howard meint, dass eine neue Housingkrise sogar hilfreich sein könnte. Im Moment haben FnF nur wenig Buchkapital (ca. 75 Mrd. $). Und ohne die SPS in der Bilanz wäre das Eigenkapital (CET 1) sogar dreistellig negativ.

Um bei einer neuen Housingkrise nicht als Zahlmeister dazustehen, ist die Regierung daher gezwungen, bereits bei den ersten Anzeichen einer solchen die Kapitalerhöhung/Freilassung durchführen. Eben "solange es noch geht".  

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingLamberth-Prozess: Jury-Verfahren kann 2 Wo. dauern

 
  
    
29.04.22 20:16
https://mobile.twitter.com/DoNotLose/status/1519883323614629888

FHFA, Fannie and Freddie sent a notice to Judge Lamberth this afternoon to let him know they estimate the jury trial scheduled to start on July 11 in the Class Action proceeding may last at least two weeks, and a copy of that notice is attached to this e-mail message.

Bei dem Lamberth-Prozess (Sammelklage), der am 11. Juli beginnt (und laut obiger Info mindestens 2 Wochen dauert), fällt eine Jury das Urteil. Deshalb sind die Erfolgsaussichten deutlich größer, als wenn sich befangene Richter erneut unter Berufung auf das aktionärsfeindliche HERA-Rettungsgesetz oder mit sonstigen Ausflüchten aus der Affäre stehlen.

Im Lamberth-Prozess fordern die Kläger (Halter von JPS und Freddie-Stämmen, Fannie-Stämme sind nicht vertreten) Schadensersatz von den FIRMEN Fannie Mae und Freddie Mac wegen Vertragsbruch und Verstoß gegen die guten Sitten. Die Klage richtet sich somit nicht gegen die Zwangsverwaltung FHFA, sondern gegen die beiden Firmen. Das ergibt juristisch eine vorteilhaftere Ausgangslage.

Begründung: Für die JPS-Halter, die den Firmen vor Einführung der Zwangsverwaltung praktisch Darlehen gewährt haben (JPS ähneln Bonds mit Nennwert von meist 25 Dollar - nur dass eben die Dividende ausgesetzt werden kann, was 2008 ja auch geschah), war beim Kauf vor 2008 nicht absehbar, dass 2012 der Net-Worth-Sweep (NWS) eingeführt würde. Über den NWS wurden von 2012 bis 2019 sämtliche Gewinne von FnF an die US-Regierung weitergeleitet. Der NWS hat FnF nachhaltig Kapital entzogen, was sich für die Halter der JPS (die nachrangig nach den SPS, aber vorrangig vor den Stämmen sind) sehr nachteilig ausgewirkt hat.

Die Regierung hat von 2008 bis 2021 über den NWS und die 10-%-Dividende auf die SPS insgesamt 310 Milliarden Dollar von FnF abkassiert. Über die SPS hatte sie sich an den beiden Firmen 2008 mit 190 Mrd. $ beteiligt.

Die Kläger fordern Auszahlung der JPS zum Nennwert (meist 25 Dollar) und 6 % Verzugszinsen rückwirkend ab 2012. Im Endeffekt ergäbe dies, wenn dies durchkäme, rund 35 Dollar pro JPS (für die 25-$-Tranchen).

Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass die liquidesten (FNMAS und FNMAT und FMCKJ) zuzeit noch unter 4 Dollar notieren...

Allerdings befürchten einige Kommentatoren bei iHub (die eher klügeren), dass auch aus dem Lamberth-Prozess am Ende nur wieder ein "Nothing-Burger" herauskommt.

Wie auch immer, bei den JPS kommt bereits Freude auf.

Hier der Chart des JPS FNMAT, der seit Anfang März um 75 % zugelegt hat.


 
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73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingHier die Bedenken von iHuber nats1

 
  
    
29.04.22 20:31
Die Jury (sind ja Laien) könnte von der Regierung mit dem Pleite-Narrativ, der ja in jeder Zeitung seit 2008 stand, "eingeseift" werden.

https://investorshub.advfn.com/boards/...sg.aspx?message_id=168701292

...Ich hatte bereits erwähnt, dass der Prozess voraussichtlich lange dauern wird, und wenn es sich um ein Schwurgerichtsverfahren handelt, werden die Geschworenen aus vielen Leuten bestehen, die nicht dabei sein wollen und deren Augen nach den ersten drei Tagen glänzen werden. Ist das gut für uns? Außerdem befürchte ich, dass die Regierung das altbekannte Narrativ von der "Rettung" [der GSE in 2008] und den gierigen Hedge-Fonds auftischen wird. Das ist die Denkweise, mit der jeder Geschworene, der in den letzten 14 Jahren die Zeitung gelesen hat und dessen IQ höher ist als der einer Türklinke, in den Gerichtssaal kommen könnte. Eine schwer zu überwindende Bürde - wir werden sehen.

Nats

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingHF-Manager Tim Pagliara hat sämtliche Positionen

 
  
    
02.05.22 21:31
in Fannie und Freddie verkauft - sowohl seine Stammaktien als auch sämtliche JPS.

Dabei hat der Pagliara hohe Verlust realisiert. Er hatte u. a. 4 Millionen Stücke FNMAT im Depot, die er 2014 ff. zu einem Durchschnittskurs von 7,44 $ gekauft hatte. Nach Scotus (vor allem offenbar im 1. Q. 2022) hat er nun alle für weniger als die Hälfte verkauft. Am Quartalsende, als Pagliara schon "draußen" war, notierte FNMAT bei 2,69 $.

Hier die Verkaufspositionen von Tim Pagliara:
https://imgbb.com/SNzPVNX
(siehe auch Sceenshot davon unten)

Pagliara scheint demnach keine große Hoffnung (mehr) zu haben, dass im Fairholmes-Prozess im Juli noch viel für die JPS-Halter rausspringt. Das entspricht der "Nothingburger"-These in # 1095/96.

Allerdings hat Pagliara eben auch einen eigenen Hedgefonds, d.h. er tradet mit "anderer Leute Geld". Es könnte sich bei ihm um "erzwungene Verkäufe" wegen Redemptions (Kundenkündigungen) gehandelt haben. Das passiert öfter, wenn Hedgefonds (aus Kundensicht) schwerwiegende Fehler machen.

Tim Pagliara ist derjenige, der 2021 das Buch "Another Big Lie" geschrieben hatte und es kurz vor dem Scotus-Termin im Juni an alle Scotus-Richter und Richterinnen verschickt hatte. Wahrscheinlich hat er Scotus damit eher gegen sich (bzw. gegen die Collins-Kläger) eingenommen, denn die Regierung samt angeschlossener Justiz trommelt ja gern das "Wir wollen keine Windfall-Profite für gierige Hedgefonds"-Mantra.

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Ist das für mich (ich halte ebenfalls FNMAT) nun ein Grund, bärisch zu werden? Nein. Ganz im Gegenteil: Denn die JPS sind sehr handelseng und reagieren entsprechend sensibel auf Verkaufsdruck. Ich gehe davon aus, dass die forcierten Verkäufe von Pagliara und von anderen Hedgefonds der Hauptgrund für den Absacker waren, den FNMAT (und Stämme sowie andere JPS) in den Monaten nach Scotus zeigten. FNMAT fiel im August im Tief bis auf 1,42 $. Aktuell ist der Kurs schon wieder bei 3,40 $. Die Erholung dürfte daran liegen, dass Pagliara und Co. nun "draußen" sind und deshalb kein weiterer Verkaufsdruck mehr auf den JPS lastet. Das werte ich sogar als bullish. Im Gegensatz zu Hedgefonds kommt bei mir kein Verkaufsdruck auf, weil ich eben mit eigenem (vorhandenen) Geld operiere.  
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73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingChart von FNMAT (Wochen-Kerzen)

 
  
    
02.05.22 21:32
 
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73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingVerkaufsinfo von T. Pagliara war Fake-News

 
  
    
03.05.22 15:08
Hätte mich auch gewundert, nachdem er das Buch "Another Big Lie" geschrieben hatte.

https://investorshub.advfn.com/boards/...sg.aspx?message_id=168722372

We have not sold a share except through swaps in the fall of 21. Our position has increased 25% since 6.30.21- read the 13f filings  

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingHier Kommentar von T. Pagliara persönlich

 
  
    
03.05.22 15:21
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73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingTatsächlich hat Tim Pagliara (CapWealth)

 
  
    
04.05.22 09:46
seine Positionen vergrößert:

https://investorshub.advfn.com/boards/...sg.aspx?message_id=168734500

Thanks for that link showing all the preferred shares CapWealth added in Q1 2022. This is a great service to the board.

That's $55.4M more in par value than at the end of 2021, for a total par value of $460,833,675.  
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73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingDer Rechtsweg ist voller Hürden

 
  
    
15.05.22 20:20
 
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1364 Postings, 3041 Tage Mr. GantzerWird in Frankfurt nicht mehr gehandelt?

 
  
    
16.05.22 09:06

73909 Postings, 6589 Tage Anti Lemming# 1103

 
  
    
16.05.22 15:05

1364 Postings, 3041 Tage Mr. GantzerSieht eher aus, dass der Handel eingestellt wurde

 
  
    
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16.05.22 16:49

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingInterview mit Mark Calabria,

 
  
    
18.05.22 16:04
dem vor knapp einem Jahr gefeuerten FHFA-Direktor:

https://www.politico.com/newsletters/...nloads-on-washington-00032946

deepl+edit

"Zum Thema 'ahnungslos'": Calarbria wettert gegen Washington

05/17/2022 08:00 AM EDT

Es ist fast ein Jahr her, dass das Weiße Haus Mark Calabria von seiner Rolle als Aufsichtsbehörde für die US-Hypothekenriesen Fannie Mae und Freddie Mac abberufen hat, nachdem der Oberste Gerichtshof Präsident Joe Biden mehr Befugnisse zur Entlassung gegeben hatte.

In einem Interview, das heute Morgen mit dem Podcast Banking With Interest von IntraFi veröffentlicht wurde, äußert sich Calabria zu den Risiken, die er auf dem Hypothekenmarkt sieht, zu den Problemen bei der Federal Housing Finance Agency und zu seinen Zweifeln an der Wahl von Jay Powell durch die Trump-Regierung im Jahr 2017 für die Leitung der Fed. Hier sind einige Auszüge aus dem Interview, das Sie sich hier anhören können.

Über Fannie und Freddie und Probleme mit der Kreditqualität:

"Wir sehen bereits heute, dass einer von 10 FHFA-Kreditnehmern in einem starken Immobilienmarkt und in einer starken Wirtschaft in Verzug ist. Was wird passieren, wenn sich das Blatt wendet? Ich glaube daher, dass wir es mit einer tickenden Zeitbombe zu tun haben, insbesondere bei der FHA." Calabria wies auf das Potenzial für historische Preisrückgänge auf dem Immobilienmarkt hin sowie auf die seiner Meinung nach laxen Kreditvergabestandards, die im Wesentlichen Kreditnehmern mit niedriger Bonität, hohem Beleihungsauslauf und hohem Schulden-Einkommens-Verhältnis Subprime-Kredite gewähren. "Ehrlich gesagt, ist es vielerorts genauso schlimm wie früher", sagte er und bezog sich dabei auf die Immobilienkrise von 2008. "FHA hat die Größe dessen, was Subprime beim letzten Mal war."...

"Ich finde es absolut verblüffend, dass Washington mehr Zeit damit verbringt, über Stablecoins auszuflippen als über den Hypothekenmarkt. Das nennt man Ahnungslosigkeit."

"Ich habe das Gefühl, dass Washington einfach schlafwandelt... Aber das Risiko auf dem Hypothekenmarkt ist um Größenordnungen größer als alles, was wir bei Krypto oder Stablecoins sehen."

Über das Verpassen eines Zeitfensters für die Überarbeitung der GSEs:

"Ich war der Ansicht, dass ich gegen die Zeit anrenne: Wie kann ich die Bilanzen umstrukturieren? Wie kann ich Kapital beschaffen? Wie reduziere ich die Risiken, um diese Unternehmen in eine Form zu bringen, in der sie die nächste Krise nicht nur überleben, sondern eine Quelle der Stärke sein können. ... Wenn sich dieses Fenster nicht schon geschlossen hat, dann schließt es sich schnell, so dass eine Insolvenz von Fannie und Freddie zum jetzigen Zeitpunkt wohl unvermeidlich ist."

"Selbst wenn die Regierung Fannie und Freddie mit großen Kapitalerhöhungen helfen wollte, ist das Marktfenster dafür in diesem Zyklus wahrscheinlich geschlossen."...

"Es gibt niemanden, der als Nicht-Bank systemischer ist als Fannie und Freddie."
 

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingKommentar dazu von Tim Howard

 
  
    
18.05.22 16:07
https://howardonmortgagefinance.com/2022/02/01/...ge-1/#comment-27222
deepl+edit

Calabria hat schon extreme - und extrem ungenaue - Behauptungen über Fannie und Freddie aufgestellt, bevor er Direktor der FHFA wurde. Er wird sich nicht ändern, und wenn überhaupt, dann deutet dieser Politico-Artikel darauf hin, dass er beschlossen hat, seine Rhetorik noch mehr zu überhitzen, mit Worten wie "tickende Zeitbombe", "ahnungslos"... und der Aussage, dass "eine Insolvenz von Fannie und Freddie an diesem Punkt wohl unvermeidlich ist" - vermutlich, weil er als FHFA-Direktor nicht mehr da ist, um sie zu verhindern. Die Leser sollten inzwischen wissen, dass dies alles völliger Unsinn ist, getrieben von einer selbstgefälligen Ideologie und einer völligen Missachtung der leicht zugänglichen Fakten, und wenn sie das nicht wissen, dann wird ihnen eine Widerlegung von mir nicht helfen.
 

73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingAktuelle Hackordnung / Stand Mai 2022

 
  
    
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19.05.22 16:46
 
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73909 Postings, 6589 Tage Anti LemmingDroht in USA der nächste Immobilien-Crash?

 
  
    
19.05.22 18:04
Wenn es in USA erneut eine Immobilienkrise wie 2008 gäbe, muss sich dies für Fannie und Freddie nicht zwingend bärisch auswirken.

Grund: Die Biden-Adminstration wäre schnell selber als Zahlmeister dran, wenn die MBS von FnF in einer Housing-Krise faul würden. Dem dürfte die US-Regierung, die ja nicht gänzlich blöd ist, mit einer rechtzeitigen KE zuvorkommen.

Die Biden-Aministration haftet für etwaige Kursverluste der MBS von FnF, die aktuell einen Bilanzwert von 7.200 Milliarden $ haben (fast das Doppelte des deutschen BIP). Einen erheblichen Teil der umlaufenden MBS hat die Notenbank Fed im Zuge von QE aufgekauft.

Das Eigenkapital (Buchwert) von FnF liegt zurzeit aber nur bei 75 Mrd. Dollar - das entspricht nur etwas über 1 % der Bilanzsumme. D.h. schon wenn die MBS von FnF um 1 % fielen, wäre das aktuell knappe EK verbrannt und die US-Regierung wäre als Zahlmeister dran.

Tim Howard, der in letzter Zeit oft pessimistisch klang, hat schon mehrfach darauf hingewiesen, dass ein drohender Housing-Crash der US-Regierung wider Erwarten "Beine machen" könnte. Sie würde sich dann bemühen, möglichst bald die KE/Freilassung durchzuführen.

Es muss also wohl erst eine schwere Immokrise kommen, ehe sich die Bidens Bürokraten zum Handeln veranlasst fühlen. Der Artikel unten zeigt, dass sich die Anzeichen dafür verdichten.

Die Zeichner der KE sind allerdings keine Dummbeutel. Wenn Biden zu lange wartet, könnten sie riechen, dass der KE-Braten "vergiftet" ist.

Die KE würde einen privaten Schutzpuffer von bis zu 150 Mrd. $ in die Kapitalstruktur einbringen. Erst wenn diese 150 Mrd. $ verbrannt wären (im nächsten schweren Housing-Crash), würde die Haftung der US-Regierung für die MBS beginnen.

Ob der sieche Biden das noch rechtzeitig durchblickt? Zum Glück bringt die Freilassung/KE der Regierung auch noch mutmaßlich 100 Mrd. $ in Cash ein, so dass es sogar einen doppelten Anreiz zum Handeln gibt - erst 100 Mrd. $ via KE (aus den SPS) abkassieren und später 150 Mrd. $ im Housing-Crash einsparen. Macht unterm Strich schon mal eine Viertel Billion $ Unterschied.

https://www.zerohedge.com/markets/housing-crash-starting

deepl+edit

Beginnt der Immobiliencrash?

Letzte Woche haben wir umfangreiche empirische Belege dafür geliefert, dass der US-Wohnungsmarkt zu bröckeln beginnt, als wir regionale Manager von John Burns Real Estate Consulting zitierten, die sich alle in einem (oder mehreren) der folgenden drei Punkte einig waren: i) Die Nachfrage verlangsamt sich, vor allem bei Einsteigern aufgrund des Zahlungsschocks; ii) Investoren ziehen sich zurück; und iii) der Ripple-Effekt steigender Zinsen beginnt, den Aufwärtsmarkt zu treffen. Hier sind einige Hinweise:

- Bauunternehmer aus Dallas: "Die Interessenslisten schrumpfen oder die Käufer halten wirklich inne."

- Houstoner Bauunternehmen: "Viele Erstkäufer können sich aufgrund der gestiegenen Zinssätze einfach nicht mehr qualifizieren, da ihr Schulden-Einkommens-Verhältnis aus dem Ruder läuft."

- Bauunternehmer in San Antonio: "Der Verkehr hat sich seit der Zinserhöhung halbiert."

- Bauunternehmer in Raleigh: "Die Aktivität der Investoren hat sich drastisch verlangsamt."

- Provo-Bauunternehmer: "Die Investoren bewerten die Investition kritischer als in der Vergangenheit."

- Bauunternehmer in Washington DC: "Der Verkehr ist nur noch halb so groß wie im März. Wir sind besorgt über Erstkäufer...."....

Es versteht sich von selbst, dass ein Zusammenbruch des Immobilienmarktes schlecht für die US-Wirtschaft wäre, für die der Immobiliensektor von größter Bedeutung ist: Ein Haus ist in der Regel der größte Vermögenswert in den Ersparnissen der Amerikaner, Hausbau bringt vielen US-Bürgern Jobs, und die Hauspreise fließen maßgeblich in die Inflationsindizes ein. Genau aus diesem Grund würde die Fed, die die US-Wirtschaft so schnell wie möglich in eine Rezession stürzen will, um die Inflation zu bekämpfen, eine Hauspreis-Rezession als letztes gebrauchen können.

Was aber, wenn Powell stattdessen einen Immobiliencrash wie im Jahr 2007 herbeiführt?

Wenn dies der Fall sein sollte, könnten wir es in dieser wichtigen Woche anhand der Wohnungsbaudaten auf dem US-Wohnungsmarkt, der bis jetzt glühend heiß war, schon bald erahnen....

Wenn das Diagramm (unten) korrekt ist, warnt Reid (Deutsche Bank), dass "ein paar sehr schmerzhafte Monate vor uns liegen"...

Natürlich werden die Bullen immer noch auf die starken Fundamentaldaten verweisen, die dem Wohnungsbau zugrunde liegen: Wie in anderen Sektoren besteht ein großes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, da die zum Verkauf stehenden Bestände immer noch in der Nähe historischer Tiefststände liegen, die Arbeitskräfte im Bausektor aufgrund der rückläufigen Zuwanderung begrenzt sind und die Millennials in ihre besten Einkommens- und Hauskaufjahre hineinwachsen. Und das alles, während die Bilanzen der Verbraucher solide sind.

Wird die Fed also, wie Reid meint, die Zinssätze so weit anheben müssen, dass die Hypothekenzinsen weit über dem Niveau liegen, an das sich die meisten Hauskäufer gewöhnt haben, und damit letztlich das rasante Preiswachstum bremsen? Oder werden die Risse schon viel früher auftreten (Spoiler-Alarm: ja).

Eines ist sicher: Der Wohnungsmarkt und sein Schicksal werden der früheste Wegweiser für die Fed, die Zinsen und die US-Wirtschaft sein.
 
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