Islam
Broder veröffentlichte ab Mitte der 2000er-Jahre zahlreiche Beiträge zu Islamismus und islamistischem Terrorismus. Er kritisiert die seiner Ansicht nach unzureichende Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen in Teilen der europäischen Gesellschaft und Medien sowie generell eine Haltung von ?1,5 Milliarden Moslems in aller Welt, die chronisch zum Beleidigtsein und unvorhersehbaren Reaktionen neigen?.[67] In seinem 2006 erschienenen Buch Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken plädiert Broder für eine nachdrückliche Verteidigung der Meinungsfreiheit und die einschränkungslose Verurteilung von terroristischen Anschlägen. Er wendet sich darin gegen das in seinen Augen falsche öffentliche Bild der Terroristen und schildert seinen Neid ?auf die Terroristen. Nicht nur wegen der Aufmerksamkeit, die sie erfahren, sondern wegen der idealistischen Motive, die ihnen unterstellt beziehungsweise zugesprochen werden.?[68]
Broder kritisierte insbesondere die Verhandlungsbereitschaft deutscher Außenpolitiker gegenüber den afghanischen Taliban und der iranischen Regierung. So merkte er an, dass die Parteivorsitzende der Grünen, Claudia Roth, sich während eines Besuches im Iran den Kopf verschleiert und danach für einen kulturellen Austausch eingesetzt hatte. Er unterstellte ihr in einer Polemik, sich bei entsprechender Gelegenheit auch für das Lagertheater des KZ Theresienstadt begeistert haben zu können.[69] Einwanderung
Den Umgang mit muslimischen Immigranten in Deutschland kritisierte er als zu nachsichtig und sprach in diesem Zusammenhang von ?Inländerfeindlichkeit?: Ein neues Phänomen sei, ?dass ein Teil der Migranten die Gesellschaft verachtet, in die er gekommen ist?.[70]
In seiner Dankesrede zur Verleihung des Scopus Award der Hebräischen Universität Jerusalem erklärte Broder, dass ?der Antisemitismus in der muslimischen Gemeinschaft und unter Flüchtlingen gegenwärtig so tabuisiert werde wie damals der linke Judenhass?.[71]
Broder gehörte zu den Erstunterzeichnern der von Vera Lengsfeld ausgegangenen Initiative ?Gemeinsame Erklärung 2018?. In deren Wortlaut wird eine Beschädigung Deutschlands durch ?illegale Masseneinwanderung? befürchtet und Solidarität mit friedlichen Demonstranten bekundet, welche für eine Wiederherstellung der ?rechtsstaatlichen Ordnung an den Grenzen unseres Landes? demonstrieren.[72] Illustriert wurde die Erklärung mit einem Foto eines vom Umfeld der AfD unterstützten Frauenmarsches.[73]
Auf Journalistenwatch, einer Plattform der Neuen Rechten, veröffentlicht Broder eine Videokolumne.[74]
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