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Fannie Mae - Chance auf Verdreifachung bis Juli

Seite 1 von 16
neuester Beitrag: 23.06.21 19:35
eröffnet am: 05.03.21 13:39 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 395
neuester Beitrag: 23.06.21 19:35 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 38844
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68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingFannie Mae - Chance auf Verdreifachung bis Juli

 
  
    
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05.03.21 13:39
Die beiden halbstaatlichen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac (kurz FnF) wurden am 7. September 2008 vom damaligen US-Finanzminister Hank Paulson (zuvor Goldman-Sachs CEO) unter Zwangsverwaltung gestellt.

Es gibt Stimmen, die dies als den eigentlichen Auslöser der Banken- und Finanzkrise von 2008 betrachten. Denn Lehman ging erst eine Woche später, am 15. September 2008, pleite. Tatsächlich könnte die Lehman-Pleite eine indirekte Folge der FnF-Zwangsverwaltung gewesen sein, da diese eine Schockwelle durch die Finanzmärkte sandte. Keine Bank traute einer anderen mehr.

FnF sind in fast jede 2. Hypothek in USA involviert. Die kombinierte Bilanzsumme der Twins liegt aktuell bei knapp 6 Billionen Dollar, das entspricht 150 % des deutschen BIP. Klar dass bei solchen Summe Ängste aufkommen....

Die Zwangsverwaltung von FnF setzt sich bis zum heutigen Tag fort. Nun besteht jedoch eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Zwangsverwaltung durch eine Entscheidung des US Supreme Courts (SCOTUS), die bis Juni erwartet wird, enden wird. Die Details schildere ich unten.

Daraus erwächst für FnF erhebliches Kurspotenzial. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, daran teilzuhaben. Fannie Mae und Freddie Mac haben zum einen normale Aktien (common stock), die auch in Deutschland gehandelt werden.

Fannie Mae (WKN: 856099)
Freddie Mac (WKN: 876872)

Weiterhin gibt es eine Vielzahl von Vorzugsaktien (preferred shares), die zwar "Aktien" heißen, tatsächlich jedoch Bonds sind. Diese Bonds wurden vor 2008 zum Nennwert von damals meist 25 (oder 50) Dollar rausgegeben,  haben Coupons von 5 bis über 8 % und notieren aktuell - wie Junkbonds - größtenteils zwischen 4 und 6 Dollar.

Diese sogenannten Junior Preferred Shares (JPS) sind bei einigen deutschen Brokern im Auslandshandel handelbar. Zu den liquidesten JPS zählen:

FNMAS (US3135867527)
FNMAT (US3134006242)
FMCJK (US3135867378)

In USA werden alle diese Aktien (common stock wie JPS) wegen der fortbestehenden Zwangsverwaltung nicht an den regulären Börsen gehandelt, sondern nur OTC (over the counter). Dies ist mit erhöhten Risiken verbunden, weil dort Marketmaker die Kurse bestimmen.

Ich rechne nach dem Scotus-Urteil bei allen hier genannten Aktien mindestens mit einer Verdreifachung des Kurses.

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HINTERGRUNDINFOS:

Es gibt erhebliche Zweifel daran, ob es wirklich nötig war, dass Hank Paulson die FnF 2008 unter Zwangsverwaltung stellte. Kritiker behaupten, dass dies nur dazu dienen sollte, dass andere Zockerbanken ihrem Subprime-Schrott bei FnF abladen konnten. In der Zwangsverwaltung - in Gestalt der FHFA - wurde ein Direktor einbestellt, der nicht mit der gebotenen Sorgfalt darauf achtete, welcher Dreck FnF in Gestalt fauler Hypotheken angedient wurde.

Der ehemalige Finanzchef von Fannie Mae, Tim Howard (CFO und Co-CEO bis 2004), weist in seinen vielen Blog-Beiträgen darauf hin, dass die behauptete Notlage 2008 nicht wirklich bestanden hat, und nur durch willkürliche Bilanzauslegung zustandegekommen sei:

https://howardonmortgagefinance.com

Die Zwangsverwaltung war somit vor allem ein "böswilliges" Konstrukt, dass erleichtern sollte, FnF leichter mit dem Subprime-Schrott anderer Großbanken vollzuladen, was danach auch geschah.

Offiziell mussten FnF jedoch 2008 "gerettet" werden, und die US-Regierung tat dies mit einem Kredit im Volumen von 190 Mrd. Dollar (nach heutigem Stand). Dieser Kredit wurde in Gestalt von Senior Preferred Stock (SPS) vergeben. Die US-Regierung hat sich für diese SPS eine üppige Dividende von 10 % p.a. genehmigt. Außerdem hat sie Warrants (Optionen) im Volumen von 79,9 % des common stock erhalten, die als Sicherheit dienen sollten, falls FnF doch noch pleite gingen.

Wegen des fremd-aufgeladenen Subprime-Schrotts machten FnF von 2008 bis 2012 hohe Verluste (Chart unten). Darauf beschloss die US-Regierung 2012, FnF "abzuwickeln" und durch andere "besser funktionierende" Institutionen zu ersetzen. Dies geschah durch ein von der FHFA-Zwangsverwaltung herausgegebenes Papier (3. Amendmend zur Rettungsvereinbarung von 2008), das sämtliche Gewinne von Fannie und Freddie ab 2012 an die US-Regierung weiterleitete.

Dieser sogenannte Net Worth Sweep (NWS) enthielt Elemente von Bosheit, da die Regierung 2012 bereits wusste, dass sich die Gewinnlage von FnF ab 2013 deutlich bessern würde (siehe auch Chart unten).

Im Zuge des NWS hat die US-Regierung seit 2012 ca. 310 Mrd. $ Gewinne von FnF einbehalten, obwohl sie nur 190 Mrd. $ (in Gestalt der SPS) verliehen hatte. Dagegen klagten u. a. Collins und Co., deren Fall am 9. Dezember von SCOTUS gehört wurde. Die Richtlinien-Entscheidung von SCOTUS sollte bis spätestens Juni fallen. Der Fall wird dann in das nächstuntere Gericht in Texas zurückverwiesen.

Die Collins-Kläger pochen darauf, dass der SPS mit dem NWS bereits komplett abgezahlt ist, und dass sogar ein Überzahlung stattgefunden hat. SCOTUS wird diesem Punkt nach Auffassung der meisten Rechtsexperten nachgeben. Nach dem Urteil dürfte der SPS wegfallen, so dass im Prinzip auch die Zwangsverwaltung enden könnte.

Allerdings verfügen FnF aus dem Grund, dass die US-Regierung seit 2012 sämtliche Gewinne abgesaugt hat, nur über relativ wenig Eigenkapital in Höhe von zurzeit ca. 40 Mrd. Dollar. Deshalb soll die "Freilassung" aus der Zwangsverwaltung höchstwahrscheinlich mit einer Kapitalerhöhung (KE) verbunden sein. Dafür wurden von Fannie und Freddie auch bereits zwei große US-Investmentbanken unter Vertrag genommen.

Diese KE dürfte sich kursverwässernd auf den common stock auswirken. Wie stark, hängt u. a. davon ab, wie hoch die Eigenkapitalanforderungen (capital rules) festlegt werden. Der aktuelle FHFA-Direktor, der Anfang letzten Jahres von Trump eingesetzt wurde, ist ein marktradikaler Libertärer. Er verlangt, dass FnF gemäß Basel 3 bis 4 % ihrer Bilanzsumme als EK vorhalten, das wären rund 240 Mrd. Dollar. Calabria arbeitet strategisch darauf hin, FnF zu schwächen, damit private Hypoverleiher (seine Klientel) mehr Marktanteile erhalten. FnF garantieren jedoch wegen der impliziten Staatsgarantie die günstigsten Hypotheken in USA, und daran haben auch POTUS Biden und die neue Finanzministerin Yellen ("affordable housing") ein starkes Interesse.

Der ehemalige Finanzchef von Fannie, Tim Howard, ist - im Gegensatz zu Calabria - der Meinung, dass FnF keine Banken sind, sondern Dienstleister, die US-Großbanken die Hypothekenverträge abkaufen und dann als vom Staat (teil-)garantierte MBS bündeln und an Investoren in aller Welt verkaufen. Dafür erhalten FnF von den Banken Gebühren, die ihre Haupteinnahmequelle sind. Howard ist deshalb der Ansicht, dass für FnF 150 Mrd. als EK vollkommen ausreichen würden.

Aktuell haben FnF wegen der niedrigen Aktienkurse nur eine kombinierte MK von 4 Mrd. %. In einer im Januar zwischen Finanzminister Mnuchin und Mark Calabria getroffenen Vereinbarung wurde die Höhe der KE mit 2 x 70 Mrd. "angedacht". Eine mehr oder minder starke Verwässerung der Altaktionäre wird daher stattfinden. Da die Kurse des common stocks jedoch von 90 Dollar auf aktuell unter 2 runtergekommen sind, ist die Verwässerung bereits mehr als eingepreist. Analysten schätzen, dass der Kurs nach dem Scotus-Urteil auf bis zu 7 Dollar steigen könnten (= mehr als Verdreifachung).

Die Vorzugsaktien JPS haben noch Scotus die Chance, wieder auf ihren Nennwert von 25 Dollar (evtl. abzüglich "Haircut") zu steigen. Außerdem könnten bei Wegfall des NWS noch Zinsen aus den letzten Jahren nachgezahlt werden. Da die JPS faktisch um Junkbonds handelt, sind sie als Bonds von der Verwässerung durch die anstehenden KEs nicht betroffen. Die JPS sind daher eine etwas konservativere Form, auf die Erholung nach Scotus/Freilassung zu spekulieren. Dafür bieten die normalen Aktien (common stock) aber möglicherweise noch mehr Kurspotenzial. Manche glauben, sie könnten auf deutlich über 10 Dollar steigen. Es kursieren auch Kursziele von bis über 100 Dollar, die sind jedoch mMn stark unrealistisch.

Die Collins-Kläger, die jetzt bei Scotus gehört wurden, halten die JPS.  
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369 Postings ausgeblendet.

68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingFNMAT vor charttechnischem Ausbruch? (2)

 
  
    
18.06.21 18:19
Nach SCOTUS könnte der Kurs auf zunächst 15 Dollar steigen.

 
Angehängte Grafik:
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68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingLöschung

 
  
    
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20.06.21 15:11

Moderation
Zeitpunkt: 22.06.21 13:37
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

10289 Postings, 1398 Tage Shlomo SilbersteinMeine chips sind gesetzt

 
  
    
20.06.21 17:12

363 Postings, 4985 Tage olle15Jps

 
  
    
20.06.21 17:14
Wird dann wohl die finale Entscheidung sein
Aber nur für die Jps... Denke ich.

Hoffe das es mindestens ein Teilerfolg wird
Für jps Kläger, der Rest steht in den Sternen..

Daumen hoch für nächste Woche.  

251 Postings, 133 Tage SteinmetzSteines ist also abhängig vom Urteil

 
  
    
20.06.21 18:05
Wie die Sache hier weiter ausgeht.
Eine außergerichtliche Einigung wäre mir lieber gewesen.

Wir sind jetzt davon abhängig, in wie fern die Rechtsstaatlichkeit in den USA noch vorhanden ist bzw. wie Urteil zu Ungunsten der Kläger vertretbar wäre.

 

10289 Postings, 1398 Tage Shlomo SilbersteinEs gibt noch kein Urteil

 
  
    
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20.06.21 18:26
nur eine Opinion. Sollte die in unserem Sinne ausfallen dürfte ein außergerichtlicher Vergleich im dringenden Interesse der US-Regierung liegen.  

251 Postings, 133 Tage SteinmetzSteinScouts

 
  
    
21.06.21 20:32
Also dann am 23 oder 25.
Die Meinungen auf ihub gehen trotzdem stark auseinander. In wie fern einige Trolle sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen.

Auf welcher Seite kann man das Urteil schnellstmöglich nachlesen?  

68434 Postings, 6258 Tage Anti Lemming#377 Die Collins-Kläger wären nicht bis Scotus

 
  
    
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21.06.21 20:44
vorgedrungen, wenn ihr Anwalt Thompson die Forderungen nicht so formuliert hätte, dass sie der Regierung runtergehen wie Honig.


1.) Die Collins-Kläger fechten die "Rettung" von Fannie/Freddie in 2008 nicht an, obwohl es viele Stimmen gibt, denen gemäß dieser Bailout gar nicht erforderlich war. Mit der Behauptung finanzieller Schieflagen bei FnF (Quelle: Hank Paulson) konnte die Zwangsverwaltung eingerichtet werden. Deren Abnicker-Direktor hat dann in den Folgejahren den Zockerbanken willfährig ihre Subprime-Papiere abgenommen und diese so "hinten rum" vor Schaden bewahrten. Es war also ein weiterer "Coup" von Goldman und Co. (Hank Paulson war zuvor Goldman-CEO).

Allerdings sagt selbst der ehemalige Finanz-Chef von Fannie Mae, Tim Howards, dass mit den vorliegenden Beweismitteln nicht (mehr) schlüssig bewiesen werden kann, ob der Bailout (und damit die Zwangsverwaltung und der 190-Mrd-SPS-Kredit) wirklich erforderlich war oder nicht.

2) Die Collins-Kläger haben nichts dagegen einzuwenden, wenn die Regierung im Zuge der Restrukturierung ihre Warrants ausübt, die ihr 79,9 % von FnF zuschanzen. Sie schlagen der Regierung die Warrantsausübung sogar ausdrücklich vor. Die Warrants waren ursprünglich nur als Sicherheit gedacht, falls FnF trotz der 190-Mrd.-Hilfe zahlungsunfähig würden. Da sie die Krise aber heil überstanden und der Regierung inkl. Zinsen sogar mehr als 300 Mrd. (via NWS) zurückgezahlt haben, ist eine Ausübung der Warrants heute ein Gier-Akt der US-Regierung, der sich juristisch nur mühsam (wenn überhaupt) rechtfertigen lässt.

Die Warrantsausübung hat zur Folge, dass der Kurs von Fannie und Freddie um ca. 80 % sinkt (sofern die Warrantsausübung nicht bereits eingepreist ist). Sie schadet daher den Stammaktionären hinsichtlich Kursentwicklung (durch mögliche Verwässerung). Andererseits nützt sie den Stammaktionären und den JPS aber auch, weil die Regierung, wenn sie 80 % der Aktien von FnF hat, sicherlich bald die Kapitalerhöhung veranlassen wird (d.h. einen Vergleich anstrebt), was dann zum Ende der Zwangsverwaltung führt. FnF (oder deren Nachfolgeticker) werden dann wieder regulär an den US-Börsen gelistet sein; die JPS erhalten wieder Dividende und dürften im Kurs stark steigen (evtl. bis über Par-Wert). Bill Ackman, der 10 % der Stammaktien hält, befürwortet deshalb ebenfalls die Warrantsausübung, damit etwas in Gang kommt und die Zwangsverwaltung endet.

Die Warrantausübung bringt der US-Regierung ein hübsche Stange Geld, wenn die Aktien später, wenn alles durch ist, verkauft werden, könnten je nach Schätzung zwischen 15 und 80 Mrd. $ in die Kasse kommen. Das erhält die Regierung zusätzlich zu den schätzungsweise 200 Mrd. Zinsen, die sie seit 2008 aus ihrem SPS-Kredit (10 % Div.) kassiert hat

3) Die Collins-Kläger fordern von der Regierung keine Bargeld-Erstattung der NWS-Überzahlung. Sie verlangen lediglich, dass das 3. Amendment von 2012 und damit der NWS gecancelt wird und damit der SPS-Kredit als abgezahlt gelöscht wird. Die verbleibende Überzahlung von 29 Mrd. $ für FnF soll lediglich als Steuergutschrift erfolgen. Bei der Anhörung am 9. Dez. hatte Richterin Amy Barrett ausdrücklich noch mal nachgefragt, ob die Kläger einen +100 Mrd.-Dollar-Scheck von der Regierung erwarten. Anwalt Thompson antwortete (erinnert von mir zitiert): "Nein, nein, keinesfalls. Es soll lediglich eine interne Umbuchung erfolgen."

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FAZIT:

Man kann daher mit Fug und Recht behaupten, dass die Collins-Kläger die Sache für die US-Regierung äußerst angenehm und lukrativ regeln wollen. Nur deshalb haben sie es mMn überhaupt nur geschafft, bis Scotus vorzudringen.

Die Regierung hat dann am Ende eine Menge Geld verdient (teils unrechtmäßig) und kann trotzdem behaupten, mit der Scotus-Opinion und den nachfolgenden Prozessen/Vergleichen hinreichend das Rechtslage gewürdigt zu haben. Eine grandiose Augenwisch-Nummer. Aber ohne die Collins-Kläger würde die Zwangsverwaltung wohl bis zum St. Nimmerleinstag weitergelaufen, auch die Stammaktionäre sollten ihnen insofern dankbar sein.

Die Regierung hat aus dem Deal (inkl. Warrantsausübung) dann ca. 250 bis 300 Mrd.$ "gemacht", das kann sich wirklich sehen lassen. Diese "Gewinne" erfolgten allerdings auf den Knochen der Stammaktionäre, die mit Kursverlusten und Kursverwässerung dafür bezahlten mussten. Die JPS haben 12 Jahre keine Dividende erhalten und bekommen vermutlich nur den Par-Wert (25 Dollar) zurück, der allerdings von der Kaufkraft her nur noch halb so viel wert ist wie 2008.
 

68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingRückschlag für die Fairholmes-Kläger

 
  
    
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22.06.21 15:16
Hat aber für die anstehende Scotus-Entscheidung in Sachen Collins keine Relevanz.

https://www.breitbart.com/economy/2021/06/21/first-circuit-fannie-mae/
 

68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingEs geht bei Fairholmes um Fragen

 
  
    
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22.06.21 15:20
der gerichtlichen Zuständigkeit.

(aus obigem Artikel)

A crucial question in the Fairholme case is whether the FHFA is a government actor when it performs as the conservator of Fannie and Freddie. If the FHFA is considered a private actor, it cannot be sued in the Court of Claims, which only hears cases for monetary claims against the government.  

68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingInteressanter Post auf iHub

 
  
    
23.06.21 11:12
aus dem Fannie-Thread (zur Fannie-Stammaktie).

deepL + edit

https://investorshub.advfn.com/boards/...sg.aspx?message_id=164532126

Die Regierung führt nur dann einen Vergleich durch [vor oder nach Scotus, A.L.], wenn sie auf diese Weise weniger Verluste machen würde als ohne Vergleich. Voraussetzung für einen Vergleich wäre ein monumentalen Verlust vor SCOTUS, am besten mit rückwirkender Entschädigung. Eine öffentlichkeitswirksame Niederlage mit klarer Mehrheit (oder noch besser, eine einstimmige Entscheidung, die die NWS aufhebt) wäre ebenfalls hilfreich.

[Bislang....] wurde der NWS noch nie in der Öffentlichkeit bekannt gemacht, nicht einmal von konservativen Medienvertretern. Etwas Publicity darüber nach einer entscheidenden Rüge durch SCOTUS könnte daher Interesse an den Aktien wecken, was die Regierung zum Handeln veranlassen könnte. Das ist jedoch sehr weit hergeholt, da sich die beiden gegensätzlichen ideologischen Lager bekämpfen.

Wenn nicht irgendetwas in den Nachrichten auftaucht und vielleicht einen Kaufrausch auslöst, sehe ich das gleiche Problem, das den Aktienpreis bislang tief gehalten hat: die Zwangsverwaltung. Die GSEs sind immer noch darin gefangen, und es scheint, dass sie darin bleiben. [Eine Freilassung kommt wohl nur,] wenn die Scotus-Entscheidung stark genug ist. Das Fehlen jeglicher wirklicher Bemühungen, dieses Problem zu lösen, hat die Investoren misstrauisch gemacht, was wiederum den Aktienpreis nach unten gedrückt hat.

Bevor er ernannt wurde, sagte Mnuchin zu, die Twins freizulassen, dies sei "eine Priorität" - was den Aktienkurs auf $5 schickte. Dann passierte nichts. Calabria wurde zum Direktor ernannt..., die Aktien erreichten $3,20, dann passierte nichts mehr. Die En Banc kam und ging. Die Aktien erreichten 4,25 $, dann passierte nichts mehr. Der Fall wurde vor SCOTUS verhandelt (am 9 Dez.), und es gab Spekulationen, dass die scheidende Regierung auf dem Weg zur Tür etwas unternehmen würde. Die Aktien stiegen auf $3,25, dann passierte nichts mehr. Warum sind wir jetzt nicht bei $3, wenn die Entscheidung wahrscheinlich entweder morgen oder Freitag fällt? Jedes Mal, wenn die Aktie gestiegen ist, ist die Obergrenze des Anstiegs niedriger geworden, weil das Endergebnis stets das gleiche war.

Der Schlüssel zu hohen Kursen ist, die Zwillinge aus der Vormundschaft herauszuholen und wieder regulär an den Börsen zu listen, woran diese Regierung und dieser Kongress keinerlei Interesse gezeigt haben. Es obliegt den Gerichten, die [Regierungs-]Hände dazu zu zwingen. Komm schon, SCOTUS.  

110 Postings, 5252 Tage gigimailWürden Neueinsteiger bei einem Vergleich

 
  
    
23.06.21 12:31
die gleichen Konditionen bekommen oder ist davon auszugehen, dass mann im Besitz der Papiere seit einem gewissen Mindestdatum sein musste? Interessante Story auf diesem Kursniveau...  

68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingScotus entscheidet gegen die Collins-Kläger

 
  
    
23.06.21 16:33
www.supremecourt.gov/opinions/20pdf/19-422_k537.pdf

Scotus: "it is not necessary for us to decide . . . whether the FHFA made the best, or even a particularly good, business decision when it adopted the third amendment. Instead, we conclude only that under the terms of the Recovery Act, the FHFA did not exceed its authority as a conservator, and therefore the anti-injunction clause bars the shareholders' statutory claim."

Meine Befürchtung, dass eine Krähe (Scotus) der anderen (US-Regierung) kein Auge aushackt, hat sich leider bestätigt.
 

251 Postings, 133 Tage SteinmetzSteinschade

 
  
    
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23.06.21 16:40
War auf jeden Fall spannend, live mit dabei zu sein.
Ich kann von Glück sagen, dass ich heute den chart auf hatte und sofort reagieren konnte.

Besonders deprimierend, weil der Kurs erst in die Höhe schoss.

Ich hoffe eure Verluste sind nicht ganz so groß.  

68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingDas Urteil ist blanker Hohn

 
  
    
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23.06.21 16:52
Aus der Scotus-Opinion:

The Recovery Act grants the FHFA expansive authority in its role as a conservator and permits the Agency to act in what it determines is ?in the best interests of the regulated entity or the Agency.? §4617(b)(2)(J)(ii) (emphasis added). So when the FHFA acts as a conservator, it may aim to rehabilitate the regulated entity in a way that, while not in the best interests of the regulated entity, is beneficial to the Agency and, by extension, the public it serves.

Das heißt soviel wie: Der Zwangsverwalter kann tun und lassen, was er will. Es ist nicht erforderlich, dass seine Aktionen den Interessen der regulierten Firma dienen. Es reicht, wenn es für den Zwangsverwalter und damit für die Öffentlichkeit vorteilhaft ist.  

68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingPanik-Ausverkauf womöglich zu Unrecht

 
  
    
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23.06.21 17:10
Immerhin hat Scotus die Meinung geäußert, dass die Struktur der FHFA (Zwangsverwaltung) nicht verfassungskonform ist. Dann könnten auch die Beschlüsse der Direktoren, darunter das 3. Amendment (2012), für rückwirkend ungültig erklärt werden.

D.h. der NWS könnte immer noch verschwinden - aber nicht, weil er als abgezahlt gilt (APA-Klage), sondern weil die FHFA verfassungswidrig konzipiert und ihre Beschlüsse daher nichtig sind. Rule of law guy hatte geschrieben, dass ein Sieg in der Verfassungsklage das bestmögliche Szenario wäre.

Also: Abwarten und Tee trinken.

https://investorshub.advfn.com/boards/...sg.aspx?message_id=164546750

PostOpin + FNMA dealt an unworthy maligned opinion from SCOTUS, and in the ensuing confusion, many longer term traders sold out, nixing hopes to immense profits from their much anticipated and more positive takes of a SCOTUS opinion. Call it a knee-jerk reaction, the proof is on the charts and in the minds of those who sold out without any reason other than "Hey, that dude is selling, I'm selling my shares too?"

As a reread has enlightened like minds, we can see the positive aspect in that the head of mortgage FHFA is separable and the whole structure of FHFA is unconstitutional, which is a home run to investors. The complete NWS unlawful taking is still unlawful, to be revisited by lower courts and mitigated with more backing and reason. I'm still seeing immense share increases and future institutional backers playing into a larger part of share values.  

10289 Postings, 1398 Tage Shlomo SilbersteinAlso: Abwarten und Tee trinken.

 
  
    
23.06.21 17:23
Man wird jetzt wieder sehr viel Sitzfleisch haben müssen. Kann sein, dass sich der Kurs erholt, kann aber auch sein, dass er am Boden bleibt, weil die Hoffnung auf Dividende auf Jahre dahin ist.

Ich bin raus, der Verlust von rund 50%  tut schon weh, aber mein Limit war und bleibt die SCOTUS-Entscheidung. Ich will keine Leiche im Depot haben.

Viel Glück, AL  

68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingEs gibt zwei Scotus-Entscheidungen

 
  
    
23.06.21 17:27
Die wichtigere ist die der verfassungswidrigen Struktur der FHFA, und in dem Punkt hat Scotus den Klägern Recht gegeben.  

68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingMarketwatch zur Scotus-Entscheidung

 
  
    
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23.06.21 18:06
https://www.marketwatch.com/story/...-supreme-court-ruling-2021-06-23

Shares of Fannie Mae and Freddie Mac collapsed on Wednesday after the Supreme Court dismissed a challenge from shareholders over the sweep of profits to the Treasury. The high court ruled that as the Federal Housing Finance Agency acts as a conservator, it may aim to rehabilitate the companies in a way that serves the public and not the companies' best interest. The Supreme Court did agree that the structure of the agency violates the separation of powers and didn't rule out some form of compensation for shareholders. Over-the-counter shares of Fannie Mae FNMA, -31.70% fell 32% and Freddie Mac FMCC, -30.04% shares lost 28%. One preferred class of Fannie Mae FNMAJ, -61.67% shares lost 61%.  

251 Postings, 133 Tage SteinmetzSteinwobei ich mich bei einem rebuy

 
  
    
23.06.21 18:14
Eher für die commons entscheiden würde  

3079 Postings, 4157 Tage ZeitungsleserWow!

 
  
    
23.06.21 18:30
Was ist denn da los? Finanzkrise 2.0?  

68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingFHFA-Direktor Mark Calabria wird jetzt gefeuert

 
  
    
23.06.21 19:02

68434 Postings, 6258 Tage Anti LemmingScotus öffnet der Weg für Bidens Housing-Pläne

 
  
    
23.06.21 19:18
https://www.marketwatch.com/story/...idens-housing-agenda-11624466648

This SCOTUS decision could pave the way for Biden?s housing agenda
Published: June 23, 2021 at 12:44 p.m. ET, By Jacob Passy

In a decision released Wednesday, the U.S. Supreme Court ruled that the structure of the Federal Housing Finance Agency was unconstitutional

Changes could soon come to the regulatory body that oversees mortgage giants Fannie Mae and Freddie Mac, thanks to a decision released Wednesday by the U.S. Supreme Court.

In a decision written by Justice Samuel Alito that included many of the court?s nine justices dissenting on certain points, the Supreme Court ruled that the structure of the Federal Housing Finance Agency was unconstitutional. The decision will allow President Joe Biden to fire the agency?s current director, Mark Calabria, who was appointed by former President Donald Trump.

The FHFA was created in 2008 in the wake of the subprime mortgage crisis as part of the Housing and Economic Recovery Act, and the FHFA quickly thereafter placed Fannie and Freddie into conservatorship. The case before the Supreme Court was brought by Fannie Mae FNMA, -35.27% and Freddie Mac FMCC, -34.24% shareholders who argued that the regulator overstepped its authority when it reached an agreement with the Treasury Department to sweep the mortgage giants? profits to the federal government.

The profit sweeps began in 2012 to repay the funds used to bail Fannie and Freddie out.

The case largely mirrored one the Supreme Court decided in 2020 where the court ruled in a 5-4 decision that the Consumer Financial Protection Bureau?s structure was unconstitutional. Like the CFPB, the FHFA has a single director, who is appointed by a president for a five-year term. Until now, the FHFA?s director could not be removed by a subsequent president.

The Supreme Court?s decision in the FHFA case, formally called Collins v. Yellen, was criticized by some in the financial services industry, as the widely-held expectation is that Biden will seek to fire Calabria.

?We?re disappointed in today?s decision as it removes political independence from an entity that affects the entire financial services marketplace,? said Jim Nussle, CEO and president of the Credit Union National Association. ?Stability at the FHFA is vital to the stability of the entire secondary mortgage market.?

[A.L.: Wenn die Großbanken maulen, ist das gut für FnF. Calabria wollte FnF klein halten und potenziell unter Zwangsverwaltung belassen, obwohl er anderes behauptete. Wenn FnF zu einer echten Konkurrenz für die Großbanken werden sollen, müssen sie zwingend wieder freigelassen und rekapitalisiert werden. Dann sind sie in einer noch stärkeren Position. Bidens Agenda ist daher nicht notwendigerweise schlecht für FnF. ]

Biden will take a different approach to housing finance

Under Calabria?s leadership, the FHFA was focused on seeking an end to the conservatorships of Fannie and Freddie and recapitalizing the enterprises that specialize in securitizing mortgages. There were rumors this past winter that Calabria and the Trump administration were seeking to fast-track privatizing Fannie and Freddie. Some called the plan risky, though, saying that it could disrupt the nation?s housing market.

Whoever Biden may appoint to fill Calabria?s role is unlikely to maintain that same approach. Prior to the presidential election, Beacon Policy Advisors partner Brandon Barford said that Biden was likely to use the FHFA as ?a tool to help with racial justice and economic inequality,? which would represent a return to the approach taken under the Obama administration.

[A.L.: Die große Frage ist, ob all dies unter weiterer Zwangsverwaltung geschehen soll und geschehen KANN.]

Since Biden took office, his administration has worked to reinstate policies and regulations focused on promoting fair housing that were eliminated under Trump.

?I don?t think there?s any desire to have [Fannie and Freddie] be released under a Biden administration, or necessarily to have them hold higher capital, because that makes the pool they have to purchase mortgages smaller,? Barford told MarketWatch last October.

Others previously suggested that Biden could attempt to go a step further and see Fannie and Freddie recast as utilities, a plan that some argue could reduce the risk the two enterprises pose to taxpayers. The utility model has been endorsed by some powerful lobbying groups, including the National Association of Realtors.

[A.L.: Auch beim Utility-Modell ist offen, ob dies in weiterer Zwangsverwaltung erfolgen kann und soll. Es gibt Stimmen, die das Utility-Modell als positiv für die Altaktionäre sehen, darunter Tim Howard, der ex-CFO von Fannie Mae.]
 

1094 Postings, 2710 Tage Mr. GantzerVerstehe diese Überreaktion nicht

 
  
    
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23.06.21 19:19
Das Urteil war nicht das best case Szenario, aber es war auch nicht das worst case. Es kommt endlich Bewegung in die Sache, auch wenn nicht so schnell, wie einige erhofft haben - mich eingeschlossen.
Wenn Calabria gefeuert wird, dann ist das doch ein Teilerfolg.
Dennoch schmerzhaft - 50% Verlust oder 3facher. Leider ging die Spekulation derzeit nicht auf.  

68434 Postings, 6258 Tage Anti Lemmingrule of law guy zur Scotus-Entscheidung

 
  
    
23.06.21 19:35
https://ruleoflawguy.substack.com/p/quick-reaction-to-collins-scotus

Quick Reaction to Collins SCOTUS Decision

   I was shocked that SCOTUS did not permit the APA statutory claim to go forward. The constitutional claim portion of the case was presaged by oral argument questioning, so while I do not agree with that outcome either, I cant say that I was totally surprised. On a day on which SCOTUS states that a farmer can exclude from his private property union organizers, SCOTUS also decides that the conservator has the statutory authority to appropriate over $100 billion of shareholder property.

   Going forward on remand, Collins Ps should argue that all senior preferred distributions from the time Director Watt came on board are subject to invalidation. There is some question whether Ps can only argue that the excess of distributions over the 10% dividend amount should be voided?but I would argue that the POTUS unremovable Director Watt did not have the authority to make any and all distributions on the senior preferred.

   This remanded portion of the case goes to the Houston federal district court, and however that court decides, it will be appealed to the 5th Circuit, which is already on record as believing that SCOTUS is wrong as to the merits of the APA claim. So while SCOTUS?s decision prevails for pre-2014 distributions, one might think that the 5th Circuit will be solicitous of the Collins Ps argument with regard to the post 2014 distributions.

   The Lamberth trial goes forward, with Ps arguing that the NWS breached the implied duty of FHFA/Treasury to deal in good faith which was owed to public shareholders. Judge Lamberth has already essentially stated that there was no APA claim, so having SCOTUS agree with him doesnt affect the case moving forward as is. To my mind, Ps should argue that there are exactly zero instances in the history of shareholder capitalism where the terms similar to the NWS have been implemented and upheld?so how could public shareholders have expected the NWS as a possible outcome?and if this is right (and it is), how can the public shareholders have expected that the NWS would comply with this fair dealing duty (understanding that expectations as to what is fair are based in major part on what history and custom informs one to expect).

   The court of federal claims case survives with added urgency. If congress is permitted to authorize the conservator to appropriate shareholder wealth, then shareholders should receive the fair value of their expropriated wealth as damages. A major issue in this case is whether this claim ?runs with the shares?, or whether only 2012 shareholder can assert this claim.

   TINA (There Is No Alternative to the GSEs) still exists but the public shareholders ownership claims to the GSEs in the future have taken a hit. Dont ask me how the Biden administration can expect to recapitalize the GSEs given this outcome?and therefore one might expect that the GSEs will simply limp along in conservatorship for the next three years, building capital albeit with the Treasury having the right to all of that capital as its senior preferred stock preference increases.  

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