Potential ohne ENDE?

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neuester Beitrag: 06.10.22 12:23
eröffnet am: 11.03.09 10:23 von: ogilse Anzahl Beiträge: 41994
neuester Beitrag: 06.10.22 12:23 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 7267921
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19 Postings, 4995 Tage ogilsePotential ohne ENDE?

 
  
    
71
11.03.09 10:23
Kann mir mal jemand erklären warum dese Aktie in Deutschland so weinig gehandelt wird?
Wenn ich das richrig raus gelesen habe ist der Laden doch nen halbstaatlicher Immobilienfinanzierer, das heißt doch er kann defakto nicht Pleite gehen. Und bauen werden die Leute in den USA wenn der Spuck vorbei ist auch wieder. Also müsste der Laden doch in eins zwei Jahren wieder richtig abgehen! Oder was meint Ihr?  
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41968 Postings ausgeblendet.

75939 Postings, 6727 Tage Anti Lemminggibt mehrere

 
  
    
23.09.22 14:06
 
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4746 Postings, 2698 Tage s1893AL

 
  
    
27.09.22 16:15
Gibts schon news zum Lamberth fall? Sickert schon was durch?  

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingAm Lamberth-Prozess sind Fannie-Stämme

 
  
    
28.09.22 14:53
nicht beteiligt. Ich habe zum Stand der Dinge etwas im JPS-Thread gepostet.  

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingBei iHub gibt es etliche Missverständnisse

 
  
    
28.09.22 15:41
was den Lamberth-Geworenenprozess angeht.

Beteiligt an der Sammelklage sind sämtliche JPS von FnF sowie die Stammaktien von Freddie. Fannie-Stammaktionäre sind nicht beteiligt.

Manche iHuber glauben, wenn Freddie-Stämme gewinnen, dann würde sich das auch irgendwie für Fannie-Stämme positiv auswirken. Kritiker merken an, dass dies nur mit einer separaten Klage möglich wäre, die Jahre bräuchte und deren Ausgang ungewiss wäre. Und es ist auch unklar, ob bei Fannie überhaupt die Vertragsgrundlagen für eine solche Klage ausreichen.

Etliche iHuber glauben, der Lamberth-Prozess würde sich erneut gegen die US-Regierung richten. Tatsächlich richtet sich der Prozess gegen Fannie und Freddie als Firmen und gegen die FHFA. Es geht um einen Verstoß gegen "Treu und Glauben", weil Fannie und Freddie via FHFA 2012 den NWS akzeptiert hatten und den JPS-Haltern daraus ein erheblicher Finanzschaden erwachsen ist. Denn bei der Emission der JPS (2008 und davor) sei eine solch fragwürdige Aktion wie der NWS nicht vorhersehbar gewesen. Der NWS verstieß daher gegen die guten Kaufmannssitten (implied covenant...), was die JPS (und Freddie-Stämme) zu einer finanziellen Entschädigung berechtigt.

Im Grunde schadet die Klage sogar Fannie (und den Stammaktionären), weil die Entschädigung, die die JPS aus dem Lamberth-Prozess im Falle eines Sieges erhalten würden, aus der schmale Kapitalbasis von FnF gezahlt werden müsste. Das Buchkapital liegt aktuell bei ca. 90 Mrd. $. Entsprechend höher muss - wegen der Schadensersatzzahlungen - die KE ausfallen, und entsprechend höher ist die Verwässerung der Stämme.

Dies wiederum macht einen Sieg im Lamberth-Prozess wahrscheinlicher, weil nicht die Regierung selbst zahlen muss und daher auch keine Winkeladvokaten der Regierung seltsame Ausflüchte konstruieren (wie bei Scotus). Hinzu kommt, dass es sich um einen Geschworenen-Prozess (mit einer Jury) handelt. Das schränkt etwaige Richterwillkür weiter ein.

Im Lamberth-Prozess geht es um:

1) den NWS
2) den Verstoß gegen die guten kaufmännischen Sitten (Breach of implied covenant claims)
3) Die Sammelklage der Kläger (Freddie-Mac-Stammaktionäre und sämtliche JPS-Halter) gegen FnF und die FHFA.
4) Einen möglichen Schadensersatz, den die in 3) genannten Kläger von FnF erhalten.

Nicht verhandelt werden:

1) Die zweifelhaften Vorgänge im Jahr 2008 ff.
2) Enteignungsansprüche der Stammaktionäre
3) Auch das US-Schatzamt ist bei dieser Klage völlig außen vor und muss keinen Cent zahlen, egal wie der Prozess ausgeht.

Die historische Entwicklung, die 2012 zum NWS führte, ist im Lamberth-Prozesses nur relevant, insoweit der NWS die legitimen Erwartungen der Kläger enttäuschte. Lamberth selbst sagt, das einzige, was zählt, seien die Verträge und die Veränderungen der HERA-Rechtslage durch die Briefvereinbarungen (speziell die 3., die den NWS einführte).  

4746 Postings, 2698 Tage s1893AL

 
  
    
28.09.22 17:16
Nun gut - das im iHub Mitglieder sind die nen Apfel nicht von Ei unterscheiden können ist klar- wie halt überall.

Ich bin aktuell wenn ich Stämme besitze mit deutlichstem Übergewicht auf FMCC. Aber das muss jeder selber wissen.
Wenn Lamberth positiv ausgeht sind ja bis auf dir Fannie Stämme alle erstmal glücklicher als vorher.

Der Lamberth Prozess sehe ich auch als Chance für die Regierung danach Ihre Karten voll auszuspielen. Das die Lamberth Klage im Recht ist steht vermutlich ausser Frage. Recht haben und bekommen... die Story läuft seit 2008 bzw. 2012 für den dreisten Teil der Gesellschaft.


Schau mer mal was zuerst kommt der Crash oder die Entscheidung der Lamberth Klage... sorry für den Witz...


Nur meine persönliche Meinung und keine Empfehlung zu handeln.  

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingSogar Lehman hat gestern die Liquidierung

 
  
    
29.09.22 18:07
aus 2008 abgeschlossen - 14 Jahre und 13 Tage nach der Pleite in 2008.

Einige der nachrangigen Gläubiger erhielten überraschend doppelt so viel Rückzahlung wie erwartet (unten fett).

https://www.reuters.com/markets/us/...ge-ends-liquidation-2022-09-28/

After 14 years, Lehman Brothers' brokerage ends liquidation
By Jonathan Stempel

NEW YORK, Sept 28 (Reuters) - The liquidation of Lehman Brothers' brokerage unit has ended, 14 years and 13 days after its parent's bankruptcy helped trigger a market freefall and global financial crisis.

U.S. Bankruptcy Judge Shelley Chapman in Manhattan closed the brokerage's estate on Wednesday and awarded final payments to the trustee who oversaw its liquidation and his law firm.

More than $115 billion was paid out.

Lehman's 111,000 customers received all $106 billion they were owed, and secured creditors also received full payouts.

Unsecured creditors recovered $9.4 billion, or about 41 cents on the dollar. They were originally expected to recover about 20 cents on the dollar.

Lehman Brothers Holdings Inc, the brokerage's parent, had been Wall Street's fourth-largest investment bank before filing what remains by far the largest U.S. bankruptcy on Sept. 15, 2008.  

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingJetzt konnte endlich geklärt werden

 
  
    
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01.10.22 20:25
was auf den 11.000 Seiten steht, die die Regierung so lange zurückgehalten hat.

https://mobile.twitter.com/DoNotLose/status/1575956396881117184

 
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4746 Postings, 2698 Tage s1893AL? 22.09?

 
  
    
05.10.22 07:11
Ich habe am 22.09 folgendes geschrieben:

********
Hab selber mal recherchiert und denke bei den Amis zu lesen das es sich im Idealfall von 27 Mrd. wie folgt aufteilen würde:

$ 10,3 Mrd. (Fannie Preferred)  
$ 5,9 Mrd. (Freddie Preferred)
$ 11,0 Mrd. (Freddie Commons, FMCC)

*********

Es geht um 27 Mrd. Die Prefs würden davon ca. 16,2 Mrd erhalten. FMCC würde angeblich mit 11 Mrd. beglückt werden bei Lamberth Sieg? FNMA würde leer ausgehen?

Stimmt das?

Kann es auch sein das bei Lamberth nur die Prefs oder FMCC Commons gewinnen und eine Seite nicht? Oder kann das Urteil nur für die gesamten 27 Mrd gefällt werden?


Wo liegt der Denkfehler? Die FMCC Hochrechnungen wären dadurch Mega bei einem Kurs von 0,53 $.

Keine Handlungsempfehlung!  

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingIch kann die 27 Mrd.-$-Zahl nicht überprüfen,

 
  
    
05.10.22 16:11
weil ich deine Herleitung (Hintergründe) nicht kenne. Wo steht etwas von 27 Mrd $ Gesamtsumme?

Glen Bradford (der oft falsch liegt) beziffert in seinem gestern erschienenen Seeking-Alpha-Artikel den Streitwert im Lamberth-Prozess mit "20 bis 60 Mrd. $" - was eine relativ breite Spanne ist:

https://www.ariva.de/forum/...ung-bis-juli-574209?page=46#jumppos1173

Zu deiner Frage: "FNMA würde leer ausgehen? Stimmt das?"

Das stimmt aller Voraussicht nach. Fannie-Mae-Stammaktionäre dürften im Lamberth-Prozess nichts erhalten, egal wie er ausgeht. Alle anderen erhalten nur etwas, wenn der Prozess gewonnen wird.

Um von einem (US-)Gericht Schadensersatz zugesprochen zu bekommen - den in diesem Fall die Firmen Fannie Mae und Freddie Mac zahlen würden, nicht das US-Regierung -, müssen die geschädigten Parteien ihre Ansprüche einklagen. Die Kläger fordern im Lamberth-Prozess aber nur Schadensersatz für die JPS von Fannie und Freddie sowie für die Freddie-Stämme.

Es gilt der alte Grundsatz: Wo kein Kläger ist, ist auch kein Beklagter.

Natürlich könnten die Fannie-Stammaktionäre im dem Fall, dass die Freddie-Stämme Schadensersatz erhalten, auch selber Geld einklagen, aber sie müssten dafür einen eigenen Prozess anstreben, bei dem nicht sicher ist, ob er gewonnen wird.

Prozesse sind in USA immer mit immensen Kosten verbunden, und wenn man verliert, hat man diese Kosten zusätzlich zum ursprünglichen Schaden an der Hacke. Deshalb werden nur Prozesse mit ausreichender Gewinnchance geführt (und selbst das ging bei Collins in die Hose).

Ich vermute, dass bei den Fannie-Stämmen, die ja sehr alt sind (Börsengang war 1968, vorher war Fannie Mae 30 J. lang vollstaatlich), keine ausreichende Vertragsgrundlage vorhanden ist, um Schadensersatz wegen "Verstoß gegen die guten kaufmännischen Sitten" (implied covenant of good faith and fair dealing) zu verlangen.

https://www.law.cornell.edu/wex/...ant_of_good_faith_and_fair_dealing

Wenn es rechtlich möglich gewesen wäre, hätten die Lamberth-Kläger die Fannie-Stämme vermutlich mit aufgenommen in ihre Sammelklage. Wenn dies jedoch aller Voraussicht nach wenig Chancen auf Erfolg hat, stiege damit nur unnötig der Streitwert - und damit die Prozesskosten.
 

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingÜbersetzung des Links (Cornell-University)

 
  
    
05.10.22 16:24
deepL

Stillschweigende Vereinbarung über Treu und Glauben und faires Verhalten

"Implied covenant of good faith and fair dealing" (oft vereinfacht als guter Glaube bezeichnet) ist eine von den meisten Gerichten in den Vereinigten Staaten angewandte Regel, die von jeder Vertragspartei verlangt, die Vereinbarung wie beabsichtigt umzusetzen und keine Mittel zu verwenden, die den Zweck der Transaktion unterlaufen. Die Regel gilt für die Erfüllung eines Vertrags, nicht für die Aushandlung des Vertrags, und die Regel gilt im Allgemeinen für jeden Vertrag automatisch, ohne dass dies in der Vereinbarung angegeben wird.

Diese Regel ist bekanntermaßen schwer zu fassen, da die Gerichte ihre Anwendung und Bedeutung immer wieder ändern, weil Treu und Glauben und faires Verhalten stark vom Kontext der Vereinbarung abhängen. In der Regel stellen die Gerichte fest, dass eine Partei gegen diese Regel verstößt, wenn sie in einer Weise handelt, die den Nutzen der anderen Partei aus dem Vertrag offensichtlich untergräbt [via NWS! A.L.], oder wenn eine Partei versucht, die andere bei der Erfüllung ihres Teils der Vereinbarung zu sabotieren...

...Das Wichtigste an dieser Regel ist die Fairness, und es gibt Grauzonen zwischen dem, was stillschweigend vorausgesetzt werden sollte, und dem, was tatsächlich missverstanden werden könnte. Die Gerichte müssen herausfinden, ob eine Partei versucht, die Erfüllung zu umgehen, oder ob die Parteien tatsächlich nicht übereinstimmend gehandelt haben. In Anbetracht dieser schwierigen Herausforderung und der Analyse von Fall zu Fall muss man sich die Gesetze und Fälle der jeweiligen Gerichtsbarkeit ansehen, um festzustellen, wie das Gericht die stillschweigende Vereinbarung von Treu und Glauben und Fairness definiert und anwendet.  

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingLöschung

 
  
    
05.10.22 16:32

Moderation
Zeitpunkt: 06.10.22 10:05
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingLöschung

 
  
    
05.10.22 16:33

Moderation
Zeitpunkt: 06.10.22 10:06
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingDa Lamberth ein Geschworenen-Prozess

 
  
    
05.10.22 16:37
ist, gehe ich davon aus, dass die Jury den Klägern einen Schadensersatz zubilligt, sofern die Juroren nicht völlig mit Desinformation eingeseift werden.

Unklar (bzw. Ermessenssache der Jury) ist die Höhe des Schadensersatzes und wieviel von dieser Summe den JPS (Fannie und Freddie) und den Freddie-Stämmen zugesprochen wird.

Es ist mMn ausgeschlossen, dass die Jury "freiwillig" auch Fannie-Stammaktionären Geld zuspricht, weil Fannie-Stammaktionäre in der Lamberth-Sammelklage (aus welchem Grund auch immer) nicht vertreten sind.

Die Jury kann nur über das entscheiden, was gerichtlich zur Disposition steht. Sie kann auch nicht HERA oder den NWS nachträglich kippen, schon wegen Unzuständigkeit des verhandelnden Gerichtes.  

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingFundstück

 
  
    
05.10.22 17:31

https://investorshub.advfn.com/boards/read_msg.aspx?message_id=170115039

deepL + edit

Ihr Trottel wisst hoffentlich, dass dies schon immer ein Ränkespiel der US-Regierung war, oder?

Es wird genau dann passieren, wenn Onkel Suggy [der Staat] meint, der Zeitpunkt sei gekommen, Fannie und Freddie ein letztes Mal zu melken.

Dieser Zeitpunkt könnte bald sein, denn Onkel Biden kann sicherlich einen Punktgewinn auf dem Wohnungsmarkt gebrauchen... da alles andere, was er getan hat, schief gelaufen ist.

(A.L.: Spielt an auf die US-Zwischenwahl im November, bei der es für Biden schlecht aussieht (nur 42,7 % der Amis sind mit Biden zufrieden. Das liegt unter anderem an den hohen Benzinpreisen und der hohen Inflation. OPEC+ versucht derweil, Bidens Sieg durch Förderkürzungen zu verhindern.]

 
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75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingHier sieht es noch schlechter für Biden aus

 
  
    
05.10.22 17:36

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingUS-Justiz dürfte die Kläger erneut plattmachen

 
  
    
05.10.22 20:24
Mehr als eine symbolische Entschädigung bei Lamberth sieht Tim Howard nicht. Den Fannie-Stämmen entgeht also nicht viel...

Außerdem soll die Rop-Klage abgewiesen worden sein. (Details in den anderen Posting im Howard-Blog.)

https://howardonmortgagefinance.com/2022/08/08/...ge-1/#comment-28385

deepL + edit [von mir veränderte Stellen in eckigen Klammern]

Ich habe nun die gestern veröffentlichte, nicht redigierte Memorandum Opinion von Richter Lamberth gelesen, und meine Hauptreaktion darauf ist, dass seine Gewährung eines Urteils im Schnellverfahren in Bezug auf die Behauptung der Beklagten, die Theorie der Kläger über "entgangene Dividenden" sei "spekulativ und mutmaßlich" und könne daher "keine Grundlage für eine Rückforderung sein", es den Klägern sehr schwer machen wird, mehr als eine symbolische Zuerkennung der Schadensersatztheorie zu erlangen, die den Antrag auf ein Urteil im Schnellverfahren überlebt hat - nämlich den "Wertverlust", den die nachrangigen Vorzugsaktien von Fannie und Freddie und die Stammaktien von Freddie als Ergebnis des Net-Value-Sweep erlitten haben.

Der einfache Grund dafür ist, dass der Hauptfaktor für den Wert von Junior Preferred Shares (und in geringerem Maße auch von Stammaktien) die Tatsache ist, dass sie Dividenden zahlen. Der Sachverständige der Kläger, Professor Joseph Mason, führte vier Argumente dafür an, warum seine Kunden die durch den Net-Value-Sweep entgangenen Dividenden erhalten sollten. Richter Lamberth fasste sie wie folgt zusammen: "Erstens hat die Bundesregierung in der Vergangenheit die sofortige Rückzahlung von finanzieller Nothilfe, die sie Unternehmen in Zeiten der Finanzkrise gewährt hat, zugelassen; zweitens hätte die Zulassung einer Auszahlung dem Ziel der Aufsichtsbehörde gedient, die GSEs zu Stabilität und normalem Betrieb zurückzuführen; Drittens würde eine Auszahlung den finanziellen Interessen des Finanzministeriums dienen, indem sie zu einer raschen Rückzahlung des Geldes führt, das es den GSEs geliehen hat, und den Wert seiner Aktienoptionsscheine maximiert; und viertens wäre das weitere Verbot einer Auszahlung politisch unpopulär gewesen, weil die GSEs ein beträchtliches Kapital aufgebaut hätten, während sie den Steuerzahlern immer noch Milliarden von Dollar schuldeten. " Lamberth wies alle diese Argumente mit den Worten zurück: "Der Fehler in der Argumentation der Kläger besteht darin, dass sie von den Geschworenen verlangen, einfach zu raten, wie das Finanzministerium und die FHFA in einer kontrafaktischen Welt ihre Verpflichtungen gegenüber den verschiedenen Interessengruppen abgewogen und auf finanzielle und politische Anreize reagiert hätten", und fügte hinzu: "Selbst eine gute Vermutung würde einen inhärent spekulativen logischen Sprung erfordern, der nicht zu der angemessenen Gewissheit führen kann, die das Recht von Delaware und Virginia in Bezug auf Schadensersatz verlangt."

[Ich glaube, dass] Lamberths Skepsis gegenüber der Stichhaltigkeit der Argumente der Kläger in Bezug auf historische Dividenden auch für [zukünftige] Dividenden... vorgebracht werden kann. Und ohne glaubwürdige Aussichten auf künftige Dividenden ist es schwer, für die JPS oder die [Freddie-]Stammaktien einen hohen Schadenersatz infolge des Net-Value-Sweeps geltend zu machen. Der wirkliche Schaden wurde nach dieser Argumentation durch die ursprünglichen und äußerst belastenden Bedingungen der SPS-Verträge der Regierung verursacht, die vor dem Lamberth-Gericht nicht angefochten werden.

Der einzige Silberstreif in dieser dunklen Wolke ist, dass die Fakten, die hinter der Einrichtung des Net-Value-Sweep durch das Finanzministerium und die FHFA stehen, von den Klägern vor dem Lamberth-Gericht immer noch als Grundlage dafür angeführt werden [können], [dass] den Aktionären von Fannie und Freddie ein Schaden entstanden ist, wie auch immer er definiert und bewertet wird. Das wäre eine positive Entwicklung mit Auswirkungen auf andere Fälle und vielleicht einer Verwaltungsreform, die eine freiwillige Aufhebung des NWS und der Liquidationspräferenz durch das Finanzministerium beinhalten würde.  

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingFalls Tim Pagliara mit diesem Tweet

 
  
    
05.10.22 21:25
richtig liegt (zweifelhaft), könnten sich die Freddie-Stämme als Goldgrube erweisen. Auch für die JPS würde ein Schadensersatz nahe dem Nennwert gezahlt werden.

Steht aber im Widerspruch zur ablehnend-negativen Haltung, die Lamberth in seiner Opinion (# 985) von sich gegeben hat.

 
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75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingDem Chart nach zu urteilen hält sich die

 
  
    
1
05.10.22 22:21
Euphorie bei Freddie-Mac-Aktionären in Grenzen.  
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4746 Postings, 2698 Tage s1893Pagliara

 
  
    
06.10.22 00:13
Ist Pagliara neutral, eher ein Common oder ein Prefs Protagonist?

Meine Frage gestern zu Anteile Prefs/Commons:
Deswegen habe ich gefragt wieviel bei den Prefs und Commons in Aussicht stehen? Die FMCC also Freddie Commons wären ne Goldgrube - der Kurs sagt aber was anderes - wenige Tage vor der Entscheidung.

Aber bei den heutigen Manipulationen soll das nix heissen  😉  

75939 Postings, 6727 Tage Anti Lemming# 988 - Es ist "Kindergarten"

 
  
    
06.10.22 08:30
einem Freund-Feind-Denken in Bezug auf Commons (Stämme) "gegen" Preferred (JPS) anzuhängen. Das ist bei iHub verbreitet und hat über iHub auch in diesen Thread Einzug gehalten.

Eine Entscheidung über Geldanlage in Fannie oder Freddie sollte mMn nicht davon abhängig gemacht werde, welche iHub-"Peer Group" gerade die lautesten Töne spuckt. Die Masse hat selten Recht. Man wird dann von Emotionen oder gar Hass getrieben statt von rationalen Überlegungen.

Auch Moralisieren, was "gerecht" sei, führt zu nichts. Wichtig hinsichtlich Anlageerfolg ist nicht, welche Meinungen hinsichtlich Anstand und Gerechtigkeit bei iHub vertreten werden. Auch wenn die dortige Aufregung über Ungerechtigkeit bei Langzeitinvestoren aus der Zeit vor 2008 (und nur bei denen) 100-prozentig verständlich und berechtigt ist. Bei Schnäppchen-Käufern nach dem 2008-Crash hingegen sind die "Gerechtigkeits"-Forderungen scheinheilig, heuchlerisch und eigennützig.

Entscheidend ist vielmehr, wie die US-Gerichte (die eher auf Seite der beklagten US-Regierung stehen) agieren, was die ziemlich komplizierte und über die Briefvereinbarungen in ständigem Fluss befindliche Rechtslage hergibt, und welche Interessen die US-Regierung, die über die SPS der Hauptinvestor in FnF ist, verfolgt.

Es bringt nichts, leugnen zu wollen, dass die US-Regierung rein rechtlich (gemäß HERA) der Hauptinvestor ist. Sie ist bei FnF kein Kreditgeber, wie sie es nach 2008 bei fast allen Wallstreet-Banken war. Wallstreet-Banken hatten somit "nur" Schulden bei der Regierung, die sich abtragen ließen. Sie zahlten darauf auch nur 5 % Zinsen. Dank Goldman-Teufelchen Hank Paulson, dessen Ziel war, die FnF-Aktionäre abzuledern und das US-Immobiliengeschäft durch "Abwicklung" von FnF komplett in die Hände von Wall Street zu verschieben, wurde die US-Regierung bei FnF - via HERA und Zwangsverwaltung - Miteigentümerin und "Investor". Die SPS sind "equity, not debt". Die 10 % Dividende auf die SPS-Aktien, die Paulson großzügig festlegte, sind Horror-Konditionen. Dass die Dividendenzahlungen auf die SPS-Aktien der Regierung zu keinem Schuldabtrag führen, ist von der Konstruktion her grenzkriminell.

Weiterhin bringt es nichts, leugnen zu wollen, dass die US-Regierung mehr oder minder starke Kontrolle über die Gerichte (vor allem Scotus) ausübt - weil die Gewaltenteilung (wegen tendenziell korrupter Strukturen) in USA nicht wirklich funktioniert.

HERA ist so konstruiert, dass die FHFA und das US-Schatzamt die fast alleinige Macht und Kontrolle über FnF haben - bis hin zur Willkür, wozu auch die seit über 14 Jahren laufende Verschleppung der Zwangsverwaltung zählt.

Es ist wie in George Orwells Fabel "Animal Farm". Die Schweine haben die Macht.  

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingNun zur Frage: Zu welchem "Lager" zählt Pagliara?

 
  
    
06.10.22 11:16
Diese Frage ist (siehe letztes Posting) nicht wirklich sinnvoll. Sinnvoller wäre zu fragen, was Amateure und semi-professionale Investoren von Vollprofis (Hedgefondsmanagern) unterscheidet.

Der Hauptunterschied ist, dass Amateure und Halbprofis mit eigenem Geld arbeiten, und da ist es weitgehend egal, ob sie sich verzocken.

Hedgefonds hingegen arbeiten überwiegend mit ?anderer Leute Geld? ? und um dieses zu erhalten, müssen sie eine hohe Expertise vorweisen, zumindest eine Historie kontinuierlich erfolgreicher Geldanlage und entsprechende Empfehlungen. Hedgefondsmanager leben davon, dass sie Investoren bis zu 20 % Gebühren pro Jahr auf ihre Einlagen abnehmen. Die Kunden verlangen im Gegenzug Performance in guten wie in schlechten Börsenzeiten.

HF-Manager erreichen dies, indem sie ihre Positionen hedgen. Sie kaufen z. B. ausgewählte ?Winner?-Technologie-Aktien, wobei sie den Firmen auch Besuche abstatten und intensiv mit den Geschäftsführern reden. Zugleich sichern sie sich z. B. mit Käufen von Put-Optionen auf den Nasdaq-100 gegen Verluste ab. Wenn der Markt crasht - auch ?Winner-Aktien? verlieren dann mehr oder weniger ? fangen die Puts die Verluste wieder auf. Crasht der Markt nicht, müssen die Kursgewinne der Winner die unvermeidlichen Zeitwertverluste der Puts überkompensieren. Kein leichter Job. Hohes Risiko, aber auch ? bei Bestleistung ? sehr hohe Erträge.

Wenn die HF-Manager die hohen Erwartungen ihren Kunden nicht erfüllen, ziehen die Kunden ihr Kapital ab, der HF trocknet finanziell aus und kann sogar am Ende pleite gehen.

Tim Pagliara ist ein Hedgefondsmanager. Er gründete und leitet den Hedgefonds Capwealth:

https://www.capwealthgroup.com/our-team/timothy-j-pagliara

Capwealth verfolgt das bei iHub verbreitete Lagerdenken nicht, sondern ist sowohl in JPS als auch in Stammaktien von FnF investiert. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf den JPS. Ob und inwieweit Pagliara hedgt, ist mir nicht bekannt.

Ich weiß es allerdings bei Bill Ackman. Dessen Hedgefonds Pershing-Square ist seit vielen Jahren in Fannie- und Freddie-Stämmen investiert. Ackmans Einstandspreis für die Stämme liegt bei über 2 Dollar. Er sitzt bei den Stämmen somit zurzeit auf ca. -80 % Buchverlusten. Ackman hat seine FnF-Stämme dadurch gehedgt, dass er um 2018 herum zusätzlich einige JPS gekauft hat. Die JPS machen 20 % seines Investments in FnF aus, die Stämme 80 %.

Also gibt es auch bei Ackman kein Lagerdenken.

Die JPS hat Ackman gekauft, um sich vor Verlusten zu schützen, falls die SPS der US-Regierung im Zuge einer Freilassung/KE in Stammaktien umgewandelt werden. Dies würde die Kurse der Stammaktien stark bis extrem einbrechen lassen. Die JPS hingegen sollten dann auf (nahezu) Nennwert steigen, weil ein SPS-Swap von US-Regierung und FHFA sinnvollerweise nur dann durchgeführt wird, wenn bald darauf eine KE/Freilassung folgt. In Ackmans FnF-Portfolio sollten in dem Fall die JPS-Gewinnr die Stammaktienverluste ausgleichen. Er ist dadurch - wie gesagt - gehedgt.

Nach einer Freilassung sind die JPS wieder dividendenberechtigt, was ihren wirtschaftlichen Wert stark erhöht, zumal bei JPS wie FNMAT, die 8,25 % Rendite bringen. Sie könnten sogar über ihren Nennwert steigen (hängt von den Leitzinsen und der US-Zinskurve ab). Wahrscheinlicher ist, dass die JPS bereits zuvor - im Zuge der KE - in neue Aktien umgewandelt werden, so dass JPS-Halter mit knapp 25 $ pro JPS an der KE "teilnehmen".

Zu den Semi-Profis bei iHub zählen Glen Bradford und KThomp19. Sie sind beide meines Wissens nicht gehedgt, haben beide (unprofessionell) fast alles auf eine Karte gesetzt, und bei Bradford kommt noch hinzu, dass er seine JPS zu früh, zu teuer und obendrein finanziert mit teuren Kreditkartenschulden gekauft hat. Er dürfte mit Zinsen bei aktuell -80 bis -90 % Performance liegen. Als HF-Manager wäre Bradford wegen Kundenflucht längst pleite.

KThomp19 hat seine JPS mit vorhandenem Kapital gekauft, offenbar in beachtlichem Umfang, denn er schreibt, dass er bei Auszahlung zum Nennwert ?reich? wäre und ausgesorgt hätte.

Beide, Bradford und KThomp, sind noch relativ jung, so dass ihnen (hoffentlich) noch ausreichend Zeit bleibt, bis sich der erwünschte Anlageerfolge einstellt. Dass FnF irgendwann wieder regulär gelistet sein werden, ist sicher. Offen ist nur wann.

Beide agieren insofern professionell, als sie sich profundes rechtliches Wissen angeeignet haben. KThomp könnte selber Jurist sein, er ist in jedem Fall ein Fundgrube für alle juristischen Details in der verwickelten FnF-Historie der letzten Jahren bis vor 2008. Außerdem verfügt KThomp über exzellentes kaufmännisches Wissen (Bilanzauswertung etc.). Bradford ist kein Jurist, hat sein juristisches Wissen aber offenbar von Fachanwälten erhalten, die er für die Beratung bezahlt hat.

Die breite Masse der sonstigen iHub-Poster hat wenig juristisches Wissen und leidet an der auch bei Ariva verbreiteten Macke, ?mit religiösem Eifer auf jeden Fall recht behalten zu wollen?. Sie konzentrieren sich, auch wenn sie nach 2008 gekauft haben, auf das immense Unrecht, dass die Regierung den FnF-Aktionären (in der Tat) angetan hat, und lassen dazu allerlei moralische Vorwürfe ab, die die US-Gerichte und die US-Regierung allerdings kalt lassen. Viele iHuber haben ausschließlich die Stämme und sind nicht gehedgt. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die meisten (mMn) am Ende nur mit blauem Auge aus ihrem ?Investment? wieder herauskommen. Wie gesagt liegt eine aufgescheuchte Meute, zumal wenn sie sich lautstark ereifert, selten richtig. Gilt für Ariva, für iHub und die Welt.
 

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06.10.22 12:04

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06.10.22 12:10

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75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingPositionierung von US-Hedgefonds in Fannie-JPS

 
  
    
06.10.22 12:12

75939 Postings, 6727 Tage Anti LemmingCapital Group Companies

 
  
    
06.10.22 12:23
aus Kalifornien ist gemäß dem PDF in # 993 bei den Fannie-JPS FNMAS und FNMAT der mit Abstand größte Investor. Bei FNMAS kommt an dritter Stelle Fairholme Capital Management, die Kläger im Lamberth-Prozess sind.

https://de.wikipedia.org/wiki/Capital_Group_Companies

 
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