GESCO AG - Ungebremstes Wachstum ?

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neuester Beitrag: 16.05.22 23:04
eröffnet am: 11.11.08 09:09 von: Palaimon Anzahl Beiträge: 317
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5925 Postings, 5333 Tage PalaimonGESCO AG - Ungebremstes Wachstum ?

 
  
    
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11.11.08 09:09
Diese Aktie hat mein Interesse geweckt. Die werde ich mal ein paar Tage beobachten.

Zitat aus dem Falken-Telegramm vom 10.11.08:

Es geht aufwärts

Es gibt einige Analysten und Investoren aus dem Nebenwertebereich, die in der Liste der zurzeit meist beachteten und beliebtesten Unternehmen die Gesco AG ganz vorn sehen. Diese Wertschätzung wird dem Unternehmen nicht erst seit Kurzem entgegengebracht. Denn bereits seit Jahren drängt sich die Mittelstandsholding mit dem Schwerpunkt Fahrzeug-/Maschinenbau und Kunststofftechnik mit einem dynamischen Wachstum bei einer sehr guten Kostenentwicklung in den Mittelpunkt des Interesses.

Erneut wird das Wachstum mit der Vorlage der Halbjahreszahlen des laufenden Geschäftsjahres 2008/2009 belegt. Dabei schaffte die Gesco das Kunststück, sich von den schlechten Konjunkturaussichten zu lösen, und vermeldete einen Anstieg der Auftragseingänge in Höhe von 21 %. Demnach spricht vieles für ein weiterhin ungebremstes Wachstum.

Diese positive Entwicklung kann auch aus der Gewinn- und Verlustrechnung des abgelaufenen ersten Halbjahres herausgelesen werden. Umsatzsteigerungen von über 16 % steht ein Ergebnisanstieg in Höhe von 34,5 % entgegen. Hiefür verantwortlich sind insbesondere die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten und damit einhergehend Degressionseffekte im Fixkostenbereich. Nach Abzug der Anteile für Minderheitsgesellschafter verbleibt den Aktionären ein Gewinn je Aktie in Höhe von 4,52 Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg in Höhe von 43,5 %.

Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die vorher als durchaus optimistisch empfundenen Zielvorgaben leicht erreicht werden sollten. Der in Aussicht gestellte Gewinn je Aktie in Höhe von 7,11 Euro sollte sogar noch übertroffen werden. Bei einem derzeitigen Kursniveau von knapp 41 Euro würde das auf Gesamtjahresbasis ein KGV von über 5,8 bedeuten.

Das einzige Manko des Unternehmens, wenn es denn überhaupt eins gibt, waren die hohen Kursniveaus, die auf eine Überbewertung durch den Markt hindeuteten. Ähnlich sahen es die Spezialisten des Falkenbriefs, die bei 51,50 Euro ausgestiegen sind und sich über Gewinne von 45 % freuen konnten. Die derzeit niedrigeren Kursniveaus lassen wieder einen Einstieg interessant erscheinen. Den richtigen Einstiegszeitpunkt können Sie dem Falkenbrief entnehmen.

Zitat Ende

Laßt uns mal drüber reden ;-)
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An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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841 Postings, 3509 Tage HutaMGPaukenschlag

 
  
    
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22.12.20 07:07
Guten Morgen !

Ich ahtte ja gedacht, dass sich in diesem Jahr im Portfolio der Gesco nicht mehr sehr viele Änderungen ergeben werden. Pustekuchen! Gesco hat sich dazu entschlossen, insgesamt sechs Unternehmen zu veräußern - dazu gehört der gesamte Bereich "Mobilität" sowie die Unternehmen Frank Walz Schmiedetechnik und CFK.

https://www.gesco.de/news-presse/pressemitteilungen/

Das ist natürlich ein Paukenschlag, denn so etwas hat es in der Gescogeschichte noch nicht gegeben. Gesco ist ja grundsätzlich ein Unternehmen, dass der "buy & hold Strategie" folgt, Unternehmen also nicht "durchhandelt" sondern behält und entwickelt (ähnlich wie Indus).

Allerdings hat sich in den letzten Jahren auch vermehrt abgezeichnet, dass grade die Unternehmen, die automobilnah tätig sind, große Schwierigkeiten haben. Das fing ja auch nicht erst mit Corona an sondern viel früher.

Etwas überraschend ist auch die Frank Walz und Schmiedetechnik unter den zu verkaufenden Unternehmen - allerdings hat diese vor allem unter den schwierigen Bedingungen des Russlandgeschäfts zu leiden gehabt.

Wenn man sich die reinen Zahlen anschaut, dann verliert Gesco auf einen Schlag 90 Mio Euro Umsatz von angedachten (nachdem das vierte Quartal besser zu verlaufen scheint als man erwartet hat rechnerisch korrigierten) 490 Mio Euro - das ist eine ganze Menge (eigentlich waren ja 450 Mio Euro erwartet worden aber nach der PM von gestern sollen es trotz Verlust von 90 Mio Euro Umsatz aus den verkauften Unternehmen immer noch 400 Mio Euro etwa werden).

Gleichzeitig mit dem Umsatz verliert man aber auch Verluste - und zwar in Höhe von etwa 1,5 Mio Euro operativ und einschließlich Abschreibungen wegen Impairments sogar 15 Mio Euro.

Natürlich kann man jetzt darüber diskutieren, inwieweit es hätte gelingen können, die Unternehmen umzubauen und effizienter und damit auch wieder profitabel zu machen. Aber das wäre mMn ein weiter Weg gewesen, da die Automobilindustrie ja vor erheblichen Veränderungen steht und alles was mit dem Verbrenner zu tun hat, sowieso schweren Zeiten entgegengeht. Ein Blick in das Jahr 2017/2018 (als es noch kein Corona gab) zeigt z.B., dass man in diesem Segment bei immerhin 71 Mio Euro Umsatz ein Ebit von lediglich 0,5 Mio Euro ausweisen konnte . ein Beleg dafür, wie tiefgreifend die Schwierigkeiten in diesem Segment gewesen sind.

Unter diesem Aspekt muss man mMn auch den Kaufpreis sehen, der bei 27 Mio Euro liegen soll. Aus meiner Sicht hätte es einige Jahre gedauert, um die Höhe dieses Kaufpreises mit Gewinnen aus den nun zur Veräußerung vorgesehenen Unternehmen erreicht hätte. Zudem gewinnt Gesco natürlich durch den Zufluss des Kaufpreises bzw. durch den "Verkauf" von Verbindlichkeiten weiteren finanziellen Spielraum für Zukäufe.

Ich finde aber vor allem den strategischen Ansatz, dass man nun nicht laufend Unternehmen veräußern möchte - Gesco wird weiter grundsätzlich an der buy & hold Strategie festhalten - aber sich im Rahmen der derzeit umgesetzten "Next Level Strategie" konsequent von den Unternehmen trennt, die aus Sicht des Managements nicht ohne erhebliche Aufwendungen (falls überhaupt) wieder in die Spur gebracht werden können und sich stattdessen auf die profitalblen Unternehmen zu konzentrieren sehr mutig und auch positiv zu bewerten.

Durch den Verkauf und durch die Abgabe von Umsatz steigt natürlich gleichzeitig die Bedeutung von Dörrenberg für die Gesco Gruppe weiter - und ich denke, dass Gesco nun auch im kommenden Jahr Zukäufe präsentieren wird, um auch aufzuzeigen, dass man wachsen will. Ich denke aber, dass die Reihenfolge - zunächst räumt man im Bestand auf und konzentriert sich auf die Portfoliounternehmen, die man erfolgreich weiterentwickeln kann und erst dann kauft man zu - schon richtig ist.

Ich persönlich sehe daher den Verkauf der Mobilitätssparte als sehr positiv an. Der Verkauf wird der Gescogruppe insgesamt sicher gut tun, weil man seine Managementkapazitäten nun auf weniger Unternehmen konzentrieren kann.

Und was man nicht vergessen sollte: In der Meldung über die Veräußerung steckt auch eine Mitteilung darüber, dass das Q4 bei Gesco bzw. den verbleibenden Unternehmen deutlich besser gelaufen ist als noch bei Vorlage der Q3 Zahttps://www.gesco.de/news-presse/pressemitteilungen/hlen gedacht. Während man bisher davon ausgegangen ist, dass der Umsatz einschließlich der abzugebenden Unternehmen bei etwas mehr als 450 Mio Euro liegen sollte, wird dieser nun bei etwa 490 Mio Euro verortet. Und das Konzernjahresergebnis (nicht EBIT!!) sollte zumindestens ausgeglichen sein. Nun rechnet man mit einem positiven Konzernjahresergebnis von etwa 5 Mio Euro für den fortzuführenden Teil, was bedeutet, dass sich das prognostizierte Ergebnis für die fortzuführenden Bereiche von etwa 1,5 Mio Euro auf 5 Mio Euro erhöht.

Einen schönen Tag allerseits.  

106624 Postings, 8235 Tage KatjuschaBist du dir sicher dass die 5 Mio Überschuss

 
  
    
22.12.20 07:32
aus dem reinen operativen Geschäft in dem fortgeführten Geschäften gemeint sind?

Ich hab das Gefühl, das ist zwar operativ nur aus fortgeführten Geschäften aber inklusive Wertminderungen plus Gewinn aus Verkauf gemeint.  
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the harder we fight the higher the wall

48 Postings, 3902 Tage aktienmuffel@Katjuscha

 
  
    
22.12.20 09:43
Hab mir gerade die aktualisierte Präsentation auf der Webseite von Gesco angeschaut. Bin mir ziemlich sicher, dass die 5 Mio. ? aus dem operativen Geschäft der verbleibenden Unternehmen kommt. Prinzipiell steht das auch so in der Pressemeldung: "Nach Abschluss der Transaktion erwartet der Vorstand nun einen Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter aus fortzuführenden Aktivitäten von rund 5 Mio. EUR."

Im fortgeführten Geschäft sind ja - zumindest in den ersten neun Monaten - ohnehin keine Wertminderungen angefallen.
 

841 Postings, 3509 Tage HutaMGSehe ich genauso

 
  
    
22.12.20 10:23
In der PM wird ja ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die 5 Mio Euro Konzernjahresüberschuss aus "fortgeführten Aktivitäten" stammt. Das schließt nach meinem Verständnis aus, dass darin auch Veräußerungsgewinne enthalten sind (wobei ich nicht mal sicher wäre, dass es im Zuge der Veräußerung überhaupt zu Buchgewinnen kommt).  

10 Postings, 645 Tage CianniceaLöschung

 
  
    
24.12.20 03:06

Moderation
Zeitpunkt: 24.12.20 12:31
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Kommentar: Erotische Inhalte

 

 

1 Posting, 525 Tage AndreaczbhaLöschung

 
  
    
23.04.21 05:39

Moderation
Zeitpunkt: 23.04.21 15:14
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Kommentar: Spam

 

 

10 Postings, 524 Tage LauranodyaLöschung

 
  
    
24.04.21 23:12

Moderation
Zeitpunkt: 26.04.21 10:56
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Kommentar: Spam

 

 

841 Postings, 3509 Tage HutaMGZahlen

 
  
    
27.04.21 09:02
Guten Morgen !

Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 sind raus und ein erster Hinweis, wie das laufende Geschäftsjahr ausfallen soll, gibt es auch.

MMn sind die Zahlen und auch die Prognose für das laufende Jahr gut - besser als von den Analysten erwartet.

Vergleiche zwischen dem letzten und dem vorletzten Jahr sind gleich in zweifacher Hinsicht erschwert. Einmal war das vorletzte Geschäftsjahr ein 9monatiges Rumpfgeschäftsjahr und dann hat Gesco ja Ende des letzten Jahres einen Teil seiner Beteiligungen verkauft.

Wenn man sich deshalb nur einmal den fortgeführten Geschäftsbereich anschaut, hat Gesco dort Umsätze i.H.v. 397 Mio Euro erzielt und dabei ein positives Konzernergebnis von 5,8 Mio Euro erreicht. Das war ja im Prinzip schon durch die Vorabveröffentlichung vorläufiger Zahlen bekannt.
Erfreulich finde ich, dass man auch im für die Industrie allgemein schlechten Geschäftsjahr 2020 für die fortgeführten Aktivitäten ein book-to-bill von über 1 erreicht hat.

Besonders erfreulich ist mMn der Hinweis darauf, wie Q1 in 2021 verlaufen ist und welche Schlüsse man daraus bei Gesco zieht.

Im ersten Qartal 2021 hat Gesco den Auftragseingang um gut 18% steigern können, der Umsatz hat sich y-o-y um knapp 11%. Das book-to-bill lag bei wieder guten 1,2. Zudem hat sich das Ebit in den ersten drei Monaten gut entwickelt und lag nach 2,1 Mio Euro in 2020 nun bei 7,4 Mio Euro.

Auch der Ausblick auf das Gesamtjahr ist positiv zu werten. Während die Analysten zuletzt mit einem Jahresüberschuss nach Anteilen Dritter von 14,6 Mio Euro (GSC Research) bzw. 15,4 Mio Euro (SMC) gerechnet hatten, prognostiziert Gesco diesen Wert zwischen 16,5 und 18,5 Mio Euro. Hierbei sollen auch erst Erfolge aus den aufgelegten Effizienzprogrammen enthalten sein. Läuft alles wie geplant, dürfte sich das EpS dementsprechend auf irgendwas zwischen 1,50 Euro und 1,70 Euro für das laufende Jahr belaufen. Das würde im Mittel schon reichen, um ein durchaus interessantes KGV von 13,75 zu erreichen.

Dabei noch nicht eingerechnet sind aber die angekündigten Übernahmen für die man ja u.a. auch durch den Verkauf eines Teils der Beteiligungen dir finanziellen Voraussetzungen deutlich verbessert hat. Diese dürften den Kurs möglicherweise noch einmal deutlich triggern, wenn es sich um einen oder mehrere attraktive Neuzugänge handeln würde.

Nicht vergessen sollte man mMn auch die Tatsache, dass der Kurs nach wie vor nur knapp über dem EK je Aktie liegt, das aktuell etwa 21 Euro je Aktie liegt.

MMn ist Gesco damit weiterhin ein sehr solides Invest mit durch die Strategie "Next Level" implementierten interessanten Chancen (ist aber natürlich nur meine persönliche Meinung und keine Handlungsaufforderung).  

841 Postings, 3509 Tage HutaMGÜbernahme

 
  
    
16.06.21 14:46
Guten Tag !

Die Gesco AG hat heute eine Übernahme vermeldet:

file:///C:/Users/HP/Downloads/GESCO_PM_16.06.2021_de.pdf

Dabei wird die United MedTech Holding GmBH übernommen, die im Wesentlichen aus der W.Krömker GmbH besteht. Diese ist laut PM im Bereich "Medizintechnik" tätig und dort "Marktführer für Gelenkarmsysteme". Synergien dürften sich dabei im Gescoverbund zur Haseke GmbH ergeben, die ebenfalls im Bereich "Tragarmsysteme" unterwegs ist.

Hier ein Link zur W.Krömker GmbH:

https://www.kroemker.com/de/start.html

Das Unternehmen macht laut PM derzeit ca. 20 Mio Euro Umsatz - zur Profitabilität wird in der PM nichts ausgesagt.

Sieht aus meiner Sicht ganz vielversprechend aus...

 

841 Postings, 3509 Tage HutaMGErgänzung

 
  
    
16.06.21 21:47
Guten Abend !

Offenbar ergänzen sich die Produkte der langjährigen Beteiligung  Haseke und der Übernahme Krömker sehr gut  - ohne sich zu überschneiden. Krömker macht vorwiegend die leichteren Gelenkarme und Haseke eher die schwereren Tragearme. Beide sind überwiegend (Krömker) oder wenigstens auch (Haseke) im Krankenhausbereich unterwegs und können wegen der komplementären Produkte auch im Verkauf Synergien erzielen. Offenbar plant Gesco die beiden Unternehmen perspektivisch zusammenzulegen und dadurch einen neuen Cluster im Bereich "Medizintechnik" zu bilden.
Krömker soll auch deutlich zweistellige Ebitmargen erzielen und keine Bankschulden haben...(ohne Gewähr).

Wie gesagt, das Ganze hört sich nicht schlecht an.  

841 Postings, 3509 Tage HutaMGUnter 21

 
  
    
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21.06.21 21:26
Guten Abend !

Da habe ich heute Morgen einige Gesco Aktien doch tatsächlich etwas günstiger bekommen, als Frau Müller-Kirchhofs, die am Freitag ein paar Stück zum Preis von 21,50 Euro eingesammelt hat

https://www.boerse.de/nachrichten/DGAP-DD-Gesco-AG-deutsch/32219684

Aber danach ist die Aktie weiter südwärts gezogen und wieder unter die Marke von 21 Euro gefallen. Warum das so ist, erschließt sich mir nicht wirklich. Immerhin liegt der Kurs jetzt mit 20,60 Euro schon wieder unter dem EK je Aktie, das zum 31.03. bei 21,32 Euro je Aktie lag,

Dabei werden in der Gescobilanz keine für einen außenstehenden Aktionär nie so ganz nachvollziehbaren Firmenwerte in nennenswerter Größenordnung aufgeführt (der Anteil der Firmenwerte an der Bilanzsumme beträgt zum 31.03. lediglich knapp 6%.

Das erste Quartal ist auch sehr gut verlaufen und in der letzten Woche hat man nach den (wenigstens in meinen Augen) sinnvollen Desinvestments im Bereich Mobilität auch eine erste kleinere Übernahme verkündet, die nicht nur eine zweistellige Ebitmarge und keine Bankschulden aufweist sondern auch noch strategisch gut zu einer bereits vorhandenen Beteiligung passt.

Und trotzdem legt die Aktie den Rückwärtsgang ein. Schenkt man den vier Analysten Glauben, die sich mit dem Unternehmen beschäftigen und alle vier zum Kauf der Aktie raten, wird Gesco im laufenden Jahr (Durchschnitt der Schätzungen) 1,68 Euro je Aktie verdienen und im kommenden Jahr dann 1,99 Euro, was zu einem aktuellen 2022er KGV von leicht über 10 führt. Dazu muss man wissen, dass die vom Unternehmen als essentieller Bestandteil der Unternehmensstrategie Next Level angekündigten auch größeren Übernahmen (zur Erinnerung: Es sollen alleine schon zwei Ankerbeteiligungen erworben oder aus dem Bestand durch Zukäufe aufgebaut werden, die die Abhängigkeit von Dörrenberg reduzieren sollen) in den Ergebnisschätzungen der Analysten nicht enthalten sind.

Wir haben also bei Gesco derzeit ein Unternehmen, dass mit einem KGV 2022 von leicht über 10 und unterhalb des Buchwerts notiert - und das obwohl das Unternehmen eine vernünftige Bilanzstruktur aufweist - das Ek liegt auf den 31.03. bei über 57% und das die auch vorher für eine Beteiligungsgesellschaft nicht exorbitant hohe Verschuldung durch den Verkauf der Mobilitätssparte noch einmal deutlich senken konnte. Zudem sind die das Ergebnis seit mehreren Jahren belastenden Unternehmen des Bereichs Fahrzeugtechnik veräußert worden.

Last but not least gibt es von Gesco ja auch noch die Langfriststrategie "Next Level" die neben dem Erwerb von weiteren Beteiligungen (siehe oben) auch eine Art "Fitnessprogramm" für die bestehenden Beteiligungen ist. Ziel ist es, in den Beteiligungsgesellschaften den Umsatz je Mitarbeiter um 3% jährlich zu steigern und zudem jedes Jahr 3% mehr Wachstum als der jeweilige Markt zu zeigen. Unterm Strich soll die Ebitmarge mehr oder weniger konjunkturunabhängig bei 8-10% liegen (in 2020 lag sie zum Vergleich bei 4,1% und in 2019 bei 6.9%).

Wenn man das Ziel ernst nimmt, sollte Gesco alo in überschaubarer Zeit deutlich mehr Umsatz machen (durch Übernahmen plus organischen Wachstum) und zudem noch eine bessere Marge erreichen.

Es gibt aber auch zwei Bereiche, die mMn etwas Wasser in den Wein schütten. Einmal ist das die Tatsache, dass man sich zwar entschlossen von den Verlustbringern im Bereich Fahrzeugtechnik getrennt hat - auch um die finanziellen und personellen Kapazitäten für die Expansion in andere Bereiche zu schaffen - jetzt fehlen aber (noch) die entsprechenden Zukäufe. Natürlich darf man keinen Zukauf um des Zukaufs Willen präsentieren - aber ich denke schon, dass der Markt im Bereich "Ankerbeteiligungen" auch bald Taten sehen möchte,

Und zweitens habe ich es schon im letzten Jahr für einen Fehler gehalten, die Dividendenpolitik zu ändern. Bis dato galt immer "40% vom Gewinn wird ausgeschüttet", was die Dividende einigermaßen berechnebar gemacht hat (und ich bin mir sehr sicher, dass nicht wenige Aktionäre ihre Aktie nicht zuletzt aus diesem Grud erworben haben. Nun hat man sich zu einer "atmenden Dividende" mit einem Ausschüttungssatz von "zwischen 20 und 60%" bekannt. Dies vor allem, um die finanzielle Feuerkraft zu haben, entsprechend große Beteiligungen finanzieren zu können. Ich denke, damit hat man etwas Unsicherheit ins Aktionariat gebracht. Niemand hätte doch etwas dagegen einzuwenden gehabt, wenn die Dividende in einem Jahr, in dem eine große Übernahme gelungen ist, von den grundsätzlich 40% auf dann eben 20% oder auch mal 0% gekürzt worden wäre, weil damit erkennbar Wachstum finanziert worden wäre. Um diese finanzielle Flexibilität zu gewinnen, hätte man die jahrelang erfolgreiche und bewährte grundsätzliche Dividendenpolitik nicht über Bord werfen müssen (mMn).  Nicht so sehr die Höhe der Dividende ist daher mMn das Problem sondern das eher unglückliche Signal, dass davon ausgeht, dass die Dividende eben auch auf nur noch 20% gekürzt werden kann, wenn der Vorstand das möchte (und Begründungen, warum die Dividende gekürzt werden muss, gibt es ja aus der Sicht des Vorstands häufig :-)

Vielleicht überlegt der Vorstand es sich doch noch einmal und kehrt zu den 40% als Grundsatz zurück...

Aber davon abgesehen halte ich Gesco derzeit für relativ stark unterbewertet - jedenfalls dann, wenn der Vorstand seine "Next Level-Strategie" konsequent umsetzt (und damit nicht noch drei oder vier Jahre wartet).

Das ist natürlich nur meine Meinung und keine Empfehlung an andere Teilnehmer hier. Einen schönen Abend noch allerseits.  

72 Postings, 924 Tage Nobody62Wie immer

 
  
    
22.06.21 22:08
ein fundierter und reflektiver Beitrag, HutaMG. Danke!

Deine Kritik an der geänderten Divi-Politik kann ich nur vollständig bestätigen. Ich war bis November 2019 elf Jahre lang Gesco-Aktionär, bevor die schlechten Ergebnisse mich bewogen, die Aktie - mit Gewinn - zu verkaufen. So lange gehalten habe ich sie vor allem aufgrund der Ausschüttungsquote, die für mich zuletzt bei 6% lag.
Es wäre kein Problem gewesen, die Quote beizubehalten und mitzuteilen, dass bei Bedarf in Ausnahmefällen auch anders entschieden werden könne. So aber schafft man nur Ungewissheit über die zukünftigen Ausschüttungen.
Glücklicherweise gibt es ja genug Aktien, die regelmäßig mehr ausschütten...  

841 Postings, 3509 Tage HutaMGMal sehen ob das Thema nicht auch auf der HV

 
  
    
24.06.21 22:12
am 30.06. eine Rolle spielt. Ich sehe es absolut so wie Du. Ein verlässlicher Dividendenwert (und das war Gesco ja) kann nicht "irgendwas zwischen 20 und 60%" ausschütten - da ist die Spreizung einfach zu hoch. MMn war das der Unerfahrenheit der neuen Vorstände geschuldet - was die Börse angeht. Aber man könnte aus Fehlern ja auch lernen...  

841 Postings, 3509 Tage HutaMGHauptversammlung

 
  
    
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01.07.21 07:48
Guten Morgen !

Gestern hatte die Gesco ja ihre virtuelle HV. Ich fand die Veranstaltung sehr informativ. Der Vorstand ist noch einmal sehr ausführlich auf das vergangene Geschäftsjahr und vor allem auf die Beteiligungsverkäufe eingegangen und man hat insgesamt 160 Aktionärsfragen sehr eingehend beantwortet.

Das Wichtigste in Kürze:

1.) Beteiligungsverkäufe: Man hat im Fahrzeugsektor keine Perspektive gesehen, diesen zeitnah so umzubauen, dass er die Kriterien der "neuen Gesco" (Gutes noch besser machen) erfüllt. Daher hat man im Interesse des Unternehmens die Beteiligungen abgestoßen, die unter dem Dach eines anderen Eigentümers besser aufgehoben sind. Auf ausdrückliche Nachfrage wurde darauf hingewiesen, dass man bei Unternehmern, mit denen man über einen Beteiligungserwerb spricht, deswegen auch nicht auf neue Vorbehalte stößt. Grade die Unternehmer hätten großes Verständnis dafür, dass man sich von Unternehmensteilen, die nicht so laufen, wie man sich das wünscht, dann auch wieder trennt, um das restliche Unternehmen besser weiterenwickeln zu können. Verkauft hat man alles in allem einen Umsatz von

2.) Beteiligungsstruktur: Der Vorstand hat gestern deutlich gemacht, wie er sich die Gesco nach Umsetzung der "Next-Lever-Strategie" vorstellt: Es sollen dann drei Ankerbeteiligungen geben - Dörrenberg mit etwa 200 Mio Euro Umsatz und zwei weitere Unternehmen mit jeweils mindestens 100 Mio Euro Umsatz. Hinzu kommen dann noch die Basisibeteiligungen. Hier strebt man eine Zahl von 12 an, Diese Basisbeteiligungen sollen dabei einen Umsatz von jeweils etwa 40 Mio Euro haben. Alles in allem wird Gesco also nach Abschluss des Programms 15 Beteiligungen haben (eine höhere Zahl ist nach Aussage des Vorstands organisatorisch mit der schlanken Struktur der Holding nicht zu stemmen, was mMn darauf hindeutet, dass die Holding die Beteiligungen insgesamt zukünftig etwas stärker steuern will). Der Gesamtumsatz dürfte dann bei knapp 1 Mrd Euro liegen und das Ebit soll selbst in schwachen Konjunkturzeiten mindestens 8 % betragen - was dann ja rechnerisch etwa 80 Mio Euro mindestens ausmachen sollte und damit natürlich eine ganz erhebliche Steigerung im Vergleich zu 2020 oder 2019 darstellen würde.

3.) Finanzen: Durch den Abgang der sechs Beteiligungen und durch striktes Kostenmanagement hat sich die Nettobankverbindlichkeit von 103 Mio Euro ind 2019 auf 33 Mio Euro in 2020 reduziert - zum 31.03.2021 lag sie sogar nur noch bei etwa 19 Mio Euro. Der Verschuldungsgrad liegt zum 31.03. bei knapp unter 1. Beteiligungszukäufe sollen zukünftig bevorzugt aus dem vorhandenen Kapital finanziert werden. Reicht das nicht aus, soll Fremdkapital aufgenommen werden. Hier sieht man einen Verschuldungsgrad von etwa 3xEBITDA als vertretbar an (etwa so wie auch der Mitbewerber Indus). Eine Kapitalerhöhung würde erst an allerletzter Stelle zur Finanzierung von Beteiligungskäufen eingesetzt (für mich klang das so als ob man sich mindestens aktuell nicht mit diesem Finanzierungsinstrument beschäftigt).

4.) Q1/2021: Das Jahr ist gut angelaufen. Auf der HV wurde ausdrücklich betont, dass man "leider" keine Aussage zum Verlauf des zweiten Quartals treffen könne - für mich klang das aber so als ob auch das zweite Quartal eher positiv verlaufen wäre. Immerhin hat man auf der HV klar gesagt, dass man die Prognose (zwischen 445 und 465 Mio Euro Umsatz und ein Konzernjahresüberschuss von zwischen 16,5 und 18,5 Mio Euro - ich finde es übrigens sehr angenehm, dass Gesco die Prognose auf den Konzernjahresüberschuss, also quasi das Endergebnis des Jahres abstellt und nicht auf irgendwelche EBITDA vor Sondereinflüssen etc., wo man nie genau weiß, ob und wie das schöngerechnet wurde) grundsätzlich bestätigt, will diese aber nun "am oberen Rand" erreichen. Die neue Beteiligung United Med Tech Holding erwirtschaftet ebenfalls ein positives Ergebnis mit einer zweistelligen Marge - derzeit ist man aber noch dabei, den Kaufpreis auf die einzelnen übernommenen Wirtschaftsgüter zu verteilen und den auszuweisenden Firmenwert zu ermitteln - bei Gesco ist es traditionell so, dass Neuerwerbe erst im zweiten Jahr der Konzernzugehörigkeit nennenswert zum Ergebnis beitragen, weil im ersten Jahr meistens Abschreibungen etc. vorgenommen werden. Aber grundsätzlich ist auch die UMT kein Sanierungsfall (daran hat Gesco generell kein Interesse - auch zukünftig nicht).
Dass man sich operativ verbessert hat, kann man auch daran sehen, dass das Q1/2021 in etwa genau so gelaufen ist wie das Q1/2019 und das erstens trotz Corona (das erste Quartal 2021 war komplett vom Lockdown betroffen) und zweitens trotzdem man die Zahl der Beteiligungen von seinerzeit 18 eben auf nunmehr 11 reduziert hat.

4.) Strategieprogramme: Unter dem Stichwort "Next Level" setzt Gesco ja auch diverse Programme um, die "interessante Namen" haben (Mapex, Opex, Canvas, Leadex). Mir scheint es so zu sein, dass der Vorstand da vielleicht etwas zu tief ins "kleine Handbuch für Unternehmensberater" geschaut hat, um solche Namen zu finden (auch die Überschrift über den Verkauf der Beteiligungen - "Projekt Matterhorn", in seiner Rede hat Herr Rumberg den Verkauf der Beteiligungen mit der Erstbesteigung des Matterhorns verglichen). Geschenkt. MMn ist entscheidend nicht wie das Kind heißt sondern was dabei für das Unternehmen herauskommt. Herr Rumberg hat in seiner Rede einige sehr schöne Beispiele für die Wirksamkeit dieser Programme genannt. Die will ich hier nicht aufzählen - das kann man sich auf der Homepage anschauen. Aber ich hatte sehr wohl den Eindruck, dass die Programme nicht nur gut (oder auch nicht) klingen sondern tatsächlich auch etwas bewirken.
Was die im Rahmen der Strategie geplanten Beteiligungskäufe angeht, ist man weiter dabei zu analysieren und Gespräche zu führen, hat sich selber aber keine Deadline gesetzt, was sicher auch vernünftig ist, um sich bei möglichen Verhandlungen nicht unter Druck zu setzen. Man will aber in zwei bis drei Jahren "deutliche Schritte" bei der Umgestaltung des Portfolios gemacht haben. Branchenbeschränkungen gibt es dabei nicht . man will nur bei den Ankerbeteiligungen darauf achten, dass diese nicht den gleichen Zyklus anlaufen wie Dörrenberg. Es kann also durchaus sein, dass zu den drei bestehenden Segmenten noch neue hinzukommen.
Die 8% Ebitmarge will man, wenn alles einigermaßen normal läuft dagegen schon im kommenden Jahr erreichen.

5.) Diverses:
- Mit der SVT ist die Gesco auch im Bereich "Wasserstoff" engagiert. Die SVT ist derzeit dabei entsprechende Verladearme zu entwickeln (wenn Wasserstoff mit Tankern bewegt wird, braucht es zum Umladen sowohl auf dem Schiff als auch an Land entsprechende Verladearme).
- Im letzten Jahr haben 9 von 11 Beteiligungen ein positives Ergebnis erzielt
- Es wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Setter GmbH geschlossen (daneben gibt es noch einen mit der MAE). Dadurch kann man die Steuern optimieren (Gewinne der Setter können dann z.B. mit den Verlustvorträgen aus der MAE verrechnet werden).
- Aktiendividende ist interessant aber auch aufwendig und deshalb derzeit noch kein Thema.
- Generell bleibt Gesco ein zuverlässiger Dividendenzahler, wenn nicht außergewöhnliche Ereignisse wie Corona einen Strich durch die Rechnung macht. Man hält auch an der Zielquote von "zwischen 20 und 60%" fest (ich würde es nach wie vor besser finden, wenn man wieder generell "40%" als Zielgröße ausgibt).

Alles in allem kann man sicher sagen, dass der Vorstand trotz der unter Corona sicher nicht sehr leichten Bedingungen gute Arbeit geleistet hat. Ob man den Beteiligungsverkauf nun "Projekt Matterhorn" nennen muss oder nicht, sinnvoll war er sicher, zumal dadurch erst die Voraussetzungen geschaffen werden, um das Unternehmen nun so aufzustellen, wie sich der Vorstand das vorstellt. Der Verkauf von derart vielen Beteiligungen unter Coronabedingungen ist dann sicher nochmal schwieriger als sonst schon - trotzdem ist es gelungen, die Beteiligungen, bei denen man keine Chance gesehen hat, diese zu "Hidden Champions" zu machen und Umsatz und Marge auf das Zielniveau zu heben, zu veräußern und zusätzlich noch eine neue vielversprechende Beteiligung, bei der es auch zu Synergieeffekten mit der bestehenden Beteiligung Haseke kommen wird, zu erwerben.

Meiner persönlichen Meinung nach, wird die neue Gesco nach Abschluss des derzeit laufenden Strategieprogramms doch deutlich anders aussehen als die Gesco bisher ausgesehen hat. Das wird, auch bedingt durch Corona, noch ein paar Jährchen dauern - aber gestern hatte ich subjektiv den Eindruck, dass sich das Warten für mittel- bis langfristig orientierte Anleger durchaus lohnen könnte (ist aber natürlich nur meine private Meinung und keine Aufforderung an andere Teilnehmer hier).
Einen schönen Tag noch allerseits.  

841 Postings, 3509 Tage HutaMGPrognose

 
  
    
18.08.21 06:45
Guten Morgen !

Die Gesco AG hat gestern zum zweiten Mal in diesem Geschäftsjahr die Umsatz- und Ergebnisprognose erhöht.
Zunächst war man beim Umsatz von einem Wert zwischen 445 und 465 Mio Euro auagegangen; dabei sollte ein Ergebnis von 16,5 Mio bis 18,5 Mio Euro erzielt werden. Anlässlich der HV hat man die Prognose auf den oberen Rand der Ursprungsprognose konkretisiert.
Nun erhöht man die Umsatzprognose auf zwischen 465 und 485 Mio Euro und beim Ergebnis erwartet man nun zwischen 20 und 22 Mio Euro.

Da es lediglich 10,8 Mio Aktien gibt, läuft das Ganze auf ein EpS von knapp 2 Euro raus - und das in einem Jahr, in dem Corona ja durchaus noch Einfluss auf die Wirtschaft hatte - und ohne mögliche Einflüsse durch die anstehenden Übernahmen.

Für mich zeigt sich darin, dass die Effizienzsteigerungsprogramme zu greifen beginnen und es richtig war, sich von den schwierigen Beteiligungen im Mobilitybereich zu trennen...

Insofern halte ich persönlich das Potential des Unternehmens auch mit einem EpS von 2 Euro nicht für ausgereizt - ist aber wie immer nur meine Meinung und keine Anlageempfehlung!

Einen schönen Tag noch.  

841 Postings, 3509 Tage HutaMGÜberzeugende Halbjahreszahlen

 
  
    
24.08.21 10:33
Guten Tag !

Die Gesco AG hat heute in meinen Augen sehr überzeugende (endgültige) Zahlen auf den 30.06.21 vorgelegt. Es  war ja  schon vorab mitgeteilt worden, dass sich Umsatz und Ergebnis  sehr positiv entwickelt haben und man hatte daraufhin bereits die Jahresprognose erneut angehoben.

https://www.gesco.de/investor-relations/mitteilungen/#true-1

MMn ist  in den heute veröffentlichten endgültigen Zahlen vor allem auch der stark angestiegene Auftragseingang erwähnenswert, der mit 35,7% y-o-y noch stärker angestiegen ist als der Umsatz (plus 19,9 %). Das book to bill lag im ersten Halbjahr bei  sehr starken 1,2.  Bemerkenswert ist auch, dass sich auch der Auftragseingang vom ersten zum zweiten Quartal des laufenden Jahres noch einmal leicht erhöht hat - die Voraussetzungen für ein gutes zweites Halbjahr (wie prognostiziert) sind also gegeben.

Erfreulich und im Hinblick auf die angestrebten weiteren Beteiligungskäufe nicht unwichtig ist auch die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesco. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt zum 30.06. bei 28,5 Mio Euro. Dabei ist es gelungen, das Working Capital trotz deutlich gestiegenem Geschäftsvolumen um 3,5 Mio Euro zu reduzieren (das Working-Capital-Ratio ist dementsprechend von 37,2% auf nur noch 33,2% gesunken).

Die Eigenkapitalquote liegt bei weiterhin sehr guten 55,6% - die  Nettoverschuldung inklusive Leasing liegt bei lediglich gut 50 Mio Euro. Je Aktie beträgt der Buchwert aktuell 21,75 Euro - der Aktienkurs liegt weiterhin nur knapp darüber (KBV von ca. 1,05). Es stehen also genügend Mittel für den angestrebten Beteiligungsaufbau zur Verfügung - sowohl aus der Innenfinanzierungskraft als auch aus möglichen Bankdarlehen.

Vielleicht noch erwähnenswert: Laut Gesellschaft sind vor allem Effekte aus den "OPEX Programmen", die ja im Rahmen der "Next-Level-Strategie" aufgelegt worden sind, dafür ursächlich, dass die Personalaufwandsquote von 28,3% auf 24,1% gefallen sind. Das Effizienzsteigerungsprogramm wirkt also.

Alles in allem hat der neue Vorstand also ganz offensichtlich die  Effizienz gesteigert (Personalkostenquote und Working-Capital), die Beteiligungen "ausgemistet" (klingt jetzt vielleicht etwas zu negativ aber ich für meinen Teil bleibe dabei, dass es für eine vergleichsweise kleine Holding wie es die Gesco nun einmal ist, eher nachteilig gewesen wäre, sich auf Jahre hinaus mit der Sanierung eines ganzen Beteiligungsbereichs (Fahrzeugtechnik) zu beschäftigen und dadurch zu viele personelle und finanzielle Ressourcen  zu binden. Auch für die Unternehmen und ihre Beschäftigten selber ist es dann sicher besser, an ein Unternehmen abgegeben zu werden, das eine größere Expertise auf den Zielmärkten hat oder mehr Erfahrung im Bereich "Sanierung" und bei der Gesco werden sowohl Personal als auch Mittel frei, um das Unternehmen zukunftssicherer aufzustellen) und mit der UMT eine erste neue Beteiligung erworben.

Man ist also, wenigstens in meinen Augen, auf einem guten Weg, Gesco besser und effizienter aufzustellen - fehlt "nur noch" der weitere Beteiligungsaufbau... aber bisher hat der Vorstand seine Planungen auch konsequent umgesetzt, insofern erwarte ich von dieser Seite her in den nächsten Monaten weitere positive Nachrichten.
 

841 Postings, 3509 Tage HutaMGAnalystenschätzungen

 
  
    
04.09.21 07:23
Guten Morgen !

Inzwischen haben alle vier die Gesco beobachtenden Analysten ihre Schätzungen auf Basis der Halbjahreszahlen überarbeitet.

Ich habe mal einen kleinen eigenen "Consensus" aufgestellt:

Umsatzschätzung 2021  : 477,75 Mio Euro
Umsatzschätzung 2022  : 505,68 Mio Euro
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EBIT 2021 : 35,73 Mio Euro
EBIT 2022 : 39,73 Mio Euro
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Marge 2021 : 7,48%
Marge 2022 : 7,86%
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EpS 2021 : 1,92 Euro
EpS 2022 : 2,16 Euro
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Dividende 2021 : 0,68 Euro
Dividende 2022 : 0.84 Euro

Zwei Analysten haben sich auch schon an eine Prognose für 2023 gewagt - die Werte hier:
Umsatz ; 527 Mio Euro
EBIT : 42 Mio Euro
Marge : 7,97%
EpS : 2,28 Euro
Dividende : 0,88 Euro

Hinzuweisen wäre mMn noch darauf, dass in diesen Zahlen, soweit ich das richtig sehe, die vom Unternehmen geplanten weiteren neuen Beteiligungen nicht enthalten sind, die aber durch die angestrebte Größe einen erheblichen (positiven) Einfluss auf die Kenngrößen haben dürften.

Ein schönes Wochenende allerseits.  

841 Postings, 3509 Tage HutaMGQ3

 
  
    
19.11.21 08:42
Guten Morgen !

Die Gesco AG hat heute Morgen ganz ausgezeichnete Zahlen für Q3 und die ersten neuen Monate des Geschäftsjahres gemeldet (und gleichzeitig die Prognose für das laufende Jahr noch einmal erhöht). Dass der Aktienkurs darauf gestern mit einem kleinen Abschlag reagiert hat, gehört zu den Merkwürdigkeiten der Börse, die man nicht verstehen muss.

Beeindruckend ist vor allem der Auftragseingang bei der Gesco. Dieser hat um über 43% y-o-y zugelegt. Die book-to-bill ratio liegt dabei, trotz eines um fast 20% gestiegenen Umsatzes bei fast 1,2 - ein Indiz dafür, dass auch die kommenden Monate nicht schlecht laufen werden.
Die Ebitmarge konnte man auf 7,9% steigern, das EpS lag nach neun Monaten bei 1,40 Euro. In Q3 für sich betrachtet, lag die Ebitmarge übrigens schon bei fast 10%!

Ebenfalls sehr erfreulich ist die Tatsache, dass man den Ausblick nun schon zum zweiten Mal im laufenden Geschäftsjahr anheben konnte, Ursprünglich lautete die Voraussage (jeweils Mittelwerte) Umsatz 455 Mio Euro und Konzernjahresüberschuss (nicht Ebit!) 17,5 Mio Euro. Diese Werte wurden mit den Halbjahreszahlen auf 475 Mio Euro Umsatz und 21 Mio Euro JÜ korrigiert. Nunmehr geht man von einem Umsatz von eher im Bereich 480 Mio Euro und einem JÜ von 23 Mio Euro aus. Rechne ich den erwarteten JÜ von 23 Mio Euro auf das EpS um, erhalte ich einen rechnerischen Wert von 2,12 Euro (wie gesagt rein rechnerisch ermittelt). Das würde bedeuten, dass die Gesco aktuell nur mit einem KGV von unter 11 bewertet wird.

Zieht man dann noch ins Kalkül, dass das rechnerische Eigenkapital je Aktie bei 22,40 Euro liegt und damit der Aktienkurs grade mal um eine Winzigkeit den Buchwert je Aktie übertrifft, scheint mir die Gesco - auch angesichts der im b2b Ratio manifestierten Zukunftsaussichten und der Tatsache, dass man immer noch dabei ist, die Holding umzubauen und neue Ankerbeteiligungen zu suchen, die die Holding und damit auch den Aktienkurs noch einmal auf eine neue Ebene hieven würden- derzeit erheblich unterbewertet zu sein, was aber natürlich nur meine persönliche Meinung ist und keine Anlageempfehlung für andere hier darstellt.

Aus meiner Sicht macht sich der seinerzeitige Verkauf der kompletten Mobilitysparte besonders bezahlt, weil man nun eben - anders als der Mitbewerber Indus - keine problematischen Unternehmen aus der Automobiltechnik mehr im Portfolio hat, die das gute Gesamtergebnis der anderen Bereiche überdecken. Zudem hat man nun eben sowohl personelle als auch finanzielle Kapazitäten frei, um die Holding effizienter zu gestalten (über die entsprechenden Programme) und sich auf das eigentliche Geschäft zu konzentrieren.  

841 Postings, 3509 Tage HutaMG2021

 
  
    
09.03.22 21:27
Guten Abend !

Gesco hat heute die Zahlen für 2021 gemeldet - 2921 war laut PM das beste Jahr der Unternehmensgeschichte. Die mit Vorlage des Q3 erhöhte Prognose für das Gesamtjahr konnte sowohl im Umsatz als auch (teilweise auch bedingt durch Sondereffekte) beim Ergebnis noch einmal überboten werden.

Am Ende steht ein Umsatz von 488 Mio Euro (plus 23% gegenüber 2020) und ein Konzernergebnis von 26,9 Mio Euro (in 2020 noch 5,8 Mio Euro).

Erfreulich scheint mir vor allem der Hinweis zu sein, dass es den Holdingunternehmen gelungen ist, Preissteigerungen auf der Eingangsseite durch Preisanpassungen zu kompensieren - das zeigt dann schon die Preissetzungsmacht der Konzernunternehmen.

Alles in allem lag das EpS bei 2,48 Euro - mithin liegt das KGV aktuell bei recht deutlich unter 9. Ich bin mal gespannt, wie der Dividendenvorschlag des Vorstands ausfallen wird. Früher gab es ja immer konstant 40% vom EpS - aktuell hat man sich ja auf "zwischen 20 und 60% festgelegt. Ich würde mal vermuten, dass die Dividende irgendwo zwischen 90 Cent und 1 Euro rauskommt - aber natürlich ohne Gewähr.

Letztendlich haben wir bei Gesco aktuell eine Aktie, die mit einem einstelligen KGV unter Buchwert gehandelt wird - und zudem noch in der Planungspipeline erhebliche Umsatz- und Ergebniszukäufe hat (Strategie Next Level). Gibt sicher schlechtere Investments.  

841 Postings, 3509 Tage HutaMGDividende

 
  
    
25.03.22 15:22
Gesco wird für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 98 Cent zahlen - das ist für das Unternehmen ein Rekord. Ich vermute (und hoffe), dass das auch ein Signal dafür sein soll, dass das laufende Jahr ganz passabel laufen könnte - sonst hätte man ja auch einen Schluck weniger anbieten können...

 

841 Postings, 3509 Tage HutaMGZahlen und Prognose

 
  
    
21.04.22 08:03
Guten Morgen !

Die Gesco AG hat heute Morgen die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bestätigt - keine Überraschung. Der Umsatz lag in 2021 bei 488 Mio Euro nach 397 Mio Euro in 2020, das EBUT bei 44,5 Mio Euro nach 16,7 Mio Euro und das Konzernergebnis bei 26,8 nach 5,8 Mio Euro.
Auf die Aktie bezogen lag das EpS bei 2,48 Euro und die Dividende soll 98 Cent betragen und damit so hoch wie noch nie ausfallen (damit liegt das aktuelle KGV bei 9,3 und die Dividendenrendite bei 4,2%).

Bilanziell noch wichtig: Das EK liegt bei 256 Mio Euro und damit bei gut 23,50 Euro je Aktie (oberhalb des aktuellen Kurses) und der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist, trotz Aufbau der Vorräte, mit gut 51 Mio Euro positiv.

Wie gesagt, die meisten Zahlen waren schon aus der Vorabmeldung bekannt, bleiben aber auch bei Wiederholung sehr erfreulich.

Wichtiger noch ist heute die Prognose für das laufende Jahr. Und diese ist mehr als erfreulich. Im ersten Quartal hat man den Auftragseingang in allen Segmenten noch einmal signifikant steigern können - von 136 auf 169 Mio Euro, den Umsatz konnte man von 113 auf 138 Mio Euro steigern und den Konzernüberschuss von 4 auf 8,8 Mio Euro mehr als verdoppeln (dabei lag die EBITmarge bei 9,7% nach 6,6% im Vorjahr). Das book-to-bill lag demnach bei 1,22 !

Dementsprechend positiv fällt auch der Ausblick aus. Man will (trotz Krieg in der Ukraine) den Umsatz von 488 auf "zwischen 565 und 588 Mio Euro"  und das Konzernergebnis von 26,9 auf "zwischen 28 und 30,5 Mio Euro" nochmals steigern (der unterproportionale Ergebnisanstieg liegt mMn an Effekten aus der steuerlichen Organschaft - diese hatte man im letzten Jahr aufgesetzt und deren Effekte haben sich vor allem in Q4 des letzten Jahres und im Gesamtjahresergebnis gezeigt, ein Teil des Ergebnisses 2021 war daher steuerlich bedingt und nicht in dem Sinne "verdient" - jedenfalls wäre das meine Erklärung - falls jemand eine andere hat, gerne).

Nimmt man die Mitte der Prognose, wird das Ergebnis bei gut 29 Mio Euro liegen und das EpS damit rechnerisch bei knapp 2,70 Euro (das würde einem KGV von 8,6 entsprechen).

Zusammengefasst: Die Gescoaktie notiert unter dem anteiligen Eigenkapital, liegt bei einem KGV von unter 9 (bezogen auf das laufende Jahr) und die Dividendenrendite beträgt über 4%. Zudem sollen im laufenden Jahr möglichst Übernahmen von weiteren Beteiligungen erfolgen. Klingt für mich richtig gut - ist aber nur meine Meinung und keine Empfehlung an andere!  

841 Postings, 3509 Tage HutaMGZukunft

 
  
    
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21.04.22 12:22
Ich habe eben auch die Präsentation zu den Zahlen verfolgt - musste allerdings etwas vorzeitig abbrechen. Interessant fand ich vor allem die Tatsache, dass sich Gesco nun sehr viel genauer über den Zeithorizont der Next-Level-Strategie ausgelassen hat. Sie heißt nun "Next Level 25", was schon darauf hindeutet, dass man die Ziele in 2025 erreicht haben möchte. Dann sollen es statt derzeit 10 insgesamt 15 Beteiligungen sein (davon 3 Ankerbeteiligungen plus 12 Basisbeteiligungen) und man will dann 1 Mrd Euro Umsatz bei einer Ebitmarge von 10 % erreichen. Bei der Marge ist man im letzten Jahr schon auf über 9% gekommen, beim Umsatz muss man schon noch ein paar Euro zulegen - aber von den noch fehlenden gut 400 Mio Euro (wenn ich mal die fast 600 Mio Euro zugrundelege, die man dieses Jahr erreichen möchte) wird ja auch einiges durch Zukäufe hinzukommen.

Was die Ankerbeteiligungen angeht, will man neben Dörrenberg die Settergruppe aus dem bestehenden Portfolio zu einer Ankerbeteiligung ausbauen - man glaubt, dass man mit dem erwartbaren Umsatzwachstum bis 2025 das Ziel (über 100 Mio Euro Umsatz) erreichen kann. Daneben soll dann noch eine Ankerbeteiligung (mit ca. 100 Mio Euro Umsatz) und 5 Basisbeteiligungen - mit jeweils 40-50 Mio Euro Umsatz - hinzuerworben werden. Macht dann ja alleine durch anorganisches Wachstum ca. 300 Mio Mehrumsatz.

Und wenn man sich Wachstumsraten der bereits bestehenden Beteiligungen anschaut, sieht man, wie hoch die Dynamik dort ist. Es wurden zwar "nur" einige Beteiligungen ausdrücklich vorgestellt (und sicher nicht die, die am wenigsten gut laufen) aber Sommer & Strassburger hat seit 2018 den Umsatz um 48% gesteigert (und in den Jahren von 2018 bis 2021 waren ja nicht nur supergute Jahre sondern dieser Zeitraum erfasst auch die schwachen und schweren Jahre der Coronapandemie), Hubl plus 50%, Pickhardt & Gerlach plus 36%, SVT plus 40% und Setter gar plus 70% (und hier ist der Markt laut Vortrag des CEO noch lange nicht ausgereizt).

Ich denke daher auch, dass die Gesco 2025 tatsächlich auf einem anderen "Level" spielt als derzeit. Sollten die Ziele erreicht werden, würde das in 2025 ein EBIT von ca. 100 Mio Euro bedeuten - im sehr guten Geschäftsjahr 2021 lag dieses bei 44 Mio Euro (woraus dann ein EpS von 2,48 Euro resultierte). Wie gesagt: Keine schlechten Aussichten mMn.  

841 Postings, 3509 Tage HutaMGMuss man das verstehen?

 
  
    
11.05.22 08:32
Guten Morgen !

Manche Entwicklungen an der Börse sind für mich nicht so wirklich nachvollziehbar. Da legt Gesco wirklich blitzsaubere Zahlen für das abgelaufene Jahr hin und will dieses im laufenden Jahr sogar noch übertreffen. Die vorab gemeldeten Q1 Zahlen sind auch sehr stark - übermorgen wird der Q1 Bericht veröffentlicht. Das KGV 2021 liegt (wenn man mal 22 Euro als Bezugsgröße nimmt) bei unter 9, das Eigenkapital je Aktie liegt bei 23,59 (das KBV aktuell also unter 1) und die Dividendenrendite bei 4,4% und der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit über 50 Mio Euro positiv, die Eigenkapitalquote liegt bei knapp 57%, die Nettoverschuldung (einschließlich Leasing) haben sich im vergangenen Jahr von 49 auf 38 Mio Euro verringert, bezogen auf das EBITDA liegt die Ratio nur noch bei 0,6.

Zudem hat sich das Unternehmen ausdrücklich dazu bekannt in drei Jahren - also 2025 - durch mehrere Übernahmen und weiteres internes Wachstum einen Umsatz von 1 Mrd Euro und eine Ebitmarge von 10% zu erreichen - damit würde sich das Ebit von knapp 45 Mio Euro aus dem sehr guten Jahr 2021 mehr als verdoppeln - dies dürfte dann ja auch durch die dazu nötigen Beteiligungszukäufe für einen guten Newsflow sorgen.

Und was macht die Aktie? Sie fällt wie ein Stein. Seit Verkündung der Zahlen um 10% - und auch an Tagen wie gestern, an denen der DAX eher positiv gestimmt ist, gibt Gesco ab.

Für mich ist das sicher kein Grund zum Verkauf (im Gegenteil habe ich mir vorgenommen, unter 22 Euro dosiert nachzukaufen) - aber verstehen muss ich diese Entwicklung nicht.  

841 Postings, 3509 Tage HutaMGUmschichtung

 
  
    
11.05.22 10:28
Ich habe heute Morgen dosiert von Indus in Gesco umgeschichtet, weil Indus die Probleme bei der Fahrzeugtechnik einfach nicht in den Griff bekommt und mMn zu zögerlich daran geht, sich von diesem Bereich zu trennen. Wer weiß schon, wie lange dieser Bereich die Holding noch runterzieht.  

307 Postings, 832 Tage hzenger2020Gesco

 
  
    
16.05.22 23:04

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