Bastei Lübbe (WKN: A1X3YY)

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neuester Beitrag: 18.01.23 18:39
eröffnet am: 08.10.13 09:23 von: BackhandSm. Anzahl Beiträge: 1865
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33293 Postings, 6545 Tage BackhandSmashBastei Lübbe (WKN: A1X3YY)

 
  
    
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08.10.13 09:23
Welcomes,

Bastei Lübbe AG: Erfolgreiche Platzierung der Anteile -Handelsaufnahme im Prime Standard beginnt am 8. Oktober 2013

03.10.2013: Die Bastei Lübbe AG, eines der führenden Verlagshäuser mit Autoren wie Dan Brown und Ken Follett, hat im Rahmen ihres Börsengangs eine erfolgreiche Platzierung ihrer Aktien in einem schwierigen Marktumfeld mit einem Bezugspreis von EUR 7,50 durchgeführt. Im Rahmen des Börsengangs wurden 4.000.000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je EUR 1,00 platziert. Davon stammen 3.300.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung der Bastei Lübbe AG, die das Grundkapital von EUR 10.000.000 auf bis zu EUR 13.300.000 erhöhen sollen. Das erzielte Bruttoplatzierungsvolumen des Angebots liegt damit bei EUR 30  
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869 Postings, 3634 Tage HutaMGRossmann

 
  
    
01.05.22 12:17
Hallo @scooby78

Leider gibt es nach wie vor kaum Nachahmer, was den Kauf der BL Aktie angeht. Immer wieder wird der Kurs mit Miniorder zurückgesetzt - bisher ist es leider so gekommen, wie ich befürchtet hatte - der Kurs wird eher unter 7 Euro gedrückt als sich Richtung 10 Euro aufzumachen.

Ich glaube inzwischen fast, dass BL nur was für "Liebhaber" ist. Ich freue mich, dass ich Minimiteigentümer" eines Verlags bin und ich freue mich auch sehr über eine "schicke Dividendenrendite - aber über den Kurs kann man wegen des engen Marktes nur sehr schwer Geld machen...

 

869 Postings, 3634 Tage HutaMGOkay

 
  
    
02.05.22 14:23
...sooo deutlich musste mir der Kursverlauf der Aktie dann doch nicht Recht geben. Ohne entsprechende Nachrichten gleich mal fast 10% nach unten - das können auch nicht viele Aktien...  

693 Postings, 2306 Tage MäxlJa

 
  
    
04.05.22 18:30
bei dem aktuellen Umfeld (  Zinserhöhung , Ukrainekonflikt , Inflationssorgen aufgrund steigender Energiepreise ) werden die Risiken auf fallende Kurse  eher wahr genommen , als die Möglichkeit steigender Kurse.
Das wirkt sich auch auf BL aus.
Wobei M.E. sich der Kurs bisher wacker geschlagen hat.
@ HutaMG wirf mal einen Blick auf H/T der DAX Werte.
Z.B. SAP : 120 Euro -- rd. 94 Euro  oder Deutsche Bank : 14,5 Euro - rd. 9,8 Euro.
Lässt sich beliebig auch im M - DAX bzw, S - DAX fortsetzen.
Locker bleiben, brechen auch mal wieder bessere Zeiten an.
Ich weiß nur nicht , wann.  

693 Postings, 2306 Tage MäxlJa

 
  
    
17.05.22 11:31
Lt. Buchmessedirektor Oliver Zille findet die Buchmesse Leipzig vom 27.04  bis  30.04.23 statt.
Der Verbund aus Leipziger Buchmesse , Manga - Comic - Con , Leipzig liest und Antiquariatsmesse arbeitet derweil an einem Rahmenprogramm, der möglichst viel Interessen befriedigen soll , als auch einen gewissen Anspruch beinhaltet.
In diesem Sinne  

869 Postings, 3634 Tage HutaMGZahlen

 
  
    
11.07.22 16:05
Guten Tag !

Morgen gibts die Zahlen für das Geschäftsjahr 2021/2022. Mal schauen wie Bastei Lübbe in den traditionell eher schwächeren Monaten Januar bis April abgeschnitten hat. Geht es nach dem Durchschnitt der Analysten, wird der neue CEO morgen einen Umsatz von insgesamt 95,5 Mio Euro vermelden, ein Ebit einschließlich Sondereffekten von 14,7 Mio Euro und ein entsprechendes Ergebnis je Aktie von 79 Cent (zur Erinnerung: Das Ebit enthält zwei Sondererträge in einer Gesamthöhe von 2,6 Mio Euro - einmal aus einer Sonderausschüttung der Beteiligung RÄDER i.H.v. 1,2 Mio Euro und die Tilgung eines bereits vollständig abgeschriebenen Darlehens an die Daedalic i.H.v. 1,4 Mio Euro - ohne diese Sondererträge würde sich das Ebit auf 12,1 Mio Euro erhöhen).

Gespannt bin ich vor allem auf den Ausblick auf das laufende Jahr und natürlich auf die Dividende. Sollte man die Sondererträge voll mit in die Ausschüttung nehmen, sollte die Dividende von im letzten Jahr 25 Cent auf rechnerisch etwa 30 Cent steigen.

Was die Aussichten angeht: Ich denke niemand kann verlässlich prognostizieren, wie sich die sehr hohen Energiepreise auf den Konsum allgemein und auf den von Büchern auswirkt. Werden die Leute weniger Bücher kaufen, weil sie sparen müssen oder werden sie an anderer Stelle sparen und sich wenigstens den Luxus gönnen, mit einem Buch der (oftmals) tristen Wirklichkeit zu entfliehen?

Zudem ist ja nicht ganz ohne Bedeutung, wie das Herbstprogramm von Bastei Lübbe aussehen wird. Gibt es einen neuen Bestseller von Dan Brown oder wen hat man im Angebot für das Weihnachtsgeschäft 2023 (angesichts der für die nächsten Tage drohenden Temperaturrekorde würde ich mir wünschen, wir wären schon mitten drin im Weihnachtstrubel ;) ).

Schafft es Bastei Lübbe im laufenden Jahr (ohne Sondereffekte) 55 Cent je Aktie zu verdienen, wäre das mMn schon ein sehr solides Ergebnis. Mal sehen, ob der neue CEO auch an der Strategie Änderungen vornimmt oder ob man weiter auf der Suche nach interessanten neuen Imprints/Verlagen bleibt, um darüber umsatzseitig zu wachsen.

Wird also spannend morgen.  

869 Postings, 3634 Tage HutaMGZahlen

 
  
    
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12.07.22 08:24
Guten Morgen !

Die Zahlen liegen vor und treffen die gestern beschriebenen Analystenerwartungen ziemlich genau, liegen teilweise aber auch noch deutlich darüber

Der Umsatz wurde mit 94,5 Mio Euro gemeldet und lag damit 1 Mio Euro unter der durchschnittlichen Analystenschätzung und 2% über dem Vorjahreswert.
Das Ebit liegt laut Geschäftsbericht bei 14,7 Mio Euro und entspricht damit exakt dem Wert, den die Analysten vorhergesagt haben.
Das Ergebnis je Aktie liegt dabei mit 87 Cent noch 8 Cent über der Schätzung der Analysten.
Daraus soll nun eine Dividende von 40 Cent je Aktie gezahlt werden - das ist deutlich mehr als die Analysten oder auch ich erwartet haben.

Hinzu kommen die sehr erfreulichen bilanziellen Kennzahlen: Das Eigenkapital beträgt inzwischen 56 Mio Euro (32 % gegenüber dem Vorjahr erhöht) und macht insgesamt 54 % der Bilanzsumme aus. Bastei Lübbe weist auch auf den 31.03.2022 keine Nettofinanzverbindlichkeiten aus sondern ein Nettofinanzvermögen von inzwischen 14,2 Mio Euro (nach 9,7 Mio Euro im vorigen Jahr). Dies ist sicher auch Resultat der Tatsache, dass man erneut einen positiven Free Cashflow von 10,1 Mio Euro ausweisen konnte (der aus meiner Sicht interessantere Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei 12,8 Mio Euro). Das alles hat man geschafft obwohl man die Community Editions erworben hat.

Als jemand, der die Zeiten, in denen Bastei Lübbe am Rande der Insolvenz gewandelt ist, freuen mich diese Zahlen immer besonders.

Nimmt man die Werte für das abgelaufene Jahr und setzt diese in Bezug zu dem gestern wieder mal stark gesunkenen Aktienkurs (den ich der Einfachheit halber jetzt mal mit 6 Euro ansetze), ergibt sich ein KGV 2021/2022 von 6,9 und eine Dividendenrendite von 6,66 %.

Allerdings sollte man berücksichtigen, wie schon oben geschrieben, dass im Ebit eben auch noch zwei Sondererträge drin sind, die man fairerweise aus dem Ergebnis herausrechnen muss, wenn man das "reine" Ergebnis ermitteln möchte. Aber selbst wenn man die 2,6 Mio Sonderertrag außen vor lässt, beträgt das Ebit 12,1 Mio Euro und das EpS rein rechnerisch 65 Cent (80 Cent/14,7*12,1), was dann zu einem KGV von 9,2 führt.

Dass der Ausblick für das laufende Jahr nicht ganz so strahlend ausfallen würde, musste man angesichts der Gesamtlage wohl erwarten. Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Folgen für die deutsche Wirtschaft sowie die Kostensteigerungen auf der Eingangsseite betreffen im laufenden Jahr mit Sicherheit nicht nur Bastei Lübbe. Dennoch prognostiziert man auch für dieses Krisenjahr einen nur moderat rückläufigen Umsatz. Deutlicher zurückgehen (da dürften dann die Kosten auf der Eingangsseite maßgebend sein, man wird mMn zwar entsprechende die Preise erhöhen und die gestiegenen Kosten an die Kunden weitergeben, wie das alle Unternehmen derzeit anstreben - aber bis sich das dann auch in der GuV zeigt wird es sicher etwas dauern) soll das Ergebnis. Dennoch wird Bastei Lübbe wohl auch im laufenden Jahr eine Ebitmarge von zwischen 10 und 11% erreichen - damit ist die grundsätzlich angestrebte zweistellige Ebitmarge (die noch vor nicht allzulanger Zeit utopisch zu sein schien) selbst in einem Krisenjahr erreichbar.

Einen angenehmen Tag allerseits

 

4663 Postings, 4045 Tage FD2012Einlagekonto bei der Dividende bevorzugt

 
  
    
13.07.22 10:16
Huta MG:  Wie schon für 2021, dann jetzt für 2022, die Zahlung der
angehobenen Dividende vom Einlagekonto nach § 27 KöStG wäre
geradezu fantastisch.

Beste Grüße, FD 2012.         Mal prüfen, ob möglich!  

869 Postings, 3634 Tage HutaMGEs scheint so...

 
  
    
14.07.22 10:16
...als ob die Dividende wieder steuerfrei sein wird nach Auskunft des Unternehmens (ohne Gewähr)  

9 Postings, 1123 Tage Tec44Einlagekonto: FD 2012 + HutaMG

 
  
    
14.07.22 11:13
Die Anwendung von §27 KoStG  - Auszahlung vom Einlagekonto - verringert entsprechend in der Höhe dieser Auszahlung für das Finanzamt den Wert der Aktie. D. h., dass für alle diejenigen, die die Aktie nach 2009 gekauft haben und sie irgendwann verkaufen, der zu versteuernde Gewinn sich um diesen Wert erhöht. Damit ist diese Auszahlung keineswegs steuerfrei. Steuerfrei wäre sie nur dann, wenn die Aktie mit Verlust verkauft wird und dieser mindestens so hoch wäre, wie die jetzige Dividende. (Dies ist keine Steuerberatung und freibleibend.)
 

869 Postings, 3634 Tage HutaMG@tec44

 
  
    
14.07.22 11:55
Danke für die Erläuterung.  

4663 Postings, 4045 Tage FD2012sieht aber anders aus,

 
  
    
18.07.22 11:31
TEC44:  wenn Du anderweitige Verluste mit Aktien ausgleichen kannst.

Auch in relativ großen Depots sammeln sich gelegentlich Verluste aus
Aktiengeschäften an, die so finanziell genutzt werden können, so dass
die Auszahlung der Dividende - ohne Steuerabzug -  die Liquidität
ganz erheblich beeinflusst. War ja auch bei der PBB zuletzt der Fall,
also ähnlich wie bei Bastei Lübbe AG. Wird das Papier aus dem Depot
herrausverkauft, wozu kein Zwang besteht, dann hast Du lediglich
einen geminderten Anschaffungswert, also durch diese steuerliche
Handhabe des Einlagekontos nach § 27 des KöStG, wie schon im
Forum von Usern hier ausgeführt. Daueranleger wird's halt nicht
(FD 2012) interessieren.   .... Beste Grüße!    

4663 Postings, 4045 Tage FD2012schöner Anstieg heute / 8 %

 
  
    
18.07.22 18:11
Bastei Lübbe bringst!  

9 Postings, 1123 Tage Tec44FD2012

 
  
    
19.07.22 15:27
Jawohl, der § 27 KStG bezweckt genau das, was Du beschrieben hast. Für "Daueranleger" ist das genau die richtige Entscheidung.  Alles ok! Die BL-Aktie ist (hoffentlich) kein Medium für kurzfristige Spekulationen. Beste Grüße  

869 Postings, 3634 Tage HutaMGKursentwicklung

 
  
    
05.10.22 17:15
Der Kurs ist natürlich ein einziges Trauerspiel. @scooby78 - leider sind wir weit von den von Dir angenommenen 10 Euro entfernt und ich sehe derzeit auch keinen Trigger, der uns in diese Richtung bringen würde.

Leider ist der Umsatz in dem Wert üblicherweise derart gering, dass selbst kleinere Order den Kurs drücken. Ich hab dabei auch massiv den Eindruck, dass der Kurs von wem auch immer gegen Ende des Handels nach unten gedrückt wird.
Schade, dass man sich nicht an einem unspektakulären Verlag beteiligen kann sondern dieser Wert immer wieder zum Spielball von Spekulanten wird.

Nehmen wir mal heute als Beispiel: Der letzte gehandelte Kurs lag bei 5,14. Aktuell (eine Viertelstunde vor XETRA Schluss) werden 4,89 Euro je Aktie geboten (die mangels Nachfrage - wie gesagt marktenger Wert) auch nicht weggekauft werden.

Dazu kommt ein erheblicher Spread zwischen Ankauf und Verkauf - aktuell werden Aktien zum Kurs von 5,18 Euro auf Xetra angeboten. Bleibt das so, wird der Schlusskurs dann bei der Mitte festgestellt - demnach also bei um die 5 Euro. Und schon haben wir für morgen wieder einen niedrigen Anfangskurs.

Mag sein, dass das so üblich ist, aber bei einem kleinen Wert wie BL fällt das viel mehr ins Gewicht als bei anderen Werten.  

93 Postings, 1475 Tage LYNCHP.Für mich spielt der Kurs keine Rolle,

 
  
    
06.10.22 20:45
die Dividende ist wieder ?steuerfrei? ausgezahlt worden und meine Rendite stimmt hier. Ob die Aktie mal 10 Euro oder 3 Euro kostet ist mir egal. Ich schau ja auch nicht jeden Tag nach was mein Haus wert ist.
Schaut euch gerne doch mal die Aktionärsstruktur an. Ich finde die Bastei Lübbe AG ist in guten Händen. Ich halte meine Anteile auch weiter fest und werde sie vermutlich vererben. Von daher bleibt der Markt auch weiterhin, zumindest um meine Anteile, eng.  

869 Postings, 3634 Tage HutaMGNicht falsch verstehen

 
  
    
07.10.22 08:26
ich habe auch nicht vor, dem Markt Futter zu geben und die Zocker, die den Kurs immer wieder Richtung 5 Euro drücken, auch noch preiswert zu bedienen - aus den von Dir genannten Gründen.
Aber im Moment kaufe ich angesichts der allgemeinen Marktlage auch nicht nach - ist mir - nicht nur bei Bastei Lübbe - zu riskant, muss aber natürlich auch jeder selber wissen...  

9 Postings, 1123 Tage Tec44Kursentwicklung

 
  
    
08.10.22 10:55
Sicherlich gibt es Zocker nach dem Motto von HutaMG. Auch ist zu berücksichtigen, dass das gesamte Buchwesen in Schwierigkeiten steckt und das Verlagswesen umstrukturiert werden muss und dabei wirtschaftliche "Schwierigkeiten" entstehen, die auch zu dem Abwärtskurs beitragen. Aber auch viele Kleinanleger bekommen kalte Füße, weil sie an anderer Stelle mit höheren Ausgaben konfrontiert sind.
Verkaufen wäre m.E. nicht sinnvoll (außer man braucht dringend Bares). Gerade bei BL haben wir schon ganz andere Zeiten erleben müssen und die Umstrukturierung ist im vollen Gang. Übrigens: Lieber Kurseinbuße hinnehmen als 12 % Inflation mit dem "Erlös" bezahlen.  

869 Postings, 3634 Tage HutaMGKauf

 
  
    
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17.10.22 12:40
Guten Tag !

Bei Kursen unter 5 Euro heute, konnte ich dann doch nicht widerstehen und habe mir noch ein paar Stücke in mein Langfristdepot gekauft. Kann sein, dass der Markt im Moment insgesamt nicht positiv ist und dass auf die Bücherbranche auch Preiserhöhungen für Papier zukommen bzw. auch schon zugekommen sind, ist ja auch sicher. Zudem dürfte es in Deutschland durch die extrem gestiegenen Preise auch zu einer gewissen Konsumzurückhaltung kommen (wobei es dann ja fraglich ist, ob man, wenn man die 20 Euro für ein Buch spart wirklich weit kommt und es nicht wahrscheinlicher ist, dass bei größeren Anschaffungen (Möbel, PKW, Elektrogeräte etc.) gespart wird - aber auf lange Sicht (deshalb ja Langfristdepot) dürfte ich bei Kursen unter 5 Euro ein KGV von unter 10 und eine Rendite von 5% plus x zugekauft haben. Immer vorausgesetzt, der Himmel fällt uns nicht auf den Kopf.

Eine gute woche allerseits  

52 Postings, 4027 Tage aktienmuffel@HutaMG

 
  
    
18.10.22 09:18
Mittel- und langfristig glaube ich auch, dass Bastei Lübbe auf dem aktuellen Niveau ein attraktives Investment ist. Nach dem verhaltenen Start ins neue Geschäftsjahr und dem von dir angesprochenen schwierigen Marktumfeld befürchte ich aber, dass die Gewinnprognose für das laufende GJ zu optimistisch ist.

Aktuell gibt es meiner Ansicht nach noch günstiger bewertete Titel, bei denen ich mit einer besseren Geschäftsentwicklung rechne, etwa die ja auch von dir empfohlene Gesco (gute Meldung gestern) oder auch Aumann, die von der Restrukturierung der letzten Jahre und dem stark anziehenden Auftragseingang profitieren dürften. Auch eine Softing finde ich viel versprechend wegen des zuletzt extrem hohen Auftragseingangs. Alle drei Titel notieren dazu unter Buchwert, wohingegen Bastei Lübbe hier noch rund 15 Prozent über Buchwert liegt.  

869 Postings, 3634 Tage HutaMG@aktienmuffel

 
  
    
27.10.22 13:13
Guten Tag !

Ich würde Dir keinesfalls darin widersprechen wollen, dass es derzeit preiswertere Aktien gibt als Bastei Lübbe bzw. dass es Aktien gibt, die von einer wirtschaftlichen Erholung (so sie denn kommt) auch deutlich stärker profitieren würden.
Wäre ich ein Analyst, würde ich BL wahrscheinlich auf "Halten" stellen - nicht unbedingt dringend zum "Kauf", weil es auch andere interessante Aktien gibt.

Ich habe ja auch nicht ausschließlich BL im Depot sondern eben auch Aktien die vielleicht einen größeren Hebel versprechen (Gesco und Indus z.B.).

Bei mir ist es so, dass ich noch die wilden Jahre direkt nach dem Börsengang mitgemacht habe als BL auch mal knapp davor war, den Löffel abzugeben. Deshalb reicht es mir in dem Fall, einen soliden Wert zu haben, der eine schöne Dividende auszahlt. Ich bin von meinen Einstandskursen auch weit genug entfernt, dass ich auch einen kleinen Abtaucher im Kurs aussitzen könnte und würde - solange die Perspektive stimmt.

Zudem kann ich mir vorstellen, dass BL mit dem Cashflow, den man jedes Jahr erwirtschaftet, ja auch was Vernünftiges anstellen sollte - und da bieten sich ja grade in einem stagnierenden Markt Übernahmen kleiner Imprints oder "Einkauf" von neuen Autoren an. Das hat man schon sehr erfolgreich mit LYX gemacht aber zuletzt eben auch bei Community Editions, die man inzwischen ganz übernommen hat.

Also: Eine Kursrakete sehe ich hier kurzfristig auch nicht aber ein solides Invest.

Sofern der Aktienkurs wieder unter 5 Euro sinkt, werde ich auch sukzessive wieder nachkaufen, wenn es keine entsprechenden Meldungen gibt. Das ist bei mir aber ach persönlich motiviert. Ich lese unheimlich gerne und wollte immer schonmal an einem Verlag beteiligt sein - schön, wenn man das auf mittlere Sicht zu einem günstigen Kurs machen kann (ich würde Dir recht geben damit, dass ich es auch nicht für absolut safe halte, dass man die Prognose für das laufende Jahr wird einhalten können - aber wenn man die Prognose verfehlt und die Aussichten so bleiben, wie sie sich derzeit darstellen, würde ich das nicht als Beinbruch sehen) und noch schöner, wenn man dafür dann auch noch eine ordentliche Dividende erhält. Aber das sind wie gesagt persönliche Gründe, die erst einmal nur mich betreffen...

Einen angenehmen Tag noch.  

869 Postings, 3634 Tage HutaMGKorrektur der Prognose

 
  
    
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05.11.22 08:28
Guten Morgen !

Gestern wurde von Bastei Lübbe gemeldet, dass man die ursprüngliche Gewinnerwartung für das laufende Jahr operativ leicht nach unten korrigieren  (Grund dafür sind die gestiegenen Druck- und Papierpreise) und zusätzlich noch eine erfolgswirksame Abschreibung auf die Beteiligung Smarticular vornehmen muss, weil dieser Verlag nicht so gut läuft, wie ursprünglich erwartet.

Eine Gewonnkorrektur nach unten ist nun nie erfreulich (und der Aktienkurs, der ja schon in den letzten Tagen eher schwach war, hat ja auch noch einmal regiert) aber an sich hat man sich operativ meiner Ansicht nach gar nicht so schlecht geschlagen.
BL kommt ja nicht ganz unerwartet bei den "Eingangskosten" unter Druck (dass Papier und Energie teurer werden, war ja schon länger bekannt) und hätte nun nach der neuen Prognose operativ und ohne Sonderabschreibungen immerhin noch ein Ebit von zwischen 8 und 9 Millionen Euro erreicht. Das entspricht, trotz Kostensteigerungen, einer durchaus akzeptablen Marge von um die 9 %. Davon waren wir jahrelang leider meilenweit weg.
Interessant wird sein, wie man gegen die Kostensteigerungen in den nächsten Jahren angehen will - es dauert halt seine Zeit, bis sich Preissteigerungen auch bei den eigenen Produkten bemerkbar machen.

Nun kommt bei BL noch die Abschreibung auf Smarticular i.H.v. 2 Mio Euro hinzu. Vielleicht eine kurze allgemeine Erläuterung zur Beteiligung Smarticular. Diese wurde mit Wirkung zum 01.01.21 erworben. Smarticular wurde als Möglichkeit angesehen im communitygetriebenen Ratgeberbereich eine Lücke im Programm von Bastei Lübbe zu füllen. Smarticular war eigentlich recht erfolgreich im Ratgeberbereich unterwegs, konnte die Erfolge aber nicht wiederholen, so dass sich die bei Abschluss des Kaufvertrags bestehenden Erwartungen an diesen Verlag nicht erfüllt haben.

Erfreulicherweise hatte man seinerzeit bei Vertragsabschluss vereinbart, dass Teile des Gesamtkaufpreises nur gezahlt werden müssen, wenn bestimmte Ziele erreicht werden. Der "Basiskaufpreis" betrug seinerzeit 4,9 Mio Euro. Die Kaufpreisverbindlichkeiten wurden bei der Bewertung des Goodwills ursprünglich mit ca. 5 Mio Euro angenommen, so dass der ursprüngliche Firmenwert bei gut 6 Mio Euro lag.
Zum Bilanzstichtag 2021 lagen aber bereits Erkenntnisse vor, dass Smarticular sich nicht so entwickeln würde, wie erhofft, so dass ein Teil der erfolgsabhängigen Kaufpreisverbindlichkeiten bereits erfolgsneutral gegen den Firmenwert ausgebucht werden konnten. Der Firmenwert betrug daher auf den 31.03.21 nur noch gut 4 Mio Euro, die potentiellen Kaufpreisverbindlichkeiten noch knapp 3 Mio Euro.

Auch im Geschäftsjahr 2021/2022 lief Smarticular nicht so wie erwartet, so dass sich die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten nun um weitere 2,3 Mio Euro auf knapp 0,7 Mio Euro reduziert haben. Der Firmenwert wurde weiter erfolgsneutral um diesen Betrag auf nunmehr noch 1,7 Mio Euro reduziert.

Grundsätzlich war es also sehr klug, einen Teil des Kaufpreises von Erfolgen im Geschäft abhängig zu machen. Unterm Strich scheint es mir relativ sicher zu sein, dass der bedingte Kaufpreis nicht wird gezahlt werden müssen, weil die Bedingungen dafür nicht erfüllt worden sind (hätte man so ein Modell auch beim Erwerb der Daedalicanteile seinerzeit gewählt, wären der BL sicher hohe erfolgswirksame Abschreibungen erspart geblieben).

Durch die nun erfolgswirksame Abschreibung auf Smarticular dämmt man das Bilanzrisiko nun erheblich ein. Ich würde davon ausgehen, dass die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten am Ende des Geschäftsjahr au "0" stehen und der Firmenwert um weitere 0,7 Mio Euro erfolgsneutral gesunken sein wird.

Die jetzt zusätzlich vorgenommene Abschreibung von 2 Mio Euro könnte/müsste daher (mMn aber ohne Gewähr) den verbleibenden Buchwert des Goodwill betreffen und/oder die im Rahmen des Kaufs eingebuchten "immateriellen Vermögenswerte" wie Markenrechte, Domainrechte und Rechte an den selbsterstellten Bücher, die zum 31.03.22 noch mit insgesamt 3,1 Mio Euro aktiviert waren (aber auch planmäßig über 15 bzw. 8 Jahre abgeschrieben werden).

Mithin hat man durch die 2 Mio Euro Abschreibung in diesem Jahr das Risiko aus Smarticular halbiert. Es wäre jetzt wichtig, diesen Verlag wieder auf die Beine zu stellen und ins Laufen zu bekommen. Unmöglich scheint mir das nicht zu sein, denn, wie gesagt, Smarticular war ja durchaus eine ganze Zeit sehr erfolgreich.

Also zusammengefasst: Operativ hat sich BL (falls die Zahlen am Jahresende denn auch so kommen) besser geschlagen als wenigstens von mir befürchtet (auch die Tatsache, dass man den Umsatz zum Halbjahr von 41 auf 44 Millionen Euro steigern konnte, zeigt, dass das operative Geschäft gut läuft und es weiter Nachfrage nach den Büchern aus dem Hause BL gibt) und die Abschreibung auf Smarticular kommt leider nicht so überraschend, wenn man sich die Entwicklung dort anschaut.

Aus meiner Sicht aber alles kein Beinbruch. Es gibt in diesem Jahr einige Unternehmen, die ihre jeweilige Prognose aufgrund gestiegener Einkaufspreise korrigieren müssen und unterm Strich schlägt sich BL operativ mit einer prognostizierten Ebitmarge von immerhin sehr profitablen 9% noch sehr gut.

Ein schönes Wochenende allerseits.  

869 Postings, 3634 Tage HutaMGBlack Friday Rabatt

 
  
    
25.11.22 10:52
Guten Tag !

Heute scheint es auch in Bezug auf die Aktien der Bastei Lübbe AG eine Art "Black Friday Rabatt" zu geben. Eine Aktie zu 4,85 Euro - deutlich billiger als ein Taschenbuch.
Nun war es in der Vergangenheit sicher so, dass das Geld für ein gutes Taschenbuch (was gut ist muss jeder für sich definieren)  deutlich besser angelegt war als für eine Aktie der Bastei Lübbe AG. Aber das hat sich doch in den letzten Jahren gewandelt. Nicht dass es nicht nach wie vor lohnenswert wäre, ein gutes Buch zu erwerben (und davon gibt es auch einige bei Bastei Lübbe - zuletzt hat mich "Ein neuer Morgen für Samuel" aus dem zu BL gehörenden Eichbornverlag regelrecht begeistert).

Im letzten Jahr, das ausgesprochen gut lief, hat BL inklusive Sondererträge 80 Cent je Aktie verdient und dabei 40 Cent Dividende ausgeschüttet. Das laufende Jahr wird sicher lange nicht so gut werden. Einmal belasten die höheren Kosten für die Produktion von Büchern die GuV (wobei für einen nicht unwesentlichen Teil der Umsätze wenigstens die Papierpreise nicht so relevant sind, weil man doch einen wachsenden Teil der Umsätze digital macht) und auf der anderen Seite - als einmalige Sonderbelastung - die Abschreibung auf Smarticular, dem nicht so wie gewünscht laufenden Ratgeberverlag, den BL vor ein paar Jahren einschließlich der dazugehörigen Communityplattform erworben hat.

Im laufenden Jahr wird es also weder ein Ergebnis von 80 Cent geben noch eine Dividende von 40 Cent. Dennoch: Ohne die Sonderabschreibung auf Smarticular prognostiziert der Vorstand bei einem Umsatz von zwischen 90 und 95 Mio Euro ein Ebit von zwischen 8 und 9 Mio Euro - mithin eine Marge von über 9% . ich finde, das ist kein wirklich schlechter Wert. Dies liegt u.a. daran, dass z.B. die Verlagsmarke LYX ganz hervorragend läuft - damit hat BL einen sehr intensiven Zugang zu der Zielgruppe der jungen Frauen geschaffen und LYX zeigt auch beispielhaft auf, wie man es schafft, ein Buch mit den sozialen Medien zu verknüpfen und dabei die Chancen die diese bieten zu nutzen.

Ich habe (und hatte eigentlich immer) großes Vertrauen darin, dass die Verlagsmitarbeiter ihr Metier - das Büchermachen, das Geschichtenerzählen in welcher Form auch immer - sehr gut beherrschen. Der Erfolg von LYX hat sich ja nicht von alleine eingestellt sondern ist der Erfolg der Strategie bei BL und natürlich beruht dieser vor allem darauf, dass es der Verlag schafft, entsprechende Geschichten zu finden.

Insofern halte ich den aktuellen Preis von 4,85 Euro, zu dem ich heute Morgen noch einmal nachgekauft habe, perspektivisch, also auf Sicht von ein oder zwei Jahren für recht günstig. Ich glaube, dass BL dazu in der Lage ist, die schon länger ins Auge gefassten Ziele - 100  Mio Euro Umsatz und eine Marge von 10% auch zu erreichen - und wenn man das schafft, hat man bezogen auf den heutigen Kurs ein KGV von 10 und eine Rendite von gut 5%.

Ja das ist Zukunftsmusik und dazu gehört etwas Phantasie - aber "Phantasie" und "Geschichtenerzählen" (und nichts anderes macht ein Verlag ja) gehören schon irgendwie zusammen.

Ein schönes Wochenende allerseits.  

869 Postings, 3634 Tage HutaMGDer eigentliche Black Friday ...

 
  
    
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28.11.22 12:50
...scheint aber heute zu sein (oder irgendwann in den nächsten Tagen - wer weiß das schon?).

Jedenfalls schmiert die Aktie heute mal wieder ab. Ich habe nochmal nachgelegt - aber so langsam wird mein Bestand an BAstei Lübbe Aktien dann auch wieder zu groß.

Ich sehe in BL bis auf weiteres einen soliden Verlag, der sich angesichts der Krise auf vielen Märkten eigentlich doch ganz gut hält (aber diese nachrichtenlosen Abstürze an der Börse sind mindestens ärgerlich).

Nimmt man mal die Zahlen, die bei Solventis für dieses und die kommenden Jahre prognostiziert werden (und ich halte diese Zahlen an sich für absolut nachvollziehbar), dann werden für dieses Jahr wohl "nur" 28 Cent gewinn je Aktie ausgewiesen. Aber man sollte dabei schon berücksichtigen, dass das EBIT ohne die nicht zahlungswirksame (einmalige) Sonderabschreibung auf Smarticular um 2 Mio Euro höher liegen würde - und dementsprechend würde auch das EpS höher liegen (von mir geschätzt bei etwa 38 oder 39 Cent.

Damit wäre die Aktie immer noch nicht wirklich "billig", weil man damit immer noch auf ein KGV von etwa 12 kommen würde (okay, viele Gesellschaften können von so einem KGV nur träumen aber der Fairness halber muss schon angemerkt werden, dass BL jetzt kein ausgesprochener Wachstumswert ist).

Entscheidend ist aber, dass BL in den kommenden Jahren einen Umsatz von 100 Mio Euro und ein Ebit von 10 Mio Euro anstrebt (durch Preiserhöhungen und Effizienzgewinnen wird man die in diesem Jahr auf die GuV durchschlagenden Erhöhungen der Eingangskosten sicher teilweise kompensieren können.

Gelingt es BL diese Ziele zu erreichen, sprechen wir von einem EpS von etwa (selber errechnet daher natürlich ohne Gewähr - ich bin Jurist:-) 50 Cent und einer Dividende von etwa 25 Cent (und dabei sind mögliche Mehrgewinne durch weitere Verlagszukäufe, die aufgrund der exzellenten Finanzlage der BL und aufgrund des hohen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit jederzeit möglich sind oder auch Mehrumsätze aufgrund eines Bestsellers von Ken Follett oder Dan Brown nicht mit eingerechnet). Dann würde sich das KGV auf sehr günstige 9,x stellen und die Dividende würde bei gut 5% liegen...  

869 Postings, 3634 Tage HutaMG2022

 
  
    
30.12.22 12:18
Guten Tag !

Heute ist der letzte Börsentag des Jahres 2022 - Zeit für ein kleines Fazit zur Bastei Lübbe AG im Jahr 2022. Fangen wir mal mit dem offensichtlichen an. 2022 war auch für die Aktie der Bastei Lübbe AG ein schlechtes Börsenjahr. Vor einem Jahr stand die Aktie noch bei 7,10 Euro, heute bei 4,40 Euro - macht einen Jahresverlust von 2,70 Euro oder umgerechnet von 38%. Der Kursgewinn aus dem Jahr 2021 ist demnach fast komplett wieder aufgezehrt worden.

Was die Entwicklung des Verlags gemessen an reinen Zahlen angeht, war 2022 (und damit auch das Geschäftsjahr 2022/2023) sicher auch kein besonders gutes Jahr. Zwar konnte Bastei Lübbe die Umsätze in diesem Jahr, gemessen am außerordentlich gut verlaufenen Jahr 2021/2022 in den ersten sechs Monaten des GJ um 7% steigern - angesichts der Belastung der Bürger mit höheren Kosten für Energie, Wohnen und Lebensmittel für einen Konsumwert sicher nicht schlecht. Das Ebit war allerdings, auch wenn man die Sonderbelastung durch die leider notwendig gewordene Abschreibung auf die Beteiligung Smarticular mal außen vor lässt, rückläufig. Es verringerte sich auf Halbjahresbasis von 4,5 Mio Euro auf 2,9 Mio Euro. Grund dafür waren die stark angestiegenen Druck- und Papierkosten. Das Umfeld ist derzeit also für einen Verlag nicht so besonders günstig und üblicherweise dauert es immer etwas bis man die steigenden Kosten auf die Preise übergewälzt hat.
Zudem gab es bei BL, wie schon erwähnt, eine Sonderabschreibung auf eine Beteiligung, die zusätzlich noch einmal 2 Mio Euro vom Ergebnis gekostet hat. Allerdings handelt es sich hier um einen einmaligen Vorgang (und, um auch mal etwas Positives zu erwähnen, der Vorstand hat aus den Desastern mit Daedalic etc. insofern gelernt als er den Kaufpreis für Smarticular am Erreichen von bestimmten Umsatz- und Ergebniszielen abhängig gemacht hat, was jetzt dazu führt, dass die Abschreibung vergleichsweise moderat ausfällt).

Also unterm Strich sieht das laufende Geschäftsjahr nicht wirklich gut aus, so dass aus meiner Sicht verständlich ist, dass der Kurs nachgegeben hat. Allerdings ist auch nicht alles schlecht bei BL. Man hat in einem wie geschildert eher ungünstigen Umfeld eine Umsatzsteigerung hinbekommen und die Marge liegt immer noch (wenn man den Sondereffekt herausrechnet) bei akzeptablen 6,6% im Halbjahr und die Prognose läuft auf eine Marge von 8,5% hinaus. Das ist sicher beileibe nicht schlecht.

Die Bücher von Bastei Lübbe waren im Jahr 2022 auch wieder erfolgreich. Schaut man auf die SPIEGEL Bestsellerliste für das Gesamtjahr, hat man bei HC Belletristik nicht den ganz großen Erfolg gehabt - es fehlten aber auch die ganz großen Namen - immerhin konnte Rebecca Gable mit ihrem neuesten Roman über Warringham Platz 19 erringen - es wäre noch zu erwähnen, dass der Roman auch aktuell noch auf der Bestenliste steht und mit 29,90 Euro auch nicht zu den billigsten Exemplaren auf der Liste zählt - soweit ich weiß geht die Liste rein nach der Zahl der verkauften Exemplare. Etwas besser sah es im Hardcover Sachbich aus - hier war Peter Hahne auf Platz 8 zu finden.

Besser hat BL (oder in dem Fall die Tochter LYX) bei den Paperbacks abgeschnitten. Die Plätze 18,16,15 und 2 gehören LYX (es wurde ja mal gefragt, ob es auch erfolgreiche Verlagsübernahmen bei BL gegeben hat . LYX wäre so eine).

Einen sehr großen Erfolg hat Bastei Lübbe bwz. die Verlage Baumhaus und Community Editions (erst in diesem Jahr vollständig übernommen) im Jugendbuchbereich erzielt. Unter den 10 meistverkauften Jugendbüchern finden sich gleich sechs (!!!) aus der Bastei Lübbe Gruppe, die Plätze 1-4 sind komplett von BL Büchern belegt, daneben gibt es noch die Plätze 6 und 9. Was an dieser Bestsellerlist mMn sehr bemerkenswert ist: Man kann hier sehr gut sehen, wie die "Serienformate" funktionieren. Es gibt jedes Jahr ja mindestens ein neues "Gregs Tagebuch" von Jeffrey Kinney und jedes Jahr klettert dieses zuverlässig auf Platz 1 der Bestenliste (wie auch in diesem Jahr). Gleichzeitig findet sich aber auch der allererste Band der Reihe aus dem Jahr 2011 (!!) auf der Bestenliste (Platz 6). Durch immer neue Bände werden auch immer neue Leser erschlossen, die dann aber eben nicht nur den grade aktuellen Band kaufen sondern, falls dieser gefällt, sich auch ältere Bände aus der Reihe besorgen - das ist ein sicher sehr erfolgversprechendes Modell, das nicht nur im Jugendbuchbereich funktioniert.

Dass BL Bücher macht, die sich erfolgreich am Markt behaupten, ist die Grundvoraussetzung, dass das Unternehmen auch wieder bessere Ergebnisse abliefern kann. BL hat grade im Bereich LYX eine ganze Reihe sehr erfolgreicher Autorinnen, die auch im Bereich "Social Media Marketing" weit vorne liegen. Darüber hinaus hat man einige solide Bestsellergaranten für den Harcoverbereich (Gable, Hahne, Follett und Dan Brown) und vor allem ein sehr erfolgreiches Jugendbuch.
Wir haben alle keine Glaskugel aber ich halte das "Oberziel" (100 Mio Euro Umsatz bei einer Ebitmarge von 10%) durchaus für erreichbar. Das bedeutet aber bei einem Buchverlag eben nicht, dass, falls man das Ziel mal erreicht hat, es im nächsten Jahr dann noch weiter bergauf geht. Es kann durchaus sein, dass man in einem Jahr mal 100 Mio Euro erreicht, weil man einen Topseller im Programm hat und dann im nächsten Jahr wieder aif 90 Mio Euro zurückfällt, weil man genau diesen Topseller dann eben nicht mehr im Programm hat. Es ist sehr schwer zu prognostizieren, wie erfolgreich ein Buch sein wird - das gilt sowohl für Planabweichungen nach unten aber eben auch nach oben. Generell liegen die Verlagsmitarbeiter von BL aber so schlecht nicht, wie die Umsatzentwicklung auch im laufenden Jahr zeigt.

Ich für meinen Teil glaube, dass, wenn man die Prognose am unteren Rand erreicht (ohne Sondereffekte), dass man dann auch eine Art "unteren Rand" für die Geschäftsentwicklung erreichen wird. 90 Mio Euro Umsatz bei einer Marge von 8,5%. Wesentlich unter diesen Umsatz und unter diese Marge sollte es nicht gehen. Wie gesagt, die hohen Druck- und Papierkosten schlagen schon jetzt auf die GuV durch. Es ist sicher nicht ausgeschlossen, dass die Kosten noch weiter anwachsen - aber BL sollte auch dazu in der Lage sein, die Preise so anzupassen, dass der Rohertrag sich nicht weiter verschlechtert.
BL selber prognostiziert für das laufende Jahr am unteren Rand der Prognose etwa 90 Mio Euro Umsatz und etwa 8 Mio Euro EBIT (eigentlich nur 6 Mio Euro aber darin enthalten sind 2 Mio Sonderabschreibung auf Smarticular). Das wären dann so als Untergrenze für die zukünftigen Jahre etwa 37 Cent EpS. Bezogen auf den aktuelle Kurs würde sich das KGV dann auf knapp 12 stellen.

Wie gesagt, ich sehe das als eine Art "Untergrenze" für die zukünftigen Jahre. Schafft man es, den Umsatz auf 95 Mio Euro und die Marge auf 9%  zu steigern, würde das EpS schon bei etwa 40 Cent liegen - und wenn man die 100 Mio Euro und die 10% erreicht, läge das EpS bei 46 Cent.

Das wäre dann auch der erste Trigger für den Kurs - die Erwartung, dass BL durch Weitergabe der erhöhten Kosten und durch eine weitere Ausweitung des Digitalumsätze, die ja von erhöhten Druck und Papierkosten nicht betroffen sind, die Marge wieder auf über 9 % steigern kann und damit auch das Ergebnis erhöhen kann.

Zu hoffen ist auch, dass man Smarticular wieder auf den Erfolgsweg zurückführen kann. Es ist ja nicht so, dass dieses Unternehmen noch nie erfolgreich war. Man hat vor der Übernahme durchaus gute Umsätze und Ergebnisse geliefert, hat dann aber irgendwie abreißen lassen. Nun will man den Verlag sozusagen neu aufsetzen und an alte, erfolgreiche Zeiten anknüpfen - mal sehen ob das so funktioniert.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass BL eine ausgezeichnete Bilanzstruktur hat. Man hat netto keine Schulden sondern ein Nettofinanzvermögen von ca. 12 Mio Euro, damit hat Bastei Lübbe die Mittel, um erfolgreiche Autoren zu "kaufen" (auch wenn das wegen der Bindung der Autoren an ihren jeweiligen Lektor und an die Strukturen im "alten" Verlag eher schwierig ist). Man kann zusätzlich bisher noch unbekannte Autoren entwickeln und neue Autoren, die noch nicht an existierende Verlage gebunden und gewöhnt sind, finden und entwickeln - auch indem man das Social Media Marketing ausweitet.

Zudem kann man auch die Digitalumsätze ausbauen, die bei BL ja eh schon einen relativ großen Anteil am Gesamtumsatz haben.

Man erwirtschaftet zusätzlich Jahr für Jahr positive Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, das gibt BL zusätzlich die Möglichkeit, auf einem insgesamt sicher eher stagnierenden Markt erfolgreich als aktiver Konsolidierer tätig zu werden und kleinere Verlage, die bei einem stagnierenden Markt aufgrund der üblicherweise nicht so üppigen Finanzausstattung eher in Schwierigkeiten geraten könnten, zu übernehmen bzw. Kooperationen mit diesen einzugehen.

Es gibt also durchaus noch Möglichkeiten für BL zu wachsen - sowohl für das Unternehmen was Umsatz und Ebit angeht als auch (in Folge davon) für den Aktienkurs.

Aber eine Sache musste ich in den letzten Monaten lernen: BL wird leider nie die solide und langweilige Aktie werden, die ich mir eigentlich immer gewünscht habe. Es gibt in meinem Depot im Gegenteil keine andere Aktie, die an so heftigen (und nicht zu begründenden) Ausschlägen "leidet" wie BL. Da reichen schon kleinste Order, um die Aktie heftig nach oben oder unten zu bewegen. Und meiner Beobachtung nach, wird der Kurs bei der XETRA Schlussauktion auch häufig noch einmal gewaltig nach unten (oder seltener auch nach oben) bewegt. Die Aktie ist also wirklich nur was für Anleger, die diese zwei oder drei Jahre im Depot halten wollen und die solche, bei einem marktengen Wert wie BL wohl leider auch nicht unüblichen, heftigen Kursschwankungen nicht interessieren. Und die Aktie ist sicher auch nichts für Leute, die ihre Order unlimitiert in den Markt geben...

Nun ja, ich wünsche jedenfalls allen Investierten und Interessierten einen guten Rutsch in ein hoffentlich erfolgreiches, glückliches und gesundes neues Jahr (in dem man sich ja auch das ein oder andere Buch zur Entspannung gönnen könnte - und wenns dann noch von BL ist....)  

869 Postings, 3634 Tage HutaMGNeues Jahr

 
  
    
18.01.23 18:39
Guten Abend!

Zwei Nachrichten aus dem Hause Bastei Lübbe die sicher interessant sind.

Zunächst einmal ist Jeff Kinney mit seiner aktuellen Ausgabe von Gregs Tagebuch auch in 2022 das meistverkaufte Jugendbuch gewesen. Gregs Tagebücher erscheinen bei dem Lübbe Imprint Baumhaus. Die gute Nachricht : Es wird nach Auskunft vom Verlag auch noch weitere Tagebücher von Greg geben - mit der Chance, dass auch diese ganz weit vorne auf der Jahresbestsellerliste landen werden. Zudem hält man die Reihe durch jedes Jahr erscheinende Neuerscheinungen im Gespräch.

Dass mit Paluten ein weiterer Autor aus dem Bastei Lübbe Konzern auf Platz 2 der Jahresbestenliste landet (aus dem erst zuletzt vollständig übernommenen Imprint Community Editions) zeigt den Erfolg von BL im Jugendbuchbereich (der auch dadurch gezeigt wird, dass man in der Liste der erfolgreichsten Jugendbuchverlage die Plätze 3 und 4 belegt)

https://www.buchreport.de/news/...amp;utm_campaign=Test-Mailpoet+3+NL

Eine weitere positive Nachricht kommt von Ken Follett, der angekündigt hat, sein neues Buch (diesmal wieder aus dem historischen Genre) Ende September zu veröffentlichen.

https://www.buchreport.de/news/...digt-neuen-roman-fuer-september-an/

Ich glaube zwar, dass die Zeiten als wohl und wehe des Verlags in der Hand seiner Bestsellerautoren lag, vorbei sind und BL auch mit einem "normalen Buchprogramm" erfolgreich wirtschaften kann. Aber ein Follett zieht eben immer noch große mediale Aufmerksamkeit auf sich und das kann für den Verlag sicher nicht schlecht sein. Mal ganz davon abgesehen lese ich die historischen Romane von Follett wirklich gerne ...

Einen schönen Abend noch.
 

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