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Indus - Substanz mit Phantasie

Seite 1 von 24
neuester Beitrag: 15.09.21 08:18
eröffnet am: 12.07.05 16:34 von: brokeboy Anzahl Beiträge: 596
neuester Beitrag: 15.09.21 08:18 von: HutaMG Leser gesamt: 202370
davon Heute: 43
bewertet mit 11 Sternen

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2590 Postings, 6077 Tage brokeboyIndus - Substanz mit Phantasie

 
  
    
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12.07.05 16:34
INDUS Holding (Nachrichten) erwirbt den Systemlieferanten Selzer

nachdem ich etwa 2 Monate lang gewartet habe, seit ein uns allen bekannter Psychopath einen Haufen überzogenen Irrsinns über die Indus gepostet hat, möchte ich dieses Substanzpapier wieder ins Gespräch bringen. KGV bei 13-14, Divi bei 5% und ein unglaublich geschicktes Händchen bei der Auswahl sog. "hidden champions" machen Indus zu einem wirklich renditeträchtigen Depotkandidaten, der dieses Jahr die 30 Euro -Marke nehmen sollte. Bei mir waren Indus und Gesco in der engeren Wahl - allerdings hat mich das Portfolio der Indus eher überzeugt.

Gruss von BB

Latest News:
Bergisch Gladbach, 12. Juli 2005 - Die INDUS Holding AG (ISIN DE0006200108)
hat 70 % der Anteile an der Selzer Fertigungstechnik GmbH&Co. KG, Driedorf-
Roth, übernommen. 30 % der Anteile verbleiben bei der Familie Selzer. Im
abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 erzielte der spezialisierte Zulieferer für die
Fahrzeug- und Elektroindustrie mit rund 600 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe
von ca. 80 Mio. Euro. Hans-Joachim Selzer, der seit über 20 Jahren als
geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen leitet, wird auch in Zukunft
in dieser Funktion für die operative Entwicklung des Unternehmens
verantwortlich sein.

Als Systemlieferant nimmt Selzer eine ausgezeichnete Marktstellung ein und ist
bei allen großen Herstellern auditiert. Selzer besitzt umfassendes Know-how
bei der Entwicklung und Fertigung von kompletten, einbaufertigen Baugruppen
aus Metall, insbesondere für Schaltgetriebe, Bremsen und Motoren. Dabei wird
von der Produktentwicklung über Prototypenbau bis zur Produktion die gesamte
Leistungspalette abgedeckt. Den größten Teil seines Absatzes realisiert Selzer
mit Herstellern der Fahrzeugindustrie, wobei ein Schwerpunkt im Bereich der
Nutzfahrzeuge liegt. Eine zweite wichtige Kundengruppe bilden Unternehmen aus
der Elektroindustrie.

Mit der getätigten Akquisition setzt die INDUS Holding AG die Strategie,
Mehrheitsbeteiligungen an profitablen Nischenunternehmen zu erwerben, weiter
fort. Das Beteiligungsportfolio umfasst inklusive Selzer aktuell 41
mittelständische Unternehmen. Die zu Jahresbeginn geäußerte Prognose, im
Gesamtjahr ein Umsatz- und Ertragswachstum im Vergleich zum Vorjahr zu
erzielen, wird durch die Übernahme von Selzer untermauert. Die auch nach
diesem Kauf komfortable Liquiditätsposition soll für weitere Investitionen
genutzt werden.

INDUS Holding AG
Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Deutschland

ISIN: DE0006200108 (SDAX)
WKN: 620010
Notiert: Geregelter Markt in Düsseldorf und Frankfurt (Prime Standard);
Freiverkehr in Berlin-Bremen, Hamburg, München und Stuttgart

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 12.07.2005
 
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570 Postings ausgeblendet.

9 Postings, 147 Tage BarbaratnnuaLöschung

 
  
    
24.04.21 02:36

Moderation
Zeitpunkt: 24.04.21 10:40
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9 Postings, 147 Tage SaraxzokaLöschung

 
  
    
24.04.21 14:08

Moderation
Zeitpunkt: 24.04.21 22:24
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Kommentar: -

 

 

10 Postings, 146 Tage GabrielelcasaLöschung

 
  
    
25.04.21 01:39

Moderation
Zeitpunkt: 26.04.21 10:37
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775 Postings, 3132 Tage HutaMGAufmerksamkeit?

 
  
    
08.05.21 07:48
Guten Morgen !

Mir kommt es wenig so vor als ob die Indus in der "Aufmerksamkeitsökonomie" der medialen Welt derzeit ein wenig unter dem Radar fliegt. Der Mitbewerber aus Wuppertal, die Gesco AG, hat zuletzt Schlagzeilen dadurch gemacht, dass man sich sehr konsequent vom leider sehr verlustreichen Geschäft des Bereichs Mobility getrennt und den Konzern damit sehr viel schmaler - aber auch deutlich profitabler und "gesünder" aufgestellt hat (wenn man sich die Bilanzstrukturen anschaut).

Indus ist einen anderen Weg gegangen  und versucht grade "seine" Unternehmen aus dem Segment "Mobility" zu sanieren (wobei der Vorstand auch darauf hinweist, dass nicht alle Gesellschaften dieses Bereichs wirklich im Kern sanierungsbedürftig sind). Bisher gab es lediglich kleinere Verkäufe aus diesem Bereich (daneben wurden auch Gesellschaften/Gesellschaftsteile) aus anderen Branchen veräußert bzw. stillgelegt, bei denen Indus keine Möglichkeiten auf einen positiveren Geschäftsverlauf mehr gesehen hat (z.B. die Firma Bacher aus der Schweiz). Im letzten Jahr hat man alles in allem gut 40 Mio Euro auf Beteiligungen abgeschrieben.

In 2020 hatte das Fahrzeugsegment einen Umsatzrückgang von 23% auf knapp 270 Mio Euro zu verzeichnen - daraus resultierte ein negatives Ebit VOR außerplanmäßigen Wertberichtigungen im Segment von sage und schreibe 54 Mio Euro. Das zeigt, wie tief die Krise in diesem Segment auch bei Indus ist. Ich hätte daher offen gestanden auch nichts dagegen gehabt, wenn auch die Indus mehr Gesellschaften aus diesem Bereich versucht hätte zu veräußern - da war die Gesco dann mal konsequenter. Wenn ich sehe, dass alleine dieses Segment in den Jahren 2019 und 2020 das Ebit (diesmal einschließlich Sonderabschreibungen) um gut 123 Mio Euro (!!!) belastet hat, ist schon ersichtlich, dass die Indus ohne diese Beteiligungen (bzw. einen wesentlichen Teil davon) besser durch die Krise gekommen wäre und heute sicher auch bilanziell besser da stehen würde.

Und trotz aller Bemühungen und trotz prognostizierter "stark steigender Umsätze" wird das Segment Fahrzeugtechnik auch im laufenden Jahr negativ bleiben und das Ergebnis erneut belasten.

Wie lange die "Repositionierung" dieses Geschäftsbereichs noch dauern wird, lässt sich derzeit nicht sagen - und inwieweit dieses Segment dann nach der Repositionierung positive Ergebnisbeiträge liefert, die auch in einem gesunden Verhältnis zu den getätigten Aufwendungen stehen ebenfalls nicht - anders gefragt: Wie lange wird es wohl dauern, bis dass das Segment Fahrzeugtechnik die alleine in 2019 und 2020 entstandenen Verluste auf Ebit-Ebene wieder aufgefangen hat?

Ich bin davon überzeugt, dass diese unsichere Entwicklung im Bereich Fahrzeugtechnik derzeit auch den Börsenkurs der Indus etwas belastet. Ich wäre auch davon überzeugt, dass eine Meldung über den Verkauf von zwei oder drei wesentlichen Beteiligungen aus diesem Bereich den Kurs stark befeuern würde. Aber derzeit stehen solche Verkäufe wohl nicht an - mindestens hört man nichts Entsprechendes von Indus. In jedem Fall hat sich aber die Bedeutung des Segments Fahrzeugtechnik für die Holding deutlich verringert - die Zahl der Beteiligungen und der Umsatzanteil haben sich reduziert und ich glaube kaum, dass Indus in den nächsten Jahren in diesem Bereich zukaufen wird.

Daher sehe ich den Kurs derzeit unterm Strich als relativ große Chance. Indus wird nach den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten im laufenden Jahr immerhin etwa 2,40 Euro je Aktie verdienen - dadurch würde sich das 2021er KGV auf etwa 14,5 vermindern. In den kommenden Jahren soll das EpS dann über 3,19 Euro in 2022 (KGV 2020 demnach knapp 11) auf 4,13 Euro in 2023 steigen (wobei man der Fairness halber dazu sagen sollte, dass es für 2013 erst 2 Schätzungen auf Analystenebene gibt (für 2021 und 2022 sind es dagegen jeweils 8). In jedem Fall aber zeigt die Tendenz der EpS Schätzungen wohin die Reise geht.

Indus hat - im Gegensatz zu Gesco - in den letzten Monaten zwei neue Beteiligungen erworben, was mMn zeigt, dass Indus bei Zukäufen nach wie vor aggressiver als Gesco vorgeht. Zuletzt wurde die Wirus Fenster mehrheitlich übernommen (man hat 70% der Anteile erworben); Wirus hat im letzten Jahr einen Umsatz von (profitablen) 56 Mio Euro erzielt.

Zudem hat sich das Unternehmen Ende März durch eine Kapitalerhöhung frisches Kapital von gut 85 Mio Euro besorgt (auch diese KE belastet den Kurs mMn derzeit noch etwas, weil das Geld noch nicht komplett "angelegt" ist). Indus wird u.a. auch dieses Geld sicher dafür verwenden, die Strategie "PARKOURS" umzusetzen. Indus erwirtschaftet aber auch durchgängig positive Cashflows, so dass man sich beim Beteiligungskauf auch auf Eigenmittel stützen kann (in den letzten drei Jahren lag der Cashflow aus laufender betrieblicher Tätigkeit insgesamt bei 376 Mio Euro - mit steigender Tendenz - im eigentlich weniger optimal verlaufenden GJ 2020 hat man z.B. einen CF aus laufender Tätigkeit von 155 Mio Euro ausgewiesen).

Indus hat sich sehr frühzeitig dazu bekannt, mit 55-60 Beteiligungen (derzeit 47 Beteiligungen) im Jahr 2025 einen Umsatz von "deutlich über 2 Mrd Euro erzielen zu wollen (hier ist man sicher auch wegen Corona etwas vorsichtiger geworden, vor einem Jahr war noch von einem Umsatz von 2,5 Mrd Euro die Rede). Dabei soll eine Ebitmarge von 10 % "zuverlässig" erreicht werden.

Wenn man diese Ziele mal hochrechnet (bei aller Unsicherheit die es bei solchen "Musterrechnungen" nun einmal gibt, da man ja z.B. nicht weiß, wie hoch der Zinsaufwand im Jahr 2025 sein wird, der ja einmal vom dann geltenden Zinsniveau abhängt aber natürlich auch von der absoluten Höhe der Verschuldung, deshalb setze ich für die Berechnung mal vorsichtig "nur" 2 Mrd Euro Umsatz bei einer Marge von genau 10% an) kommt man bei einem Ebit von dann ja mindestens 200 Mio Euro auf ein EpS von nachhaltig über 5 Euro. Das ist wie gesagt keine in Stein gemeißelte Zahl aber diese Zahl zeigt sehr deutlich die Perspektiven des Unternehmens auf, sofern die Wirtschaft nicht noch einmal solche Kapriolen schlägt wie in den letzten beiden Jahren.

Insofern hat man, wenn man seine Aktien etwas länger halten möchte mit einem Investment in Indus die Chance, sich (so der Werbeslogan der Firma) am "deutschen Mittelstand" mit seinen vielen "hidden champions" zu beteiligen und dabei eine Aktie zu erwerben, die auf der Grundlage der kommunizierten Ziele für die nächsten Jahre durchaus auch noch Kurspotential aufweist. Zudem kann ich sowohl den Geschäftsbericht (sehr informativ) als auch die IR Abteilung (Frau Sanac macht da mit ihren Mitarbeitern einen sehr guten Job und ist immer bereit auch Fragen ausführlich und kompetent zu beantworten) sehr empfehlen.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende.
 

371 Postings, 356 Tage BalkonienHV am 26.05.

 
  
    
09.05.21 18:58
Angekündigte Dividende bleibt bei 0,80 Eur.
Letztes Jahr wurde ja von 1,50 schon auf 0,80 gekürzt wg Geschäftsentwicklung aufgrund von Corona  

64 Postings, 547 Tage Nobody62HutaMG #575

 
  
    
11.05.21 10:26
Vielen Dank für diesen substanzhaltigen Beitrag. Wir alle hoffen, dass sich die Dinge so entwickeln...  

9796 Postings, 4399 Tage Raymond_JamesQ1/2021: EBIT steigt um über 50%

 
  
    
12.05.21 08:47

https://www.dgap.de/dgap/News/corporate/...haeftsjahr/?newsID=1444441

trotz lockdown: umsatz mit 400mio auf vorjahresniveau 
ebit-anstieg um rd. 56 % auf 25mio
prognose für 2021 bestätigt (umsatz 1,55-1,70 mrd; ebit 95-110 mrd, was im ergebnis auf ein 15er-kgv2021 hinausliefe)

interessant sind die unterschiedlichen ebit-margen:

Bau/Infrastruktur: 15,4%

Fahrzeugtechnik: ebit negativ (-9,7mio ), aber um 2,3mio verbessert (Q1/2020: -12,0mio)

Maschinen- und Anlagenbau: 9,6% (Q1/2020: 3,1%)

Medizin- und Gesundheitstechnik: 8,7% (Q1/2020: 8,0%)

Metalltechnik: 9,5% (Q1/2020: 8,5%)

 

9796 Postings, 4399 Tage Raymond_James''verlässlicher Dividendenwert''

 
  
    
26.05.21 16:16

775 Postings, 3132 Tage HutaMGHauptversammlung

 
  
    
27.05.21 09:15
Guten Morgen !

Gestern gab es ja die virtuelle HV der Indus AG. Ich kann immer nur wieder darauf hinweisen, dass (auch) die Indus AG eine wirklich transparente IR betreibt. Neben dem wirklich sehr informativen Geschäftsbericht, der auch in der Gestaltung und Übersichtlichkeit sicher mit zu den besten Informationsangeboten auf dem Markt gehört (und den man auch problemlos in gedruckter Form erhalten kann), werden auf der HV üblicherweise wirklich alle Fragen sehr ausführlich beantwortet.

Furchtbar viel Neues gab es auf der HV nicht wirklich zu berichten. Die beiden neuen Unternehmen haben sich jeweils vorgestellt und die "Alteigentümer" haben noch einmal betont, wie sie auf die Idee gekommen sind, ihr Unternehmen an Indus zu verkaufen (entscheidend war dabei, so wie ich das verstanden habe, nicht allein der Preis sondern auch die persönliche Chemie und vor allem die Perspektiven, die den Unternehmen in der Indus geboten werden).

Die Indus lässt den Unternehmen dabei weitgehend ihre jeweilige Selbstständigkeit, bietet aber in vielen Bereichen Unterstützung. Besonders interessant finde ich die hauseigene Förderbank, mit der Innovationsprojekte in den einzelnen Unternehmen unterstützt werden. Die Beteiligungsgesellschaft reicht dazu ein Projekt ein, der Indusvorstand beurteilt dieses und wenn alles glatt geht, bekommt das Beteiligungsunternehmen einen Zuschuss zu dem Projekt. Das finde ich sehr innovativ - es wird nichts von oben vorgegeben und die Ideen kommen aus dem mittelständischen Unternehmen selber (und die kennen ihren Markt und die möglichen Wachstumspotentiale ja auch besser als die Holding). Etwas ähnliches soll es ab 2022 auch zum Thema "Nachhaltigkeit" geben.

Was bei Indus jedenfalls mMn etwas untergeht ist die Tatsache, dass Indus nicht nur auf Tochterebene zukauft (wie gesagt zuletzt JST und Wirus) sondern eben auch auf Enkelebene - und dort werden auch nicht "nur" mittelgroße "hidden champions" zugekauft sondern eben auch mal kleinere, innovative und junge Unternehmen - als Beispiele wurde auf Nachfrage die zweicom-hauff.com, die in-situ.de oder die savvy-telematics.com (alle drei ohne Gewähr, weil ich gleichzeitig schreiben und hören musste ;)) genannt. Damit ist Indus auch in Bereichen unterwegs, die man nicht so direkt auf dem Schirm hat, wenn man die Liste der Beteiligungsunternehmen durchliest.

Was das leidige Thema "Fahrzeugtechnik" angeht, wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass man es dort mit zwei Problemunternehmen zu tun hat, die den gesamten Bereich belasten - die anderen Unternehmen in diesem Geschäftsfeld schlagen sich deutlich besser. Bei diesen beiden Unternehmen handelt es sich um Serienzulieferer, die derzeit restrukturiert werden. Eines dieser beiden Unternehmen soll (nachdem man die Produktion teilweise auch in "low-cost-Standorte" umgelagert hat) in 2022 wieder besser laufen und das andere in 2023. Bei beiden Unternehmen ist der Firmenwert auf "0" abgeschrieben. Für beide Unternehmen wird weiterhin nicht ausgeschlossen, dass man sich von ihnen trennt, wenn man unter dem Dach eines anderen Eigentümers bessere Perspektiven für das jeweilige Unternehmen sieht. Beide Unternehmen sollen aber nach der Restrukturierung auch wieder positive Ebitmargen liefern.

Die "Resillienz" des Unternehmens zeigt sich nach Auskunft des Vorstands auch daran, dass etwa 2/3 der Beteiligungsunternehmen auch in 2020 ein positives Ebit erzielt haben- trotz Belastung der gesamten Wirtschaft durch Corona. Wenn man einzelne Unternehmen herausheben müsste, würde man vielleicht Hauff, Weigand, Betek, Budde und die recht neu im Portfolio befindliche Mesutronic nennen.

Was ich "zahlentechnisch" noch sehr interessant fand war die Tatsache, dass sich der CEO Herr Dr. Schmidt auch noch einmal zu den Zielen von PARKOUR geäußert hat - dort wurde ja der Zielumsatz von "2,5 Mrd Euro Umsatz in 2025" auf nunmehr "deutlich über 2 Mrd Euro" korrigiert. Grund hierfür seien vor allem einzelne Stilllegungen und Verkäufe, mit denen man schon Umsatz eingebüßt hat. Er konkretisierte dabei, dass "deutlich mehr als 2 Mrd Euro Umsatz" eher zwischen 2,25 und 2,5 Mrd Euro bedeuten würde.

Wenn man das dann mit dem weiterhin bestehenden Zielwert von stabil über 10% Ebitmarge ansetzt, ergibt sich ein Ebit von sagen wir mal etwa 230 Mio Euro in 2025 - und um das einordnen zu können: Der aktuelle Consensus sieht für das laufende Jahr ein Ebit von 111,5 Mio Euro voraus und errechnet daraus ein EpS von 2.26 Euro. Wenn sich das Ebit bis 2025 in etwa verdoppelt, reden wir rechnerisch von einem EpS von gut 4,50 Euro.

Das sind mMn durchaus positive Aussichten für etwas längerfristig orientierte Anleger - und mir kommt das auch nicht so vor als ob man bei Indus mal irgendeine Zahl an die Wand geworfen hätte sondern dahinter steckt ein sehr detaillierter Plan zur Steigerung des Umsatzes - auch durch die geplanten Übernahmen - hier stehen jährlich etwa 50 Mio Euro zur Verfügung - als auch durch Steigerung von Effizienzen in den Beteiligungen und durch Förderung von Innovationen.

Erfreulich sind dann auch die Aussichten für die Dividende - sollte das EpS auf 4,50 Euro steigen, dürfte die Dividende dann auch auf knapp 2 Euro steigen - und zudem wird bei Indus auch über die Möglichkeit einer Aktiendividende nachgedacht.

Einen schönen Tag noch allerseits.  

371 Postings, 356 Tage BalkonienHerzlichen Dank

 
  
    
27.05.21 12:16
Für deine Zusammenfassung HutaMG!
Hört sich sehr gut an.
Heute also ex Dividende von 0,80 ?  

775 Postings, 3132 Tage HutaMGMüsste

 
  
    
27.05.21 15:04
eigentlich so sein - aber ohne Gewähr... Der Abschlag würde dann aktuell aber unter den 80 Cent je Aktie liegen - schonmal kein schlechtes Zeichen...  

10786 Postings, 4124 Tage sonnenscheinchenich tu mich schwer, den bisher gut laufenden

 
  
    
07.06.21 08:46
Baubereich einzuschätzen. Augenscheinlich ist man hier im hochwertigen Segment aufgestellt, aber wohl eher weniger in den Bereichen, die derzeit besondere Knappheiten haben. Wenn nun viele Baustellen auf Grund von Holzmangel u.ä. ruhen, wird die Nachfrage nach den Indusprodukten darunter wohl eher leiden, ohne dass man von den Preissteigerungen für Baugrundstoffe produziert...  

775 Postings, 3132 Tage HutaMGIndus

 
  
    
23.06.21 08:04
Guten Morgen !

Aktuell sehen wir wohl nicht die besten Zeiten für etablierte Beteiligungsunternehmen. Ähnlich wie die Gesco, zu der ich gestern was geschrieben habe, dümpelt auch der Kurs der Indus derzeit eher Richtung Süden.

Und ähnlich wie bei Gesco sehe ich dafür keinen wirklichen Grund - erst recht nicht perspektivisch.

Die Wirtschaft in Deutschland soll im laufenden Jahr um 3,5% wachsen - die Regierung hat die Prognose vor wenigen Wochen auf diesen Wert erhöht. Indus, die einen Querschnitt der deutschen (mittelständischen) Wirtschaft abbildet, bewegt sich also in einem einigermaßen intakten, wieder wachsenden Umfeld.

Auch die Indus hat, auch hier wieder Ähnlichkeiten zur Gesco, natürlich als Mittelstandsholding Unternehmen aus dem Bereich "Fahrzeugtechnik" im Portfolio, die schon vor Corona Schwierigkeiten gemacht haben. Indus hat sich dazu entschlossen, nur einen sehr kleinen Teil dieser Beteiligungen zu veräußern und den überwiegenden Teil der Unternehmen zu sanieren. Das mag (auch in meinen Augen) der beschwerlichere Weg sein als der Komplettverkauf - und dieser Weg bindet auch finanzielle und personelle Ressourcen - diese Kritik würde ich in jedem Fall gelten lassen - aber man ist auf dem Weg der Restrukturierung schon ein Stück weiter gekommen und rechnet jetzt damit, dass das eine der beiden "Problemunternehmen" (im Bereich "Fahrzeugtechnik" gibt es neben durchaus gut laufenden kleineren Unternehmen auch zwei große Serienfertiger, die massive Probleme haben) ab 2022 und das andere ab 2023 wieder normal laufen und dann auch in die Gewinnzone zurückkehren sollen.

Wie gesagt, man kann mMn durchaus die Frage stellen, ob es für die Indus nicht besser gewesen wäre, diese beiden Unternehmen zu verkaufen - aber man hat sich eben anders entschieden und ein Ende der Sanierungsbemühungen ist nun in Sicht.

Daneben verfügt die Indus aber über ein sehr großes Portfolio an guten und sehr guten Unternehmen, die tatsächlich auch branchenbezogen einen guten Querschnitt durch die deutsche Mittelstandslandschaft darstellen (und in den letzten Monaten wurden auch wieder zwei Unternehmen zugekauft - da ist die Indus dann schon etwas aggressiver als die Gesco unterwegs).

Schaut man sich den Analystenkonsens an, soll Indus in diesem Jahr 2,29 Euro je Aktie verdienen (da zeigt sich erstens eben die Tatsache, dass die ersten Monate des laufenden Jahres noch durch Corona belastet waren/sind und zum zweiten eben der noch nicht sanierte Bereich Fahrzeugtechnik, der auch im laufenden Jahr noch negativ bleiben wird) - aber schon im nächsten Jahr soll das EpS dann auf 3,21 Euro steigen (und in 2023 nach Meinung der Analysten, die sich trauen so weit in die Zukunft zu schauen dann auf 3,61 Euro).

Insofern wird auch die Indus derzeit mit einem 2022er KGV von leicht über 10 gehandelt (ähnlich wie Gesco). Ebenfalls vergleichbar mit Gesco ist die Nähe des Aktienkurses zum Buchwert. Zum 31.03.2021 lag das Eigenkapital je Aktie bei 28,80 Euro. Damit liegt das KBV der Indus bei unter 1,2. Die Gesco liegt ja noch unter 1 - dafür ist die Indus die größere und breiter aufgestellte Gesellschaft, die meinem Empfinden nach auch mehr "High-Tech" vorzuweisen hat (allerdings auch einen deutlich höheren Firmenwertanteil in der Bilanz aufweist).

Parallelen zur Gesco gibt es wieder beim Thema "Strategie". Auch die Indus hat ein "Zukunftsprogramm" aufgelegt - hier heißt es "Parkour". Die Indus hat sich hier zu sehr konkreten Zielen für das Jahr 2025 bekannt: Der Umsatz soll dann deutlich über 2 Mrd Euro liegen (in der HV hat der CEO etwas konkreter von einem Umsatz von zwischen 2,2 Mrd und 2,5 Mrd Euro gesprochen) und die Ebit-Marge bei 10%. Das würde dann für 2025 ein Ebit von mindestens 220 Mio Euro bedeuten - also noch einmal knapp 50% höher als das von den Analysten für 2022 prognostizierte Ebit von 154 Mio Euro (was zu einem EpS von 3,21 Euro führen soll).

Sofern man dem Vorstand der Indus zutraut, diese postulierten Ziele dann auch zu erreichen, dürfte die Aktie beim aktuellen Kurs also mindestens für Anleger mit einem Anlagehorizont von etwa 5 Jahren sehr interessant sein (zumal es ja auch nicht so sein wird, dass man bis 2024 ergebnisseitig so vor sich hindümpelt und dann in 2025 der große Boost kommt - das Ergebnis wird sich sukzessive auf die Ziele für 2025 hinbewegen). Sofern sich die Bewertungsmultipel nicht komplett ändern, wird der Kurs mMn angesichts der dann deutlich steigenden EpS und Dividenden eigentlich steigen müssen (falls es denn an der Börse so etwas wie "Logik" gibt :-).

Ich für meinen Teil kaufe daher an schwächeren Tagen immer mal wieder nach. MMn sind beide Beteiligungsgesellschaften derzeit doch ziemlich unterbewertet (auch mal verglichen z.B. mit einer MBB) - gemessen an den erwarteten KGVs und dem KBV (und nicht zu vergessen, dass beide Unternehmen sehr "anständige" Dividenden zahlen). Das ist aber natürlich nur meine persönliche Einschätzung und keine Empfehlung an andere hier.

P.S.: Noch eine kleine Ergänzung zum Baubereich: Indus selber geht für 2021 von leicht sinkenden Umsätzen und einem schwächeren Ebit für diesen Bereich aus. Allerdings gibt es im Baubereich ja auch Anbieter von Infrastrukturlösungen, die sicher nach der Krise stärker nachgefragt werden. Aber ja, eine gewisse Schwächung dieses Bereichs ist bei Indus im Plan enthalten.  

775 Postings, 3132 Tage HutaMGWebinar

 
  
    
24.06.21 17:15
Guten Abend !

Wer sich etwas eingehender mit der Indus Holding AG beschäftigen möchte, kann das auch im Rahmen eines DSW "Webinars" machen, das am kommenden Donnerstag, dem 01.07.21 um 18.30 Uhr stattfindet. Dann werden nacheinander die Siemens AG und die Indus AG "präsentieren". Meistens läuft das so ab, dass der jeweilige Referent - bei Indus ist es der CEO, Herr Dr. Schmidt selber, das Unternehmen kurz vorstellt, die wirtschaftliche Entwicklung erläutert und dann können Fragen gestellt werden, die vom Geschäftsführer der DSW dann an den CEO weitergereicht werden. Die Homepage der DSW findet man unter dsw-info.de

Ich finde die Tatsache, dass sowohl die DSW als auch die SDK solche "Webinare" sehr regelmäßig anbieten ist ein schöner Service für Aktionäre (man muss auch kein Mitglied sein, um an einer derartigen Veranstaltung teilzunehmen).

Und die Tatsache, dass die Indus regelmäßig an solchen Foren teilnimmt werte ich auch als äußerst positiv. Das zeigt mMn, dass die Indus auch den Kontakt zu den "einfachen Aktionären" sucht und diese sehr ernst nimmt - passend zur guten IR Arbeit - Fragen werden schnell und ausführlich von Frau Sanac und ihrem Team beantwortet - für mich auch EIN Aspekt bei der Frage, ob ich in ein Unternehmen investiere oder nicht - und nicht der unwichtigste.

Einen schönen Abend allerseits  

371 Postings, 356 Tage BalkonienAm wochende

 
  
    
29.07.21 15:21
Hatte ich noch ne order reingestellt zum aufstocken. Wurde leider nicht bedient, Kurs etwas zu tief..
Und der Wert kennt diese Woche nur eine Richtung.. Up?
Sind die Zahlen schon durchgesickert? Termin zur Veröffentlichung der Zahlen zum 2.quartal ist erst am 11.08.21.  

371 Postings, 356 Tage BalkonienWochenende... Natürlich

 
  
    
29.07.21 15:22

371 Postings, 356 Tage BalkonienAm 11.8.21

 
  
    
09.08.21 23:42
Kommen die Zahlen zum 2. Quartal, also übermorgen.
Erst läuft der Kurs hoch,dann korrigiert er, also nicht sell on Good news?
Bin gespannt....  

36321 Postings, 7743 Tage Robingerade

 
  
    
11.08.21 07:50
Zahlen . Saustark  und  Prognosen star k angehoben  und Aktie steht unmittelbar vor AUSBRUCH  .    

36321 Postings, 7743 Tage Robincharttechnisch

 
  
    
1
11.08.21 07:57
Ausbruch vom 52 Wochenhoch und wäre Luft bis ? 38,7 - 39,10 ( LANGFRISTCHART )  

9796 Postings, 4399 Tage Raymond_JamesH1/2021: ''Anhebung der Prognose ...

 
  
    
11.08.21 11:11

... trotz Unsicherheiten im Markt Fahrzeugtechnik und Materialknappheit", https://www.dgap.de/dgap/News/corporate/...s-deutlich/?newsID=1469528

 

36321 Postings, 7743 Tage RobinHauck

 
  
    
12.08.21 08:56
hebt Indus auf ? 47 und BUY  ( 8uhr51 )  

775 Postings, 3132 Tage HutaMGChance?

 
  
    
02.09.21 07:29
Guten Tag !

Angesichts des Kurssprungs, den die Gesco-Aktie nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen gemacht hat, könnte man so langsam auf die Idee kommen, dass Indus noch ein gewisses Aufholpotential hat. Gesco hat sich im letzten Monat von 21,70 Euro auf 26 Euro verbessert (macht einen Anstieg um fast 20% !) , der Kurs der Indus dagegen hat sich im gleichen Zeitraum um 1,50 Euro von 35,80 Euro auf 34,30 Euro (macht etwas über 4%) verbilligt.

Das hat auf der einen Seite durchaus auch seine Gründe. Während Indus immer noch mit dem mauen Geschäft im Bereich Fahrzeugtechnik kämpft (dieser Bereich wird der Holding auch im laufenden Jahr wieder Verluste bringen, die die sehr gute Entwicklung in anderen Bereichen teilweise überdecken), hat sich Gesco sehr konsequent von diesem Bereich getrennt und muss daher auch nicht mit weiteren Belastungen aus diesem Bereich kalkulieren.

Gesco weist außerdem weiterhin prozentual deutlich weniger Firmenwerte in der Bilanz aus - obwohl man den letzten Übernahmen diesen Bilanzposten auch "fleißiger" bedient hat als das bei früheren Übernahmen der Fall war.

Auf der anderen Seite haben sich aber z.B. die beiden Kurs-Buchwert-Verhältnisse angeglichen. Gesco weist ein KBV von knapp 1,2 aus und Indus auch nur noch ca. 1,22 . Da haben sich die Bewertungen also deutlich angenähert.

Schaut man zudem auf das von den Analysten erwartete KGV für das laufende und das nächste Jahr, ergibt sich für Gesco (ich habe mal den Durchschnitt der drei Analysen genommen, die nach Vorlage der Halbjahreszahlen aktualisiert worden sind), ein KGV von 13,4 für 2021 (EpS 1,94) und von 12,2 für 2022 (EpS 2,12) und bei Indus (Zahlen aus dem Consensus) für 2021 von 14,6 (EpS 2,37) aber für 2022 nur noch ein KGV von 10,9 (EpS 3,17).

Perspektivisch ist die Indusaktie im Moment also günstiger als Gesco, weil der Markt bei Indus eben (skeptisch) abwartet, wie sich der Bereich Fahrzeugtechnik in den nächsten Jahren entwickelt. Schafft dieser im kommenden Jahr wenigstens wieder die "Null" ist Indus derzeit aber extrem günstig.

Als Spielerei noch hinterhergeschoben die erwarteten KGV für 2023: Gesco 10,7 und Indus nur noch 9,5.

Wie man sieht, ist die Indusaktie derzeit günstiger - aber eben nur unter der Voraussetzung, dass man die Probleme bei der Fahrzeugtechnik in den Griff bekommt (oder sich vielleicht doch noch von den entsprechenden "Problemunternehmen" in diesem Bereich trennt).

Zu bemerken ist in jedem Fall noch, dass beide Unternehmen grade dabei sind, Effizienzsteigerungsprogramme auszuführen. Zusammen mit der ebenfalls bei beiden Unternehmen angekündigten Übernahme weiterer Unternehmen wird dies zu einer weiteren signifikanten Erhöhung der EpS führen.

Gesco hat sich dabei zwei größere Ankerbeteiligungen vorgenommen, die die Abhängigkeit von Dörrenberg abmildern sollen (die aber ja derzeit sicher nicht zuletzt für die guten Zahlen verantwortlich ist). Gesco strebt dabei eine Ebitzielmarge "über den Zyklus hinweg" (also einigermaßen konjunkturunabhängig) von zwischen 8 und 10 % an. Da man bei den Ankerbeteiligungen sicher so ca. 100 Mio Euro Umsatz je Beteiligung brauchen dürfte, um das angestrebte Ziel (wie gesagt mehr Unabhängigkeit von Dörrenberg) zu erreichen, dürfte sich das Ebit alleine anorganisch um etwa 15 - 20 Mio Euro verbessern (und auch die bisherigen Beteiligungen haben das Margenziel ja noch nicht ganz erreicht, also wird aus aus diesem Bereich noch eine Ebiterhöhung erwartet).

Indus will in den nächsten Jahren kontinuierlich auf einen Umsatz deutlich über 2 Mrd Euro wachsen (also dürften die Übernahmen den Umsatz prozentual nicht so stark treiben wie bei Gesco), dafür dann aber eine Ebitmarge von zuverlässig über 10% erreichen. Würde man die Ziele, die für 2025 formuliert worden sind tatsächlich erreichen (Umsatz gegenüber 2021 plus 500 Mio Euro mindestens, Marge von 10%) , dürfte sich das Ebit von den für das laufende Jahr erwarteten 114 Mio Euro im Prinzip verdoppeln - und damit natürlich auch der Aktie neue Kursperspektiven eröffnen.

Also: Wer mittelfristig orientiert ist, macht in meinen Augen mit beiden Aktien nicht viel falsch, weil bei beiden Aktien damit zu rechnen ist, dass sie durch Übernahmen und Effizienzsteigerung in den nächsten Jahren sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis deutlich steigern können. Wenn man den Vorständen und ihren Plänen Glauben schenkt, scheint mir die Indusaktie aktuell (nach dem starken Anstieg der Gesco und der gleichzeitig schwachen Performance der Indus in den letzten Tagen) sogar noch etwas aussichtsreicher zu sein... Das ist aber wie immer nur meine persönliche Meinung und keine Empfehlung!  

371 Postings, 356 Tage BalkonienHutaMG

 
  
    
03.09.21 23:04
Wiesiehst du die Höhe der Verbindlichkeiten? Ich eine 1,1 Mrd...?  

775 Postings, 3132 Tage HutaMGSorry

 
  
    
15.09.21 08:18
für die späte Antwort!

Was die Höhe der Verbindlichkeiten angeht, ist mMn die absolute Höhe der Verbindlichkeiten relativ wenig aussagekräftig. Den Finanzverbindlichkeiten oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stehen ja auf der anderen Seite Forderungen gegen Kunden und Finanzmittel gegenüber.

Deshalb finde ich persönlich die Nettoverschuldung interessanter. Die lag bei Indus auf den 30.06. bei knapp 550 Mio Euro. Nun ist auch diese Zahl alleine nicht wirklich aussagekräftig. Nicht so ganz unwichtig ist ja, was man von den Schulden sozusagen gekauft hat - und mMn auch, was man für die Schulden bezahlt. Es ist ja so, dass die Zinsen derzeit sehr niedrig sind - insofern macht es in meinen Augen durchaus Sinn, das Beteiligungsportfolio auch dann auszubauen, wenn man Teile des Kaufpreises über Darlehen finanzieren muss. Die Zinsaufwendungen lagen im Jahr 2020 auch nur bei etwa 16,5 Mio Euro - eben weil die Zinsen relativ niedrig sind. Finanziert man heute einen Beteiligungskauf über ein Darlehen, dürfte sich das daher angesichts der niedrigen Zinsen durchaus rechnen. Was man dabei aber beachten sollte: Man sollte Beteiligungen natürlich nicht überteuert einkaufen, nur weil grade das Geld billig ist. Wenn man zu hohe Firmenwerte "einkauft" kann das in Krisenzeiten auch mal nach hinten losgehen - da hat Indus nicht immer drauf geachtet. Inzwischen sind die Firmenwerte aber mMn in Relation zur Bilanzsumme wieder auf ein akzeptables Maß gesunken (im wesentlichen durch die schmerzhaften Sonderabschreibungen auf einige nicht mehr wirklich rund laufenden Beteiligungen).

Indus selber strebt einen Verschuldungsgrad von etwa 2,5 an (also Nettoverschuldung ist maximal so hoch wie das 2,5 fache Jahres-EBITDA). Da liegt man derzeit wegen dem niedrigen EBITDA drüber. Ein Verschuldungsgrad von 2,5 dürfte aber jedenfalls mMn unproblematisch sein, da Indus ja auch cashflowpositiv ist.

MMn wird die Verschuldung dann problematisch, wenn man keinen positiven Cashflow erwirtschaftet, man also mit dem aufgenommen Geld den laufenden Geschäftsbetrieb finanzieren muss oder wenn die Eigenkapitalquote sich Richtung "0" bewegt. Beides ist hier nicht der Fall - insofern sehe ich die Verschuldung der Indus derzeit als eher unproblematisch an - ist aber natürlich nur meine persönliche Einschätzung!

 

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