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KGV 3,6 - Lang&Schwarz ab heute handelbar

Seite 173 von 182
neuester Beitrag: 26.11.19 20:04
eröffnet am: 28.09.06 09:38 von: Triade Anzahl Beiträge: 4533
neuester Beitrag: 26.11.19 20:04 von: User_X Leser gesamt: 819397
davon Heute: 98
bewertet mit 43 Sternen

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422 Postings, 761 Tage Teebeutel_1? Spread bei Xetra :-D

 
  
    
15.02.19 16:15

2106 Postings, 2890 Tage InVinoVeritas28meine Kurzanalyse zur Steuerthematik

 
  
    
15.02.19 16:23

4815 Postings, 2682 Tage tuorTEs ist eine Rückstellung...

 
  
    
15.02.19 16:25
welche auch wieder aufgelöst werden kann....
Sicherlich ist es bitter,sofern man zu Kursen > 25,- eingestiegen ist.
Ich hab da gut lachen mit 8,- Durchschnittskurs.....
Andererseits sollte man,sofern man in Aktien investiert,einen Zeithorizont von >10 Jahren mitbringen....
Dellen im Kurs hat es schon immer gegeben und diese werden auch in der Zukunft auftreten.....
Ich weiß also nicht,was diese Schimpferei soll.....wer es nicht ertragen kann,dass es auch einmal abwärts geht,sollte beim Sparbuch und bei Staatsanleihen bleiben.....aber auch hier schlägt die Inflation und Währungsschnitte unbarmherzig zu.....
Ergo.....verkonsumiert doch einfach eure Kohle  

140 Postings, 1489 Tage schrmp19789 Mio zusätzliche Steuerrückstellung in 2018 ?

 
  
    
15.02.19 16:36

1944 Postings, 1032 Tage AktienvogeltuorT

 
  
    
2
15.02.19 17:18
... So ein Geschwätz. Und dann immer die Bemerkung dass man selber ja mit Durchschnittskursen von acht Euro dabei ist. Das will doch kein Mensch hören. Es geht um das Geschäftsgebaren von LuS. Das ist meines Erachtens eine Katastrophe  

1944 Postings, 1032 Tage AktienvogelTuort

 
  
    
1
15.02.19 17:21
...Wobei ich gestehen muss, ich warte auch auf die Haft. Sperre erfolgt meistens schon für deutlich weniger schimpfen. Nicht aber für Belehrungen wie ?bleibt doch beim Sparbuch oder verkonsumiert doch euer Geld?  

4815 Postings, 2682 Tage tuorTeuch fehlt die Ruhe...

 
  
    
15.02.19 17:53
wieviel ? haben wir seit dem Tagestief wieder eingefahren???
In 3 Wochen interessiert das heutige Tief kein Schwein mehr.....
Du darfst aber meine "Belehrung",welche eine Feststellung(!!!)war,gerne melden.....  

1944 Postings, 1032 Tage Aktienvogel...bin nicht sensibel

 
  
    
1
15.02.19 18:24
und vermutlich hatten wir eine andere Zielrichtung. Mir geht es nicht um den Kurs (natürlich indirekt immer) sondern ganz klar um das Management  

140 Postings, 1489 Tage schrmp1978...

 
  
    
1
15.02.19 18:57
Bei einem Konzernjahresüberschuss von 400 TEURO eine Zuführung in die STeuerrückstellungen von 9,1 Mio ist schon heftig.
Evtl. haben sie aus Vorsichtsgründen noch Rückstellungen für Vorjahre gebildet.
Hoffentlich äußern die sich im JAhresbericht ausführlicher zu den Steuerrückstellungen. Im letzten JAhr war man nach dem Lesen der Ausführungen zu den STeuerrückstellungen ja genauso schlau wie vorher. Die Steuerrückstellungen machen mittlerweile ja fast 20% von der Marktkapitalisierung aus.  

1944 Postings, 1032 Tage Aktienvogelschrmp1978

 
  
    
1
15.02.19 19:07
Genau das meine ich. Gerade wenn die Steuerrückstellungen so erheblich sind, muss da doch einfach deutlich mehr kommuniziert werden. Man musste davon ausgehen - da eine Klärung noch aussteht - dass es wieder eine Rückstellung gibt. Wovon man aber nicht einmal etwas ahnen konnte, ist, dass diese dreimal höher ausfällt als für 2017  

202 Postings, 466 Tage Hermann08Jawoll meine Herrn, so haben wirs gern;jawoll..

 
  
    
15.02.19 21:22
Jetzt steigen wieder meine Chancen vom "Streubesitzer" zum "Teilhaber" zu werden.

Vielen Dank übrigens an dieser Stelle vom mir und (wahrscheinlich dem Großen Zampano) an die freundliche Unterstützung von Aktienvogel.

Beim jetzigen Preis von etwa 18 Euro bleibt mir trotzdem immer noch eine Dividendenrendite von etwa 5% mit der ich es lange aushalten kann.

Meine LuS Position ist jetzt leider auch wieder tiefrot, aber ich habe ja schon lange den Plan erst wieder weit unter 16 Euro zu kaufen. Bei 10 Euro wäre dann die Dividendenrendite wieder bei etwa 10%.

So ein Gerichtsverfahren kann sich lange hinziehen. Wer auf positive Nachrichten bei der nächsten HV hofft sollte besser jetzt noch rausgehen.
Ein weiteres Engagement für LuS ist jetzt nur noch was für schmerztolerante Eisenfresser mit viel Geld in der Matraze.
           

85 Postings, 642 Tage nahpetsEben und wieso hat

 
  
    
15.02.19 21:23
man die Rückstellung nicht anteilig jedes Quartal gebildet, sondern offensichtlich nur in Q4 ??

Mag ja sein, dass sich alles irgendwie auflöst und man nach Jahren (ich schrieb es irgendwann schon einmal, ca. 5) irgendwann beim BFH Recht bekommt... Aber dieses Verhalten bei der Bilanzierung ist einfach unprofessionell.

Ich bleibe jetzt trotzdem investiert, aber weiter verbilligt wird nicht, da mein Maximalanteil pro Posten im Depot bereits beim ersten Nachkauf erreicht war.  

1944 Postings, 1032 Tage AktienvogelHermann

 
  
    
15.02.19 21:43
?Vielen Dank übrigens an dieser Stelle vom mir und (wahrschei­nlich dem Großen Zampano) an die freundlich­e Unterstütz­ung von Aktienvoge­l.?

;-)
Den verstehe ich nicht. Hat meine Wut einen kleinen Rebound ausgelöst? ;-)

 

140 Postings, 1489 Tage schrmp1978...

 
  
    
15.02.19 22:20
Die Handelsumsätze im TRadecenter im Q1 schauen zumindesntens gut aus.
Wenn die Trader Republic Bank als Newcomer so erfolgreich wird wie N26, dürfte diese sicherlich für zusätzliche Umsätze sorgen.

Wäre auch mal schön von L&S zu erfahren wie hoch die Steuerbelastung in der Zukunft wird, wenn die Finanzverwaltung und die Gerichte die Auffassung vertreten, dass die Steuern bezahlt werden müssen.  

44 Postings, 3297 Tage call66Vor starken Schwankungen hatte ich gewarnt

 
  
    
1
16.02.19 00:05
Gründe stehen weiter oben.

Aber was ist jetzt schlimmes passiert?
Starke Steuerrückstellungen, die erst mal abgeschrieben sind.
Es bleiben immer noch gut 5 % Dividende. Das Geschäft brummt weiter.
Nur ihr müsst eure überschwänglichen Phantasien etwas einbremsen.

Obwohl ich eigentlich einen Ausbruch nach oben erwartet hatte, scheint sich jetzt eine kräftige umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation abzuzeichnen.

Jetzt brauchts mehr Geduld, aber mit Rückenwind vom Gesamtmarkt wird's wohl trotzdem bald schwungvoll nach oben gehen.

Und sollte der Finanzminister einschwenken...

 

653 Postings, 4657 Tage hobbytrader79Musste die Zahlen erstmal sacken lassen um etwas

 
  
    
8
17.02.19 08:44
klarer zu sehen.
Aliberto aus dem WO Forum hat es super zusammengefasst und bin mal so frei uns stell es hier auch rein:

"So nachdem ich jetzt eine Nacht drüber geschlafen hab, hier mal meine Anmerkungen und mein persönlicher Ausblick:

Thema Steuer:
Gemäß neuer gesetzlicher Regelung des KStG müßte LuS 2017 keine Steuern zahlen und hätte einen steuerlichen Verlust von 20 Mio. Euro generiert (die max. möglichen 1 Mio. davon werden wahrscheinlich ins Jahr 2016 zurückgetragen), die restlichen 19 Mio. sind Verlustvortrag. Aus Vorsichtsgründen wurden seitens der Gesellschaft Steuerrückstellungen von 3.5 Mio Euro gebildet.

Im Jahr 2018 hätte man gemäß der neuen gesetzlichen Regelung Steuern in Höhe von 12.6 Mio Euro zu zahlen; 3.5 Mio sind aus der Steuerrückstellung 2017 ja bereits vorhanden und die restlichen 9.1 Mio wurden dann insgesamt 2018 gebildet (Q1-Q3 = 1.87 Mio plus 7.2 Mio in Q4).

Antwort auf Shortguys-Beitrag #9.297

?Was mich wundert ist allerdings, dass dieses Thema erst mit der Änderung von 2017 aufgetreten sein soll. Das kann also nur daran liegen, dass (i) L&S sich nicht als KI bzw. Finanzdienstleistungsunternehmen qualifiziert (sondern als Finanzunternehmen, welche mit Ausnahme der Konzernklausel ab 2017 nicht mehr unter § 8b (7) KStG fallen)?..?

Genau richtig erkannt, LuS fällt nach aktueller Rechtslage wohl nicht unter den §8b (7) KStG und hier wurde mit Änderung des KStG ja auch der Begriff Kreditinstitut bzw. Finanzunternehmen ?neu? definiert. Hier mal der Link zum Gesetzentwurf inkl. ausführlicher Begründung, was demnach ab 2017 als KI bzw. Finanzunternehmen zu verstehen ist (Definition steht auf Seite 58 unter Finanzunternehmen):

?Künftig fallen unter die Finanzunternehmen im Sinne dieser Vorschrift nur noch diejenigen Finanzunternehmen, an denen Kreditinstitute oder Finanzdienstleistungsinstitute unmittelbar oder mittelbar zu mehr als 50 Prozent beteiligt sind. Die Regelung des § 3 Nummer 40 Satz 3 EStG erhält damit die bei der Einführung der Regelung angestrebte bankenspezifische Ausrichtung. Es fallen künftig nur Finanzunternehmen aus dem Bankensektor unter die Regelung, da auch nur diese aufsichtsrechtlich zur Absicherung ihrer Geschäfte mit Aktien verpflichtet sind. Durch die Steuerpflicht der Erträge können die Verluste aus den notwendigerweise abzuschließenden Gegengeschäften steuerlich kompensiert werden.?

http://dipbt.bundestag.de/dip21/brd/2016/0406-16.pdf


Jetzt gibt es genau zwei Möglichkeiten:

1) Das FA akzeptiert die alte Zuordnung von LuS zu den bisherigen KI und Finanzinstituten, dann würden 2017 Steuern in Höhe von 3.5 Mio anfallen (diese wurden ja mit der Rückstellung 2017 gebildet) und 2018 wären Steuern in Höhe von ca. 3 Mio Euro fällig (auf das EdG von 9.65 Mio Steuern von 31%), hier wurden aber 9.1 Mio Rückstellungen gebildet und somit wären ca. 6.1 Mio an Rückstellungen aufzulösen.

oder

2) Das FA wendet konsequent die Neu-Regelung und Neu-Definition an und dann wären 2017 keine Steuern und 2018 dafür die 12.5 Mio. fällig (was natürlich auch vollkommen paradox ist, auf einen Gewinn von 9.6 Mio Euro Steuern in Höhe von 12.5 Mio zahlen zu müssen).

Wichtig für alle Aktionäre ist auf jeden Fall der Fakt, dass sofort bei Überschreiten der 50%-Beteiligungsgrenze von Kreditinstituten oder Finanzunternehmen an LuS auf jeden Fall wieder die Ausnahmeregelung gemäß §8b (7) KStG Anwendung findet und dass ab diesem Zeitpunkt Gewinne und Verluste aus Aktiengeschäften wieder voll anrechenbar wären und damit der max. mögliche Steuersatz bei LuS 31,23% betragen würde bzw. betragen kann (also quasi wieder eine Gleichschaltung der handelsrechtlichen und steuerlichen Berechnung) !


Aktueller Status Quo und mein Ausblick

Hier mal die Auflistung der Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von LuS die letzten Jahre (also vor Steuern):

2015 = 8.7 Mio (EPS von 1,91 Euro nach 31% Steuern)
2016 = 7.0 Mio (EPS von 1,54 Euro nach 31% Steuern)
(hier wurde massiv in EDV, die Gründung der LS Exchange und für regulatorische Vorbereitungen wegen u.a. Einführung MIFID II investiert)
2017 = 11.4 Mio (EPS von 2,50 Euro nach 31% Steuern)
2018 = 9.6 Mio (EPS von 2,11 Euro nach 31% Steuern)
(Man sollte wohl auch explizit erwähnen, dass gerade Q4-2018 bei LuS sehr erfolgreich war und man ein EdG von 3.3 Mio in diesem Quartal erwirtschaftet hat; auch wenn die Verwaltungsaufwendungen in Q4 um 1 Mio höher ausgefallen wären, hätte man immer noch ein hervorragendes Quartal hingelegt und dies obwohl der DAX in Q4 um 13,9% gefallen ist und der DOW-Jones im Dezember mit minus 8,6% die schlechteste Performance seit 1931 hingelegt hat...soviel zum Thema ?in fallenden Märkten verdient LuS nichts oder deutlicher weniger? !!)

LuS hat die letzten Jahre strategisch alles richtig gemacht und sich deutlich breiter aufgestellt, dementsprechend zeigen diese Massnahmen nun auch die langfristig angestrebten und erhofften Erfolge (s. Entwicklung der EdG 2017 und 2018). Die verschiedenen Standbeine von LuS sind wie folgt:

? das ausserbörsliche L&S Tradecenter mit über 20 angeschlossenen Banken und Onlinebrokern (die Direktanschlüsse sind die Grundvoraussetzung um überhaupt Geschäft von einem Onlinebroker zu sehen und dies dauert und ist sehr sehr aufwendig)

? die 2016 gegründete börsliche LS Exchange mit anfänglichen Schwierigkeiten, nimmt nun auch immer mehr Fahrt auf und gewinnt immer mehr Direktanschlüsse und damit Aussicht auf steigende Umsätze (zuletzt hat gerade die Comdirect Bank verkündet, dass sie ab März 2019 die LS Exchange über eine Direktanbindung integriert und die LS Exchange dann auch in der Ordermaske gleichberechtigt mit Xetra oder Tradegate auftaucht; der neue Broker Trade Republic wickelt alle seine Geschäfte über die LS Exchange ab etc.)

? Derivatebereich mit dem Hauptprodukt der Turbozertifikate auf Aktien, Indices, Währungen, Rohstoffe etc. + im Markt einzigartige Wikifoliozertifikate mit Besicherungslösung + spezielle Zertifikate für institutionelle Gruppen und Anbieter (z.B. Endlos-Zertifikat auf Value-Stars-Deutschland-Index etc.)

? über die Lang & Schwarz Broker GmbH werden alle Leistungen rund um ?going and being public? angeboten, von der Erstnotierung über Kapitalerhöhungen mit Erstellung von Wertpapierprospekten, bis hin zum Designated Sponsor etc.; hier gibt es mittlerweile auch MM-Mandate von BlackRock in Wien auf ETF; auch MM-Mandate auf Aktien gibt es mittlerweile an ausländischen Börsen -Wien und BX Swiss- etc.

Die breitere Aufstellung führt bei LuS dazu, dass man nicht von einem Kunden oder einem Produkt abhängig ist und dies wurde auf der letzten HV so ja auch explizit ausgeführt. Die 10 größten Kunden machen ca. 90%, die 5 größten Kunden ca. 65% aller LuS Umsätze aus (der Wegfall die letzten Jahre der BEP, Quotrix oder DAB wegen Verschmelzung auf Consors wurde mehr als gut überstanden).

Die bestehenden Markteintrittsbarrieren sind riesig und dementsprechend kann man wohl von einem geschlossenen Markt sprechen, soll heißen, es dürfte kein Marktteilnehmer in den börslichen oder ausserbörslichen Handel neu eintreten und dafür ist einfach viel zu viel Aufwand (bei sehr geringen Chancen) und Zeit nötig.

Einen Markteintritt wird und kann es also nur über den Kauf einer der bestehenden Wertpapierhandelsfirmen geben; Regionalbörsen und schlecht aufgestellte Firmen (z.B. ICF, Renell, MWB) dürften keine Rolle spielen, da sie keinen börslichen und ausserbörslichen Handel anbieten. Die Deutsche Börse ist mit einer MK von 22 Mrd. auch kein Thema (zumal es hier wohl auch politische Einwände geben würde), die Tradegate AG ist aufgrund der Beteiligungs- und Rechtsstruktur auch nur für die Deutsche Börse interessant und dürfte früher oder später von der Deutschen Börse übernommen werden (aktuelles KGV jenseits der 30 !). Baader mit Gettex spielt aktuell m.M.n. wohl keine Rolle! Verbleibt eigentlich nur LuS !!

Dass es im Markt großes Interesse an solchen Firmen gibt, sieht man aktuell beim Bieterkampf um die Börse Oslo (Euronext gegen Nadaq) oder der auch mal geplanten Übernahme der London Exchange durch die Deutsche Börse AG etc..

So und da wird es jetzt interessant, alle möglichen Kaufinteressenten spielt die aktuelle ?Steuerunsicherheit? natürlich in die Karten und bei einem kompletten Kauf (oder Überschreiten der 50%-Grenze) fällt die Steuerproblematik ja sowieso weg. Dementsprechend werden alle Kaufinteressenten sowieso nur auf die zukünftigen Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit achten und darauf max. 31% Steuern ansetzen.

Wie könnte jetzt ein möglicher Käufer rechnen, was setzt er als fairen Wert an und wie könnte er vorgehen ??

Bilanz absolut ?sauber? und keine aktivierten Firmenwerte oder Risiken, EK 30 Mio. und ein EdG die letzten Jahre von im Schnitt ca. 10 Mio. (ich runde mal auf, da dies einfacher für die Rechnung ist und die großen Investitionen der vergangenen Jahre jetzt eher wegfallen und Früchte tragen; ausserdem dürfte es ja durchaus noch einiges an Synergieeffekten und Einsparmöglichkeiten geben), darauf dann max. 31% ergibt einen Konzernüberschuss im Jahr von ca. 7 Mio. nach Steuern.

Einen möglichen Kaufpreis von z.B. 100 Mio. Euro (= Aktienkurs ca. 32,- Euro) aus Eigenkapital unterstellt, hätte der Käufer eine jährliche Eigenkapitalrendite von ca. 10% vor Steuern bzw. ca. 7% nach Steuern. Sofern man noch eine teilweise (50%) Fremdfinanzierung von z.B. 50 Mio Fremdkapital zu einem Zinssatz von z.B. 4% unterstellt, würde dies eine Eigenkapitalrendite von ca. 16% vor Steuern bzw. ca. 11% nach Steuern bedeuten ?..nicht so schlecht in diesen ?zinslosen Zeiten? und wenn alle auf der Jagd nach Rendite sind !!

Als potentieller Käufer würde ich nun anfangen und Aktien bis zu einem gewissen Kurs (sagen wir mal 21,- bis 22,- Euro) über die nächsten Wochen und Monate kaufen und sobald ich dann eine ausreichende Stückzahl habe bzw. es keine Stücke mehr zu diesen Kursen gibt, dann im Laufe des Jahres ein erstes Übernahmeangebot zu z.B. 28,- Euro (Aufschlag von ca. 27% auf die letzten Kurse um 22,- Euro) abgeben. Dieses Übernahmeangebot würde ich mit einer Mindest-Annahmequote von 50% verbinden und gleichzeitig meine gekauften Aktien bei z.B. 29,- Euro als Deckel im Markt draufsetzen. Sofern sich zum Ende der Übernahmefrist kein Erreichen der 50%-Grenze abzeichnet, würde ich nachbessern auf z.B. 32,- Euro und dies auch wieder mit einer Mindestannahmequote verbinden. Meine Bestandsaktien würde ich nun aggressiver zu 32,- Euro oder darunter einstellen. Sofern ich jetzt die 50%-Grenze oder weit darüber erreiche, super Ziel erreicht; andersfalls gehe ich zum Ende der Angebotsfrist hin und verkaufe auch zu Kursen um die 30,- Euro meine im Bestand befindlichen Aktien (gebotener Übernahmekurs liegt ja bei 32,- Euro mit Mindestannahmequote) und habe so auf jeden Fall kein Risiko. Entweder dann 50% Annahmequote oder ich habe meine zu Kursen unter 22,- Euro gekauften Aktien, dann mit einem Profit von mindestens 40% wieder verkauft.

Mein persönliches Fazit:
Durch die Steuerthematik notiert LuS aktuell m.M.n. deutlich unter ?fairen Wert? und die ?Gefahr? einer freundlichen oder feindlichen Übernahme war nie größer. Alle Kaufinteressenten dürfte die Steuerthematik in die Hände spielen und daher kann ich mir gut vorstellen, dass es bei diesen Kursen dann auch Käufer gibt und diese die Stücke dankend annehmen. Meldeschwellen gemäß WpHG gibt es erst ab 25%, gemäß Körperschaftssteuergesetzt ab 10% (aber da kann man ja auch über ?Zwischengesellschaften? kaufen). Ich persönlich werde bei diesen Kursen nicht verkaufen, auch wenn mich die Steuerthematik und die Art der Kommunikation seitens LuS wirklich nervt. Sofern mir hier ein potentieller Käufer aber momentan (bis zur Klärung der Steuerthematik) Kurse um die 30,- Euro bieten würde, würde ich durchaus über einen Verkauf nachdenken (selbst wenn dies ein KGV von 14 oder 15 bedeuten würde).

Schauen wir mal, wo die Reise hingeht !!"  

202 Postings, 466 Tage Hermann08Aktienpakete von Bank zu Bank

 
  
    
17.02.19 15:53
Also ich hab auch schon mal Aktien abgegeben von meinem Bankdepot zu einem Empfängerdepot einer anderen Bank, also ein Besitzerwechsel ohne Handelsplattformen zu nutzen. Das geht also.

Ich habe beschlossen, LuS-Aktien nur noch zu Preisen deutlich unter 16 Euro zu kaufen. ...und verkaufen werde ich wohl nichts die nächsten drei Jahre, denn mir gefällt die Gewinndynamik und das Geschäftsfeld.

Was mir aber nicht gefällt ist die Scheinheiligkeit oder besser gespielte Ahnungslosigkeit der Alt-Aktionäre hier auf diesem Forum, die den vorigen Kurssturz nach zwei Rekordquartalen mit "schwülem Wetter" oder "allgemeiner Baissestimmung" verharmlost erklärt haben,.....trotz besseren Wissens.
Unser Forum sollte dazu dienen die user gut zu informieren um Grundlagen für Investitionsentscheidungen zu haben. Die obige detaillierte Beurteilung der Steuerproblematik von hobbytrader ist als solche willkommen und dankenswert, aber kommt gerade von ihm viel,viel zu spät.        

44 Postings, 3297 Tage call66hobbytrader 79

 
  
    
1
17.02.19 17:14
wow! gut aufgearbeitet. sowohl von dir, als auch von Aliberto.
Die Zukunftsszenarien sind realistisch. Allerdings diese mit Wertstellungen zu verknüpfen halte ich für gewagt. Ebenso gewagt finde ich das setzen eines Zeithorizonts  wie Hermann es macht.
Nein, das einzige was zählt, ist auch zukünftig das jeweilige "hier und jetzt"!
Meine Erwartung ist eine weiterhin gute Konjunktur, anziehende Märkte und somit Rückenwind für LuS. Politik- und Steuerprobleme werden sich unter weiteren Schwankungen auflösen.
Unwägbarkeiten sind, dass es nicht so kommt,  dass durch einen Großinvestor wieder die Branche bzw. das Steuermodel gewechselt wird oder dass noch weitere Großnvestitionen erfolgen....

Eine Feststellung muss ich allerdings äußerst kritisch beleuchten: >>...soviel zum Thema ?in fallenden Märkten verdient LuS nichts oder deutlicher weniger? !!)<<
Sie ist faktisch zwar richtig und sogar logisch, wie unser Börsenstar gerade bewiesen hat, aber leider ist der Gedanke nicht zu Ende geführt und wirkt missverständlich.
Denn liegen die Märkte nach dem Fall darnieder, dann brechen die Geschäfte und somit Gewinne und Bewertungen in geradezu erschreckender Form ein.  Verglichen damit ist der jetzige Kurseinbruch nur Kasperletheater. Bedenkt: Die Börse eilt der Entwicklung voraus!
Also brauchen wir weiterhin einen Schuss Glück, einen geschickten Ausstieg oder einen extrem langen Atem. Aber die enormen Chancen werden uns für das Wagnis belohnen!  

161 Postings, 2862 Tage plusminusnullÜbernahmephantasie

 
  
    
17.02.19 20:40
Vielen Dank an Hobbytrader für das Einstellen des Beitrags von Aliberto. Der ist wirklich klasse und präzise analysiert.

Allerdings möchhte ich bezüglich der Übernahephantasie einen Gedenken ergänzen. Für einen möglichen Interessent ist es sicherlich verlockend Lang & Schwarz zu übernehemn für einen einfachen Markeintritt in der börslichen und außerbörslichen Handel. Bei einer kompletten Überheme würde er allerdings auch das Derivategeschäft übernehemn und müsste dieses dann weiterveräußern. Aus Sich von LS macht das es Sinn auf verschiedene Standbeine zu setzen, aber bei einer möglichen Übernahme könnten die verschiedenen Geschäftsfelder hinderlich sein.

Soweit nur als kurze Anmerkung, da das Thema Übernahme ja schon des öfteren aufkam. Aber trotzdem nochmal ganz herzliche Dank für die tolle Analyse.  

85 Postings, 642 Tage nahpetsnochmal zum Thema Steuer

 
  
    
1
18.02.19 09:13
Danke Hobbytrader für das Einstellen dieses Beitrages. Allerdings ist mir noch nicht ganz klar:
Was hat sich im Geschäft bei LuS 2018 im Vergleich zu 2017 geändert. Wieso fallen 2017 (nach neuer Gesetzgebung) gemäß #4316 keine Steuern an (bei angeblich 20 Mio steuerlichem Verlust) und man stellt Steuer auf den eigentlichen Gewinn zurück (was ich vernünftig finde). 2018 sollen dann nach neuer Regelung 12,6 Mio Steuern zu zahlen sein, was ja dann ca. 40 Mio steuerlichem Gewinn + 19 Mio Verlustvortrag also ca. 60 Mio steuerlichem Gewinn (nach neuer Gesetzgebung). entspräche.

Also, nochmal meine Frage: Wie lässt sich das Delta von ca. 80 Mio zwischen 2017 und 2018 erklären, wenn in beiden Jahren die neue Gesetzgebung angewendet wird ?
Irgendwas ist da noch nicht ganz rund oder ich bin zu blöd.
 

60 Postings, 3009 Tage Shortguy@ nahpets

 
  
    
4
18.02.19 10:08

Das Problem bei L&S ist ganz offenbar, dass die Freistellung von Veräußerungsgewinnen aus Aktien nach der o.g. Neufassung des § 8b Abs. 7 KStG [u]anwendbar[/u] ist und nicht mehr die Ausnahme des § 8b Abs. 7 KStG greift, wonach nämlich Gewinne/Verluste aus Aktien bei den dort genannten Unternehmen im Rahmen des Handelsbestands unbeschränkt steuerpflichtig/abzugsfähig sind. Die Freistellung von Veräußerungsgewinnen aus Aktien (§ 8b Abs. 2 KStG) bedeutet nämlich auch, dass [u]Verluste aus Aktienpositionen steuerlich nicht abzugsfähig[/u] sind (§ 8b Abs. 3 KStG). 

L&S wird als Absicherung gegen die Emission von Aktienzertifikaten (und auch Wikifoliozertifikaten) entsprechend hohe Aktienbestände halten. In den Büchern führt dies regelmäßig zu Gewinnen/Verlusten aus den Zertifikaten und (bis auf die Marge korrespondierenden) Gewinnen/Verlusten aus Aktien. Für die Steuerneutralität dieses Geschäfts ist es unabdingbare Voraussetzung dass alle Gewinne/ Verluste aus den Aktienbeständen auch steuerpflichtig/abzugsfähig sind. Andernfalls entsteht möglicherweise ein Mismatch zwischen den steuerpflichtigen Zertifikatsgewinnen und den steuerlich nicht abzugsfähigen Aktienverlusten. Gerade in Jahren mit stark fallenden Aktienkursen (2018 !) ist das fatal. Genau das scheint jetzt eingetreten zu sein.

 

85 Postings, 642 Tage nahpetsja, das könnte passen...

 
  
    
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18.02.19 10:46
? aufgelaufene Verluste bei gehaltenen Aktienbeständen werden steuerlich nicht berücksichtigt.
und 2017 waren es demnach Verluste aus Zertifikaten (die steuerlich anerkannt wurden) und dem gegenüber Gewinne aus Aktien (die nur zu 5% berücksichtigt wurden). Deshalb dann der Verlust 2017. Richtig ?
Wenn man das aber mal weiter spinnt und davon ausgeht, dass die Aktien 2019 (und in den Folgejahren) nicht wieder einbrechen, dann dürfte es 2019 ja eigentlich eine Teil-Auflösung der Steuerrückstellung geben.
Bei gleichbleibendem Geschäft in den Jahren 2017,2018 und 2019 wären also nach alter Gesetzgebung ca. 10 Mio Steuern angefallen (gebildet wurden aber jetzt 12,6 - ich setze mal voraus, die Werte aus den vorgenannten Posts passen) also Auflösung von 2,5 Mio.
Oder, man setzt die neue Regel an, fährt dementsprechend steuerliche Verluste ein (wie 2017), und hat dann einen steuerlichen Verlustvortrag (denn Rücktrag geht nur begrenzt) und zahlt somit in den Folgejahren keine (oder weniger) Steuern.

Das heißt dann aber auch, wir haben 2018 einen Einmaleffekt (wenn es 2019 nicht zum Crash kommt) und in Zukunft gleicht sich das wieder aus, bzw. bei steigenden Aktien reduziert sich die Steuerlast sogar im Vergleich zur alten Regelung. Das würde auch erklären, warum man trotz der Verluste 1,-- Dividende zahlen will.

Das stimmt mich doch jetzt ziemlich positiv langfristig betrachtet und ich werde dann ggf. irgendwann doch noch einmal aufstocken, auf jeden Fall aber auch nicht verkaufen auf dem Niveau.
 

653 Postings, 4657 Tage hobbytrader79Wichtig für mich ist, das das Geschäftsmodell

 
  
    
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18.02.19 11:14
grundsätzlich OHNE steuerliche Betrachtung auf gesunden Füßen steht und das tut es meinermeinung nach sehr gut.

In der Meldung heißt es auch:
"Noch in 2018 wurden Anpassungen der Geschäftsabläufe im Konzern vorbereitet und umgesetzt, um die rechtlichen Unsicherheiten zukünftig weiter zu beschränken."

Daraus schließe ich, das es dieses Jahr entweder eine Klärung mit den Finazbehörden geben wird, oder das Ganze eventuell über eine Auslandstochter abgewickelt wird oder es eine Kooperation, Beteiligung oder ähnliches geben um das Problem zu lösen.

Wenn der steuerliche Sachverhalt geklärt und die Unsicherheit diesbezüglich auch nicht mehr vorhanedn ist, richtet sich der Fokus vielleicht wieder auf die eigentlichen sehr guten Zahlen.  

202 Postings, 466 Tage Hermann08Das zieht sich

 
  
    
18.02.19 13:03
Die Bilanzinformationen die wir jetzt haben werden das ganze folgende Jahr beherrschen. Wie die nächsten drei Quartale verlaufen werden, ist bei diesem Risiko bezüglich der rückwirkenden und zukünftigen Besteuerung und des Erfolgs des Rechtswegs ziemlich unerheblich. Auch die HV wird wohl noch keine Klärung der Rechtslage verkünden können, denn der Rechtsweg ist noch nicht begonnen worden, sondern nur in Aussicht gestellt.

Ich bezweifle auch, ob eine Firma mit einer ungeklärten Rechtslage und einem "millionen-schweren" Prozessrisiko ein guter Übernahmekandidat ist.

Einen Rebound zu alten Höchststäanden erwarte ich erst in mehreren Jahren oder nach einem positivem Gerichtsentscheid. Dann aber heftig!!

Mir langt aber der Euro Dividende um nicht zu verkaufen.      

2897 Postings, 764 Tage KörnigLöschung

 
  
    
19.02.19 08:34

Moderation
Moderator: jar
Zeitpunkt: 19.02.19 09:59
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

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