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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 4021
neuester Beitrag: 10.12.19 17:30
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 100510
neuester Beitrag: 10.12.19 17:30 von: Zanoni1 Leser gesamt: 13903443
davon Heute: 2789
bewertet mit 103 Sternen

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20752 Postings, 5861 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    
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04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Beitrages, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
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100484 Postings ausgeblendet.

42865 Postings, 4203 Tage Fillorkillwenn du das oben "übersetzen" magst

 
  
    
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10.12.19 11:41
Gern. Du untersuchst bekanntlich Desinformationsprozesse im Bereich der Massenmedien, wobei du allerdings die Beziehung zwischen Sender und Empfänger sowohl hierarchisch als auch statisch konstruierst, also Wechselwirkungen und Rückkopplungen unterschlägst. Ein Postmoderner würde dir hingegen sagen, dass der Empfänger an der Definition des gesendeten Contents mindestens massgeblich beteiligt ist, womit sich dann das Gerede von der grossen Manipulation auch weitestgehend in Luft auflöst.

Auffällig ist zudem, dass so kritisch du Desinformationsprozesse der Offiziellen der gebotenen Entlarvung zuführst, so schweigsam bist du, wenn sich dergleichen in den 'alternativen' Medien abspielt - wobei auch die natürlich die Bedürfnisse des Adressaten erfüllen und nicht etwa umgekehrt erst erfinden. Ein schönes Beispiel für letzteres ist nun die Story von der Nasa, die unter Bezugnahme auf die Theorie der Milankovitch Cycles den anthropogenen Anteil am Klima offiziell auf 0 gesetzt habe. Diese Story, August 2019 von einem Hohlerde 'Wissenschaftler' in die Welt gesetzt*,  macht seitdem unter den 'kilmaskeptischen' Migrationsapokalyptikern global die Runde.

Dran ist da natürlich nichts. Um sich davon zu überzeugen genügte ein Click auf die Nasa Hauptseite. Niemand, auch die Nasa nicht, bestreitet nicht-anthropogene Einflüsse auf die Klimaentwicklung. Die Wissenschaft bestreitet, dass diese Einflüsse kausal für die Klimaveränderung der letzten Jahrzehnte sein können. Der Faktor Zeit ist dabei der entscheidende, wie bereits SEE weiter oben zu erläutern versucht.

* Radio personality Hal Turner ran a segment on Aug. 8, 2019, that purported to report on an admission from NASA that climate change does not occur from human-made factors. This journalistic ?scoop? did not come from a whistleblower or leaked documents, Turner stated, but from a 20-year-old educational feature on NASA?s publicly accessible online magazine, Earth Observatory...This story was picked up by the website Natural News, where it gained further virality....

https://www.snopes.com/fact-check/nasa-climate-change-admission/

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'at any cost'

18516 Postings, 4893 Tage Malko07#100484: Vor jedem Schlafzimmerfenster

 
  
    
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10.12.19 11:43
eine Windmühle macht das Leben auch nicht unbedingt erstrebenswert. Wasserstoff wir heute immer noch aus Wasser unter der Hilfe von Strom hergestellt. Und bekanntlich müssen sich hinter den entsprechenden Steckdose die entsprechenden Kraftwerke befinden. Ich wies schon darauf hin dass wir mit alternativer Energieerzeugung ca. die Hälfte unseres heutigen Stromverbrauchs herstellen und dieser nur ca. 6% unseres heutigen Energieverbrauchs darstellt. Es müssen also für ca. 97% (96 + 3) des Energieverbrauchs andere Methoden der Erzeugung als heute gefunden werden um CO2-neutral zu werden. Dazu kenne ich kein Konzept sondern nur Zieljahre in denen es erreicht werden soll und kindische Vorschläge die alle nicht schlüssig sind. Übrigens auch mit Atomenergie wäre das nicht zu erreichen.

Nicht grundlos steigt die CO2-Produktion bei uns und weltweit weiter von Jahr zu Jahr und die Drohung mit dem baldigen Weltuntergang ist menschenverachtend. Um die angestrebten Ziele zu erreichen würde es nicht reichen wenn die Menschheit nicht mehr weiter wächst, nein sie müsste schnell und erheblich schrumpfen. So etwas können nur stalinistische oder nazistische Gehirne angehen. Also diesmal ein neuer Pol Pot für die gesamte Erde?  

42865 Postings, 4203 Tage Fillorkill* Hal Turner

 
  
    
10.12.19 11:46
Harold Charles "Hal" Turner (born March 15, 1962) is an American far-right political commentator from North Bergen, New Jersey. Turner's viewpoints typically encompass Holocaust denial,[1] conspiracy theory, white supremacy,[citation needed] and have included calls for assassination of government officials. In August 2010, he was convicted for making threats against three federal judges with the 7th U.S. Circuit Court of Appeals, for which he spent two years in prison.

https://en.wikipedia.org/wiki/Hal_Turner
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'at any cost'

18516 Postings, 4893 Tage Malko07#100485: Dezentral

 
  
    
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10.12.19 11:59
In der Praxis stimmt es nicht. Der Windstrom wird hauptsächlich im Norden erzeugt und die stromverbrauchende Industrie sitzt hauptsächlich in Süddeutschland. Deshalb sind wahnsinnige neue Stromtrassen notwendig um den Strom zum Verbraucher zu bringen und auf dem gesamten Wege gibt es Proteste dagegen am laufenden Band. Was darin dezentral und sicher sein soll erschließt sich mir nicht. Unser heutiges Netz ist übrigens in Bezug zu Großkraftwerken konzipiert. Nicht grundlos werden momentan z.B. in Bayern große Gaskraftwerke gebaut weil es mit dem Wind nicht funktioniert und die Atomkraftwerke ein Abschaltdatum haben. Damit wird die CO2-Produktion weiter ansteigen. Und weil wir immer öfters kurz vor einem Blackout stehen und deshalb teuer Strom bei unseren Nachbarn kaufen müssen fördern wir die Elektromobilität. Allerdings werden diese ihren Strom demnächst für ihre eigene Elektromobilität brauchen. Toll! Tolle Träume!  

18516 Postings, 4893 Tage Malko07Der Klimakiller aus dem Umspannwerk

 
  
    
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10.12.19 12:08
Die zunehmende Stromproduktion aus erneuerbaren Energien macht immer neue Umspannwerke notwendig. In diesen Schaltstellen kommt ein extrem klimafeindliches Isoliergas zum Einsatz: SF6. Es ist 23.500-mal schädlicher als CO2.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus204172242/...-dem-Umspannwerk.html  

5702 Postings, 4845 Tage VermeerDa hast du glaub ich recht Malko

 
  
    
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10.12.19 12:08
Windstrom-Trassen nach Süden bauen nur weil man im Süden nicht genug Strom erzeugt, das kann es nicht sein. Wenn man im Norden viel Windstrom ernten kann, wird man das natürlich möglichst tun. Aber das Netz *soll* dezentral funktionieren, das meinte ich. Und dass das Netz für Großeinheiten konzipiert ist, ist gerade ein Erbe aus dem AKW-Zeitalter. Daher sagte ich, es ist eine andere Netzstruktur erforderlich. Das wird ein technologisch führender Standort wie Deutschland ja wohl hinkriegen...  

12470 Postings, 2300 Tage deuteronomiumMalko 10.12.19 11:43

 
  
    
10.12.19 12:26
ja, wir sind zu viele auf dem Raumschiff Erde. China hat es doch vor gemacht + hat ganz gut funktioniert. Nur das müssen alle
Staaten machen + regulieren.
Kernenergie abzuschaffen ist Merkels spontaner Einfall. Sie braucht doch nicht mal Angst zu haben, hat doch eine Villa in Südamerika,
gleich neben Busch.
Kernenergie kann den Energiebedarf locker abdecken, dazu kommt noch Wasserkraft, Erdwärme. Den Scheiß von den "Grünen" + der
Nachhaltigkeit benötigt kein Mensch.

übrigens waren wir 1960 . .

"1804 überschritt die Weltbevölkerung eine Milliarde Menschen und ein rapides Bevölkerungswachstum setzte ein. Innerhalb des 20. Jahrhunderts hat sich die Weltbevölkerung fast vervierfacht. 1927: 2 Milliarden, 1960: 3 Milliarden, 1974: 4 Milliarden, 1987: 5 Milliarden 1999: 6 Milliarden und 2011: 7 Milliarden Menschen."  

12470 Postings, 2300 Tage deuteronomiumMerkel s Folgen CDU/SPD

 
  
    
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10.12.19 12:31
"40 Messer-Taten in Deutschland an einem Wochenende
Angesichts der Vielzahl an Straftaten an nur einem Wochenende ist es blanker Hohn, wenn Haltungsmedien die Nachricht verbreiten, „Deutschland würde Jahr für Jahr sicherer werden“. Das „Beste Deutschland, das wir jemals hatten“ (Zitat: Joachim Gauck) versinkt Tag für Tag mehr in brutalster Messergewalt."  

18516 Postings, 4893 Tage Malko07#100491: Ich verstehe nicht wie

 
  
    
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10.12.19 13:30
eine dezentrale Netzstruktur den Windstrom aus dem Norden in den Süden bringen soll. Und mit Wind ist im Süden nicht viel los. Unbezahlbar! Es braucht wohl die Mammuttrassen welche die Bevölkerung nicht will. Und offen bleiben immer noch weit über 90 % CO2-freie-Energieproduktion bei einem noch so massiven Ausbau von Sonne- und Windenergie. Die Ansprüche decken sich nicht mit den Möglichkeiten.  

58087 Postings, 5696 Tage Anti Lemming# 478 - Hat Lemming den Humor verloren?

 
  
    
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10.12.19 13:42
Nein, hat er nicht, siehe # 475.

Mein # 474 diente der hämischen Belehrung, die zumindest auf mich ebenfalls erheiternd wirkt.

Zu Fill # 483: Ich bin nicht sicher, ob ich mich bei den Postmodernen eingemeinden lassen sollte. Allerdings deckt sich mein Zweifel an dieser Einordnung mit deiner Definition von "postmodern" - die freilich falsch sein könnte.

Und ach, es schlägt ja auch ein nicht zu knappes Hayek-Herz in meiner Brust.  

551 Postings, 207 Tage SEEE21Die nördlichen Bundesländed überlegen

 
  
    
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10.12.19 13:59
ja bereits, ob sie ob ihrer Lage in die Wasserstoffwirtschaft einsteigen sollen. Dann bräuchte man auch keine Trassen in den Süden.
Der Süden kann dann ja seine Atomkraftwerke und seinen Atommüll behalten.

Ich halte es jedoch für bedenklich, wenn Szenarien (mehr ist es auch nicht) von der Wissenschaft von einer Minderheit bezweifelt wird und deshalb verworfen werden sollen. Was ist daran Menschenfreundlich? Treffen die Worstcase Szenarien ein braucht es keinen Polpot, das erledigen die Umstände ganz von alleine. Wäre Tötung wegen Unterlassung in Milliarden von Fällen.  

6141 Postings, 4563 Tage relaxedNach dem modern ist man vermodert

 
  
    
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10.12.19 14:08
... der Zustand "postmodern" ist deshalb nur bedingt erstrebenswert.
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Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.

6141 Postings, 4563 Tage relaxed#100496 Die nördlichen Bundesländer

 
  
    
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10.12.19 14:11
müssen nichts mehr überlegen, die sind bald Land unter und dann die Offshore-Windparks der südlichen Bundesländer.
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Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.

42865 Postings, 4203 Tage FillorkillDer Klimakiller aus dem Umspannwerk

 
  
    
10.12.19 14:12
Die Figur ist immer dieselbe und geht so: Weil andere oder wir selbst in der materiellen Reproduktion die Atmosphäre bislang mit Treibhausgas anreichern, seien Massnahmen die auf eine Veränderung zielen 'komplett widersprüchlich', deshalb 'religiös' und führten letztenendes zu 'Pol Pot'. Eine Art negativer Tautologie, die mal ernst genommen jede Evolution ausgeschlossen hätte. Zum Klimakiller Schwefelhexafluorid kann man folgendes lesen:

..Schwefelhexafluorid (SF6) mit seinem sehr hohen Treibhauspotenzial wird in Schaltanlagen zur Isolation und Löschung eingesetzt. Im Rahmen einer Selbstverpflichtung konnten die Emissionen des stärksten bekannten Treibhausgases deutlich gesenkt werden...Das Umweltbundesamt ist der Auffassung, dass es ausreichend Alternativen für SF6 in neuen Mittelspannungsschaltanlagen (? 24 kV) gibt. Es wird sich daher, im Rahmen der Überprüfung des Anhangs III der Verordnung (EU) 517/2014, für ein Verbot von SF6 in neuen sekundären Mittelspannungsschaltanlagen für diese Spannungsebenen mit einer angemessenen Übergangszeit einsetzen...

https://www.umweltbundesamt.de/themen/...sionsminderung/schaltanlagen
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'at any cost'

46603 Postings, 3322 Tage boersalinoWelche Rolle spielen Mikroorganismen?

 
  
    
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10.12.19 14:13
Die Mikroben gehören zu den eisbildenden Organismen und sind so leicht, dass sie von der Luftströmung bis in große Höhen getragen werden können. In der Atmosphäre wirken sie dann als Kristallisationskeime, indem sie für unterkühltes Wasser sorgen und so die Bildung von Schneeflocken auslösen.
https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/...-Schnee-sorgen-sollen.html

Durch diese Eisminus-Bakterien können die Eisplus-Bakterien nicht mehr aktiv werden. Wir vernichten also die Eisplus-Bakterien nicht. Wir wollen diese Bakterien auf zwei Arten inaktivieren: Durch physikalische Unterdrückung und durch physiologischen Nahrungsentzug.? Auf den Blättern der Pflanze kämpfen die Eisplus- und die Eisminus-Bakterien um die Vorherrschaft. Die natürliche Anzahl der Eisminus-Bakterien reicht aber nicht aus, um die Eis bildenden Eisplus-Bakterien in ihrer Aktivität zu bremsen.
https://www.deutschlandfunk.de/...e.676.de.html?dram:article_id=19982  

42865 Postings, 4203 Tage Fillorkillein nicht zu knappes Hayek-Herz in meiner Brust

 
  
    
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10.12.19 14:19
Das ist ja furchtbar. Das wäre wie Sarrazin in der Genetik und eigentlich nur noch vergleichbar mit Leuten,  die den Gehirnhälftenkäse verbreiten. Oder muss ich das dialektisch sehen ?
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'at any cost'

58087 Postings, 5696 Tage Anti LemmingMeine Abrechnung mit Hayek

 
  
    
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10.12.19 14:29
Sorry, Zanoni, aber das Folgende muss jetzt einfach mal raus:

Ich halte Hayek für einen marktliberalen Sozialdarwinisten. Er überträgt Darwins Kategorien der "natürlichen Selektion" - dem Sujet und dem Zeitgeist unangemessen - auf die Märkte.

Hayek hat zwar mMn insofern recht, als "der Markt" eine hervorragende Bewährungsprobe/Lackmustest für (Schnaps-)Ideen aller Art ist. Was nichts taugt, weil der Markt es nicht akzeptiert (keine Käufer), scheitert eben. In dem Punkt gibt es auch Parallelen zur Evolution. (Mutationen erzeugen beim Menschen in 99 % der Fälle Behinderte und nur in 1 % der Fäll neue Genies).

Ohne Käufer erweist sich eine scheinbar geniale Idee im Nachheinein als töricht. Diese Bewährungsprobe fehlt z. B. in Planwirtschaften, weil dort auch törichte Ideen (der Bürokraten/Funktionäre) zur Massenproduktion führen - gegen die eigentlichen Interessen und Bedürfnisse der Endabnehmer.

Eine solche Schnapsidee war aber auch der Euro. Und die planwirtschaftliche Rettungsaktionen der EZB und der EU-Kommission (Rettungschirme) zur Bewältigung der (absehbaren) Spätfolgen zeigen, dass der Euro unter Marktkriterien keine Chance gehabt hätte. Auch hier stimmt ich Hayek zu. Faule Geschäft, basierend auf faulen Ideen, müssten auch SCHEITERN dürfen. Diese Scheitern (inkl. Banken-/Firmenpleiten) ist laut Schumpeter sogar eine kreative Reinigung.

Es gibt aber umgekehrt auch scheinbar törichte Ideen, die im Nachhinein durch ihren Markterfolg "geheiligt" werden. Das sind Ideen, die
z. B. die um Finanzierung gebetenen Banken hinsichtlich der Geschäftsidee als "völligen Käse" einstufen. Stattdessen kommt dann eine Privatfinanzierung (Risikokapital), und siehe da - die Nachfrage ist am Ende doch da, und viel stärker als von den skeptischen Bankern (die ebenfalls oft Bürokraten sind) geglaubt. So war es zum Beispiel beim "Minitatur-Wunderland Hamburg" das anfangs keine Bank finanzieren wollte, inzwischen aber zur einer der  bedeutenden Tourismusattraktionen Hamburgs geworden ist.

https://www.hamburg.de/miniatur-wunderland/

Der Markt ist daher ein probates Mittel, um Weizen von der Spreu zu trennen.

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Allerdings resultiert als Quintessenz aus Hayeks Denkens eine neoliberale Hartherzigkeit, die sich gegen Altruismus und Sozialismus stellt - da diese angeblich die Märkt gefährden. Und in dem Punkt setzt auch meine Kritik an. (Details im Text unten).

Zentraler Punkt meiner Kritik an Hayek ist, dass es sich damit in Widerspruch zu sich selbst begibt. Denn wenn "der Markt" alles regeln kann, wie Hayek ja glaubt, dann kann er womöglich auch mit Altruismus und Sozialismus "umgehen".

Die Groko ist nicht ohne Grund - zum Verdruss vieler Rechter - inzwischen "linksgrün-versifft". ;-) In Merkels Marktwelt war und ist offenbar noch Platz für Empathie und Altruismus. Hayek ist in diesem Punkt viel zu rigide und gestrig. Wenn das Marktprinzip so gut ist, muss es seine "Versuchungen" aushalten.

Ein gutes Beispiel bzw. Gegenbeispiel ist China, dass zwar eine KP-Planwirtschaft betreibt, aber mit Huawei und vielen anderen Firmen (z. B. Lenovo) führende und mächtige Global Player hervorgebracht hat. Huawei ist inzwischen sogar so stark, dass die Amis sich aus Konkurrenzangst genötigt sehen, Huawei zu "verbieten". Die angeblichen "Sicherheitsbedenken" tragen mMn übrigens planwirtschaftliche Züge, ebenso wie Trumps Protektionismus, der ja ebenfalls den freien (Welt-)Markt einschränken soll.

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Was bedeutet dies für die Zukunft bzw. für den Weg/die Ziele der Menschheit?

Vielleicht könnte den Weg zur sozialistisch-altruistischen Gesellschaft - wie er u. a. Marx vorschweebte - auch so beschreiben:

1. Der Affe wurde (dank Darwin Evolution) zum Menschen

2. Der neoliberale Markt hatte eine glorreiche Vergangenheit (Danke, Herr Hayek). Nun aber entwickelt er sich aufgrund von Marktgesetzen (also quasi darwinistisch) zur sozialen Marktwirtschaft. Der Raubtierkapitalismus (rheinisch-kapitalistischer "Affen"-Kult, auch in der Nazizeit) mutiert zum (markt-)gesünderen Merkel-Kapitalismus, der bei den Wahlbürgern zumindest den Anschein von sozialer Verantwortung weckt (und sei es auch nur, um damit demagogisch den Raubtierkapitalismus über die Runden zu retten).

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Hier ein längeres Zitat zu Hayek. Die problematischen Konsequenzen hab ich am Ende FETT hervorgehoben:

https://www.blickpunkt-wiso.de/post/...als-gerecht-ansehen--2223.html

Die soziale Frage bei Hayek

...Wie für alle Neoliberalen, steht auch für Hayek »der Markt« im Mittelpunkt. Dabei interessieren ihn nicht konkrete Märkte ? wie beispielsweise die für Fruchtjoghurt, Mobilitätsdienstleistungen oder Heroin. Ihn interessiert vielmehr »der Markt« als abstrakte Konzeption eines gesellschaftlichen Mechanismus, der Menschen Handlungsanleitungen gebe (Ötsch/Pühringer 2015) und Gesellschaft organisiere: Der Markt belohnt diejenigen, deren Handeln und Entscheidungen den größten Nutzen für andere entfalten, so Hayek. Dies funktioniere über Preise: Diese signalisierten den Nutzen, den eine Ware oder Dienstleistung, eine Qualifikation oder Tätigkeit für andere habe. Sie zeigten hierdurch den Menschen, was zu tun und zu lassen sei. Märkte machten auf diese Weise weit verstreutes, dezentrales Wissen nutzbar (Hayek 1981a: 104, 160-161). Dabei seien Märkte effektiver, effizienter und freiheitlicher als jede zentrale Planung. Gesellschaft und Ökonomie seien viel zu komplex, als dass sie von einzelnen Menschen, von Organisationen oder Regierungen ausreichend verstanden und gelenkt werden könnten (Hayek 1996: 11; 1981b: 95-110).

Der Markt als überlegener Mechanismus, um Ökonomie und Gesellschaft zu organisieren, habe sich in langen historischen Prozessen entwickelt und durchgesetzt. Diese Prozesse erklärt Hayek evolutionstheoretisch: Je stärker menschliche Individuen, Gruppen und Gesellschaften Marktprinzipien angewandt und damit verbundene Anschauungen und Fertigkeiten entwickelt hätten, desto erfolgreicher seien sie in der Konkurrenz mit anderen Gruppen und Gesellschaften gewesen. Die Marktprinzipien selbst fanden immer weitere Verbreitung, weil sich zum einen ihre ursprüngliche Trägergruppe aufgrund des evolutionären Vorteils gegenüber anderen durchsetzen konnte, zum anderen, weil andere Gruppen Marktprinzipien als Vorteil erkannten und übernahmen. Auf diese Weise habe sich ein umfangreiches Bündel an Regeln und Normen entwickelt, das die Menschen befolgten. Ohne dies im Detail wirklich verstanden zu haben, oft ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein, habe ihnen dieses anpassende, marktkonforme Verhalten Ordnung und Wohlstand gebracht (Hayek 2005: 78; Hayek 1996: 21-26; Jankowski o.J.).

Entscheidend ist, dass Hayek hinter diesem evolutionären Prozess keine bewusste und zentrale Lenkung sieht, und auch keinen göttlichen Beweger. Die Traditionen und Regelwerke, die die Menschen entwickelten, seien vielmehr

   »Ergebnis eines Vorgangs der Selektion aus irrationalen oder vielmehr ?nicht begründeten? Glaubenssätzen, die ohne irgendjemandes Wissen oder Absicht die Vermehrung derjenigen begünstigten, die sich an diese hielten [...] Der Selektionsprozeß, in dem sich Sitten und Moralvorstellungen ausprägten, konnte mehr Tatsachen berücksichtigen, als der Mensch wahrnehmen konnte, und infolgedessen ist die Tradition in mancher Hinsicht dem menschlichen Verstand überlegen [...].« (Hayek 1996: 80).

Über den in diesem Zitat durchscheinenden Irrationalismus ? die Absage an die rationale Begründbarkeit und Veränderbarkeit gesellschaftlicher und ökonomischer Verhältnisse ? wird gleich noch zu sprechen sein. Interessant ist hier zunächst ein Zweites: Für Hayek hängen »Sitten und Moralvorstellungen« sowie der Selektionsprozess, der im Ergebnis auf »den Markt« hinausläuft, eng zusammen. Dieser Gedanke ist empirisch durchaus nachvollziehbar: Im Kapitalismus ist der Markt hochgradig moralisch aufgeladen, im neoliberalen Kapitalismus ganz besonders. Das Streben nach (Markt-) Erfolg als Lebensmaxime, die moralisierende Beschimpfung angeblich fauler Erwerbsloser und der enge Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Position und gesellschaftlicher Anerkennung eines Menschen seien beispielhaft genannt.

Eine gänzlich andere Frage ist es gleichwohl, wie man diese enge Verknüpfung von Markt und Moral beurteilt. Hayek hält sie für einen gesellschaftlichen Fortschritt: Sie mache den Markt überhaupt erst möglich und gewährleiste damit Freiheit und Wohlstand gleichermaßen. Freiheit, weil nur der Markt sicherstelle, dass »jeder sein Wissen für seine Zwecke verwenden kann.« Und Wohlstand, weil die vielen individuellen Wissensbestände durch den Markt in zugleich kollektiv nützlicher Weise Verwendung finden. Marktgesellschaften (Hayek spricht von »spontanen Ordnungen«) sind aus dieser Sicht ein Telos menschlicher Evolution und Geschichte ? ein bedrohtes allerdings: Denn während er die Vergangenheit als ein stetiges Fortschreiten hin zu Markt, Marktregeln und Marktmoral beschreibt, sieht er diese in der Gegenwart gefährdet. Menschliche »Instinkte« wie Solidarität und Altruismus, die in urzeitlichen Kleingruppen eine wichtige Funktion gehabt hätten, kämen heute wieder durch. Sie gefährdeten den Markt und seien gänzlich unzeitgemäß. In ihrer politischen Form ? insbesondere Wohlfahrtsstaat und Sozialismus ? bedrohten sie die evolutionären Fortschritte der Menschheit (Hayek 1996)  

58087 Postings, 5696 Tage Anti Lemming# 501

 
  
    
10.12.19 14:31
Mein zugegeben längliches Posting # 502 war schon (fast zu Ende) geschrieben, als du dein nunmehr überflüssiges # 501 rausgehauen hast.  

42865 Postings, 4203 Tage Fillorkillschluck

 
  
    
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10.12.19 14:32
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'at any cost'

5702 Postings, 4845 Tage Vermeerdie Intelligenz des Marktes

 
  
    
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10.12.19 14:43
erleben gerade wir ja täglich an der Börse. Ich muss sagen, meine Ehrfurcht hält sich sehr in Grenzen.  

2123 Postings, 1136 Tage Qasarauch dezentrale Netze haben Wechselstrom

 
  
    
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10.12.19 14:48
auch Drehstrom genannt, der einen definierten sinusförmigen Phasendurchgang benötigt.
Nur in Großkraftwerken kann so ein Normstrom erzeugt werden.
Mit großem Aufwand geht das auch in zusammengeschalteten Windparks.

Solarenergie ist grundsätzlich nicht dazu in der Lage, da dessen Gleichstrom von Wechselrichtern in die Sinusform gepresst wird. Der Wechselrichter benötigt einen Stromanschluss, dessen Kurve er abgreift und den Gleichstrom daran annähert. Mit Verlust natürlich.
Mit Gleichstrom wäre besser Wasserstoffelektrolyse zu betreiben. Batteriespeicher geben ebenfalls Gleichstrom ab.

Ende Juni, in einem der beiden heißesten Wochen des Jahres, fiel derart viel Sonnestrom in D an, dass das Netz aufgrund des unsauberen Phasenverlaufs fast zusammenbrach. Die größten Anlagen mussten vom Netz und mit Hilfe ausländischem, phasengenormten Drehstroms das deutsche Netz stabilisiert werden. Es war 5 vor 12 vor totalem Blackout.

Wer daraus lernen will, lernt, dass die regenerative Energien Sonne und Wind zwei Nachteile haben:
-keine Grundlastversorgung
-kein phasengenauer Drehstrom  

58087 Postings, 5696 Tage Anti LemmingEhrfurcht vor dem Markt und vor der Geschichte

 
  
    
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10.12.19 14:53
Es gibt Historiker, die Hitlers Nazi-Irrweg als notwendigen (und letztlich indirekt zielführenden) "Zack-Ausreißer" im schlingernden Zick-Zack-Kurs der Geschichte interpretieren, die so oder so in der sozialistischen Weltherrschaft enden wird.

Und dabei könnten - Hayek indirekt recht gebend - sogar "Marktkräfte" eine evolutionär bedeutsame Rolle spielen.

Man sehe sich nur staunend die Entwicklung in KP-China an.  

2123 Postings, 1136 Tage Qasar#505 Das ist ja auch kein normaler Markt

 
  
    
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10.12.19 15:20
wenn Notenbanken direkt Anleihen aller Art und indirekt Aktien mit ihrem Fiatgeld kaufen.
Das ist ein aufgeblasenes Etwas, das viele Medikamente benötigt.
 

58087 Postings, 5696 Tage Anti Lemmingkein normaler Markt

 
  
    
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10.12.19 15:59
Richtig, die Zentralbanken-Aufkäufe von Anleihen (QE) sind eine jener Verrenkungen, in denen Hayek-Marktgläubige zu den von ihnen (eigentlich) gehassten sozialistischen Methoden (Planwirtschaft) greifen. Bei QE gelten die planwirtschaftliche Methoden jedoch als statthaft, sollen sie doch die heilige Kuh - den überlebten Neoliberalismus - vom Eis retten.

QE kauft freilich nur ein paar Runden Zeit, die - bis auf weiter steigende Neuverschuldung - ergebnislos verstreichen wird.

Meine Erwartung: Mit der Zentralbanken-Blase wird auch auch die "Neolib-Blase" platzen, die auf unhaltbarer Verschuldung basiert.

 

9015 Postings, 2897 Tage Zanoni1Ich kann mir nur schwer vorstellen,

 
  
    
10.12.19 17:30
dass sich Hayekianer finden ließen, die die gegenwärtige Politik der Notenbanken verteidigen oder gar  gutheißen würde.

Al, Deine Gedanken weiter oben sind mir übrigens keineswegs unsympatisch, ich meine allerdings dass Du Hayek da in vielerlei Hinsicht unrecht tust, bzw. zu missverstehen scheinst. Ich würde da gerne näher im Einzelnen auf Deine Kritik eingehen, mir fehlt dafür allerdings unglücklicher Weise gerade die Zeit und auch ein bisschen die Muße.

Das Thema läuft uns aber sicher nicht weg....
;-)  

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