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Der USA Bären-Thread

Seite 5546 von 5562
neuester Beitrag: 20.01.20 09:37
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 139032
neuester Beitrag: 20.01.20 09:37 von: Pendulum Leser gesamt: 15975372
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4025 Postings, 3463 Tage Murmeltierchensteinhoff

 
  
    
29.11.19 09:44
habe mich bereits vor monaten bei 0,17? festgelegt - wie es immer so ist short geht nur wo ich long bin...  

12278 Postings, 4561 Tage wawiduzu # 8624

 
  
    
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29.11.19 15:47
Zu JPM noch folgende Hintergrundinfo:

In den ersten drei Quartalen 2019 hatte JPM ein negatives Cash Flow aus dem Operativen Geschäft von deutlich über 100 Mrd USD. Im gleichen Zeitraum wurden eigene Aktien im Wert von rund 20 Mrd. USD rückgekauft. In den Quartalsberichten wurden EPS gemeldet, die weit über den Schätzungen lagen (erhebliche Anstiege gegenüber 2018)!? Aktuelle MK: 414 Mrd. USD - aktuelle Schulden: über 600 Mrd. USD. (Quelle: finance.yahoo)  
Angehängte Grafik:
jpm_20jw.png (verkleinert auf 60%) vergrößern
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427 Postings, 579 Tage birkensaft@wawidu

 
  
    
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29.11.19 15:53
Da juckt es in den Fingern...  

12278 Postings, 4561 Tage wawiduGeldpolitik auf tönernen Füßen

 
  
    
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29.11.19 15:54

12278 Postings, 4561 Tage wawiduFED: Repo-Daten

 
  
    
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29.11.19 17:57

1959 Postings, 625 Tage walter.eucken@murmeli

 
  
    
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29.11.19 20:03
ja, da steh ich in etwa auch.hab viel zu früh ins fallende messer gegriffen. jeder weiss, man soll warten bis ein boden gefunden ist und dann kauft man doch wieder zu früh. und, obwohl man nie nachkaufen sollte um zu verbilligen hab ich es natürlich trotzdem getan. wenigstens habe ich dir mir selbstgesteckte maximalgrösse für eine einzelne position nicht überschritten.

fazit: der mensch ist impulsgetrieben und keine vernunftmaschine, da bin ich keine ausnahme. ist an der börse nicht unbedingt hilfreich......  

12278 Postings, 4561 Tage wawiduInteressante Fundsache zu J.P.Morgan

 
  
    
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29.11.19 21:53

427 Postings, 579 Tage birkensaft@walter

 
  
    
30.11.19 00:30
Man muss aber auch sagen, dass bei Steinhoff in den letzten fast zwei Jahren so viele Böden vermeintlich gefunden wurden, die dann doch nicht gehalten haben, dass es nicht mehr feierlich ist. Plus Blitz-Shortattacke in der es für Sekunden auf 1.5 Cent(?) ging...  

58886 Postings, 5737 Tage Anti LemmingUSA: Schneeballsystem Autokredite

 
  
    
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30.11.19 13:59
Jetzt bemerkt sogar SPON was.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/...as-naechste-blase-a-1298698.html

Wenn der Traum zum Albtraum geworden ist, dann ist Jonathan Goldsmith Cohen am Zug. Der Konkursanwalt in New Jersey berät Amerikaner, denen die Schulden über den Kopf gewachsen sind. Und das sind viele.

In letzter Zeit schlägt sich Goldsmith Cohen mit einem Phänomen herum, das es früher nicht gab: Viele Leute finanzieren den neuen Flitzer oder Pick-up, den sie sich eigentlich nicht leisten können - mit Krediten, die bis zu sieben Jahre laufen. Die monatlichen Raten scheinen erschwinglich. Doch wenn sie dann ein paar Jahre später das Nachfolgemodell bestellen, ist noch nicht einmal der alte Kredit abbezahlt.

Es ist eine Art Schneeballsystem, das irgendwann unweigerlich kollabiert. Dann sitzen die überschuldeten Käufer verzweifelt im Büro von Goldsmith Cohen im Städtchen Tinton Falls....  

58886 Postings, 5737 Tage Anti LemmingDroht ein Banken-Crash in China?

 
  
    
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30.11.19 14:29
Gefahr droht u. a. von der Tewoo Group - einer Tradingbank mit 17.000 Angestellten, die auf Listenplatz 132 in der renommierten "Fortune 500"-Liste zu finden ist. Diese Bank ist in chin. Staatsbesitz (lokale Regierung).

Im April senkte Fitch das Kreditrating von Teewoo Group innerhalb von 11 Tagen um 7 Stufen von BBB auf B-. Die Bonds (Charts unten) haben sich halbiert.

Es ist das erste Mal, dass eine größere chin. Firma im Staatsbesitz derart massive Probleme bekommt (siehe unten, letzter Satz).

Bei kleineren chin. Banken gab es innerhalb der letzten zwei Wochen zwei Bankruns.

https://www.zerohedge.com/economics/...default-state-owned-enterprise

Something is seriously starting to break in China's financial system.

Three days after we described the self-destructive doom loop that is tearing apart China's smaller banks, where a second bank run took place in just two weeks - an unprecedented event for a country where until earlier this year not a single bank was allowed to fail publicly and has now had no less than five bank  high profile nationalizations/bailouts/runs so far this year - the Chinese bond market is bracing itself for an unprecedented shock: a major, Fortune 500 Chinese commodity trader is poised to become the biggest and highest profile state-owned enterprise to default in the dollar bond market in over two decades.

In what Bloomberg dubbed the latest sign that Beijing is more willing to allow failures in the politically sensitive SOE sector - either that, or China is simply no longer able to control the spillovers from its cracking $40 trillion financial system - commodity trader Tewoo Group  - the largest state-owned enterprise in China's Tianjin province - has offered an "unprecedented" debt restructuring plan that entails deep losses for investors or a swap for new bonds with significantly lower returns.

Tewoo Group is a SOE conglomerate, owned by the local government and operates in a number of industries including infrastructure, logistics, mining, autos and ports, according to its website. It also operates in multiples countries including the U.S., Germany, Japan and Singapore. The company ranked 132 in 2018?s Fortune Global 500 list.... it had an annual revenue of $66.6 billion, profits of about $122 million, assets worth $38.3 billion, and more than 17,000 employees as of 2017, according to Fortune?s website.

As one can deduce from the above chart, the first time Tewoo Group?s financial difficulties emerged was in April when it sought debt extension from its lenders on its offshore, dollar bonds and sold copper below market rates amid a cash crunch. At that time, Fitch Ratings - the only rating agency to appraise the company's credit standing - slashed the company?s credit score first from BBB to BBB- on April 18, and then by a whopping six notches, from BBB - to B- on April 29, to reflect its weak liquidity and higher-than-expected leverage.

According to Bloomberg the company has proposed an exchange/tender offer on the three dollar bonds due to mature over the next three years, as well as a perpetual note. What makes what would otherwise be a mundane exchange offer in the US, is that this is the first ever distressed plan of its kind from a state-owned Chinese firm.  
Angehängte Grafik:
tewoo_group_bonds.jpg (verkleinert auf 49%) vergrößern
tewoo_group_bonds.jpg

427 Postings, 579 Tage birkensaftGestern etwas

 
  
    
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30.11.19 14:41
über hypothetische Aktienkäufe der EZB gelesen (ich befasse mich gerade mit den Maßnahmen, die von den verschiedenen Notenbanken zu erwarten sein könnten). Das hat mich vor die Frage geführt, welche Konsequenz das wohl hätte? Da es die Nachfrage dann global am Markt gibt, dürfte das einen Absturz wohl bremsen, allerdings auch den Euro weiter drücken (die Nachfrage würde ja überall entstehen, allerdings würden nur frisch gedruckte Euro zum Kauf angeboten werden --> Abwertung des Euro?). Natürlich ist es auch möglich, dass sich die Notenbanken bei solchen Aktionen abstimmen würden, um solche Effekte zu vermeiden. Dann stellt sich noch die Frage, wann würden Sie eingreifen? Beim Markt, der bereits nachgegeben hat oder gar präventiv, um Kettenreaktionen zu vermeiden? Und welche Aktien würden wohl gekauft werden?
Bin gespannt, wie das alles ablaufen wird, die Richtung dürfte aber klar sein. Der Ausspruch "We Should Be Happier to Have a Job Than to Have Our Savings Protected" von Lagarde, lässt erahnen wo die Reise hingeht. Das lässt mich insofern den Kopf schütteln, weil die zu erwartenden Maßnahmen der EZB letztlich die Equity-Besitzer (und damit eher die Vermögenden und Unternehmen) schützt. Und übrigens gab es in der DDR auch keine Arbeitslosen, das allein kann also nicht das Maß der Dinge sein. Vielleicht ist die Skepsis in Deutschland auch deshalb größer. Dem Ganzen liegt irgendwie die Milchmädchenrechnung "billiges Geld führt automatisch zu Wachstum" zu Grunde. Dass für Wachstum neben Geld aber auch noch Arbeitskraft, Ressourcen, Innovation, Infrastruktur und Energie benötigt werden (und bestimmt noch einige andere Sachen), wird von Notenbänkern irgendwie ausgeblendet. Vielleicht sollte man sich mal überlegen, dass künstlich am Leben gehaltene Wirtschaftsaktivität Kapazitäten genau bei Arbeitskraft, Ressourcen, Infrastruktur und Energie blockiert (s. DDR-Phänomen). Wenn die Straßen von LKWs von unwirtschaftlichen, schuldenfinanzierten Firmen verstopft werden, die mühsam ausgebildeten Arbeitskräfte wirtschaftlich sinnlose Tätigkeiten verrichten und unrentable Firmen den Energiebedarf steigern, muss man doch eigentlich einmal nachdenken, oder?  

58886 Postings, 5737 Tage Anti LemmingWas soll es eigentlich bringen, wenn Notenbanken

 
  
    
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30.11.19 16:11
Aktien kaufen?

Wenn Zentralbanken Staats- und Unternehmensanleihen kaufen, gibt es immerhin noch die Erklärungskrücke*, die Aufkäufe dienten dazu, das Zinsniveau niedrig zu halten.

(* Bei der EZB wird mit dieser Erklärkrücke kaschiert, dass die Aufkäufe der PIIGS-Dauerrettung dienen.)

Aber was sollen Aktienkäufe bringen? Sie sind geldpolitische sinnlos, weil sie das Zinsniveau nicht verändern. Oder ist die neue Erwartung derart primitiv, dass hohe Aktien die Wirtschaft stabil halten sollen? Normalerweise ist es tatsächlich so, dass hohe Aktien das Aushängeschild einer stabilen Wirtschaft sind. Aber wenn die Kurse durch ZB-Aufkäufe KÜNSTLICH nach oben gepusht werden, wird diese Positiv-Indikator-Wirkung des Aktienmarktes zerstört.

Würde die Fed und die EZB Aktien kaufen, wäre dies mMn sogar ein implizites Eingeständnis, dass die Kernfunktion der Zentralbank  - nämlich die eigene Währung stabil zu halten - nicht mehr erfüllt werden kann. Ein Aktien-"Hedge" gegen einen Währungszusammenbruch wäre für Fed und EZB ein Widerspruch in sich.

Nur für die kleine SNB sind Aktienkäufe sinnvoll, da die SNB stark von der "Politik" der EZB abhängig ist (Stichwort: Kapitalflucht aus der Eurozone).
Die SNB muss ständig ständig Franken gegen Euro verkaufen, um den Frankenpreis niedrig zu halten. Dadurch sammeln sich in ihrer Bilanz immer mehr Euros und Dollars an. Für diese Euros/Dollars kauft die SNB dann - als Hedge gegen Währungskurs-Abstürze - Aktien, die ja Sachwerte sind.

Für alle anderen größeren Notenbanken sind Aktienkäufe mMn nicht zu rechtfertigen.

Würde die Fed oder die EZB Aktien kaufen, wäre das nichts anderes als nunmehr ungeschminkte Vermögenspreis-Inflationierung. Bin schon gespannt auf die neuen Erklärungs-Krücken, mit der die lockere Christine dann aufwarten wird.

Bereits seit 1980 verfolgen Notenbank neben dem, was sie offiziell als Begründungen für ihre Geldpolitik zum Besten geben, die "Hinterzimmer-Agenda", Aktienkurse hochzutreiben. Dazu dienten die ab 1980 weltweit sinkenden Zinsen. Inzwischen sind die Zinsen aber fast weltweit
auf Null- bis Negativ-Niveau. Also können Aktien nur dann noch weiter steigen, wenn die Notenbanken Aktien kaufen. Alternative dazu wären starke Negativzinsen - inklusive auf Giro-Cash "ab erstem Euro" -, aber dazu müsste zuvor das Bargeld abgeschafft werden.

Zinssenkungen sind Instrumente der Politik, die dazu dienen, um a) Reiche noch reicher zu machen (Vermögenswert-Inflationierung) und b) eine Neuverschuldung "für lau" zu ermöglichen.

Mit Nullzinsen verschwindet der für das Finanzwesen seit 5000 Jahren maßgebliche "Faktor Zeit".

Früher galt mal der Satz: "Zeit ist Geld." Die neue Maxime der Zentralbanker-Postmoderne lautet: "Zeit war Geld."

Denn Zahlungsaufschub ist für die Staaten nicht mehr nachteilig, sondern - ihren Notenbanken sei Dank - sogar zu einem einträglichen neuen Erwerbszweig geworden. Bringen Staatsschulden doch neuerdings absurderweise sogar Zinseinnahmen. Je schlechter Politiker wirtschaften, desto besser wird es (scheinbar) für die Staatsfinanzen.

Ich schreibe "scheinbar", weil die Akeptanz von Nullzinsen eine Ritt auf einer Rasierklinge ist. Wir sehen an den Repo-Aktien der Fed, die offenbar infolge der JPM-Megaspekulationen nötig wurden (# 630), dass das Zinsniveau praktisch jederzeit sprunghaft nach oben ausbrechen kann. Die Overnight-Rates schossen in USA in Nullkommanichts auf fast 10 % hoch. Und wenn sie dann von diesem hohen Niveau nicht mehr runterzubekommen sind, weil der Markt den Hütchenspielchen nicht mehr vertraut (Risiko hat einen Preis, egal wie stark die ZB die Märkte manipulieren), dann werden plötzlich auch die weltweit ausgeuferten Staatsverschuldungen zu einem Riesenproblem.  

12278 Postings, 4561 Tage wawiduErgänzende Infos zu # 8634 (Autokredit-Schulden)

 
  
    
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30.11.19 16:22
Nach Hypothekendarlehen und Studentendarlehen stellen die Autokredite mit aktuell 1220 Mrd. $ die dritthöchste Kategorie dar. Etwa ein Drittel dieser Kredite liegt im Subprime Sektor, deutlich mehr als während der großen Bankenkrise 2008.

https://www.citylab.com/transportation/2019/02/...g-debt-trap/582652/  

https://www.investopedia.com/terms/s/subprime_auto_loans.asp  

58886 Postings, 5737 Tage Anti Lemming# 636

 
  
    
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30.11.19 16:30
Stimmt, die planwirtschaftlichen Züge bzw. Elemente der neuen Lagarde-Zitate sind unverkennbar.

Mit der lockeren Christine droht nun die ganze Eurozone zur "neuen DDR" zu verkommen.

Den Ossis bleibt nur die traurige Spät-Erkenntnis, dass sie vom Ost-Regen in die West-Traufe geflohen sind ;-)

Kein Wunder, dass Deuteronomium und andere verbiesterte Alt-Ossis im "Ökonomen-Thread" via AfD zu guten alten DDR-Zeit zurückkehren wollen. Sie wollen Walter-Ulbricht-Arbeitsplatz-Sicherheit und DDR-Niedrigmieten in Kombination mit Westmark und Mercedes ohne Wartezeit. Schuld daran, dass dies nicht Wirklichkeit wird, hat angeblich nur Merkel und ihre 2015-Grenzöffnung.

Was die lockere Christine in Aussicht stellt, ist nunmehr europaweite Ossi-Tristesse mit Geld, das sich auf dem Konto ganz von allein  auffrisst. In der DDR blieben wenigstens die Geldscheine heil, mögen auch die Geschäfte (Gegenwert) leer geblieben sein.  

58886 Postings, 5737 Tage Anti LemmingKorrektur zu # 637, letzter Absatz

 
  
    
30.11.19 16:35

Wir sehen an den Repo-Aktionen der Fed, die offenbar infolge der JPM-Megaspekulationen nötig wurden (# 630), dass das Zinsniveau praktisch jederzeit sprunghaft nach oben ausbrechen kann.

 

4025 Postings, 3463 Tage Murmeltierchenbirkensaft

 
  
    
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30.11.19 16:47
die  prägung auf wachstum ausgerichtet sein zu müssen ist die basis des kapitalismus, sozusagen das lebenselixier.
da rauszukommen ist verdammt schwer und selbst leute wie A.L. den ich sonst sehr schätze, kommen da aus ihre begrenztheit nicht raus.

wirtschaftswachstum ja - schuldenwachstum nein....oder
wirtschaftswachstum nein - kapitalismus ja
kapitalismus ja - planwirtschaft nein

die uns bekannte form der marktwirtschaft wird verschwinden, wie auch die planwirtschaft , ala DDR verschwunden ist. keines dieser systeme ist erhaltenswert, weil es weder gesund noch nachhaltig ist.

vielleicht wird es mal einen mix aus diesen beiden geben - der mittlere weg soll ja bekanntlich zum ziel führen ?!  

427 Postings, 579 Tage birkensaft#637

 
  
    
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30.11.19 16:58
Zitat Anti Lemming:
Würde die Fed oder die EZB Aktien kaufen, wäre das nichts anderes als nunmehr ungeschminkte Vermögenspreis-Inflationierung. Bin schon gespannt auf die neuen Erklärungs-Krücken, mit der die lockere Christine dann aufwarten wird.

Naja, nichts leichter als das. Da wären zum Beispiel: "Zur Stützung der Finanzmärkte und des Währungssystems müssen Kettenreaktionen verhindert werden" (bei fallenden Kursen kann ja tatsächlich sehr schnell viel Goodwill verpuffen, die Bilanzen von Unternehmen ruinieren und so zu fehlendem Eigenkapital und Kreditklemmen führen; ob man solche Gebilde künstlich am Leben erhalten werden müssen, ist natürlich die andere Frage; aber Pleiten von Großunternehmen führen auch häufig zu Zuliefererpleiten, etc.; man stelle sich vor wie die Wirtschaft im Raum Stuttgart in sich zusammenfallen würde, wenn z.B. Daimler Benz oder Bosch pleite gehen würden...)
Oder alternativ die Erklärung: "So versorgt man den Markt mit zusätzlicher Liquidität, um einer deflationären Entwicklung entgegenzuwirken. Die Aktien, die die Notenbank in ihre Bilanz aufnimmt, können ja später wieder abverkauft werden, wenn sich der Markt und die Wirtschaftslage stabilisiert hat, und so die zusätzliche Liquidität wieder entzogen werden." (ob dieser Bilanzabbau für den Markt überhaupt verkraftbar wäre, sei mal dahin gestellt. Das gleiche Problem gibt es ja bereits mit den aufgekauften Staatsanleihen)  

427 Postings, 579 Tage birkensaft#641

 
  
    
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30.11.19 17:06
Das ist die Frage mit der "Postwachstumsgesellschaft". Ich tu mich damit auch etwas schwer, weil meiner Meinung nach eine zu begrenzte Sichtweise von Wachstum zu Grunde liegt. Wachstum ist ja im Grunde eine Schaffung von Mehrwert durch Verrichtung von Arbeit. Klar sind die Ressourcen und der Platz begrenzt, aber Wachstum kann ja auch durch Verrichtung von intellektueller, digitaler oder kultureller Arbeit entstehen oder im Dienstleistungsbereich. Da der Mensch verhältnismäßig einfallsreich ist, denke ich, dass sich dadurch immer neue Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten ergeben werden. Beispielsweise hätte man in den 50ern auch nie Gedacht, dass das Internet einmal ein Milliarden- oder gar Billionenmarkt werden könnte. Und das obwohl es im Grunde ein nicht-materielles Gut darstellt. Aber klar, das irgendwann der Markt und die Erde überschwemmt ist mit China-Produkten und dass es da gewisse Grenzen gibt, die einen Wandel erfordern, denke ich auch.  

12278 Postings, 4561 Tage wawidu2 % Zinsen für 30y TBonds in "rosigen Zeiten"?

 
  
    
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30.11.19 17:59
Dies war der bisherige Negativrekord - höchst fragwürdig! Da ist etwas oberfaul im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wie lang die großen Halter da wohl noch still halten werden?  
Angehängte Grafik:
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4025 Postings, 3463 Tage Murmeltierchenjapan

 
  
    
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30.11.19 18:46
kauft ja schon seit jahren aktien inländischer firmen. mittlerweile ist die staatliche quote extrem hoch. das ist eine sackgasse aber unausweichlich um arbeitsplätze zu erhalten.  

58886 Postings, 5737 Tage Anti Lemming# 641

 
  
    
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30.11.19 18:48
"wirtschaftswachstum ja - schuldenwachstum nein"

Das wäre die Idealkonstellation.

Die Betonung sollte auf organischem Wirtschaftswachstum liegen. Denn nur das zählt wirklich. Es ist dadurch definiert, dass die Wirtschaft stärker wächst als die Schulden (und zwar ohne statistische Schönrechnungen).

In (akuten) Krisen dürfen der Staat (Keynes-Stimulus) und die Notenbanken (QE, Nullzinsen) auch mal "helfend" die Märkte manipulieren. Diese Hilfe darf aber nicht, wie es seit 2008 gängige Praxis ist, zum Dauerzustand werden.

Denn Dauerstimulus und Dauer-Keynes ist schon mit einem Fuß in der Planwirtschaft, schon allein weil Politik und Notenbanken ein unangemessen großes Gewicht bekommen.

Eine Weltwirtschaft, die dauerhaft gepäppelt werden muss, ist faul im Gebälk - und reif für eine Bereinigung. Die Politik muss auch mal zulassen, dass der Markt von schwachen Playern (hochverschuldete Unternehmen/Banken) reingewaschen wird. Immer mehr Hilfen, Staatshilfen und Auffangsschirme sind keine Lösung. Die Schumpeter'sche Zerstörung ist im Kern ein kreativer Prozess, an dessen Ende (nach einigen Tränen) Platz für neues organisches Wachstum - aber unter besseren Voraussetzungen - geschaffen wird.
 

1959 Postings, 625 Tage walter.euckenwer ist störrischer? japan oder die spd?

 
  
    
30.11.19 23:03
japan ist ein schwieriges beispiel. der nationalismus (anders kann man das nicht nennen) ist dort schon aussergewöhnlich ausgeprägt, weder ausländische firmen noch ausländische arbeitnehmer haben dort echte chancen. und trotz überalterung der bevölkerung und wirtschaftlichen problemen wird davon kein milimeter abgerückt, lieber soll sich der staat über beide ohren verschulden - die japaner stehen unerschüttlich hinter ihrer fahne. lieber pleite als ausländer ist das motto. ist so.

unbelehrbar ist auch die spd. mit der neuen führung gehts geradewegs richtung einstellige wähleranteile. fehlt eigentlich nur noch klein kevin kühnert als kanzlerkandidat...
aus aktuellem anlass  deshalb hier nochmals der link: ein nachruf auf die spd.
 

427 Postings, 579 Tage birkensaft@walter

 
  
    
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30.11.19 23:49
Vielleicht ist das ja gar kein schlechtes Szenario für die nächste Wahl, Groko mit Schwarz-Grün und die SPD kann sich mal reinigen und darüber klar werden, wofür sie eigentlich stehen. Sollte Grün in so einem Szenario den Juniorpartner stellen, bekommt die CDU (bzw. Merkel) sie bestimmt kaputt, hat mit SPD und FDP ja auch geklappt. Dann hätte die SPD mal wieder die Chance auf einen grüneren Zweig zu kommen. Aus der Groko heraus, keine Chance. Sorge würden mir nur die rechtsaußen CDU-Wähler machen, die womöglich ins blaue Lager abdriften  

1959 Postings, 625 Tage walter.eucken? frei fahrt für....söder?!

 
  
    
01.12.19 00:09
merkel hört auf, birkensaft.
akk, nö, genügt nicht.
vielleicht schafft söder tatsächlich, was strauss nie erreicht hat.

siehst du irgend jemand sonst mit format?
und bitte keine namen von protestparteien - protestparteien sehen immer nur bei proporzwahlen gut aus.  

427 Postings, 579 Tage birkensaft? Merz ?

 
  
    
01.12.19 00:34
Aus eben jenem Grunde (mangelnde Nachfolge) hat sich Merkel doch schon einmal breitschlagen lassen (und weil Obama um die Folgen seines Nachfolgers fürchtete und deshalb Kontinuität in Europa wollte). Ansonsten Merz, kann sein, dass seine große Stunde noch schlagen wird, schlicht aus Mangel an Alternativen. AKK geht nicht, zu unbeliebt, da hilft auch eine noch so gute Wahlkampagne nichts. Söder geht als Bayer nicht bundesweit und ist jetzt auch nicht als Sympathieträger bekannt, so dass er damit seinen Bayern-Malus kompensieren könnte. Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Vielleicht wird noch eine Person X aus dem Hut gezaubert, die keiner auf dem Radar hat.  

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