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Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 5500
neuester Beitrag: 19.06.19 22:35
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 137499
neuester Beitrag: 19.06.19 22:35 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 15403630
davon Heute: 2910
bewertet mit 450 Sternen

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56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    
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20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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137473 Postings ausgeblendet.

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingChina verkauft massiv US-Staatsanleihen

 
  
    
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19.06.19 12:17
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/...hen-16243304.html

Droht China im Handelskonflikt mit einem Verkauf amerikanischer Staatsanleihen? Nach den jüngsten Daten des amerikanischen Finanzministeriums hat China in den vergangenen zwölf Monaten amerikanische Staatsanleihen, sogenannte Treasuries, im Volumen von 69 Milliarden Dollar verkauft. Auf 1,11 Billionen Dollar ist Chinas Bestand Ende April gesunken, was einen monatlichen Rückgang von 7,5 Milliarden Dollar darstellt und der tiefste Stand seit zwei Jahren ist.

Trotzdem bleibt die Volksrepublik der größte Gläubiger der Vereinigten Staaten. Japan folgt mit Treasuries im Wert von 1,06 Billionen Dollar. Das Ausland hält amerikanische Schuldtitel im Volumen von 6,43 Billionen Dollar, was einem Rückgang gegenüber dem März in Höhe von 40,1 Milliarden Dollar entspricht...
 

3429 Postings, 3684 Tage karassnormal

 
  
    
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19.06.19 12:37
hätte es schon lange geknallt an der Börse, würde nicht die FED und die EZB die komplette Kontrolle übernommen haben. Eine Wirtschaft die nur mit kommunistischen Mitteln noch funktioniert. Oder ist die Ansage der Zentralbanken, tausch deine Euro und Dollar gegen Aktien, bevor der Euro und Dollar wertlos sind?  

438 Postings, 2532 Tage Rondo90Gold wird dass einzige sein was den Wert hält

 
  
    
19.06.19 12:41
Alle anderen vom Mensch erzeugten Finanzmittel werden zur Enteignung benutzt...  

141 Postings, 63 Tage LarryKudlow@AL

 
  
    
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19.06.19 12:46
"Massiv" ist das noch nicht - im Verhältnis dazu welche Menge an Staatsanleihen die Chinesen haben.

Wenn China richtig zuschlagen will, könnten sie eine Gegenmaßnahme zum Huawei Verbot einleiten. Und zwar indem dasselbe was in den USA für Huawei gilt, dann in China für Apple gelten würde.

Das würde nicht nur bedeuten, dass Apple in China nichts mehr verkaufen dürfte, sondern es würde auch die Produktion von Apple umfassen.

Tim Apple hat zwar vor kurzem gesagt, man könne auch ohne Probleme außerhalb von China produzieren - Experten bezweifeln aber die schnelle Möglichkeit einer Produktion KOMPLETT ohne Teile aus dem chinesischen Festland. Das würde nach Experteneinschätzung 5-10 Jahre dauern.

Also könnte ein komplettes Apple Verbot (welches auch die Produktion umfasst) das Unternehmen in die Pleite schicken. Die Folge wäre ein Crash, enorme Panik an den Märkten und ein weiterer Anstieg der Staatsanleihen.

Und wenn China erst dann massiv Staatsanleihen verkauft, hätten die Chinesen nicht nur einen schönen Kursgewinn. Es würden zudem auch noch die Zinsen in den USA - in der denkbar schlechtesten Situation - massiv ansteigen.  

3496 Postings, 3248 Tage Murmeltierchenzinssenkungen

 
  
    
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19.06.19 14:03
werden immer mit einem inflationsziel verbunden...das nicht kommen will, warum?

mit billigem geld werden noch mehr kapazitäten geschaffen, ja geradezu aufgeblasen. wenn die käuferseite der angebotsseite nicht mithält gehen erstmal die preise runter. eine deflationäre spirale wird in gang gesetzt. immer mehr, immer mehr....aber kein bedarf

das einzige was wirklich inflationär steigt sind assetklassen wie aktien, immobilien usw. dafür sinken aber die zinsen für geliehenes geld immer weiter.

die zinsen zu senken ist das unsinnigste um inflation zu erzeugen.  

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingSind ungefähr 0,7 % des Gesamtbestands

 
  
    
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19.06.19 14:08
der Chinesen an US-Staatsanleihen, aber eben Monat für Monat und dies seit einem Jahr. Seitdem hat sich der UST-Gesamtbestand Chinas also um rund 8 % gelichtet. Das ist schon eine Nummer. Die Russen machen es ähnlich.

Der Verkauf soll wohl kursschonend erfolgen. Gleichzeitig ist das ein Signal, dass China (bzw. Russland) auf Trumps Strafsteuer- und Sanktions-Mätzchen keine Lust mehr hat.  

3496 Postings, 3248 Tage Murmeltierchenfrage

 
  
    
19.06.19 14:14
wer kauft die ami schulden ??  

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingFrage 2

 
  
    
19.06.19 14:26
Wer kauft die Aktien, die gerade verkauft werden - und umgekehrt?  

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingAntwort zu Frage 1

 
  
    
19.06.19 14:35
Frage 1 (# 481) ist einfacher zu beantworten:

Es ist Belgien.

Belgien ist eine Art QE-Außenstelle der Fed zum Aufkauf abgestoßener Staatsanleihen von "Schurkenstaaten" - ähnlich wie viele Firmen eine Briefkastenadresse in Panama oder auf den Caymans bzw. Bermuda haben.

Also eine Art PPT für UST ;-)  

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingDa hat man's auch nicht weit

 
  
    
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19.06.19 14:51
zur EU-Kommission in Brüssel, die sozusagen die Polit-Briefkastenfirma Amerikas ist.

Die EU-Kommission wiederum hat beste Verbindungen zu US-Zockerbanken, erkennbar z. B. daran, dass Ex-Kommissionpräsident Jose Manuel Barroso  unmittelbar nach Ende seine Amtszeit bei Goldman-Sachs eingestiegen ist.

Von 2002 bis 2004 war Barroso Ministerpräsident des EU-"Pleitestaats in spe" Portugal. Ungefähr zur gleichen Zeit (2002 bis 2005) saß Mario Draghi bei Goldman-Sachs in London, wo er als Chefaufseher fungierte bzw. "wegsah". Zuvor hatten seine GS-Kollegen dabei geholfen, Griechenlands Staatsschulden für den Eurozonen-Beitritt (2001) betrügerisch zu verstecken.

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https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/...an-sachs-a-1194344.html

Das Schreiben liest sich wie ein Geständnis. "In der Tat habe ich Herrn Barroso von Goldman Sachs im Silken Berlaymont Hotel in Brüssel am 25. Oktober 2017 getroffen", schreibt EU-Vizekommissionschef Jyrki Katainen in einem zweiseitigen Brief. "Herr Barroso und ich waren die einzigen Teilnehmer des Treffens, in dem wir vor allem über Handels- und Verteidigungsangelegenheiten gesprochen haben."

Das Schreiben, das dem SPIEGEL vorliegt, belegt, dass José Manuel Barroso, der Ex-Chef der EU-Kommission, der im Juli 2016 zur Investment-Bank Goldman Sachs gewechselt ist, in seinem neuen Job hochrangige Kommissionsmitglieder trifft. Barroso selbst hatte betont, es gehe bei Goldman Sachs nur um eine Art Beratertätigkeit.

Der Treff an jenem Mittwochnachmittag aber war ein Lobbytreff, Katainen ließ ihn offiziell als solchen auf der Kommissionswebpage eintragen - allerdings erst, nachdem das Onlineportal "Politico" im Oktober über das Tête-à-tête von Barroso und Katainen berichtet hatte. Die Kommission betont, der Termin sei ordnungsgemäß vor der Frist von zwei Wochen nach dem Treffen eingetragen worden....  

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingBeleg für # 483 (Belgien kauft US-Staatsanleihen)

 
  
    
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19.06.19 15:00
http://flmakler.de/belgien-kauft-us-staatsanleihen/

Belgien kauft US-Staatsanleihen

Das ist seltsam: Zum großen Gläubiger der USA schwingt sich derzeit ausgerechnet das kleine Belgien auf. Wieso investiert dieses kleine europäische Land so viel Geld in den maroden Staatshaushalt der USA? Dass die US-Staatsanleihebestände der belgischen Zentralbank ansteigen, sorgt für Misstrauen. Das winzige Belgien weist ein  beachtliches Leistungsbilanzdefizit aus und hat keine überschüssigen Kapitalmengen für derartige Investitionen zur Verfügung.  Belgiens BIP liegt bei 480 Mrd. $ ? und der Umfang der zu beobachtenden Kapitalbeule ist bald schon so groß wie die Gesamtwirtschaftsleistung des Landes. Woher stammt das Geld? Dahinter dürften sich andere Investoren verstecken, die ihre Transaktionen über Belgien abwickeln. Aber wer?

- Eine inoffizielle Zusammenarbeit zwischen US Fed und der EuroZentralbank, um umfangreiche, heftige Anleihemonetsierungskäufe in New York zu verstecken?...

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A.L. Ich tippe darauf, dass Belgien eine Art Anleihen-PPT-Außenstelle der Fed ist, um von "Schurkenstaaten" und China abgestoßene Staatsanleihen kursschonend aufzukaufen. Wenn man größter Schuldner der Welt ist, muss man beizeiten "böswilligen" Attacken vorbeugen.  
Angehängte Grafik:
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56381 Postings, 5522 Tage Anti Lemming# 482 - finaler Kommentar

 
  
    
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19.06.19 15:08
Kaum stellt Murmeltierchen eine harmlose Frage, macht A.L. ein gigantisches übelriechendes Giftfass auf ;-)  

56381 Postings, 5522 Tage Anti Lemming(korrekter Bezug ist # 481)

 
  
    
19.06.19 15:09

12108 Postings, 4346 Tage wawiduzu # 7485

 
  
    
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19.06.19 16:36
Diese angeblichen Aufkäufe von US Schatztiteln durch "Belgien" haben schon eine längere Tradition:
https://www.konjunktion.info/2014/05/...gischen-milliarden-ankaeufen/

Was wohl tatsächlich dahinter steckt:  https://de.wikipedia.org/wiki/Euroclear  -  mit Sitz in Brüssel.
Belgien ist garantiert nicht der Käufer und Auftraggeber zur Verwahrung der Papiere.
 

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingLarry # 474

 
  
    
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19.06.19 17:49
1. Draghi hat bereits gestern "verbal geliefert", aber aktuell noch nichts getan.

2. Die Fed dürfte heute die Zinsen unverändert lassen (= aktuell noch nichts tun), aber ebenfalls einen dovishen Ausblick liefern, d.h. markthebende Aktionen (Zinssenkungen) für die baldige Zukunft ankündigen.

Prognose:

1 + 2 sind äquivalente Aktionen.

1 hat gestern den Markt stark angehoben, 2 wird heute den Markt weiter heben.

FAZIT: Neue Allzeithochs könnten schon zum heutigen Schlusskurs drin sein, bei einer Zinssenkung (mMn unwahrscheinlich) sowieso.

Beim SP-500 liegt die ATH-Latte bei 2954. Aktueller Stand: 2919. Zum ATH fehlen nur 35 Punkte.

Und 15 Min. vor Marktschluss könnte Trump noch einen Tweet raushauen, dass ein Deal mit China in Sichtweite rückt.

Bären schwitzen selbst dann noch, wenn ihnen das Fell komplett über die Ohren gezogen wurde.  

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingIn diesem Sinne

 
  
    
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19.06.19 17:52
solidarische Grüße  
Angehängte Grafik:
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56381 Postings, 5522 Tage Anti Lemming# 498 - Godmode-Disclaimer

 
  
    
19.06.19 17:59
Damit Godmode immer richtig liegt, werden am Ende von bullischen Kommentaren oft bärische Bedenken erhoben - und umgekehrt.

Der Bären-Disclaimer zu # 489 würde lauten:

Es könnte aber auch sein, dass der Aktienmarkt mit den starken Anstiegen der letzten Woche eine US-Leitzinssenkung bereits im Vorfeld eingepreist hat. Würde die Fed nur einen dovishen Ausblick liefern und keine sofortige Zinssenkung, wäre auch eine "Sell-the-News"-Reaktion drin - mit Schlusskurs auf Tagestief.

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Die Chancen für diese Variante B liegen mMn bei 30 %.  

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingZu viele bärische Fondsmanager für große Baisse

 
  
    
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19.06.19 18:31
Die Rede ist hier von 179 Managern großer Fonds, die zusammen insgesamt 500 Milliarden Dollar Anlagekapital verwalten. Sie sind überwiegend bärisch - und sogar so bärisch wie zuletzt nach Ende der 2008-Finanzkrise. Ursachen sind Trumps Handelsstreit und sich verschlechternde Makrodaten (siehe # 464).

Allerdings gilt an der Börse: Wenn nur eine Minderheit bullisch ist, steigen die Märkte in der Regel weiter. Das Drehbuch dafür liefert ebenfalls 2009 ff.

Was man geistig vom Inhalt des Artikel unten abziehen muss ist, dass er in einem Medium veröffentlicht wurde, das zu bullischer Darstellung neigt, weil es bei Marktanstiegen besser verdient als bei Baissen.

Für besonders raffiniert um die Ecke denkende Bären ist das daher ein Kontraindikator zweiter Ordnung ;-)

Allerdings kann man die Events, bei denen die Mehrheit an der Börse richtig lag, an einer Hand abzählen. Meist bewegen sich die Märkte so, dass möglichst viele Akteure maximalen Schaden erleiden ;-)

Dieser Satz ist ein Kontraindikator dritter Ordnung, der den ersten Kontraindikator aufwertet und den zweiten negiert. Denn wenn die großen Fonds nicht investieren, weil sie Sorgen haben, werden die Märkte (widersinnig) steigen, um sie über Performanceangst reinzuholen. Nichts ist tödlicher für einen großen Fondsmanager, mit nicht investiertem Cash den Märkten beim Anstieg zuzuschauen. Es ist gleichsam ein Video über das eigene Karriere-Ende. Wer voll investiert baden geht, stößt hingegen bei den Fondsanlegern dennoch auf zumindest prinzipielles Verständnis.

Mit anderen Worten: Es dürfte weiter steigen.

https://www.marketwatch.com/story/...-says-bank-of-america-2019-06-18

The stock market is near records so why are investors the most bearish since 2008 financial crisis?

The S&P 500 index stands less than 1% shy of a record but investors aren?t loving the climb, based on a recent fund manager survey from Bank of America Merrill Lynch.

The survey of 179 global managers overseeing some half trillion dollars in assets told BAML that pessimism has been driven by concerns over U.S.-led trade-war fears and anxieties of an impending recession here and elsewhere in the globe.

?[Fund manager survey] investors have not been this bearish since the Global Financial Crisis, with pessimism driven by trade war and recession concerns? wrote Michael Hartnett, chief investment strategist ...  

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingFed lässt Zinsen wie erwartet unverändert

 
  
    
19.06.19 21:02
Powell lässt den Leitzins vorerst unverändert, zeigt sich aber "besorgt" über fallende Sentiment- und Fundamentalindikatoren und stellt implizit eine baldige Zinssenkungen in Aussicht.

Powell begründet seine dovishe Haltung auffallend ähnlich wie Draghi - damit, dass die Sollinflation deutlich unter 2 % liege.

US-Aktienmärkte steigen für's erste, während die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen auf Tauchkurs ging (Chart unten) und sich der 2 % Marke nähert (ganz ähnlich wie in Europa der Bundfuture in Erwartung baldiger Draghi-"Aktionen" auf inzwischen über 172 hochgeschnellt ist),

https://www.marketwatch.com/story/...e-live-blog-and-video-2019-06-19

The central bank left its short-term fed funds rate unchanged and said it ?will closely monitor? the economy in light of growing ?uncertainties.?

The decision has come at a pivotal time for financial markets after a number of surveys revealed a sharp downturn in sentiment, and as jobs growth slowed down.

--------------

Live-Kommentator Nutting:

Powell says he's concerned about the shortfall in inflation. "We need to be really strong on 2% inflation," he says.


 
Angehängte Grafik:
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56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingUS-Aktienmärkte reagierten bislang so:

 
  
    
19.06.19 21:03
 
Angehängte Grafik:
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56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingZum Ausblick der Fed

 
  
    
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19.06.19 21:25
Die Fed hat die Leitzinsen nicht gesenkt, und Powell hat sogar gesagt, dass es unwahrscheinlich sei, dass sie dieses Jahr überhaupt noch gesenkt würden (entgegen der Markterwartung, die von bis zu 3 cuts ausging).

Die Märkte haben sich daraufhin erstaunlich gut gehalten. Dies liegt sicherlich zum einen an Draghi, der gestern eine dovishe Steilvorlage lieferte, und daran, dass Powell erklärte, die Fed beobachte die Märkte "sehr genau" und sei insbesondere über die rückläufige Inflation besorgt (versteckter Hinweis, dass doch noch Zinssenkung anstehen). Dies ist die von mir genannte Parallele zu Draghis Ausblick.

Eine Kommentatorin (Fondmanagerin, siehe unten) twitterte, die hätte den Eindruck, Powell sei die ganze Fragerei auf der Konferenz sichtlich unangenehm. Er mache den Eindruck, die Konferenz so schnell wie möglich verlassen zu wollen. Sie sagt weiterhin, dass es Powell wohl am liebsten wäre, wenn sich die Fundamentaldaten tatsächlich bald abschwächten, damit die Fed endlich "mehrheitlich" einer Zinssenkung zustimmt und er selber nicht mehr als Zinssenkungs-Verhinderungs-Buhmann gilt.

https://www.marketwatch.com/story/...y-from-patient-stance-2019-06-19

The Federal Reserve on Wednesday left its key interest rate unchanged and signaled it?s unlikely to cut borrowing costs in 2019, but the central bank also left itself wiggle room by saying it would ?closely monitor? the economy in light of waning inflation and growing ?uncertainties.?

After a two-day meeting, the Fed held its benchmark fed funds rate steady between 2.25% and 2.5%. The Fed said the labor market ?remains strong? and the economy continues to expand at a ?moderate? pace.

Still, the Fed also acknowledged ?uncertainties? have increased in the past month and a half, alluding to a widening rift between the U.S. and China on trade that?s hurt American manufacturers, farmers and exporters. Hiring in the U.S. also slowed sharply in May.

At the same time, inflation has tapered off and is running below the 2% level the Fed considers healthy for the economy. The central bank cuts its forecast for inflation in 2019 using its preferred gauge to 1.5% from 1.8% ? well below its 2% target.  
Angehängte Grafik:
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56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingStimmung dreht auf bullisch

 
  
    
19.06.19 21:26
 
Angehängte Grafik:
hc_2377.jpg (verkleinert auf 80%) vergrößern
hc_2377.jpg

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingDoppelwhopper Draghi/Powell funzt

 
  
    
19.06.19 22:02
Zum ATH fehlen jetzt nur noch 28 SP-500 Punkte - entsprechend weniger als 1 % Anstieg.

 
Angehängte Grafik:
rasdtast.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
rasdtast.png

141 Postings, 63 Tage LarryKudlowPowell Pressekonferenz

 
  
    
19.06.19 22:26
Also das war heute echt interessant. Tatsächlich wirkte Powell etwas komisch.  

Ich habe Powell ungefähr so interpretiert:

Achtung! Bis zur Juli Sitzung wird wahrscheinlich irgendetwas Großes passieren. Er sagte, die Fed "müsse mehr sehen".
Damit meint er irgendwas Spezielles, was einen Crash auslösen könnte, der Zinssenkungen nötig macht.

Er war sich nämlich sehr sicher, dass die Notenbanker bis zur Juli Sitzung Klarheit haben werde. Deshalb halte ich es für wahrscheinlich, er meinte hiermit ein Event Risiko. Wahrscheinlich sogar an ein gewisses Datum gebunden.
Ich frage mich natürlich was das sein könnte...

Wie seht Ihr das? Habt Ihr das auch so interpretiert oder ist meine Deutung eher eine Verschwörungstheorie? :)  

56381 Postings, 5522 Tage Anti LemmingLeider VT, lieber Larry

 
  
    
19.06.19 22:35
Niemals würde ein Fed-Chef auch nur in leisesten Andeutungen einen bevorstehenden Crash signalisieren.

Er würde nämlich sonst sofort das auf billigem Kredit mühsam zusammengeschusterte Kartenhaus zum Einsturz bringen. Wall Street würde ihn an der höchsten Laterne New Yorks aufhängen und steinigen.

Für Fed-Chefs gilt vielmehr, was Warren Buffett einst über Finanzminister sagte: "Sie lügen wie Finanzminister am Vorabend des Staatsbankrotts."  

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