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Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 23.01.20 12:15
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 139091
neuester Beitrag: 23.01.20 12:15 von: birkensaft Leser gesamt: 15980068
davon Heute: 625
bewertet mit 451 Sternen

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58963 Postings, 5740 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    
451
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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139065 Postings ausgeblendet.

12 Postings, 79 Tage NIGHTMARE01Habe in Garmisch-Partenkichen

 
  
    
21.01.20 23:45
Mondpreise für Immobilien gezahlt und musste ich mich dafür noch mit zahlreichen Russen fetzen, die kurioserweise auch scharf auf die Immobilien waren.

Ganz ehrlich: Was läuft da schief?

Die Bieterpreise waren fast identisch, zum Glück wollte der Gemeinderat von Garmisch nicht unbedingt noch nen  weiteren Russen xy als weiteren Nachbarn.

Hoch lebe die Gemeinde von Garmisch.  

12 Postings, 79 Tage NIGHTMARE01Ja was geht denn hier ab?

 
  
    
22.01.20 00:26
Habe nen ellenlangen Artikel über die Immo-Situation in Garmisch  / Tegernsee  etc. abgeliefert und bekomme hier nur rudimentärste Auszüge  aus diesem Artikel angezeigt???
Was ist denn da los?
Okay, hab verstanden. Tschüss.
 

4055 Postings, 3466 Tage Murmeltierchentesla

 
  
    
2
22.01.20 14:20
...hat heute die 100mrd. $ marke geknackt (vorbörslich)

geld verkommt zum witz !  

4055 Postings, 3466 Tage Murmeltierchen"Bargeld ist Müll" warnt US-Investorenlegende

 
  
    
1
22.01.20 14:40
Die Aktienmärkte - sogar in Deutschland - auf Rekordniveau, Negativzinsen, Anleiherenditen im Keller und und und...

Viele Anleger glauben in dieser Situation, das beste sei, ihr Kapital in Bar zu halten. Das machen etwa nicht nur ratlose deutsche Privatanleger so, sondern zum Beispiel auch Warren Buffett, dessen Holding Berkshire auf einem Geldberg von fast 130 Milliarden Dollar sitzt. Die Aktienkurse und Preise für Unternehmensübernahmen hält er einfach für zu hoch.

Dem widerspricht Ray Dalio, seines Zeichens Hedgefonds-Manager, Multimilliardär und Investmentguru, heftig. "Cash is trash", sagte er dem US-Sender CNBC. Speziell der US-Dollar werde durch die wachsende Geldmenge stark abwerten in den kommenden Jahren. Die bessere Alternative sei ein "diversifiziertes Portfolio", in das zum Beispiel auch Gold gehöre.  

58963 Postings, 5740 Tage Anti Lemmingnun 17 Virentote in China (gestern: 6)

 
  
    
22.01.20 16:25
Zahl der bestätigten Infektionen steigt auf 509.

https://edition.cnn.com/asia/live-news/...s-china-intl-hnk/index.html

Death toll in China rises to 17

Eight new deaths from the coronavirus were confirmed in the province of Hubei on Wednesday, according to the health authority in Wuhan, the provincial capital.

The new deaths bring the total number of people who died to 17.

Additionally the number of confirmed cases has risen to 444 in Hubei, bringing the total across mainland China to 509 according to the national health authority and the Wuhan Health Commission.  

58963 Postings, 5740 Tage Anti Lemming# 70

 
  
    
3
22.01.20 16:37
Buffett hat einen besseren "track record" als HF-Manager Ray Dalio.

Wenn einer wie Buffett Cash hält, sollte man das nicht vorschnell als Dummheit abtun.

Das um sich greifende "Cash is trash"-Gesülze erinnert mich fatal an 2008, als jeder Rohstoff-Guru aus den Baumwipfeln pfiff, dass "Der Dollar wertlos wird".

Damals, 2008, wurden Rohstoffe als die ultimativen Sachwerte hingestellt, um der drohenden "massiven Dollarentwertung" zu entkommen.

Entgegen diesen Prognosen fiel EUR/USD von damals 1,60 (= billiger Dollar) auf jetzt 1,10 (teuer Dollar). Es war einfach nur eine Spinstory. Das heißt der Dollar ist heute 1/3 teurer als damals (relativ zum Euro).

Und der Rohstoff-Index $GNX fiel vom Top bei 900 in 2008 auf aktuell 418. Das ist mehr als eine Halbierung innerhalb von 12 Jahren.

Richtig war 2008 also das genaue Gegenteils des damaligen Gesülzes.

Korrekt wäre 2008 (aus Sicht von 2020) gewesen: "Flieht in den US-Dollar, weil Rohstoffe wertlos werden" ;-)

----------------

Bitte an Wawidu: Stell den Langzeit-Chart des Rohstoffindex $GNX ab 2008 rein.  

12281 Postings, 4564 Tage wawiduzu #9072

 
  
    
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22.01.20 19:58
Hier die komplette Historie des gewünschten Index:  
Angehängte Grafik:
_gnx_20jw.png (verkleinert auf 60%) vergrößern
_gnx_20jw.png

58963 Postings, 5740 Tage Anti LemmingDanke, Wawidu

 
  
    
22.01.20 20:23
Man sieht sehr schön, wie auf die 2008-Fahnenstange des Rohstoff-Index $GNX ein sogar noch schwungvollerer Abverkauf (von 900 auf 325) folgte.

Da wurde der "Dollar wird wertlos"-Blödsinn aus 2008 wieder ausgepreist.

Solche Kirchturm-Charts gibt es oft auch in (Hype-)Aktien und zuweilen auch in Aktien-Indizes (z. B Nasdaq im ersten Halbjahr 2000).

---------------------

Wir lagen übrigens 2011 richtig, als wir den Wiederanstieg des $GNX als "Echoblase" bezeichneten. Es war auf Sicht von 12 Jahren ein "Dead Cat Bounce in Zeitlupe".

2018 wurde das 2009-Tief sogar noch kurz unterboten.

Ähnlich wird mMn auch der aktuelle Hype "alle Währungen werden wertlos"  bzw. "Cash is trash" (# 070) enden. Das pfeifen nämlich inzwischen die Spatzen von der Dächern. Höchste Zeit also, dass Mr. Market ein paar schallende Ohrfeigen verteilt.  

58963 Postings, 5740 Tage Anti LemmingShiller zur Aktienmarktentwicklung

 
  
    
22.01.20 20:36
Robert Shiller (Wirtschaftsnobelpreisträger 2013) sieht zwar aktuell keine Anzeichen für einen bevorstehenden Aktien-Crash, prophezeit aber, der Abverkauf werde in der "nächsten Rezession... massiv" ausfallen. Der aktuellen Wirtschaftsaufschwung in USA sei "nicht nur der längste, sondern auch der schwächsten der Geschichte".

https://www.spiegel.de/wirtschaft/...03c8-944e-4ecb-a74e-7010521bed19

....

Shiller: Wenn die Irankrise zur kriegerischen Auseinandersetzung würde, könnte das ein Wendepunkt sein. Trump hat den Amerikanern versprochen, sie nicht in neue Kriege zu verwickeln. Wenn er dieses Versprechen nicht einhält, könnte das zum Problem für ihn werden. Genauso wichtig ist, dass es keinen Einbruch in der Wirtschaft oder an der Börse gibt.

SPIEGEL: Sehen sie Anzeichen, dass es zu einem solchen Einbruch kommt?

Shiller: Nein. Es spricht allerdings manches dafür, dass der nächste Aktiencrash, wenn er denn eintritt, massiv sein könnte. Die Aktienkurse sind zuletzt extrem gestiegen, dagegen ist der Aufschwung in der Realwirtschaft nicht nur der längste, sondern auch der schwächste der Geschichte. Niemand weiß, wann die nächste Rezession kommt. Aber es spricht einiges dafür, dass sie besonders stark ausfallen könnte.  

58963 Postings, 5740 Tage Anti LemmingJahr-2000-Überschwang erreicht

 
  
    
22.01.20 21:07
und bei "Price to Sales" sogar schon übertroffen.  
Angehängte Grafik:
valuation_1.jpg (verkleinert auf 48%) vergrößern
valuation_1.jpg

58963 Postings, 5740 Tage Anti LemmingRichtig übel ist "Enterprise Value zu EBITDA"

 
  
    
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22.01.20 21:09
 
Angehängte Grafik:
record_ev_ebitda.jpg (verkleinert auf 77%) vergrößern
record_ev_ebitda.jpg

58963 Postings, 5740 Tage Anti LemmingJeder Hedgefonds und seine Oma ist long in Futures

 
  
    
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22.01.20 21:11
 
Angehängte Grafik:
net_positioning_0.jpg (verkleinert auf 60%) vergrößern
net_positioning_0.jpg

58963 Postings, 5740 Tage Anti LemmingQuelle der Charts

 
  
    
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22.01.20 21:15

2740 Postings, 2403 Tage WolfsblAL #74

 
  
    
22.01.20 21:32
"Man sieht sehr schön, wie auf die 2008-Fahnenstange des Rohstoff-Index $GNX ein sogar noch schwungvollerer Abverkauf (von 900 auf 325) folgte.

Da wurde der "Dollar wird wertlos"-Blödsinn aus 2008 wieder ausgepreist."

Diese Schlussfolgerung ist leider total falsch!

Schau dir zB den Goldchart an. Richtig ist, dass Gold auch 2008 abgab. Aber nicht weil man sich sagte, dass der "Dollar-wird-wertlos-Blödsinn" ausgepreist werden muss. Denn diese Schlussfolgerung deckt sich nicht mit dem darauf folgenden Anstieg des Goldes bis 2011!!!!  

4675 Postings, 3452 Tage TherionGrüße aus dem Nichts

 
  
    
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22.01.20 21:59
Vix unten und wiegt den Markt in den Schlaf.

Ich mußte hier mal wieder reinschauen, um mein derzeit recht bullisches Gemüt mal zu kühlen.

Der Schlachtruf TINA wird gebrüllt,
das Lied "Don't fight the FED" angestimmt,
ich fühle mich so aufgewühlt,
das DAX-Hoch mir die Sinne nimmt.

Das billig' Geld türmt die Kurse auf
dank (u. a.) ETF und der Banken.
Freude jauchzend über den chart-Verlauf,
So will ich - reich beschenkt - danken.

Sorgen bleiben, sind aber eingepreist,
Sorgen bleiben den Armen und Uninvestierten.
Die Hoffnung ist's aus der sich's redlich speist,
keine Hoffnung für Bären, den Verirrten.

Dann irgendwann fallen die Kurse sehr
und ich denk bei mir, verkauf, sei doch weise.
Doch alle wollen durchs Nadelöhr!
So eine Schei ...

Gruß, Therion  
Angehängte Grafik:
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58963 Postings, 5740 Tage Anti LemmingVix (daily) sieht schon eher nach Ausbruch

 
  
    
22.01.20 22:33
(in spe) nach oben aus.

Kleinanleger ("retail") sind mal wieder massig short VIX via ETN. Wie das endet, sahen wir im Februar 2018.

https://seekingalpha.com/article/...rced-to-liquidate-black-swan-2018  
Angehängte Grafik:
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12281 Postings, 4564 Tage wawiduzu # 9080

 
  
    
22.01.20 22:42
Gold ist nicht irgendein "Rohstoff", sondern es besitzt quasi Währungscharakter ("real money"), Wolfsblut! Warum werden wohl von den Zentralbanken Goldreserven gehalten?

https://www.gold.de/goldreserven/  
Angehängte Grafik:
_gold_20jw.png (verkleinert auf 60%) vergrößern
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1969 Postings, 628 Tage walter.euckenindustrieschwerpunkt wuhan

 
  
    
22.01.20 22:50
die komplette stillegung des verkehrs nach und von wuhan könnte schon wellen werfen, das ist keine unbedeutende kleinstadt sondern eine der wichtigsten industriegegenden weltweit!

allerdings stehen jetzt eh die chinesischen neujahrsferien an, wo die fabriken stillstehen und die arbeiter aufs land fahren um ihre familien zu besuchen. diese riesige reisebewegung dürfte auch der hauptgrund für die massnahme sein, wegen einer krankheit, welche nicht viel gefährlicher als eine grippe ist.

dennoch, die abriegelung wuhans dürfte weltweit wellen schlagen. in zeiten der just in time production ist die unterbrechung von zulieferung tendenziell verheerend, niemand hat mehr grosse teile-lager wie früher mal.

mal sehen, wie sich das entwickelt.  

432 Postings, 582 Tage birkensaftSowohl Dalio als auch Buffet

 
  
    
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23.01.20 00:19
haben im Grunde plausible Argumente für ihr Verhalten.

Ich finde plausibel, dass die Fed gezwungen sein wird, Geld zu drucken, d.h. ist langfristig der Standpunkt von Dalio absolut nachzuvollziehen. Allerdings halte ich es auch für plausibel, dass vorher noch einmal die Preise im Zuge einer Krise nachgeben, weil es 1. fast immer so war, 2. es massive Auslandsschulden in Dollar gibt, die einen sofortigen Zusammenbruch der Nachfrage nach Dollar meiner Meinung nach verhindern sollten, eher im Gegenteil, könnte es kurzfristig zu einem deflationären Schock kommen. Das ist der Moment, an dem die Kanonen donnern und an dem auch Buffet seine Cashquote senken wird. Der Dalio-Standpunkt plant halt mit ein, dass die Fed vorher, um eine Krise zu verhindern, alles tun wird, was in ihrer Macht liegt, und das ist letztlich Zinsen zu senken und Dollar zu drucken, also im Grunde eine Katastrophen-Hausse. Ich persönlich glaube nicht, dass sie auf Dauer effektiv einen Abverkauf verhindern können, dafür ist das ganze System zu chaotisch. Dazu kommt, dass je länger die Börsenparty geht, desto mehr Hebel für Long-Positionen verwendet werden wird. Wenn diese Positionen dann mal zwangsliquidiert werden müssten, setzt das die Lawine in Gang.  

58963 Postings, 5740 Tage Anti LemmingChinas Indizes tiefrot

 
  
    
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23.01.20 08:42
 
Angehängte Grafik:
hc_2674.jpg (verkleinert auf 51%) vergrößern
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13870 Postings, 2526 Tage NikeJoe@AL; #072: Rohstoffblase

 
  
    
23.01.20 09:53
Nur die meisten konträren Anleger waren 2005 und 2006 schon wieder draußen gewesen. Sie versäumten mit Sicherheit den Hype 2008 und den nochmaligen Hype 2010 (die Echo-Blase!).


 

13870 Postings, 2526 Tage NikeJoe@Wolfsbl: Gods money (Gold)

 
  
    
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23.01.20 10:09
Gold war in der Great Recession gefallen weil es eine Liquiditätskrise war und ALLES verkauft wurde, was irgendwie noch liquide handelbar war.

Danach kam wieder der Gedanke auf, dass die Fed den USD durch Drucken weiter zerstören wird. Das brachte Gold auf das finale Top im Jahr 2011. Das war natürlich eine pure Blase gewesen -- viel zu viel Angst wurde da in kurzer Zeit eingepreist.

Bis heute (nach 8 Jahren) konnte Gold in USD diese Angstblase nicht einholen. Aber es wird vermutlich auch im USD passieren, weil es in den meisten anderen Währungen (z.B. auch im EUR) bereits passierte.

Wenn man den historischen Goldanstieg betrachtet, ist Gold IMO aktuell neutral bepreist, also weder in einer Blase, noch extrem billig. Also Edelmetalle gehören nach den Rohstoffen und nach Rohöl heute noch zu den günstigeren Sachwerten.




 

432 Postings, 582 Tage birkensaft#139088

 
  
    
23.01.20 10:39
Die Angst ist noch da, die Goldblase hat sich nur in eine Betongoldblase gewandelt, da gibt's nämlich Mietrenditen. Deine Einschätzung zum Goldpreis aktuell würde ich teilen, sollten jedoch tatsächlich Währungsinstabilitäten aufkommen, könnte es sich im Nachhinein auch als günstig erweisen.  

4062 Postings, 4085 Tage DreiklangWas die FED fürchten muss

 
  
    
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23.01.20 10:47
... und warum der "lange" Zins nicht beliebig sinken kann.  Das hat mit dem Eurodollar  oder (besser) FX-Dollar zu tun. Das sind im Ausland gehaltene Guthaben in Dollar, die bei den US-Banken gehalten werden (gehalten werden müssen, denn Papiergeld kommt nicht in Frage).  Damit ist das US-Bankensystem dauergehebelt unterwegs, wobei für den "Hebel", also den FX-Dollar, kaum oder gar keine Zinsen gezahlt werden müssen. Eine für die US-Banken höchst profitable Situation - solange die andauert. Hier liegt des Pudels Kern. Die Größenordnung ist riesig - ein x-faches über der Bilanzsumme der FED. Zum FX-Dollar müssen auch noch die im Ausland gehaltenen US-Staatsanleihen hinzugerechnet werden (fungieren als Geldäquivalente). Die Gelder bleiben aber nur solange im Ausland, wie es für die FXDollar-Halter selbst profitabel ist. Deshalb ist der Zins im FX-Dollar auch höher als der in den USA selbst. Es gibt eine weltweite, große  Nachfrage nach Krediten in Dollar.  Sollte aber der lange Zins im FX-Dollar die Inflationsrate unterschreiten, werden FX-Dollar "enthebelt" - es findet eine Umschichtung in "Equity" statt, also das, was die US-Banken selbst auf ihrer Aktivseite halten. Der FX-Dollar kauft sich dann quasi selbst aus den US-Banken heraus  - die Bilanzsumme der US-Banken sinkt. Das muss die FED unter allen Umständen vermeiden. Wir wissen nicht genau, ob wir jetzt bereits diesen Umschlagspunkt sehen.  Was passiert dann?  Die "Asset-Inflation" nimmt an Geschwindigkeit zu, die Summe der verfügbaren FX-Dollar schrumpft und zugleich werden FX-Dollar knapper - der Zins im FX-Dollar-Zins würde wieder steigen. Das sehen die Halter der UST und beginnen,  diese zu verkaufen. Um ebenfalls in "Equity" umzuschichten. Damit  schlägt die Enthebelung des FX-Dollar auch auf den Zins in den USA durch - eine "Runaway-Situation", der perfekte Sturm.  Die US-Banken könnten es nicht aufhalten  - für jeden Dollar, den sie extra aus den USA herausreichen, fließt ein Mehrfaches an Dollar in die USA zurück. Die US-Banken verlieren damit ihre quasi kostenlose Dauereinlage an FX-Dollar. Das, was sie selbst als Kredit über Giralgeldschöpfung  herausgeben,  müssen sie refinanzieren. Der Prozess würde allerdings stoppen, sobald die FED die Finger vom Geldmarkt lässt und insgesamt einen Zinsanstieg akzeptiert, sagen wir auf knapp unter 4 Prozent . Die Frage ist nur, wieviele Insolvenzen das zur Folge haben wird.  

432 Postings, 582 Tage birkensaftIch versuch dich zuverstehen,

 
  
    
23.01.20 12:15
ganz leuchtet mir die Argumentation aber noch nicht ein. Aber hat es zufällig hiermit zu tun:

https://fred.stlouisfed.org/series/DDDFCBNS  

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