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Seite 4 von 17
neuester Beitrag: 21.11.15 10:20
eröffnet am: 13.01.12 12:27 von: Ilmen Anzahl Beiträge: 404
neuester Beitrag: 21.11.15 10:20 von: Ilmen Leser gesamt: 47267
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenTeheran droht mit militärischer Reaktion

 
  
    
07.02.12 15:48
Teheran droht mit militärischer Reaktion
Im Konflikt zwischen dem Iran und den USA droht eine militärische Eskalation. Die iranische Armee schoss ein unbemanntes Aufklärungsflugzeug der USA ab, wie ein staatlicher Fernsehsender der islamischen Republik am Sonntag berichtete. Zudem drohte die Regierung in Teheran den Berichten zufolge mit einer militärischen Reaktion außerhalb des Irans.

http://orf.at/stories/2092974/2092973/

„Die Drohne, auf die sich die Iraner beziehen, könnte ein unbewaffnetes US-Aufklärungsflugzeug sein, das Ende vergangener Woche eine Mission über Westafghanistan flog“, teilte die Nato am Sonntagabend in Kabul mit. Die Bodenkontrolleure der Drohne hätten die Kontrolle über das Flugzeug verloren und sich seitdem darum bemüht, „seinen Status festzustellen“.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind derzeit ohnehin sehr groß. Als sich zuletzt die Hinweise auf ein Atomwaffenprogramm der Regierung in Teheran verdichteten, flammte zudem in Israel die Debatte über einen Angriff auf die Nuklearanlagen des Irans auf. Der jüdische Staat liegt in der Reichweite iranischer Raketen.

Drohne von iranischen Soldaten beschlagnahmt
Die näheren Umstände des Abschusses im Osten des Irans blieben zunächst unklar. Der staatliche, arabischsprachige Sender al-Alam berief sich in seinem Bericht auf einen Militärvertreter, dessen Name nicht genannt wurde. „Die iranische Armee hat die eindringende amerikanische Drohne RQ-170 im Osten des Landes abgeschossen“, sagte der Vertreter. Das Flugzeug habe nur geringen Schaden erlitten und sei von iranischen Soldaten beschlagnahmt worden.

Die Regierung in Teheran wertete den Vorfall Medienberichten zufolge als Verletzung des iranischen Luftraums und kündigte eine Antwort darauf an. „Irans militärische Reaktion auf die Verletzung unseres Luftraumes durch die amerikanische Spionagedrohne wird nicht mehr auf die iranischen Grenzen beschränkt bleiben“, sagte ein Militärvertreter ebenfalls nach einem Bericht von al-Alam.

Anschläge auf deutsche Militärflugplätze geplant?
Die deutschen Sicherheitsbehörden verdächtigen den Iran, für den Fall eines US-Angriffs Anschläge auf amerikanische Militärflugplätze in Deutschland zu planen. Generalbundesanwalt Harald Range hatte am Donnerstag in Karlsruhe ein entsprechendes Ermittlungsverfahren bestätigt. Eine unmittelbare Gefahr bestehe allerdings nicht, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke.

Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, der Iran wolle mit den Anschlägen Nachschub und Logistik der Amerikaner lahmlegen. Die Bundesanwaltschaft ermittle in diesem Zusammenhang wegen des Verdachts der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken gegen einen deutschen Geschäftsmann, der konspirativen Kontakt mit der iranischen Botschaft in Berlin gepflegt haben soll.

Ahmadinedschad will Druck nicht nachgeben
Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte am Samstag bekräftigt, dass seine Regierung dem Druck aus dem Ausland nicht nachgeben werde. „Wir halten mit aller Macht an den Prinzipien und Werten unserer Revolution fest, selbst wenn die ganze Welt sich gegen uns erhebt“, hieß es in Äußerungen, die am Samstag auf seiner Website veröffentlicht wurden.

Es war das erste Mal, dass sich der Präsident seit dem Sturm auf die britische Botschaft am Dienstag zu Wort meldete. Der Vorfall hat Risse in der iranischen Führung offenbart: Während sich das Außenministerium umgehend für das Vorgehen der Demonstranten entschuldigte, wurde die Tat von Kritikern Ahmadinedschads als Ausdruck des Volkszorns gelobt.

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran haben sich zugespitzt, nachdem die US-Regierung und Großbritannien ihre Sanktionen im Atomkonflikt verschärft hatten. Nach dem Sturm seiner Botschaft hatte Großbritannien die iranischen Vertreter ausgewiesen und seine eigenen Diplomaten zurückgerufen. Auch Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande holten ihre Botschafter aus Teheran nach Hause. Der Westen hat den Iran im Verdacht, an Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran hat den Vorwurf stets zurückgewiesen.

USA und Israel erwägen Militärschlag
Die USA haben im Atomkonflikt nie einen Militärschlag ausgeschlossen. Israel hat zuletzt wochenlang öffentlich über einen Präventivschlag gegen das iranische Atomprogramm debattiert. Die Islamische Republik hat wiederholt gesagt, in einem solchen Fall mit aller Macht zurückzuschlagen.

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak dämpfte am Wochenende den Ton gegenüber dem Iran. Er wies Spekulationen zurück, wonach die Regierungen in Washington und Jerusalem im Geheimen bereits Sabotageakte im Iran verübten. „Nein, ich denke nicht, dass das so ist“, sagte er auf die Frage, ob der Krieg bereits begonnen habe. „Ich denke, die Antwort auf ihre Frage ist negativ.“

Zwei Explosionen im November
Im November war es im Iran zu zwei Explosionen gekommen, die den Spekulationen zufolge die Folge von Sabotageakten waren. In einem der beiden Fälle wurde mindestens ein Dutzend Soldaten der Revolutionsgarden getötet, einer Eliteeinheit der iranischen Armee, die der Regierung besonders nahe steht.

Der Iran hat Israel und den USA die Schuld unter anderem für den Tod oder das Verschwinden mehrerer Atomwissenschaftler zugewiesen. Zudem wurden Computerviren in iranische Systeme eingeschleust, die auch in Atomanlagen Schäden anrichteten.

Links:
Al-Alam
Iranischer Präsident
Israelische Regierung
US-Regierung
Deutsches Bundeskriminalamt
IAEA
EU-Kommission
UNO-Sicherheitsrat
Publiziert am 04.12.2011

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10864 Postings, 5146 Tage IlmenBerghasen auf der Villanderer Alm 02.08.2011

 
  
    
07.02.12 15:49
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenDie große Geldschwemme. Oder: Wo wächst die nächst

 
  
    
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07.02.12 15:50
Die große Geldschwemme. Oder: Wo wächst die nächste Blase?
01. Dezember 2011, 13:07 Uhr
Von Patrick Bernau
Geld ist Trumpf - so scheint es zumindest. Was war das für ein Fest gestern an der Börse! Die Banken auf der Welt bekommen Milliarden Dollar zu niedrigeren Zinsen geliehen - prompt rauschten die Aktien nach oben. Und wenn es nach den Eurorettern im Rest der Welt geht, dann war die Flutung der Märkte mit Geld gestern nur ein kleiner Vorgeschmack zur großen Sintflut. Die Europäische Zentralbank muss Geld drucken und Staatsanleihen kaufen, sagen sie. Das sei die letzte Chance auf eine Euro-Rettung. Und wenn sich die EZB querstellt, dann müssen eben die amerikanischen Kollegen von der Fed ran. (Auch so kann man es betrachten, dass die Fed jetzt auf dem Umweg über die EZB Dollar zur Verfügung stellt.)

Inflationsbekämpfung, Sparanreize, Unabhängigkeit der EZB - all das ist den Verfechtern der EZB-Löschkanone nicht mehr so wichtig. Schließlich stehe der Euro vor dem Abgrund. Da müsse man Anleihen kaufen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Doch was, wenn das Geld die Welt erst richtig in die Bredouille bringt? Wenn all die Liquidität das falsche Mittel ist - wenn die Eurozone nicht brennt, sondern jetzt schon im Geld ertrinkt? Das klingt paradox, zugegeben, fehlt es doch den meisten Euro-Staaten gerade am Geld. Aber es wird gleich klarer.

In der Eurozone insgesamt gibt es nämlich eigentlich genug Geld. Sogar zu viel davon. Seit Jahren ist die Geldmenge viel schneller gewachsen als das Bruttoinlandsprodukt. Noch im Juni sprach die Europäische Zentralbank selbst von „überschüssiger Liquidität" (PDF, S. 35/36) - und ihre Worte waren warnend: „Die angesammelte Liquidität kann Preisdruck in Vermögenspreisen und Produktpreisen verursachen, selbst wenn die Geldmenge nur langsam wächst."

Was die EZB da sagt, heißt übersetzt: Geld kann nicht nur die Inflation in die Höhe treiben. Pedro Teles und Harald Uhlig haben das gezeigt: Irgendwann gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts hat sich die Welt geändert. Seitdem verursachen Zentralbanken nur noch selten Inflation, wenn sie die Geldmenge schnell wachsen lassen. Einst hieß diese Phase „Great Moderation" (Große Mäßigung): Die Zentralbanken schienen alles im Griff zu haben. Wer so denkt, druckt auch heute noch Geld. Denn die Inflation scheint weit weg zu sein. Doch die „Great Moderation" hat sich als Illusion entpuppt.

Denn Inflation ist nicht das einzige Risiko an großen Geldmengen - auch das haben die vergangenen 20 Jahre gezeigt. „Liquidität findet immer ihren Weg", sagt der scheidende EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark im Interview mit der F.A.S. Wir müssen fürchten, dass er Recht hat. Ansgar Belke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und zwei Kollegen jedenfalls haben festgestellt, dass das Geld auf der Welt inzwischen leichter die Preise für Geldanlagen nach oben treibt als die Preise im Supermarkt. Das hat schon mehrmals böse geendet. In Amerika hat Alan Greenspan über Jahre hinweg zu viel Geld verteilt. Er bekam immer größere Blasen - bis zur Immobilienblase und der Finanzkrise. Großbritannien ging es nicht besser.

Die Eurozone war ebenfalls nicht immun. Sie hatte von ihrem Geld nicht nur eine Immobilienblase in Irland und Spanien. Sie hatte offenbar auch eine veritable Blase in Staatsanleihen. So manche Bank hat sich Geld von der EZB geliehen und davon postwendend Staatsanleihen gekauft - gegen die konnte die Bank sich noch mehr Geld leihen und davon noch mehr Staatsanleihen kaufen. Für die Banken war das ein gewinnbringendes Geschäft. Und die Kreditzinsen für die Staaten sanken viel zu tief.

Genau das macht mir große Sorgen. Denn das Geld ist jetzt noch nicht weg, es ist nur woanders. Und schickt sich dort an, die nächsten Blasen zu befüllen. Das merkt man sogar schon in der Praxis: Investoren stehen heute schon ratlos vor den Finanzmärkten, weil kaum noch eine Geldanlage angemessen bepreist scheint - alles sieht zu teuer aus. Wer sich noch Gewinn erhofft, der setzt auf spekulative Kurssteigerungen. Das ist ein Alarmzeichen.

Normalerweise heißt es: Die Zentralbanken müssen jetzt Geld verteilen, in besseren Zeiten sammeln sie es wieder ein. Ich glaube das nicht, die Erfahrung der vergangenen 20 Jahre macht mich skeptisch. Aber vielleicht ist es dieses Mal anders - vielleicht kommt dieses Mal gar keine gute Zeit nach.

Denn: Wenn die Investoren jetzt noch ihre Peripherie-Anleihen an die Zentralbank verkaufen und dafür neues Geld bekommen - wo sollen sie denn das noch hinlegen, ohne die Blase zu vergrößern?

In Rohstoffe? Bis heute ist umstritten, ob Investoren die Lebensmittelpreise nach oben getrieben haben - das ist zumindest möglich. Der Goldpreis ist auf jeden Fall in die Höhe geschossen. Wenn das alles wäre, wäre es noch in Ordnung. Eine Blase im Goldpreis lässt sich noch recht gut abfedern.

Der Rest vom Text steht hier:

http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/...echste-blase.aspx
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenInternationaler Finanzmarkt:Euro-Aus-Szenarien

 
  
    
07.02.12 15:51
Internationaler Finanzmarkt Eine irrationale Suche nach Sicherheit

28.11.2011  ·  Internationale Banken rechnen Szenarien durch, wie sich ein Ende des Euro auf sie auswirken würde. Der Bericht von den internationalen Finanzmärkten.
Von Norbert Kuls

Die internationalen Finanzmärkte waren in der vergangenen Woche angesichts der Schuldenkrise in Europa abermals von einer Flucht in Sicherheit geprägt. Und als wirklich sichere Anlage wurde von Marktteilnehmern nur noch eine Anlageklasse verstanden: Anleihen der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Rendite amerikanischer Staatspapiere mit einer Restlaufzeit von 10 Jahren notierte am Ende der Woche knapp unter 2 Prozent und damit etwas unter dem Niveau der Vorwoche.

Die Renditen deutscher Bundesanleihen kletterten dagegen nach einer missglückten Auktion zehnjähriger Papiere. Die Bundesanleihen, die bislang ebenfalls als extrem sicher galten, waren am Mittwoch auf überraschend geringe Nachfrage gestoßen - ein Zeichen wachsenden Drucks auf den bislang stabilen Kernbereich der krisengeschüttelten europäischen Währungsunion.

Amerikas Probleme werden ignoriert

Die Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen war allerdings einigermaßen verwunderlich, weil aus Amerika auch keine positiven Nachrichten kamen. Am Montag hatte ein überparteilicher Ausschuss, der mit dem Abbau des Haushaltsdefizits betraut ist, sein Scheitern eingestanden. Die Unfähigkeit amerikanischer Politiker, in wirtschaftspolitischen Fragen Kompromisse zu erreichen, hatte erst im August zu einer Abstufung der amerikanischen Bonität durch die Ratingagentur Standard & Poor's geführt.

Aber die Akteure an den Finanzmärkten ignorieren die latente Gefahr eines weiteren Bonitätsverlustes der Vereinigten Staaten noch. Brian Rogers, der Chefinvestmentstratege der großen amerikanischen Fondsgesellschaft T. Rowe Price interpretierte das niedrige Renditeniveau der zehnjährigen Papiere bei einer Veranstaltung in New York als "irrationalen Überschwang" auf der Suche nach Sicherheit.

Negative Entwicklungen in Europa

In Europa zogen die Renditen dagegen auf breiter Front an, weil immer noch eine überzeugende und vor allem rasche Lösung der Schuldenkrise fehlt. Der Euro fiel parallel zur Abneigung gegen europäische Papiere und der robusten Nachfrage nach amerikanischen Anleihen im Wochenvergleich um mehr als 2 Prozent auf 1,32 Dollar.

Die Lage in der Eurozone hatte sich in der vergangenen Woche Schlag um Schlag verschlechtert. Die Ratingagentur Fitch stufte die Kreditwürdigkeit Portugals auf Ramschniveau herunter. Standard & Poor's nahm die Bonität Belgiens um eine Stufe zurück, und die Kollegen von Moody's stellten die Bonität Frankreichs in Frage.

Italien gelang am Freitag eine Emission von Staatsanleihen nur zu sehr hohen Zinsen. Für zweijährige Anleihen musste Italien 7,8 Prozent Zinsen bieten, so viel wie noch nie seit der Einführung des Euro. Die Rendite für zehnjährige Papiere kletterte auf 7,2 Prozent.

Euro-Aus-Szenarien

www.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/...rheit-11543436.html
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenBank Holiday in Amerika von Februar oder März 2012

 
  
    
07.02.12 19:21
Lindsey Williams: Bank Holiday in Amerika von Februar oder März 2012
Time Out: Lindsey Williams 3. Februar 2012 Lindsey Williams:. Bank Holiday in Amerika von Februar oder März 2012 und der Dollar um 40 Prozent abgewertet werden. China und Japan nur vor wenigen Wochen unterzeichnete das größte Handelsabkommen in der Geschichte der Welt und sie vereinbarten Stillschweigen über den US-Dollar für ihren Handel zu nutzen, vereinbarten Iran und Indien, um Öl für alle Gold tauschen zu Gunsten der Iran, das ist ein Segen, den Iran, die jetzt immer wird Gold statt der wertlosen amerikanische Papier-Dollar, ist der Dollar auf seinem Weg zum Untergang ....

http://lindseywilliams101.blogspot.com/2012/02/...ank-holiday-in.html
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenDie ESM-Diktatur enteignet Deutschland

 
  
    
07.02.12 19:28
Die ESM-Diktatur enteignet Deutschland
06.02.2012

ESM ist beschlossene Sache - und niemand muckt mehr auf. Auch die Aufstockung scheint niemanden zu stören. Die Tragweite des ESM wurde in der Presse kaum debattiert, geschweige denn die Folgen für jeden Einzelnen:  ESM bedeutet de facto die Enteignung deutschen Sparvermögens. Doch die meisten werden es wohl erst merken, wenn das Geld weg ist.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/...ur-enteignet-deutschland

von Rolf Ehlers
Eine fast beiläufige Mitteilung

In den Medien wurde in den letzten Tagen nur kurz darüber berichtet, dass die 27 Mitglieder der Europäischen Union einstimmig einen neuen Euro-Rettungsschirm (ESM) aufgelegt haben, der mit einem Volumen von 500 Milliarden Euro helfen soll, durch finanzielle Stützung der in Finanznot geratenen Mitgliedsstaaten die finanzielle Stabilität im EU-Raum zu bewahren. Diese halbe Billion ist nur der jetzt beschlossene Mindestrahmen.

Schon im März soll über eine Aufstockung geredet werden. Das haben die Finanzminister in ihren  Sitzungen vom 23. und 31.1.2012 einstimmig beschlossen, ohne dass das bei den etablierten Parteien mit Ausnahme der Linken auf Widerspruch gestoßen wäre. Nur England ist dagegen, Tschechien macht Vorbehalte.

Von einer Beteiligung der Parlamente der beteiligten Länder ist in dem Papier nicht die Rede, wird aber wohl innerstaatlich durchgezogen werden müssen. Gar kein Gedanke wird daran verschwendet, die Völker Europas zu befragen. Die Regelung soll am 1.7.2012 in Kraft treten.

Verwirrende Namensgebungen: EFSM, EFSF, ESM

An der Verfügung über diesen gewaltigen Betrag von zunächst einmal einer halben Billion Euro gab es öffentlich auch deshalb kaum Anstoß, weil wir solche große Zahlen inzwischen gewöhnt sind und gar nicht realisieren können, welches die Folgen solcher Ausgaben sind. Allerdings fing die Vergemeinschaftung aller Haushaltsschulden der beteiligten Staaten weit harmloser an. Da ging es zunächst „nur“ um 60 Milliarden Euro, über die EU- Kommission mit dem Instrument der EFSM (European Financial Stabilisation Mechanism) mit Mehrheit befinden sollte. Das Budget der EU-Kommission sollte in die Mithaft für diese Gelder genommen werden.

Über ein weiteres Instrument, die EFSF (European Financial Stability Facility), sollten allerdings weitere Gelder in Höhe von bis zu 440 Milliarden Euro erhoben werden können, dies aber wie die Öffentlichkeit belehrt wurde, nicht im Wege der Schuldenübernahme, sondern durch Vergabe von Darlehen an die notleidenden Länder. Jeder konnte sich ja damit beruhigen, dass damit doch nicht endgültig gesichert war, dass mit einer Rückzahlung niemals zu rechnen war.

EFSM und EFSF zusammen kamen schon auf die magische Summe von einer halben Billion Euro. Ist das Kind also nicht bereits mit der Bildung von EFSM und EFSF in den Brunnen gefallen? Hat das neue Kind ESM einfach nur einen neuen Namen, indem es die Leistungen und Risiken seiner beiden Vorläufer nur zusammenfasst? Weit gefehlt! 250 Milliarden Euro wurden über den EFSF übrigens gleich für die Rettung der Haushalte Irlands und Portugals ausgebeben.

Wesentliche Inhalte der neuen ESM-Regelung

Es geht jetzt nicht mehr im Wesentlichen um Darlehen. Die jetzt angefassten Gelder sind mit ihrer Verteilung endgültig weg. Es kommt aber noch toller: Nach Art.10 Abs. 1 der Regelung kann der von der EU-Kommission eingesetzte mit der Mehrheit seiner Mitglieder entscheidende „Gouverneursrat“ nach Art. 17 jederzeit Erhöhungen des Grundkapitals beschließen. Eine Obergrenze gibt es nicht.

Darüberhinaus ist er ermächtigt, zur weiteren Stabilisierung der Haushalte auf den Kapitalmärkten Kredite von Banken und anderen Einrichtungen aufzunehmen, um auch diese der Höhe nach unbegrenzten Mittel zur Stabilisierung der einzelstaatlichen Haushalte zu verwenden. Die Billion ist so sehr schnell erreicht! Eine Inhaltskontrolle der Darlehen von außen, etwa durch die Parlamente der Vertragsstaaten, ist nicht vorgesehen.

Da entscheidet der Geschäftsführende Direktor des Gouverneursrats in Befolgung der vom Direktorium dieser Einrichtung festgelegten Leitlinien. Wann außer bei der Treuhandanstalt, die auf Kohls Geheiß das Tafelsilber und den Schrott der untergegangenen DDR verhökerte, hat jemals eine Behörde solche Freizügigkeiten genießen dürfen?!

ESM-Diktatur außer Kontrolle

Die Verfasser dieser Regeln haben natürlich mit Kritik gerechnet und haben deshalb in Art. 25 eine Prüfung der Rechnungsführung durch „externe Prüfer“ vorgesehen, die indes vom Gouverneursrat selbst eingesetzt werden. Die Autoren der Vereinbarung haben allerdings auch an die armen Menschen gedacht, die solche unerhörte Verantwortung übernehmen. In Art. 27 und 30 sind daher Regeln aufgestellt, die sie von jeglicher persönlicher Inanspruchnahme gleich vollständig freigestellt. Es heißt dort wörtlich:

   „Der ESM, sein Eigentum, seine Finanzmittel und Vermögenswerte genießen unabhängig von ihrem Standort und Besitzer umfassende gerichtliche Immunität"
   “Das Eigentum, die Finanzmittel und Vermögenswerte des ESM sind unabhängig davon, wo und in wessen Besitz sie sich befinden, von Zugriff durch Durchsuchung, Beschlagnahme, Einziehung, Enteignung und jede andere Form der Inbesitznahme, Wegnahme oder Zwangsvollstreckung durch Regierungshandeln oder auf dem Gerichts-, Verwaltungs- oder Gesetzesweg befreit.”
   “Die Archive des ESM und alle ihm gehörenden oder in seinem Besitz befindlichen Dokumente im Allgemeinen sind unverletzlich.”
   “Die Gouverneursratsmitglieder, stellvertretenden Gouverneursratsmitglieder, Direktoren, stellvertretenden Direktoren, der Geschäftsführende Direktor und das Personal genießen Immunität von der Gerichtsbarkeit hinsichtlich der in ihrer amtlichen Eigenschaft vorgenommenen Handlungen und Unverletzlichkeit in Bezug auf ihre amtlichen Schriftstücke.“

Blanker Verfassungsbruch in den EU- Ländern

Gegen den EFSF und die schon vor ihm gewährten Finanzhilfen an Griechenland hatte die Gruppe Gauweiler, Hankel, Nölling, Schachtschneider und Starbatty erfolglos vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt. In seiner Entscheidung vom November letzten Jahres meinte das Gericht, mit der Höhe der Bürgschaften sei die Obergrenze für die Annahme einer Aufgabe der Haushaltsautonomie des Staates noch nicht erreicht. Erst wenn die Haushaltsautonomie „für einen nennenswerten Zeitraum nicht nur eingeschränkt würde, sondern praktisch vollständig leerliefe, könne davon die Rede sein. Immerhin verlangten die Richter, dass der Haushaltsausschuss der Deutschen Bundestages jedem neuen Rettungspaket zustimmen müsse. Die Übertragung dieser Zustimmungsrechte auf einen Unterausschuss aus nur 9 Mitgliedern des Haushaltsausschusses lehnten sie als verfassungswidrig ab.

Dieser Sieg vor Gericht hat ganz offensichtlich Merkel & Co. ermutigt, mit dem ESM jetzt eine Regelung vorzulegen, die die Europäische Union endgültig zu der nach dem Grundgesetz unzulässigen Haftungs- und Transfergesellschaft macht, die die Kläger zu Recht beklagt hatten. Dabei darf man nicht vergessen, dass parallel die Europäische Zentralbank (EZB) permanent auf Kosten der EU-Länder, die ja für diese Defizite einstehen müssen, Schrottpapiere der Banken in von der Finanzkrise am stärksten betroffenen Ländern aufkauft, zuletzt in dem der wilden Aufregung um den ungelenken Bundespräsidenten Wulff doch kaum beachteten Einkauf vom 500 Milliarden Euro italienischer und spanischer Schrottpapiere.

Mit dem ESM und der neuen Praxis der EZB ist die Verschuldung der Bundesrepublik als Hauptschuldner in Europa so maßlos angestiegen, dass eine sinnvolle Haushaltspolitik nicht mehr möglich ist. Der Staat hat sich damit so massiv verschuldet, dass es über Generationen hinweg keine echte Haushaltsautonomie geben wird. Geht das durch, ist durch die Hintertür die Wirtschaftsunion Europas ohne Zustimmung der Parlamente oder gar der Völker verwirklicht. Die Haushaltsentscheidungen in Berlin trifft – in Abstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Brüsseler Gouverneur. Armes Deutschland! Dass es andere Betroffene in Europa gibt wie insbesondere Österreich ist dabei kein Trost.

Der Erhalt der Haushaltsautonomie eines Staates ist wesentliches Merkmal der Staatsgewalt. Ein Staat, der sich dieses Recht nehmen lässt, verliert mit der eigenständigen Staatsgewalt ein konstituierendes Merkmal seiner Existenz als Staat. Der neue Gouverneursrat in Brüssel, der künftig die Haushaltsmacht an Stelle der Länder der Gemeinschaft ausübt, hat daher genau den richtigen Namen. In der besonderen Situation in Deutschland kann nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts eine solche Aufgabe der staatlichen Eigenständigkeit nur im Wege einer vom Volke beschlossenen neuen Verfassung realisiert werden.

Der verborgene politische Wille hinter allem

Das indes ist schiere Phantasie. Die Völker Europas wollen nicht in einem Staat oder einer Wirtschaftsunion aufgehen. Die Menschen wollen keine Vereinigten Staaten von Europa. Dafür sind die wirtschaftlichen und kulturellen Unterschiede viel zu groß. Allgemein ist das Interesse an wesentlich besserer Zusammenarbeit. Die Nivellierung aller Verhältnisse ist eine ganz andere Sache.

Was die von den Völkern Europas gewählten Regierungen zu solch drastischen Änderungen gegen den bekannten Willen der Völker treibt, kann man nur mutmaßen. Man kommt vielleicht dahinter, wenn man nachschaut, wem das alles nutzt („cui bono“). Man hört ja immer mehr von David Rockefeller, Eugene Rothschildt, den Bilderbergern, der City of London und anderen verborgenen Zirkeln. Wer von ihnen oder wer sonst ist es denn nun wirklich, der an den Strippen zieht um die Welt nach seinem Bild zu formen? Er muss schon sehr viel Macht haben, wenn er die gewählten Regierungen und die Medien auf seine Linie bringen kann, was kaum noch zu bezweifeln ist. Bis zur Offenlegung bleibt es allerdings, wie Bert Brecht es schon in der Dreigroschenoper sagt: „Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht und man siehet die im Lichte die im Dunkeln sieht man nicht.“

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/...ur-enteignet-deutschland
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenAthen: Griechen verbrennen deutsche Fahne

 
  
    
07.02.12 19:32
Ausschreitungen in Athen: Griechen verbrennen deutsche Fahne
Deutsche Mittelstands Nachrichten  |  Veröffentlicht: 07.02.12, 14:47  |  Aktualisiert: 07.02.12, 17:01  |  58 Kommentare

In Griechenland haben sich erstmals öffentliche Proteste gegen Deutschland gerichtet. Vor dem Parlament von Athen versuchten Jugendliche, eine deutsche Fahne und eine Hakenkreuzfahne zu verbrennen (Mit Video).

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/02/37738/
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenPotap und Nastja - mir otmenjaem

 
  
    
07.02.12 21:19
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenArash Feat. Blestyashchie Vostochnye Skazki

 
  
    
07.02.12 21:21
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenGreenspan gilt als Verursacher der Finanzkrise

 
  
    
10.02.12 16:39
Inzwischen ist allerdings vielen klar geworden, dass es weniger Magie war, die Greenspan zum Einsatz brachte, als vielmehr die Notenpresse. Und dass die vermeintliche "wirtschaftliche Stabilität", die er schuf, in Wahrheit die Basis für das anschließende Debakel war.

http://www.welt.de/finanzen/article13859746/...wuerde-aberkennen.html

http://www.blackswantrading.com/Portals/78756/...ter-ben-bernanke.jpg

ääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääää

Meine Meinung:

Sein Nachfolger Ben Bernanke (Santa Ben Bernake's Wild Helicopter Ride) macht alles noch viel Schlimmer wie sein Vorgänger Al Greenspan. Nach dem Motto: Auf Übelmänn folgte Katastrophemänn, dieser US-FED-Gelddruckteufel wird die Geldschwemm Operette bis zum bitteren Crash ende weiter dirigieren, bis alles in Flammen steht.
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenGold_fass_an: Vielleicht auch bald bei uns? 19:55

 
  
    
13.02.12 23:21
Gold_fass_an: Vielleicht auch bald bei uns? 19:55 #52297

Zitat: Kein Lebensmittel soll wachsen, das nicht uns gehört – MONSANTO

Dass die amerikanischen Regierungen Verbrecher waren, nichts Neues, wird auch in Zukunft so bleiben, das wird immer so sein:

Wir sind die Schönsten und Besten, wir bestimmen über diese Welt! Basta!
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenDas Ehegattensplitting muss weg

 
  
    
14.02.12 17:05
Das Ehegattensplitting muss weg

Um mehr Frauen in Beschäftigung und vor allem Vollzeitbeschäftigung zu bringen, fordern die Forscher erhebliche Änderungen im Steuer- und Sozialsystem. Die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern, die nicht arbeiten, in der gesetzlichen Krankenversicherung müsse abgeschafft werden, das schaffe Anreize für die Ehepartner, ebenfalls zu arbeiten.
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Aufschwung Mitte des Jahres erwartet

Außerdem mache das Ehegattensplitting es in seiner bisherigen Form unattraktiv für den geringer verdienenden Partner, mehr zu arbeiten. Die Organisation wünscht sich deshalb die Abschaffung des Ehegatten-Splittings, allerdings räumen die Forscher ein, dass eine Abschaffung möglicherweise am Grundgesetz scheitern könnte. Reformen an der gemeinsamen Besteuerung seien dann eine Alternative.

Auch für ältere Arbeitnehmer sollte es attraktiver werden, länger im Beruf zu bleiben. Dafür sei allerdings ein Umbau des Rentensystems nötig: Die Ökonomen empfehlen, dass bei der Berechnung der Rente künftig die letzten Berufsjahre besonders stark zählen sollten. Dann hätten Arbeitnehmer einen Anreiz länger im Beruf zu bleiben, weil sie ansonsten erhebliche Einschnitte bei der Rente befürchten müssten.

Die Frührente würde dadurch weniger attraktiv. Außerdem sollte sich das Gehalt künftig an der Leistung und nicht am Alter bemessen, das würde es für Unternehmen günstiger machen, Ältere zu beschäftigen. Beide Forderungen dürften auf heftige Kritik der Gewerkschaften und Sozialverbände stoßen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13867841/...senden-Reformen.html
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenWir sitzen in der Falle

 
  
    
18.02.12 17:35
Im Gespräch: Ökonom Hans-Werner Sinn „Wir sitzen in der Falle“

18.02.2012 ·  

Für den Ökonomen Hans-Werner Sinn ist der Zug in Richtung Transferunion abgefahren. „Die Rettungsschirme werden in Kürze verbraucht sein“, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z. Im Endeffekt würden dreieinhalb Billionen Euro Staatsschulden der Südländer vergemeinschaftet.

Professor Sinn, die Griechen erhalten bald ein weiteres Hilfspaket von 130 Milliarden Euro. Haben Sie Hoffnung, dass dies die letzte Zahlung sein könnte?

Nein. Es wird nur kurze Zeit reichen. Das ist eine weitere Hilfe für die Kapitalanleger, die so noch mal einen Teil ihrer Staatspapiere loswerden. Wollte man den Griechen wirklich helfen, müsste man ihnen dieses Geld als Austrittshilfe geben. Sie haben keine Chance, im Euroraum wettbewerbsfähig zu werden. Sie müssten 31 Prozent mit ihren Preisen runter, um auf das türkische Niveau zu kommen.

Also muss Griechenland die Währungsunion im eigenen Interesse verlassen?

Ja, denn wenn man Griechenland zumutet, durch ein Sparprogramm die Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen, wird das Land zerbrechen. Da können die Politiker Europas zehn Mal etwas anderes sagen. Bestimmte Dinge sind ökonomisch nicht möglich.

Was haben die Griechen denn in den zwei Jahren mit ihren Sparanstrengungen erreicht?

Nichts. Das ist das große Problem nicht nur in Griechenland. Vor der Krise waren die Preise in den peripheren Ländern und Italien durch den billigen Kredit, den ihnen der Euro brachte, explodiert. Kreditfinanziert wurden Löhne erhöht, sind Leistungsbilanzdefizite entstanden. Das Geld für den Importüberhang hat man sich im Ausland geliehen. Das ging gut, bis die amerikanische Finanzkrise nach Europa kam. Dann ist die Blase geplatzt. Die Preise sind aber heute noch die Preise vom Zeitpunkt des Platzens der Blase. Das sind keine Gleichgewichtspreise, die müssen runter. Wir brauchten normalerweise eine Wechselkursanpassung. Aber die gibt es im Euro nicht. Also muss man das gleiche durch eine relative Preissenkung im Vergleich zu den Wettbewerbern im Euroraum leisten.

Wir hören seit zwei Jahren, wie schlimm die Sparauflagen sind. Tatsächlich ist an interner Abwertung nichts passiert?

Nein. Obwohl man um eine zweistellige Rate runter müsste, ist das spanische Preisniveau in der Krise um gerade mal ein Prozent gegenüber den Wettbewerbern gefallen. Italien und Portugal sind sogar noch teurer geworden, als sie ohnehin schon waren. Das Beharren auf falschen Preisen ist das Hauptproblem der Eurozone. Daran kann sie zerbrechen. Das Schuldenproblem verblasst dagegen. Die südeuropäischen Länder sind der Lösung ihrer Probleme bislang kein bisschen nähergekommen. Sie sollten sich an Irland ein Beispiel nehmen. Irland hat die Preise in den letzten fünf Jahren um 16 Prozent gegenüber seinen Handelspartnern gesenkt.

Das Land hatte ein hohes Leistungsbilanzdefizit von bald 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, jetzt hat es schon wieder einen Überschuss. Deshalb schöpfen die Märkte neues Vertrauen. Damit Griechenland den irischen Erfolg erzielt, müsste es aber fast 50 Prozent abwerten, weil das griechische Leistungsbilanzdefizit mehr als dreimal so groß war wie das irische. Dieser Weg ist zu weit. Das kriegen die Griechen nie im Leben hin, denn sie haben starke Gewerkschaften. Es fehlt ihnen mangels Exporten die Exportlobby, die eine reale Abwertung verlangen könnte, um wettbewerbsfähig zu werden. Statt dessen haben wir nur eine Importlobby, die sich der realen Abwertung widersetzt, weil die ihr Geschäft kaputt macht.

© Wolfgang Eilmes „Die Südländer sind der Lösung ihrer Probleme bislang kein bisschen nähergekommen“

Was passiert, wenn die Drachme eingeführt wird?

Es gibt einen Bank-Run. Die Banken sind insolvent und müssen gestützt werden. Deswegen wäre es besser, die 130 Milliarden Euro für den Übergang zur Drachme zu verwenden.

Wie schnell stabilisiert sich die Lage nach einem Währungsschnitt?

In Argentinien hat es zwei Jahre gedauert, bis das Land wieder auf eigenen Füßen stand.

Auch die Menschen werden flüchten, oder?

Das ist ein großes Problem, aber diese Fluchtbewegung wäre größer, bliebe man ohne Transfers im Euro. Es gibt nur drei Möglichkeiten: Erstens, wir finanzieren das griechische Leistungsbilanzdefizit von 10 Prozent weiter mit Krediten, die zu Geschenken mutieren werden. Zweitens, Griechenland tritt aus und wertet ab. Drittens, Griechenland wird im Euro entsprechend billiger. Der dritte Weg bringt die Gewerkschaften auf die Barrikaden. Er führt zum Massensterben in der Wirtschaft, denn die Bankschulden der Firmen bleiben, während die Werte der Anlagen und Gebäude in den Keller gehen. Die Firmen sind dann überschuldet.

Welche Vorteile hätte die Einführung der Drachme?

Durch Austritt und Abwertung werden die Bankschulden abgewertet. Daher bleiben die Bilanzen der Firmen in Ordnung. Das ist der Riesenvorteil. Die Außenschulden bleiben natürlich und steigen im Verhältnis zum abgewerteten Bruttoinlandsprodukt. Aber das wäre bei einer inneren Abwertung durch Preissenkung genauso. Beim Austritt kann man allerdings das Lex Monetae anwenden und die Außenschulden ebenfalls in Drachme verwandeln. Das ist ein weiterer Vorteil.

Sie würden ja schon durch den Schuldenschnitt gekappt..

Beim Austritt lässt sich das Problem viel eleganter lösen. Die Schulden sind nach griechischem Recht begeben. Griechenland kann die Schulden durch einfaches Gesetz in Drachme umwandeln.

Müssten nicht neben den privaten Schuldnern auch öffentliche auf wesentliche Teile ihrer Forderungen verzichten?

Der EZB ist es verboten, Staaten Schulden zu erlassen. Aber was soll sie machen, wenn Griechenland pleite ist? In jedem Fall wird der Verzicht kleiner, wenn die Griechen austreten, denn nur Austritt und Abwertung versetzen das Land in die Lage, irgendwann wieder Leistungsbilanzüberschüsse zu erwirtschaften, also die Außenschulden zu verringern. Es ist für die Gläubiger also eigentlich besser, wenn Griechenland aus tritt. Tatsächlich kalkulieren sie anders: Sie hoffen, dass der deutsche Steuerzahler einen größeren Teil der Rechnung übernimmt, wenn die Griechen im Euro bleiben. Das ist ein unehrliches Kalkül auf dem Rücken der griechischen Bevölkerung.

Ist der politische Wille zum Austritt in Griechenland gewachsen?

Griechenland würde sofort austreten, wenn es keinen Zugang zu Druckerpresse und Rettungspaketen mehr hätte. Der einzige Grund, warum die Griechen im Euro bleiben, ist die Hoffnung, von dem vielen Geld, das den Gläubigern zufließen kann, ein bisschen für sich abzuzweigen.

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr für Portugal und andere?

Die ist vorhanden. Aber sie wird von den Gläubigern an der Wall Street, in London und Paris instrumentalisiert. Sie sagen: Wenn Ihr Griechenland nicht rettet, bricht die Welt zusammen. In Wahrheit bricht ihr Vermögensportfolio zusammen, nicht die Welt. Wenn man das weiß, muss man nicht so ängstlich sein. Persönlich glaube ich, dass die Kapitalmärkte sehr wohl zwischen den Ländern unterscheiden können. So halte ich eine Ansteckung von Irland für ausgeschlossen, weil die Märkte beobachten, dass Irland wieder Leistungsbilanzüberschüsse hat.

Sehen Sie Fortschritte in Spanien und Italien?

Ehrlich gesagt nicht, weder was die Defizite anlangt, noch die Preise. Das sind bislang Absichtserklärungen. Wirklich gehandelt hat nur Irland.

Die Bundesregierung versichert, die deutsche Haftung für die Krisenländer sei bei 211 Milliarden Euro gedeckelt.

Da fehlt einiges. Erstens sind es 253 Milliarden Euro, weil im Kleingedruckten steht, dass es noch 20 Prozent mehr werden können. Außerdem sind die Staatspapierkäufe, die exorbitanten EZB-Kredite sowie die Gelder von der EU und vom IWF nicht dabei. Wir haften nach heutigem Stand für 643 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Zinsen für die Kredite.

Bislang habe uns die Rettung noch kein Geld gekostet, hört man oft.

Wir haben jetzt schon Verluste. Denn wir übernehmen ein Risiko, das einen Marktpreis hat. Man kann sich gegen den Konkurs eines Landes versichern. Das kostet eine Menge Geld. Diese Versicherung geben wir umsonst. Die Rechnung ist also falsch. Man muss auch Versicherungsschutz zum Marktpreis berechnen. Der Verlust wird natürlich erst recht groß sein, wenn es schief geht.

Kommen wir zum Stichwort Eurobonds, gemeinsamen Staatsanleihen im Euroraum. Die fordern die Südländer, um ihre Zinskosten dauerhaft zu senken.

Deutschland müsste mit einem Zinsaufschlag von 2,3 Prozentpunkten rechnen, wenn die Schulden in der Währungsunion vergemeinschaftet würden. Tauscht man die gesamte Staatsschuld in Eurobonds, würde uns das 50 Milliarden Euro jährlich kosten.

Eine ihrer Optionen läuft darauf hinaus, Griechenland als Mezzogiorno durchzuschleppen. Mancher sagt, das müsste es uns wert sein, weil Deutschland größter Euro-Profiteur sei?

Deutschland wächst seit zwei Jahren schneller als der Durchschnitt. Das stimmt. Wir profitieren davon, dass sich das deutsche Sparkapital nicht mehr aus dem Land traut und eine sichere Anlage im Inland sucht. Das erzeugt einen Investitionsboom. Das ist derzeit der Haupttreiber des Wachstums, nicht der Außenhandel. Bis zur Finanzkrise 2008 hatten wir aber unsere eigene Eurokrise Das sollten wir nicht vergessen. Wir hatten die niedrigste Netto-Investitionsquote der OECD, trugen die rote Laterne beim Wachstum, zwei Drittel des neu gesparten Kapitals liefen weg. Es gab eine Massenarbeitslosigkeit, die Schröder zu schmerzhaften Reformen auf dem Arbeitsmarkt zwang. Die Reformen haben eine Phase der Lohnmäßigung eingeleitet und die Gesellschaft vor eine Zerreißprobe gestellt. Das war wahrlich kein Zuckerschlecken.

Also derzeit sind wir Krisengewinner?

Ja, das ist aber im Wesentlichen eine Selbstkorrektur des Kapitalmarkts. Der war einige Jahre blind für die Risiken in der Peripherie. Durch die Rettungsschirme bieten wir nun aber dem störrischen deutschen Kapital Geleitschutz in den Süden, wo es eigentlich nicht hin will und verlagern damit die Wachstumskräfte erneut von Deutschland in den Süden. Das ist eine Politik, die nicht wirklich im deutschen Interesse liegt.

Das Ganze wird, öffentlich kaum bemerkt, unterstützt durch die Target-Verbindlichkeiten der Bundesbank. Sie haben aufgedeckt, welche enormen Haftungsrisiken hier über den Zahlungsverkehr im sogenannten Target-System zwischen den Notenbanken des Euroraums entstanden sind. Die Bundesbank hat seit Ausbruch der Finanzkrise 500 Milliarden Euro Forderungen gegen die Notenbanken der Euro-Wackelkandidaten aufgehäuft. Wie erklären Sie das Target-Problem dem Laien?

Wir haben Überschüsse im Außenhandel mit den südlichen Euro-Staaten, und diese sind bezahlt worden mit selbst gedrucktem Geld. Normalerweise hat der deutsche Überschuss sein Pendant in Vermögenswerten dieser Länder, die man erwirbt. In den letzten vier Jahren war das aber nicht der Fall, da unsere Kunden die Waren mit selbstgedrucktem Geld bezahlt haben. Im Süden liefen die Druckerpressen heiß und haben die Kreditvergabe unserer Banken ersetzt. Die haben ihr Geld bei der Bundesbank angelegt, und die Bundesbank hat eine Target-Forderung gegen das EZB-System bekommen. Wir haben also marktgängige Schuldtitel gegen Target-Forderungen ersetzt. Diese Forderungen werden nur mit einem Prozent Zins bedient, das ist weniger als der Inflationsausgleich.

Wo liegen die Risiken?

Wir können die Forderungen nie fällig stellen. Wenn wir alt und gebrechlich sind und unsere Lebensversicherungspolicen ausgezahlt haben wollen, kann die Bundesbank nicht zurückzahlen, weil sie selbst ihre Forderungen nicht eintreiben kann. Zerbricht der Euro, haben wir im Übrigen eine Forderung gegen ein System, das es nicht mehr gibt. Die Target-Forderungen haben Deutschland erpressbar gemacht, denn jeder weiß, dass wir 500 Milliarden Euro verlieren, wenn der Euro zerbricht. Also müssen wir ihn unter allen Umständen retten. Die Summe könnte übrigens nochmal dramatisch wachsen, weil die EZB die Menge der akzeptierten Sicherheiten für solche Refinanzierungskredite um 500 Milliarden Euro ausweiten will. Diese Kredite werden praktisch ausschließlich zur weiteren Aktivierung der Druckerpresse im Süden verwendet werden. Heute besteht schon die Hälfte des deutschen Nettoauslandsvermögens aus Forderungen der Bundesbank gegen das EZB-System. Geht es nach dem Willen der EZB, könnte die andere Hälfte bald auch noch weg sein.

Bundesbank-Vorstand Thiele sagt, die Forderungen seien besichert?

Aber womit? In Griechenland sind sie zu zwei Drittel mit Staatspapieren oder privaten ABS-Papieren besichert, die der griechische Staat garantiert. Geht Griechenland in Konkurs, sind die Papiere nichts mehr wert. Die EZB hat die griechischen Staatspapiere nach meiner Kenntnis zu einem Vielfachen dessen als Sicherheiten akzeptiert, was sie heute am Markt wert sind.

Ist das nicht ein bloßer Buchverlust im Notenbanksystem, den der Bürger nicht merkt?

Doch. Überlebt der Euro, während Griechenland Pleite geht, gibt es Abschreibungsverluste, die wir uns im Eurosystem brüderlich teilen. Zerbricht das Eurosystem, stehen die 500 Milliarden Euro zur Gänze im Risiko. Das entspricht mehr als drei mal dem Eigenkapital der Bundesbank. Sie wäre dann auch Pleite.

Aber Notenbanken können doch nicht Zusammenbrechen.

Hinter den Forderungen der Bundesbank gegen die EZB stecken unsere Ersparnisse. Die gibt uns keiner zurück. Und wenn die Bundesbank die Banken und Lebensversicherungen einfach nur mit neu gedrucktem Geld befriedigen möchte, was sie natürlich kann, dann gibt es Inflation. Die Ersparnisse kommen jedenfalls nicht wirklich zurück. Niemand wird von den in Target-Forderungen umgetauschten Auslandsforderungen jemals im Alter leben können, wenn der Euro zerbricht, welche Tricks auch immer sich unsere Buchhalter einfallen lassen.

Wie kommen wir da raus?

Wir müssten zumindest das Anwachsen der Salden verhindern. Es kann nicht sein, dass die Südländer immer mehr normale Kreditschulden durch billige Notenbankkredite ersetzen, die sie sich im EZB-Rat genehmigen. Die privaten Banken wäre bereit, dem Süden mit einer Risikoprämie von vier, fünf Prozent Kredit zu geben, aber aus der Druckerpresse zieht man den Kredit zu einem Prozent. Die EZB beraubt uns auf diese Weise nicht nur unserer Ersparnisse, sondern sie macht auch den Interbankenmarkt kaputt

... und setzt den Marktzins außer Kraft.

So ist es. Die Selbstkorrektur des Marktes wird durch Rettungsaktionen, die keine marktüblichen Zinsaufschläge verlangen, unterminiert. Die EZB subventioniert den Kapitalfluss in die Peripherie. Im Süden werden Investitionen mit einer geringeren Rendite finanziert, als man im Norden erwirtschaften könnte.

Wie könnte man das Anwachsen der Target-Salden verhindern?

Wie in Amerika. Jährlich wird der Durchschnitt der in einem Jahr neu entstandenen Target-Schulden durch Übergabe von sicheren Wertpapieren ausgeglichen, etwa durch ein System von Pfandbriefen mit einer hohen Sicherheit.

Wie viel vom Stabilitätsideal der Bundesbank steckt noch in der EZB?

Die EZB sollte nach dem Muster der Bundesbank konstruiert werden. Das hat sich leider nicht bewahrheitet. Sonst fände sich die Bundesbank nicht bei jeder Entscheidung zu den Staatsanleihekäufen und neuerdings auch zur Qualität der Sicherheiten für Refinanzierungskredite in die Minderheitenpositon gedrängt. Der EZB-Rat ist zu 70 Prozent in der Hand des Club-Med und Frankreichs. Die anderen haben nichts zu melden.

Die EZB gibt drei Jahre billiges Geld, damit die Banken Staatsanleihen kaufen können. Ist das Staatsfinanzierung?

Ja. Der Weg ist zwar nicht verboten, aber er umgeht das Verbot der direkten Staatsfinanzierung.

Merkel setzt den Wünschen der Defizitländer den Fiskalpakt entgegen zur Schuldenbegrenzung, hilft das?

Es gibt zwei Modelle für Europa: Freier Zugang zur Druckerpresse, also Target-Kredite, Eurobonds und politische Schuldenschranken. Dieses Modell hat Europa schon halb beschlossen. Das andere ist das amerikanische: Staaten können Pleite gehen. Es wird nicht geholfen, daher spreizen sich die Zinsen für die Staatspapiere der Einzelstaaten aus. Die Target-Salden müssen jährlich getilgt werden. Das Modell setzt auf Marktkontrolle. Nur deshalb werden die politischen Schranken, die es auch gibt, nie ausgetestet.

Aber der Fiskalpakt schafft doch mehr Druck?

Der Versuch, Schuldengrenzen im EU-Vertrag selbst zu verankern, ist ja gescheitert. Weil England nicht mitmachte, haben wir nur einen zwischenstaatlichen Vertrag. Der kann das alte EU-Recht nicht brechen. Ein Strafverfahren muss daher immer noch vom Europäischen Rat mit qualifizierter Mehrheit eröffnet werden. Selbst, wenn das geschieht, soll die Strafe nur 0,1 Prozent des BIP betragen. Das ist so gut wie nichts. Die Krisenländer, die sich durch die Eurobonds eine Zinsersparnis von mehreren Prozentpunkten des BIP erhoffen, werden mit der Schulter zucken, die Strafe zahlen und sich weiter verschulden. Die politischen Schuldenschranken dienen nur dazu, die Deutschen zu beruhigen, damit ist die Eurobonds-Konstruktion akzeptieren. Wir hatten das Spiel schon mal, als man uns mit dem Stabilitäts- und Wachstumspakt beruhigte. Den hat auch keines der überschuldeten Länder ernst genommen.

Wie geht das alles aus?

Der Zug ist in Richtung Transferunion abgefahren. Die Rettungsschirme werden in Kürze verbraucht sein. Dann wird man Deutschland bedrängen, die Summe zu erhöhen, um die alten Kredite zu schützen. Man wird immer wieder neues Geld dem alten hinterherwerfen, um sich bis zur jeweils nächsten Wahl zu retten. Im Endeffekt werden dreieinhalb Billionen Staatsschulden der Südländer vergemeinschaftet sein. Deutschland wird einen erheblichen Teil seines Auslandsvermögens verlieren - entweder über Staatskonkurse, über Inflation oder, am wahrscheinlichsten, über Steuererhöhungen zur Finanzierung der anstehenden Transferunion.

Wie fällt Ihr Urteil über die Verhandlungstaktik der Bundeskanzlerin aus?

Frau Merkel wird von der Wall Street, Obama, der City of London, Sarkozy, Barroso und allen Staatschef der südlichen Länder gedrängt, den Anlegern über die Bad Bank in Luxemburg, die letztes Jahr gegründet wurde (die EFSF; die Redaktion), ihre toxischen Staatspapiere abzukaufen. Dagegen hat sie die Strategie des Durchwurstelns entwickelt. Sie macht ihr Portemonnaie auf, wenn der Druck zu groß wird, aber sie gibt nicht alles her, was sie hat, weil sie weiß, dass ihre Freunde dann kein Interesse mehr an ihr haben. Sie versucht ihr Bestes. Aber wir sitzen trotzdem in der Falle.

Das Gespräch führten Heike Göbel und Holger Steltzner.

Quelle: F.A.Z.

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10864 Postings, 5146 Tage IlmenMoody's will mehr als 100 Banken herabstufen

 
  
    
18.02.12 17:38
Wegen Konjunkturschwäche Moody's will mehr als 100 Banken herabstufen

16.02.2012 ·  Die Bonitätsbewertungen zahlreicher Banken und Versicherungen sollen auf eine Herabstufung geprüft werden. Die Aktienkurse der Unternehmen verzeichneten umgehend hohe Kursverluste.
Von Markus Frühauf, Frankfurt

Moody's cuts debt ratings of six European countries © dpa

Insgesamt 114 Banken und neun Versicherern bewertet die Ratingagentur Moody’s kritisch

Die Aktienkurse europäischer Banken und Versicherer haben am Donnerstag hohe Kursverluste verzeichnet. Grund war die Ankündigung der Ratingagentur Moody’s, die Bonitätsbewertungen von 114 Banken aufgrund der Euro-Staatsschuldenkrise und der Konjunkturschwäche auf eine Herabstufung zu prüfen. Auch neun Versicherer beurteilt die Ratingagentur Moody’s kritischer. Die beiden anderen Ratingagenturen Standard & Poor’s und Fitch hatten schon im vierten Quartal eine Reihe von Banken herabgestuft.

Die Überprüfung der Ratings der Finanzinstitute folgt der Moody’s-Entscheidung Anfang der Woche, die Ratings von sechs Euroländern, darunter Spanien und Italien, zu senken. Nicht nur europäische Banken beurteilen die Bonitätsprüfer kritischer, sondern auch Banken mit hoher Abhängigkeit vom Kapitalmarktgeschäft, zu denen auch die Deutsche Bank zählt. Moody’s prüft die Kreditwürdigkeit von 17 Investmentbanken, weil das schwierigere Geschäftsumfeld und die strengere Aufsicht deren Gewinn- und Wachstumsaussichten eintrübten. Als weiteren Grund nennt Moody’s die schwierigeren Finanzierungsbedingungen, obwohl die Banken in diesem Jahr nach monatelanger Ebbe wieder unbesicherte Anleihen über 40 Milliarden Euro begeben haben.

Das schwierigere Umfeld für Banken ist längst eingepreist

Ein niedrigeres Rating erhöht die Zinskosten der Anleiheemittenten, weil die Investoren von diesen höhere Risikoprämien verlangen. Den beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse sowie Morgan Stanley droht eine Kürzung des Moody’s-Ratings um drei Stufen, der Deutschen Bank (derzeit „Aa3“) oder Goldman Sachs um zwei Stufen. Unter den Versicherern wird vor allem die Finanzstärke spanischer und italienischer Gesellschaften schlechter bewertet. Die Bonitätsnote der in Triest ansässigen Generali kürzte Moody’s um drei Stufen. Zwar wurde das Finanzstärke-Rating der Allianz mit „Aa3“ bestätigt, der Ausblick wurde aber von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt. Insgesamt prüft Moody’s neben der Deutschen Bank die Beurteilungen von sechs weiteren deutschen Instituten, darunter DZ Bank und Landesbanken, aber nicht die Commerzbank.
Infografik / Risikoprämien der Banken steigen wieder © F.A.Z.

Risikoprämien der Banken

Hohe Kursverluste verzeichneten die Aktien der spanischen Großbanken BBVA (minus 4,8 Prozent) und Santander (minus 3,3 Prozent). Generali-Aktien büßten 2,2 Prozent ein und die des französischen Wettbewerbers Axa 2,4 Prozent. Die Aktie der Deutschen Bank gab um 1,8 Prozent nach, die der Commerzbank um 0,8 Prozent. Allianz-Aktien fielen um 0,7 Prozent. Ob die Ankündigung von Moody’s die Finanzmärkte nachhaltig beeinflusst, daran bestehen Zweifel. Die Märkte hätten das schwierigere Umfeld für Banken schon längst eingepreist, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg eine Sprecherin von Société Générale.
CDS-Prämien in den vergangenen Tagen wieder gestiegen

Seitdem die Europäische Zentralbank (EZB) den europäischen Banken kurz vor Weihnachten in dem mit drei Jahren ungewöhnlich lang laufenden Offenmarktgeschäft 489 Milliarden Euro zum Leitzins von 1 Prozent bereitgestellt hat, haben sich die Finanzierungsbedingungen und die Aktienkurse deutlich verbessert.

Die Mittel flossen nicht nur in Staatsanleihen, sondern auch in neue Schuldtitel der Banken. Die Prämien für Kreditausfallversicherungen (CDS) für europäische Banken sind deutlich gesunken. So ist der Index, der iTraxx Europe Senior Financial, um mehr als 20 Prozent gefallen. Der Aktienindex Stoxx-Banken liegt seit Jahresanfang mit 16 Prozent im Plus. Jedoch sind die CDS-Prämien in den vergangenen Tagen wieder gestiegen, ebenso haben Bankaktien etwas nachgegeben.

Am 28. Februar steht der zweite Dreijahrestender der EZB an. Die Analysten von Morgan Stanley erwarten abermals eine Inanspruchnahme von rund 500 Milliarden Euro. Europäische Bankenaufseher rechnen mit einer geringeren Zuteilung als im Dezember, wie der Chef der Bankenaufsicht bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Raimund Röseler, der „Süddeutschen Zeitung“ sagte.

Quelle: F.A.Z.

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10864 Postings, 5146 Tage IlmenAutofahrer sind die Zahlmeister der Finanzkrise

 
  
    
18.02.12 18:18
Autofahrer sind die Zahlmeister der Finanzkrise

Weltweit geht die Nachfrage nach Rohöl zurück. Die Preise steigen aber dennoch, weil die Notenbanken die Märkte mit Geld fluten.

Die Kältewelle ist vorüber. Das lässt nicht nur Fußgänger aufatmen, für die der Aufenthalt im Freien wieder erträglich ist. Auch Autofahrer freuen sich. Denn wenn die Temperaturen steigen, lässt üblicherweise die Nachfrage nach Heizöl nach. Das wiederum sollte den Preistrend bei Diesel und auch bei Super-Benzin umkehren, denken viele. Denn weniger Nachfrage bedeutet normalerweise sinkende Preise.

Tanken
   Foto: dpa Die Notenbanken fluten den Markt mit Geld. Mit dem Kapital wird steigende Ölpreise spekuliert

Doch das dürfte ein Trugschluss sein. Die Kältewelle hat zwar sicher dazu beigetragen, dass Benzin und Heizöl derzeit so teuer sind wie selten zuvor. Hauptursache war sie jedoch nicht. Der Grund liegt vielmehr an den internationalen Rohstoffmärkten. Und diese werden nicht von der Kältewelle, sondern vom billigen Geld der Notenbanken getrieben, mit dem diese der Finanzkrise Herr werden wollen. Ob das gelingt, ist ungewiss. Sicher ist nur, dass die Autofahrer dafür nun die Zeche zahlen.

1,62 Euro kostet der Liter Super derzeit im Durchschnitt, wie der Verband der Mineralölindustrie mitteilt. Heizöl liegt bei rund 95 Cent pro Liter, wie entsprechende Preisermittlungsseiten im Internet errechnet haben. Das entspricht fast dem Niveau von Anfang Juli 2008. Damals waren die Rohölpreise auf ein absolutes Rekordhoch geklettert, getrieben von einer Spekulationsblase, die kurz danach platzte – einer der Vorboten der Finanzkrise.

Seither waren alle davon ausgegangen, dass die Preise zwar hoch bleiben würden. Dafür sorgt allein schon die zunehmende Nachfrage aus den Schwellenländern. Die alten Rekorde schienen aber Ausdruck einer spekulativen Entgleisung, die so schnell nicht wiederkehrt.

Es war ein Irrtum. An den Rohstoffmärkten notiert das Fass (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent, die hierzulande maßgeblich ist, über 91 Euro. Das Allzeithoch lag am 3. Juli 2008 bei 93,45 Euro – es fehlt also nur noch wenig, bis der alte Rekord eingestellt ist.

Anstieg der Nachfrage bleibt aus

Im Gegensatz zu 2008 gibt es diesmal jedoch keine rasant steigende Nachfrage. Im Gegenteil: Der Verbrauch ging in den vergangenen Monaten deutlich zurück. Im vierten Quartal 2011 sank die tägliche Nachfrage weltweit um rund 300.000 Barrel. Das war der erste Rückgang seit 2009. Vor allem Amerikaner und Europäer kaufen weniger Öl, da ihre Konjunktur lahmt.

Eigentlich müsste der Rohölpreis also sinken. Er tut es aber nicht. Und der Grund dafür liegt nicht in der arabischen Wüste, der Nordsee oder den russischen Weiten. Er liegt in Frankfurt, in der Europäischen Zentralbank.

„Die super-laxe Geldpolitik der wichtigsten Industriestaaten trägt zur Rohstoffinflation bei“, stellt Spyros Andreopoulos, Volkswirt bei Morgan Stanley, fest. So hat die EZB am 21. Dezember die Finanzmärkte mit Geld geflutet. Sie vergab fast 500 Milliarden Euro an Europas Banken zu einem Zinssatz von einem Prozent, mit einer Laufzeit von drei Jahren. Billiges Geld, das diese nun gewinnbringend anzulegen versuchen. Was läge näher, als damit auf steigende Ölpreise zu setzen?

Spekulationen auf steigenden Ölpreis

Und genau das tun die Banken, Hedgefonds und sonstige Spekulanten. Das ist leicht am Terminmarkt abzulesen. Dort überwiegen derzeit die Kontrakte, die auf steigende Brent-Preise spekulieren, in einem Ausmaß wie selten zuvor. Das treibt die Preise in neue Höhen. Noch Mitte Dezember, vor der EZB-Aktion, lag der Brent-Ölpreis unter 80 Euro, seither hat er 15 Prozent zugelegt. Hinzu kommt, dass gleichzeitig der Euro-Kurs in den vergangenen Monaten deutlich gesunken ist.

Kartellamt sieht Wettbewerbsverzerrung auf Benzinmarkt

Beim Rekord-Ölpreis vom Juli 2008 lag er knapp unter 1,60 Dollar, derzeit nur noch bei rund 1,30 Dollar. So kommt es, dass der Rohölpreis in Dollar gerechnet zwar noch ein Stück vom Allzeithoch entfernt ist. In Euro hat er es aber fast schon erreicht, und für Deutschlands Verbraucher zählt letztlich nur der Preis in Euro.

Doch damit nicht genug, denn die EZB ist nicht die einzige Notenbank, die Geld druckt. Die amerikanische tut das schon lange. Sie hat bereits etwa 2,3 Billionen Dollar in den Markt gepumpt. Derzeit wird über ein drittes Programm in Höhe von 600 Milliarden Dollar diskutiert.

Weltweit drucken die Notenbanken Geld

Am Dienstag verkündete zudem die Bank of Japan, dass sie erneut rund zehn Billionen Yen (rund 100 Milliarden Euro) drucken will, und die Bank of England hatte schon in der Woche zuvor einen warmen Regen von 50 Milliarden Pfund beschlossen. Am 29. Februar schließlich wird die EZB erneut aktiv. Wieder soll Geld an die Banken verteilt werden, gerechnet wird mit mindestens weiteren 500 Milliarden Euro.

Diese ganze Geldflut hat nur einen Zweck: Sie soll die Finanzkrise bekämpfen, die in Schieflage geratenen Banken und Staaten vor der Pleite retten. Der Nebeneffekt ist jedoch, dass dadurch der Ölpreis inflationiert wird. Damit zahlen letztlich die Autofahrer und alle, die im Winter nicht im Kalten sitzen wollen, die Zeche für die Finanzkrise.

Ironischerweise könnte aber genau deshalb der Versuch ins Leere laufen, die strauchelnden Staaten vor der Pleite zu retten. Denn unter dem hohen Ölpreis leiden nicht nur die Deutschen, sondern genauso auch Italiener, Spanier oder Portugiesen. Letztlich sogar noch mehr.

Denn während Deutschland in seinem Außenhandel die steigenden Preise für Rohöl durch eigene Exporte auffangen kann, gelingt das diesen Ländern nicht. Sie haben seit Jahren ein Handelsbilanzdefizit, das zu 80 Prozent aus den Ölimporten herrührt.

Ölpreis verschärft das Handelsbilanzdefizit

Steigt deren Preis nur um zehn Prozent, so nimmt das Handelsbilanzdefizit von Italien, Spanien, Frankreich, Portugal und Griechenland um rund 16 Milliarden Euro zu, wie die Analysten von Bank of America/Merrill Lynch ausgerechnet haben. Das müssen sie irgendwie ausgleichen, beispielsweise über höhere Kredite, was wiederum zu einer Herabstufung durch die Ratingagenturen führen und somit die Schuldenkrise noch verschlimmern könnte. Die Reaktion der EZB wäre dann wohl: noch mehr Geld drucken.

Es ist ein Teufelskreis, aus dem es kein Entkommen gibt. Daher werden die Ölpreise und damit die Kosten für Benzin und Heizöl weiter steigen. Für Verbraucher bleibt daher nur, mit ihrem Verhalten die Kosten wenigstens einzudämmen. So kann es sich beispielsweise für Autofahrer lohnen, eher montags den Tank zu füllen, denn dann liegen die Preise meist niedriger.

Zum Wochenende hin ziehen sie dagegen tendenziell an. Daneben kann es lohnen, die Heizung bzw. die Klimaanlage im Auto etwas herunterzufahren oder beim Reifenwechsel auf Leichtlaufreifen zu setzen, die einen geringeren Rollwiderstand haben. Zudem gibt es inzwischen Navigationssysteme, die nicht nur die schnellste oder kürzeste, sondern auch die ökonomisch sinnvollste Route ausrechnen.

Wer dagegen zu Hause mit Öl heizt, sollte zumindest keine Kleinstmengen für Heizöl bestellen. Denn je größer die Bestellung, desto geringer der Preis – auf diese Weise lassen sich bis zu fünf Prozent sparen. Zudem gibt es im Internet Portale, über die man sich mit anderen Heizölbestellern zusammenschließen und dann eine Sammelbestellung aufgeben kann. Durch die größere Menge lässt sich dann noch etwas sparen. All diese Strategien helfen jedoch nur, die Preissteigerungen ein wenig zu begrenzen. Dem Trend an sich wird dagegen niemand entgehen können.

http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/...ister-der-Finanzkrise.html
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenDie USA greifen zur Brechstange

 
  
    
18.02.12 19:18
Aktualisiert am 29.12.2011          

Die US-Behörden erhöhen bei der Jagd auf Steuersünder den Druck. Dabei bedienen sie sich einer neuen Taktik, die gewöhnlich gegen Drogenschmuggler und Geldwäscher eingesetzt wird.

Auf der Suche nach Steuersündern: Der Sitz der US-Steuerbehörde IRS in Washington.
Bild: Keystone

Bei Verdacht auf geheime Konten in der Schweiz fordern Staatsanwälte US-Steuerzahler unter Strafandrohung auf, ihre Konten offenzulegen. Damit richtet sich der Druck nicht mehr nur gegen die Banken, sondern auch gegen die Kunden selbst. «Das ist im Moment ein sehr heisses Thema», sagte Nathan Hochman von der Kanzlei Bingham McCutchen.

Seit rund einem Jahr sind den Anwälten von Betroffenen zufolge mindestens ein Dutzend sogenannter Subpoenas ausgestellt worden. Die Staatsanwälte ordnen mit diesem Zwangsmittel die Herausgabe von Einzelheiten zu den Bankkonten seit 2003 an. Steuerzahler, die sich weigern, solche Beweismittel gegen sich selbst einzubringen, müssen mit Geldbussen oder sogar Gefängnis rechnen.

Bei den Steuerzahlern, die Subpoenas erhalten haben, handelt es sich um Personen, die sich zu spät gemeldet haben, um vom freiwilligen Offenlegungsprogramm der US-Steuerbehörden zu profitieren. Amerikaner, die ihre zuvor geheimen Auslandskonten offenlegten und eine Strafsteuer bezahlten, blieben dabei vor strafrechtlichen Konsequenzen verschont. Daneben sind offenbar auch Kunden betroffen, die von ihren Bankbetreuern im Zuge von Strafanzeigen und sogar Anklagen ans Messer geliefert wurden.

Strafrechtliche Untersuchungen am Laufen

Damit steigen die Spannungen zwischen der Schweiz und den USA weiter. Die US-Behörden verdächtigen Zehntausende vermögende Amerikaner, in den vergangenen Jahren Milliarden von Dollar über Schweizer Banken am Fiskus vorbeigeschleust zu haben. Gegen elf Institute läuft bereits eine strafrechtliche Untersuchung. Dazu gehören die Credit Suisse, die Bank Julius Bär, die Privatbank Wegelin sowie die Basler Kantonalbank.

(jak/sda)

Erstellt: 29.12.2011, 12:26 Uhr

http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/...echstange/story/31191648
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenGold, Häuser, Cash oder doch Aktien?

 
  
    
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18.02.12 19:28
Gold, Häuser, Cash oder doch Aktien?

Von Daniel Schindler. Aktualisiert am 30.11.2011

Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Bildung verraten, wie sie derzeit ihr privates Vermögen anlegen.

Vergangene Woche hat der ehemalige UBS-Chef Oswald Grübel in der BaZ gesagt, wie er sein Vermögen persönlich anlegt: Er habe einen grossen Teil auf dem Konto liegen, «damit ich allfällige Kaufgelegenheiten nutzen kann». Wegen der tiefen Zinsen seien für jene, die etwas längerfristig investieren wollen und können, «Aktien von guten Unternehmen, die Produkte herstellen, die wir im täglichen Leben brauchen, die beste Anlage». Gold hingegen solle man nur kaufen, wenn man an den Weltuntergang glaube. «Nur nützt es Ihnen dann nicht mehr viel», so Grübel.

Anlageentscheide, so scheint es, haben viel damit zu tun, welche Erwartungen man generell an die Zukunft hat. Seriöse allgemeingültige Empfehlungen können nur bedingt abgegeben werden. Deshalb wollen wir von Prominenten wissen: «Wie legen Sie persönlich derzeit Ihr Vermögen an?»

Thomas Borer, Ex-Botschafter der Schweiz in Berlin
«Ich habe wenig Geld. Deshalb habe ich diesbezüglich ein kleines Problem. Nein im Ernst: Ich investiere mein Geld in Direktanlagen in kleine Unternehmen, in die ich selber involviert bin. Da habe ich mehrere Vorteile: Ich kann verfolgen, was genau mit meinem Geld passiert. Ich kann aber auch mitwirken, dass sich die Lage verbessert. Zudem bin ich auf diese Weise auch mitverantwortlich. Wenn ich hingegen in einen Bluechip wie Roche, Nestlé oder Novartis investiere, dann habe ich keinen Einfluss darauf, was das Unternehmen macht. Ich kann nur hoffen, dass mein Anlageberater einen guten Job macht und die Unternehmensführung gut arbeitet. Aber auch ich bin natürlich den Stürmen der Weltwirtschaft ausgesetzt. So bin ich froh, dass ich vor vier Jahren zum ersten Mal in meinem Leben Gold gekauft habe. Das war ein weiser Entscheid.»

Beat Kappeler, Wirtschaftsjournalist, ehemaliger Gewerkschaftssekretär
«Ich habe ein schönes Haus gekauft, das ich selbst bewohne, und für den ganzen Rest kommt nur Bargeld infrage, einfach zinslos auf der Bank ruhend, daneben ein ganz wenig indische Immobilien und afrikanische ETF. Wir Schweizer Einwohner haben das unerhörte Privileg, in der steilsten Währung der Welt zu leben, sodass es sinnlos ist, noch nach ein paar Promillen Rendite zu suchen. Wenn die Lage sich bei den Staatsschulden des Westens und im Euroland klärt, gehe ich wieder in Aktien.»

Rudolf Strahm, ehemaliger SP-Nationalrat und bis 2008 Preisüberwacher
«Weil 70 Prozent der Anlageratschläge von Bankern und Vermögensberatern im letzten Jahrzehnt in die Irre führten, sage ich Ihnen bescheidenerweise nur, welche Anlagen man wegen Verlustgefahr sicher vermeiden sollte: keine Anlagen in Hedge-Funds und strukturierte Produkte, denn sie sind teuer, riskant und basieren auf einer Täuschungskultur. Keine Anlagen in aktivistische Anlagefonds, die ständig zukaufen und verkaufen, sondern nur Anlagen in Passivfonds (ETF), die einen Aktienindex ohne Leverage- und Termingeschäfte abbilden. Keine Dollaranlagen, weil sich die USA langfristig durch weitere Dollarabwertung entschulden müssen. Heutige Anlagen in Gold täuschen eine Sicherheit vor, der Goldpreis ist heute historisch hoch. Ich persönlich verfolge deshalb eine konservative Anlagepolitik und verteile mein Vermögen auf mehrere Anlageformen: einige gute Industrieaktien, Obligationen und eine nicht überteuert erworbene Wohnliegenschaft. Letztere ist langfristig die sicherste Altersvorsorge.»

Gerhard Schwarz, Direktor Avenir Suisse
«Als NZZ-Redaktor habe ich mit Blick auf die innere Unabhängigkeit aus Prinzip keine Aktien gehalten und generell nicht aktiv angelegt. Letzteres habe ich beibehalten. Es gibt aus meiner Sicht grundsätzlich – und in diesen unsicheren Zeiten erst recht – nur eine vernünftige Devise, nämlich Diversifikation: nach Währungen, nach Liquidität, nach Anlageklassen, nach Regionen, nach Branchen. Die grössten Posten sind bei mir die Pensionskasse und ein Haus, aber bei nicht so grossen Vermögen sind solche Klumpenrisiken fast unvermeidbar.»

Rolf Weder, Ökonomieprofessor an der Uni Basel
«Die Anlagestrategie hängt grundsätzlich davon ab, wie risikofreudig man ist, wie langfristig man das Geld anlegen will und wie viel Vermögen man überhaupt hat. Grundsätzlich gehe ich immer davon aus, dass ein höherer Ertrag nur bei höherem Risiko zu haben ist. Langfristig ist zu erwarten, dass sich die Weltwirtschaft erholen wird – so stellen Aktien langfristig keine schlechte Anlage dar. Eine Diversifikation in verschiedene Währungen ist dabei ratsam. Da gehört auch der Dollar dazu. Überlebt der Euro, dürfte sich eine Investition auch in den Euro (sehr) lohnen. Nur weiss man dies im Moment nicht. Scheut man das Risiko, meidet man ihn.

Über meine persönliche Vermögensanlage habe ich mir bisher kaum Gedanken gemacht. Neben meinen Hypothekarschulden habe ich ein paar Aktien aus alter Zeit, zahle jedes Jahr eine Prämie in eine Lebensversicherung ein, die ohne mein Zutun breit investiert. Den Grossteil der Ersparnisse halte ich aber flexibel auf Sparkonti bei zwei Banken. Das gibt wenig Ertrag. Es erlaubt mir aber, gut zu schlafen – und ruhig zu arbeiten –, zumindest so lange, wie die Schweizerische Nationalbank hierzulande keine Inflation schafft. Und davon ging ich bisher aus.»

Alfred Ritter, Chief Investment Officer der Basler Kantonalbank
«Die hohe Verschuldung der Industrienationen birgt viel Zündstoff. Schwindendes Vertrauen in die Politik der am höchsten verschuldeten Nationen führt an den Abgrund. Wie kann das bestehende Vermögen geschützt werden? Eine gute Frage. Klar ist: Nie alle Eier in den gleichen Korb legen! Diversifikation bleibt angebracht. Die Aufteilung soll in selbstbewohnte, bis auf 50 Prozent abbezahlte Immobilien, Rohstoffanlagen, aber auch Gold und Aktien erfolgen. Dividendenstarke Aktien der Nahrungsmittelbranche und des Agrarsektors gehören dazu. Die Anschaffung eines Autos kann hinausgezögert werden. Ernährung und Versorgung mit Wasser werden für die Weltbevölkerung zur grossen Herausforderung. Finanzaktien können vorübergehend gute Renditen abwerfen. Mittelfristig wirkt der hohe Kapital- und Abschreibungsbedarf belastend. Rohstoffanlagen gehören in jedes Depot, genau wie Gold, das als Versicherungsschutz dient. Obligationen sind nicht attraktiv. Staatsanleihen bieten nach Kosten keine Rendite. Zehnjährige Obligationen verlieren an Wert, wenn die Zinsen ab 2013 steigen. Persönlich bin ich in Aktien von Roche, Syngenta und Nestlé investiert. Daneben besitze ich einen Anteil von 40 Prozent an selbstbewohnten Immobilien. Der Anteil meines PK-Geldes ist breit diversifiziert, beinhaltet aber auch zusätzliche Risiken. Zudem habe ich noch einen Anteil an BKB-Partizipationsscheinen.» (Basler Zeitung)

Erstellt: 30.11.2011, 12:21 Uhr

http://bazonline.ch/wirtschaft/geld/...er-doch-Aktien-/story/26841643
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenWenn der Besitz eines US-Passes zum Fluch wird

 
  
    
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05.05.12 08:55
Steuerrecht: Wenn der Besitz eines US-Passes zum Fluch wird
Die USA sind das einzige Land, das seine Bürger weltweit besteuert, unabhängig von ihrem Wohnort. Deshalb flüchten immer mehr US-Bürger vor ihrem Fiskus durch Selbst-Ausbürgerung – gegen Extrasteuern.

Die Anzahl reicher US-Bürger, die ihren US-Pass freiwillig abgeben, hat sich in den vergangenen vier Jahren versiebenfacht. Losgetreten hat diese Entwicklung eine Welle von Ermittlungen zu Steuerflüchtigen durch die Finanzbehörden.

Rund 1780 Amerikaner im Ausland verzichteten vergangenes Jahr in US-Botschaften auf ihren Pass, während es noch im Jahr 2008 erst 235 waren. Diese Zahlen nennt Andy Sundberg von der Overseas American Academy in Genf.

Er beruft sich auf Daten vom US Federal Register, dem Amtsblatt der Vereinigten Staaten. Die Botschaft in Bern versetzte Personal, um den Rückstau an Anträgen abzuarbeiten.

Steuernzahlen unabhängig vom Wohnsitz

http://www.welt.de/finanzen/article106261354/...s-zum-Fluch-wird.html
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenRentner: Steuerpflicht wird zur großen Plage

 
  
    
05.05.12 09:01
Steuer-Serie: Steuerpflicht wird zur großen Plage für Rentner

Immer mehr Ruheständler müssen fortan Einkommensteuererklärung abgeben. Um eine böse Überraschung zu vermeiden, sollten Rentner künftig genau schauen, ob sie ihre Steuerlast weiter drücken können. Von Kathrin Gotthold

Rentner zur Steuererklärung verpflichtet!!!!!!!

http://www.welt.de/finanzen/steuern-recht/...-Plage-fuer-Rentner.html
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenEZB belässt Leitzins bei einem Prozent

 
  
    
05.05.12 09:04
Die Europäische Zentralbank beugt sich nicht den Rufen nach einer Lösung der Krise per Notenpresse. Eine Änderung des Leitzinses sei bei der EZB-Ratssitzung kein Thema gewesen, sagte Präsident Draghi.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hält in der Schuldenkrise den Ball im Spielfeld der Politik. Die Notenbank habe bei der Ratssitzung in Barcelona nicht über eine Zinsänderung gesprochen, sagte Notenbank-Präsident Mario Draghi in der nordspanischen Wirtschaftsmetropole.

Die Währungshüter beugen sich damit nicht den jüngst wieder laut gewordenen Rufen nach einer Lösung der Krise per Notenpresse und einer geldpolitischen Unterstützung für die schwächelnde Konjunktur in vielen Ländern der Währungsunion.

Statt dessen gehe er davon aus, „dass sich die Wirtschaft in der Euro-Zone im Laufe des Jahres schrittweise erholt“, sagte Draghi. Der Leitzins, der seit einem halben Jahr bei einem Prozent steht, dürfte damit noch für einige Zeit auf diesem Niveau bleiben.

Thema war die geldpolitische Ausrichtung der EZB

http://www.welt.de/finanzen/article106258420/...ei-einem-Prozent.html
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenBeamtenpensionen steigen viel stärker als Renten

 
  
    
05.05.12 09:06
Öffentlicher Dienst: Beamtenpensionen steigen viel stärker als Renten
Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst soll auch für Hunterttausende pensionierte Beamte gelten. Dadurch steigen ihre Ruhegehälter um 50 Prozent stärker als die Bezüge der Rentner.
Die Beamtenpensionen sollen im laufenden Jahr nach Berechnungen der "Bild"-Zeitung deutlich stärker steigen als die Renten. Das Blatt beruft sich auf die von der Regierung angekündigte Übernahme des Tarifabschlusses für den öffentlichen Dienst auch für die etwa 240.000 pensionierten Bundesbeamten.

Deren Pensionen sollen demnach – ebenso wie die Gehälter der mehr als 350.000 aktiven Beamten, Soldaten und Richter – rückwirkend zum 1. März um 3,3 Prozent steigen. Daraus ergebe sich, dass die Ruhegehälter der pensionierten Beamten um rund 50 Prozent stärker zunehmen würden als die Bezüge der Rentner.

Diese sollen laut einer Entscheidung der Bundesregierung von Mitte April zum 1. Juli im Westen Deutschlands um 2,18 Prozent steigen und in Ostdeutschland um 2,26 Prozent.

http://www.welt.de/wirtschaft/article106259482/...ker-als-Renten.html
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenWarren Buffett verdoppelt seinen Gewinn

 
  
    
05.05.12 09:08
Vor der Hauptversammlung: Warren Buffett verdoppelt seinen Gewinn

05.05.2012 ·  Am Samstagabend feiern die Aktionäre ihren Star Warren Buffett. Er leidet an Krebs - doch den Gewinn hat er im vergangenen Jahr verdoppelt.

Für die Aktionäre von Starinvestor Warren Buffett gibt es auf der Hauptversammlung an diesem Wochenende etwas zu feiern: Die Investmentholding des Finanzgenies hat ihren Gewinn zu Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Mehr Geld warfen sowohl die rund 80 eigenen Tochterfirmen - von einer Fast-Food-Kette über eine Chemiefirma bis hin zu einer Frachteisenbahn - ab als auch Buffetts legendäre Finanzspekulationen.

Insgesamt kam die Holding Berkshire Hathaway im ersten Quartal auf einen Gewinn von unterm Strich mehr als 3,2 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am späten Freitag (Ortszeit) mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Konglomerat 1,5 Milliarden Dollar verdient. Damals hatten unter anderem die Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie Überschwemmungen in Australien das wichtige Versicherungsgeschäft schwer belastet.
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   Investorenlegende Warren Buffett an Krebs erkrankt
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   Die größten Investitionen von Warren Buffett

An diesem Samstag treffen sich die Anteilseigner in Buffetts Heimatstadt Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. Wie jedes Jahr dürfte die Hauptversammlung eher einem Jahrmarkt gleichen, auf dem sich die Firmen des Buffett-Imperiums vorstellen, und auf dem die Anteilseigner ihre Ikone Warren Buffett feiern. Sie nennen ihn wegen seines fast untrüglichen Riechers fürs Geldverdienen auch „Das Orakel von Omaha“.

Die Stimmung könnte allerdings in diesem Jahr getrübt sein, denn der 81-Jährige hatte kürzlich erklärt, er leide an Prostatakrebs, wenn auch in einem sehr frühen Stadium. Buffett versicherte jedoch vor drei Wochen, er habe keine Beschwerden: „Ich fühle mich großartig, als ob ich gesund wäre.“ Dennoch kochte sogleich die Diskussion um Buffetts Nachfolge wieder hoch. Es gibt einen Kandidaten, der Name ist aber geheim.

Quelle: DPA

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/...en-gewinn-11740521.html
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10864 Postings, 5146 Tage IlmenRohstoffe Rohölpreise im Sinkflug

 
  
    
05.05.12 09:12
04.05.2012 ·  Rohöl wird billiger: Der Preis für die Sorte Brent ist inzwischen auf ein 3-Monats-Tief gesunken. Die Vereinigten Staaten haben so große Ölvorräte wie seit 20 Jahren nicht mehr. Von Tim Höfinghoff

Die Preise für Rohöl fallen

Der wichtigste börsengehandelte Rohstoff wird günstiger: Der Preis für europäisches Rohöl der Sorte Brent ist inzwischen auf ein 3-Monats-Tief gesunken. Am Freitag kostete ein Barrel, das 159 Liter entspricht, rund 112 Dollar. Amerikanisches Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete mit 98 Dollar erstmals seit Februar wieder weniger als 100 Dollar. Zum Vergleich: Anfang März lag der Brent-Preis noch bei 128 Dollar. „Die Entspannung in der Iran-Krise, ein höheres Ölangebot sowie Konjunktursorgen in Europa und Amerika haben dazu geführt, dass die Ölpreise sinken“, sagt Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch.

Weitere Artikel

   Iran-Krise hält Ölbranche in Atem
   IEA meldet Überangebot auf dem Rohölmarkt
   Zertifikate hinken dem Ölpreis langfristig hinterher  

Für Verbraucher sowie die Industrie sind die sinkenden Ölpreise eine Erleichterung. Die steigenden Ölpreise hatten in den vergangenen Monaten nicht nur zu Rekordpreisen an den Tankstellen geführt. Die wachsenden Energiekosten sorgten auch für eine steigende Inflation und bedrohten den wirtschaftlichen Aufschwung.
Schwächere Konjunktur in Amerika und Europa erwartet

Neben einer wachsenden Ölnachfrage in Asien und spekulativ orientierten Anlegern, die auf steigende Preise am Ölmarkt setzten, war die Iran-Krise stets einer der wichtigsten Gründe für die höheren Ölpreise gewesen. Das Land ist nach Saudi-Arabien der zweitwichtigste Anbieter in der Organisation der erdölexportierenden Länder (Opec). Die Furcht vor massiven Lieferausfällen am Ölmarkt ist mittlerweile aber gewichen, da Länder wie Saudi-Arabien ihre Förderung erheblich ausgeweitet haben. Allerdings gilt ab Anfang Juli auch ein Importstopp der Europäischen Union (EU) für iranisches Öl. Zudem gibt es auch Finanzsanktionen der Vereinigten Staaten gegen Iran, die es dem Land erschweren sollen, das Öl in Regionen wie nach Asien zu verkaufen. Iran exportierte im ersten Halbjahr 2011 im Schnitt 2 Millionen Barrel Rohöl am Tag. Asiatische Länder kauften in diesem Zeitraum 62 Prozent des iranischen Ölangebots, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. China ist der größte Abnehmer iranischen Öls und lehnt ein Embargo ab.

Beigetragen zum Ölpreisrückgang haben in den vergangenen Tagen nicht nur schwächere Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten, sondern auch die Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, zur Konjunkturlage im Euroraum. Draghi hatte von höheren Risiken für die Konjunkturentwicklung gesprochen. Laut Rohstoffanlegern deute dies auf einen geringeren Ölverbrauch hin.
Lagerbestände in Vereinigten Staaten auf höchstem Stand

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10864 Postings, 5146 Tage IlmenGriechenland: In der Rezession

 
  
    
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05.05.12 09:15
In der Rezession Griechenlands Wähler hadern mit den Sünden der Vergangenheit

04.05.2012 ·  Verschwenderische Staatsausgaben haben Griechenland in die Schuldensackgasse geführt - nun wird drastisch gekürzt. Doch die Rezession erschwert die Sanierung. Von Tobias Piller, Athen

Proteste gegen die Sparmaßnahmen der griechischen Regierung in Athen

Bis Griechenland seinen wirtschaftlichen Absturz stoppen kann, wird es noch dauern: Erst für 2013 sehen griechische und internationale Ökonomen ein Ende der 2008 begonnenen Talfahrt der Wirtschaft voraus - nach einem Schrumpfen um etwa ein Fünftel. Damit der Staatshaushalt nahezu ausgeglichen ist und der Schuldenstand wieder auf den Wert von 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sinkt, muss nach den Prognosen des Internationalen Währungsfonds bis mindestens 2020 gewartet werden. Denn der jüngste Schuldenschnitt bewirkt vorerst nur, dass sich das Verhältnis von Schulden und BIP bei weiter schrumpfendem Volkseinkommen stabilisiert.

Warum Griechenland in den Strudel von Haushaltskürzungen, Rezession und Arbeitslosigkeit geraten ist, zeigt am besten ein Blick auf die Entwicklung der statistischen Serie zum „Primärsaldo“ des öffentlichen Haushalts. Dieser Wert gibt wieder, wie sich der Staatshaushalt ohne Berücksichtigung der Zinszahlungen entwickelt hat. Dabei bietet Griechenland seit zehn Jahren ein desolates Bild. Denn Griechenland hat das Geschenk niedrigerer Zinsen seit Beitritt zur Währungsunion 2001 nicht genutzt, um die Staatsschulden abzutragen, sondern hat kräftig neue Schulden aufgenommen.

Staatsausgaben müssen drastisch sinken

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10864 Postings, 5146 Tage IlmenSperrt die Hendl Diebe ein, aber lasst die großen

 
  
    
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05.05.12 11:40
Sperrt die Hendl-Diebe ein, aber lasst die großen Sachen in Ruhe

Edelbacher kritisiert politische Weisungssucht

Von „politischer Weisungssucht“ in Österreich spricht der Ex-Chef des Wiener Sicherheitsbüros, Max Edelbacher. In einem Interview für das Magazin „profil“ bestätigte er zudem ein Stillhalteabkommen zwischen Polizei und Mafia-Bossen.

„In Österreich gibt es halt eine politische Weisungssucht“, so Edelbacher in dem Artikel. Politische Weisungen schließt er auch im Zusammenhang mit dem gerade erst in Wien ums Leben gekommenen libyschen Ex-Regierungschef nicht aus. Angesprochen auf den mysteriösen Tod des Libyers, dessen Leichnam eilig ausgeflogen wurde, sagte Edelbacher: „Na ja, wer weiß. Einfach nur ertrinken ist auch möglich. In Österreich ist alles möglich“.
„Stillhalteabkommen“ mit Mafia-Bossen

Es habe Edelbachers Aussagen in dem Artikel zufolge auch politische Weisungen gegeben, in Wien lebende Bosse der Ost-Mafia nicht zu behelligen. „Sperrt die Hendl-Diebe ein, aber lasst die großen Sachen in Ruhe“ sei die Vorgabe von oben gewesen. Die Wiener Polizei habe daher Anführer der Ostmafia nur beobachten können, „aber nicht mithören, was sie dann im Hotel besprochen haben“, so Edelbacher. Es habe einen „geheimen Code“ gegeben, „dass, wer Ruhe gibt, auch Ruhe hat“.

Wien sei immer ein Rückzugsgebiet für Schmuggler und Verbrecher aller Art gewesen. „Immer gab es auch politische Verflechtungen und daraus entstandene Freundschaftskontakte“, so Edelbacher weiter. Das habe sich bis heute nicht verändert. Als Beispiel wird in dem Artikel etwa die Beziehung Haider-Gaddafi angeführt.
Gadaffi-Ermittlungen und Kurdenmorde

„Profil“ erinnert an einen Vorfall in der Döblinger Villa das Gadaffi-Sohns Saif al-Gaddafi im Jahr 2007. Damals sei eine ukrainische Gespielin Gaddafis vom Balkon der Villa gestürzt und habe sich dabei so schwer verletzt, dass sie für Tage ins Koma gefallen sei. Saif habe damals Österreich wenige Stunden nach dem Vorfall mit einem Privatflugzeug verlassen. „Doch die Ermittlungen wurden ohnehin sofort eingestellt“, schreibt „profil“. Edelbacher dazu: „Ja, ja. Wahrscheinlich war es ganz anders.“

Als im Juli 1989 ein iranisches Kommando in Wien den Kurdenführer Abdul Rahman Ghassemlou ermorderte, ließ man die Täter unbehelligt ausreisen. Danach deutete die österreichische Regierung an, erpresst worden zu sein. Auch hier beklagt Edelbacher die in Österreich herrschende „politische Weisungssucht“: „Siehe Kurdenmorde, wo man die Haupttäter einfach laufen ließ.“
Link:

   Artikel im „profil“

http://wien.orf.at/news/stories/2531749/
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