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Steinhoff International Holdings N.V.

Seite 1 von 7739
neuester Beitrag: 18.07.19 19:57
eröffnet am: 09.01.18 15:22 von: wetterfrosch. Anzahl Beiträge: 193457
neuester Beitrag: 18.07.19 19:57 von: SzeneAltern. Leser gesamt: 21070017
davon Heute: 30476
bewertet mit 219 Sternen

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Clubmitglied, 26485 Postings, 5250 Tage BackhandSmashSteinhoff International Holdings N.V.

 
  
    
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02.12.15 10:11
Rechtsform Naamloze vennootschap
ISIN NL0011375019
Gründung 1. Juli 1964[1]
Sitz Amsterdam, Niederlande
Leitung Markus Jooste[2]
Mitarbeiter 91.000 (2014/15)[3]
Umsatz 134,868 Mrd. Rand (2014/15)[3]
Branche Einzelhandel/Möbelindustrie
Website steinhoffinternational.com

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Steinhoff_International_Holdings

Möbelhersteller und Möbelhändler bei uns gelistet,...

hm mal sehen was das wieder ist, kennt das jemand ?  
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193431 Postings ausgeblendet.

3549 Postings, 1192 Tage tom.tom@Wulf E. Bley

 
  
    
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18.07.19 17:01
Du kannst doch den Text hier auch einstellen, da es eine sehr sachliche Analyse ist, dürfte hier keiner etwas dagegen
haben! Ups, sehe gerade Dein Posting wurde schon gemeldet...dann stelle ich den Text mal selber ein...

Gute Arbeit übrigens!
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Haftung von Christoph Wiese

Eine kurze juristische Analyse von Wulf E. Bley


Der ehemalige Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese setzt den schwer angeschlagenen südafrikanischen Möbelkonzern mit einer milliardenschweren Klage stark unter Druck. Die private Vermögensverwaltung des Milliardärs, Titan Group, fordert 3,9 Milliarden Euro von Steinhoff.
Dabei geht es zum einen um eine Kapitalspritze, mit der Wiese 2016 die Übernahme des US-Matratzenkonzerns Mattress Firm mitfinanziert hatte. Zum anderen verlangt die Titan Group die Rückabwicklung des Verkaufs seines südafrikanischen Textil- Einzelhändlers Pepkor an Steinhoff, für den Wiese ebenfalls Steinhoff-Aktien
bekommen hatte.
Dagegen steht aber, unabhängig davon, ob er überhaupt eine Chance hat, mit dieser Klage durchzudringen, eine Forderung der Steinhoff Holding gegen ihn als ehemaligen Vorsitzenden des Aufsichtsrates wegen mangelhafter Aufsicht und Kontrolle des Vorstandes.
So wollen Anlegeranwälte den südafrikanisch-deutschen Möbelkonzern Steinhoff und seine Manager und Berater wegen des Bilanzskandals auf eine Milliardensumme verklagen. Die deutsche Anwaltskanzlei Tilp teilte am Donnerstag mit, die südafrikanische Kanzlei LHL Attorneys habe eine Sammelklage vor dem High Court in Johannesburg eingereicht. "Das vorläufige Klagevolumen beläuft sich auf circa zwölf Milliarden Euro", hieß es in der Mitteilung. Verklagt werde nicht nur der ums finanzielle Überleben kämpfende Konzern selbst, sondern auch dessen Banken und Wirtschaftsprüfer sowie der ehemalige Steinhoff-Chef Markus Jooste, sein Finanzchef Ben la Grange und Ex-Aufsichtsratschef und Großaktionär Christo Wiese. Hier geht es mir nur um eine mögliche Haftung des Christoph Wiese, zur Klageaussicht gegen die Gesellschaft Steinhoff hatte ich mich bereits in einem Video geäußert, was für die klagenden Aktionäre im Musterfeststellungsverfahren gilt natürlich auch für die Klage von Christoph Wiese.
Allgemeine Haftungsvoraussetzungen
Grundsätzlich gilt für die persönliche Haftung von Aufsichtsratsmitgliedern - einschließlich der Pflichtverletzung - nichts anderes als für die Vorstände in Aktiengesellschaften. Nach § 116 Aktiengesetz sind für Sorgfaltspflichten und für die Verantwortung der Aufsichtsräte die Regelungen für Vorstände "sinngemäß" anzuwenden. Gemäß § 93 Abs. 2 AktG (Sorgfaltspflicht und Verantwortlichkeit der Vorstandsmitglieder) sind Vorstandsmitglieder, die ihre Pflichten verletzen, der Gesellschaft zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens als Gesamtschuldner verpflichtet. Ist es streitig, ob sie die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters angewandt haben, so trifft sie die Beweislast. Kommt es dazu, dass der Aufsichtsrat Haftung übernehmen soll, muss demnach das Aufsichtsratsmitglied beweisen, dass es seine Pflichten nicht verletzt hat und deshalb zum Schadensersatz nicht herangezogen werden kann. Dies kann insbesondere für bereits ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder, (so auch für Christoph Wiese), schwierig werden, da sie (er) keinen Zugriff mehr auf die Unterlagen der Gesellschaft haben. Auch Personen, die wegen ihrer speziellen Sachkenntnisse in den Aufsichtsrat aufgenommen wurden, unterliegen der gesteigerten Sorgfaltspflicht. In
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einer wirtschaftlichen Krise bzw. unternehmerischen Entscheidungen von erheblicher Tragweite wird die gesteigerte Sorgfalt für alle Aufsichtsratsmitglieder verpflichtend.
Neben der Überwachungspflicht dem Vorstand gegenüber besteht für die Aufsichtsratsmitglieder auch eine Überwachungspflicht gegenüber eventuell vorhandenen Aufsichtsratsausschüssen, was einer doppelten Kontrolle der Leitungsentscheidungen gleichkommt.
Werden dem Aufsichtsrat Berichte des Vorstandes nicht oder nur unvollständig zu den vereinbarten Terminen vorgelegt, hat der Aufsichtsrat die Pflicht, diese Berichte einzufordern. Aus der Bringschuld des Vorstands wird in diesem Fall eine Holschuld des Aufsichtsrates. Diesem Sachverhalt kommt gerade in Zeiten der Krise, bei konkreten Verdachtsmomenten oder auch bei riskanten Geschäften des Unternehmens eine besondere Bedeutung zu. Dies kann so weit gehen, dass zum Beispiel bei Risikogeschäften vom Aufsichtsrat eine selbstständige Risikoanalyse vorgenommen werden muss, gegebenenfalls mit Hilfe externer Sachverständiger. Wird dies versäumt und entsteht ein Schaden, kann es ebenfalls zu Haftungsansprüchen gegen den Aufsichtsrat kommen. Die Sorgfaltspflicht geht so weit, dass ein einzelner Aufsichtsrat bei Bedenken gegen einen Beschluss des Gesamtvorstandes verpflichtet ist, diese vorzubringen und bei einer Abstimmung gegen den Beschluss stimmen oder sich zumindest der Stimme enthalten muss. Der Ersatzanspruch der Gesellschaft kann auch von den Gläubigern der Gesellschaft geltend gemacht werden, soweit sie von dieser keine Befriedigung erlangen können. Kontrollpflichtverletzungen begründen nicht eigenständig eine Haftung, sondern nur dann, wenn sie Bezug haben zu einer Pflichtverletzung der Geschäftsführung. Ist diese Pflichtverletzung aufgrund mangelnder Kontrolle unerkannt geblieben oder wurde ihr nicht entgegengetreten oder vorgebeugt und dadurch ein Schaden verursacht - dann stellt sich die Haftungsfrage beim Aufsichtsrat und den von ihm beauftragten Kontrolleuren. Die Geschäftsführung des Unternehmens unterliegt einer Überwachung auf Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit. Grundvoraussetzung einer wirksamen Kontrolle sind umfassende Berichtspflichten des Vorstandes, festgeschrieben in § 90 I AktG. Das praktische Problem besteht oftmals weniger darin, dass diese Berichte unzutreffend oder irreführend sind, sondern dass sie unvollständig ausfallen oder so angesehen werden. Aber wie umfassend müssen die Informationen sein, wie tief müssen sie gehen? Das hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Zum akuten Streitpunkt werden Berichtspflichtverletzungen ("unzureichende Informationen") regelmäßig erst dann, wenn eine Krisensituation im Unternehmen eingetreten ist. In Krisensituationen, so sagen es Rechtsprechung und Literatur,
werde eine "erhöhte Kontrollpflicht" notwendig. Der erhöhte Kontrollbedarf setzt also eine krisenhafte Zuspitzung voraus, er sollte eigentlich aber gerade diese Zuspitzung verhindern. Der Aufsichtsrat kontrolliert die Maßnahmen und Entscheidungen des Vorstandes auf Rechtmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Dieser vergangenheitsbezogenen Kontrolle steht weiterhin eine auf die Zukunft gerichtete aktive Beratertätigkeit gegenüber, wenn es um die strategische Ausrichtung des Unternehmens geht.
Aus all diesen Kernaufgaben erwachsen dem Aufsichtsrat Pflichten. Ihre Erfüllung ist also nicht beliebig, sondern eine Nichterfüllung zieht Konsequenzen nach sich – im schlimmsten Fall für den Aufsichtsrat Haftung mit seinem persönlichen Vermögen. Neben der Kontrollpflicht gehört im Übrigen auch, dass der Aufsichtsrat sich selbstständig die Wissensgrundlage erarbeitet, die nötig ist, um relevante Sachverhalte adäquat beurteilen zu können. Eine gesteigerte Sorgfaltspflicht besteht
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zudem für Aufsichtsräte, die besondere Funktionen innehaben. Dies können zum Beispiel Vorsitzende, Ausschussvorsitzende und Finanzexperten sein. Auch Personen, die wegen ihrer speziellen Sachkenntnisse in den Aufsichtsrat aufgenommen wurden, unterliegen der gesteigerten Sorgfaltspflicht.
In einer wirtschaftlichen Krise bzw. unternehmerischen Entscheidungen von erheblicher Tragweite wird die gesteigerte Sorgfalt für alle Aufsichtsratsmitglieder verpflichtend.
Im Jahre 2011 wurde Christoph Wiese durch den Tausch eines Aktienpakets zum „kleinen Anteilseigner“ von Steinhoff. Zwei Jahre später, also im Jahre 2013, war er Vorsitzender des Aufsichtsrats. Es heißt: «So habe er Einblick gewonnen, wie das
Unternehmen gemanagt wurde, und in das Kaliber der Leute im Board: einige der prominentesten Geschäftsleute Südafrikas, hochprofessionell, mit fantastischer Reputation». Daneben war Wiese mit 23 % größter Einzelaktionär des niederländisch-südafrikanischen Möbelkonzerns Steinhoff International Holdings, den er nach dem Rücktritt des CEO Markus Jooste im Zuge eines Bilanzskandals am 5. Dezember 2017 interimistisch führt. Wenige Tage nach Amtsantritt trat auch Wiese am 14. Dezember 2017 mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern zurück.
Eine weitere Quelle seines Reichtums war die von ihm kontrollierte Pepkor-Gruppe, die günstige Kleidung und Schuhe verkauft. Weithin respektiert, galt Wiese als scharfsinniger Geschäftsmann, der jede Verästelung seines Vermögensgeflechts im Griff hatte So wurde er zum sechstreichsten Mann des Kontinents. Im März 2015 ist er laut „Forbes“ 6,3 Mrd. Dollar schwer. Um diese Zeit macht er den Deal seines Lebens: Er verkauft Pepkor für 5,7 Mrd. Dollar in Cash und Aktien an Steinhoff und wird zu dessen größten Aktionär. Wiese will sein Erbe sichern – und dabei von Südafrika aus einen „afrikanischen Champion“ aufbauen.
Der südafrikanische Multimilliardär Christo Wiese hat inzwischen seinen Anteil am angeschlagenen südafrikanisch-deutschen Möbelkonzern Steinhoff reduziert. Laut einer Mitteilung der niederländischen Börsenaufsicht hält Christoph Wiese nur noch 6,2 Prozent nach zuvor rund 23 Prozent.
Im Dezember hatte Wiese seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzenden bei Steinhoff aufgegeben, einige Tage später wurde er auch als vorübergehender Vorstandschef abgelöst. Wiese war bis dahin die zentrale Figur bei der Entwicklung von Steinhoff. Im März 2015 ist er laut „Forbes“ 6,3 Mrd. Dollar schwer. Um diese Zeit macht er den Deal seines Lebens: Er verkauft Pepkor, die ehemalige „Steinhoff Africa Retail
Limited“, für 5,7 Mrd. Dollar in Cash und Aktien an Steinhoff und wird zu dessen größtem Aktionär. Wiese wollte damit sein Erbe sichern – und dabei von Südafrika aus einen „afrikanischen Champion“ aufbauen.
Zur Haftungsbegründung
Christoph Wiese erwarb einen Bachelor of Arts und einen Bachelor of Law an der Universität Stellenbosch und erhielt später einen Ehrendoktortitel derselben Universität. Er leitet das südafrikanische Einzelhandelsunternehmen Shoprite. Zudem kontrolliert er das südafrikanische Unternehmen Pepkor.
Damit hatte er die fachlichen Voraussetzungen und Kontrollfähigkeiten für das Amt des Vorstandsvorsitzenden mit besonderen Pflichten, zumal er zu der Zeit Hauptaktionär war.
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Bereits im Jahr 2007 hatten Analysten von JPMorgan Chase & Co. einige Warnsignale formuliert. In einem 56-seitigen Bericht fragten sie, warum es den Steinhoff-Konten an "entscheidenden Informationen" fehlte, wo sie Einnahmen generieren und warum sie sich eher auf Steuervergünstigungen als auf das eigentliche Geschäft konzentrierten.
Dieses Warnsignal für Wiese später genügen müssen, zu überdenken, ob er im Jahre 2015 überhaupt seine Pepkor-Gruppe an Steinhoff verkaufen sollte. Das lag ihm aber fern, da er von diesem Deal am meisten profitieren würde, was dann auch so kam. Denn 5,7 Mrd. Dollar in Cash und Aktien machten ihn ja in diesem Jahr zu einem der reichsten Männer Südafrikas. Doch Steinhoff erwirbt im selben Jahr für 3,4 Mrd. Euro den Matratzenhersteller Mattress Firm in den USA und Poundland, das britische Äquivalent zu Rudis Resterampe. Auch die Übernahme von Shoprite wird vorbereitet. Welches materielle Interesse Christoph Wiese dabeigehabt hatte, ist durch die Untersuchungen von PWC zu spezifizieren. Im Parlament hat Christoph Wiese gesagt: „Normalerweise siehst du Probleme kommen, wenn du ein Unternehmen führst. Die Verkäufe brechen ein. Die Liquidität trocknet aus. Mitarbeiter verlassen das sinkende Schiff. Du kannst Gegenmaßnahmen ergreifen. Aber in diesem Fall war es buchstäblich ein Blitz aus heiterem Himmel.“ Ganze drei Tage vor der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2017, an dem die Bilanz hätte vorgelegt werden sollen, sei er erstmals über „eine ernsthafte Schwierigkeit“ informiert worden. Aufsichtsräte, Anwälte, Berater seien so fassungslos wie überfordert gewesen: „Wir waren alle schwer angeschlagen. Was machen wir jetzt?“, schilderte Christoph Wiese. „Es herrschte absoluter Aufruhr.“
Hat der Skandal Christoph Wiese und die anderen wirklich treffen wie ein „Blitz aus heiterem Himmel“?
„Das ist nun wirklich überhaupt nicht überzeugend“, sagt Craig Butters. Das Büro des Finanzhauses Prudential, wo er als Analyst arbeitet, liegt gleich um die Ecke. Mit Steinhoff beschäftigt sich Butters seit 2003. Er arbeitete damals bei dem Hedgefonds Brait, der einen Großteil von Wieses Vermögen verwaltet. Joostes Dominanz habe ihn alarmiert, seine übertrieben selbstbewussten Prognosen, die blinde Akquisitionswut. 2007 verstärkte sich Butters’ Skepsis weiter. Die Investmentbank JP Morgan hatte, wie schon erwähnt, eine mehr als 50-seitige vernichtende Analyse über Steinhoff veröffentlicht: Die Strukturen seien intransparent. Die Expansion folge keiner Strategie. Der Cash-Flow sei enttäuschend. Die Zukäufe brächten keine Synergien. Schon früh beschlich Butters die Ahnung, dass Wiese mit Steinhoff noch Großes vorhaben könne. Um ihn zu warnen, traf er ihn 2009 im Luxushotel One & Only an der Waterfront in Kapstadt zum Frühstück. Wiese habe „die richtigen Fragen“ gefragt und erklärt, warum er über einen großen Deal mit Steinhoff nachdachte, erzählt Butters. „Sinngemäß: Er brauchte einen Nachfolger für sein Imperium, und er dachte, Markus könnte der Mann sein.“ Christoph Wiese habe ihm aufmerksam zugehört und für seine Warnung gedankt. Zwei Jahre passierte nichts, dann stieg Wiese doch bei Steinhoff ein.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Gericht Christoph Wiese abnimmt, dass er von all dem, was alles „wie aus heiterem Himmel“ passiert ist, keinerlei Kenntnis hatte. Und selbst wenn man ihm das abnehmen würde, käme man immer noch zu dem Ergebnis, dass er verpflichtet gewesen wäre, alle großen Zukäufe durch eine außerordentliche Hauptversammlung der Aktionäre absegnen zu lassen und dafür die erforderlichen Unbedenklichkeitsbescheinigungen und Expertisen einzuholen. Christoph Wiese war spätestens seit der Razzia im Jahre 2015 bekannt, dass die unternehmerischen Fehlentscheidungen bekannt werden. Im November 2017
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wurden ja zwecks Vorbereitung des Shoprite Deals die ersten 2 Cash Tranchen an Wiese bzw. eines seiner Unternehmen ausgezahlt, 1 X 125 Mio. & 1 X 200 Millionen. Diese Auszahlungen wurden dem Markt bekanntgegeben, sondern kamen erst im Nachhinein ans Tageslicht und das sogar erst nach Ausbruch der Krise.
Schlusswort:
Im umgekehrten Fall, dass Christoph Wiese Steinhoff verklagen würde, sehe ich keinen vernünftigen Grund, darüber besorgt zu sein.
Denn keiner hat Interesse daran, dass Steinhoff insolvent wird und schon gar nicht Christoph Wiese. Und das betrifft vor allem die Gläubiger, die die Kuh nicht schlachten werden, die sie noch melken wollen. Gott sei Dank wird an der Börse (manchmal) auch mit Vernunft regiert, denn schließlich geht es allen Beteiligten darum, Mehrwerte zu schaffen, eben die Grundmaxime des Kapitalismus zu verwirklichen.
Ich könnte noch viel zu diesem Thema und zur juristischen weiteren Begründung sagen, aber das würde dann doch den mir selbst gelegten Rahmen sprengen.
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18 Postings, 471 Tage waeck.Fundamentaler Aktienwert

 
  
    
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18.07.19 17:13
Na liebe freunde der nackten Erotik,

was haltet ihr eigentlich von fundamentalen Aktienwerten, habe mich mal ein wenig damit befasst und auch einen max. Kaufpreis für Steinhoff kalkuliert, gemäß der "Graham-Formel".

Ich habe demnach aus dem "Half-year report 2019" S. 61 den Gewinn genommen (259€m) und von S. 42 das Eigenkapital (172€m) und diese Werte in die Formel gesetzt:

Max. Kaufpreis = Wurzel aus (22,5) * Gewinn/Aktie * EK/Aktie --> wobei ich die 22,5 genau aufgebröselt habe auf den KBV*KGV von Steinhoff, in unserem Falle 1,48*12,13= 17,9524.
Graham hat 22,5 gewählt, weil der Buchwert einer Aktie mindestens 1,5 mal so groß sein sollte wie sein tatsächlicher Wert und der Gewinn mind. 15 mal so groß sein sollte, also 1,5*15=22,5.

=> Wurzel(17,9524*(259/(Anzahl Aktien=4309,73)*(172/(Anzahl Aktien=4309,73)) = 0,2075

Ich meine mich erinnern zu können das wir genau diesen Wert vor etwa genau einem Jahr erreicht hatten und sogar noch 0,02c höher standen.
Bin mir fast sicher das wir diesen Wert schon bald wiedersehen werden und sobald mir neue Zahlen vorliegen dieser Wert sich weiter erhöhen wird. Ist jetzt natürlich "nur" eine Bilanztechnische Analyse, aber es gibt viele Leute die an so etwas glauben genau so wie andere Leute eher an Charttechnische Analysen glauben, aber da es ja im Moment hier im Forum etwas ruhiger geworden ist, dachte ich mir kann ich euch ja mal von meiner Theorie erzählen.

So Long, cheerio!  

165 Postings, 212 Tage Kyrill 1Sehr gut Wulf

 
  
    
18.07.19 17:45

2297 Postings, 246 Tage Dirty JackIch hoffe

 
  
    
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18.07.19 17:47
ich habe die Tabelle verständlich zusammengestellt, zumindest für mich ;-)  
Angehängte Grafik:
bildschirmfoto_2019-07-18_um_17.jpg (verkleinert auf 35%) vergrößern
bildschirmfoto_2019-07-18_um_17.jpg

2038 Postings, 3738 Tage trancetraiderTranceträumer..............

 
  
    
18.07.19 17:47

740 Postings, 396 Tage ChilliwilliEin bisschen zu

 
  
    
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18.07.19 17:51
Poundlandhttps://retailanalysis.igd.com/news/news-article/...rformance/i/21714

P.s.1 Tag spamSperre wegen der Frage"wer ist Petkor"....lustig.  

1599 Postings, 402 Tage NoCapitalMeine Idee ....

 
  
    
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18.07.19 17:59
....ist tatsächlich folgende und so wird es auch kommen!

Man will uns hier, anhand des Kurses klarmachen, dass Steinhoff aktuell und in der Zukunft 12-13 Cent wert ist und dass man froh sein kann, wenn man diesen Preis für seine Shares bekommt ( weil wir ja gerade bei grandiosen 8 Cent verweilen ) und jeder, aber wirklich jeder Anstieg abverkauft wird....allerdings ohne erkennbaren Grund.
Der einzige Grund ist, weil es immer so ist den Rest machen die LV oder was weiß ich.

Das Kursverhalten ist nicht normal...da wird mir jeder zustimmen! Es wird also mehr oder weniger manipuliert. Es werden bei dem Volumen immer wieder unlimitiert Aktien auf den Markt geworfen.

Also fangen wir an zu denken, 8 Cent ist der normale Preis, 12 Cent wären grandios und 15...boah wird es halt nur ein 944er!

Jetzt meine Hoffnung ....nach dem effektiv Datum des CVA können Insider kaufen. Das sollte der 09.08.2019 sein.
Darüber hinaus haben wir komischerweise kurz danach einen Analysten und Investoren Konferenz!!!

Viele Aktien sind bereits in den Händen der „Großen“ - das sind die, die hier ALLES regeln! Sie können bewirken, dass der Kurs auf 1,- Euro steigt ...indem sie z.B. SNH günstiges Geld anbieten!

So, nach diesen beiden wichtigen Daten kommt auch schon 10 HT später die Hauptversammlung ....wo natürlich am Besten nur 7 Leute sitzen sollen, die Steinhoff für sich möglichst alleine haben möchten.

Das Szenario- der Kurs wird sich nach den beiden Veranstaltungen nahezu verdoppeln. Hier werden dann 90% mit großen Positionen aussteigen.

Und erst danach wird der Kurs Fährt aufnehmen!

Könnte es so laufen? Zu viel Verschwörungstheorien? Aber bei diesen Aktienwundern läuft es meist so! Das ist zwar eine reine Vermutung aber anders macht es irgendwie keinen Sinn, oder?

Und an die Mods der FB Gruppe, ihr seid ganz schön arrogant!  

14924 Postings, 5816 Tage harry74nrw@Klaas

 
  
    
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18.07.19 18:04
Wir haben Arten von Spekulanten derzeit.
Insider, mit Wissen aus unbekannten Quellen
und
Outsider Spekulanten, like you and me.
Das Zeitfenster zu den nächsten relevant Nachrichten wird kleiner und wer rein will
meiner Erfahrung nach nun Stück für Stück einen höheren Kurs zahlen müssen.
Wenn, wovon ich ausgehe die nächsten Nachrichten das Kursniveau nachhaltig
beeinflussen ist das Gefeilsche um 1/10 Cent hirnrissig .

Meine Einschätzung steht bei rund 30 % Chance gegen den Rest.

Schönen Abend  

740 Postings, 396 Tage ChilliwilliUnabhängig

 
  
    
18.07.19 18:12
Von den großen H7??Wieviele Gläubiger gibt es,die ans LUA gebunden sind und die bis zum LSD als Insider gelten.Waren das ca.170....ich weiß es nicht.Vielleicht möchte ja der ein oder andere Gläubiger mit Ende des LSD ein paar Aktien kaufen....wer weiß.  

1891 Postings, 457 Tage Mysterio2004@Define

 
  
    
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18.07.19 18:31
Vola hat der Titel bisher genug geboten, somit ging es hier beileibe nicht nur runter, aber ich habe schon verstanden was du sagen möchtest, man hätte das Papier kurz nach Ausbruch der Krise bis zur Klärung der Angelegnheit aus dem Handel nehmen sollen bzw. eigentlich sogar aus dem Handel nehmen müssen.

Viele sind hier sicherlich bereits nach den ersten heftigen Dips eingestiegen und da lagen die Kurse halt noch sehr weit von dem Level entfernt welches wir uns heute anschauen können/müssen.

Es wäre für viele Leute besser gewesen wenn man das Papier temporär ausgesetzt hätte, da ja nun mal der ganze Müll der dort über Jahre gelaufen ist auch erst nach und nach ans Licht gekommen ist.

Die berühmt berüchtigten Börsenblättchen haben damals auch noch ganz anders geschrieben und mit Sicherheit den einen oder anderen auch viel Geld gekostet, da wurde dann auch noch schick irgendein Müll von 2 € usw. & sofort geschrieben, diese Vordergründig kostenfreien Blättchen sind schlicht und ergreifend zu 90% Müll.

Zum Thema Nachkauf, kann gut gehen und kann furchtbar in die Hose gehen, an dem mittlerweile schon recht abgedroschenen Spruch "Der erste Verlust ist der geringste" ist schon viel wahres dran.  

2297 Postings, 246 Tage Dirty JackCash Pay Out

 
  
    
18.07.19 18:36
durch SIHPL, finde ich nicht mehr in den Dokumenten-Updates.  

3549 Postings, 1192 Tage tom.tom@Mysterio2004

 
  
    
18.07.19 18:40
Ein sehr guter und reflektierter Text, das Dilemma auf den Punkt gebracht!
Die Basher Fraktion sollte sich diesen Text mal verinnerlichen, dann
würden sie vielleicht etwas weniger provokant mit den Altinvestoren rumspringen...

Top!
 

105 Postings, 553 Tage etf_like@Dirty

 
  
    
18.07.19 18:47
kannst den neuen Dokumenten auch was positives abgewinnen? ;-)  

79 Postings, 291 Tage SteiniInvest@Mysterio

 
  
    
18.07.19 18:51
Richtig, eigentlich hätte man die Aktie bis zur 2017er Bilanz aussetzen sollen. Wer weiss wo wir heute gestanden hätten. Aber die Frau Sonn wollte ja unbedingt, dass die Anteile handelbar bleiben. Hätte man gleich gesagt, vor Mai 2019 kommen keine Zahlen dann hätte man die wohl auch temporär vom Markt genommen. Nun die Frage warum wollte das Management das so? Gerade die Frau Sonn hätte ja wissen müssen, mit all ihrer Erfahrung, dass der Kurs so einen Verlauf nehmen wird. Ob das so gewollt ist oder nicht erfahren wir irgendwann oder vielleicht auch nicht:)  

3030 Postings, 365 Tage VisiomaximaLieber User StefnKöppel

 
  
    
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18.07.19 18:54
Stefan Köppl: zinsen rutschen wieder ins minus in eu2 10:42
#193373
da wird sich wohl jemand finden der steinhoff kohle borgt.
wer da von 10% zinsen redet träumt.
'''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''­'''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''­''''''''''''

Bitte folgendes beachten und dazu Hausaufgaben machen , je höher das Risiko desto höher die Zinsen , wie beim Kredithai ,
Steinhoff Kredit Rating  liegt bei ...................... ( Tipp es liegt unter BBB ), folgende Schlagworte dürfen verwendet werden .

Credit Rating , Steinhoff , Moodys , Fitch ,
Kreditausfallrisiko

Dann wirst Du sicher bald erkennen warum es 10 % oder auch mehr sein können , falls überhaupt jemand Kredit gibt , Banken sicher nicht

So ich hoffe das hilft weiter bei Steinhoff und deren Einschätzung  

2297 Postings, 246 Tage Dirty Jack@ etf_like

 
  
    
18.07.19 19:01
Kann ich dir auf Anhieb nicht sagen, muss erstmal zusammenpacken, was noch gültig und was Ergänzungen sind. Dazu eventuelle Neuerungen wie die Newco 10 Transfers.
Ich genieße meinen Urlaub mit nur ein wenig Steinhofflektüre.
Mehr hatte ich eh nicht vor.
Mir ist jetzt wichtiger, wie läuft die CVA-Umsetzung an, was sind die ersten Vorhaben nach Umsetzung?
Finden sich dazu schon Andeutungen in den letzten Dokumenten-Updates?
Das wird noch ne spannende Zeit glaube ich.  

3549 Postings, 1192 Tage tom.tom@Visiomaxima

 
  
    
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18.07.19 19:04
Die Bewertung der Kreditwürdigkeit von Haushalten, Firmen, Konzernen und Ländern ist immer temporärer Natur,
sie können sich bei der Veränderung der wirtschaftlichen Lage auch ändern!

Aktuelle Bewertungen zur Kreditwürdigkeit von Steinhoff liegen z.Z. auch nicht vor!

 

2297 Postings, 246 Tage Dirty JackVisio

 
  
    
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18.07.19 19:05
SIHNV verfügt über keinerlei Rating mehr, vorher waren sie auch nicht Weltspitze:
"London, 13. Juni 2018 -- Moody's Investors Service hat heute das Caa1 Corporate Family Rating (CFR) und das Caa1-PD Probability of Default Rating (PDR) der Steinhoff International Holdings N.V. (Steinhoff) sowie das Caa1/B3.za CFR und Caa1-PD PDR der Steinhoff Investment Holdings Limited zurückgezogen. Gleichzeitig zog Moody's das Rating für die von der Steinhoff Europe AG emittierte 1,875%ige, vorrangige unbesicherte Anleihe mit Fälligkeit 2025 zurück."

"https://www.moodys.com/research/...aws-Steinhoffs-ratings--PR_385041"  

3030 Postings, 365 Tage VisiomaximaHerr Dirty

 
  
    
18.07.19 19:10
das soll doch die Steinhoff Aufgabe für den User sein

Es geht um die generelle Kreditwürdigkeit  

2055 Postings, 411 Tage BobbyTHKreditwürdigkeit

 
  
    
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18.07.19 19:21
Steinhoff besteht aus sehr vielen Töchtern und diese Töchter nehmen eigene Darlehen auf.
Die Kreditwürdigkeit wird also nicht allein an der Holding bemessen.
Zudem wird nicht jedes Unternehmen einem Rating unterzogen.
Einfach mal darüber nachdenken und nicht ständig pauschalisieren.

Antworten beantworte ich aus Eigenschutz nicht. Je weniger ich schreibe desto geringer ist die Möglichkeit mich zu sperren.

2020/2021 ist das Ziel  

397 Postings, 554 Tage Wald111Hier kauft keiner mehr

 
  
    
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18.07.19 19:23
nur die aller Düm........ kaufen noch Steinhoffaktien,  aber wenn man sich das zutraut  warum nicht ,die Geldvernichtungsmaschine läuft immer  weiter   , die Gläubiger werden euch schon das Fell abziehen . Das  ist alles kein Zufall  sonder hat System.  Wer jetzt  Aussteigt  hat warscheinlich noch Glück!
Ruhe in Frieden Steini    

3030 Postings, 365 Tage VisiomaximaMan oh man

 
  
    
18.07.19 19:23
es ging um die Frage ob 10 % gerecht sind als Zinsen für Steinhoff , ja sind sie !!!!  

1891 Postings, 457 Tage Mysterio2004@Visiomaxima

 
  
    
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18.07.19 19:25
Dürfte ich die Aufgabe ggf. lösen? ;-)

Erst einmal hast du natürlich vom Grundsatz her absolut Recht mit dem was du geschrieben hast, nun sei aber so gut und schaue Dir einfach das Gerüst an was nun aufgebaut wurde bzw. gerade aufgebaut wird:

1. Aufbau von unkontaminierten Gesellschaften zwecks Fremdkapitalaufnahme - erledigt
2. Bis auf maximum hochgezogene Sicherheiten die unter anderem auch vor äußeren Einflüssen wie den Klagen schützen - erledigt
3. Aufbau von EK in Form von Assets - läuft aktuell
4. Aufbau von EK in Form von € - ausstehend, aber wer weiß den schon ob die International Holding nicht den Cash bzw. einen Teil des Cashbestands in die zur Fremdkapitalaufnahme vorgesehen neuen Gesellschaften investiert

Die Lux Fincos werden eine Bonitätsbewertung erhalten, wie diese ausfällt können wir aktuell halt leider noch nicht überprüfen da dafür einfach noch keine Daten aus seriösen Quellen verfügbar sind.
 

3030 Postings, 365 Tage VisiomaximaMysterio

 
  
    
18.07.19 19:54
ja das lass ich so gelten und ist auch o.k , so geht Diskussion.
Weiter so .
Steinhoff ist halt nicht Transparent  

6967 Postings, 836 Tage SzeneAlternativSo, die Bilanzen sind da

 
  
    
18.07.19 19:57
Die Zahlen wurden vom Markt analysiert. Instis, Insider und Hedgies haben offensichtlich diese einmalige Jahrhundert-Chance nicht auf ihrem Radar.
Der Kurs steht weiterhin nahe Allzeit-Tief.
Ich bin froh, dass wenigstens dieser kleine Forums-Thread hier wesentlich mehr Durchblick hat als die großen Profi-Fische, die anscheinend nicht in der Lage sind, die Zahlen richtig zu deuten.
An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön, an den Thread, der hier die Wahrheit ans Licht bringt.


 

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