UPS - LEIDER IST IHR BROWSER VERALTET!

Um zukunftsfähig zu sein, wurde unsere aktuelle Webseite für die neuesten Technologien entwickelt.
Daher können bei alten Browsern leider Probleme auftreten.
Damit die neue Börse-Online-Seite richtig funktioniert und Spaß macht, empfehlen wir Ihnen einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunterzuladen:

Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 5542
neuester Beitrag: 14.11.19 22:16
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 138542
neuester Beitrag: 14.11.19 22:16 von: birkensaft Leser gesamt: 15810245
davon Heute: 847
bewertet mit 450 Sternen

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
5540 | 5541 | 5542 | 5542  Weiter  

57803 Postings, 5671 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    
450
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
5540 | 5541 | 5542 | 5542  Weiter  
138516 Postings ausgeblendet.

1642 Postings, 559 Tage walter.euckender "sowohl als auch"

 
  
    
08.11.19 20:46
in seinen vorherigen blogs verteidigt er einmal draghi, der tue doch sein bestes und könne ja nichts für die schwierige situation, gleichzeitig gibt er den kritikern recht, weil es ja wirklich nebenwirkungen der nichtzinspolitik gibt. ein andermal verteidigt er die schweizer national und gibt gleichzeitig den kritikern recht, doch leider könne die nationalbank nicht anders und darum solle man besser schweigen.

das thema, in einer schwierigen situation nicht anders handeln zu  können obwohl man wahrscheinlich möchte, und deswegen respekt verdient zu haben; das thema kommt verdächtig häufig bei mdm.  vielleicht fühlt er sich ja ähnlich.  

57803 Postings, 5671 Tage Anti LemmingIst halt ein typischer Schweizer,

 
  
    
08.11.19 21:37
der es allen recht machen will, und nicht so ein Nörgelpott wie du ;-)  

3899 Postings, 3397 Tage Murmeltierchenalle bullish

 
  
    
2
08.11.19 21:43
für u.s. aktien

Goldman Sachs empfiehlt Kauf von US-Aktien: Risikofreude nimmt zu

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/...ofreude-nimmt-zu-8190871  

57803 Postings, 5671 Tage Anti LemmingVorgestern hatte die Goldmänner noch gewarnt,

 
  
    
08.11.19 23:16

diese Schelme (# 500).

 

57803 Postings, 5671 Tage Anti LemmingSPON bringt heute

 
  
    
08.11.19 23:25

482 Postings, 182 Tage SEEE21Trump versucht vielleicht die Unsicherheit

 
  
    
09.11.19 09:49
an den Märkten noch eine Zeit aurecht zu erhalten, damit die Fed im nächsten Jahr noch vor den Wahlen die Geldschleusen noch stärker aufdreht und er zudem einen Handelsdeal vorzeigen kann.
Das würde die Märkte zu dem eventuell finalen Anstieg führen, die seine Wiederwahl möglich macht.
Danach hätte eine bärische Wette vielleicht eine echte Chance? Bis dahin würde ich persönlich nicht auf einen Bärenmarkt wetten. Mal sehen, was die Realität macht!  

3942 Postings, 811 Tage Shlomo SilbersteinDas Problem ist nicht Trump

 
  
    
09.11.19 10:12
die sehr wahrscheinliche Wiederwahl wäre sehr bullish für die nächsten vier Jahre.

Das Problem sitzt in Brüssel, die Spatzen pfeiffen es doch schon von den Dächern, dass die Banken am absaufen sind:

https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/...en-ezb/25208356.html

Insofern long in USD und USD-Aktien, neutral in EU-Aktien  

482 Postings, 182 Tage SEEE21Trump hat mit der Senkung der Steuern

 
  
    
09.11.19 13:21
einfach die Blase ein wenig größer Aufgeblasen. Wie will er denn die Kurse weiter stimulieren, wenn vor der Wahl die Fed noch einmal die Schleusen öffnet und der Deal mit China vermeintlich steht?  

3942 Postings, 811 Tage Shlomo SilbersteinEs genügt

 
  
    
10.11.19 10:09
die Kurse bis zur Wahl zu stabilisieren und sei es mit leeren Versprechungen. Machen ja auch alle Präsis so, Vorwahljahre sind immer die besten Börsenjahre. Da der Don kurz vor den Wahlen keinen Crash gebrauchen kann, wird er alles geben, den zu verhindern.

Ob das klappt oder nicht, hängt m.E. aber maßgeblich von den europäischen Banken ab, der EUR ist so gut wie tot, nur hat es noch keiner gemerkt. Und ein EUR-Crash wird zwar eine USD-Rally auslösen, ist aber auch schlecht für den US-Aktienmarkt.  

26 Postings, 6 Tage Aktiensammler12Es genügt

 
  
    
10.11.19 10:21
Momentan noch, falls aber die US Wirtschaft ins Wanken gerät....  

13820 Postings, 2457 Tage NikeJoeDas US-Wahljahr?

 
  
    
1
10.11.19 10:58

Also statistisch ist das bullisch für den USD, neutral für die US-Börsen und neutral für Gold.
Aber wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel...

Trump wird jedenfalls ALLES unternehmen, damit die Börsen nicht absacken. Und wenn er den Chinesen alle Zölle streichen müsste, er würde es vermutlich tun, wenn die Börsen mehr Schwäche zeigen..
Und die Fed hat mit den Zinsen bis null auch noch Spielraum!

Folge so lange wie nur irgendwie möglich dem starken Trend, vergiss aber nicht den Absprung, falls notwendig! So würde ich das aktuell "spielen"...

Eine Trendfolge-Strategie bringt vermutlich nicht die maximalen Gewinne (öfters wird man rausgeschmissen!), verhindert aber den maximalen Drawdown im nächsten größeren Ernstfall (Rezession und Bärenmarkt).

 

482 Postings, 182 Tage SEEE21Wir werden die Entwicklung erleben und

 
  
    
10.11.19 11:41
kann die Investitions- oder Zockerentscheidungen anpassen. Wenn der Amimarkt nicht bis zu den Wahlen extrem hoch läuft würde ich auch nicht auf einen tiefen Fall danach wetten.

Es würde halt so schön passen, wenn der größte Narzisst aller Zeiten auch die größte Blase aller Zeiten aufpumpt!  

1642 Postings, 559 Tage walter.euckenein kritischer leser

 
  
    
10.11.19 14:04
um ein letztes mal auf den mdm einzugehen (ich hoffe übrigens, er  ist nicht identisch mit seinem namensvetter hier, dem meiertier; das wäre mir dann schon etwas peinlich angesichts meiner polemik), ein  blog wie der "nevermindthemarket" wäre ja dazu geeignet, mal pointiert stellung  zu beziehen und  nicht um  möglichst ausgewogen niemandem auf den schlips zu treten. immerhin kann er sich trösten, mindestens einen leser zu haben, der seine  beiträge sehr aufmerksam liest, wenn auch sehr kritisch.  

1642 Postings, 559 Tage walter.euckenbloomberg-trump

 
  
    
2
10.11.19 14:17
die nächsten us wahlen sind gar nicht  mehr so fern. ein mögliches duell bloomberg gegen trump würde den börsen wohl am besten gefallen, da sich die diskussion dann wohl am meisten darum drehen würde, wer die besseren ökonomischen aussichten bieten kann.

aber nicht nur den börsen ist ökonomisches das wichtigste...
denn seien wir doch ehrlich, und das ist nicht nur so in den usa, sondern überall auf der welt: ausserhalb der 10% der bevölkerung, welche sich ernsthaft mit politik beschäftigt interessiern sich die menschen vor um ökonomisches:
- wieviel sie verdienen,
- ob sie überhaupt einen job haben,
- wie können sie ihre miete bezahlen,
- wie siehts mit der rente aus.

ps, eine frage, ist grad aktuell weil die medien täglich  über trumps ukraine geschichte schreiben: wieviel prozent der us amerikaner wissen, wo die ukraine liegt und könnten sie auf der karte ungefähr zeigen? mehr als 1 oder 2%? kaum.  

57803 Postings, 5671 Tage Anti LemmingDer SP-500 hat jetzt ein permantes Hochplateau

 
  
    
2
12.11.19 09:34
erreicht.

Herzlichst,

Eurer Irving Fischer

The stock market crash of 1929 and the subsequent Great Depression cost Fisher much of his personal wealth and academic reputation. He famously predicted, nine days before the crash, that stock prices had "reached what looks like a permanently high plateau."[26] Irving Fisher stated on October 21 that the market was "only shaking out of the lunatic fringe" and went on to explain why he felt the prices still had not caught up with their real value and should go much higher. On Wednesday, October 23, he announced in a banker's meeting "security values in most instances were not inflated." For months after the Crash, he continued to assure investors that a recovery was just around the corner....


 
Angehängte Grafik:
hc_2522.jpg (verkleinert auf 53%) vergrößern
hc_2522.jpg

1642 Postings, 559 Tage walter.euckenkein universalgenie

 
  
    
12.11.19 16:01
der geschätzte ökonom wellershof mit einer treffenden analyse der aktuellen situation: noch läuft alles gut, aber keiiner soll überrascht tun, falls  es dreht.

so gut seine ökonomischen kenntnisse sind,  von chaostheorie und ihrem berühmten meteorologischen schmetterlingsbeispiel versteht er wohl nicht soviel. ein schmetterlingsschlag in afrika kann keinen sturm in europa auslösen, ein schmetterling im brasilianischen amazonas hingegen schon.

 

234 Postings, 4062 Tage Alfons1982Anti-Lemming

 
  
    
12.11.19 16:03
Haben Sie eventuell eine Erklärung, warum die Profis immer davon sprechen, dass es keine Inflation aktuell gibt, obwohl es gelogen ist. Die tatsächliche Inflation ist ja viel höher, nicht nur hier in Deutschland sondern vor allem auch in den USA ?

Mir ist klar das die Inflation von den Staaten und von den Notenbanken nach unten manipuliert wird, aber warum regt sich da offiziell kein Widerstand ?

Ich persönlich kann mir kaum vorstellen, dass diese Leute nicht wirklich Wissen was vor sich geht. Ich nehme da gerne die Daten von Shadowstatistic, als Vergleich zu den offiziellen Daten. Aus dem Grund wird ja auch immer wieder Gold als natürlicher Feind des Fiatgeldsystems runtergeprügelt, obwohl die meiste Zeit sich die Zinsen seit den 1970 Jahren im negativen reallen Bereich befinden. Normalerweise wäre nach meiner Logik, in einer solchen Zeit, neben Gold und Goldminen, auch gute Wachstumswerte mit niedriger Verschuldung und starke Dividentitel die richtige Auswahl. Daneben kann man auch mit Währungen spekulieren.

Bei größeren Vermögen kommen noch Immobilien und landwirtschaftliche Flächen dazu.
Wo ist da der Denkfehler, oder wird es halt nur von den Großen Investoren so gespielt ?
 

1642 Postings, 559 Tage walter.euckenolala

 
  
    
12.11.19 21:01
lieber alfons, wäre es möglich, das sie uns als nächstes erklären wollen, dass nur gold allein uns von dem zwangsläufigem untergang des fiatgeldsystems schützt?

keine angst, wissen wir.
drum haben wir alle 10% unseres vermögens in sachwerte wie gold investiert. aber gold ist keine anlage, sondern reiner  werterhalt.  das  ist sind also unsere notgroschen für alle fälle.
aber wir wollen ja auch der geld verdienen, drum legen wir die restlichen 90% etwas gewinnbringender an.

und dies ist ja schliesslich kein goldthread. hier wird antizyklisch diskutiert und nicht  im "survival mode".

:-)  

234 Postings, 4062 Tage Alfons1982walter.eucken

 
  
    
12.11.19 22:28
Keineswegs! Ich habe ja in meinem Posting noch andere Anlageformen erwähnt. Bin ja abgesehen von Gold in physischer Form, nur in Aktien aktuell investiert. Derzeit zwar viel in Minenaktien investiert aber nicht ausschlieslich. Wachstumswerte und neue Branchen gehören auch dazu.
Ich wollte jetzt hier keinen bekehren oder daraus ein größeres Fass aufmachen. Ich lese ja hier sehr gerne mit, weil hier interessante Beiträge geschrieben werden. Mir ging es bei dem Post wirklich mehr, um die Geschichte mit der Inflation und den Negativzinsen. Ich wollte mal  hier im Forum zu dem Thema ein paar Meinungen hören. Ich hatte über dieses Thema schonmal im Goldforum geschrieben, jedoch war die Resonanz gleich null.  

4057 Postings, 4016 Tage DreiklangWarum der Bulle verbissen jeden Rücksetzer kauft

 
  
    
1
12.11.19 23:12
Shlomo: (526) Machen ja auch alle Präsis so, Vorwahljahre sind immer die besten Börsenjahre

Dieses Jahr ist das letzte, in dem ein Börsenbonus wg. der Wiederwahl Trumps ansteht. Deshalb werden die Kurse Ende d. J. auf ATH oder knapp unterhalb ATH stehen. Die Vorstände können dann ihre Boni entgegennehmen. Anfang nächsten Jahres zunächst Abverkauf und dann wieder rauf; ob es dann noch mal für ein ATH reicht wird man sehen. Kann sein, muss nicht sein. Aber: Mit der Wiederwahl Trumps ist dieser Zug abgefahren. Ab Anfang 2021 wird die Börsenampel auf "Rot" stehen. Das kann sich schon in der 2. JH 2020 abzeichnen. Die Börse nimmt eben gern vorweg. Deshalb wird dieses Jahr noch massiv gepusht;  im nächsten Jahr gibt es jedoch nichts  zu holen.

Momentan ist der Aufwärtstrend äußerst flach (aber es ist noch einer). Es sieht nach einem Rücksetzer beim NDX um ca. 90 Punkte aus. Aber dann wird wieder gekauft werden. Dieses Jahr brennt nichts mehr an...  

1642 Postings, 559 Tage walter.euckenaufwachen!

 
  
    
4
13.11.19 09:11
nzz berichtet, 95% der umsatze an kryptobörsen seien nur vorgetäuscht.

An Bitcoin-Börsen sind 95 Prozent der Umsätze nicht real, zeigen statistische Daten. Dies könnte für die Zulassung eines Bitcoin-ETF verblüffende Folgen haben.
 

201 Postings, 518 Tage dav1dRecycling lithium

 
  
    
13.11.19 17:52
@Nikejoe ? ...Dann bleibt noch das Lithium-Thema. Aber auch das wird gelöst werden, da bin ich überzeugt. Das Universum hat uns zum Glück  ja noch andere Elemente zur Verfügung gestellt. Und letzten Endes muss man auch nur einen Recycling-Prozess entwickeln.

https://recyclico.com/...-from-recycled-lithium-ion-battery-material/

Dieses Unternehmen aus Amerika hat bereits ein weltweites Patent zur Recycling von Lithium-Ionen-Batteriematerial. Es wurde jetzt eine Reinheit von 99,98% erzielt.
Der CEO war jetzt auch in Berlin. Die US-Behörde hat sogar schon zu Testzwecke Kathodenmaterial zugesandt und das Ergebnis war ebenfalls ca. gleich.

Falls noch jemand sein Weihnachtsgeld in ein Pennystock reintun möchte, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein zukünftiger Game-Changer ist :p
 

1642 Postings, 559 Tage walter.euckenlithium akkus sind eigentlich viel zu schwer

 
  
    
13.11.19 20:11
es wird noch sehr sehr lange brauchen um akkus mit der selben energiedichte von öl herzustellen. umso wichtiger ist, dass die nächste generation akkus aus möglichst wenig der schweren metalle bestehen. lithium  wird darum wohl nur ein übergangsprodukt sein.

rund um die welt wird intensivst  an neuen akkumaterialen geforscht. kein wunder, ein patent auf eine neue technologie wäre unsummen wert. darum bin sicher, irgendeiner  oder  irgendeine wird was besseres entdecken, und sei aus aus purem zufall (da gibts es so einige beispiele in der vergangenheit, zum beispiel die entdeckungen des tnt - wegen einer zerbrochenen flasche).

 

12234 Postings, 4495 Tage wawiduWalmart mit sehenswertem Reversal

 
  
    
14.11.19 21:40
 
Angehängte Grafik:
wmt_8m.png (verkleinert auf 60%) vergrößern
wmt_8m.png

360 Postings, 513 Tage birkensaftInflation aufs Neue

 
  
    
14.11.19 22:16
Hallo Alfons1982, das alte Inflationsthema. Warum es keine Inflation gibt, darüber kann man sich streiten und es gibt verschiedene Begründungen die herangezogen werden.

Die Sache ist: Inflation bemisst die Preissteigerungen von Konsumgütern, deshalb fließen heftig angestiegene Hauspreise, Aktienpreise, etc. nicht in die Inflation mit ein. Stattdessen stellt Eurostat einen beispielhaften Einkaufskorb zusammen, der sich am statistisch erhobenen Einkaufsverhalten (und übrigens auch Mietverhalten) der Konsumer orientiert. Das Problem dabei: Dieser Korb wird jedes Jahr angepasst, je nach Konsumverhalten. Kritiker bemerken: Da man davon ausgehen kann, dass der Konsument (wo möglich) die Konsumgüter meidet in denen ein stärkerer Preisanstieg stattfindet, ist es möglich, dass diese Statistik manche Preisanstiege deshalb nicht richtig wiedergibt und diese Anstiege untergewichtet. Verschwörungstheoretiker würden soweit gehen und sagen, dass auf diese Weise die Inflation bewusst heruntergerechnet wird.

Doch auch bei kritischer Betrachtung kann man bemerken, dass beispielsweise Elektronikgüter stetig billiger werden. Dies hängt damit zusammen, dass eine immer effizientere (Über-)Produktion in Billiglohnländern stattfindet, zusammen mit einer starken Konkurrenz. Fillorkill aus dem Nachbarthread (Ökonomen...) würde sagen: Klar gibt es keine Inflation, wenn es eine Überproduktion gibt. Erst wenn Konsumgüter zu knapp werden und mit der Produktion nicht nachgekommen werden kann, steigen die Preise und es gibt Inflation (das wäre sozusagen ein Heißlaufen der Wirtschaft).

Ich persönlich bin der Meinung, dass die zunehmende deflationäre Grundtendenz mit der wachsenden Schere zwischen Arm und Reich zusammenhängt (die wiederum mit den Zinsen zusammenhängt). Der kleine vermögende Teil der Bevölkerung kann konsumtechnisch nicht kompensieren, dass immer größer werdende Teile der Bevölkerung weniger Anteil am Gesamtvermögen haben. Dadurch können die Verbraucher nicht immer weiter steigende Preise bezahlen und die Unternehmen haben einen starken Preisdruck. Die wenigen Leute mit Vermögen wollen ihr Geld allerdings investieren und den Wert erhalten oder gar vermehren. Da die Zinsen niedrig sind, kommt bunkern bei der Bank eher nicht in Frage. Die Konsequenz sieht man aktuell an den Aktien- und Immobilienmärkten. Also Inflation gibt es (nach klassischer Definition) nicht, aber aufgeblasene Preise bei Investitionsgütern. Allerdings halte ich es möglich, dass die ultraexpansive Geldpolitik unter Umständen zu Stagflation führen könnte: Inflation setzt ein und zwar bei stagnierender (oder schrumpfender) Wirtschaft. Sollten Produktionsstätten anfangen reihenweise pleite zu gehen (z.B. in einer Rezession), könnte es zu einem Angebotsschock kommen, welcher die Preise bei sinkender Wirtschaftsleistung steigen lässt. Aber nur meine Meinung. Dazu gibt es natürlich noch Szenarien, in denen das Vertrauen in den Euro erschüttert werden könnte, doch darauf möchte ich jetzt nicht eingehen.

Nun dazu, ob Inflation jetzt etwas Gutes ist oder nicht. Auch darüber kann man streiten: Grundsätzlich ist eine leichte Inflation gut, um das Geld zirkulieren zu lassen, denn es lohnt sich nicht Investitionen in die Zukunft zu schieben und das Geld zu bunkern. Deshalb peilt die EZB offiziell grundsätzlich eine Inflation von 2-2,5% an. Sie legt dabei aber die oben genannten Berechnungsverfahren zu Grunde, die man zu Recht kritisch sehen kann.

Warum könnte man außerdem Inflation wollen? Nicht nur Guthaben schrumpft bei Inflation, sondern auch Schulden schrumpfen zusammen. Und europäische Unternehmen und (vor allem süd-)europäische Staaten haben viele, viele Schulden. Das Problem ist nur, dass die EZB Inflation eigentlich durch steigende Zinsen bekämpfen sollte, wenn die Preise zu stark steigen. EZB-Kritiker behaupten, dass die EZB deshalb die Inflation kleinrechnet, damit die Schulden inflationiert werden und die Zinsen aber trotzdem nicht erhöht werden müssen, da es 1. die Wirtschaft ausbremsen würde, 2. einigen Unternehmen und 3. vielleicht gar einigen Staaten finanziell das Genick brechen könnte. Also Inflation in dieser Situation eher toll, steigende Zinsen eher nicht so toll. Deshalb hat Draghi vermutlich kurz vor seinem Abgang noch verkündet, dass nach einer so langen Zeit unter dem Inflationsziel von der EZB auch eine Phase toleriert werden könnte, in der das Inflationsziel übertroffen wird (will sagen, dass also die Zinsschraube bei einer Überschreitung nicht sofort wieder angezogen wird). Hmm, warum nur?  

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
5540 | 5541 | 5542 | 5542  Weiter  
   Antwort einfügen - nach oben

  3 Nutzer wurden vom Verfasser von der Diskussion ausgeschlossen: Drattle, Instanz, Shenandoah