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Fresenius heißt Europa Willkommen.

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neuester Beitrag: 21.10.19 00:26
eröffnet am: 04.12.06 12:43 von: Peddy78 Anzahl Beiträge: 1734
neuester Beitrag: 21.10.19 00:26 von: Lumpe Leser gesamt: 434397
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17100 Postings, 5209 Tage Peddy78Fresenius heißt Europa Willkommen.

 
  
    
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04.12.06 12:43
News - 04.12.06 12:39
Fresenius-Aktionäre stimmen Aktiensplit und Umwandlung in Europa AG zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre des Medizintechnikkonzern und Klinikbetreiber Fresenius  haben nahezu einstimmig einer Umwandlung des Unternehmens in eine europäische Gesellschaft zugestimmt. Gleichzeitig unterstützten die Aktionäre den geplanten Aktiensplit, bei dem sich die Aktienzahl verdreifachen soll. 'Mit der Europäischen Gesellschaft (SE) ermöglicht die Europäische Union seit Jahresende 2004 die Gründung von Aktiengesellschaften in den Mitgliedsländern als multinationale Rechtsform', sagte Unternehmenschef Ulf Schneider am Montag während einer außerordentlichen Hautversammlung in Frankfurt. Der Versicherer Allianz  hat seine Umwandlung in eine SE bereits im Oktober dieses Jahres abgeschlossen.

Die Umwandlung in eine europäische Gesellschaft trage der internationalen Ausrichtung des Fresenius-Geschäfts Rechnung. Gleichzeitig erlaube die neue Gesellschaftsform eine Vertretung der europäischen Mitarbeiter im Fresenius-Aufsichtsrat. Die im MDAX  notierte Gesellschaft erwartet, dass die Umstellung der Fresenius AG-Aktien auf SE-Aktien im dritten Quartal 2007 erfolgen. Insgesamt hatte Fresenius Kosten für die Umwandlung von rund drei Millionen Euro veranschlagt. Die Fresenius-Aktie verlor bis zum Mittag 1,12 Prozent auf 149,60 Euro.

KEINE ÄNDERUNG FÜR FRESENIUS DURCH UMWANDLUNG

Nach Ausführungen von Fresenius-Chef Schneider wirke sich die geplante Umwandlung von einer Aktiengesellschaft in eine Europäische Gesellschaft nicht auf die Unternehmensstruktur und die Leitungsorganisation aus. Der Unternehmenssitz bleibe unverändert in Deutschland, sagte Schneider. Des Weiteren habe die Umwandlung weder die Auflösung der Gesellschaft noch die Gründung einer neuen juristischen Person zur Folge.

Der Aufsichtsrat bleibe weiter paritätisch und unverändert mit zwölf Mitgliedern besetzt. Ohne die vorgeschlagene Umwandlung wäre Fresenius verpflichtet, den Aufsichtsrat wegen der gestiegenen Zahl deutscher Mitarbeiter auf 20 Mitglieder zu vergrößern. Die neue Rechtsform der SE ermöglicht es Unternehmen, die europaweiten Geschäfte in einer Holding zusammenzufassen, statt wie bisher für jedes Land rechtlich eigenständige Landesgesellschaften haben zu müssen. Vor der Eintragung als Fresenius SE muss nun vor allem noch ein europäischer Betriebsrat gegründet werden.

AKTIENSPLIT

'Die deutliche Kurserhöhung hat dazu geführt, dass es sich bei der Fresenius-Aktie um einen der schwersten Werte im HDAX handelt', sagte Schneider. Es gebe lediglich zwei Unternehmen, die höhere Kurse als Fresenius verzeichneten. Der geplante Aktiensplit soll den Handel in Fresenius-Aktien fördern und die Aktien auch für breite Anlegerkreise noch attraktiver machen, sagte er. Die Kurse der Stamm- und Vorzugsaktien haben sich seit Ende 2004 etwa verdoppelt. Das Grundkapital der Fresenius AG beträgt den Unternehmensangaben zufolge derzeit 131,5 Millionen Euro. Es ist eingeteilt in jeweils 25.688.455 Stück Stamm- und Vorzugsaktien.

Durch Umwandlung von Kapitalrücklagen soll das Grundkapital zunächst auf 154,1 Millionen Euro erhöht und anschließend jeweils die Hälfte in Stamm- und Vorzugsaktien neu eingeteilt werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital wird ein Euro je Aktie betragen. Der Aktiensplit soll nach dem Eintrag in das Handelsregister im ersten Quartal 2007 erfolgen./ne/ck

Quelle: dpa-AFX

News druckenName  Aktuell Diff.% Börse
Allianz SE vink.Namens-Aktien o.N. 144,58 -0,42% XETRA
FRESENIUS AG Inhaber-Stammaktien o.N. 142,00 -1,39% XETRA
FRESENIUS AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N. 148,46 -1,88% XETRA
MDAX Performance-Index 8.785,58 -0,26% XETRA
 
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1708 Postings ausgeblendet.

71 Postings, 2392 Tage WhoDaresWinsGoodwill Impairment

 
  
    
07.10.19 14:11
Cashflow: Abschreibungen sind cashneutral. D. h. sie werden nicht im Cashflow-Statement abgebildet, da es zu keinem Abfluss von Liquidität kommt. Das gilt konsequent auch für Abschreibungen auf den Goodwill

Steuerlich: Die jahresabschlussrechtliche Behandlung des Goodwills differiert zwischen IFRS, HGB und Steuerrecht. IFRS kennen derzeit nur außerplanmäßige Abschreibungen. D. h. nach IFRS entstehen keine planmäßigen Goodwill-Abschreibungen. Steuerrechtlich wird ausschließlich der entgeltlich erworbenen Goodwill planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Eine außerplanmäßige Abschreibung ist nicht vorgesehen, sodass eine außerplanmäßige Abschreibung nach IFRS keinen steuerlichen Vorteil erbringt. Hintergrund: Anders als HGB (Gläubigerschutz) und IFRS (Information der Investoren) verfolgt die steuerliche Bilanzierung das fiskalische Ziel ein möglichst hohes Steueraufkommen zu generieren, indem das Steuersubstrat (Unternehmensgewinne) durch trickreiche Regeln möglichst hoch angesetzt wird.

Bilanz: Goodwill-Abschreibungen werden gegen das bilanzielle Eigenkapital gebucht. Die Bchungslogik: Abschreibungsaufwand wird gegen Goodwill gebucht. Das Abschreibungskonto schließt auf dem Gewinn- und Verlustkonto. Das GuV-Konto wird auf dem Posten Jahresüberschuss/-fehlbetrag abgeschlossen. Das heißt: Goodwill vernichtet bilanzielles Eigenkapital. Folge: EKQ sinkt, Verschuldungsgrad steigt, Anlagedeckungsgrade sinken etc.

Gewinn- und Verlustrechnung: Abschreibungen jedweder Art sind Aufwand (beachte Ausnahmen, etwa nach IFRS 16), sie verringern also den Jahresüberschuss und ferner sämtliche Ergebnisgrößen after Depreciation und Amortization Charges. Die Ergebniswirkung von Goodwill-Abschreibungen ist also negativ.

 

162 Postings, 333 Tage gemanwas für ein schrottunternehmen

 
  
    
1
07.10.19 14:42
Nach dem sogenannten "Übergangsjahr" steht der Kurs immer noch da, wo er am Tag des großen Abverkaufs stand. Einfach lächerlich. Zum Glück bin ich bei 46 raus.  

71 Postings, 2392 Tage WhoDaresWinsInterpretation der Goodwill-Abschreibung

 
  
    
07.10.19 14:52
Vereinfacht gesagt ist der Goodwill die Differenz aus erworbenen Vermögenswerten - Schulden. Ist der Kaufpreis eines Unternehmens größer, als dessen Vermögenswerte abzüglich Schulden, entsteht der derivative Goodwill (dt. Geschäfts- oder Firmenwert). Er selbst drückt dem Grunde (Ansatz) und der Höhe (Betrag) nach: Ertragsaussichten, Technologie, Kundenstamm, Synergie etc aus. Kann aber auch Folge guter Verhandlungführung der Gegenseite sein bzw. die Tatsache widerspiegeln, dass Unternehmen in der aktuellen Konjunkturphase kollektiv überbewertet sind. Aus meiner Sicht ist er ein Konglomerat aus allen diesen Tatbeständen, wobei nicht klar ist, welcher Betrag jetzt z. B. dem Kundenstamm oder der Technologie zugeordnet werden kann.

Goodwill-Abschreibung = fallender Kurs. Als ich FRE für rund 70 € gekauft habe, habe ich einen Fehler gemacht, denn jetzt kann ich nur noch rd. 41 € pro Stück erlösen. So ist es mit dem Goodwill auch: Die Abschreibung sagt ganz klar: Wir haben zu viel für das betreffende Unternehmen bezahlt. Dieser Kaufpreis ist im Nachhinein nicht mehr gerechtfertigt. Daher findet dieses Eingeständnis in die Bilanz Eingang (wie erwähnt: Goodwill wird abgeschrieben, Eigenkapital sinkt --> Bilanzverkürzung). Goodwill-Abschreibung zeigt: Mit dem Vermögen der Aktionäre wurde falsch gewirtschaftet: Es wurde zu viel bezahlt. Das Management hat falsch bewertet und damit falsch entschieden: Weshalb war vorher nicht schon klar, dass das gekaufte Unternehmen nicht werthaltig ist? Die Aussichten über die Ertragschancen des gekauften Unternehmens waren zu optimistisch, denn andernfalls wäre der Goodwill werthaltig.

Selbst ganz ohne Vorsatz oder Fahrlässigkeit (was ich zunächst keinem Unt. unterstelle) heißt für mich Goodwill-Abschreibung: Mit meinem Vermögen ist falsch gewirtschaftet worden. Es ist also keineswegs der Fall, dass eine Goodwill-Abschreibung eine lässig lockere Sache ist. Etwas, das halt mal passieren kann. Diese Art von Abschreibung verzockt Vertrauen und führt sonach zu fallenden Kursen. Ein Bärendienst für die Aktionäre. Goodwill-Abschreibungen können regelmäßig ein ganz ansehnliches Periodenergebnis in einen Verlust überführen. Für das Eigenkapitalwachstum aus eigener Kraft (Innenfinanzierung) kann dann ein komplettes Geschäftsjahr für die Katze gewesen sein. Dividende führen dann z. B. nicht mehr zu einer Reduktion des Jahresüberschusses, sondern werden gegen Gewinnrücklagen gebucht. Toll, oder? Also kurzum: Goodwill-Impairment und in der Folge Goodwill-Abschreibungen sind eine ganz, ganz ernste Sache. Ob die Banken das locker flockig sehen, ist mir als Aktionär unmittelbar ganz herzlich egal. Die sind an Kapitaldienst interessiert. Ich dagegen an nachhaltiger Eigenkapitalrentabilität bei vertretbarem Risiko (Verschuldungsgrad). Da will ich cashwirksame Erträge sehen und deren Differenz zu Aufwendungen möglichst klein haben.  

71 Postings, 2392 Tage WhoDaresWins@Geman

 
  
    
07.10.19 15:00
Wusste gar nicht, dass wir schon 2020 haben?! Ein Schrottunternehmen entsteht nicht, weil Methjunkies und Pflanzenschutzmitteltrinker hier die Kurse gestalten. Ein Schrottunternehmen wäre es dann, wenn sie erneut ihre Ziele verfehlen. Die Börse ist gern von der Realität abgekoppelt und spinnt rum. Nach der übertriebenen Euphorie folgt die Depression. Mit Börsianern ist es eben wie mit Crack,- Koka- oder Methjunkies.  

183 Postings, 2220 Tage Dagobert IndustriesGOODWILL

 
  
    
07.10.19 15:13
"sie verringern also den Jahresüberschuss und ferner sämtliche Ergebnisgrößen after Depreciation und Amortization Charges. Die Ergebniswirkung von Goodwill-Abschreibungen ist also negativ"

Ja stimmt, der Jahresüberschuss(Fehlbetrag) ist mir aber nicht so wichtig wie der Cashflow. In fact, kaum ein seriöser Banker schaut sich das Jahresergebnis an. Das kaum Aussagekraft. Geschaut wird auf EBITDA oder Free Cashflows. Was mich letztendlich interessiert ist: um wie viel erhöht/verniedrigt sich der Free Cashflow to Equity.
Und bei hohem Goodwill Impairment ist der Cashflow sogar höher. Weil eben alle Steuern gespart werden. Also haben wir Aktionäre letztendlich mehr Geld in der Tasche in diesem Jahr. Und ob wir als Aktionäre jetzt 5 mrd. mehr oder weniger Intangible Assets haben ist mir letztendlich auch egal weil letztendlich die Ertragskraft des Unternehmens zählt und die wird nicht beeinträchtig davon, ob wir 5 mrd. mehr oder weniger Intangible Assets haben.

Und deine Eigenkapitalrentabilität erhöht sich in den kommenden Jahren auch durch das Impairment ;) denn das Ergebnis wird in den darauffolgenden Jahren so hoch wie vor dem Impairment bleiben, nur mit weniger EK.

Wie ich es bereits geschrieben hatte: große Impairments sind nur dann ein echtes Problem, wenn dadurch die relative Verschuldung auf bedenkliche Niveaus steigt. Das wird bei Fresenius aber nicht der Fall sein, weil das EBITDA stabil genug ist und das Net Debt/EBITDA Verhältnis völlig im grünen Bereich ist. Also alles easy.

Ich glaube zwar schon auch dass ein Impairment ganz kurzfristig zu sinkenden Kursen führen würde. Aber das würde ich dann als ultimative Einstiegsgelegenheit nutzen, da Impairments speziell für Fresenius problemlos zu verkraften sind.
Klar bedeutet ein Impairment dass zu viel gezahlt worden ist und das Geld somit hätte "besser eingesetzt werden können". Aber wen juckts, waren eh nur Schulden und kein EK  

183 Postings, 2220 Tage Dagobert IndustriesFinal Thoughts on Goodwill

 
  
    
07.10.19 15:21
Und mal völlig unabhängig davon ob ein Impairment wirklich Geschäftsschädigend wäre oder nicht für Fresenius, ist das doch schon längst alles eingepreist. Zumindest Großteils. Damit ein Impairment für eine wirklich große Überraschung sorgen kann, müsst das schon unfassbar viel werden und das ist sehr unwahrscheinlich.

Ich bleibe dabei, die Aktie ist ein riesen Schnäppchen grade. Wo sonst bekommt man ein EV/EBITDA Multiple von 8... ich war bis kürzlich im PE tätig (Buy Side) und wir haben uns da Unternehmen angeschaut die nicht annähernd so stabile Cashflows haben, nicht annähernd so groß sind, viel zyklischer sind, mit schlechteren Margen etc. die für 11er Multiples oder mehr über den Tisch gegangen sind.  

183 Postings, 2220 Tage Dagobert IndustriesNachtrag

 
  
    
07.10.19 15:36
"In fact, kaum ein seriöser Banker schaut sich das Jahresergebnis an. Das kaum Aussagekraft."

"Aber wen juckts, waren eh nur Schulden und kein EK"

Beides natürlich sehr überspitzt formuliert und so nicht ganz richtig wie ich es geschrieben habe. Wollte damit nur einen Punkt machen. Denn die aktuell große Sorge vor Impairments ist meiner Meinung nach kein Grund nervös zu werden  

71 Postings, 2392 Tage WhoDaresWinsImpairment

 
  
    
07.10.19 16:04
Kurz: Ich will EK-Rendite nicht um jeden Preis. Die muss in angemessenem Verhältnis zum Verschuldungsgrad stehen. Wenn die Goodwill-Abschreibung also das EK reduziert, somit die EKQ fällt, die FKQ steigt und der Verschuldungsgrad auch, dann ist zwar die EK-Rendite toll, der Verschuldungsgrad aber weniger feierlich. Denn die Schulden bleiben. Außerdem bleibt die Ursache klar: EK- Rendite steigt hier ceteris paribus, weil EK ausgebucht wurde. Besser, das ist hier jedem klar: EK-Rendite steigt, weil Jahresüberschuss wächst und EK-Basis gleich bleibt oder unterproportional im Verhältnis zum Jahresüberschuss wächst.

Deshalb ein anderer Blick auf "waren eh nur Schulden". Ich habe verstanden, dass Du es überspannt formuliert hast. Dennoch. Das Eigenkapital verschwindet, wird gegen den Jahresfehlbetrag gebucht. Die Schulden bleiben unverändert passiviert. Das EK haftet zuerst. Bis zu einem gewissen Grad cool für die Banken, aber nicht für die Aktionäre.



 

92 Postings, 3975 Tage anon99Dumme Frage

 
  
    
07.10.19 18:53
Wenn Fresenius den Geschäfts- oder Firmenwert abschreiben würde, dann würde dies ja das Ergebnis mindern. Wenn kein Gewinn mehr da ist, kann das Unternehmen aber auch  nichts mehr an die Aktionäre ausschütten, auch wenn sich die Liquidität durch die Steuerersparnisse verbessern würde. Oder liege ich da falsch?  

114 Postings, 481 Tage KonzRTwins@geman

 
  
    
07.10.19 21:42
1. Das Übergangsjahr ist noch nicht vorbei ;)
2. Schon mal den Dax gesehen? Vielleicht hat es auch etwas mit SYSTEMATISCHEM Risiko zu tun?
3. Du solltest eventuell deinen Home Bias überdenken, ich gehe davon aus, dass du hauptsächlich auf deutsche Unternehmen setzt. Fresenius ist hier auch in einen Sog reingerutscht, fundamental sieht es aber aktuell sehr gut aus. Wenn du natürlich international investierst, kann dir das aber egal sein. Nicht jede Investition geht immer gleichzeitig auf. Btw: Da sehe ich aber ganz andere Schrottunternehmen in deinen letzten Threads ;)  

71 Postings, 2392 Tage WhoDaresWins@Anon99

 
  
    
07.10.19 22:44
Lieber Anon,

es gibt keine dummen Fragen. Dumm wäre es, nicht zu fragen... Um Dividende auszuschütten muss nicht zwingend Jahresüberschuss vorhanden sein. Die Dividende kann auch aus den Gewinnrücklagen heraus erfolgen. Möglich ist auch die Ausschüttung aus den Posten Kapitalrücklage oder Grundkapital. Letzteres stellt allerdings eine Substanzverringerung dar. Vorteilhaft ist, dass Dividende aus diesen Posten meines Wissens nach steuerbefreit sind, weil sie aus der Substanz und nicht aus dem Ertrag stammen( JÜ = EK-Mehrung des abgelaufenen Geschäftsjahrs, Gewinnrücklage = thesaurierte Jahresüberschüsse der vorvergangenen Perioden, Kapitalrücklage = Verkaufspreis der Aktien - Nennwert (Agio), Grundkapital = Nennwert). Wichtig für die Dividende ist ausreichend operativer Cashflow, der die Dividende cashmäßig deckt. Schulden für Dividendenzahlung aufzunehmen sehe ich als Makel. Kurzum: Dividende knüpfen an das Vorhandensein von Eigenkapital, der Jahresüberschuss ist aber nur ein Posten des Eigenkapitals.

 

71 Postings, 2392 Tage WhoDaresWinsSteuerersparnis durch Goodwill-Abschr.

 
  
    
07.10.19 23:01
Meines Wissens nach falsch! Wir reden hier über IFRS. Demnach ist der Goodwill nur im Wege der außerplanmäßigen Abschreibung vorzunehmen. Das Steuerrecht (zumindest in D.) schert sich nicht um IFRS Bilanzausweise. Nach § 7 EStG ist der derivative Goodwill planmäßig über 15 Jahre abzuschreiben. Eine außerplanmäßige Abschreibung, etwa wie nach HGB, ist nicht vorgesehen. Von dem her weiß ich nicht, wo hier Steuerersparnisse aus der Goodwill-Abschreibung kommen sollen.

In Fact:

IFRS: Keine planmäßige Abschreibung bzw. planmäßige Abschreibung verboten. Allerdings ist jährlich ein so genannter Impairment-Test durchzuführen. Frage: Ist der Goodwill noch werthaltig. Falls nein --> außerplanmäßige Abschreibung. Beachte: Zahlreiche Detailregelungen erlauben es Goodwillabschreibungen zu verzögern.

Handelsrecht: Die Nutzungsdauer ist im Wege des vernünftigen kaufmännischen Ermessens zu schätzen und der derivative Goodwill über die geschätzte/geplante Nutzungsdauer planmäßig abzuschreiben. Nur für den Fall, dass die Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, ist der Goodwill über zehn Jahre abzuschreiben. Kommt aber in der Praxis selten vor. Man will den Goodwill da eher schnell abschreiben. Beachte außerdem zu HGB: Es gibt keine Methodenpräferenz der Abschreibung. Man kann also linear, leistungsabhängig, geometrisch-degressiv, arithemtisch-degressiv oder wie auch immer abschreiben. Bei Impairment: außerplanmäßige Abschreibung ist vorzunehmen. Wertaufholungsgebot gilt für den Goodwill nicht --> Kein Ertrag aus Zuschreibung beim Goodwill nach HGB, weil verboten.

Steuerrecht: Planmäßige Abschreibung über 15 Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen, etwa weil Impairment vorliegt, ist meines Wissens nach NICHT gestattet. Folge: Positive Steuerwirkung, da Abschreibung = Aufwand ohne Liquiditätsabfluss, bleibt aus.

Man muss also beachten, über welchen Rechnungskreis gesprochen wird. Die Regeln differieren.  

841 Postings, 914 Tage markusinthemarketaktuell gibts 2% Dividende

 
  
    
08.10.19 09:34
aber was bring die, wenn der Kurs (durch eine mögliche Rezession) durch ETF-DAX Abverkäufe weiterhin fallen könnte?

Weiss jemand wie anfällig ohnehin schon günstige Aktien sind, wenn es einen ETF Verkauf vom DAX gibt?  

841 Postings, 914 Tage markusinthemarketHab mir mal diesen Stufen

 
  
    
08.10.19 09:42
-Abwärtstrend angeschaut.. es geht immer so 7-8? runter.. und dann wieder 2-3 ? hoch..
Nächster Stop (sofern diese Dynamik weiter gilt) könnte dann bei 38-39? sein...  

29 Postings, 355 Tage stefano_dotcomfresenius

 
  
    
08.10.19 19:53
ist aber echt ein trauerspiel, ich habe die Minusposition aber mal genutzt um diese mit Gewinnen zu verrechnen um diverse Steuern wiederzuerhalten. Das Jahr geht ja bald zu ende....

Nur ich habe FRE in gleicher Stückzahl wieder reingenommen, bisher war es nen Fehler ... aber die Posi war eh als halte/langzeitwert gedacht...

Die letzten Monate merkt man jedoch nur, dass es langfristig runter geht.


Die Devise ... Augen zu und durch. Fre kann nicht bis ende des Jahres immer 1% verlieren, dann wären die bald wech....  

749 Postings, 499 Tage gdchsBei Fresenius war ja auch das Tief

 
  
    
08.10.19 19:58
Ende letzten Jahres so etwa im Bereich 38-39 Euro, gut  möglich das dieser Bereich nochmal getestet wird.  Da es bis zu den Q-Zahlen noch  ein paar Wochen hin ist und der Markt aktuell auch etwas schwächelt könnte es im Lauf des Oktober passieren das wir diesen Bereich sehen.
Sollten die nächsten Q-Zahlen schlecht werden (was ich nicht hoffe aber man weiß ja nie ...) dann halte ich es auch für sehr wahrscheinlich das wir mindestens so weit runter gehen, eher noch etwas weiter .
Also Daumen drücken das die nächsten Q-Zahlen gut werden (wie es ja die letzten Q2 Zahlen durchaus waren )!

 

928 Postings, 1621 Tage phre22Neues zu Fresenius

 
  
    
15.10.19 19:47

https://modernvalueinvesting.de/...lever-visa-johnson-johnson-update/

Charttechnik & Fundamental - kostenlos aber nicht umsonst :-)

 

841 Postings, 914 Tage markusinthemarketwas läuft hier eigentlich

 
  
    
16.10.19 12:02
?? ist die treppenformation somit eigentlich passe?  

6598 Postings, 3272 Tage doschauherIrgendwas Neues ?

 
  
    
16.10.19 12:12

172 Postings, 4040 Tage acgm67Moin,

 
  
    
17.10.19 06:04
im Moment stoßen wir im 6-Monats-Chart an die obere Trendline an.
Es ging ja seitdem wellenartig abwärts,  und jetzt laufen wir an die Trendlinie dran. Wird Zeit, dass wir mal wieder da drüber kommen.
Am 30.10.19 kommen ja auch die Q3 Zahlen, mal gespannt, was es zu berichten gibt...

Ansonsten nix Neues..

Gruß acgm67  

172 Postings, 4040 Tage acgm67Chart 6 Monate

 
  
    
17.10.19 11:08
Trendlinie überschritten heute, mal schauen, ob das was Längeres wird:)  
Angehängte Grafik:
fresenius_6_monate.jpg (verkleinert auf 54%) vergrößern
fresenius_6_monate.jpg

148 Postings, 1398 Tage ExxprofiDie Charttechnik hilft leider den Bullen nicht

 
  
    
1
18.10.19 15:43
Könnte auch oben im Trendkanal wieder angestoßen sein. Ich finde die Aktie total unterbewertet, es scheint aber Interessengruppen zu geben, die wollen den Kurs nicht nach oben lassen. Bin auf die Q3 Zahlen gespannt.

 

148 Postings, 1398 Tage ExxprofiMein Hart

 
  
    
18.10.19 15:44
 
Angehängte Grafik:
fresenius_se___co.png (verkleinert auf 35%) vergrößern
fresenius_se___co.png

6598 Postings, 3272 Tage doschauherTrauerspiel

 
  
    
18.10.19 18:14

5 Postings, 8 Tage LumpeKorruption bei FMC

 
  
    
21.10.19 00:26
Nachrichten betreffend Korruption und FMC, m. M. als sehr negativ zu betrachten, auch die Stellungsnahmen seitens des Unternehmens halte ich für unzureichend und eher "kleinredend":


https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/...bestechung-101.html
 

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